Rekordversuch unter Laborbedingungen : Kenianer Kipchoge will Marathon unter 2 Stunden laufen


Unter­stützt wird er dabei von 41 Läu­fern, die eigens für Kip­cho­ge das Tem­po machen wer­den. Dar­un­ter auch WM- und Olym­pia-Sie­ger. Soll­te die Schall­mau­er durch­bro­chen wer­den, wird die­ser Rekord aller­dings nicht offi­zi­ell aner­kannt, da er qua­si unter Labor­be­din­gun­gen durch­ge­führt wird.

Der bri­ti­sche Che­mie­kon­zern INEOS unter­stützt das Pro­jekt, wel­ches eine Viel­zahl an Exper­ten und Mit­ar­bei­tern auf­weist, die in mona­te­lan­ger Pla­nung jedes noch so klei­ne Detail opti­miert und nichts dem Zufall über­las­sen haben. Ein zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­be­trag wur­de dafür inves­tiert.

Am Diens­tag soll Eli­ud Kip­cho­ge in Wien ein­tref­fen. Nach­dem Lon­don als Ver­an­stal­tungs­ort abge­sagt hat­te, leg­ten sich die Sport­ver­ant­wort­li­chen schnell auf Wien fest. Dort wur­de der 9,6 Kilo­me­ter lan­ge Rund­kurs im Wie­ner Pra­ter teil­wei­se extra neu asphal­tiert. Beim mehr­fa­chen Wen­de­punkt sei zudem eine klei­ne Steil­kur­ve ein­ge­baut wor­den, durch die noch ein­mal meh­re­re Sekun­den ein­ge­spart wer­den sol­len.

Der 34-jäh­ri­ge Kip­cho­ge hat­te im Jahr 2018 beim Ber­lin Mara­thon mit 2:01:39 Stun­den den amtie­ren­den Welt­re­kord auf­ge­stellt.

Der Rekord­ver­such ist für Sams­tag­mor­gen geplant. Soll­te das Wet­ter nicht mit­spie­len, soll das Event ver­scho­ben wer­den. Nöti­gen­falls kön­ne man sogar bis 20. Okto­ber war­ten, hieß es. Dies sei aber eher unwahr­schein­lich. Vor zwei Jah­ren war der Kenia­ner bei einem ähn­li­chen Event auf der For­mel-1-Renn­stre­cke von Mon­za (Ita­li­en) die 42,195 Kilo­me­ter in 2:00:25 Stun­den gelau­fen. Die­ser Ver­such wur­de aber auf­grund ähn­li­cher Labor­be­din­gun­gen nicht offi­zi­ell als Welt­re­kord aner­kannt.

Rekordversuch unter Laborbedingungen: Kenianer Kipchoge will Marathon unter 2 Stunden laufen
Tom Love­lock

Vie­le Grö­ßen aus der Lauf­sze­ne, ob Akti­ve, Ver­ant­wort­li­che oder Ver­an­stal­ter, trau­en Kip­cho­ge am Wochen­en­de eine Zeit unter zwei Stun­den zu.

Kip­cho­ge wird für sei­nen Ver­such in Wien zwei­fels­oh­ne fürst­lich ent­lohnt. Allein sei­ne Antritts­ga­ge bei her­kömm­li­chen Mara­thon­läu­fen liegt bei um die 200.000 Euro. Doch scheint es dem Aus­nah­me­ath­le­ten um mehr zu gehen. Er, und nur er, will der ers­te sein, der die magi­sche Zwei­stun­den-Mar­ke bricht.

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RT Deutsch


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