Koks auf Rädern : Kolumbianische Polizei entdeckt im Rollstuhl einer 81-Jährigen drei Kilo Kokain


Das Sicher­heits­per­so­nal des Inter­na­tio­na­len Flug­ha­fens Rio­ne­gro bei Medel­lín nahm am ver­gan­ge­nen Sonn­tag Ire­ne Mesa de Maru­lan­da ins Visier, weil ihr Roll­stuhl etwas unge­wöhn­lich war : Das Gerät war frisch gestri­chen, wog 17 Kilo und wies ein Zube­hör auf, das an einem Roll­stuhl eher komisch aus­sah. Die Antidro­gen­po­li­zis­ten nah­men sich Zeit, die schwarz gestri­che­nen Metall­röh­ren etwas genau­er zu unter­su­chen. Sie bohr­ten ein Loch hin­ein und fan­den im Inne­ren wei­ßes Pul­ver. Das war Koka­in. Ins­ge­samt waren es drei Kilo. Die 81-Jäh­ri­ge wur­de ver­haf­tet.

Der Poli­zei­chef der Pro­vinz Antio­quia, Oberst Gio­van­ny Bui­tra­go Bel­trán, erklär­te, dass hin­ter dem ver­such­ten Dro­gen­schmug­gel nach Spa­ni­en offen­bar ein “sehr gut struk­tu­rier­tes kri­mi­nel­les Netz­werk” ste­he, wenn man nach der Gründ­lich­keit urtei­le, mit wel­cher die Dro­ge ver­steckt wor­den sei.

Die betag­te Dame weist alle Anschul­di­gun­gen zurück. Sie habe von der Dro­ge in ihrem Roll­stuhl nichts gewusst. Nun ver­sucht die Poli­zei her­aus­zu­fin­den, wel­che Rol­le die Fest­ge­nom­me­ne in dem ver­ei­tel­ten Ver­bre­chen gespielt hat. Nach Anga­ben der Poli­zei ist es bereits das vier­te Mal in die­sem Jahr, dass älte­re Men­schen am Rausch­gift­schmug­gel betei­ligt sind. Dro­gen­händ­ler betrach­ten Senio­ren als “leich­te Beu­te”: Die­se las­sen sich zum Schmug­gel über­re­den, weil das Gesetz Nach­sicht auf­grund ihres Alters übt. Die kolum­bia­ni­sche Antidro­gen­po­li­zei ruft jedoch die älte­ren Men­schen auf, sich nicht aus­nut­zen zu las­sen.

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RT Deutsch


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