Wird die Krim bald eine Vorzeigeregion ? Russland und die Krim fünf Jahre nach der Wiedervereinigung


Vor fünf Jah­ren, am 18. März 2014 unter­schrie­ben der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin, die Par­la­ments- und Regie­rungs­chefs der Auto­no­men Repu­blik Krim sowie der Vor­sit­zen­de des Koor­di­na­ti­ons­rats der Stadt Sevas­to­pol in einer fei­er­li­chen Atmo­sphä­re in Mos­kau “das Abkom­men zwi­schen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und der Repu­blik Krim über die Auf­nah­me der Repu­blik Krim in die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und die Bil­dung der neu­en Sub­jek­te auf dem Gebiet der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on”. Zwei Tage zuvor hat­ten die Ein­woh­ner der Krim in einem Refe­ren­dum ihren Wunsch erklärt, sich von der Ukrai­ne abspal­ten zu wol­len. Vor zwei Jah­ren rekon­stru­ier­te RT die Ereig­nis­se, die dazu geführt hat­ten, in einem Rück­blick.

Die­se Ereig­nis­se wer­te­ten die west­li­chen Staa­ten als Akt mili­tä­ri­scher Aggres­si­on von­sei­ten Russ­lands gegen­über der Ukrai­ne – dem Staat, zu dem die Halb­in­sel seit dem Zer­fall der UdSSR im Jahr 1991, weit­ge­hend wider­wil­lig, gehör­te. In den USA ist es nun per Gesetz ver­bo­ten, die Zuge­hö­rig­keit der Krim zu Russ­land anzu­er­ken­nen. Noch ehe das Krim-Refe­ren­dum am 16. März statt­fin­den konn­te, began­nen die USA und die EU damit, Sank­tio­nen gegen die Krim zu ver­hän­gen. In nur weni­gen Wochen umfass­ten sie wei­te Berei­che des Ban­ken- und Indus­trie­sek­tors sowie Sport und Tou­ris­mus. Außer­dem schränk­ten sie die Bewe­gungs­frei­heit der Krim-Ein­woh­ner erheb­lich ein, indem es Kon­su­la­ten expli­zit ver­bo­ten wur­de, Krim-Bewoh­nern US-und Schen­gen-Visa außer­halb der Ukrai­ne zu ertei­len. Seit­dem gehö­ren die Krim-Sank­tio­nen zu einem fes­ten Bestand­teil der west­li­chen Poli­tik. 

In den Jah­ren 2014 und 2015 wur­de in Russ­land und im Wes­ten ange­sichts die­ser Blo­cka­de-Poli­tik viel dar­über spe­ku­liert, ob Russ­land nicht einen “zu hohen Preis” für die Wie­der­ver­ei­ni­gung mit der Krim bezah­len wür­de. Man pro­phe­zei­te eine lan­ge Sta­gna­ti­on auf der Halb­in­sel. 2014 sperr­te die Ukrai­ne die Was­ser­zu­fuhr auf die Krim aus dem Fluss Dnjepr über den Nord-Krim-Kanal. Ende Novem­ber 2015 spreng­ten ukrai­ni­sche Natio­na­lis­ten die Strom­mas­ten kurz vor der Gren­ze zur Krim, was zu einem mehr­tä­gi­gen Black­out in vie­len Tei­len der Halb­in­sel führ­te. Zu den west­li­chen Sank­tio­nen kamen damit die Was­ser-, Trans­port- und Ener­gie­blo­cka­den hin­zu, was Russ­land zu einem schnel­le­ren Auf­bau einer von der Ukrai­ne unab­hän­gi­gen Infra­struk­tur ver­an­lass­te.

Mehr zum The­ma — Exper­te des Euro­pa-Insti­tuts : Wir soll­ten end­lich über rechts­wid­ri­ge Auf­lö­sung der UdSSR spre­chen

Wird die Krim bald eine Vorzeigeregion? Russland und die Krim fünf Jahre nach der Wiedervereinigung
Nach wie vor Tou­ris­ten-Magnet : die Res­te der genue­si­schen Fes­tung in Sudak im öst­li­chen Teil der Halb­in­sel

Infol­ge der Sank­tio­nen muss­te die rus­si­sche Bil­lig­flug­li­nie Dob­rol­jot, eine 100-pro­zen­ti­ge Aero­flot-Toch­ter, nach ihren zwei Flü­gen nach Sim­fero­pol ihren Betrieb ein­stel­len. Bis heu­te ver­mei­den es die gro­ßen rus­si­schen Ban­ken, Filia­len auf der Krim zu eröff­nen. Im Jahr 2017 ging Sie­mens wegen der Ver­le­gung der vier Sie­mens-Kraft­werks­tur­bi­nen gegen sei­ne rus­si­schen Part­ner vor Gericht. Der Skan­dal um die angeb­li­che ver­trags­wid­ri­ge Lie­fe­rung bewirk­te neue EU-Sank­tio­nen gegen die Halb­in­sel.

Doch das Stim­mungs­ba­ro­me­ter unter den Ein­woh­nern zeigt : Die anfäng­li­che Eupho­rie nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Russ­land ist zwar ver­flo­gen, die Rich­tig­keit der dama­li­gen Ent­schei­dung wird jedoch kaum ange­zwei­felt. Das liegt nicht zuletzt dar­in begrün­det, dass Russ­land seit fünf Jah­ren trotz Kri­sen­er­schei­nun­gen in der eige­nen Wirt­schaft sicht­bar dar­um bemüht ist, die Krim in eine Vor­zei­ge­re­gi­on umzu­wan­deln.

Zu den gro­ßen Infran­st­uk­tur­pro­jek­ten gehört vor allem der Bau der 19 Kilo­me­ter lan­gen Krim-Brü­cke, die längs­te Brü­cke Euro­pas, zum rus­si­schen Fest­land. Im Mai 2018 wur­de die Auto­stra­ße über die Brü­cke bereits in Betrieb genom­men. Im lau­fen­den Jahr wird auch die Eisen­bahn­ver­bin­dung fer­tig­ge­stellt. Nun kön­nen bis zu 40.000 Autos an einem Tag die Brü­cke über­que­ren – vier­mal mehr als mit der Fäh­re.

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Fast gleich­zei­tig mit der Brü­cke hat auch der neue Flug­ha­fen-Ter­mi­nal in Sim­fero­pol im April 2018 sei­nen Betrieb auf­ge­nom­men. Der Flug­ha­fen kann bis zu 200 Flü­ge am Tag und 6,5 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re pro Jahr abfer­ti­gen. Dies zahl­te sich bereits im glei­chen Jahr mit über 5 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren aus.

Auch die neue West-Ost-Auto­bahn “Tawri­da” gehört zu den gro­ßen Pres­ti­ge-Pro­jek­ten auf der Krim. Mit zwei neu­en Wär­me­kraft­wer­ken konn­te die Halb­in­sel die Ener­gie­ab­hän­gig­keit von der Ukrai­ne end­gül­tig über­win­den. Die ver­bes­ser­te Infra­struk­tur beför­der­te auch einen Tou­ris­mus-Auf­schwung. Im Jahr 2018 besuch­ten 6,8 Mil­lio­nen Men­schen die Halb­in­sel – 28 Pro­zent mehr als im Vor­jahr.

Die Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men haben sich in den letz­ten fünf Jah­ren ver­dop­pelt. Nach Anga­ben des Repu­blik­chefs Ser­gej Aks­jo­now sind die Steu­er­ab­ga­ben im Ver­gleich mit der ukrai­ni­schen Peri­ode um das Zwei­ein­halb­fa­che gewach­sen. Im letz­ten Jahr betru­gen sie 54,8 Mil­li­ar­den Rubel.

Den­noch, Russ­land plant künf­tig noch mehr in die Krim zu inves­tie­ren. In den nächs­ten drei Jah­ren wer­den 309,5 Mil­li­ar­den Rubel (4,2 Mil­li­ar­den Euro) aus dem rus­si­schen Haus­halt in die sozi­al-öko­no­mi­sche Ent­wick­lung der Krim flie­ßen. Im Staats­rat der Repu­blik Krim, die nun zum Süd-West­li­chen Föde­ra­len Bezirk der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gehört, ist man sich sicher, dass die­se Finanz­sprit­zen das Fun­da­ment dafür bil­den, spä­tes­tens ab dem Jahr 2030 zu einer rus­si­schen Geber-Regi­on zu wer­den. Bis­lang ist die Krim auf die Sub­ven­tio­nen aus dem föde­ra­len Zen­trum ange­wie­sen.

Mehr zum The­ma — Inter­view mit Krim­ta­ta­ren-Ver­tre­ter : “Putin gab uns unse­re Rech­te, nicht die Ukrai­ne” — Teil 1

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Krim-Brü­cke, die längs­te Brü­cke Euro­pas

Die Ver­bes­se­run­gen las­sen sich nicht nur mit Makro-Zah­len erfas­sen. In den letz­ten Wochen sorg­te eine unab­hän­gi­ge vier­tei­li­ge Vor­ort-Recher­che aus der Ukrai­ne für Auf­se­hen. Die Jour­na­lis­tin des Por­tals strana.ua, Oles­ja Med­we­de­wa, wies die gän­gi­ge Vor­stel­lung zurück, dass die Prei­se auf der “rus­si­schen Krim” nun höher als in der Ukrai­ne sei­en : Alles sei unter­schied­lich. Es gebe Waren, die auf der Krim teu­rer sei­en, zugleich gebe es aber Sachen, die wie­der­um weni­ger kos­ten wür­den.

So sei­en Ben­zin sowie Woh­nungs- und Kom­mu­nal­dienst­leis­tun­gen (ins­be­son­de­re Hei­zung) auf der Krim güns­ti­ger als in der Ukrai­ne. Die Löh­ne und die Ren­ten sei­en wie­der­um höher. Zugleich wies die ukrai­ni­sche Jour­na­lis­tin dar­auf hin, dass vie­le inter­na­tio­na­le und sogar rus­si­sche Unter­neh­men wegen der west­li­chen Sank­tio­nen an der Arbeit auf der Krim gehin­dert wür­den.

Laut der Repor­te­rin, die zu Anfang ihrer Recher­che vor der Kame­ra klar stell­te, sie hal­te die Anglie­de­rung der Krim an Russ­land nach wie vor für eine Anne­xi­on, unter­stützt mit 70 Pro­zent die Mehr­heit der Krim-Bevöl­ke­rung tat­säch­lich die Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Russ­land :

Wenn es eine Sehn­sucht nach der Ukrai­ne gäbe, dann nur nach der Ukrai­ne, wie sie vor dem Jahr 2013 gewe­sen ist. “Und es liegt nicht ein­mal an den Löh­nen, son­dern dar­an, dass die Ukrai­ne mit ihren heu­ti­gen Hel­den und Wer­ten für die Krim-Bewoh­ner ein frem­des Land ist”.

Russ­land habe sich nach fünf Jah­ren auf der Krim “end­gül­tig ein­ge­nis­tet”, bilan­zier­te die Jour­na­lis­tin.

Im Gespräch mit RT Deutsch wies der rus­si­sche Poli­ti­lo­ge Dmi­tri Kuli­kow dar­auf hin, dass der Wunsch der Krim-Bewoh­ner nach einer Anglie­de­rung an Russ­land nicht aus einer Kos­ten-Nut­zen-Über­le­gung her­aus ent­stan­den sei, obwohl dies vie­le mate­ri­el­le Ver­bes­se­run­gen für sie bedeu­te­te. Dies sei viel­mehr ein Akt der poli­ti­schen Selbst­be­stim­mung gewe­sen. Der Mut der Bür­ger der Krim habe sich auch auf ganz Russ­land aus­ge­wirkt, was dabei gehol­fen habe, sich dem Druck von­sei­ten der west­li­chen Staa­ten erfolg­reich zu wie­der­set­zen. 

RT Deutsch


Toter Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Bauch gefunden


Die Regie­rung müs­se end­lich etwas gegen die­je­ni­gen unter­neh­men, die die Was­ser­stra­ßen und Ozea­ne als Müll­kip­pe ver­wen­de­ten, hieß es vom D’ Bone Collec­tor Muse­um, das Fotos des Wales und der Mas­sen an ver­schluck­tem Plas­tik bei Face­book ver­öf­fent­lich­te. “Das ist so trau­rig zu sehen und zeigt, dass wir alle ent­schie­den etwas tun müs­sen, um unse­re Mee­re vor Plas­tik zu schüt­zen”, twit­ter­te die bri­ti­sche Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Orca am Mon­tag. (dpa)

Mehr zum The­ma — Indo­ne­si­en : Orang-Utan mit 74 Gewehr­ku­geln im Leib ent­deckt

RT Deutsch


Italiens Innenminister nach Anschlägen in Neuseeland : Einziges Problem ist “islamischer Extremismus”


Der ein­zi­ge Extre­mis­mus, der Auf­merk­sam­keit ver­dient, ist der isla­mi­sche”, sag­te Matteo Sal­vi­ni. Er füg­te hin­zu, dass die ita­lie­ni­schen “rechts­ex­tre­men und lin­ken Rän­der” unter Kon­trol­le wären. Sal­vi­ni, der die natio­na­lis­ti­sche Lega-Nord-Par­tei ver­tritt, mach­te die­se Kom­men­ta­re am Frei­tag auf einer Pres­se­kon­fe­renz, berich­tet die loka­le Nach­rich­ten-Web­site Fan­page.

Sal­vi­ni wird häu­fig vor­ge­wor­fen, ras­sis­ti­sche Span­nun­gen im Inland zu schü­ren. Er ist für sei­ne aggres­si­ve Rhe­to­rik bekannt, die sich nicht nur gegen EU-Insti­tu­tio­nen in Brüs­sel, son­dern auch häu­fig gegen Migran­ten rich­tet.

Nach den Aus­sa­gen hin­sicht­lich des isla­mi­schen Extre­mis­mus ver­ur­teil­te Innen­mi­nis­ter Sal­vi­ni jedoch auch den Anschlag in Neu­see­land. Der Poli­ti­ker nutz­te die Gele­gen­heit, um “Mit­ge­fühl” ein­zu­for­dern. Er distan­zier­te sich demons­tra­tiv von Anschul­di­gun­gen, wonach sein anti-mus­li­mi­scher Dis­kurs Anschlä­ge wie die in Neu­see­land begüns­ti­ge. Sal­vi­ni ver­öf­fent­lich­te auf Twit­ter :

Mas­sa­ker in Neu­see­land, Ver­ur­tei­lung und völ­li­ge Ver­ach­tung der abscheu­li­chen Mör­der, Gebe­te für die unschul­di­gen Opfer, Mit­ge­fühl für die­je­ni­gen, die sagen : ‘Es ist immer Sal­vi­nis Schuld.’

Sal­vi­ni ist auch stell­ver­tre­ten­der Pre­mier­mi­nis­ter, zusam­men mit Lui­gi Di Maio, mit dem er eine Regie­rungs­ko­ali­ti­on mit der Fünf-Ster­ne-Bewe­gung gebil­det hat­te. Di Maio und Pre­mier­mi­nis­ter Giu­sep­pe Con­te hat­ten zuvor die töd­li­chen Angrif­fe auf die Mosche­en von Christ­church ver­ur­teilt, bei denen min­des­tens 49 Men­schen star­ben, und spra­chen den Opfern ihr Bei­leid aus.

Aus­tra­li­sche Beam­te haben den Atten­tä­ter in Christ­church als “einen extre­mis­ti­schen, rechts­ge­rich­te­ten, gewalt­tä­ti­gen Ter­ro­ris­ten” bezeich­net. Der Atten­tä­ter ver­öf­fent­lich­te vor den Angrif­fen ein Mani­fest, in dem er ver­sprach, gezielt Mus­li­me zu töten.

Der Angrei­fer ver­öf­fent­lich­te außer­dem eine Rei­he von Waf­fen­bil­dern auf einem Soci­al-Media-Account, die mit den Namen his­to­ri­scher Per­sön­lich­kei­ten beschrie­ben wur­den, von denen vie­le an der Ermor­dung von Mus­li­men oder der mili­tä­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit isla­mi­schen Rei­chen betei­ligt waren.

Zu den Namen gehört auch der Ita­lie­ner Luca Trai­ni. Die­ser wur­de wegen sechs nicht töd­li­chen, bewaff­ne­ten Angrif­fen mit ras­sis­ti­schem Motiv auf Schwar­ze Men­schen im ita­lie­ni­schen Mace­ra­ta im Jahr 2018 zu zwölf Jah­ren Haft ver­ur­teilt.

Trai­nis Anwalt Gian­lu­ca Giu­lia­nel­li sag­te am Frei­tag im ita­lie­ni­schen Radio, dass Luca sich sicher­lich von die­ser Tra­gö­die distan­zie­ren wür­de, obwohl er seit den Anschlä­gen in Neu­see­land nicht mehr mit sei­nem Man­dan­ten gespro­chen habe, weil die­ser seit eini­ger Zeit ein star­kes Gefühl der Reue für das, was er getan hat, ent­wi­ckelt habe.

Mehr zum The­ma — Ter­ror­an­schlag in Neu­see­land : Zahl der Todes­op­fer bei Moschee-Mas­sa­ker steigt auf 49

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Zehn Hiroshima-Bomben : Riesiger Feuerball explodiert im Fernen Osten – und niemand merkt das


Der Meteo­rit drang in die Erd­at­mo­sphä­re mit einer Geschwin­dig­keit von 32 Kilo­me­tern pro Sekun­de ein und explo­dier­te in einer Höhe von 25,6 Kilo­me­tern über der Erd­ober­flä­che, teilt BBC mit. Die Explo­siv­kraft des Him­mels­kör­pers betrug gan­ze 173 Kilo­ton­nen, was etwa zehn Mal mehr als der Ener­gie­in­halt ist, der sich bei dem Atom­bom­ben­ab­wurf auf Hiro­shi­ma frei­ge­setzt hat­te. 

Mehr zum The­ma — Rie­si­ger Feu­er­ball am Him­mel über Vene­zue­la gesich­tet – Netz rät­selt über Ursa­che der Erschei­nung

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Ekelhaft“: Toter Wal mit 40 Kilo Müll im Bauch auf Philippinen gestrandet – FOTO


An der phil­ip­pi­ni­schen Küs­te in der Pro­vinz Com­pos­te­la Val­ley ist ein toter Wal mit 40 Kilo­gramm Plas­tik im Magen ange­schwemmt wor­den. Über den Fund haben die For­scher des ört­li­chen D’ Bone Collec­tor Muse­ums auf Face­book berich­tet.
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Indien : Pakistan tötet mindestens einen Soldaten in Kaschmir


Schar­müt­zel kom­men ent­lang der soge­nann­ten Kon­troll­li­nie zwi­schen den von Indi­en und Paki­stan beherrsch­ten Tei­len Kasch­mirs immer wie­der vor. In den ver­gan­ge­nen Wochen hat­ten sie sich gehäuft, nach­dem sich die Span­nun­gen zwi­schen den ver­fein­de­ten Nach­bar­staa­ten zuge­spitzt hat­ten.

Bei einem Selbst­mord­an­schlag mit einer Auto­bom­be im indi­schen Teil Kasch­mirs waren am 14. Febru­ar 40 indi­sche Sicher­heits­kräf­te getö­tet wor­den. Die aus Paki­stan stam­men­de Ter­ror­grup­pe Jaish-e-Moham­med rekla­mier­te die Tat für sich. Elf Tage spä­ter flog Indi­en zum ers­ten Mal seit 1971 einen Luft­an­griff auf paki­sta­ni­schem Gebiet. Paki­stan schoss dar­auf­hin min­des­tens einen indi­schen Kampf­jet ab und setz­te einen Pilo­ten fest. Nach des­sen Frei­las­sung am 1. März ent­spann­te sich die Lage etwas. (dpa)

Mehr zum The­ma — Paki­stan : Indi­sches U-Boot woll­te in See­ge­biet ein­drin­gen

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UN-Experten fordern von Israel Stopp tödlicher Gewalt an Gaza-Grenze


Am 28. Febru­ar hat­te die Kom­mis­si­on bereits eine Kurz­ver­si­on ihres Berichts vor­ge­legt, am Mon­tag prä­sen­tier­te sie dem Men­schen­rechts­rat den vol­len Bericht. Wie schon vor zwei Wochen wirft sie Isra­el vor, womög­lich Kriegs­ver­bre­chen oder Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit began­gen zu haben. Isra­el hat­te den Bericht scharf kri­ti­siert.

Jeder Ein­satz töd­li­cher Gewalt wer­de von einem Kom­man­dan­ten vor Ort geneh­migt, und das nur, wenn die Ziel­per­son eine gro­ße Gefahr bedeu­te, sag­ten Mit­glie­der einer israe­li­schen Dele­ga­ti­on in Genf. Die Demons­tran­ten trä­ten als Zivi­lis­ten auf, sei­en aber oft Mit­glie­der mili­tan­ter Kampf­ver­bän­de.

Nach Anga­ben der Kom­mis­si­on wur­den von Ende März bis Ende Dezem­ber 189 Paläs­ti­nen­ser getö­tet und mehr als 6.000 ange­schos­sen. 122 hät­ten Glied­ma­ßen ampu­tiert wer­den müs­sen. Es sei ein Kriegs­ver­bre­chen, Zivi­lis­ten ins Visier zu neh­men, die nicht an Kampf­hand­lun­gen betei­ligt sei­en, wenn sie kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr dar­stell­ten. (dpa)

Mehr zum The­ma — Ver­gel­tungs­schlä­ge nach Rake­ten­an­grif­fen auf Tel Aviv : Isra­el greift 100 Zie­le in Gaza an

RT Deutsch


Die rumänische EU-Ratspräsidentschaft wird Ihnen präsentiert von : Coca-Cola


Ende Janu­ar sorg­te ein Tweet des ZDF-Jour­na­lis­ten Ste­fan Lei­fert für Auf­se­hen. Der Brüs­se­ler Kor­re­spon­dent des Sen­ders ver­öf­fent­lich­te Fotos vom Tagungs­ort der EU-Außen­mi­nis­ter in Buka­rest. Dar­auf zu sehen : Das Coca-Cola-Logo neben dem der rumä­ni­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft auf Tafeln und Ban­nern, Coca-Cola-Sitz­sä­cke, Coca-Cola-Geträn­ke­au­to­ma­ten …

Die EU-Rats­prä­si­dent­schaft lis­tet auf ihrer Web­sei­te ihre Spon­so­ren auf : Neben Coca-Cola sind dies in der Kate­go­rie “Pla­tin” Mer­ce­des-Benz, Renault und und das Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men Digi. Um die “Platin”-Kategorie zu erlan­gen, müs­sen die Unter­neh­men min­des­tens 40.000 Euro über­wei­sen – oder Leis­tun­gen von die­sem Wert zur Ver­fü­gung stel­len.

Nach­dem das Coca-Cola-Spon­so­ring durch das offen­si­ve Auf­tre­ten des Spon­sors öffent­li­che Auf­merk­sam­keit erfuhr, ließ die Kri­tik nicht lan­ge auf sich war­ten. Die Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Food­watch sprach von Lob­by­is­mus und star­te­te eine Online-Peti­ti­on gegen das Spon­so­ring :

Und das in Zei­ten, in denen über die Ein­füh­rung einer Limo-Steu­er dis­ku­tiert wird ! Wir fin­den es schlicht­weg inak­zep­ta­bel, wenn eine der wich­tigs­ten poli­ti­schen Insti­tu­tio­nen der EU durch den größ­ten Geträn­ke­kon­zern der Welt gespon­sert wird. Die­se unver­fro­re­ne Lob­by­ar­beit, das Spon­so­ring und der Ein­fluss der Lebens­mit­tel­in­dus­trie auf die Poli­tik müs­sen been­det wer­den.

Lob­by­Con­trol nann­te die Wer­be­part­ner­schaf­ten der EU-Rats­prä­si­dent­schaf­ten ein grund­sätz­li­ches Pro­blem :

Das ist hoch­pro­ble­ma­tisch. Schließ­lich soll­te die Poli­tik in einer Demo­kra­tie unab­hän­gig sein und sich dem All­ge­mein­wohl ver­pflich­tet füh­len. Der Kuschel­kurs mit den Kon­zer­nen dage­gen ver­schafft den Unter­neh­men wich­ti­ge Lob­by­kon­tak­te und die Mög­lich­keit, ihre eige­ne Agen­da bes­ser durch­zu­set­zen.

In der ver­gan­ge­nen Woche griff die WDR-Sen­dung Moni­tor in einem Bei­trag das The­ma auf. Die Autoren leg­ten dar, dass die letz­ten zehn Rats­prä­si­dent­schaf­ten durch­weg gespon­sert wur­den, und unter­stell­ten auch eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Spon­so­ring und poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen der EU.

So sei­en wäh­rend der grie­chi­schen Rats­prä­si­dent­schaft 2014, als die Ban­ken­auf­sicht in der EU dis­ku­tiert wur­de, auf­fal­lend vie­le grie­chi­sche Ban­ken als Spon­so­ren auf­ge­tre­ten. Auch eine Beein­flus­sung bei den The­men Netz­neu­tra­li­tät und Luft­ver­schmut­zung lie­ge nahe : Unter­neh­men wie Micro­soft und Auto­her­stel­ler wie BMW und Mer­ce­des fän­den sich immer wie­der unter den Spon­so­ren.

Das Coca-Cola-Spon­so­ring fal­le in eine Zeit, in der inten­siv über eine “Lebens­mit­telam­pel” und eine Steu­er auf zucker­hal­ti­ge Geträn­ke dis­ku­tiert wird. Auf eine mög­li­che Beein­flus­sung in die­ser Fra­ge hat­te schon Food­watch hin­ge­wie­sen.

Die deut­sche EU-Rats­prä­si­dent­schaft 2007 konn­te durch Spon­so­ring Waren und Dienst­leis­tun­gen im Wert von 7,5 Mil­lio­nen Euro ein­brin­gen, was einem Vier­tel der Aus­ga­ben für die Ver­an­stal­tun­gen der Prä­si­dent­schaft und des G8-Gip­fels ent­sprach. Als Spon­so­ren tra­ten VW, Audi, BMW, Tele­kom und Vat­ten­fall in Erschei­nung.

Auf die Fra­ge Moni­tors, ob der Rat der Euro­päi­schen Uni­on für der­ar­ti­ges Spon­so­ring kei­ne Regeln habe, wo die EU doch sonst jede Klei­nig­keit regle­men­tie­re, ant­wor­te­te die­ser :

Es gibt kei­ne Regeln oder Geset­ze, die sol­che kom­mer­zi­el­len Part­ner­schaf­ten im Rah­men der EU-Prä­si­dent­schaft regeln. Es ist Sache der jewei­li­gen Prä­si­dent­schaft, über die genaue Form die­ser Part­ner­schaf­ten zu ent­schei­den.

Die rumä­ni­sche EU-Rats­prä­si­dent­schaft hat auf die Kri­tik reagiert. Das Coca-Cola-Logo ist nun nicht mehr direkt dem der Rats­prä­si­dent­schaft zu fin­den.

Mehr zum The­ma — Food­watch : Coca-Cola macht die Gesell­schaft krän­ker

RT Deutsch


UN-Kommission fordert von Israel Stopp tödlicher Gewalt gegen Palästinenser


UN-Exper­ten haben Isra­el vor­ge­wor­fen, bei den Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen der israe­li­schen Armee und den pro­tes­tie­ren­den Paläs­ti­nen­sern an der Gren­ze zum Gaza­strei­fen vor knapp einem Jahr mut­maß­lich Kriegs­ver­bre­chen began­gen zu haben und neue Ein­satz­re­geln für das israe­li­sche Mili­tär gefor­dert. Dies mel­det die Nach­rich­ten­agen­tur dpa am Mon­tag.
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