SPD bekennt sich zur GroKo — Klingbeil macht Fortbestand der Koalition von Union abhängig


Die SPD im Bun­des­tag hat sich nach den Tur­bu­len­zen infol­ge des Rück­tritts von Par­tei- und Frak­ti­ons­chefin Andrea Nah­les zur Gro­ßen Koali­ti­on bekannt. Schon am Frei­tag stün­den im Bun­des­tag wich­ti­ge Gesetz­ent­wür­fe an, sag­te der kom­mis­sa­ri­sche Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Rolf Müt­zenich am Diens­tag in Ber­lin.

Das zeigt, wie ernst­haft und wie kon­zen­triert wir auch wei­ter­hin die­sen Koali­ti­ons­ver­trag bear­bei­ten wer­den.

Uni­ons­frak­ti­ons­chef Brink­haus : Wir sind die letz­te Ach­se, die das Land zusam­men­hält

Zuvor hat­te die Spit­ze der Uni­ons­frak­ti­on den Part­ner SPD dazu auf­ge­ru­fen, wei­ter zur Arbeit in der Koali­ti­on zu ste­hen. Es gebe kei­ne Berech­ti­gung, die­se grund­sätz­lich schlechtzureden.“Diese Gro­Ko ist bes­ser als ihr Ruf”, sag­te der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der CDU Micha­el Gros­se-Brö­mer.

Wie am Vor­tag im Par­tei­vor­stand erklär­te Nah­les am Diens­tag auch in der Bun­des­tags­frak­ti­on ihren Rück­tritt. Die Abge­ord­ne­ten hät­ten sich von ihren Plät­zen erho­ben und ihr zum Abschied Bei­fall gezollt, sag­te der Spre­cher des kon­ser­va­ti­ven See­hei­mer Krei­ses, Johan­nes Kahrs.

Müt­zenich, das dienst­äl­tes­te Vor­stands­mit­glied, über­nahm das Amt kom­mis­sa­risch. Wann ein neu­er Vor­sit­zen­der gewählt wer­de, sei noch unklar, sag­te der Köl­ner Abge­ord­ne­te. Mög­lich wäre dies in der letz­ten Sit­zungs­wo­che vor der Som­mer­pau­se Ende Juni oder wie regu­lär geplant im Sep­tem­ber. Die Sozi­al­de­mo­kra­tie sei immer Trä­ger von Denk­an­stö­ßen gewe­sen, “und das wol­len wir wei­ter­hin sein”, beton­te er.

In der Sit­zung der Uni­ons­frak­ti­on rief deren Vor­sit­zen­der Ralph Brink­haus die eige­nen Rei­hen ange­sichts des SPD-Füh­rungs­cha­os zur Geschlos­sen­heit auf. Die Uni­on müs­se das Land funk­ti­ons­fä­hig und zusam­men hal­ten, sag­te er nach Infor­ma­tio­nen der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Teil­neh­mer zitier­ten ihn mit den Wor­ten : “Wir sind die letz­te Ach­se, die das Land zusam­men­hält”.

SPD-Vize­vor­sit­zen­de Steg­ner : SPD darf die­sen Schritt nicht gehen, nur weil sie die Gro­Ko nicht mehr ertra­gen kann

Der SPD-Vize­vor­sit­zen­de Ralf Steg­ner beschwor sei­ne Par­tei, die Koali­ti­on nicht ein­fach aus Über­druss auf­zu­kün­di­gen. Die SPD dür­fe die­sen Schritt nicht gehen, nur weil sie die Gro­Ko nicht mehr ertra­gen kön­ne, sag­te er der dpa. Wenn etwa die Grund­ren­te nicht kom­me oder kein wirk­sa­mes Kli­ma­schutz­ge­setz, dann kön­ne die Koali­ti­on nicht fort­be­stehen.

Aber wenn man sagt, wir gehen raus, weil wir zu schwach sind oder ein­fach kei­nen Bock mehr haben, wer soll uns dann eigent­lich noch wäh­len ? Dann hät­ten wir ja öffent­lich erklärt, wir sind nicht regie­rungs­fä­hig – das kann es nicht sein”, erklär­te Steg­ner.

SPD-Gene­ral­se­kre­tär Lars Kling­beil hat den Fort­be­stand der gro­ßen Koali­ti­on vom Ver­hal­ten der Uni­on bei anste­hen­den Ent­schei­dun­gen abhän­gig gemacht. Kling­beil sag­te :

Ob die Koali­ti­on die Halb­zeit­bi­lanz über­steht, hängt davon ab, ob die Uni­on bereit ist, die fest­ge­leg­ten und ver­ein­bar­ten Din­ge auch zu lie­fern. An der SPD wird es nicht schei­tern. Der Ball liegt jetzt im Feld der Uni­on.

SPD-Gene­ral­se­kre­tär Kling­beil : Kanz­ler­amt blo­cke das Kli­ma­schutz­ge­setz

Für die SPD ver­wies Kling­beil auf die für den 24. Juni ange­kün­dig­te Vor­stands­sit­zung zur Klä­rung der nächs­ten Schrit­te nach dem Rück­tritt von Par­tei- und Frak­ti­ons­chefin Andrea Nah­les. Dabei wer­de auch fest­ge­legt, wie die Par­tei die Halb­zeit­bi­lanz der Koali­ti­on zie­hen wol­le. Es gehe um die Fra­ge : “Was haben wir erreicht, und was wol­len wir noch errei­chen?” Kling­beil beton­te : “Das Kli­ma­schutz­ge­setz ist für die­ses Jahr ver­ab­re­det, die Grund­ren­te, auch die Abschaf­fung des Soli mit einer Ent­las­tung für 90 Pro­zent der Men­schen.”

Der SPD-Gene­ral­se­kre­tär wei­ter : “Die Koali­ti­on ist nicht in der Kri­se, nur weil die SPD nach einem Per­so­nal­wech­sel eine neue Füh­rung hat – in der Par­tei und in der Frak­ti­on.”

Schwie­rig ist es für die Regie­rung viel­mehr, dass wir bei ver­ein­bar­ten The­men nicht vor­an­kom­men”, sag­te Kling­beil.

Mehr zum The­ma — Nach Nah­les-Rück­tritt : Umfra­gen sehen Gro­Ko im frei­en Fall, Grü­ne im Höhen­flug

Das Kanz­ler­amt blo­ckie­re das Kli­ma­schutz­ge­setz und “beim The­ma Grund­ren­te haben wir eine Ver­kan­tung”. Bei der Inno­va­ti­ons­po­li­tik, den The­men Digi­ta­li­sie­rung und künst­li­che Intel­li­genz erwar­te er mehr Impul­se. “Da hat­te die Kanz­le­rin ja eini­ges ange­kün­digt”, so Kling­beil. Bei die­sen The­men müs­se die Regie­rung vor­an­kom­men. “Sonst wer­den sich Stim­men meh­ren, die sagen : Wie soll das eigent­lich wei­ter­ge­hen?”

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Bombenexplosion in Lyon : Verdächtiger bekennt sich zum IS – Haftbefehl erlassen


Bei einer Explo­si­on im Zen­trum von Lyon am 24. Mai waren 14 Men­schen ver­letzt wor­den. Bis­lang war von 13 Ver­letz­ten die Rede gewe­sen. Der Täter hat­te einen Spreng­satz mit Metall­ku­geln und Schrau­ben vor einer Bäcke­rei-Ket­te in einer Ein­kaufs­stra­ße plat­ziert. Am Mon­tag ver­gan­ge­ner Woche wur­de schließ­lich ein 24-Jäh­ri­ger als Haupt­ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men. Der aus Alge­ri­en stam­men­de Moha­med M. leug­ne­te zunächst die Tat, nach vier Tagen leg­te er ein Geständ­nis ab. Am Frei­tag erließ die Jus­tiz gegen den mut­maß­li­chen Atten­tä­ter Haft­be­fehl.

Dem 24-Jäh­ri­gen wer­de in einem Ermitt­lungs­ver­fah­ren unter ande­rem Mord­ver­such in Ver­bin­dung mit einem ter­ro­ris­ti­schen Vor­ha­ben vor­ge­wor­fen, berich­te­te die Pari­ser Staats­an­walt­schaft am Frei­tag. Bei den Ermitt­lern gab Moha­med M. an, Anhän­ger der Ter­ror­grup­pe Isla­mi­scher Staat (IS) zu sein.

Meh­re­re fran­zö­si­sche Medi­en hat­ten ver­gan­ge­ne Woche berich­tet, Hin­wei­se zu den Ver­bin­dun­gen des jun­gen Man­nes zum IS sei­en auf sei­nem Com­pu­ter gefun­den wor­den. Die Tat habe er seit April geplant. Dazu mach­te die Staats­an­walt­schaft indes kei­ne Anga­ben.

Er kam 2017 mit Tou­ris­ten­vi­sum nach Frank­reich, der­zeit kei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung

Zunächst hieß es, dass es sich bei dem jun­gen Mann um einen Infor­ma­tik-Stu­den­ten gehan­delt habe – spä­ter stell­te sich her­aus, dass er nie eine ent­spre­chen­de Schu­le besucht hat und erfolg­los ein Stu­den­ten­vi­sum bean­tragt hat. 

Nach Anga­ben des Staats­an­walts Rémy Heitz reis­te M. im August 2017 mit einem 90 Tage gül­ti­gen Tou­ris­ten­vi­sum nach Frank­reich. Er habe der­zeit kei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung und kei­ne Beschäf­ti­gung. 

Im Zuge der Ermitt­lun­gen waren ver­gan­ge­ne Woche auch die Eltern und ein Bru­der des Tat­ver­däch­ti­gen fest­ge­nom­men wor­den. Alle Drei kamen am Don­ners­tag wie­der auf frei­en Fuß, wie die Staats­an­walt­schaft mit­teil­te. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt lie­ge nichts Belas­ten­des gegen sie vor.

Die Explo­si­on hat­te Frank­reich kurz vor der EU-Wahl getrof­fen. Im Land wur­den auch Erin­ne­run­gen an den Ter­ror­an­schlag in Straß­burg vom Dezem­ber wach. Der mut­maß­li­che Isla­mist Ché­rif Che­katt hat­te in der Innen­stadt der elsäs­si­schen Metro­po­le das Feu­er eröff­net – es star­ben fünf Men­schen, zudem wur­den zahl­rei­che ver­letzt. Lyon liegt im Süd­os­ten Frank­reichs und ist mit mehr als 515.000 Ein­woh­nern die dritt­größ­te Stadt Frank­reichs nach Paris und Mar­seil­le. Das Land wird seit Jah­ren von einer isla­mis­ti­schen Ter­ror­wel­le erschüt­tert. Dabei wur­den rund 250 Men­schen getö­tet.

Mehr zum The­ma — Frank­reich und der Irak : Ihr behal­tet unse­re Ter­ro­ris­ten – wir lie­fern euch Waf­fen

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Kim bekennt sich zu nuklearer Abrüstung


Aller­dings fehlt in dem Doku­ment zunächst jede zeit­li­che Fest­le­gung. An einer ande­ren Stel­le des Tex­tes heißt es, Kim wer­de im Sin­ne der gemein­sam mit Süd­ko­rea erreich­ten Erklä­rung von Pan­mun­jom auf die ato­ma­re Abrüs­tung “hin­ar­bei­ten”.

Die USA und Nord­ko­rea wol­len wei­ter auf eine “anhal­ten­de und sta­bi­le” Frie­dens­lö­sung für die Korea­ni­sche Halb­in­sel hin­ar­bei­ten. US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo soll bald­mög­lichst mit einem hoch­ran­gi­gen Ver­tre­ter Pjöng­jangs zusam­men­kom­men, um mit der Umset­zung der Gip­fel­er­geb­nis­se zu begin­nen. Die Bezie­hun­gen bei­der Län­der sol­len auf eine neue Basis gestellt wer­den, heißt es in der Erklä­rung. (dpa)

Mehr zum The­ma — His­to­ri­scher Durch­bruch : Trump und Kim unter­zeich­nen Ver­ein­ba­rung

RT Deutsch


Terrormiliz “Islamischer Staat” bekennt sich zu Kirchen-Anschlägen in Indonesien


Die Serie von Anschlä­gen auf christ­li­che Kir­chen hat­te am Sonn­tag nach jüngs­ten Anga­ben min­des­tens zehn Men­schen das Leben gekos­tet. Nach Poli­zei­an­ga­ben gab es in der Groß­stadt Sura­ba­ya zudem mehr als 40 Ver­letz­te. Unter ihnen waren vie­le Gläu­bi­ge, die Sonn­tags­got­tes­diens­te besu­chen woll­ten. Indo­ne­si­ens Geheim­dienst geht davon aus, dass hin­ter den Anschlä­gen tat­säch­lich isla­mis­ti­sche Ter­ro­ris­ten ste­cken. (dpa)

Mehr zum The­ma - Tote bei mut­maß­li­cher Anschlags­se­rie auf Java

RT Deutsch


IS bekennt sich zu vereitelten Anschlägen in Paris und Brüssel ‑Anschläge in Europa aber oft tödlich


Preview Laut einer Mel­dung der dpa bekennt sich der “Isla­mi­sche Staat” zu jüngst geschei­ter­ten Anschlä­gen in Euro­pa. Trotz­dem die Anzahl der Anschlä­ge der Ter­ror­mi­liz in West­eu­ro­pa als rück­läu­fig gel­ten, ende­ten sie aber häu­fi­ger töd­lich. Auch Deutsch­land ist von der Bedro­hung betrof­fen.
RT Deutsch


IS bekennt sich zu Terrorserie im Irak mit fast 40 Toten


Preview Die Ter­ror­mi­liz “Isla­mi­scher Staat” (IS) hat sich zu einer Anschlag­se­rie im Irak mit fast 40 Toten bekannt. Das IS-Sprach­rohr Amak mel­de­te im Inter­net, dass zwei Selbst­mord­at­ten­tä­ter sich am Frei­tag an einem Kon­troll­punkt in der Haupt­stadt Bag­dad in die Luft gesprengt hät­ten. Die Extre­mis­ten über­nah­men außer­dem die Ver­ant­wor­tung für einen Anschlag in der Pro­vinz Bas­ra im Süd­irak.
RT Deutsch


Al-Kaida-nahe Terrorgruppierung bekennt sich zum Terroranschlag in Sankt Petersburger Metro


Preview Die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on „Batail­lon des Imams Scha­mil“ habe Ver­ant­wor­tung für die Explo­si­on in der U‑Bahn in Sankt Peters­burg am 3. April über­nom­men, mel­det SITE Intel­li­gence Group. Die Grup­pie­rung ste­he sei mit dem Ter­ror­netz­werk Al-Kai­da ver­bun­den. Der Anschlag sei auf Befehl des Chefs des Letz­te­ren, Aiman az-Zawa­hi­ri, als Ant­wort auf Russ­lands Hand­lun­gen in Syri­en, Tsche­tsche­ni­en und Liby­en orga­ni­siert wor­den. „Batail­lon des Imams Scha­mil“ habe mit wei­te­ren Angrif­fen gedroht.
RT Deutsch