Britisches Militär will für “Freiheit der Schifffahrt” in Straße von Hormus sorgen


Nach den Vor­fäl­len fest­ge­setz­ter Tan­ker will die Roy­al Navy künf­tig bri­ti­sche Schif­fe durch die Meer­enge von Hor­mus beglei­ten, um “die Frei­heit der Schiff­fahrt zu ver­tei­di­gen”.

Die Roy­al Navy wur­de beauf­tragt, Schif­fe mit bri­ti­scher Flag­ge durch die Meer­enge von Hor­mus zu beglei­ten, ent­we­der ein­zeln oder in Grup­pen, soll­te ihre Durch­fahrt recht­zei­tig ange­kün­digt wer­den”, so ein Spre­cher der bri­ti­schen Regie­rung. “Die Frei­heit der Schiff­fahrt ist ent­schei­dend für das glo­ba­le Han­dels­sys­tem und die Welt­wirt­schaft, und wir wer­den alles tun, um sie zu ver­tei­di­gen.”

Eine sol­che Mis­si­on wur­de bereits durch­ge­führt, berich­te­te Sky News unter Beru­fung auf Quel­len in der Schiff­fahrts­in­dus­trie. Dem­nach war die HMS Mon­tro­se von Mitt­woch­abend bis Don­ners­tag an einer Mis­si­on betei­ligt.

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Dies sei eine Über­gangs­lö­sung, bis es eine inter­na­tio­na­le Koali­ti­on im Golf auf­ge­stellt sei, die ent­we­der von Euro­pa koor­di­niert, jedoch unab­hän­gig von den USA, oder aber gemein­sam mit den USA geführt wer­den soll.

Wohl auf Bit­te Lon­dons hat auch die Bun­des­re­gie­rung am Don­ners­tag signa­li­siert, an einer Mili­tär­ko­ali­ti­on zu betei­li­gen. Ein für den Ein­satz benö­tig­tes Man­dat will die Bun­des­re­gie­rung dem Par­la­ment zur Abstim­mung vor­le­gen.

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Jere­my Hunt, der bis zur Umbil­dung des bri­ti­schen Kabi­netts durch den neu­en Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son noch Außen­mi­nis­ter war, hat­te in die­ser Funk­ti­on eine Art inter­na­tio­na­le See­streit­kräf­te für die Regi­on vor­ge­schla­gen und argu­men­tiert, dass die­se unter euro­päi­scher Lei­tung mehr Unter­stüt­zung fin­den wür­de als unter jener der USA, weil Washing­ton anders als euro­päi­sche Staa­ten das ira­ni­sche Atom­ab­kom­men auf­ge­kün­digt hat.

Der ira­ni­sche Vize­prä­si­dent Eshagh Dscha­han­gi­ri hin­ge­gen sag­te, jede inter­na­tio­na­le Koali­ti­on zum Schutz des Golfs wür­de nur Unsi­cher­heit brin­gen.

Es ist nicht not­wen­dig, eine Koali­ti­on zu bil­den, denn die­se Art von Koali­tio­nen und die Prä­senz von Aus­län­dern in der Regi­on allein schafft Unsi­cher­heit”, sag­te er. “Und abge­se­hen von der zuneh­men­den Unsi­cher­heit wird sie nichts bewir­ken.”

Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif beton­te, dass der Iran für “Sicher­heit und Frei­heit der Schiff­fahrt” in der Regi­on ver­ant­wort­lich sei.

Die Ira­ni­sche Revo­lu­ti­ons­gar­de beschlag­nahm­te am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein unter bri­ti­scher Flag­ge fah­ren­des Schiff in der Stra­ße von Hor­mus, weil die­ses gegen gel­ten­des See­recht ver­sto­ßen habe. Die­sem Vor­fall ging die Beschlag­nah­mung eines ira­ni­schen Öltan­kers vor der Küs­te von Gibral­tar durch Groß­bri­tan­ni­en vor­aus, der angeb­lich Öl nach Syri­en trans­por­tie­ren woll­te, was gegen die EU-Sank­tio­nen ver­sto­ßen hät­te.

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RT Deutsch


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