Mein Leben ist nicht dein Porno : Größte Frauen-Demo gegen Spycams in südkoreanischer Geschichte


Spy­cam-Por­no­gra­fie ist in Süd­ko­rea nicht neu, viel­mehr ver­brei­tet sie sich rasant. Unter Beru­fung auf eine Stu­die der Korean Women Lawy­ers Asso­cia­ti­on aus dem Jahr 2018 berich­tet Korea Expo­sé, dass im Jahr 2015 fast 25 Pro­zent der Sexu­al­ver­bre­chen in dem Land mit Spio­na­ge­ka­me­ras began­gen wur­den, ver­gli­chen mit 3,6 Pro­zent im Jahr 2006. Spio­niert wird laut der Stu­die über­all : In U-Bahn-Sta­tio­nen wur­den die meis­ten Spy­cams gefun­den, aber auch in Bus­sen, Taxis, Schwimm­bä­dern, Super­märk­ten, Toi­let­ten, Büros und Schu­len. Die Kame­ras wer­den sogar in Her­ren­schu­hen ange­bracht, um Damen digi­tal unter den Rock zu schie­len. Die öffent­li­che Empö­rung über das Ver­säum­nis der Regie­rung, Män­ner straf­recht­lich zu ver­fol­gen, die inti­me Video­auf­nah­men von Frau­en ohne deren Zustim­mung anfer­ti­gen, sam­meln und ver­tei­len, kam letz­ten Monat auf einen Höhe­punkt : Der Anlass war die Ver­haf­tung einer 25-jäh­ri­gen Frau in Seo­ul : Sie hat­te ein Akt­fo­to eines männ­li­chen Models ohne des­sen Zustim­mung hoch­ge­la­den. Die Poli­zei wur­de dafür kri­ti­siert, dass sie in Fäl­len mit weib­li­chen Tätern zügig ermit­telt und bestraft. Weib­li­che Opfer ähn­li­cher Ver­bre­chen wür­den oft mit Sexis­mus, Skep­sis und Ver­schlep­pung der Ermitt­lun­gen kon­fron­tiert.

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RT Deutsch


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