Australien : “Hoch entwickelter staatlicher Akteur” hackte politische Parteien


Jüngst ver­bann­te Aus­tra­li­en das chi­ne­si­sche Unter­neh­men Hua­wei aus dem 5G-Netz­werk des Lan­des und ent­sprach damit den Vor­stel­lun­gen Washing­tons. Jetzt ver­mu­tet die Regie­rung in Can­ber­ra die Quel­le eines Hacker­an­griffs in Peking. 

Bis­lang ist das Aus­maß des Hacker­an­griffs auf aus­tra­li­sche poli­ti­sche Par­tei­en und das Par­la­ment unge­klärt. In die­sem Jahr fin­den Bun­des­wah­len in Aus­tra­li­en statt, bei denen die Mit­glie­der des 46. Par­la­ments gewählt wer­den. Es wird spe­ku­liert, dass der Angriff aus Chi­na stam­men könn­te. Immer wie­der warnt die aus­tra­li­sche Regie­rung vor dem wach­sen­den Ein­fluss Chi­nas auf das Land. So wur­de auch ein Gesetz erlas­sen, wel­ches aus­län­di­sche Spen­den an Par­tei­en ver­bie­tet. Der aus­tra­li­sche Pre­mier­mi­nis­ter Scott Mor­ri­son : 

Unse­re Cyber-Exper­ten glau­ben, dass ein hoch­ent­wi­ckel­ter staat­li­cher Akteur für die­se bös­ar­ti­ge Akti­vi­tät ver­ant­wort­lich ist. Unse­re Sicher­heits­be­hör­den haben die­se Akti­vi­tät erkannt und sind ent­schlos­sen gegen sie vor­ge­gan­gen. 

Anfang des Monats wur­de über einen “Sicher­heits­vor­fall im par­la­men­ta­ri­schen Com­pu­ter­netz­werk” gespro­chen. Danach muss­ten Pass­wör­ter geän­dert und Sicher­heits­maß­nah­men ergrif­fen wer­den. Nach Fer­gus Han­son, Cyber­si­cher­heits­ex­per­te am Aus­tra­li­an Stra­te­gic Poli­cy Insti­tu­te, kämen nur zwei aus­län­di­sche Akteu­re in Betracht. Chi­na wür­de er an die Spit­ze der Ver­mu­tun­gen set­zen, gefolgt von Russ­land. Er räumt aber ein : 

Ich den­ke, es ist defi­ni­tiv zu früh, um das zu sagen. 

Die Reak­ti­on aus Chi­na folg­te prompt. Der Spre­cher des chi­ne­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, Geng Shuang, sprach von “unver­ant­wort­li­chen” Vor­wür­fen : 

(Die Medi­en soll­ten) nicht mehr soge­nann­te Cyber­lecks und Hacker­an­grif­fe nut­zen, um Chi­na zu dis­kre­di­tie­ren und die Inter­es­sen Chi­nas und die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen zu den betrof­fe­nen Län­dern nicht mehr zu gefähr­den. 

RT Deutsch


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