U-Boot-Affäre dominiert immer stärker Israels Wahlkampf


In einem Fern­seh­in­ter­view gab Ben­ja­min Netan­ja­hu am Sams­tag­abend zu, Deutsch­lands Ver­kauf an Isra­els Nach­bar­land 2014 zuge­stimmt zu haben. Der dama­li­ge Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mosche Jaa­lon und Mili­tär­chef Ben­ny Ganz sei­en nicht ein­ge­weiht gewe­sen. Als Grund nann­te der Poli­ti­ker ein “Staats­ge­heim­nis”, zu dem er sich nicht äußern kön­ne. Wäh­rend der Prä­si­dent­schaft von Moham­med Mur­si sei Ben­ja­min Netan­ja­hu gegen die Lie­fe­run­gen von U-Boo­ten an Ägyp­ten gewe­sen. “Beim Ver­kauf an Ägyp­ten unter Al-Sisi habe ich nicht die Nase gerümpft”, so der Minis­ter­prä­si­dent. “Die Grün­de sind rein sicher­heits­po­li­tisch.”

Ben­ny Ganz, inzwi­schen Ben­ja­min Netan­ja­hus stärks­ter Geg­ner bei der Par­la­ments­wahl am 9. April, sag­te dazu in der Nacht zum Sonn­tag, es sei undenk­bar, dass ein Regie­rungs­chef eine Ent­schei­dung mit so gro­ßer stra­te­gi­scher mili­tä­ri­scher Bedeu­tung im Allein­gang tref­fe. “Das muss geprüft wer­den”, for­der­te der Poli­ti­ker.

Das deut­sche Unter­neh­men Thys­sen­Krupp Mari­ne Sys­tems hat­te Ägyp­ten vor zwei Jah­ren zwei von ins­ge­samt vier U-Boo­ten gelie­fert. In Isra­el hat­te der geplan­te Ver­kauf deut­scher U-Boo­te an Ägyp­ten zuvor für Kri­tik gesorgt, weil man befürch­te­te, den mili­tä­ri­schen Vor­sprung in der Regi­on zu ver­lie­ren. Die Bun­des­re­gie­rung geneh­mig­te auch die Lie­fe­rung von U-Boo­ten und Kor­vet­ten an Isra­el. (dpa)

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RT Deutsch


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