Dänemarks neue Linke : Sozialpolitik vermischt mit Anti-Einwanderunsgpolitik


Mit den ande­ren Par­tei­en im lin­ken Spek­trum, dem soge­nann­ten “roten Block”, bestehend aus Sozi­al­li­be­ra­len, der sozia­lis­ti­schen Volks­par­tei und der rot-grü­nen Alli­anz, muss Met­te Fre­de­rik­sen nun einen Kom­pro­miss fin­den. Denn die­se Par­tei­en wer­den ent­schei­den, ob sie die neue Pre­mier­mi­nis­te­rin Däne­marks wer­den kann. Fre­de­rik­sen will jedoch auch mit rechts­ge­rich­te­ten Par­tei­en zusam­men­ar­bei­ten. Dies hat­te sie bereits im Wahl­kampf ange­kün­digt.

Bei den letz­ten Wah­len 2015 ver­lo­ren die Sozi­al­de­mo­kra­ten noch Stim­men an die rechts­ge­rich­te­te Däni­sche Volks­par­tei. Seit­her haben sie ihre poli­ti­sche Aus­rich­tung deut­lich geän­dert, so dass die däni­sche Volks­par­tei nun die Hälf­te ihrer Stim­men ein­büß­te. Fre­de­rik­sen ver­spricht, den Kurs von Pre­mier­mi­nis­ter Lars Løk­ke Ras­mus­sen wei­ter­zu­füh­ren und ihn mit einer lin­ken Sozi­al­po­li­tik und Kli­ma­po­li­tik zu ver­bin­den.

Sei­ne schei­den­de Regie­rung hat­te bereits Gesichts­ver­schleie­rung ver­bo­ten und Asyl­su­chen­de zwecks Beglei­chung der Kos­ten ihrer Ver­sor­gung zum Abtre­ten von Wert­ge­gen­stän­den gezwun­gen. Die­je­ni­gen, die Dänen wer­den wol­len, müs­sen zudem bewei­sen, dass sie dem ande­ren Geschlecht die Hand rei­chen. Außer­dem wur­den Pro­blem­vier­tel im Land zu Ghet­tos erklärt, die letzt­end­lich abge­ris­sen wer­den sol­len. Abge­lehn­te und kri­mi­nel­le Asyl­be­wer­ber könn­ten in Zukunft zusam­men auf einer Insel inter­niert wer­den. 

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Die rot-grü­ne Alli­anz ist dage­gen für eine Auf­he­bung der Begren­zun­gen von Sozi­al­hil­fe und spricht sich klar für Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung und die Aus­wei­tung des Asyl­rechts aus. Die Sozi­al­li­be­ra­len wie­der­um wol­len die Anfor­de­rung an das jähr­li­che Min­dest­ein­kom­men nied­rig­qua­li­fi­zier­ter Migran­ten für den Erwerb oder das Behal­ten eines Auf­ent­halts­ti­tels wei­ter sen­ken.

Zur Zuwan­de­rungs­po­li­tik der Sozi­al­de­mo­kra­ten sag­te Nico­lai Wam­men, der Stell­ver­tre­ter Fre­de­rik­sens :

Es gibt ein Limit in Bezug auf die Zahl der Men­schen, die wir auf­neh­men und das (däni­sche) Wohl­fahrts­sys­tem erhal­ten kön­nen.

Fre­de­rik­sen wäre die zwei­te Frau an der däni­schen Regie­rungs­spit­ze. 

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RT Deutsch


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