Aus Deutschland abgeschobener Afghane erhängt sich in Kabul


Der Mann aus der nord­af­gha­ni­schen Pro­vinz Balkh sei 23 Jah­re alt gewe­sen und habe acht Jah­re lang in Deutsch­land gelebt, bevor er abge­scho­ben wor­den sei. Eine Quel­le aus dem Kabu­ler Büro der IOM bestä­tig­te die Dar­stel­lung. Man unter­su­che den Vor­fall noch. Der Mann sei im Spin­sar-Hotel gefun­den wor­den, wo die IOM rück­keh­ren­den Flücht­lin­gen, die nicht wis­sen wohin, für eini­ge Tage Unter­kunft gewährt.

Mehr zum The­ma — Sam­mel­ab­schie­bung : Bis­her größ­te Grup­pe von Afgha­nen in Kabul ange­kom­men

Mit dem jüngs­ten Abschie­be­flug aus Deutsch­land hat­ten Bund und Län­der mit 69 Pas­sa­gie­ren unge­wöhn­lich vie­le abge­lehn­te Asyl­be­wer­ber abge­scho­ben. Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) hat­te sich zufrie­den über die hohe Zahl der Abge­scho­be­nen geäu­ßert.

Flücht­lings­ak­ti­vis­ten von Pro Asyl und Baye­ri­schem Flücht­lings­rat hat­ten kri­ti­siert, dass die seit einem schwe­ren Anschlag vor der deut­schen Bot­schaft in Kabul gel­ten­de Selbst­ver­pflich­tung, nur Straf­tä­ter, ter­ro­ris­ti­sche Gefähr­der und soge­nann­te Iden­ti­täts­täu­scher abzu­schie­ben, weg­ge­fal­len sei. Selbst “gut inte­grier­te Per­so­nen” wür­den nun abge­scho­ben. (dpa)

RT Deutsch


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