Bonuszahlungen auch an Unfähige : Gewaltige Gehaltsschere in Deutschlands Top-Konzernen


Die Chef­eta­gen sind finan­zi­ell oft weit ent­fernt von der ein­fa­chen Arbeits­wirk­lich­keit. Rund 52-mal so viel wie ihre Ange­stell­ten kas­sier­ten Vor­stän­de der DAX-Kon­zer­ne im ver­gan­ge­nen Jahr – im Durch­schnitt. Damit war das Gehalts­ge­fäl­le in der ers­ten deut­schen Bör­sen­li­ga eben­so steil wie im Jahr 2017. Das hat die Deut­sche Schutz­ver­ei­ni­gung für Wert­pa­pier­be­sitz (DSW) gemein­sam mit der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen errech­net.

Am größ­ten ist der Abstand der am Diens­tag in Frank­furt vor­ge­stell­ten Stu­die zufol­ge bei Volks­wa­gen. Bei dem Auto­bau­er sind die Bezü­ge der Füh­rungs­eta­ge nach jüngs­ten Zah­len 97-mal höher als der durch­schnitt­li­che Per­so­nal­auf­wand pro Mit­ar­bei­ter im Unter­neh­men. Am gerings­ten ist das Gehalts­ge­fäl­le dem­nach bei der Deut­schen Bör­se, die ihren Vor­stän­den im Schnitt das 25-Fache zahlt.

Die Auf­sichts­rä­te sei­en gefor­dert, dar­auf zu ach­ten, dass die Sche­re sich in einem Unter­neh­men nicht zu weit öff­ne, mahn­te DSW-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Marc Tüng­ler. Eine Decke­lung des Wer­tes über alle Bran­chen hin­weg sehen Exper­ten skep­tisch. “Das wür­de unter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dun­gen indi­zie­ren, die mit unter­neh­me­ri­scher Rea­li­tät nichts zu tun haben”, warn­te der Münch­ner Wis­sen­schaft­ler Gun­ther Friedl. Unter­neh­men könn­ten sich zum Bei­spiel gezwun­gen sehen, Mit­ar­bei­ter in Bil­lig­lohn­län­der zu ver­la­gern.

Im Durch­schnitt kam ein Vor­stands­mit­glied im Deut­schen Akti­en­in­dex – inklu­si­ve der Kon­zern­chefs – 2018 auf eine Gesamt­ver­gü­tung von 3,51 Mil­lio­nen Euro. Nach Jah­ren des Wachs­tums ver­rin­gert sich die Sum­me erst­mals wie­der. Der Rück­gang zum Vor­jahr, in dem sowohl die Bör­sen bes­ser lie­fen als auch die Gewin­ne kräf­ti­ger spru­del­ten, betrug 3,5 Pro­zent. Die Zah­len bezie­hen sich auf 29 der 30 DAX-Kon­zer­ne.

Mit Wohl­wol­len regis­trie­ren die Aktio­närs­ver­tre­ter, dass der Teil der Bezah­lung, der sich am Akti­en­kurs ori­en­tiert, ten­den­zi­ell grö­ßer wird. Er lag den Berech­nun­gen zufol­ge im Jahr 2018 bei knapp über 30 Pro­zent. Das Fest­ge­halt macht rund 33 Pro­zent aus. Größ­ter Pos­ten der Gesamt­ver­gü­tung sind nach wie vor varia­ble Boni mit fast 37 Pro­zent.

Gute Leis­tung soll gut ver­gü­tet wer­den”, sag­te Tüng­ler. “Wenn es aber schlecht läuft, muss der Vor­stand dies eben­falls im Porte­mon­naie spü­ren. Und das sehen wir oft noch nicht.”

Gemes­sen an der durch­schnitt­li­chen Bezah­lung der Füh­rungs­kräf­te war VW 2018 Spit­zen­rei­ter im DAX : Bei dem Auto­bau­er sum­mier­ten sich die Bezü­ge eines Vor­stands­mit­glieds im Schnitt auf 6,0 Mil­lio­nen Euro. Beim Phar­ma­kon­zern Merck auf Rang 2 waren es rund 5,2 Mil­lio­nen Euro.

Dass die Deut­sche-Bank-Vor­stän­de mit durch­schnitt­lich knapp 5,1 Mil­lio­nen Euro auf Rang 3 lan­de­ten, über­rasch­te die Stu­di­en­au­toren – schließ­lich befin­de sich das Insti­tut “augen­schein­lich nicht auf einem Erfolgs­kurs”. Mit 55,2 Pro­zent stie­gen zudem die Vor­stands­be­zü­ge bei Deutsch­lands größ­tem Geld­haus zum Vor­jahr so kräf­tig wie bei kei­nem ande­ren Kon­zern im Deut­schen Akti­en­in­dex. Ein Jahr zuvor hat­te der Deut­sche-Bank-Vor­stand auf Boni ver­zich­tet.

Wäh­rend ein ein­fa­ches Vor­stands­mit­glied eines DAX-Kon­zerns im Schnitt auf knapp 3,1 Mil­lio­nen Euro Ver­gü­tung kam, kas­sier­ten die Unter­neh­mens­chefs der Stu­die zufol­ge im Schnitt gut 5,4 Mil­lio­nen Euro. Spit­zen­ver­die­ner war dabei erneut SAP-Chef Bill McDer­mott, der mit 10,8 Mil­lio­nen Euro Gesamt­ver­gü­tung zum drit­ten Mal die Zehn-Mil­lio­nen-Mar­ke über­schritt. Auf den Plät­zen fol­gen VW-Len­ker Her­bert Diess (rund 7,9 Mio Euro) und Bernd Schei­fe­le von Hei­del­berg Cement (rund 7,3 Mio Euro).

Zu den Vor­stands­ver­gü­tun­gen gibt es zahl­rei­che Stu­di­en. Wegen unter­schied­li­cher Berech­nungs­me­tho­den wei­chen die Ergeb­nis­se teil­wei­se deut­lich von­ein­an­der ab. Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich wir­ken die nun von der DSW ver­öf­fent­lich­ten Sum­men beschei­den : In Euro­pa sticht dem­nach Car­los Bri­to, Vor­stands­vor­sit­zen­der des bel­gi­schen Geträn­ke­gi­gan­ten AB InBev, mit 31,8 Mil­lio­nen Euro her­aus. In den USA kommt Dis­ney-Boss Robert Iger sogar auf knapp 55,6 Mil­lio­nen Euro Gesamt­ver­gü­tung. Der Groß­teil ist jeweils an den Akti­en­kurs des Unter­neh­mens gekop­pelt.

Und selbst in Deutsch­land wird DAX-Spit­zen­ver­die­ner McDer­mott den Berech­nun­gen zufol­ge noch über­trof­fen : Bei dem im MDax gelis­te­ten Online-Ver­sand­händ­ler Zalan­do sum­mier­ten sich die Bezü­ge der drei Co-Chefs Robert Gentz, David Schnei­der und Rubin Rit­ter jeweils auf knapp 19,4 Mil­lio­nen Euro. Der Löwen­an­teil davon sind Akti­en­op­tio­nen, die über einen Zeit­raum von meh­re­ren Jah­ren gestreckt wer­den.

Mehr zum The­ma — Hartz IV : Ifo-Öko­no­men wol­len Auf­sto­ckern Geld kür­zen

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Erdoğan : Werden an S-400 festhalten – Auch USA bleiben stur


Trotz wach­sen­der Span­nun­gen mit den USA wegen des geplan­ten Ankaufs eines rus­si­schen Rake­ten­ab­wehr­sys­tems lässt sich die tür­ki­sche Staats­füh­rung nicht von dem Vor­ha­ben abbrin­gen. “Es gibt hier ein Abkom­men, das wir getrof­fen haben, eine Ent­schei­dung. (…) Zurück­zu­tre­ten kommt nicht in Fra­ge”, sag­te Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan am Diens­tag­mor­gen nach einem Gebet zum Beginn der Bay­ram-Fei­er­ta­ge in Istan­bul. Die USA for­dern von ihrem NATO-Part­ner, dass die Tür­kei statt des rus­si­schen S-400-Sys­tems das ame­ri­ka­ni­sche Patri­ot-Sys­tem kauft. Dazu sag­te Erdoğan, das Ange­bot sei nicht so gut wie das rus­si­sche.

Ers­te Lie­fe­run­gen der S-400 an die Tür­kei soll es schon im Juli geben. Washing­ton fürch­tet, dass Russ­land über die in der Tür­kei instal­lier­te Rake­ten­ab­wehr an Daten über die Fähig­kei­ten der neu­en F-35-Tarn­kap­pen­flug­zeu­ge gelan­gen könn­te. Die Tür­kei ist Part­ner beim Bau der F-35 und soll meh­re­re Jets erhal­ten. Die USA dro­hen der Tür­kei mit Sank­tio­nen, soll­te das Geschäft mit Russ­land zustan­de­kom­men.

Ein Kom­pro­miss wird immer unwahr­schein­li­cher. Die US-Regie­rung erklär­te auf die Anfra­ge des Nach­rich­ten­por­tals Al-Moni­tor, dass die Beden­ken der US-Regie­rung gegen eine Sta­tio­nie­rung von S-400-Sys­te­men in der Tür­kei nicht aus­ge­räumt wer­den kön­nen. Auch der US-Spre­cher für natio­na­le Sicher­heit argu­men­tier­te in die­sel­be Rich­tung. Das wider­spricht vor­he­ri­gen Medi­en­be­rich­ten, denen zufol­ge US-Prä­si­dent Trump der Bil­dung einer Arbeits­grup­pe bestehend aus Ver­tre­tern der Tür­kei und der USA zuge­stimmt hat­te, um eine Eini­gung zu ermög­li­chen. Statt­des­sen wird, kom­men­tiert Al-Moni­tor, die US-Regie­rung wei­ter dahin wir­ken, die Tür­kei zur Auf­ga­be des Waf­fen­an­kaufs aus Russ­land zu über­zeu­gen.

Die S-400-Anla­gen sol­len Kampf­flug­zeu­ge und Rake­ten im Luft­raum ver­nich­ten. Die Tür­kei soll ihre vier Divi­sio­nen für einen Gesamt­preis von 2,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (2,23 Mil­li­ar­den Euro) im Som­mer erhal­ten. Eine Divi­si­on hat zwölf Start­an­la­gen mit je vier Rake­ten.

Mehr zum The­ma — Tür­ki­scher Außen­mi­nis­ter : Anka­ra akzep­tiert Lie­fe­rung der rus­si­schen S-400-Sys­te­me

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten US-Sank­tio­nen auf­grund des Falls eines in der Tür­kei fest­ge­hal­te­nen ame­ri­ka­ni­schen Pas­tors einen dra­ma­ti­schen Ein­bruch der Lira aus­ge­löst. Zu Span­nun­gen zwi­schen bei­den Län­dern füh­ren auch die Inhaf­tie­rung ande­rer US-Ame­ri­ka­ner in der Tür­kei wegen Ter­ror­vor­wür­fen sowie gegen­sätz­li­che Posi­tio­nen im Syri­en-Kon­flikt.

(dpa/rt deutsch)

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Beben der Stärke 8,0 in Peru : Die Erde wackelt auch in Ecuador, Kolumbien und Brasilien


Ein star­kes Erd­be­ben hat den Nor­den von Peru erschüt­tert. Die US-Erd­be­ben­war­te USGS gab die Stär­ke des Bebens vom Sonn­tag mit 8,0 an. Der Aus­gangs­punkt habe 75 Kilo­me­ter süd­öst­lich der perua­ni­schen Ort­schaft Lagu­nas in der Regi­on Lore­to in einer Tie­fe von etwa 110 Kilo­me­tern gele­gen.

Die perua­ni­sche Erd­be­ben­war­te IGP gab die Stär­ke des Bebens um 2:41 Uhr (Orts­zeit) mit 7,5 und die Tie­fe mit 141 Kilo­me­tern an.

Man konn­te nicht lau­fen, weil das Beben so stark war”, sag­te der Bezirks­bür­ger­meis­ter Arri Pezo Mura­ya­ri im Radio­sen­der RPP.

Das star­ke Beben am frü­hen Mor­gen war in ver­schie­de­nen Regio­nen des Lan­des zu spü­ren. Wir über­prü­fen nun die betrof­fe­nen Gebie­te. Wir bit­ten die Bür­ger dar­um, Ruhe zu bewah­ren”, schrieb Perus Prä­si­dent Mar­tín Viz­car­ra auf Twit­ter.

In der Ort­schaft Yurima­gu­as wur­den nach Anga­ben der Feu­er­wehr meh­re­re Häu­ser beschä­digt. In meh­re­ren Dör­fern fiel zudem der Strom aus.

Bis­lang wur­de von sechs Ver­letz­ten und 18 zer­stör­ten Gebäu­den berich­tet. Berich­te über Tote lagen zunächst nicht vor. 27 Gebäu­de wur­den teil­wei­se beschä­digt. 

Der hef­ti­ge Erd­stoß war auch in ande­ren süd­ame­ri­ka­ni­schen Län­dern zu spü­ren. Die Erde wackel­te auch in Kolum­bi­en und Bra­si­li­en. Im ecua­do­ria­ni­schen Kan­ton Síg­sig in der Pro­vinz Azu­ay lös­te das Beben Erd­rut­sche aus. Es mach­te sich auch in Gua­ya­quil bemerk­bar.

Augen­zeu­gen ver­öf­fent­lich­ten in sozia­len Netz­wer­ken zahl­rei­che Vide­os, die die Natur­ge­walt regis­trier­ten. Eini­ge Men­schen wur­den vom Beben mit­ten in einem Kon­zert oder zu Hau­se erwischt.

Anfang März hat­te ein Erd­be­ben der Stär­ke 7,0 den Süden des süd­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des erschüt­tert. Das Beben ereig­ne­te sich damals in einer Tie­fe von 270 Kilo­me­tern. Dabei wur­den nach Anga­ben des Kata­stro­phen­diens­tes Inde­ci weder Opfer noch Schä­den ver­zeich­net.

In Peru kommt es immer wie­der zu star­ken Erd­be­ben, weil in der Regi­on ver­schie­de­ne Plat­ten der Erd­krus­te auf­ein­an­der­tref­fen. Das Land liegt an dem soge­nann­ten Pazi­fi­schen Feu­er­ring, der an der gesam­ten West­küs­te des ame­ri­ka­ni­schen Dop­pel­kon­ti­nents ent­lang­läuft. (dpa/RT)

Mehr zum The­ma — Ita­li­en : Vom Ätna aus­ge­lös­tes Erd­be­ben trifft Sizi­li­en, min­des­tens 28 Ver­letz­te

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Mit „Poroschenko“ dreimal gesprochen – auch Kosovos Premier fällt auf russische Veräppelung herein


Die rus­si­schen Pran­ker Wowan und Lexus (Wla­di­mir Kus­net­sow und Ale­xey Sto­ly­arov) haben „im Namen“ des frü­he­ren ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Petro Poro­schen­ko mit dem Pre­mier­mi­nis­ter der selbst­er­nann­ten Repu­blik Koso­vo, Ramush Hara­di­naj, drei­mal gespro­chen – die Tele­fo­na­te fan­den kurz vor den Wah­len in der Ukrai­ne statt.
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Gelbwesten bald auch in Schweden ? Widerstand gegen zu hohe Benzinpreise wächst


Die Face­book-Grup­pe “Ben­sinup­pro­ret 2,0″ wur­de am 10. April von einer Schwe­din namens Jan­ne Berg­lund aus der Stadt Borås gegrün­det. Nach nur einem Monat hat­te die Grup­pe fast 200.000, jetzt sind es bei­na­he schon 300.000 Mit­glie­der. Hier las­sen Schwe­den ihrem Frust gegen die wach­sen­den Sprit­prei­se frei­en Lauf. Gegen­über den SVT-Nach­rich­ten sag­te Peder Blohm Boken­hielm, der die Bewe­gung gemein­sam mit sei­ner Frau vor­an­treibt : 

Das ist ein Pul­ver­fass, das nur dar­auf war­tet zu explo­die­ren. 

Sei­ne Frau Ange­li­na Boken­hielm ist Kran­ken­schwes­ter, er ist seit län­ge­rem krank­ge­schrie­ben. Der Besitz eines Autos wird sei­ner Mei­nung nach – ange­sichts der Poli­tik der Grü­nen in Schwe­den – zu einer Klas­sen­fra­ge. Es gäbe kei­ne ver­gleich­ba­re Platt­form, auf der sich Per­so­nen unter­schied­lichs­ter Her­kunft, Geschlecht, Reli­gi­on und poli­ti­scher Ori­en­tie­rung so einig sei­en. Der Liter Ben­zin kos­tet der­zeit in Schwe­den 16 SEK (1,48 Euro), bald wer­den es 17 SEK (1,57 Euro) sein.

Die 16-Jäh­ri­ge Gre­ta Thun­berg wur­de zum Sinn­bild einer Kli­ma­pro­test­be­we­gung, die für alle Ver­brau­cher eine CO2-Emis­si­ons­steu­er for­dert. 

Vie­le der­je­ni­gen, die sich der Bewe­gung gegen die zu hohen Sprit­prei­se ange­schlos­sen haben, sind allein­er­zie­hen­de Frau­en, für die sich sol­che Mehr­kos­ten beson­ders nega­tiv bemerk­bar machen wer­den.

Die schwe­di­sche Finanz­mi­nis­te­rin Mag­da­le­na Anders­son, muss­te ein­räu­men : 

Es ist klar, dass die (Sprit­prei­se) hoch sind.

Die Lösung sei, sich eben weni­ger von fos­si­len Brenn­stof­fen abhän­gig zu machen. Es sei auch wich­tig, sich des­sen bewusst zu sein, dass die Ölprei­se ja welt­weit gestie­gen sind. Schuld sei­en hier­für die Ent­wick­lun­gen in Liby­en, Vene­zue­la und die Reak­tio­nen der OPEC dar­auf. Die Mehr­kos­ten lägen nicht an den Steu­ern, son­dern dar­an, dass die Prei­se für Ben­zin all­ge­mein gestie­gen sind.

Dem wider­spricht die­se Gra­fik, die ein Twit­ter-Nut­zer teil­te : 

Dem­nach tra­gen zum Ben­zin­preis 64 Pro­zent Steu­ern bei. Die Anti-Ein­wan­de­rungs­par­tei der Schwe­den­de­mo­kra­ten griff das The­ma auf und sprach den Mit­glie­dern der Bewe­gung ihre Unter­stüt­zung aus. 

Aber es soll­te nie zu einer Klas­sen­fra­ge wer­den, ob man sich ein Auto leis­ten kann oder nicht. In wei­ten Tei­len Schwe­dens sei­en die Men­schen schließ­lich auf ein Auto ange­wie­sen, um ihren Arbeits­platz zu errei­chen. 

Im Inter­view mit SVT sag­te Peder Boken­hielm, es gin­ge ihnen dar­um, Gehör zu fin­den. Sie woll­ten aber unter kei­nen Umstän­den “Cha­os auf den Stra­ßen” wie in Frank­reich durch die Pro­tes­te der Gelb­wes­ten. Und den­noch : Bis­lang erlaub­te die schwe­di­sche Poli­zei Demons­tra­tio­nen ohne­hin nicht. Das Ziel der Grup­pe sei es, von der Poli­tik gehört zu wer­den. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten hät­ten vor fünf Jah­ren – als sie an die Macht kamen – ver­spro­chen, die Ben­zin­steu­ern nicht zu ändern. Seit­her aber stei­gen die Prei­se den­noch.

Die geplan­ten Pro­tes­te sol­len fried­lich sein. Peder Boken­hielm ver­sucht, die erhitz­ten Gemü­ter der Mit­glie­der sei­ner Face­book-Grup­pe zu beru­hi­gen. 

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Geht auch ohne Nase : Britische Forscher finden Kokain in allen getesteten Garnelenarten


Für ihre Stu­die sam­mel­ten die bri­ti­schen Wis­sen­schaft­ler im Juli 2018 Gar­ne­len­pro­ben von ins­ge­samt 15 Stand­or­ten in fünf Fluss­ge­bie­ten in der Graf­schaft Suf­folk an der Ost­küs­te Eng­lands. Dazu gehör­ten die Ort­schaf­ten Gip­ping, Alde, Deben, Stour und Wave­ney. Jene Stu­die wur­de in der Zeit­schrift Envi­ron­ment Inter­na­tio­nal ver­öf­fent­licht.

Die am häu­figs­ten gefun­de­ne Sub­stanz war Koka­in. Eben­so wie das betäu­ben­de Lido­ka­in. Dies wird nach Anga­ben der For­scher häu­fig von Dro­gen­dea­lern genutzt, um das Koka­in in gro­ßen Men­gen zu ver­pa­cken. Die Wis­sen­schaft­ler gehen davon aus, dass das Koka­in aus der Kana­li­sa­ti­on in das Was­ser gelangt sein könn­te.

Auch in Groß­bri­tan­ni­en ver­bo­te­ne Pes­ti­zi­de wur­den ent­deckt, dar­un­ter Fenuron. Ket­amin, das als Par­ty­dro­ge ver­wen­de­te Beru­hi­gungs­mit­tel für Tie­re, wur­de eben­so iden­ti­fi­ziert wie das Opio­id Tra­ma­dol sowie ein Anti­de­pres­si­vum. Dr. Leon Bar­ron, Seniordo­zent für foren­si­sche Wis­sen­schaf­ten am King’s Col­le­ge Lon­don und Mit­au­tor der Stu­die, sag­te : “Ein so regel­mä­ßi­ges Auf­tre­ten von ille­ga­len Dro­gen in der Tier­welt war über­ra­schend.”

Das Team hät­te erwar­ten kön­nen, dass es Dro­gen in städ­ti­schen Gebie­ten wie der bri­ti­schen Haupt­stadt Lon­don fin­det, sag­te er, aber nicht in länd­li­chen Gebie­ten. Die Iden­ti­fi­zie­rung der Quel­le ver­bo­te­ner Pes­ti­zi­de bleibt unklar und stellt eine Her­aus­for­de­rung für Exper­ten dar, ergänz­te er. Dr. Tho­mas Mil­ler, Haupt­au­tor der Stu­die am King’s Col­le­ge Lon­don, erklär­te : “Obwohl die Kon­zen­tra­tio­nen gering waren, konn­ten wir Ver­bin­dun­gen iden­ti­fi­zie­ren, die für die Umwelt und vor allem für die Tier­welt von Bedeu­tung sein könn­ten und ein Risi­ko dar­stel­len.”

Der Pro­fes­sor und Co-Autor der Stu­die, Nic Bury von der Uni­ver­si­ty of Suf­folk, sag­te : “Ob das Vor­han­den­sein von Koka­in in Was­ser­tie­ren ein Pro­blem für Suf­folk ist oder ob es sich um ein weit ver­brei­te­tes Vor­kom­men im Ver­ei­nig­ten König­reich und im Aus­land han­delt, muss in wei­te­ren Unter­su­chun­gen geklärt wer­den.”

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AfD plant „1. Konferenz der freien Medien” – Auch Ex-Trump-Berater eingeladen


Die AfD ver­an­stal­tet nach einem Bericht des Maga­zins „Spie­gel“ die „1. Kon­fe­renz der frei­en Medi­en” im Bun­des­tag. Auch der ehe­ma­li­ge Chef­stra­te­ge von US-Prä­si­dent Donald Trump, Ste­ve Ban­non, soll auf der Gäs­te­lis­te ste­hen.
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Nun auch ohne “Europäische Union”: Briten erhalten neue Reisepässe trotz Brexit-Verzögerung


Auf die Neue­rung wur­de die Twit­ter-Nut­ze­rin Susan Hind­le Baro­ne auf­merk­sam. Am Frei­tag hol­te die Frau ihren neu­en Rei­se­pass ab und teil­te ein Foto, auf dem das alte und das neue Doku­ment neben­ein­an­der zu sehen waren. Die Bri­tin wand­te sich dabei an den zustän­di­gen Dienst des Innen­mi­nis­te­ri­ums mit der Fra­ge : “Wir sind noch in der EU. War­um macht mein neu­er Pass das nicht erkenn­bar?”

Wie die Zei­tung The Inde­pen­dent berich­te­te, hat­ten die bri­ti­schen Behör­den das neue Pass­de­sign beschlos­sen, als der Bre­x­it noch für den 29. März geplant gewe­sen war. Nach dem Beschluss muss­te die Über­schrift “Euro­päi­sche Uni­on” seit dem 30. März all­mäh­lich von den Deck­blät­tern der Päs­se ver­schwin­den. 

Für die bri­ti­schen Bür­ger wird es aber kei­nen Unter­schied machen, ob sie einen Pass mit den Wör­tern ‘Euro­päi­sche Uni­on’ oder einen Pass ohne nut­zen. Bei­de Doku­men­te sind glei­cher­ma­ßen rei­se­taug­lich”, hieß es.

Das Innen­mi­nis­te­ri­um gab aller­dings bekannt, dass man­che Bür­ger eine Zeit lang auch Rei­se­päs­se mit dem alten Design aus­ge­hän­digt bekä­men – solan­ge die­se noch auf Lager sei­en. Eine Wahl­op­ti­on zwi­schen den bei­den Deck­blät­tern gebe es aber nicht.

Bis­lang ist vor­ge­se­hen, dass Groß­bri­tan­ni­en die EU am 12. April ver­lässt – also am kom­men­den Frei­tag. Um einen chao­ti­schen Bruch mit unab­seh­ba­ren Fol­gen zu ver­mei­den, hat Pre­mier­mi­nis­te­rin May in einem Schrei­ben an EU-Rats­chef Donald Tusk um Auf­schub bis zum 30. Juni gebe­ten.

Mehr zum The­ma — Should I stay or should I go : May bit­tet um Auf­schub des EU-Aus­tritts

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