Klinik in Hessen enttarnt falschen Arzt


Der Mann war wegen ähn­li­cher Ver­ge­hen vor der Tat zu einer Gefäng­nis­stra­fe ver­ur­teilt wor­den. Das Urteil war noch nicht rechts­kräf­tig, er war gegen Auf­la­gen auf frei­em Fuß. 

Der 38-Jäh­ri­ge hat­te sich laut Kli­nik mit gefälsch­ten Unter­la­gen bewor­ben, nach­dem er aus einer Unter­su­chungs­haft ent­las­sen wor­den war. Das klei­ne Kran­ken­haus wuss­te davon nichts und stell­te den Mann für Bereit­schafts­diens­te im Som­mer als Aus­hil­fe an. Nach drei bis vier Diens­ten sei der Mann auf­ge­fal­len. Er habe stan­dar­di­sier­te Ver­fah­ren bei der Blut­trans­fu­si­on nicht ein­ge­hal­ten. Eine Kran­ken­pfle­ge­rin schöpf­te Ver­dacht. “Er ist an den Schwes­tern geschei­tert”, sag­te Claus.

Laut Staats­an­walt­schaft Kas­sel sitzt der Mann wie­der in Unter­su­chungs­haft. Es sei nicht sein ers­ter Ver­such gewe­sen, Arzt zu sein. Er hat­te sich zuvor bei meh­re­ren Kli­ni­ken bewor­ben und war zur Pro­be ange­stellt wor­den. Auch dort flog er auf. Des­halb und wegen wei­te­rer Ver­ge­hen war er zuletzt zu der Haft­stra­fe von zwei Jah­ren und fünf Mona­ten ver­ur­teilt wor­den.

Weil er sich gegen das Urteil wehrt, ist es wei­ter nicht rechts­kräf­tig. Nun liegt ein zwei­ter Haft­be­fehl wegen Urkun­den­fäl­schung und Betrugs vor. Im Unter­su­chungs­haft sit­ze der Mann noch wegen des ers­ten Haft­be­fehls, sag­te ein Spre­cher der Staats­an­walt­schaft. (dpa)

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RT Deutsch


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