Zu unserer Verwunderung war unsere Mitarbeit unerwünscht — Präsident Putin zu den MH17-Ermittlungen


Das von den Nie­der­lan­den gelei­te­te Gemein­sa­me Ermitt­ler­team (JIT) hat­te am Don­ners­tag auf einer Pres­se­kon­fe­renz ver­kün­det, dass die Rake­te, wel­che die Maschi­ne auf dem Flug MH17 über der Ukrai­ne getrof­fen habe, von einer Ein­heit aus dem Wes­ten Russ­lands stam­me. Auf der Pres­se­kon­fe­renz mit sei­nem fran­zö­si­schen Amts­kol­le­gen äußer­te sich der rus­si­sche Prä­si­dent knapp dazu :

Unse­re Ein­stel­lung zu die­sem Fall ist die fol­gen­de : Wir haben ursprüng­lich ange­bo­ten, zusam­men­zu­ar­bei­ten, um die­se Tra­gö­die zu unter­su­chen. Aber zu unse­rer Über­ra­schung wird uns kein Zugang zu den Ermitt­lun­gen gege­ben”, so Putin.

Die ukrai­ni­sche Sei­te arbei­tet mit, trotz der Tat­sa­che, dass die Ukrai­ne inter­na­tio­na­le Vor­schrif­ten ver­letzt hat und den Luft­raum über einem Ter­ri­to­ri­um, in dem Kampf­hand­lun­gen statt­fan­den, nicht geschlos­sen hat.

Die Ukrai­ne war trotz die­ser ekla­tan­ten Ver­säum­nis­se Teil der MH17-Unter­su­chung, wäh­rend Russ­land aus­ge­schlos­sen wur­de, bemerk­te der rus­si­sche Prä­si­dent. 

An dem inter­na­tio­na­len Team betei­li­gen sich neben den Nie­der­lan­den noch Ermitt­ler aus Malay­sia, Aus­tra­li­en, Bel­gi­en und der Ukrai­ne. 

Mehr lesen — MH17 : Vor­wür­fe der Ermitt­ler ver­wei­sen erneut auf Russ­land — Mos­kau sieht dar­in Vor­ein­ge­nom­men­heit

Sei­ner Mei­nung nach soll­te die rus­si­sche Sei­te an der Unter­su­chung teil­neh­men, damit Russ­land die Ergeb­nis­se der Kom­mis­si­on auch akzep­tie­ren kann.

Auf jeden Fall wer­den wir [die­ser Ange­le­gen­heit] Auf­merk­sam­keit und Respekt ent­ge­gen­brin­gen und alles ana­ly­sie­ren, was dar­in dar­ge­legt wird”, füg­te das rus­si­sche Staats­ober­haupt hin­zu.

Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um hat­te zuvor mit­ge­teilt, dass die Vor­wür­fe des Ermitt­ler­teams unhalt­bar sei­en, nicht zuletzt, weil Mos­kaus Ange­bo­te zur Zusam­men­ar­beit nicht wahr­ge­nom­men und zahl­rei­che rele­van­te Details nicht in die Unter­su­chun­gen ein­be­zo­gen wur­den. Den­noch wol­le Russ­land wei­ter mit dem JIT koope­rie­ren.

RT Deutsch


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