Gesetz unterzeichnet : Poroschenko macht Ukrainisch zur einzigen Staatssprache


Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Pjotr Poro­schen­ko hat das Gesetz über die Bereit­stel­lung der Funk­ti­ons­wei­se der ukrai­ni­schen Spra­che als ein­zi­ge Staats­spra­che unter­zeich­net. Die Unter­zeich­nung wur­de von allen staat­li­chen ukrai­ni­schen Fern­seh­sen­dern über­tra­gen. Poro­schen­ko erklär­te :

Ich, als Prä­si­dent Pjotr Poro­schen­ko, habe die größ­te Ehre und eine ein­zig­ar­ti­ge Gele­gen­heit, das Gesetz über die Bereit­stel­lung der Funk­ti­ons­wei­se der ukrai­ni­schen Spra­che als Staats­spra­che zu unter­zeich­nen.

Nach Anga­ben des ukrai­ni­schen Poli­ti­kers, sol­le das genann­te Gesetz “die Nati­on ver­ei­nen”. Die Ukrai­ner hät­ten auf die­sen Moment “vie­le, vie­le Jah­re” gewar­tet, so Poro­schen­ko. Er füg­te hin­zu :

Die­ses Gesetz hat kei­nen Ein­fluss auf kei­ne der Spra­chen der natio­na­len Min­der­hei­ten, die in der Ukrai­ne leben, da das Gesetz nicht dar­um han­delt.

Am 25. April ver­ab­schie­de­te das ukrai­ni­sche Par­la­ment das Gesetz über die Bereit­stel­lung des Funk­tio­nie­rens der ukrai­ni­schen Spra­che als ein­zi­ge Staats­spra­che, das besagt, dass die Ukrai­ner von nun an in allen Berei­chen ihres Lebens auf die ukrai­ni­sche Spra­che zurück­grei­fen soll­ten. Das Gesetz soll von “Sprach­in­spek­to­ren” durch­ge­setzt wer­den. Sie dür­fen an den Sit­zun­gen staat­li­cher Behör­den teil­neh­men, Doku­men­te von Bür­ger­initia­ti­ven und poli­ti­schen Par­tei­en anfor­dern und Geld­bu­ßen ver­hän­gen.

Am 14. Mai hat das ukrai­ni­sche Par­la­ment kei­nes der vier Pro­jek­te zur Annul­lie­rung der Abstim­mung über die­sen Gesetz­ent­wurf ange­nom­men. Der Par­la­ments­prä­si­dent Andrij Paru­bij hat das Gesetz unter­zeich­net und ver­spro­chen, es unver­züg­lich dem Prä­si­den­ten zur Unter­zeich­nung vor­zu­le­gen. Gleich­zei­tig warn­te er, dass jeder, der ver­sucht, das Spra­chen­ge­setz zu “revi­die­ren”, “den Zorn des ukrai­ni­schen Vol­kes” spü­ren wür­de.

Der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­chef des Oppo­si­ti­ons­blocks des Par­la­ments, Olek­san­dr Wil­kul, teil­te zuvor mit, dass sei­ne Frak­ti­on bereits die erfor­der­li­che Anzahl von Unter­schrif­ten der Abge­ord­ne­ten gesam­melt habe, um das Gesetz an das natio­na­le Ver­fas­sungs­ge­richt zu ver­wei­sen.

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RT Deutsch


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