Gegen Unterwerfung der Mädchen” — Kopftuchverbot für muslimische Grundschülerinnen in Österreich


Wen­de­lin Möl­zer, bil­dungs­po­li­ti­scher Spre­cher der FPÖ, sag­te, es hand­le sich bei dem neu­en Gesetz um ein Signal gegen den poli­ti­schen Islam. Das Par­la­ment ver­ab­schie­de­te das Gesetz am Mitt­woch­abend. Die­ses ver­bie­tet das “Tra­gen welt­an­schau­lich oder reli­gi­ös gepräg­ter Beklei­dung, mit der eine Ver­hül­lung des Haup­tes ver­bun­den ist”. Aus­ge­nom­men sind dabei die jüdi­sche Kip­pa, die Pat­ka der Sikhs sowie Kopf­be­de­ckun­gen gegen Regen und medi­zi­ni­sche Ver­bän­de. Der ÖVP-Abge­ord­ne­te Rudolf Tasch­ner ist über­zeugt, dass hier­durch mus­li­mi­sche Mäd­chen aus ihrer “Unter­wer­fung” befreit wür­den. 

Gesetz fehlt Ver­fas­sungs­rang, Kla­gen vor dem Ver­fas­sungs­ge­richts­hof erwar­tet 

Da das Gesetz ohne eine Zwei­drit­tel­mehr­heit ver­ab­schie­det wur­de, fehlt ihm der Ver­fas­sungs­rang. Die oppo­si­tio­nel­len Par­tei­en SPÖ und Neos stimm­ten dage­gen. Es wird mit Beschwer­den vor dem Ver­fas­sungs­ge­richts­hof gerech­net. Die “Isla­mi­sche Glau­bens­ge­mein­schaft in Öster­reich” (IGGÖ) kri­ti­siert das Ver­bot auf sei­ner Web­sei­te : 

Der neu­er­li­che Ver­stoß der Regie­rung, das isla­mi­sche Kopf­tuch an Volks­schu­len zu ver­bie­ten, wider­spricht der Reli­gi­ons­frei­heit. 

Der Prä­si­dent der IGGÖ, Ümit Vural, kün­dig­te an : 

Wir wol­len, dass die­ses Gesetz ver­fas­sungs­recht­lich geprüft wird. Es müss­te schon mit dem Teu­fel zuge­hen, dass wir nicht kla­gen. 

Das Kopf­tuch­ver­bot an den öster­rei­chi­schen Grund­schu­len wird ab Mit­te Juni gül­tig sein. Eltern müs­sen mit einer Geld­stra­fe von bis zu 440 Euro rech­nen, soll­ten sie gegen das Ver­bot ver­sto­ßen. Der Wie­ner Stadt­rat Maxi­mi­li­an Krauss von der FPÖ will künf­tig auch Leh­re­rin­nen das Kopf­tuch im Dienst ver­bie­ten las­sen. 

Die Frau­en­rechts­be­we­gung Terre des Femmes for­der­te im August auf einer Pres­se­kon­fe­renz in Ber­lin ein Ver­bot des “Kin­der­kopf­tu­ches”, um den Mäd­chen die Mög­lich­keit zu geben, frei auf­zu­wach­sen. Das Ver­bot soll­te nach Ansicht der Bewe­gung nicht nur an Schu­len, son­dern im gesam­ten öffent­li­chen Raum gel­ten. 

RT Deutsch


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