Russisches Innenministerium leitet Untersuchung von Polizeibrutalität bei Demonstration ein


Die Mos­kau­er Poli­zei hat eine Unter­su­chung der Inhaf­tie­rung einer jun­gen Frau bei einer nicht geneh­mig­ten Kund­ge­bung am 10. August in Mos­kau ein­ge­lei­tet. Das teil­te ein Poli­zei­spre­cher der Nach­rich­ten­agen­tur TASS mit. Er sag­te :

Die Haupt­di­rek­ti­on des rus­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums für Mos­kau hat eine Unter­su­chung der Anwen­dung von Gewalt gegen eine jun­ge Frau ange­ord­net, die wegen Ver­let­zung der öffent­li­chen Ord­nung wäh­rend der nicht geneh­mig­ten Kund­ge­bung am 10. August fest­ge­hal­ten wur­de.

Der Spre­cher füg­te hin­zu, dass die Unter­su­chung dar­auf abzielt, die Umstän­de des Vor­falls fest­zu­stel­len und beton­te, dass alle Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den.

Zuvor wur­de ein Video im Inter­net ver­öf­fent­licht. Es zeigt zwei Poli­zis­ten, die die Akti­vis­tin Dar­ja Sos­now­ska­ja nach der Kund­ge­bung am 10. August fest­hal­ten. Man sieht, wie einer der Beam­ten der jun­gen Frau in die Leber schlägt.

Die Mos­kau­er Men­schen­rechts­be­auf­trag­te Tat­ja­na Pot­ja­jewa sag­te am Mon­tag gegen­über TASS, dass sie beab­sich­tigt, die Umstän­de der Inhaf­tie­rung von Sos­now­ska­ja her­aus­zu­fin­den. Sie sag­te :

Wenn sie an uns her­an­tre­ten wür­de, wür­den wir den Vor­fall ange­hen. Wir wer­den jedoch wei­ter­hin Infor­ma­tio­nen über ihre Beschwer­de anfor­dern, damit wir her­aus­fin­den kön­nen, was pas­siert ist und wel­che Maß­nah­men gegen den macht­miss­brau­chen­den Poli­zis­ten ergrif­fen wur­den.

Der rus­si­sche Unter­su­chungs­aus­schuss wie­der­um erklär­te, er wer­de eine Unter­su­chung der Beschwer­de von Sos­now­ska­ja durch­füh­ren. Nach medi­zi­ni­schen Berich­ten, die TASS zur Ver­fü­gung ste­hen, erlitt die Akti­vis­tin Prel­lun­gen an Kopf und Brust als Fol­ge von Schlä­gen der Poli­zei­be­am­ten.

Die Kund­ge­bung am 10. August war die vier­te, die zur Unter­stüt­zung unab­hän­gi­ger Kan­di­da­ten durch­ge­führt wur­de, deren Kan­di­da­tu­ren von der Zen­tra­len Wahl­kom­mis­si­on für die Wahl in die Mos­kau­er Stadt­du­ma abge­lehnt wur­den. Zuvor fan­den Kund­ge­bun­gen am 20. und 27. Juli sowie am 3. August statt. Nur die ers­te Demo war vom Mos­kau­er Bür­ger­meis­ter­amt geneh­migt wor­den.

Mehr zum The­ma — Mos­kau­er Poli­zei warnt vor Auf­ru­fen zu unau­to­ri­sier­ten Kund­ge­bun­gen

RT Deutsch


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