Spektakulärer Fund von Ärzten in Moskau : Mann lebte 60 Jahre problemlos mit nur einer Gehirnhälfte


Der Pati­ent hat 60 Jah­re mit die­sem patho­lo­gi­schen Befund gelebt. Er hat­te eine Uni­ver­si­täts­aus­bil­dung abge­schlos­sen, sei­nen Armee­dienst abge­leis­tet, gehei­ra­tet, wur­de Vater von zwei Kin­dern und hat­te kei­ne Ahnung von sei­ner Situa­ti­on”, schreibt die rus­si­sche Zei­tung MK über die­sen auf­se­hen­er­re­gen­den Fall.

Als die Ärz­te den Mann über sei­nen Befund infor­mier­ten und um wei­te­re Unter­su­chun­gen baten, zeig­te sich die­ser völ­lig über­rascht, erwi­der­te aber :

Ich habe ein per­fek­tes nor­ma­les Leben geführt und mir kei­ne Sor­gen über etwas gemacht. Ich will jetzt kei­nen ‘Ruhm’.”

Er ver­wei­ger­te vehe­ment jede wei­te­re Unter­su­chung und ver­ließ das Kran­ken­haus.

Es han­delt sich um einen ein­zig­ar­ti­gen Fall, denn die Ano­ma­lie des Man­nes ent­stand in einer frü­hen Pha­se der Embryo­nal­ent­wick­lung”, erklärt die Neu­ro­lo­gin Mari­na Anik­i­na 

Mehr zum The­ma — HIV in Russ­land – ein Pro­blem der Auf­klä­rung ?

In man­chen Fäl­len kön­nen sol­che Patho­lo­gi­en zum Tod füh­ren. Jedoch zeigt die­ses Bei­spiel, dass solch eine Ange­le­gen­heit auch pro­blem­los ver­lau­fen kann”, führt Anik­i­na wei­ter aus.

Spektakulärer Fund von Ärzten in Moskau: Mann lebte 60 Jahre problemlos mit nur einer Gehirnhälfte
Auf­nah­me des Föde­ra­len Medi­zi­ni­schen Zen­trums für Bio­phy­sik “A.I. Bur­nas­jan”

Die Neu­ro­lo­gin erläu­ter­te wei­ter, dass das mensch­li­che Gehirn in einer frü­hen Ent­wick­lungs­pha­se die Funk­tio­nen einer Hälf­te auf die ande­re ver­le­gen kann, wenn die­se (funkti­na­len Auf­tei­lun­gen) noch nicht an eine der Gehirn­hälf­ten gebun­den sind. Das bedeu­tet, dass die­ser Mann auch ohne zwei­te Gehirn­hälf­te unter kei­nen Beein­träch­ti­gun­gen litt, weil sich sein Orga­nis­mus der patho­lo­gi­schen Situa­ti­on ange­passt hat­te. 

Mehr zum The­ma — Rus­si­sche For­scher : Ers­ter uni­ver­sel­ler Impf­stoff gegen Ebo­la ein­satz­be­reit

Die Exper­tin erwähn­te wei­ter­hin, dass man heut­zu­ta­ge einer Frau, deren Embryo bei einer Ultra­schall­un­ter­su­chung solch einen Befund erken­nen lässt, zum Schwan­ger­schafts­ab­bruch rät. Doch vor 60 Jah­ren gab es in der Sowjet­uni­on noch kei­ne Tech­no­lo­gi­en, um wer­den­de Müt­ter auf sol­che Situa­tio­nen auf­merk­sam zu machen. Des­halb wuss­te der Mann auch zeit­le­bens nicht, dass er mit nur einer Gehirn­hälf­te leb­te.

Die bei­den Kin­der des unge­wöhn­li­chen Pati­ent soll­ten die­se abnor­me Patho­lo­gie jedoch nicht haben, weil sie nicht ver­erbt wer­den kann, füg­te Anik­i­na abschlie­ßend hin­zu.

RT Deutsch


Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.