Alles schwarz, auch die Unterhose”: Konservativer Bürgermeister soll Hosenschlitz geöffnet haben


In einem offe­nen Brief erklär­te SPÖ-Stadt­rä­tin Eli­sa­beth Ger­mann, der Bür­ger­meis­ter von Retz, Hel­mut Koch (ÖVP), hät­te bei einem gemein­sa­men Ter­min mit der Rek­to­rin der Volks­schu­le am 18. Juli sei­ne Hose soweit geöff­net, bis alle Anwe­sen­den sei­ne Unter­ho­se hät­ten sehen konn­ten. “ÖVP-Bür­ger­meis­ter Koch hat mir gegen­über die Gren­zen des guten Anstands weit über­schrit­ten”, schrieb Ger­mann. 

Auf die Fra­ge der Rek­to­rin, ob jemand Kaf­fee möch­te, habe Bür­ger­meis­ter Koch geant­wor­tet, “selbst­ver­ständ­lich schwarz”, denn er sei “schwarz bis ins Inners­te”, er habe “sogar schwar­zes Blut” und “schwar­ze Unter­ho­sen an”. Danach soll er sei­ne Hose geöff­net und gesagt haben : “Ach schau, heu­te ist sie gestreift”.

Ger­mann zufol­ge sei sie in die­sem Moment scho­ckiert und sprach­los gewe­sen. Als die Frau eini­ge Tage spä­ter eine Ent­schul­di­gung gefor­dert habe, soll der Bür­ger­meis­ter die­se abge­lehnt haben. Er soll sich über die SPÖ-Stadt­rä­tin sogar lus­tig gemacht haben.

Die SPÖ Nie­der­ös­ter­reich erwar­tet der­weil eine Stel­lung­nah­me der Lan­des­haupt­frau von Nie­der­ös­ter­reich, Johan­na Mikl-Leit­ner sowie den Rück­tritt des Bür­ger­meis­ters. Gera­de Mikl-Leit­ner als Frau soll­te in die­ser Ange­le­gen­heit sen­si­bel agie­ren, sag­te der nie­der­ös­ter­rei­chi­sche SPÖ-Lan­des­ge­schäfts­füh­rer Wolf­gang Koce­var :

Es ist ein Pro­blem von Sexis­mus und feh­len­der Gleich­be­rech­ti­gung in einem von der kon­ser­va­ti­ven ÖVP domi­nier­ten Bun­des­land. Sie soll­te die­se Ereig­nis­se zum Anlass neh­men, um in Nie­der­ös­ter­reich eine Offen­si­ve gegen Sexis­mus und für mehr Frau­en in poli­ti­schen Spit­zen­po­si­tio­nen zu star­ten. Das könn­te zu einem Vor­bild für ganz Öster­reich wer­den.

Die Akti­on des Bür­ger­meis­ters zeu­ge von man­geln­dem Pro­blem­be­wusst­sein, so Koce­var :

Für mich zeugt es von man­geln­dem Pro­blem­be­wusst­sein und einem stein­zeit­li­chen Ver­hal­ten gegen­über Frau­en bei Bür­ger­meis­ter Koch, wenn er mit die­ser Akti­on im Stadt­rat und am Stamm­tisch meint, her­um­prah­len zu müs­sen.

Der Bür­ger­meis­ter selbst bestrei­tet den Vor­wurf : “Ich habe viel­leicht einen flap­si­gen Spruch getä­tigt, aber sicher kein unrech­tes Ver­hal­ten gezeigt. Ich habe mei­ne Hose nicht geöff­net, das las­se ich mir von nie­man­den unter­stel­len. In die­ser Fra­ge bin ich auch bereit, mei­ne Unschuld vor Gericht zu ver­tei­di­gen”, beton­te Koch.

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RT Deutsch


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