Zwei Studenten sollen Apple durch Umtausch von gefälschten iPhones um 900.000 Dollar gebracht haben


Die bei­den Ver­däch­ti­gen stu­dier­ten Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten im US-Bun­des­staat Ore­gon. Neben­bei ent­wi­ckel­ten sie nach Anga­ben der US-Behör­den einen Plan, der ihnen ermög­lich­te, gefälsch­te Smart­pho­nes aus Chi­na gegen ech­te iPho­nes ein­zu­tau­schen. Yangyang Zhou und Quan Jiang – bei­de in ihren Zwan­zi­gern – gerie­ten im Dezem­ber 2017 ins Blick­feld des Minis­te­ri­ums für Inne­re Sicher­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Dem Zoll fiel auf, dass die jun­gen Män­ner mehr als fünf Pake­te mit fal­schen iPho­nes aus Chi­na bekom­men hat­ten. Im März 2018 wur­den bei einer Durch­su­chung in Quan Jiangs Haus mehr als 300 gefälsch­te Apple-Gerä­te ent­deckt. In einem an Yangyang Zhou adres­sier­ten Paket fan­den die Ermitt­ler 25 imi­tier­te iPho­nes.

Einer der Ver­däch­ti­gen sag­te aus, er habe mit jedem Paket aus Chi­na jeweils 20 bis 30 Smart­pho­nes bekom­men. Dabei nutz­te der Stu­dent auch Adres­sen sei­ner Freun­de und Ange­hö­ri­gen. Ab und zu erfand er sogar unsin­ni­ge Pseud­ony­me wie zum Bei­spiel “Apa­che Heli­cop­ter”. Die jun­gen Män­ner jubel­ten dann die Fäl­schun­gen aus Chi­na dann Apple unter dem Vor­wand unter, dass sich die Gerä­te nicht ein­schal­ten lie­ßen.

Zwi­schen April 2017 und März 2018 ver­such­ten die Freun­de nach Anga­ben der Behör­den auf die­se Art und Wei­se, 3.069 Gerä­te umzu­tau­schen. 1.493 davon wur­den tat­säch­lich ersetzt. Die Ver­däch­ti­gen schick­ten dann die ech­ten iPho­nes zurück nach Chi­na. Dort wur­den die­se angeb­lich wei­ter­ver­kauft, und die Stu­den­ten beka­men einen Anteil am ille­ga­len Geschäft. In den rest­li­chen 1.576 Fäl­len erhiel­ten die Stu­den­ten einen abschlä­gi­gen Bescheid mit einer detail­lier­ten Begrün­dung, war­um die War­tung des jewei­li­gen Smart­pho­nes unmög­lich war. Dass es sich dabei um eine Fäl­schung han­del­te, stand nicht in den Doku­men­ten.

Der IT-Kon­zern bezif­fer­te den Scha­den auf min­des­tens 895.800 Dol­lar. Die bei­den Stu­den­ten behaup­te­ten dabei, sie hät­ten kei­ne Ahnung gehabt, dass es sich bei den aus­ge­tausch­ten Gerä­ten um Nach­ma­chun­gen han­del­te. Quan Jiang wur­de im März 2019 wegen Han­dels mit gefälsch­ten Waren und Betrugs ange­klagt. Yangyang Zhou wur­de zur Last gelegt, fal­sche oder irre­füh­ren­de Anga­ben in Export­er­klä­run­gen gemacht zu haben.

Mehr zum The­ma — Qual­comm gewinnt Patent­ver­fah­ren gegen Apple in USA

RT Deutsch


Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.