Die Reaktivierung des Faschismus in Spanien


Am 28. April 2019 fin­den in Spa­ni­en vor­ge­zo­ge­ne natio­na­le Par­la­ments­wah­len statt. Die neue ultra­rech­te Par­tei Vox prägt seit ihrem Erfolg bei den Regio­nal­wah­len in Anda­lu­si­en im ver­gan­ge­nen Dezem­ber maß­geb­lich die poli­ti­sche Debat­te in ganz Spa­ni­en – als Aus­druck einer Kul­tur des faschis­ti­schen Fran­co-Regimes, die bis heu­te leben­dig ist. Anders als in Deutsch­land gab es in Spa­ni­en kei­nen Bruch mit dem Faschis­mus.

von Vice­nç Navar­ro

Vor Jah­ren gab es eine Debat­te zwi­schen Poli­to­lo­gen in Spa­ni­en – die in den natio­na­len Medi­en nicht vor­kam –, ob das dik­ta­to­ri­sche Régime, das zwi­schen 1939 und 1978 in dem Land exis­tier­te, ledig­lich ein auto­ri­tä­res Régime mit Füh­rer­prin­zip (“Cau­dil­lis­mo”) war oder deut­lich mehr als das : ein tota­li­tä­res Régime, d.h. ein Régime, das durch eine Ideo­lo­gie zusam­men­ge­hal­ten wur­de, die sämt­li­che Dimen­sio­nen des mensch­li­chen Daseins durch­drang und bestimm­te und die durch einen dik­ta­to­ri­schen Staat durch­ge­setzt wur­de, der die Bevöl­ke­rung dazu erzog und zwang, sich die­se Ideo­lo­gie zu eigen zu machen, mit allen Kon­se­quen­zen, die dies mit sich brach­te. Die­se Ideo­lo­gie wur­de nicht nur von allen repres­si­ven Insti­tu­tio­nen des Staats­ap­pa­ra­tes durch­ge­setzt, son­dern eben­falls von sämt­li­chen Insti­tu­tio­nen der Ver­mitt­lung und Repro­duk­ti­on kul­tu­rel­ler Wer­te – von den Schu­len und Aus­bil­dungs­zen­tren bis zu den Medi­en –, die alle vom tota­li­tä­ren Staat kon­trol­liert wur­den. Auto­ri­tä­re Régime wären nach die­ser Ein­tei­lung bei­spiels­wei­se die popu­lis­ti­schen Füh­rer­re­gime, wie sie in der Geschich­te Latein­ame­ri­kas häu­fig auf­tra­ten. Bei­spie­le für tota­li­tä­re Régime wären dann der Kom­mu­nis­mus, Nazis­mus und Faschis­mus.

Die Dik­ta­tur in Spa­ni­en – ledig­lich ein auto­ri­tä­ter Staat ?

Die vor­herr­schen­de Mei­nung unter den spa­ni­schen Poli­to­lo­gen beschrieb den dik­ta­to­ri­schen Staat in Spa­ni­en als eine Form des auto­ri­tä­ren Füh­rer­staa­tes. Daher rührt des­sen Defi­ni­ti­on als “Fran­quis­ti­sches Régime” bzw. als “Fran­quis­mus”, da an sei­ner Spit­ze der Füh­rer (“cau­dil­lo”) stand und bestimm­te, Gene­ral Fran­co. An vor­ders­ter Front bei der Ver­brei­tung die­ser Inter­pre­ta­ti­on unter Aka­de­mi­kern und Intel­lek­tu­el­len wirk­te Juan Linz, Pro­fes­sor an der Yale-Uni­ver­sti­tät in den USA. Er stammt aus einer der Fami­li­en, die auf der Sei­te der Sie­ger des soge­nann­ten “Bür­ger­krie­ges” in Spa­ni­en stan­den. Unter Poli­to­lo­gen sowie im poli­ti­schen und media­len Estab­lish­ment der USA war dies die domi­nie­ren­de Sicht­wei­se. Für die Erben der Dik­ta­tur hat­te die­se Auf­fas­sung ihre beson­de­re Attrak­ti­vi­tät dar­in, dass – nach deren Ansicht – es cha­rak­te­ris­tisch für auto­ri­tä­re Füh­rer­re­gime sei, dass mit dem Able­ben der jewei­li­gen Füh­rer­per­sön­lich­kei­ten auch die­se bzw. deren Régime selbst ver­schwin­den und es danach zu einem Wech­sel der Régime kommt, der es ermög­licht, demo­kra­ti­sche Régime zu eta­blie­ren. Das US-Außen­mi­nis­te­ri­um, das von Juan Linz mit beein­flusst wur­de, hat­te in der Tat die­se Argu­men­ta­ti­on immer wie­der benutzt und zitiert, um die Unter­stüt­zung der US-Regie­run­gen für die popu­lis­ti­schen Dik­ta­tu­ren der Rech­ten in Latein­ame­ri­ka zu recht­fer­ti­gen. Umge­kehrt konn­te man dadurch die Annah­me begrün­den und behaup­ten, dass tota­li­tä­re Régime – wie die kom­mu­nis­ti­schen – nicht in demo­kra­ti­sche Régime umzu­wan­deln waren, weil deren tota­li­tä­rer Cha­rak­ter alle Dimen­sio­nen des Staa­tes durch­drang, was des­sen Trans­for­ma­ti­on enorm erschwer­te. Hier­in lag ein Grund für die Oppo­si­ti­on und Feind­se­lig­keit der US-Regie­run­gen gegen­über kom­mu­nis­ti­schen Regi­men. Die­se sah man schlicht als nicht ver­än­der­bar an, außer durch mili­tä­ri­sche Inter­ven­tio­nen oder von außen ange­stif­te­te und unter­stütz­te bewaff­ne­te Auf­stän­de.

Oder ein tota­li­tä­rer Staat ?

Die­ser domi­nan­ten Inter­pre­ta­ti­on der spa­ni­schen Dik­ta­tur als ein ledig­lich auto­ri­tä­res Régime stand eine ande­re Auf­fas­sung einer Min­der­heit der Erben der Ver­lie­rer des “Bür­ger­krie­ges” gegen­über. Für sie han­del­te es sich um ein tota­li­tä­res Régime mit einer tota­li­tä­ren Ideo­lo­gie – dem Natio­nal­syn­di­ka­lis­mus –, die es ver­dient, als faschis­tisch defi­niert zu wer­den. Die Merk­ma­le die­ser Ideo­lo­gie waren ein extre­mer Natio­na­lis­mus (die Sie­ger des “Bür­ger­krie­ges” bezeich­nen sich selbst als “Natio­na­lis­ten”) mit impe­ria­lis­ti­schem Cha­rak­ter, reprä­sen­tiert und orga­ni­siert durch einen über­aus zen­tra­lis­ti­schen und repres­si­ven Staat, zudem ange­rei­chert mit Ele­men­ten ras­si­scher Über­le­gen­heit (der Natio­nal­fei­er­tag der “Ent­de­ckung Ame­ri­kas” hieß auch “Tag der Ras­se”, “Día de la Raza”), der alle gesell­schaft­li­chen Klas­sen und Schich­ten unter der Kate­go­rie “Bevöl­ke­rung” zusam­men­fass­te (und so die Exis­tenz von sozia­len Klas­sen und deren Inter­es­sen­ge­gen­sät­zen ver­nein­te) und der über die “ver­ti­ka­len Gewerk­schaf­ten” die Arbei­ter­klas­se unter die Füh­rung und Herr­schaft des Unter­neh­mer­tums und des Staa­tes stell­te und somit die wirt­schaft­li­che und finan­zi­el­le Éli­te des Lan­des (die bei der Errich­tung des Regimes eine essen­zi­el­le Rol­le spiel­te) bevor­zug­te und för­der­te.

Eine Ideo­lo­gie, die sich zusätz­lich durch eine Besitz­stands­men­ta­li­tät aus­zeich­ne­te, die die öffent­li­chen Güter und Insti­tu­tio­nen als pri­va­te Ver­fü­gungs­mas­se der Macht­eli­ten und Pri­vi­le­gier­ten betrach­te­te (was die enor­me Kor­rup­ti­on inner­halb des Sys­tems beför­der­te), sowie durch einen Kult der phy­ischen Kraft und Stär­ke und der Männ­lich­keit, der die Frau­en in eine die­nen­de und abhän­gi­ge Rol­le ver­bann­te und ihnen die männ­li­chen Wer­te absprach, wie sie von der Füh­rungs­eli­te zu erwar­ten und zu for­dern waren. Durch die­se und wei­te­re Merk­ma­le, die ich an ande­rer Stel­le aus­führ­li­cher beschrie­ben habe (Fran­quis­mo o Fascis­mo), waren faschis­ti­sche Régime defi­niert.

Alle die­se Merk­ma­le fan­den sich bei dem dik­ta­to­ri­schen Régime in Spa­ni­en, von sei­nem Anfang bis zu sei­nem Ende. Daher ist es als ein faschis­ti­sches Régime zu defi­nie­ren. Die­ser Begriff ent­spricht dem am Bes­ten, was die umfang­rei­che wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur zum Faschis­mus als eben­die­sen beschreibt und defi­niert. Und er ent­spricht der Defi­ni­ti­on in den inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen, wie etwa den Ver­ein­ten Natio­nen, und in der Mehr­heit der Medi­en des Wes­tens. So beschrieb die New York Times anläss­lich der Eröff­nung der Olym­pi­schen Som­mer­spie­le von Atlan­ta 1996 durch den dama­li­gen Vor­sit­zen­den des Inter­na­tio­na­len Olym­pi­schen Komi­tees, Juan Anto­nio Sama­ranch, die­sen als Beauf­trag­ten für Sport und Lei­bes­er­tüch­ti­gung wäh­rend des “faschis­ti­schen Regimes” unter der Füh­rung von Gene­ral Fran­co. Tat­säch­lich wird der Begriff Fran­quis­mus außer­halb Spa­ni­ens nicht zur Defi­ni­ti­on des spa­ni­schen Faschis­mus benutzt, eben­so wenig, wie man dort die Begrif­fe “Hit­le­ris­mus” oder “Mus­so­li­nis­mus” benutzt, um den deut­schen oder ita­lie­ni­schen Faschis­mus zu defi­nie­ren. Das poli­ti­sche und media­le Estab­lish­ment Spa­ni­ens hin­ge­gen benutzt zur Defi­ni­ti­on des dik­ta­to­ri­schen Regimes der Fran­co-Zeit (das den “Bür­ger­krieg” 1936 – 1939 durch die Unter­stüt­zung der faschis­ti­schen Régime Deutsch­lands und Ita­li­ens gewann) nie­mals den Begriff “Faschis­mus”. Statt­des­sen spra­chen und spre­chen sie vom “Fran­quis­mus”. Denn die­se Defi­ni­ti­on betont ledig­lich den auto­ri­tä­ren Cha­rak­ter jenes Regimes. So schließt sie des­sen tota­li­tä­ren Cha­rak­ter aus und sug­ge­riert dadurch, dass der Über­gang von der Dik­ta­tur zur Demo­kra­tie (die soge­nann­te “Tran­si­ti­on”, “La Tran­si­ción españo­la”) ein Bruch mit dem vor­he­ri­gem Régime war, da die­ses ledig­lich ein “Füh­rer­re­gime” (“régimen cau­dil­lis­ta”) war. Der Dik­ta­tor war gestor­ben, so starb dann auch die Dik­ta­tur.

Der gegen­wär­ti­ge Staat – kein Bruch mit dem vor­he­ri­gen Staat

Die Rea­li­tät aller­dings war eine ande­re. Ich habe aus­führ­lich dar­über geschrie­ben und auf­ge­zeigt, dass der Über­gang von der Dik­ta­tur zur Demo­kra­tie alles ande­re als “modell­haft” war [als “modell­haft” wird die­ser Über­gang ger­ne vom offi­zi­el­len wie offi­ziö­sen Spa­ni­en beschrie­ben – Anm. Red.]. Denn die­se Tran­si­ti­on erfolg­te unter der Herr­schaft der Erben der Sie­ger des “Bür­ger­krie­ges”, die den Staat und die Gesell­schaft in Spa­ni­en nach­hal­tig präg­ten. Die Rea­li­tät ist des­we­gen viel­mehr, dass die “fran­quis­ti­sche” Kul­tur in wei­ten Tei­len der spa­ni­schen Bevöl­ke­rung ver­brei­tet ist, vor allem in den wohl­ha­bends­ten Tei­len und in der Mit­tel­schicht ober­halb des natio­na­len Ein­kom­mens­durch­schnitts mit einer eher kon­ser­va­ti­ven Ein­stel­lung. Und die poli­ti­sche Par­tei, die die­se Kul­tur geerbt hat, ist die kon­ser­va­ti­ve Volks­par­tei (Par­ti­do Popu­lar, PP).

Die weit­ver­brei­te­te Rede davon, dass es in Spa­ni­en kei­ne ultra­rech­te Bewe­gung gab, hat­te die Tat­sa­che igno­riert, dass ein Groß­teil der Bevöl­ke­rung mit die­ser Ideo­lo­gie Wäh­ler der PP waren, die eine der maß­geb­li­chen Par­tei­en des gegen­wär­ti­gen Regimes ist. Ihre weit­ver­brei­te­te Prä­senz in den reprä­sen­ta­ti­ven Insti­tu­tio­nen des Staa­tes war und ist die Kon­se­quenz eines Wahl­ge­set­zes, das sie wäh­rend der gan­zen Zeit der Demo­kra­tie seit 1978 begüns­tigt hat. Ein Gesetz, das auf einer Bestim­mung der Natio­nal­ver­samm­lung der faschis­ti­schen Ein­heits­be­we­gung “Movi­mi­en­to Nacio­nal” beruht und des­sen Annah­me durch den Staat die Vor­aus­set­zung dafür war, dass die Füh­rungs­eli­te der Ein­heits­be­we­gung (mit­un­ter durch per­sön­li­chen Druck) den poli­ti­schen Wech­sel nach dem Tod des Dik­ta­tors akzep­tier­te.

Selbst­ver­ständ­lich wäre es absurd zu behaup­ten, das gegen­wär­ti­ge poli­ti­sche Sys­tem sei eine schlich­te Fort­set­zung des vor­he­ri­gen. Es hat ent­schei­den­de Ver­än­de­run­gen gege­ben, vor allem dank der sozia­len Bewe­gun­gen und der Umset­zung von Maß­nah­men durch vor­nehm­lich lin­ke Regie­rungs­par­tei­en. In den zurück­lie­gen­den zehn Jah­ren haben die sozia­len Bewe­gun­gen und Mobi­li­sie­run­gen zudem einen beson­de­ren Auf­schwung erfah­ren, spe­zi­ell infol­ge der Durch­set­zung der neo­li­be­ra­len Poli­tik in Spa­ni­en seit 2008 (zuerst durch die Sozi­al­de­mo­kra­ten, PSOE, danach durch die Kon­ser­va­ti­ven, PP) nach dem Aus­bruch der glo­ba­len Wirt­schafts- und Finanz­kri­se. Die­se Ent­wick­lung war der Grund für das Auf­kom­men und den Wahl­er­folg einer neu­en und alter­na­ti­ven poli­ti­schen Lin­ken wie Pode­mos und ver­gleich­ba­ren Par­tei­en im gan­zen Land, etwa En Comú Podem in Kata­lo­ni­en, En Marea in Gali­ci­en und wei­te­re. Und sie war der Grund für den Wech­sel und die Erneue­rung inner­halb der tra­di­tio­nel­len lin­ken Par­tei Izquier­da Uni­da (Ver­ei­nig­te Lin­ke), deren Alli­anz mit Pode­mos und deren Schwes­ter­par­tei­en einen poli­ti­schen Raum mit lan­des­wei­ter Beach­tung geschaf­fen hat.

Zu die­sen sozia­len Bewe­gun­gen kommt dann noch die Pro­test­be­we­gung in Kata­lo­ni­en hin­zu, die sich auf­grund der ableh­nen­den Ent­schei­dung des spa­ni­schen Ver­fas­sungs­ge­richts zum Reform­ent­wurf der kata­la­ni­schen Regio­nal­ver­fas­sung gebil­det hat. Die­ser Ver­fas­sungs­ent­wurf, der von einer lin­ken Koali­ti­ons­re­gie­rung aus­ge­ar­bei­tet und sowohl vom spa­ni­schen als auch vom kata­la­ni­schen Par­la­ment sowie anschlie­ßend in einem Refe­ren­dum in Kata­lo­ni­en ange­nom­men wur­de, hät­te für das poli­ti­sche und media­le Estab­lish­ment des Lan­des bedeu­tet, die natio­na­le Viel­falt des spa­ni­schen Staa­tes anzu­er­ken­nen. Das Veto des spa­ni­schen Ver­fas­sungs­ge­richts gegen Schlüs­sel­ele­men­te die­ses Reform­ent­wurfs war der Aus­lö­ser für die star­ke Zunah­me der Unab­hän­gig­keits­be­we­gung in Kata­lo­ni­en wäh­rend der zurück­lie­gen­den Jah­re.

All die­se Bewe­gun­gen wur­zel­ten in der Empö­rung über die Durch­set­zung einer Poli­tik gegen­über der Bevöl­ke­rung sei­tens eines Staa­tes, des­sen Legi­ti­mi­tät mit dem popu­lä­ren Slo­gan der Pro­test­be­we­gung des 15. Mai “Sie reprä­sen­tie­ren uns nicht!” (“¡No nos rep­re­sen­tan!”) infra­ge gestellt wur­de. Aus­lö­ser für die­se Pro­tes­te war die enor­me Gleich­gül­tig­keit und Unsen­si­bi­li­tät des Staa­tes gegen­über den Bedürf­nis­sen der ein­fa­chen Bevöl­ke­rung (die Sozi­al­aus­ga­ben Spa­ni­ens sind mit die nied­rigs­ten unter den 15 ähn­lich ent­wi­ckel­ten Län­dern der Euro­päi­schen Uni­on, EU-15), gegen­über der sozia­len Gerech­tig­keit (Spa­ni­en gehört zu den Län­dern der EU-15 mit der größ­ten sozia­len Ungleich­heit) und gegen­über der Durch­set­zung eines zen­tra­lis­ti­schen natio­na­len Ein­heits­staa­tes (der die natio­na­le Viel­falt des Lan­des nicht gebüh­rend aner­kennt und sich vehe­ment gegen ein ent­spre­chend ande­res Modell Spa­ni­ens stemmt).

Es waren die­se Bewe­gun­gen, die das poli­ti­sche und media­le Estab­lish­ment in Alarm­stim­mung ver­setz­ten und es – als Ant­wort dar­auf – dazu brach­ten, die extre­me Rech­te zu mobi­li­sie­ren. Deren Unzu­frie­den­heit wegen der ver­meint­li­chen Schwä­che und Nach­gie­big­keit der alten kon­ser­va­ti­ven Rech­ten (PP) sowie der neu­en Rechts­li­be­ra­len (Ciu­da­da­nos, Cs) gegen­über die­sen Bedro­hun­gen war schließ­lich der ent­schei­den­de Impuls für den Auf­schwung der neu­en rechts­ex­tre­men Par­tei Vox. Die gro­ße Gefahr die­ser Ent­wick­lung liegt dar­in, dass die­se neu­en Ultra­rech­ten die tra­di­tio­nel­le spa­ni­sche Rech­te noch wei­ter gen rechts rücken lässt, so wie es in zahl­rei­chen ande­ren euro­päi­schen Län­dern geschieht, die eben­falls in ihrer Geschich­te unter faschis­ti­schen Dik­ta­tu­ren zu lei­den hat­ten, wie bei­spiels­wei­se Ita­li­en. Wir waren bereits Zeu­gen, wie vor eini­gen Wochen nie­mand Gerin­ge­res als Anto­nio Taja­ni, Prä­si­dent des Euro­päi­schen Par­la­ments und Füh­rungs­mit­glied von For­za Ita­lia – der ita­lie­ni­schen Rech­ten, die von dama­li­gen Minis­ter­prä­si­den­ten Sil­vio Ber­lus­co­ni (der sich als Mann der Mit­te defi­niert) gegrün­det wur­de – und eine Schlüs­sel­fi­gur in der kon­ser­va­tiv-libe­ra­len EU-Par­la­ments­frak­ti­on, den faschis­ti­schen Dik­ta­tor Mus­so­li­ni für des­sen zahl­rei­che Taten pries.

Die neue Rech­te – die­sel­ben Merk­ma­le wie die alte Rech­te

Jedes ein­zel­ne Merk­mal des Faschis­mus fin­det sich auch bei die­ser neu­en Rech­ten : ihr extre­mer zen­tra­lis­ti­scher Natio­na­lis­mus mit Ele­men­ten ras­si­scher Über­le­gen­heit, ihr Lob­ge­sang auf die Anwen­dung von Gewalt und Unter­drü­ckung, ihr Macho­tum, ihre Ver­tei­di­gung des Sta­tus quo und ihre Abhän­gig­keit von reak­tio­nä­ren Kräf­ten des Unter­neh­mer­tums, der hier­ar­chi­schen Amts­kir­che und eines Groß­teils der Gene­ra­li­tät. Und wie der frü­he­re Faschis­mus wird auch sie unter­stützt von der Wirt­schafts- und Finanz­eli­te, die für einen bru­ta­len Ultra­neo­li­be­ra­lis­mus steht. Ein Ultra­neo­li­be­ra­lis­mus, der die Besitz­stands­men­ta­li­tät die­ser neu­en Rech­ten gegen­über den staat­li­chen Insti­tu­tio­nen (die damit näher bei Trump als bei Le Pen liegt) kom­plet­tiert und der bes­tens mit gro­ßen Tei­len der US-ame­ri­ka­ni­schen Ultra­rech­ten har­mo­niert, die sie selbst inspi­rie­ren.

Die Prä­senz die­ser neu­en Ultra­rech­ten hat bei der spa­ni­schen Rech­ten von PP und Ciu­da­da­nos deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Der­art, dass wir gegen­wär­tig eine Wie­der­ge­burt von Merk­ma­len des Faschis­mus im poli­ti­schen und media­len Leben des Lan­des sehen. Die enor­me Auf­merk­sam­keit, die ihr Tei­le der wich­tigs­ten und ein­fluss­reichs­ten Medi­en wid­men, ist ein kla­res Anzei­chen des­sen. In Spa­ni­en wie­der­holt sich damit das, was sich in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit Trump abspiel­te. Des­sen gro­ße Prä­senz in der heu­ti­gen Welt der Medi­en war schließ­lich der Haupt­grund für sei­nen Erfolg. Abge­se­hen von den beson­de­ren Umstän­den der frü­he­ren faschis­ti­schen Dik­ta­tu­ren ist die­ser neue Faschis­mus dem alten über­aus ähn­lich.

Mehr zum The­ma — Spa­ni­en : Die Ver­bin­dun­gen zwi­schen der extre­men Rech­ten, dem Mili­tär und der Kir­che

Was wäre bei einem Bruch mit dem vor­he­ri­gen Régime gesche­hen ?

Um die­se Fra­ge zu bean­wor­ten, muss man sich mit dem Gesche­hen in ande­ren Län­dern beschäf­ti­gen, in denen es ähn­li­che Dik­ta­tu­ren gab und in denen der Faschis­mus besiegt wur­de – im Gegen­satz zu dem, was in Spa­ni­en geschah. Schau­en wir also, was in Spa­ni­en gesche­hen wäre, wenn es hier die glei­che Poli­tik der Ent­na­zi­fi­zie­rung gege­ben hät­te wie in Deutsch­land :

1) Die Par­tei­en, Insti­tu­tio­nen und Ver­ei­ni­gun­gen des Faschis­mus oder die­sem nahe­ste­hen­der Ideo­lo­gi­en wären ver­bo­ten und abge­wi­ckelt wor­den. Die Kul­ti­vie­rung faschis­ti­scher Monu­men­te wie des “Tals der Gefal­le­nen” und ande­rer Sym­bo­le und Ehrun­gen des faschis­ti­schen Regimes wür­de als kri­mi­nel­les Ver­ge­hen gel­ten.

2) Die Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten des Faschis­mus wären im Gefäng­nis gelan­det.

3) Alle poli­ti­schen Amts­trä­ger, die vom faschis­ti­schen Régime bestellt wor­den waren, wären ihrer Pos­ten ent­ho­ben wor­den, eben­so wie das Füh­rungs­per­so­nal der Ver­ei­ni­gun­gen, wie der Katho­li­schen Kir­che, die das faschis­ti­sche Régime unter­stützt hat­ten (wie es auch in Nazi-Deutsch­land geschah).

4) Das Eigen­tum der poli­ti­schen Per­sön­lich­kei­ten des Faschis­mus wäre kon­fis­ziert wor­den.

5) Die faschis­ti­sche Ideo­lo­gie und deren Sym­pa­thie­be­kun­dun­gen wären gesell­schafts­weit eli­mi­niert wor­den, von den Schu­len bis zu den Medi­en und kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen.

6) Faschis­ti­sche Sym­bo­le wären ver­bo­ten.

Beglei­tet wäre dies von :

7) Gerichts­ver­fah­ren gegen die Füh­rer des Faschis­mus (ver­gleich­bar den Nürn­ber­ger Pro­zes­sen) sowie Straf­ver­fol­gung all des­sen, was den Faschis­mus aus­mach­te.

8) Dar­stel­lun­gen des Hor­rors und der Unter­drü­ckung, den der Faschis­mus bedeu­te­te.

9) För­de­rung der Eta­blie­rung von Insti­tu­tio­nen, Medi­en und kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen zur Ver­mitt­lung und Ver­brei­tung demo­kra­ti­scher Wer­te in der Gesell­schaft.

10) Auf­ar­bei­tung der spa­ni­schen Geschich­te mit der Dar­stel­lung des Wider­stan­des, den es gegen den Faschis­mus gab.

11) Aner­ken­nung und Ent­schä­di­gung der Opfer des Faschis­mus.

Dies alles war in Deutsch­land gesche­hen.

Ver­fas­sungs­pa­trio­tis­mus als Lösung ?

Ein Schlüs­sel­ele­ment die­ser Ent­na­zi­fi­zie­rungs­po­li­tik in Deutsch­land war die Ein­füh­rung einer klar demo­kra­tisch aus­ge­rich­te­ten Ver­fas­sung, die die poli­ti­schen und sozia­len Rech­te fest­leg­te, die den Wohl­stand der Bevöl­ke­rung in Deutsch­land garan­tie­ren und das Gemeins­we­sen als demo­kra­ti­schen und sozia­len Föde­ral­staat orga­ni­sie­ren wür­den. Die Ein­füh­rung einer sol­chen Ver­fas­sung war Teil des Pro­jekts, den Patrio­tis­mus des Faschis­mus (mit sei­ner Kul­tur des Völ­ki­schen und der ras­si­schen Über­le­gen­heit) durch einen Ver­fas­sungs­pa­trio­tis­mus zu erset­zen – mit der Beto­nung einer Demo­kra­tie, basie­rend auf sozia­ler Gerech­tig­keit und der Aner­ken­nung der Viel­falt inner­halb eines Gemein­we­sens, das die­ses grund­le­gen­de ver­fas­sungs­ge­ben­de Doku­ment kon­sta­tiert.

Die­ser Sieg der demo­kra­ti­schen Kräf­te in Deutsch­land und deren Wunsch und Beru­fung zur Ver­än­de­rung der Gesell­schaft wur­de aller­dings spä­ter mit dem Auf­kom­men des Kal­ten Krie­ges, der Deutsch­land infol­ge sei­ner Tei­lung zen­tral betraf, ein­ge­schränkt und abge­würgt. Ab 1948 trat die Ent­na­zi­fi­zie­rung als obers­te Prio­ri­tät hin­ter die Ver­brei­tung des Anti­kom­mu­nis­mus zurück, was die Ver­pflich­tung des Staa­tes auf den Kampf gegen den Faschis­mus ver­wäs­ser­te. Tat­säch­lich hat­te die deut­sche Rech­te unter der Füh­rung von Bun­des­kanz­ler Kon­rad Ade­nau­er mehr als 300.000 Beam­te des Nazi-Regimes in die öffent­li­che Ver­wal­tung des demo­kra­ti­schen Deutsch­lands über­nom­men. Wie so oft zuvor, war der “Anti­kom­mu­nis­mus” die Aus­re­de, um den Faschis­mus zu reak­ti­vie­ren. Und genau dies ist es, was – in Tei­len – gegen­wär­tig in Spa­ni­en geschieht. Der Faschis­mus wird von den Struk­tu­ren und Eli­ten der Macht wie­der­be­lebt, um die pro­gres­si­ven Kräf­te des Lan­des auf­zu­hal­ten und mit dem Argu­ment der Ver­tei­di­gung der natio­na­len Ein­heit Spa­ni­ens ihre eige­ne Macht­po­si­ti­on zu behaup­ten – ganz so, wie sie es ihnen mit Fran­co 1936 gelun­gen war.

Der Beginn des Kal­ten Krie­ges besie­gel­te in Deutsch­land auch den Beginn eines Pak­tes des Schwei­gens, mit dem man ver­such­te, die Ver­gan­gen­heit zu ver­ges­sen. Es begann eine neue Etap­pe der Geschich­te des Lan­des, an deren Anfang ledig­lich die Ver­ab­schie­dung der neu­en Ver­fas­sung stand und in der der erwähn­te Ver­fas­sungs­pa­trio­tis­mus den Nazi-Patrio­tis­mus erset­zen soll­te. Etwas Ähn­li­ches hat man in Spa­ni­en mit der Ver­ab­schie­dung der Ver­fas­sung von 1978 ver­sucht, wobei man dabei den gro­ßen Unter­schied zu dem zu berück­sich­ti­gen hat, was – wie zuvor im Ein­zel­nen beschrie­ben – in Deutsch­land gesche­hen war. Die neue Ver­fas­sung Deutsch­lands war das Ergeb­nis des Sie­ges der Alli­ier­ten im Zwei­ten Welt­krieg über den Natio­nal­so­zi­a­li­mus (der von der gro­ßen Mehr­heit der deut­schen Bevöl­ke­rung unter­stützt wur­de). Nicht so in Spa­ni­en, wo die neue Ver­fas­sung unter poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Umstän­den aus­ge­ar­bei­tet und ver­ab­schie­det wur­de, unter denen die Erben des faschis­ti­schen Regimes wei­ter­hin einen enor­men Macht­ein­fluss auf den Staat aus­üb­ten, wäh­rend die demo­kra­ti­schen Kräf­te buch­stäb­lich gera­de erst wie­der aus dem Unter­grund auf­tauch­ten.

Selbst­ver­ständ­lich hat­ten die anti­fa­schis­ti­schen Mobi­li­sie­run­gen (und ganz beson­ders die Arbei­ter­be­we­gun­gen) eben­falls einen gro­ßen Ein­fluss auf die­se Ent­wick­lung, sodass eini­ge sehr fort­schritt­li­che Bestim­mun­gen Ein­gang in die neue spa­ni­sche Ver­fas­sung gefun­den haben. Aller­dings haben die­se Bestim­mun­gen – trotz ihres fort­schritt­li­chen Wort­lau­tes – ledig­lich einen sehr begrenz­ten nor­ma­ti­ven Wert. Zudem wer­den sie von einem zutiefst kon­ser­va­ti­ven Ver­fas­sungs­ge­richt aus­ge­legt.

Trotz ihrer Ein­schrän­kung seit dem Beginn des Kal­ten Krie­ges hat sich in Deutsch­land die Poli­tik der Ent­na­zi­fi­zie­rung der Insti­tu­tio­nen weit­ge­hend erhal­ten. Dies erklärt, dass vie­le der Aktio­nen und Ereig­nis­se, die in Spa­ni­en noch immer erlaubt sind (etwa die Leug­nung des Holo­causts oder die Ver­eh­rung des faschis­ti­schen Dik­ta­tors), in Deutsch­land ver­bo­ten sind und straf­recht­lich ver­folgt wer­den.

All dies ver­deut­licht die Not­wen­dig­keit einer umfas­sen­den Reform der spa­ni­schen Ver­fas­sung : mit einer tief­grei­fen­den Demo­kra­ti­sie­rung des Staa­tes und des­sen Trans­for­ma­ti­on in eine Repu­blik, mit vol­len poli­ti­schen und sozia­len Rech­ten, mit sozia­ler Gerech­tig­keit als zen­tra­ler Ver­fas­sungs­be­stim­mung, und mit der Aner­ken­nung der natio­na­len Unter­schie­de und Viel­falt Spa­ni­ens. Ohne eine sol­che tief­grei­fen­de Reform wer­den wir wei­ter­hin am unte­ren Ende der Sozi­al­aus­ga­ben ste­hen, wer­den wir wei­ter ter­ri­to­ria­le Kon­flik­te aus­tra­gen und wer­den wir uns wei­ter mit Insti­tu­tio­nen abfin­den, die uns ledig­lich in der Theo­rie, doch nicht in der Pra­xis reprä­sen­tie­ren.

Um sol­che grund­le­gen­den Ände­run­gen zu errei­chen, wer­den sozia­le Mobi­li­sie­run­gen nötig sein, die eine ent­spre­chen­de demo­kra­ti­sche Radi­ka­li­tät für eine der­ar­tig tief­grei­fen­de Trans­for­ma­ti­on for­dern. For­de­run­gen, denen das poli­ti­sche und media­le Estab­lish­ment des Lan­des mit dem Argu­ment des “Respekts vor dem Gesetz” als Vor­be­din­gung für einen Dia­log begeg­nen wird. Eben­je­ner “Respekt vor dem Gesetz” ist der bes­te Indi­ka­tor für das enor­me Mach­t­un­gleich­ge­wicht wäh­rend des sei­ner­zei­ti­gen Pro­zes­ses der Tran­si­ti­on von der Dik­ta­tur zur Demo­kra­tie. Denn die poli­ti­sche Rech­te Spa­ni­ens (im euro­päi­schen Maß­stab eine poli­ti­sche Ultra­rech­te), die den dik­ta­to­ri­schen Staat der Fran­co-Zeit kon­trol­lier­te, sicher­te sich ihren Ein­fluss auf den demo­kra­ti­schen Staat dadurch, dass sie die Geset­ze (und auch die Ver­fas­sung) zu ihren Guns­ten ver­bog. Hier liegt der Grund für die Ver­wir­rung, die Demo­kra­tie mit der “Vor­herr­schaft des Geset­zes” (bzw. des Recht­staa­tes) gleich­zu­set­zen. Vie­le die­ser Geset­ze, ein­schließ­lich des Wahl­ge­set­zes, sind zutiefst anti­de­mo­kra­tisch.

Demo­kra­tie bedeu­tet Herr­schaft bzw. Sou­ve­rä­ni­tät des Vol­kes. Sie bemisst sich nicht nach der Anzahl der Par­la­ments­sit­ze oder der Anwen­dung der Geset­ze, son­dern nach der Anzahl der Stim­men in einem Umfeld der Frei­heit und Viel­falt der Mei­nun­gen und Infor­ma­tio­nen. Etwas, das es so in Spa­ni­en nicht gibt.

So sind dann auch die Füh­rer der kata­la­ni­schen Unab­hän­gig­keits­be­we­gung nicht dafür zu kri­ti­sie­ren, dass sie das Gesetz über­tre­ten haben. Son­dern dafür, dass sie für ihr poli­ti­sches Pro­jekt Geset­ze (das Wahl­ge­setz) benutzt haben, die selbst kaum demo­kra­tisch sind. Die­se Geset­ze ver­schaff­ten ihnen eine par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit, wäh­rend sie nicht ein­mal die Hälf­te der kata­la­ni­schen Bevöl­ke­rung reprä­sen­tier­ten. Ihre demo­kra­ti­sche Glaub­wür­dig­keit haben sie dadurch ver­spielt. Die kata­la­ni­schen Natio­na­lis­ten haben ihre simp­len par­tei­po­li­ti­schen Inter­es­sen als natio­na­les und patrio­ti­sches Pro­jekt aus­ge­ge­ben, ganz so, wie es die spa­ni­schen Natio­na­lis­ten taten und wei­ter­hin tun, die eben­falls infol­ge des Wahl­ge­set­zes mit einer ein­deu­ti­gen Min­der­heit der Wäh­ler­stim­men eine abso­lu­te Mer­heit der Sit­ze im Senat erlan­gen konn­ten. Die­se Geset­ze – man kann es nur erneut beto­nen – sind zutiefst anti­de­mo­kra­tisch.

Und man kann nur erneut beto­nen, dass es heu­te im gan­zen Land, auch in Kata­lo­ni­en, eine Rei­he von sozia­len Bewe­gun­gen und Mobi­li­sie­run­gen gibt (gegen Aus­teri­tät, für Frau­en­rech­te und vie­le wei­te­re), denen zuneh­mend bewusst wird, dass es einen Zusam­men­hang zwi­schen den lan­des­wei­ten Frus­tra­tio­nen gibt. In einer Grö­ßen­ord­nung, die einen Wunsch nach Ver­än­de­run­gen bewir­ken könn­te – und damit eine zwei­te Tran­si­ti­on, in der die enor­me Schief­la­ge in den staat­li­chen Insti­tu­tio­nen (auch in den kata­la­ni­schen) kor­ri­giert und das poli­ti­sche Pro­jekt eines demo­kra­ti­schen Spa­ni­ens tat­säch­lich ver­voll­stän­digt wer­den könn­te : das poli­ti­sche Pro­jekt eines gerech­ten, soli­da­ri­schen, facet­ten­rei­chen, dezen­tra­len und natio­nal viel­fäl­ti­gen Spa­ni­ens.

Vice­nç Navar­ro ist Pro­fes­sor (eme­ri­tus) für Sozi­al- und Poli­tik­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Pom­peu Fabra in Bar­ce­lo­na.

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