Gefangenenaustausch für den Frieden in Afghanistan : Gefangene Taliban gegen ausländische Geiseln


Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten erklär­ten die Frie­dens­ver­hand­lun­gen mit den Tali­ban im Sep­tem­ber für geschei­tert, nach­dem ein US-Sol­dat bei einem Tal­ban-Anschlag in Kabul getö­tet wur­de. Direk­te Gesprä­che mit der afgha­ni­schen Regie­rung lehnt die Ter­ror­ga­ni­sa­ti­on ab. Die­se sehen die Tali­ban als ille­gi­tim an. Am Diens­tag gab der afgha­ni­sche Prä­si­dent Ashraf Gha­ni bekannt : 

Wir haben ent­schie­den, die drei Tali­ban­ge­fan­ge­nen unter Auf­la­gen frei­zu­las­sen …, wel­che sich seit eini­ger Zeit im Bagram Gefäng­nis in Haft der afgha­ni­schen Regie­rung befan­den. 

Es hand­le sich um eine sehr schwe­re, aber auch not­wen­di­ge Ent­schei­dung, den Aus­tausch durch­zu­füh­ren. Damit hofft die Regie­rung auf direk­te Frie­dens­ge­sprä­che mit den Tali­ban. 

Im August 2016 waren zwei aus­län­di­sche Pro­fes­so­ren – der Aus­tra­li­er Timo­thy Weeks und der US-Ame­ri­ka­ner Kevin King – in die Gewalt der Tali­ban gera­ten. Bewaff­ne­te Tali­ban hat­ten die Ame­ri­ka­ni­sche Uni­ver­si­tät in Kabul gestürmt und die bei­den Män­ner ver­schleppt. Um ihren Gesund­heits­zu­stand sei es schlecht bestellt. 

Unter den füh­ren­den Tali­ban, die nun frei kom­men, sei Anas Hak­ka­ni, der 2014 gemein­sam mit sei­nem Bru­der, dem stell­ver­tre­ten­den Tali­ban-Füh­rer des Hak­ka­ni-Netz­werks, fest­ge­nom­men wur­de. Anas Hak­ka­ni soll sich um die Finan­zen der Tali­ban geküm­mert haben, dar­un­ter auch um die Beschaf­fung von Gel­dern aus den Golf­staa­ten.

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Bolivien : Twitter-Troll-Armee macht Stimmung für Putsch – US-Senator beklagt “Putins Desinformation”


Wenn es um einen Régime Chan­ge in einem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land im Sin­ne der US-Inter­es­sen geht, dann ist Mar­co Rubio an vor­ders­ter Stel­le. So auch beim Putsch in Boli­vi­en. Wie heim­lich auf­ge­nom­me­ne und im Okto­ber gele­ak­te Audio­auf­nah­men bele­gen, traf sich der US-Sena­tor mit boli­via­ni­schen Oppo­si­tio­nel­len und ehe­ma­li­gen Mili­tärs, um über einen Putsch gegen Prä­si­dent Evo Mora­les zu berat­schla­gen.

Auch im Fal­le Vene­zue­las ist Rubio einer der lau­tes­ten Für­spre­cher in den USA für einen Régime Chan­ge. Für Auf­se­hen sorg­te der 48-Jäh­ri­ge, als er in einem Tweet sei­ne Hoff­nung zum Aus­druck brach­te, dem vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro möge das­sel­be Schick­sal erei­len wie dem liby­schen Revo­lu­ti­ons­füh­rer Muammar al-Gad­da­fi, der nach einer US-geführ­ten Inter­ven­ti­on 2011 von einem Mob gelyncht wur­de.

Mehr zum The­ma — Strom­aus­fall in Vene­zue­la : US-Hard­li­ner Rubio erfin­det “Tra­fo-Unfall am Deut­schen Stau­damm”

Der­zeit dürf­te in Boli­vi­en aus Rubi­os Sicht alles nach Plan lau­fen. Fast alles – denn der Repu­bli­ka­ner moniert die Bericht­erstat­tung der Medi­en zur Kri­se in dem Anden­land. Wer ver­ste­hen wol­le, wie Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin “Des­in­for­ma­ti­on als Werk­zeug der Außen­po­li­tik” ein­set­ze, der müs­se die “aktu­el­le Bericht­erstat­tung über Boli­vi­en stu­die­ren”, so der Poli­ti­ker in einem Tweet. 

Laut Rubio wer­de die­ses Werk­zeug in drei Stu­fen ein­ge­setzt : Erst pro­du­zie­re Mos­kau Fake News, die dann von einem “rie­si­gen Netz­werk von Kanä­len und Soci­al Media-Akteu­ren” ver­brei­tet wür­den, um schließ­lich Wider­hall in den Main­stream-Medi­en zu fin­den.

Wel­che Fake News er genau mein­te, ließ der Neo­kon­ser­va­ti­ve in sei­nem über tau­send­mal kom­men­tier­ten Tweet offen. Rubi­os frü­he­re Ein­las­sun­gen und sei­ne Unter­stüt­zung für die boli­via­ni­sche Oppo­si­ti­on deu­ten jedoch dar­auf hin, dass er jene Medi­en­be­richt­erstat­tung meint, in der die unter mili­tä­ri­schem Druck voll­zo­ge­ne Ver­trei­bung von Mora­les aus dem Prä­si­den­ten­amt kor­rek­ter­wei­se als Putsch bezeich­net wird.

Rubi­os Inter­pre­ta­ti­on sei “rei­ne Pro­jek­ti­on”, kom­men­tier­te der Jour­na­list Dan Cohen den Ver­such des Putsch­un­ter­stüt­zers, jede ihm unlieb­sa­me Bericht­erstat­tung als rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­on zu brand­mar­ken.

Wenn Sie mit Mar­co Rubi­os ver­zerr­ter neo­kon­ser­va­ti­ver Ver­si­on der Rea­li­tät in Bezug auf Boli­vi­en nicht ein­ver­stan­den sind, dann ver­brei­ten Sie viel­leicht rus­si­sche Des­in­for­ma­tio­nen. Sehr prak­tisch”, füg­te die Jour­na­lis­tin Rania Kha­lek hin­zu.

Rubio, der jüngst die Kon­tro­ver­se um den Tod des Sexu­al­straf­tä­ters Jef­frey Epstein als rus­si­schen Spal­tungs­ver­such dar­stell­te, steht mit sei­nem Unbe­ha­gen über die Ver­wen­dung des Wor­tes “Putsch” im Zusam­men­hang mit den Ereig­nis­sen in Boli­vi­en nicht allein.

Begleit­mu­sik zum Putsch : Ein Twit­ter-Heer macht mobil

Wer der­zeit auf Twit­ter die­sen Begriff in den Mund nimmt, der muss mit der wüten­den Reak­ti­on eines gan­zen Hee­res von Putsch-Sym­pa­thi­san­ten rech­nen, das zum Groß­teil offen­bar aus gefälsch­ten und auto­ma­ti­sier­ten Nut­zer­kon­ten besteht, also soge­nann­ten Bots. In einem Tweet fass­te das Medi­en­un­ter­neh­men Red­fish Bei­spie­le dafür in einem Video­clip zusam­men. Dar­in heißt es :

War­um ver­su­chen Bots, die Leu­te davon zu über­zeu­gen, dass es in Boli­vi­en kei­nen Putsch gibt ?

Wenn Sie ‘An die Freun­de über­all, in Boli­vi­en gab es KEINEN PUTSCH’ in die Such­leis­te ein­ge­ben, gibt es Hun­der­te von gefälsch­ten Kon­ten, die die glei­che Nach­richt auf Eng­lisch ver­fas­sen.

Auf die Troll-Armee hat­te zuerst der Jour­na­list Ben Nor­ton auf­merk­sam gemacht :

Es gibt Tau­sen­de von offen­sicht­li­chen Bot-Accounts, die jeden trol­len, der über den rech­ten Staats­streich in Boli­vi­en twit­tert. Es gibt hier eine gro­ße Ope­ra­ti­on.

Nor­ton stell­te fest, dass die Kon­ten erst kürz­lich eröff­net wur­den und nur weni­ge Tweets abge­setzt hat­ten und bei Wahl des Nut­zer­na­mens dem­sel­ben Sche­ma folg­ten – ein Vor­na­me gefolgt von einer Rei­he von Zah­len.

Kaum mach­te er sei­ne Beob­ach­tun­gen bekannt, hagel­te es Demen­tis von Twit­ter-Nut­zern, deren Accounts bemer­kens­wer­ter­wei­se erst im Novem­ber erstellt wur­den. Dazu schrieb Nor­ton im iro­ni­schen Ton :

Die­ses Gefühl, wenn man über die rech­ten Boli­vi­en-Putsch-Bots twit­tert (…) und eini­ge der­sel­ben Bots, deren gefälsch­te Kon­ten buch­stäb­lich ges­tern ein­ge­rich­tet wur­den, ankom­men und behaup­ten, dass sie kei­ne Bots sind.

Ein von Nor­ton mar­kier­ter Benut­zer hat­te nur vier Tweets ver­fasst – alle grif­fen den Jour­na­lis­ten an, weil er über die ver­däch­ti­gen Twit­ter-Akti­vi­tä­ten berich­tet hat­te. Das Kon­to war erst drei Stun­den alt und folgt nur einer Per­son : Luis Fer­nan­do Cama­cho, eine Füh­rungs­fi­gur der Put­schis­ten.

Die­se Pro-Putsch-Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne durch Bots ist so offen­sicht­lich”, so Nor­ton. In die­sem Zusam­men­hang bemer­kens­wert : Laut den bereits erwähn­ten gele­ak­ten Audio­auf­nah­men sahen die Plä­ne der Put­schis­ten vor, über die sozia­len Netz­wer­ke Schmier­kam­pa­gnen gegen Prä­si­dent Mora­les zu orga­ni­sie­ren. Auch das spricht für eine koor­di­nier­te Kam­pa­gne in den sozia­len Medi­en, mit deren Hil­fe der gewalt­tä­ti­ge Macht­wech­sel in Boli­vi­en legi­ti­miert wer­den soll. 

Mehr zum The­ma — Schock­auf­nah­men aus Boli­vi­en : Rechts­ex­tre­me Mili­zen machen nach Putsch Jagd auf Mora­les-Anhän­ge

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Schäuble übt Kritik an Nato-Partnern


Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäub­le hat sich am Mitt­woch in einer Rede vor dem Euro­pa­par­la­ment in Brüs­sel äußerst pes­si­mis­tisch zur Lage der Nato geäu­ßert. Laut Schäub­le steht die inter­na­tio­na­le, auf Regeln basie­ren­de Ord­nung unter Druck, denn es wer­den trotz einer zuneh­mend ver­floch­te­nen Welt natio­na­le Ego­is­men aus­ge­lebt.
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Haltung zeigen!” – Anja Reschke erhält Siebenpfeiffer-Preis


Die deut­sche Fern­seh­jour­na­lis­tin und Mode­ra­to­rin ist am Sonn­tag mit dem Sie­ben­pfeif­fer-Preis aus­ge­zeich­net wor­den. Die Aus­zeich­nung ist mit 10.000 Euro dotiert ; sie wird an Jour­na­lis­ten ver­ge­ben, die, so die den Preis ver­ge­ben­de Stif­tung, “durch Ver­öf­fent­li­chun­gen in Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen das demo­kra­ti­sche Bewusst­sein in unse­rer Zeit för­dern”.

Der Preis erin­nert an Phil­ipp Jakob Sie­ben­pfeif­fer, einen der Initia­to­ren des Ham­ba­cher Fes­tes, auf dem das libe­ra­le Bür­ger­tum 1832 gegen die Restau­ra­ti­on und für natio­na­le Ein­heit, Frei­heit und Volks­so­li­da­ri­tät demons­trier­te. Zu den bis­he­ri­gen Preis­trä­gern zäh­len Heri­bert Prantl, Peter Scholl-Latour, Glenn Green­wald und Can Dündar.

Tho­mas Kleist, Inten­dant des Saar­län­di­schen Rund­funks und Vor­sit­zen­der der Jury, beklag­te, dass Jour­na­lis­ten im Inter­net Ein­schüch­te­rungs­ver­su­chen aus­ge­setzt sei­en – von Schmäh­kri­tik und Belei­di­gun­gen bis hin zu Dro­hun­gen gegen Leib und Leben. Kleist wür­dig­te Reschke, die mit ihrer jour­na­lis­ti­schen Arbeit Rück­grat zei­ge. Ihre Hal­tung beinhal­te Mut und Stär­ke und for­de­re auf, sich auf das Grund­ge­setz zu besin­nen.

Sonia Sey­mour Mikich, frü­he­re Chef­re­dak­teu­rin des WDR-Fern­se­hens, hielt die Lau­da­tio auf Reschke. Dabei kri­ti­sier­te sie, dass AfD-Poli­ti­ker nicht nur im Netz, son­dern auch in Talk­shows im Fern­se­hen eine Platt­form bekä­men, “Lügen zu ver­brei­ten”. Mikich sag­te wört­lich :

Objek­tiv heißt nicht neu­tral. (…) Mei­ne Zeit der Dia­log­be­reit­schaft ist vor­bei.

Die Preis­trä­ge­rin selbst for­der­te, die Medi­en­kom­pe­tenz der Gesell­schaft zu stär­ken. Reschke nann­te den seit eini­gen Jah­ren immer wie­der erho­be­nen Vor­wurf der “Lügen­pres­se” eine Gefahr für die Demo­kra­tie :

Wenn Sie nur ein Körn­chen davon glau­ben, machen Sie sich zum Gehil­fen der­je­ni­gen, die ein ande­res Land wol­len.

Die 47-jäh­ri­ge Reschke ist Mode­ra­to­rin des NDR-Maga­zins Pan­ora­ma und Lei­te­rin der Abtei­lung Innen­po­li­tik des Sen­ders. Im August 2015 erreg­te sie mit einem Tages­the­men-Kom­men­tar zum The­ma “Het­ze gegen Flücht­lin­ge” Auf­se­hen, in dem sie for­der­te, jeder müs­se jetzt “Hal­tung zei­gen”. Für die­sen Kom­men­tar wur­de sie 2016 für den Deut­schen Fern­seh­preis nomi­niert.

2016 erhielt Reschke den Bar­ba­ra-Kün­ke­lin-Preis. 2018 ver­öf­fent­lich­te sie ein Buch mit dem Titel “Hal­tung zei­gen!”, im sel­ben Jahr erhielt sie den Hel­mut-Frenz-Preis, den Hanns-Joa­chim-Fried­richs-Preis sowie den Hil­de­gard-von-Bin­gen-Preis für Publi­zis­tik. 

Reschke bekann­te sich im Dezem­ber 2018 im Gespräch mit dem Schwei­zer Fern­se­hen SRF dazu, die Bür­ger erzie­hen zu wol­len. Dem ver­dutzt wir­ken­den Mode­ra­tor Flo­ri­an Inhau­ser erklär­te die Deut­sche :

Das ist ein Auf­trag an die Pres­se (…), damit wir eine Medi­en­land­schaft haben, die dazu da ist, die Bür­ger zu mün­di­gen Demo­kra­tie wäh­len­den Bür­gern zu erzie­hen oder in die Lage zu ver­set­zen, an Wah­len teil­zu­neh­men. Das ist der Job. (…) Natür­lich ist es nicht unse­re Auf­ga­be, in eine Rich­tung zu erzie­hen. Du musst jetzt den­ken, Trump ist doof und Flücht­lin­ge alle toll. Nein, aber auf­klä­ren, dass man ein Bür­ger ist, der sich Gedan­ken macht, der mün­dig ent­schei­det, und zwar mün­dig auf einer Basis, da bin ich wie­der beim Grund­ge­setz. Ich möch­te nicht, dass ich Bür­ger dazu erzie­he durch mei­ne Bericht­erstat­tung, dass sie nach­her den Staat stür­zen. Das wäre nicht im Sin­ne des Erfin­ders.

Mehr zum The­ma — Der Fall Relo­ti­us, oder : “Sagen, was sein soll”

RT Deutsch


Paris : Demonstration gegen Islamophobie mit Davidstern auf der Brust


In Frank­reich leben im Ver­gleich zu den ande­ren west­li­chen Län­dern die meis­ten Mus­li­me (Rund 8,8 Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung). Nach der katho­li­schen Reli­gi­on ist der Islam dort die zweit­häu­figs­te Glau­bens­rich­tung. Jüdi­schen Glau­bens sind nur 0,73 Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung. 

Der dem David­stern ähneln­de Auf­kle­ber beim “Marsch gegen Isla­mo­pho­bie” am Sonn­tag, den die mus­li­mi­schen Demons­tran­ten auf ihre Brust kleb­te hat­ten, unter­schied sich von der den Juden durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten auf­ge­zwun­ge­ne Kenn­zeich­nung durch die Anzahl der Zacken. Statt sechs Zacken hat die­ser nur fünf.

Eini­ge der Demons­tran­ten ergänz­ten ihn durch einen Halb­mond und die Auf­schrift “Mus­lim”. Auf­ge­ru­fen zum Pro­test hat­te das “Kol­lek­tiv gegen Isla­mo­pho­bie in Frank­reich” (CCIF). Anlass waren Schüs­se auf eine Moschee im fran­zö­si­schen Bayon­ne und ein Über­griff auf eine mus­li­mi­sche Frau. Rund 10.000 Men­schen nah­men an dem Pro­test in Paris teil. Auch in Mar­seil­le wur­de demons­triert. 

Der Prä­si­dent des Jüdi­schen Sozi­al­fonds in Frank­reich Ari­el Gold­mann wies dar­auf hin, dass kein in Frank­reich leben­der Mus­lim das erlei­den müs­se, “was unse­re Eltern wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs erlit­ten haben”. Ein Imam aus Bor­deaux beschwich­tig­te, dass die Pro­tes­tie­ren­den wohl nicht um die jüdi­sche Geschich­te wüss­ten. 

Bil­der von der Demons­tra­ti­on : 

Unter die Demons­tran­ten misch­ten sich Femen-Akti­vis­tin­nen, um für das Recht auf Blas­phe­mie zu pro­tes­tie­ren : 

Die fran­zö­si­sche Staats­sek­tre­tä­rin für die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter Mar­lè­ne Schiap­pa bezeich­ne­te die Demons­tra­ti­on als Pro­test gegen die Säku­la­ri­tät unter dem Deck­man­tel des Kamp­fes gegen Dis­kri­mi­nie­rung. 

Zu Kri­tik führ­te, dass eini­ge der teil­neh­men­den Grup­pen einen sala­fis­ti­schen Hin­ter­grund oder Ver­bin­dun­gen zur Mus­lim­bru­der­schaft haben. 

Die Zahl der Fran­zo­sen jüdi­schen Glau­bens, die auch in Frank­reich leben, nimmt seit dem Jahr 2000 ab. Der jid­di­sche Aus­druck “Sorg­los wie ein Jude in Frank­reich” (abge­wan­delt aus “Lebn vi Got in Frank­raykh” – Leben wie Gott in Frank­reich) erscheint nicht mehr aktu­ell. Die Mehr­heit geht in die USA oder nach Isra­el. Als Grund für die Aus­wan­de­rung wer­den oft anti­se­mi­ti­sche Über­grif­fe genannt. 

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Tierischer Einsatz : Bauarbeiter retten in See gefallenen Streuner mit Bagger (Video)


Der kurio­se Ret­tungs­ein­satz ereig­ne­te sich am Schar­tasch-See in der Stadt Jeka­te­rin­burg. Die Arbei­ter hör­ten ein ver­zwei­fel­tes Jau­len und ent­deck­ten im See einen gestran­de­ten Hund, der zu erschöpft zum Schwim­men war und lang­sam erfror. Die Män­ner woll­ten zuerst mit einem Seil zu dem Tier krie­chen, doch das Eis war zu dünn. Kur­zer­hand beschlos­sen sie, ihre Aus­rüs­tung zu ver­wen­den, um den Streu­ner zu ret­ten. Einer der Män­ner setz­te sich auf den Löf­fel, der zwei­te steu­er­te ihn Rich­tung Hund. Knapp eine Minu­te spä­ter wur­de der Vier­bei­ner aus dem Was­ser gebor­gen und heil ans Ufer gebracht. Der Hund wur­de gefüt­tert und ist dann weg­ge­lau­fen. Nach­dem das Video viral ging, wur­den die spon­ta­nen Hel­den in den sozia­len Netz­wer­ken gefei­ert. Die Män­ner erzäh­len, sie hät­ten das Video nur für sich gedreht und nicht mit so viel Lob gerech­net. 

Mehr zum The­ma — RT-Team ent­geht Eis­bär­an­griff wäh­rend Dreh­ar­bei­ten zu Doku­men­tar­film (Video)

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Venedig unter Wasser : Bürgermeister ruft Notstand aus (Video)


Es ist der höhs­te Stand seit 1966, als das Was­ser die Mar­ke von 194 Zen­ti­me­ter über Nor­mal Null erreich­te. Brug­na­ro mach­te den Kli­ma­wan­del für die immer häu­fi­ger wer­den­den Über­schwem­mun­gen ver­ant­wort­lich und rief die Regie­rung auf zu hel­fen und sich an den Kos­ten zu betei­li­gen.

Min­des­tens zwei Men­schen sind Medi­en­be­rich­ten zufol­ge ums Leben gekom­men. Auf der süd­lich der Stadt gele­ge­nen Insel Pel­le­stri­na sei ein 78-jäh­ri­ger Mann von einem elek­tri­schen Schlag getrof­fen wor­den, als er ver­such­te, die Ent­wäs­se­rungs­pum­pe in sei­nem Haus wie­der in Gang zu set­zen, mel­de­te die Nach­rich­ten­agen­tur Ansa.

Ein wei­te­rer Bewoh­ner der Insel sei tot in sei­nem Haus gefun­den wor­den. Eine natür­li­che Todes­ur­sa­che wer­de in dem Fall nicht aus­ge­schlos­sen. Wet­ter­bes­se­rung ist nicht in Sicht. In ganz Ita­li­en sind wei­ter Regen­fäl­le ange­kün­digt.

(rt deutsch/dpa)

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AfD-Abgeordneter Brandner als Vorsitzender des Bundestags-Rechtsausschusses abberufen


Uni­on, SPD, FPD und Grü­ne waren sich einig, dass Ste­phan Brand­ner “Anstand, Respekt und Wür­de” fehl­ten. Der stell­ver­tre­ten­de rechts­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Jan Mar­co Luc­zak, sag­te dazu :

Die Abbe­ru­fung von Brand­ner ist ein kla­res Signal gegen Het­ze und Hass – wir geben dem Amt damit end­lich sei­ne Wür­de zurück. 

CDU-Gene­ral­se­kre­tär Paul Zie­mi­ak begrüßt die Abbe­ru­fung des AfD-Abge­ord­ne­ten als Vor­sit­zen­der des Bun­des­tags-Rechts­aus­schus­ses. Er schrieb auf Twit­ter :

Der Ber­li­ner Vor­pos­ten von Höcke und dau­er­pö­beln­de Büt­ten­red­ner Brand­ner war als Aus­schuss­vor­sit­zen­der unwür­dig. Sein Anti­se­mi­tis­mus ist uner­träg­lich.

Die Abwahl ist ein ein­ma­li­ger Vor­gang in der 70-jäh­ri­gen Geschich­te des Par­la­ments.

Der Aus­schuss zog damit die Kon­se­quen­zen aus meh­re­ren Eklats, die der AfD-Poli­ti­ker aus Thü­rin­gen aus­ge­löst hat­te. Zuletzt sorg­te er für Wir­bel, als er auf Twit­ter die Ver­lei­hung des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes an den AfD-kri­ti­schen Rock­sän­ger Udo Lin­den­berg mit der Bemer­kung “Judaslohn” kom­men­tier­te.

Brand­ner selbst äußer­te sich über sei­ne Abbe­ru­fung so :

Das ist wei­te­rer Tief­punkt für den Par­la­men­ta­ris­mus in Deutsch­land, das ist ein wei­te­rer Tief­punkt für die Demo­kra­tie in Deutsch­land.

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Ukraine-Affäre : Trump drohte Stabschef von Weißem Haus mit Entlassung


US-Prä­si­dent Donald Trump soll wochen­lang damit gedroht haben, den amtie­ren­den Stabs­chef des Wei­ßen Hau­ses, Mick Mul­va­ney, zu ent­las­sen. Sei­ne Bera­ter sol­len ihm davon abge­ra­ten haben. Dar­über berich­tet die Zei­tung „The Washing­ton Post“ unter Ver­weis auf ihre Quel­len.
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