Wissenschaftler ratlos : Russischer Satellit zeichnet verblüffende Lichter über der Erde auf


Unge­wöhn­li­che Welt­raum­phä­no­me­ne wur­den bereits zuvor in der Erd­at­mo­sphä­re ent­deckt, aber ein Team, das den Lomo­nos­sow-Satel­li­ten betreibt – benannt nach dem berühm­ten rus­si­schen Wis­sen­schaft­ler –, erklärt, dass es sich bei die­sen Explo­sio­nen um etwas völ­lig Neu­es han­delt.

Wir ken­nen ihre phy­si­ka­li­sche Beschaf­fen­heit noch nicht”, sag­te Michail Panas­juk, Lei­ter des For­schungs­in­sti­tuts für Kern­phy­sik der Staat­li­chen Mos­kau­er Uni­ver­si­tät. Sol­che Licht­blit­ze las­sen sich nor­ma­ler­wei­se durch Wet­ter­ereig­nis­se erklä­ren, aber der Him­mel unter dem Satel­li­ten war klar, ohne Sturm, Blit­ze oder Wol­ken in Sicht­wei­te. “Was die Explo­sio­nen ver­ur­sacht hat, ist eine offe­ne Fra­ge”, sag­te Panas­juk.

Die Erd­at­mo­sphä­re kann durch UV-Blit­ze und Strom­schlä­ge erhellt wer­den, aber die­se sind meist mit Sturm­wol­ken ver­bun­den. Der UV-Bereich des Lemonos­sow-Satel­li­ten ist für die Unter­su­chung star­ker kos­mi­scher Strah­lung aus­ge­legt, ein­schließ­lich ver­schie­de­ner Licht­phä­no­me­ne, Gam­ma­strah­len und magne­to­sphä­ri­scher Par­ti­kel in der obe­ren Erd­at­mo­sphä­re.

Dies erwies sich jedoch als eine anspruchs­vol­le Auf­ga­be, da die Atmo­sphä­re laut Panas­juk stark von diver­sen Blit­zen wie Lich­tern der Stadt oder Baken an Flug­hä­fen “ver­seucht” ist.

Vor etwas weni­ger als einem Jahr haben Astro­no­men schon ein­mal ein uner­klär­li­ches Phä­no­men ent­deckt : Dut­zen­de außer­ge­wöhn­lich schnel­le Licht­blit­ze, die anders waren als alles, das man bis dahin im Welt­raum beob­acht hat­te. Die Ereig­nis­se gli­chen einer Super­no­va – der Explo­si­on rie­si­ger Ster­ne am Ende ihres Lebens –, waren aber viel flüch­ti­ger und nur zwi­schen einer Woche und einem Monat sicht­bar, erklär­te Mii­ka Pur­siai­nen von der Uni­ver­si­ty of Sout­hamp­ton gegen­über RT.

Eine Theo­rie, die die Ent­de­ckung zu erklä­ren ver­sucht, besagt, dass ein Stern, der sich dem Ende sei­nes Lebens näher­te, vor sei­ner Super­no­va-Explo­si­on rie­si­ge Men­gen an Mate­ri­al abwarf. Die For­scher wer­den jedoch wei­te­re Daten benö­ti­gen, um zu einem Ergeb­nis zu gelan­gen.

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RT Deutsch


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