Animationsstudio in Kyoto : Brandstifter tötete wegen gestohlener Idee


Der 41 Jah­re alte Ver­däch­ti­ge soll “Sterbt!” geru­fen haben, als er Ben­zin rund um das Gebäu­de des Ani­ma­ti­ons­stu­dio in der japa­ni­schen Stadt Kyo­to ver­teil­te. In sei­nem Ruck­sack befan­den sich zahl­rei­che Mes­ser. Um das Ent­kom­men der Mit­ar­bei­ter zu ver­hin­dern, habe er das Feu­er zuerst am Ein­gang ent­facht. Zur schnel­len Aus­brei­tung des Feu­ers tru­gen die schlech­te Ven­ti­la­ti­on und das Papier im Gebäu­de bei. Ins­ge­samt 33 Men­schen kamen ums Leben, 36 wur­den ins Kran­ken­haus gebracht, zehn davon mit kri­ti­schen Ver­let­zun­gen. Der Angrei­fer wur­de selbst ver­letzt und fest­ge­nom­men. 

Das Feu­er war das töd­lichs­te seit dem Brand im Tokio­ter Distrikt Kabu­ki­cho im Jahr 2001. Bei die­sem kamen 44 Men­schen ums Leben. Seit 18 Jah­ren hat es kei­nen der­ar­ti­gen Mas­sen­mord gege­ben. Der japa­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter Shin­zo Abe nann­te die Tat “zu schlimm, um Wor­te zu fin­den”. Er bete für die schnel­le Gene­sung der Ver­letz­ten. In dem Stu­dio wur­den die bekann­ten Titel “K‑On!” und “Lucky Star” pro­du­ziert. Eine GoFund­Me-Kam­pa­gne soll beim Wie­der­auf­bau des Stu­di­os hel­fen. Vie­le Fans der japa­ni­schen Zei­chen­trick­se­ri­en ver­kün­de­ten ihre Unter­stüt­zung.

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RT Deutsch


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