Erdrutsche und Überschwemmungen in Indien : Über 215 Menschen getötet, fast eine Million obdachlos


Extre­me Wet­ter­be­din­gun­gen, die seit letz­ter Woche die indi­schen Bun­des­staa­ten Maha­rash­tra, Kar­nata­ka, Kera­la und Guja­rat heim­su­chen, zwan­gen Hun­dert­tau­sen­de von Men­schen, sich vor­über­ge­hend siche­re­re Unter­künf­te zu suchen. Die star­ken Regen­fäl­le wirk­ten sich auch auf die Infra­struk­tur in der Regi­on aus und unter­bra­chen die Zug- und Flug­ha­fen­ver­bin­dun­gen.

Um die anhal­ten­de Kata­stro­phe zu bewäl­ti­gen, die bis Sonn­tag min­des­tens 215 Men­schen­le­ben for­der­te, ent­sand­ten die indi­schen Streit­kräf­te rund 3.000 Per­so­nen sowie ver­schie­de­ne Ein­hei­ten an Mili­tär­ge­rät. Dazu zäh­len auch Hub­schrau­ber, um bei Flut­hil­fe- und Ret­tungs­ak­tio­nen in den vier betrof­fe­nen Staa­ten zu hel­fen.

Der Anstieg des Was­ser­spie­gels ließ alle Flüs­se im Bun­des­staat Kar­nata­ka über­lau­fen. Min­des­tens 40 Men­schen wur­den allein dort getö­tet. Min­des­tens 400.000 Ein­woh­ner wur­den ver­trie­ben. Die staat­li­che Kata­stro­phen­schutz­be­hör­de ver­such­te am Sonn­tag, die Bevöl­ke­rung zu beru­hi­gen und kün­dig­te an, dass “das Was­ser in vie­len Bezir­ken zurück­ge­gan­gen ist und die Hoch­was­ser­si­tua­ti­on sich ver­bes­sert hat”.

Im süd­li­chen Bun­des­staat Kera­la wur­den bei regen­be­ding­ten Vor­fäl­len min­des­tens 84 Men­schen getö­tet, wäh­rend 227.000 Men­schen in etwa 1.551 Hilfs­la­ger gebracht wur­den. Am Sonn­tag ging der Was­ser­stand zurück, doch die Behör­den erklär­ten, dass es zu früh für Opti­mis­mus sei. Der Chief Minis­ter des Bun­des­staa­tes Pin­arayi Vija­yan beton­te :

Wir müs­sen vor­sich­tig sein. Es ist nicht ein­fach, vor Erd­rut­schen zu ent­kom­men.

Über­schwem­mun­gen tra­fen auch den Staat Maha­rash­tra, in dem min­des­tens 40 Todes­fäl­le gemel­det wur­den, wäh­rend schät­zungs­wei­se 400.000 Men­schen gezwun­gen waren, ihre Häu­ser zu ver­las­sen. Wei­te­re 31 Todes­fäl­le wur­den im Bun­des­staat Guja­rat gemel­det, der eben­falls vom Mon­sun und Erd­rut­schen betrof­fen war.

RT Deutsch


Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.