Strasbourg : Opferzahl steigt auf vier Tote, Identität des Täters bekannt


Was bis­her bekannt ist

Der Täter

Der Ver­däch­ti­ge, ein 29-jäh­ri­ger Mann namens Ché­rif C., der 1989 in Straß­burg gebo­ren wur­de, soll­te heu­te Mor­gen wegen Mor­des ver­haf­tet wer­den, war aber nicht in sei­nem Haus, sag­te eine Poli­zei­quel­le gegen­über Fran­ce 3.

Der iden­ti­fi­zier­te Schüt­ze wur­de bei den Behör­den als “radi­ka­li­siert” geführt. Er soll bei einem Schuss­wech­sel durch die Beam­ten der Ein­satz­grup­pe ver­wun­det wor­den sein. Nach Anga­ben des Innen­mi­nis­ters war der Täter den Poli­zei­dienst­stel­len für Zivil­rechts­ver­stö­ße bekannt.

Nach Anga­ben der Prä­fek­tur Bas-Rhin ist der Täter etwa 1,80 m groß, mit schwar­zen Haa­ren und einem dunk­len Man­tel, so Fran­ce 3.

Der Ver­däch­ti­ge stammt aus Hoh­berg im Stras­bour­ger Stadt­teil Koenigs­hof­fen. Er wur­de Berich­ten zufol­ge 2011 zu zwei Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teilt, dar­un­ter sechs Mona­te wegen eines Angriffs mit einer Waf­fe.

Laut BFMTV soll der mut­maß­li­che Täter in Stras­bourg “radi­ka­le Krei­se” besucht haben.

Der Tat­her­gang

Nach Anga­ben der Regio­nal­zei­tung wur­den am 11. Dezem­ber gegen 20 Uhr in der Innen­stadt von Stras­bourg Schüs­se abge­feu­ert. Berich­ten zufol­ge eröff­ne­te ein Schüt­ze das Feu­er am Place Klé­ber und lös­te Panik auf den Stra­ßen aus, wie meh­re­re Vide­os in sozia­len Netz­wer­ken zei­gen.

Die Schie­ße­rei­en fan­den ins­be­son­de­re in der Rue des Gran­des Arca­de statt, wo ein Toter beklagt wird, und in der Rue des Orfèv­res, wo ein zwei­ter Toter beklagt wird.
Die Men­schen vor Ort flüch­te­ten sich in angren­zen­de Stra­ßen. Es gab “Schüs­se mit der Absicht zu töten”, hieß es aus dem Bür­ger­meis­ter­amt.

Der Täter flüch­te­te in Rich­tung des Stadt­teils Neu­dorf, wo ihn die Poli­zei und Anti-Ter­ror­ein­hei­ten such­ten. Nach Anga­ben der Poli­zei brach “ein Schuss­wech­sel in dem Gebiet aus, in dem sich der Angrei­fer angeb­lich ver­schanzt hat­te”. Ein Hub­schrau­ber fliegt über dem Bezirk Neu­dorf. Der Angrei­fer wur­de vor der Flucht Sol­da­ten ver­wun­det, so eine Poli­zei­quel­le zu AFP

Die Poli­zei rief vor dem Gebäu­de : “Es hat kei­nen Sinn, sich zu ver­ste­cken”. Sie brach die Tür des Gebäu­des in der Rue d’Epinal 5 im Stadt­teil Neu­dorf ein, in dem sich der Täter ver­schanzt haben soll. Die Poli­zei über­prüf­te die Gebäu­de 3, 5 und 7 der Rue d’Epinal im Stadt­teil Neu­dorf. Die Ope­ra­ti­on war erfolg­los. Die Suche läuft auf Hoch­tou­ren.

Gegen­maß­nah­men

Innen­mi­nis­ter Edouard Phil­ip­pe akti­vier­te die inter­mi­nis­te­ri­el­le Kri­sen­ein­heit.

Die Anti­ter­ror­ab­tei­lung der Pari­ser Staats­an­walt­schaft prüft der­zeit in Zusam­men­ar­beit mit der Staats­an­walt­schaft Straß­burg die Situa­ti­on, so die Pari­ser Staats­an­walt­schaft in Le Figa­ro.

Laut Le Figa­ro ver­ließ Innen­mi­nis­ter Chris­to­phe Cas­ta­ner den Prä­si­den­ten­pa­last in Eile, als er die Nach­richt von der Schie­ße­rei in Stras­bourg erhielt. “Ich ver­fol­ge die Situa­ti­on im Innen­mi­nis­te­ri­um. Unse­re Sicher­heits- und Ret­tungs­diens­te sind mobi­li­siert”, kün­dig­te Cas­ta­ner auf Twit­ter an.

Die Innen­stadt wird über einen Sicher­heits­be­reich abge­schlos­sen, der sich etwa 200 Meter um den Place Guten­berg erstreckt. Die Ret­tungs­diens­te sind vor Ort. Der Stra­ßen­bahn­ver­kehr wird der­zeit unter­bro­chen, um die Sperr­zo­ne zu sichern, so die Prä­fek­tur Bas-Rhin.

Nach Anga­ben des Stras­bour­ger Rat­hau­ses läuft der­zeit eine Ope­ra­ti­on auf dem Place Bro­g­lie im his­to­ri­schen Zen­trum. “Es gibt einen nach­ge­wie­se­nen Ver­dacht auf eine zwei­te Per­son”, die an der Schie­ße­rei betei­ligt sein soll, heißt es, wäh­rend eine ers­te Per­son noch gesucht wur­de.

Unter­des­sen gehen wider­sprüch­li­che Mel­dun­gen zu den Opfern ein. Eine ande­re Poli­zei­quel­le und Mit­ar­bei­ter des Kran­ken­hau­ses nen­nen vier Tote. Die­se Anga­ben kön­nen sich im Lau­fe des Abends noch ändern.

Die Stras­bour­ger Ver­wal­tung for­dert die Ein­woh­ner auf, zu Hau­se zu blei­ben.

Die zustän­di­ge Prä­fek­tur mahnt zur Ruhe und for­dert auf, kei­ne Gerüch­te zu ver­brei­ten. Sie mahnt an, die Anwei­sun­gen von offi­zi­el­len Stel­len zu befol­gen.

Reak­tio­nen

Im Senat hiel­ten die Abge­ord­ne­ten auf Ein­la­dung von Sena­tor Eric Ker­rou­che eine Schwei­ge­mi­nu­te zum Geden­ken an die Opfer ein.

Der Prä­si­dent der Natio­nal­ver­samm­lung ver­si­chert all sei­ne “Unter­stüt­zung für unse­re Straß­bur­ger Mit­bür­ger und die mobi­li­sier­ten Sicher­heits­kräf­te”.

Der Sicher­heits­check von Face­book wur­de heu­te Abend für die Bewoh­ner von Stras­bourg akti­viert. Auf dem Klé­ber-Platz wur­de ein Sam­mel­punkt für Opfer ein­ge­rich­tet. 

Mari­ne Le Pen, die Che­fin des Ras­sem­ble­ment Natio­nal glaubt, dass “ein radi­ka­ler Wan­del statt­fin­den muss, da die Poli­tik gegen den Ter­ro­ris­mus ein­deu­tig schei­tert”.

Das Euro­pa­par­le­ment, dass zum Zeit­punkt des Atten­tats noch tag­te, hat die Türen ver­schlos­sen. Die Abge­ord­ne­ten wer­den im Gebäu­de blei­ben, bis die Situa­ti­on geklärt ist.

Die Stadt hat­te für die Weih­nachts­zeit bereits Sicher­heits­maß­nah­men ange­kün­digt, ins­be­son­de­re rund um den Weih­nachts­markt. Vor allem der Ver­kehr und Park­plät­ze wur­den ein­ge­schränkt.

RT Deutsch


Gelähmter Student betritt dank Exoskelett selbstständig die Bühne, um sein Diplom entgegenzunehmen


Im Dezem­ber 2018, drei Jah­re nach dem schwe­ren Unfall, der sein Leben völ­lig ver­än­der­te, schloss Amen­ta erfolg­reich sein Bache­lor­stu­di­um ab. Er gewann zur sel­ben Zeit außer­dem etwas ganz ande­res : etwas Bewe­gung mit sei­nen Glied­ma­ßen. Als am 9. Dezem­ber an der Hoch­schu­le die Abschluss­fei­er statt­fand, konn­te Amen­ta mit­tels eines Exo­ske­letts die Büh­ne selbst­stän­dig betre­ten, um sein Diplom ent­ge­gen­zu­neh­men. Nur beim Auf­ste­hen aus dem Roll­stuhl brauch­te er noch etwas Hil­fe. Als er Schritt für Schritt auf die Büh­ne ging, klatsch­te ihm das Publi­kum begeis­tert Bei­fall.

Mehr zum The­ma — “Alles ist mög­lich”: Ers­ter Gelähm­ter bewäl­tigt Lon­don-Mara­thon im Exo­ske­lett

RT Deutsch


Der Balken im eigenen Auge : Mike Pompeo kritisiert Russland und vertwittert sich


von Andre­as Rich­ter

Russ­land hat zwei stra­te­gi­sche Bom­ber vom Typ Tu-160 nach Vene­zue­la geschickt. Das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um teil­te mit, dass die­se und zwei wei­te­re Flug­zeu­ge am Mon­tag in Mai­qutía an der vene­zo­la­ni­schen Kari­bik­küs­te zu einem Freund­schafts­be­such gelan­det sei­en. Nach Medi­en­be­rich­ten sol­len sie dort eine Rei­he von Übun­gen abhal­ten.

Mike Pom­peo, US-ame­ri­ka­ni­scher Außen­mi­nis­ter und ehe­ma­li­ger CIA-Chef, hat die­se Ent­sen­dung scharf kri­ti­siert. Auf Twit­ter schrieb er :

Russ­lands Regie­rung hat Bom­ber um die hal­be Welt nach Vene­zue­la geschickt. Das rus­si­sche und das vene­zo­la­ni­sche Volk soll­ten dar­in das erken­nen, was es ist : Zwei kor­rup­te Regie­run­gen ver­schleu­dern öffent­li­che Mit­tel und zer­mal­men die Frei­heit, wäh­rend ihre Völ­ker lei­den.

Das sind star­ke Wor­te, zumal für einen Chef­di­plo­ma­ten, glei­cher­ma­ßen arro­gant, igno­rant und schein­hei­lig. Beim Lesen kom­men einem unwei­ger­lich eine Rei­he von Sprich­wör­tern in den Sinn.

Mehr zum The­ma — Nach US-Dekla­ra­ti­on : Mos­kau ver­ur­teilt “Washing­tons selbst­süch­ti­ge Ver­zer­run­gen des Völ­ker­rechts”

Eines lau­tet “Quod licet Iovi, non licet bovi”, deutsch : “Was Jupi­ter darf, ist dem Och­sen nicht erlaubt”. Eine freie­re Über­set­zung lau­tet : “Was dem Herrn geziemt, geziemt noch lan­ge nicht dem Knecht”. So scheint Pom­peo zu den­ken. Russ­land sen­det also Bom­ben­flug­zeu­ge um die hal­be Welt. Sowas auch. Was tun die USA ? In weit­aus grö­ße­rem Umfang ? Und zwar nicht nur zu Freund­schafts­be­su­chen und auf Ein­la­dung der betref­fen­den Regie­rung ? Eben.

Ein wei­te­res Sprich­wort ist das bekann­te : “Wer im Glas­haus sitzt, soll nicht mit Stei­nen wer­fen”. Man kann immer über die Sinn­haf­tig­keit von Rüs­tungs­aus­ga­ben und Mili­tär­übun­gen strei­ten. Klar sind aber zwei Punk­te : Ohne funk­tio­nie­ren­des Mili­tär wären sowohl Russ­land als auch Vene­zue­la mit eini­ger Wahr­schein­lich­keit in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Opfer einer wie auch immer gear­te­ten exter­nen Inter­ven­ti­on gewor­den. Und die Mili­tär­haus­hal­te bei­der Län­der neh­men sich neben dem Washing­tons win­zig aus. Übri­gens : Meis­ter aller Klas­sen im Ver­schleu­dern öffent­li­cher Mit­tel ist immer noch das Pen­ta­gon

Eben­so bekannt ist das Zitat aus der Berg­pre­digt : “War­um siehst Du den Split­ter im Auge dei­nes Bru­ders, aber den Bal­ken in dei­nem Auge bemerkst du nicht?” Tat­säch­lich lei­det das vene­zo­la­ni­sche Volk, nur soll­te man dabei nicht den Bei­trag ver­ges­sen, den die USA mit ihrem öko­no­mi­schen Krieg gegen das Land leis­ten. Was bezweckt die­ser Krieg, wenn nicht das “Zer­mal­men der Frei­heit” eines Vol­kes ? Und womit befasst sich die CIA eigent­lich, deren Chef Pom­peo noch vor kur­zem war ?

Übri­gens scheint es auch dem US-ame­ri­ka­ni­schen Volk nicht wirk­lich gut zu gehen. Sonst wür­de die Lebens­er­war­tung wei­ter Tei­le der Bevöl­ke­rung nicht sin­ken, sonst hät­te Pom­pe­os Prä­si­dent sich vor zwei Jah­ren wohl kaum bei der Wahl gegen das fast geschlos­se­ne poli­ti­sche und media­le Estab­lish­ment des Lan­des durch­ge­setzt.

Wel­ches Sprich­wort möch­te man Pom­peo nach sei­ner ver­un­glück­ten Twit­ter-Atta­cke mit auf den Weg geben ? Viel­leicht : “Schus­ter, bleib bei dei­nen Leis­ten?” Donald Trump jeden­falls twit­tert deut­lich prä­gnan­ter und unter­halt­sa­mer als sein Außen­mi­nis­ter. Oder doch eher “Hoch­mut kommt vor dem Fall”? Egal.

Der Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten hat eine ange­mes­se­ne Ant­wort gefun­den. Pom­pe­os Äuße­run­gen sei­en unan­ge­bracht, vor allem für ein Land, mit des­sen “hal­ben Ver­tei­di­gungs­etat ganz Afri­ka ernährt wer­den könn­te”. Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen.

Mehr zum The­ma — RT-Chef­re­dak­teu­rin Mar­ga­ri­ta Simon­jan : War­um wir den Wes­ten nicht mehr respek­tie­ren

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Eine schöne Überraschung”: NASA-Raumsonde entdeckt Wasser auf fernem Asteroiden Bennu


Weni­ger als eine Woche nach Abschluss der zwei­jäh­ri­gen Rei­se von der Erde zum Aste­roi­den Ben­nu hat die Raum­son­de OSI­RIS-REx gezeigt, dass Ben­nu was­ser­reich ist. Ben­nu ist unge­fähr 160 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne ent­fernt. Die Wis­sen­schaft­ler hoff­ten, die Raum­son­de wür­de bald hel­fen, unser Wis­sen über das Son­nen­sys­tem wei­ter zu ver­grö­ßern, doch waren sie über­rascht von dem schnel­len Durch­bruch. Auf dem Aste­roi­den gab es gro­ße Was­ser­vor­kom­men.

Dan­te Lau­ret­ta, der Chef der OSI­RIS-REx-Rück­füh­rungs­ko­mis­si­on, kom­men­tier­te die Ent­de­ckung :

Es gibt über­zeu­gen­de Bewei­se dafür, dass die Ober­flä­che von die­sen hydrier­ten Mine­ra­li­en domi­niert wird.

Amy Simon, Team­mit­glied von OSI­RIS-REx, ergänzt :

Die hydrier­ten Mine­ra­li­en zeu­gen von flüs­si­gem Was­ser in Ben­nus Ver­gan­gen­heit.

Die Son­de ent­deck­te auch einen 60 Meter brei­ten Kra­ter an der Ober­flä­che von Ben­nu und eine Rei­he von Fels­bro­cken. Lau­ret­ta sagt :

(Die Fels­bro­cken) schei­nen direkt auf der Ober­flä­che zu ruhen, als ob sie auf die­se zurück­ge­fal­len sei­en, oder als ob etwas um sie her­um ver­wit­ter­te und sie frei­leg­te.

OSI­RIS-REx ist Teil des NASA-Origins-Pro­gramms. Sei­ne Auf­ga­be ist es, mehr über Aste­roi­den zu erfah­ren und ein bes­se­res Ver­ständ­nis dar­über zu erlan­gen, wie Pla­ne­ten gebil­det wer­den. Die Son­de sam­mel­te min­des­tens zwei Unzen Pro­ben von Ben­nu und wird die­se 2023 zur Erde zurück­brin­gen. Am 31. Dezem­ber wird die Son­de den Orbit von Ben­nu umrun­den. Damit wird der Aste­ro­id das kleins­te Objekt, das jemals umrun­det wur­de. 

Fra­gen an das OSI­RIS-REx-Team kön­nen am Diens­tag über #Bannu­chat gestellt wer­den :

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Recherchen zu “Cum-Ex”-Deals : Ermittlungen gegen Netzwerk “Correctiv”


In Zusam­men­hang mit Recher­chen zu mil­li­ar­den­schwe­ren Cum-Ex-Akti­en­de­als über die Schweiz ermit­telt die Ham­bur­ger Staats­an­walt­schaft gegen den Inves­ti­ga­tiv-Repor­ter Oli­ver Schröm. Es gehe um den Ver­dacht auf Ver­rat von Geschäfts- und Betriebs­ge­heim­nis­sen, sag­te eine Spre­che­rin der Behör­de am Diens­tag auf Anfra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Das Ver­fah­ren gegen Schröm, der Chef­re­dak­teur des Recher­chenetz­werks Cor­rec­tiv ist, sei im Mai von der Staats­an­walt­schaft in Zürich über­nom­men wor­den, seit Anfang Juni ermit­te­le die Abtei­lung für Pres­se­sa­chen in Zusam­men­hang mit dem Gesetz gegen Unlau­te­ren Wett­be­werb. Zustän­dig sei die Ham­bur­ger Behör­de, weil Schröm in der Han­se­stadt lebe, sag­te Ober­staats­an­wäl­tin Nana From­bach.

Die Ermitt­lun­gen gehen laut Schröm auf eine Ver­öf­fent­li­chung von 2014 zurück. Zwei Mit­ar­bei­ter einer Schwei­zer Bank sei­en damals ver­haf­tet wor­den. Sie wur­den ver­däch­tigt, Schröms Infor­man­ten zu sein und Betriebs­ge­heim­nis­se ver­ra­ten zu haben. Auch der Repor­ter geriet ins Visier der Schwei­zer Jus­tiz. Die Ermitt­lun­gen sei­en ein Ver­such, Jour­na­lis­mus zu kri­mi­na­li­sie­ren, sag­te Schröm.

Die Beru­fung auf das Wett­be­werbs­recht sei ledig­lich ein Hebel, um unlieb­sa­me Recher­chen zu unter­bin­den und Whist­leb­lo­wer sowie Jour­na­lis­ten ein­zu­schüch­tern, ergänz­te Cor­rec­tiv-Publisher und -Grün­der David Schra­ven. Frank Über­all, Bun­des­vor­sit­zen­der des Deut­schen Jour­na­lis­ten-Ver­bands (DJV), sprach von einem Angriff auf die Pres­se­frei­heit. Die Ham­bur­ger Staats­an­walt­schaft mache sich zum Hand­lan­ger der Schwei­zer Jus­tiz.

An die­sem Mitt­woch will der Rechts­aus­schuss des Bun­des­ta­ges über ein neu­es Gesetz zu Geschäfts­ge­heim­nis­sen bera­ten. Der aktu­el­le Ent­wurf gefähr­de den Infor­man­ten­schutz und die jour­na­lis­ti­sche Arbeit, erklär­te Cor­rec­tiv. Ohne Whist­ler­blo­wer gebe es bei einem Fall wie den Cum-Ex-Akten kei­ne Chan­ce auf Auf­klä­rung, sag­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ger­hard Schick (Grü­ne).

Unter Feder­füh­rung von Schröm hat­ten im Okto­ber 18 Medi­en in Euro­pa Recher­chen zu den Cum-Ex-Geschäf­ten ver­öf­fent­licht, bei dem sich euro­pa­weit der Scha­den auf mehr als 55 Mil­li­ar­den Euro belau­fen soll. Deutsch­land hat­te das Steu­er­schlupf­loch 2012 geschlos­sen.

Bei den Akti­en­ge­schäf­ten wur­den rund um den Divi­den­den­stich­tag Akti­en mit (auf Latei­nisch : “cum”) und ohne (“ex”) Aus­schüt­tungs­an­spruch rasch zwi­schen meh­re­ren Betei­lig­ten hin- und her­ge­scho­ben. Am Ende war für den Fis­kus nicht mehr ohne Wei­te­res klar, wem die Papie­re gehör­ten. Die Fol­ge : Finanz­äm­ter erstat­te­ten Kapi­tal­ertrag­steu­ern, die gar nicht gezahlt wor­den waren.

Mehr zum The­ma — Finanz-Abzock­ma­sche “Cum-Fake”: Steu­er­geld für Phan­tom­ak­ti­en ?

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Russland übertrifft China in den Top 3 der aufstrebenden Volkswirtschaften


Finanz­ana­lys­ten von Bloom­berg Ratings stuf­ten 20 auf­stre­ben­de Volks­wirt­schaf­ten mit­tels Mess­grö­ßen ein, wel­che von Wachs­tums­aus­sich­ten über den Stand der Leis­tungs­bi­lanz, der Boni­tät der jewei­li­gen Län­der bis hin zur Bewer­tung von Akti­en und Anlei­hen rei­chen. Russ­land erziel­te bei die­sen Kri­te­ri­en 2,36 Punk­te.

Das ein­zi­ge Land, das Russ­land über­bot, war Malay­sia mit 2,55 Punk­ten. Das süd­ost­asia­ti­sche Land hat sich seit der Ver­öf­fent­li­chung der letz­ten Ratings im Juni dank des Leis­tungs­bi­lanz­über­schus­ses und der rela­tiv sta­bi­len Aus­sich­ten für das Wirt­schafts­wachs­tum an der Spit­ze der Lis­te gehal­ten. 

Obwohl Chi­na seit Juni um einen Platz im Ran­king gestie­gen ist, bleibt das Reich der Mit­te um fast einen Punkt hin­ter Russ­land zurück. Die Phil­ip­pi­nen und Kolum­bi­en run­den die ers­ten fünf Plät­ze ab, die Tür­kei fiel vom fünf­ten auf den zwan­zigs­ten Platz. 

Die stär­ke­re Posi­ti­on der rus­si­schen Wirt­schaft wur­de bereits in den jähr­li­chen Umfra­gen der Welt­bank zu Doing Busi­ness fest­ge­stellt, in der 190 Volks­wirt­schaf­ten nach elf Berei­chen der Unter­neh­mens­re­gu­lie­rung ein­ge­stuft wer­den. Hier­nach beleg­te Russ­land den 31. Platz, vier Plät­ze über den Ergeb­nis­sen des Vor­jah­res. 

Auch wenn das erklär­te Ziel des rus­si­schen Prä­si­den­ten nicht erreicht wur­de, zeig­te sich der Minis­ter für wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung, Maxim Oresh­kin, zufrie­den : 

Wenn wir die Situa­ti­on ins­ge­samt ana­ly­sie­ren, haben wir unser Ziel erreicht. Der 31. Platz ist nicht so weit vom 20. Platz ent­fernt, ins­be­son­de­re wenn man bedenkt, dass wir von Platz 124 gestar­tet sind. 

Dabei zeig­te er sich davon über­zeugt, dass Russ­land in den kom­men­den sechs Jah­ren die Top 20 errei­chen wer­de. Seit dem Jahr 2014 sieht sich Mos­kau mit Sank­ti­ons­maß­nah­men aus dem Wes­ten kon­fron­tiert, sowohl von der EU als auch von den USA. Russ­land wur­de vor­ge­wor­fen, an dem Kon­flikt in der Ost­ukrai­ne betei­ligt gewe­sen zu sein und die Krim annek­tiert zu haben, obwohl das Refe­ren­dum der Regi­on zur Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Russ­land durch­ge­führt wur­de. 

Seit kur­zem beschul­digt Washing­ton Russ­land, sich bei den US-Prä­si­dent­schafts­wah­len 2016 ein­ge­mischt zu haben. Die USA haben zwar kei­ne kon­kre­ten Bewei­se vor­ge­legt, aber meh­re­re Sank­tio­nen ver­hängt, dar­un­ter gegen gro­ße rus­si­sche Unter­neh­men und hoch­ran­gi­ge Regie­rungs­ver­tre­ter. 

Mehr zum The­ma — Zum Schei­tern ver­ur­teil­tes Pro­jekt : USA wol­len Chi­na und Russ­land gegen­ein­an­der aus­spie­len

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Zwei Nonnen veruntreuen angeblich 500.000 US-Dollar aus Schulkasse für Reisen und Glücksspiele


Der Betrug flog auf, als eine Fami­lie die Schul­lei­tung um die Kopie einer frü­he­ren Ein­zah­lung bat. Das Per­so­nal stell­te dabei fest, dass der Betrag nicht auf dem Bank­kon­to der Bil­dungs­ein­rich­tung, son­dern auf einem ande­ren Kon­to gelan­det war, das im Jahr 1997 eröff­net wor­den war. Die Ex-Schul­lei­te­rin Mary Mar­ga­ret Kreu­per wuss­te von die­sem brach­lie­gen­den Kon­to und ließ eini­ge der ein­ge­hen­den Gebüh­ren dort­hin über­wei­sen. Die Non­ne gab im Lau­fe der Unter­su­chung zu, das Geld zusam­men mit ihrer Freun­din, der Leh­re­rin Lana Chang, für eige­ne Zwe­cke genutzt zu haben. Inner­halb von zehn Jah­ren könn­ten die bei­den Non­nen über 500.000 US-Dol­lar für Rei­sen und Glücks­spie­le ver­un­treut haben. Dabei behaup­te­ten sie sei­ner­zeit, dass die Rei­sen und die Casi­no-Trips Geschen­ke eines rei­chen Onkels sei­en. (The Washing­ton Post)

Mehr zum The­ma — Pfar­rer fällt auf Inter­net­be­trü­ger rein und klaut Geld aus Pfar­rei

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