Nordsyrien : Türkei beginnt Bodenoffensive gegen Kurdenmiliz


Die Tür­kei hat nach Luft­an­grif­fen und Artil­le­rie­feu­er gegen kur­di­sche Mili­zen in Nord­sy­ri­en nun auch mit einer Boden­of­fen­si­ve begon­nen. Das bestä­tig­te das tür­ki­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Anka­ra am spä­ten Mitt­woch­abend über Twit­ter.

Unse­re hel­den­haf­ten tür­ki­schen Streit­kräf­te und die Natio­na­le Syri­sche Armee haben im Rah­men der Ope­ra­ti­on Frie­dens­quel­le ihre Boden­of­fen­si­ve im Osten des (Flus­ses) Euphrat begon­nen”, hieß es im Text.

Mit der Natio­na­len Syri­schen Armee sind von der Tür­kei unter­stütz­te syri­sche Rebel­len gemeint (Tur­kish-backed Free Syri­an Army, TFSA). Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdo­gan hat­te den Start des lan­ge geplan­ten Mili­tär­ein­sat­zes am Mitt­woch­nach­mit­tag per Twit­ter bekannt­ge­ge­ben.

Ziel der Offen­si­ve ist die kur­di­sche YPG-Miliz, die auf syri­scher Sei­te der Gren­ze ein gro­ßes Gebiet kon­trol­liert. Die Tür­kei sieht in ihr einen Able­ger der ver­bo­te­nen kur­di­schen Arbei­ter­par­tei PKK und damit eine Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on.

Unser Ziel ist, den Ter­ror­kor­ri­dor, den man an unse­rer süd­li­chen Gren­ze auf­bau­en will, zu zer­stö­ren und Frie­den und Ruhe in die Regi­on zu brin­gen,” so Erdo­gan auf Twit­ter.

Am Nach­mit­tag und Abend waren die tür­ki­schen Streit­kräf­te mit Luft­an­grif­fen und Artil­le­rie­feu­er zunächst vor allem an zwei Stand­or­ten vor­ge­gan­gen : Tall Abjad und Ras al-Ain. Ras al-Ain liegt gegen­über dem tür­ki­schen Ort Ceylan­pi­nar in der süd­ost­tür­ki­schen Pro­vinz San­li­ur­fa. Die Offen­si­ve lös­te inter­na­tio­nal schar­fe Kri­tik aus. Sena­to­ren im US-Kon­gress berei­te­ten eine par­tei­über­grei­fen­de Reso­lu­ti­on für Sank­tio­nen gegen die Tür­kei vor. 

Mehr zum The­ma — Live von der tür­kisch-syri­schen Gren­ze nach Bekannt­ga­be der tür­ki­schen Inva­si­on

Mel­dun­gen über Tote und Flücht­lin­ge

In den ers­ten Stun­den nach Beginn des tür­ki­schen Angriffs auf die Kur­den im Nor­den Syri­ens sind nach Berich­ten von Akti­vis­ten meh­re­re Men­schen getö­tet wor­den. Zahl­rei­che Zivi­lis­ten aus den Städ­ten und Dör­fern der Regi­on bega­ben sich auf die Flucht. Laut kur­di­schen Behör­den hät­ten die ers­ten Luft­an­grif­fe bereits zu zivi­len Ver­lus­ten geführt. Die pro­kur­di­schen Medi­en­ak­ti­vis­ten des Roja­va Infor­ma­ti­ons­zen­trums mel­de­ten fünf getö­te­te Zivi­lis­ten und berie­fen sich dabei auf kur­di­sche Sicher­heits­kräf­te.

Nach dem Beginn des tür­ki­schen Angriffs auf Syri­en haben die von Kur­den ange­führ­ten Syri­schen Demo­kra­ti­schen Kräf­te (SDF) alle Ope­ra­tio­nen gegen die IS-Ter­ror­mi­liz gestoppt. Die SDF-Trup­pen kon­zen­trier­ten sich nun dar­auf, sich der tür­ki­schen Offen­si­ve ent­ge­gen­zu­stel­len, hieß es am Mitt­woch aus kur­di­schen Sicher­heits­krei­sen in Syri­en.

Geschos­se aus Syri­en lan­de­ten in Tür­kei

Nach dem Start der tür­ki­schen Mili­tär­of­fen­si­ve gegen die Kur­den­mi­liz YPG in Nord­sy­ri­en waren nach tür­ki­schen Medi­en­be­rich­ten meh­re­re Geschos­se in der Tür­kei ein­ge­schla­gen. Zwei Mör­ser­gra­na­ten sei­en aus der von der YPG kon­trol­lier­ten Stadt Ras al-Ain in Nord­sy­ri­en abge­feu­ert wor­den und im Zen­trum des tür­ki­schen Grenz­be­zirks Ceylan­pi­nar ein­ge­schla­gen, berich­te­te die staat­li­che Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu am Mitt­woch.

Aus der wei­ter im Nord­os­ten Syri­ens gele­ge­nen Stadt Kamisch­li sei­en sechs Rake­ten abge­feu­ert wor­den. Sie sei­en im Zen­trum des tür­ki­schen Grenz­be­zirks Nusay­bin ein­ge­schla­gen. Ver­letz­te gebe es nicht.

Kamisch­li liegt im Nord­os­ten Syri­ens und außer­halb der Regi­on, auf die die Tür­kei ihre Offen­si­ve zur­zeit zu fokus­sie­ren scheint. Das tür­ki­sche Mili­tär hat­te den Ein­satz gegen die YPG am Mitt­woch­nach­mit­tag mit Luft­an­grif­fen auf die Grenz­stadt Tall Abjad und Ras al-Ain begon­nen. Die bei­den syri­schen Städ­te lie­gen rund 120 Kilo­me­ter aus­ein­an­der.

Das Gou­ver­neurs­amt der Pro­vinz San­li­ur­fa teil­te mit, an der Gren­ze sei auf tür­ki­scher Sei­te eine mili­tä­ri­sche Sperr­zo­ne ein­ge­rich­tet wor­den, um die Sicher­heit der Bevöl­ke­rung zu gewähr­leis­ten.

Mehr zum The­ma — Tür­kei kün­digt Ein­marsch in Syri­en an – Ers­te Berich­te über Grenz­über­que­rung tür­ki­scher Trup­pen

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Erdogan gibt bekannt : Türkei beginnt Militäroffensive gegen Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien


Mehr zum The­ma — Tür­kei kün­digt Ein­marsch in Syri­en an — Ers­te Berich­te über Grenz­über­que­rung tür­ki­scher Trup­pen

Die Tür­kei hat ihre ange­kün­dig­te Offen­si­ve in Nord­sy­ri­en begon­nen. Das gab der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan bekannt. Die tür­ki­schen Streit­kräf­te hät­ten die Ope­ra­ti­on gemein­sam mit pro-tür­ki­schen Rebel­len gestar­tet, schrieb er am Mitt­woch auf Twit­ter :

#Ope­ra­ti­on­Peace­Spring [Früh­ling des Frie­dens] wird die Ter­ror­dro­hun­gen gegen die Tür­kei neu­tra­li­sie­ren und zur Ein­rich­tung einer Sicher­heits­zo­ne füh­ren, die die Rück­kehr syri­scher Flücht­lin­ge in ihre Hei­mat erleich­tert.

Wir wer­den die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät Syri­ens bewah­ren und die loka­len Gemein­schaf­ten von Ter­ro­ris­ten befrei­en.

Erdoğans Spre­cher, Fah­ret­tin Altun, hat­te zuvor in einem in der Nacht auf Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten Mei­nungs­bei­trag in der Washing­ton Post erklärt :

Das tür­ki­sche Mili­tär, zusam­men mit der Frei­en Syri­schen Armee, wird die tür­kisch-syri­sche Gren­ze in Kür­ze über­que­ren.

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Es muss nicht immer eine Schultüte sein : In Russland beginnt ein neues Schuljahr


Am 1. Sep­tem­ber beginnt in Russ­land das neue Schul­jahr – am Tag des Wis­sens. Der 1. Sep­tem­ber ist seit Sowjet­zei­ten ein offi­zi­el­ler Fei­er­tag mit sei­nen Tra­di­tio­nen. Wann wird der Schul­an­fang in ande­ren Län­dern gefei­ert ? Ein kur­zer Über­blick in fol­gen­dem Video­clip.

Mehr zum The­ma — CDU-Poli­ti­ker for­dert spä­te­re Ein­schu­lung für Kin­der ohne aus­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se

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Auf drei Meeren : Türkei beginnt großes Militärmanöver “Seewolf”


Nach Anga­ben der staat­li­chen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu soll die Mari­ne­übung bis zum 25. Mai andau­ern. Laut dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um sind 25.900 Per­so­nen, 131 Kriegs­schif­fe, 57 Flug­zeu­ge, 33 Heli­ko­pter sowie Droh­nen im Ein­satz.

Bereits im Febru­ar hat­te die Tür­kei eine mehr­tä­gi­ge Mili­tär­übung durch­ge­führt, um die Koope­ra­ti­on von Heer, Luft­waf­fe und Mari­ne im Ernst­fall zu tes­ten.

Span­nun­gen wegen Gas­boh­run­gen west­lich der Mit­tel­meer­in­sel Zypern

In Grie­chen­land und der Repu­blik Zypern betrach­tet man die umfang­rei­chen Manö­ver kri­tisch. Zwi­schen der Tür­kei und Grie­chen­land gibt es bereits seit Jahr­zehn­ten Streit um Hoheits­rech­te in der Ägä­is. Zudem gibt es Span­nun­gen zwi­schen Anka­ra auf der einen und der Repu­blik Zypern und Grie­chen­land auf der ande­ren Sei­te wegen Gas­boh­run­gen. Seit Anfang Mai unter­nimmt ein tür­ki­sches Schiff auf der Suche nach Erd­gas Pro­be­boh­run­gen west­lich der Mit­tel­meer­in­sel Zypern. Niko­sia hat die­se nicht geneh­migt. Die zur EU gehö­ren­de Repu­blik Zypern hat­te gegen die Besat­zung des Schif­fes inter­na­tio­na­le Haft­be­feh­le ver­an­lasst. Auch von der EU, den USA und Isra­el kam Kri­tik.

Das US-Außen­mi­nis­te­ri­um hat­te mit­ge­teilt, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten sei­en tief besorgt über die Absicht der Tür­kei, Boh­run­gen in Gewäs­sern vor­zu­neh­men, die Zypern für sich bean­spru­che. Die EU-Außen­be­auf­trag­te Fede­ri­ca Mog­heri­ni appel­lier­te an die Tür­kei, man möge sich zurück­hal­ten.

Mehr zum The­ma — Reiz­the­men bei Tref­fen zwi­schen Erdoğan und Stol­ten­berg

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RT lädt ein : Diesjähriger Journalismus-Wettbewerb zu Ehren von Khaled Alkhateb beginnt


Die Prä­mie­run­gen für den bes­ten Bei­trag aus einem Kon­flikt­ge­biet wer­den in drei Kate­go­ri­en ver­ge­ben : Lan­ges Video, Kurz­film und Text. Die Gewin­ner der Kha­led Alk­hateb Inter­na­tio­nal Memo­ri­al Awards 2019 sol­len am 30. Juli gekürt wer­den – dem Todes­tag des damals 25-jäh­ri­gen Jour­na­lis­ten. Alk­hateb arbei­te­te mit der ara­bi­schen RT-Redak­ti­on zusam­men und ist im Jahr 2017 bei einem Beschuss durch Ter­ro­ris­ten im syri­schen Gou­ver­ne­ment Homs ums Leben gekom­men ist. Bewer­bun­gen kön­nen über die Web­sei­te des Ver­an­stal­ters ein­ge­reicht wer­den. 

Mehr zum The­ma — RT-Award für Kriegs­be­richt­erstat­tung : Arbei­ten über Syri­en, Irak und Phil­ip­pi­nen aus­ge­zeich­net

In sei­nen Repor­ta­gen berich­te­te Kha­led Alk­hateb über Gefech­te zwi­schen der Syri­schen Regie­rungs­ar­mee und Ter­ro­ris­ten. Im Jahr 2018 zeich­ne­te Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin den Repor­ter mit der Tap­fer­keits­me­dail­le post­hum aus. Sie wur­de der Fami­lie von Kha­led Alk­hateb auf der Ver­lei­hungs­ze­re­mo­nie des ers­ten Wett­be­werbs zu sei­nen Ehren über­reicht. Dar­an nah­men Jour­na­lis­ten aus über 20 Län­dern mit Bei­trä­gen in zehn Spra­chen teil. Die Gewin­ner waren zwei Jour­na­lis­ten aus dem Irak und Irland, die die Situa­ti­on im Irak und in Syri­en nach der Ver­trei­bung von IS-Kämp­fern beleuch­te­ten. Eine Repor­te­rin aus Sin­ga­pur bekam den Preis für ihren Bei­trag über die von Ter­ro­ris­ten ein­ge­nom­me­ne Stadt Mara­wi im Süden der Phil­ip­pi­nen. Der Jury gehör­ten ange­se­he­ne aus­län­di­sche und rus­si­sche Jour­na­lis­ten an, unter ihnen Ira­da Sein­a­lo­wa und Jew­ge­ni Pod­dub­ny.

Mehr zum The­ma — Nach­ruf zum getö­te­ten RT-Mit­ar­bei­ter in Syri­en

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Volksbegehren zur Enteignung von Wohnungskonzernen beginnt


Das seit län­ge­rem dis­ku­tier­te Ber­li­ner Volks­be­geh­ren zur Ent­eig­nung von Woh­nungs­kon­zer­nen hat am Sams­tag begon­nen. Seit Mit­ter­nacht dür­fen die Initia­to­ren Unter­schrif­ten sam­meln. Schon vom Mor­gen an woll­ten Unter­stüt­zer auch mit Lis­ten zum Unter­schrei­ben in der Stadt unter­wegs sein, hat­te ein Spre­cher der Initia­ti­ve ange­kün­digt.
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Noch viele offene Fragen : Prozess um tödliche Messerattacke von Chemnitz beginnt


An das Ver­bre­chen in Chem­nitz erin­nert eine graue Metall­plat­te, die am Tat­ort in den Geh­weg ein­ge­las­sen wur­de. Neben dem Namen Dani­el H. ist der 26. August 2018 ein­gra­viert, jenes Datum an dem der damals 35-Jäh­ri­ge durch Mes­ser­sti­che starb. Vom heu­ti­gen Mon­tag an muss sich einer der mut­maß­li­chen Täter in Dres­den vor Gericht ver­ant­wor­ten. Der Mann aus Syri­en ist vor dem Land­ge­richt Chem­nitz unter ande­rem wegen Tot­schlags ange­klagt.

Dem Asyl­be­wer­ber Alaa S. wird vor­ge­wor­fen, gemein­sam mit einem flüch­ti­gen Ira­ker am Ran­de des Stadt­fes­tes in Chem­nitz den Deut­schen ersto­chen zu haben. Außer­dem sol­len sie zwei wei­te­re Män­ner zum Teil schwer ver­letzt haben. Der Beschul­dig­te bestrei­tet die Taten.

Aus Sicher­heits­grün­den fin­det der Pro­zess in Dres­den statt 

Die Empö­rung vie­ler Bür­ger über die Gewalt­tat wird von Rech­ten genutzt, um die Stim­mung gegen Migran­ten anzu­hei­zen. In der Stadt kommt es zu frem­den­feind­li­chen Über­grif­fen, rech­ten Demons­tra­tio­nen mit zahl­rei­chen Straf­ta­ten wie dem Zei­gen des Hit­ler­gru­ßes sowie Anschlä­gen auf aus­län­di­sche Restau­rants.

Aus Grün­den der Sicher­heit und wegen des gro­ßen öffent­li­chen Inter­es­ses fin­det das Ver­fah­ren des Land­ge­rich­tes Chem­nitz in einem vom Ober­lan­des­ge­richt Dres­den genutz­ten Gebäu­de statt. Der Sicher­heits­saal war mit Mil­lio­nen-Auf­wand für den Pro­zess gegen die rechts­ex­tre­me Ter­ror-Ver­ei­ni­gung “Grup­pe Frei­tal” umge­baut wor­den. Publi­kum und Pro­zess­be­tei­lig­te sind durch eine Glas­schei­be getrennt.

Im Vor­feld war die Ver­tei­di­gung des Ange­klag­ten vor dem Bun­des­ge­richts­hof in Karls­ru­he mit dem Antrag geschei­tert, den Pro­zess außer­halb von Sach­sen, Thü­rin­gen und Bran­den­burg durch­zu­füh­ren. Zuletzt hat­te auch das Ober­lan­des­ge­richt Dres­den es abge­lehnt, das Ver­fah­ren dem Land­ge­richt Leip­zig zu über­tra­gen.

Noch zahl­rei­che offe­ne Fra­gen müs­sen geklärt wer­den

Für den Pro­zess sind bis zum 29. Okto­ber ins­ge­samt 24 Ver­hand­lungs­ta­ge ange­setzt. Dabei soll geklärt wer­den, war­um Dani­el H. starb. Auch wird es dar­um gehen, noch wei­te­re offe­ne Fra­gen zu klä­ren. So ist der Tat­her­gang noch immer in wei­ten Tei­len unklar. War­um kam es zum Streit zwi­schen Opfer und Tätern ? Ging es, wie eini­ge Medi­en jüngst berich­te­ten, um Dro­gen ?

Trotz umfang­rei­cher Ermitt­lun­gen der Kri­mi­nal­po­li­zei Chem­nitz liegt das Vor­ge­sche­hen der Tötungs­hand­lung, das Motiv, der Tat­ab­lauf und die per­sön­li­che Tat­be­tei­li­gung wei­ter­hin völ­lig im Dun­keln”, sag­te Ver­tei­di­ger Oli­ver Mar­son.

Einig sind sich Ver­tei­di­gung und Staats­an­walt­schaft, dass es weder um sexu­el­le noch um poli­ti­sche oder ras­sis­ti­sche Moti­ve ging.

Ein wei­te­rer Ira­ker, der zunächst als Tat­ver­däch­ti­ger in Unter­su­chungs­haft war, ist seit dem 18. Sep­tem­ber wie­der auf frei­em Fuß. Der Haft­be­fehl war auf­ge­ho­ben wor­den, weil kein drin­gen­der Tat­ver­dacht mehr bestan­den hat­te. Im Janu­ar hat die Staats­an­walt­schaft Chem­nitz die Ermitt­lun­gen gegen den Mann kom­plett ein­ge­stellt. Des­sen Anwalt Ulrich Dost-Roxin stell­te inzwi­schen Straf­an­zei­ge gegen einen Rich­ter und einen Staats­an­walt. Es gehe um den Ver­dacht der Rechts­beu­gung und Frei­heits­be­rau­bung, teil­te der Rechts­an­walt mit. Die Gene­ral­staats­an­walt in Dres­den hat den Ein­gang der Anzei­ge bestä­tigt.

(dpa/rt deutsch)

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Türkei beginnt großangelegte Marineübung


Die Übung mit dem Namen “Blau­es Vater­land” soll bis zum 8. März dau­ern. Damit soll nach Anga­ben der staat­li­chen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu unter ande­rem die Koope­ra­ti­on von Heer, Luft­waf­fe und Mari­ne im Ernst­fall getes­tet wer­den.

Das Nach­bar­land Grie­chen­land sieht die Übung kri­tisch. Die bei­den Staa­ten strei­ten sich seit Jahr­zehn­ten um Hoheits­rech­te in der Ägä­is. Zudem gibt es immer wie­der Span­nun­gen mit der Repu­blik Zypern und Grie­chen­land wegen Such­boh­run­gen süd­lich von Zypern. In der Regi­on wer­den rei­che Erd­gas-Vor­kom­men ver­mu­tet. Ver­gan­ge­ne Woche hat­te der tür­ki­sche Außen­mi­nis­ter Mev­lüt Cavu­so­glu laut Ana­do­lu gesagt, sein Land wol­le “in den nächs­ten Tagen” mit Boh­run­gen im See­ge­biet in der Nähe Zyperns begin­nen. (dpa)

Mehr zum The­ma — Tür­kei baut Flot­ten­ba­sis an Schwarz­meer-Ost­küs­te – wegen US-Ankün­di­gung, Kriegs­schif­fe zu schi­cken

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Glyphosat-Prozess gegen Bayer-Tochter Monsanto beginnt


Har­de­man macht Mon­s­an­tos Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel Roun­dup für sei­ne Erkran­kung an Lymph­drü­sen­krebs ver­ant­wort­lich. Er wirft dem im ver­gan­ge­nen Jahr von der Lever­ku­se­ner Bay­er AG über­nom­me­nen US-Saat­gu­trie­sen zudem vor, die Risi­ken des Pro­dukts ver­schwie­gen zu haben. Der Kon­zern weist die Anschul­di­gun­gen ener­gisch zurück.

Für Bay­er ist der Rechts­streit bri­sant, denn es han­delt sich um einen “Bell­we­ther Case” genann­ten Mus­ter­fall in einem Mas­sen­ver­fah­ren, der rich­tungs­wei­send für vie­le wei­te­re Kla­ge ist. Ins­ge­samt ist Bay­er mit rund 1.300 US-Klä­gern kon­fron­tiert, Hun­der­te Kla­gen sind bei Rich­ter Vin­ce Chhab­ria im nörd­li­chen Bezirk von San Fran­cis­co gebün­delt.

Nach­dem die Aus­wahl der Jury bereits erfolgt ist, sol­len die Streit­par­tei­en zum Pro­zess­auf­takt ihre eröff­nen­den State­ments abge­ben. Danach steht ein regel­rech­ter Anhö­rungs­ma­ra­thon an — für die nächs­ten vier bis fünf Wochen sind dem Gericht zufol­ge an jedem Wochen­tag außer Don­ners­tag rund sechs­stün­di­ge Ver­hand­lun­gen geplant. (dpa)

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