Nach dem Raketenangriff : USA, Frankreich und Großbritannien fordern die Einheit der UNO


US-ame­ri­ka­ni­sche, bri­ti­sche sowie fran­zö­si­sche Schif­fe und Flug­zeu­ge feu­er­ten am Sams­tag­mor­gen 103 Rake­ten auf Syri­en ab und behaup­te­ten, dies sei eine Reak­ti­on auf den angeb­li­chen Ein­satz von che­mi­schen Waf­fen in Duma, einem Vor­ort von Damas­kus. Die drei Län­der war­te­ten gar nicht erst auf eine Geneh­mi­gung durch die UNO oder gar auf die Unter­su­chungs­er­geb­nis­se der Exper­ten, die — soll­te das Team der OPCW die Pro­ben am mut­maß­li­chen Tat­ort in Duma über­haupt noch in sinn­vol­ler Wei­se durch­füh­ren kön­nen — erst in einem Monat vor­ge­stellt wer­den kön­nen.

In der Sit­zung des UN-Sicher­heits­ra­tes vom Sams­tag haben die USA, Groß­bri­tan­ni­en und Frank­reich dem Gre­mi­um einen neu­en Reso­lu­ti­ons­ent­wurf zur Unter­su­chung des angeb­li­chen Ein­sat­zes che­mi­scher Waf­fen in Syri­en vor­ge­legt. Der neue Reso­lu­ti­ons­ent­wurf soll zur “Gewähr­leis­tung unge­hin­der­ter huma­ni­tä­rer Lie­fe­run­gen und des Waf­fen­still­stan­des” auf­ru­fen sowie eine “Teil­nah­me von Damas­kus an Frie­dens­ver­hand­lun­gen unter der Lei­tung der Ver­ein­ten Natio­nen” for­dern.

Russlands Resolutionsentwurf warf US-geführter Koalition “Aggression” vor

Zudem sieht der Ent­wurf eine unab­hän­gi­ge Ermitt­lung zu den Berich­ten über die mut­maß­li­chen Che­mie­waf­fen-Angrif­fe in Syri­en vor. Das Doku­ment ruft dar­über hin­aus zur Umset­zung der Reso­lu­ti­on 2401 des UN-Sicher­heits­ra­tes über den Waf­fen­still­stand in Syri­en auf und for­dert von Damas­kus eine “frei­wil­li­ge und kon­struk­ti­ve” Teil­nah­me an Frie­dens­ge­sprä­chen ohne Vor­be­din­gun­gen.

Zuvor hat­te Russ­land wäh­rend der Dring­lich­keits­sit­zung des Sicher­heits­ra­tes einen Reso­lu­ti­ons­ent­wurf unter­brei­tet, in dem die “Aggres­si­on gegen­über Syri­en von­sei­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten und deren Ver­bün­de­ten” ver­ur­teilt wer­den soll­te. Die­ser Reso­lu­ti­ons­ent­wurf for­dert Washing­ton, Lon­don und Paris auf, ihr Vor­ge­hen gegen­über der Ara­bi­schen Repu­blik Syri­en sofort zu stop­pen und auf eine Fort­set­zung ihres Mili­tär­ein­sat­zes zu ver­zich­ten, der gegen die UN-Char­ta und das Völ­ker­recht ver­sto­ße.

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Erwartungsgemäßes Veto durch ständige Mitglieder aus dem Westen

Russ­land, die Volks­re­pu­blik Chi­na und Boli­vi­en stimm­ten für die Reso­lu­ti­on. Vier wei­te­re Mit­glie­der ent­hiel­ten sich der Stim­me, wobei äthio­pi­sche Ver­tre­ter mein­ten, dass es kei­nen Sinn macht, für eine Reso­lu­ti­on zu stim­men, gegen die es erwar­tungs­ge­mäß ohne­hin ein Veto geben wür­de. Die USA, das Ver­ei­nig­te König­reich und Frank­reich — alle­samt stän­di­ge Mit­glie­der mit Veto­recht — stimm­ten ent­spre­chend auch dage­gen und begru­ben damit den Vor­schlag. Der rus­si­sche Reso­lu­ti­ons­ent­wurf wur­de man­gels erfor­der­li­cher Stim­men­mehr­heit nicht vom UN-Sicher­heits­rat ver­ab­schie­det.

Als Frank­reichs Prä­si­dent Emma­nu­el Macron eine “Ein­heit in der UNO” anmahn­te, mein­te er offen­bar eine sol­che hin­ter den Aktio­nen von Lon­don, Paris und Washing­ton.

Es ist nun Auf­ga­be des UN-Sicher­heits­ra­tes, sich in den poli­ti­schen, che­mi­schen und huma­ni­tä­ren Fra­gen zu Syri­en zu ver­ei­ni­gen und die Initia­ti­ve zu ergrei­fen”, sag­te die fran­zö­si­sche Prä­si­dent­schaft in einer Erklä­rung nach der Tele­fon­kon­fe­renz von Macron mit Trump und der bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May am Sams­tag.

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RT Deutsch


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