Gemälde von erschossenem Clanmitglied in Berlin überstrichen


Das Bild ist Geschich­te”, sag­te Liecke der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Er wer­te­te das Über­tün­chen des Graf­fi­tis als kla­re Ansa­ge an kri­mi­nel­le Ban­den in Ber­lin. Damit soll eine wei­te­re Sti­li­sie­rung des Ver­bre­chers ver­hin­dert wer­den. Die Wand sol­le nun von Kin­dern aus einer Neu­köll­ner Jugend­ein­rich­tung neu gestal­tet wer­den.

Nidal R. war am Nach­mit­tag des 9. Sep­tem­ber am Rand des Tem­pel­ho­fer Fel­des nie­der­ge­schos­sen wor­den. Er starb spä­ter im Kran­ken­haus. Auf den 36-Jäh­ri­gen wur­den acht Schüs­se abge­feu­ert, meh­re­re Män­ner waren an der Tat betei­ligt. Die Poli­zei konn­te bis­lang kei­nen Ver­däch­ti­gen fas­sen. Wegen des Wand­ge­mäl­des hat­te die Poli­zei Ermitt­lun­gen wegen Sach­be­schä­di­gung ein­ge­lei­tet. (dpa)

Mehr zum The­ma — Graf­fi­ti von ermor­de­tem Clan­mit­glied empört Ber­li­ner (Video)

RT Deutsch


Lawrow in Berlin : “Die Potentiale aller Staaten des eurasischen Kontinents zusammenlegen”


von Leo Ensel

Pro­mi­nen­ten Besuch erwar­te­te das Deutsch-Rus­si­sche Forum am Frei­tag anläss­lich sei­nes 25-jäh­ri­gen Bestehens im Ber­li­ner Hotel Adlon-Kem­pin­ski : Unmit­tel­bar vor sei­nem Zusam­men­tref­fen mit Außen­mi­nis­ter Maas nahm sich der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row fast andert­halb Stun­den Zeit, um einem eben­falls hoch­ka­rä­ti­gen Publi­kum sei­ne Visi­on eines Aus­wegs aus der gegen­wär­ti­gen Eska­la­ti­ons­spi­ra­le dar­zu­le­gen und Fra­gen zu beant­wor­ten.

Schon das The­ma des zwan­zig­mi­nü­ti­gen Vor­trags klang ver­söhn­lich : „Inte­gra­ti­ons­pro­zes­se im Gro­ßen Eura­si­en – Per­spek­ti­ven eines gemein­sa­men wirt­schaft­li­chen und huma­ni­tä­ren Rau­mes von Lis­sa­bon bis Wla­di­wos­tok“. Das ließ Erin­ne­run­gen an Michail Gor­bat­schows „Gemein­sa­mes Haus Euro­pa“ wach­wer­den. Und Law­row hol­te weit aus : Nicht nur die rus­si­schen Eura­sier der Zwan­zi­ger und Drei­ßi­ger Jah­re, auch Charles de Gaul­le im Wes­ten benann­te er als Vor­den­ker sei­nes Kon­zep­tes. Russ­land habe im Lau­fe des ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­tes wie­der­holt Initia­ti­ven in die­ser Rich­tung unter­brei­tet.

Law­row erin­ner­te an Dmi­tri Med­we­dews Vor­schlag einer „Pan­eu­ro­päi­schen Sicher­heits­struk­tur“, die die­ser zusam­men mit der Idee einer neu­en euroat­lan­ti­schen Frie­den­s­char­ta von Van­cou­ver bis Wla­di­wos­tok im Juni 2008 bei sei­nem Antritts­be­such in Ber­lin unter­brei­tet habe. Auch Wla­di­mir Putin habe noch im Novem­ber 2011, eben­falls im Ber­li­ner „Adlon“, die Schaf­fung einer Frei­han­dels­zo­ne zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Russ­land vor­ge­schla­gen.

Ein Jahr­zehnt der ver­pass­ten Mög­lich­kei­ten“

Dem rus­si­schen Außen­mi­nis­ter war die Ent­täu­schung über die Echo­lo­sig­keit der dama­li­gen rus­si­schen Initia­ti­ven deut­lich anzu­mer­ken. Das ver­gan­ge­ne Jahr­zehnt bezeich­ne­te er als „Jahr­zehnt der ver­pass­ten Mög­lich­kei­ten“. Dabei hät­ten „his­to­ri­sche anti­rus­si­sche Pho­bi­en“ eini­ger EU-Län­der eine wich­ti­ge Rol­le gespielt, obwohl Russ­land für die EU kei­ne Bedro­hung dar­stel­le. Das lan­ge ange­streb­te Kon­zept eines visa­frei­en Rau­mes zwi­schen EU und Russ­land sei nicht rea­li­siert wor­den. Brüs­sel habe Hin­der­nis­se auf­ge­baut und gegen­über Russ­land nicht nur ein Null­sum­men­spiel, son­dern ein „Nega­tiv­sum­men­spiel“ prak­ti­ziert, indem es post­so­wje­ti­sche Staa­ten wie die Ukrai­ne vor die Ent­we­der-oder-Alter­na­ti­ve gestellt habe. Mit dem EU-Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men habe die EU ver­sucht, die his­to­risch gewach­se­nen wirt­schaft­li­chen Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne zu kap­pen. Rus­si­sche Vor­schlä­ge zur Orga­ni­sa­ti­on tri­la­te­ra­ler Bezie­hun­gen habe Brüs­sel abge­lehnt.

Die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on zwi­schen Russ­land und der EU sowie zwi­schen Russ­land und der Nato sei­en durch einen Abbruch fast aller Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le gekenn­zeich­net. Es gäbe kei­ne Gip­fel­tref­fen zwi­schen der EU und Russ­land, selbst die Wege von Ter­ro­ris­ten wür­den nicht aus­ge­tauscht. Kon­tak­te gäbe es nur noch zu den The­men „Migra­ti­on“ und „Ener­gie“. Der Wes­ten betrei­be sei­ner­seits einen „hybri­den Krieg“ an der Gren­ze zu Russ­land, er habe Unsum­men für einen Régime Chan­ge in der Ukrai­ne aus­ge­ge­ben und benut­ze NGOs als „Kampf­mit­tel“. Die­se wür­den in Russ­land jedoch nicht ver­bo­ten, müss­ten sich aller­dings als „aus­län­di­sche Agen­ten“ regis­trie­ren las­sen.

Der Kon­flikt in der Ukrai­ne als Haupt­hin­der­nis

Immer wie­der führ­te Law­row die Ereig­nis­se in der Ukrai­ne seit Ende 2013 als Haupt­ur­sa­che für die Ent­frem­dung zwi­schen Russ­land und der EU an. Obwohl die Außen­mi­nis­ter Frank­reichs, Polens und Deutsch­lands noch am 21. Febru­ar 2014 in Kiew ein Abkom­men mit allen Kon­flikt­par­tei­en geschlos­sen hät­ten, sei die­ses „mit Füßen getre­ten wor­den“, weil der Wes­ten sich bereits einen Tag spä­ter nach dem „Kie­wer Putsch“ nicht mehr an die­ses Abkom­men gebun­den gefühlt habe. Auf die­se Wei­se habe der Wes­ten eine „Regie­rung der natio­na­len Ein­heit“ in der Ukrai­ne ver­hin­dert. Die Men­schen im Don­bass, die den Umsturz nicht mit­ma­chen woll­ten, sei­en von Kiew als Ter­ro­ris­ten bezeich­net wor­den, obwohl sie nie­man­den ange­grif­fen hät­ten. Die Staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on hät­ten auf Druck der USA durch die Spi­ra­le von Sank­tio­nen und Gegen­sank­tio­nen star­ken öko­no­mi­schen Scha­den in Kauf genom­men, wäh­rend die USA selbst kei­ner­lei Scha­den davon­ge­tra­gen hät­ten.

Nach wie vor set­ze Kiew sei­ne Ver­pflich­tun­gen aus dem Mins­ker Abkom­men nicht um. Statt die wirt­schaft­li­chen Bezie­hun­gen mit dem Don­bass wie­der­her­zu­stel­len, das Ban­ken­sys­tem zu reor­ga­ni­sie­ren und die Ren­ten aus­zu­zah­len, habe Kiew bereits seit lan­gem eine Total­blo­cka­de für den Don­bass ange­kün­digt. Kiew wei­ge­re sich eben­falls, sei­ne Trup­pen im Don­bass zu ent­flech­ten und die soge­nann­te „Stein­mei­er-For­mel“ – zeit­li­che Kop­pe­lung der Aner­ken­nung eines Son­der­sta­tus für die Regio­nen Donezk und Lug­ansk mit der Ver­öf­fent­li­chung der dor­ti­gen Wahl­er­geb­nis­se – umzu­set­zen.

Solan­ge die­ser Zustand anhal­te, sei­en sowohl Russ­land als auch die EU „Gei­seln der Ukrai­ne-Kri­se“.

Die Poten­tia­le zusam­men­le­gen!“

Dabei sei eine erneu­te Annä­he­rung von EU und Russ­land für bei­de Sei­ten die weit­aus bes­se­re Alter­na­ti­ve. Die Poten­tia­le aller Staa­ten des eura­si­schen Kon­ti­nents soll­ten zusam­men­ge­legt wer­den. Aller­dings müs­se dies rasch erfol­gen, da die geo­po­li­ti­sche Situa­ti­on sich rasant ver­än­de­re. So visie­re die Eura­si­sche Wirt­schafts­uni­on gegen­wär­tig Frei­han­dels­zo­nen mit einer gan­zen Rei­he von Staa­ten von Ost­asi­en über den Nahen Osten bis Afri­ka an. Auch sei geplant, das chi­ne­si­sche Kon­zept einer neu­en Sei­den­stra­ße „One belt – one road“ um die nörd­li­che See­rou­te zu erwei­tern.

Die rus­sisch-euro­päi­schen Bezie­hun­gen müss­ten „gesun­den“. Vor­aus­set­zung dafür sei ein neu­es Kon­zept der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Euro­päi­scher und Eura­si­scher Uni­on auf der Basis von Gleich­be­rech­ti­gung. Die „Reno­vie­rung des euro­päi­schen Hau­ses“ müs­se allen Mit­glie­dern Rech­nung tra­gen. Wich­tig sei jetzt die Auf­nah­me eines „nor­ma­len Dia­lo­ges ohne west­li­chen Men­to­ren­ton und For­de­run­gen nach einem rus­si­schen Sün­den­be­kennt­nis“. Zwi­schen den USA und Russ­land sol­le zudem ein bila­te­ra­les Gre­mi­um zur Cyber­si­cher­heit reak­ti­viert wer­den.

Zu einem sol­chen Pro­zess könn­ten Rus­sen und Deut­sche gemein­sam viel bei­tra­gen, denn, und das war die viel­leicht bemer­kens­wer­tes­te Aus­sa­ge im Vor­trag Law­rows : „Die deutsch-rus­si­schen Bezie­hun­gen funk­tio­nie­ren noch!“

West­li­che Dro­hun­gen : Ein­la­dung für ter­ro­ris­ti­sche Gift­gas­pro­vo­ka­tio­nen

Bei den anschlie­ßen­den Fra­gen aus dem Publi­kum spiel­te erwar­tungs­ge­mäß die beson­ders ange­spann­te Lage in Syri­en eine her­aus­ra­gen­de Rol­le. Law­row nann­te die west­li­che Mili­tär­prä­senz in Syri­en rechts­wid­rig, da sie nicht, wie Russ­land, „auf Ein­la­dung der syri­schen Regie­rung“ agie­re. Den­noch hal­te Russ­land die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le offen, um Schlim­me­res zu ver­hü­ten.

Die Regi­on Idlib bezeich­ne­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter als „letz­tes Boll­werk der Ter­ro­ris­ten“, die Zivi­lis­ten als leben­de Schutz­schil­de miss­brauch­ten. Aus die­ser Regi­on sei­en bereits um die 50 Droh­nen abge­feu­ert wor­den. Was einen mög­li­chen Ein­satz von Gift­gas betref­fe, so lägen der rus­si­schen Regie­rung Bewei­se vor, dass sol­che Pro­vo­ka­tio­nen mit Hil­fe der Weiß­hel­me vor­be­rei­tet wür­den, wovon der Wes­ten aller­dings nichts wis­sen wol­le. Die gegen­wär­ti­ge Dis­kus­si­on um ein mili­tä­ri­sches Ein­grei­fen des Wes­tens im Fal­le eines Gift­gas­an­grif­fes sei gera­de­zu eine Ein­la­dung an die Extre­mis­ten, ähn­li­che Fäl­schun­gen wie im April in Ost-Ghu­ta zu insze­nie­ren.

Mit der Tür­kei habe Russ­land ver­ein­bart, dass die­se in der Regi­on Idlib mit­hel­fe, die mode­ra­ten Kräf­te in der Oppo­si­ti­on, zu denen sie Kon­takt habe, von den Extre­mis­ten zu sepa­rie­ren. Russ­land wer­de vor allen mili­tä­ri­schen Ein­sät­zen huma­ni­tä­re Kor­ri­do­re für die Zivil­be­völ­ke­rung schaf­fen und sich nicht wie die USA in Mos­sul und Rak­ka ver­hal­ten, die den Rebel­len kei­ne Waf­fen­ru­he ange­bo­ten hät­ten.

Bei einem künf­ti­gen Wie­der­auf­bau sol­le Syri­en nicht in ‚gute‘ oder ‚schlech­te‘ Gebie­te ein­ge­teilt wer­den. Lang­fris­tig kön­ne nur das syri­sche Volk unter UN-Auf­sicht über sei­ne Zukunft ent­schei­den.

Law­rows Rede vor dem Deutsch-Rus­si­schen Forum brach­te einer­seits die rus­si­sche Sicht der Din­ge klar auf den Punkt, ande­rer­seits ließ sie kei­nen Zwei­fel offen, dass Russ­land nach wie vor an einer kon­struk­ti­ven Zusam­men­ar­beit mit der Euro­päi­schen Uni­on inter­es­siert ist und die­se auf eine brei­test mög­li­che Grund­la­ge stel­len möch­te. Da offen­sicht­lich die unge­lös­te Ukrai­ne-Kri­se das Haupt­hin­der­nis für eine Wie­der­an­nä­he­rung ist, soll­ten bei­de Sei­ten alles ihnen Mög­li­che tun, damit die Ver­ein­ba­run­gen von Minsk end­lich Punkt für Punkt umge­setzt wer­den !

RT Deutsch


Sergei Lawrow in Berlin : Klartext zu Syrien und Ukraine-Konflikt


Law­row zu Mins­ker Abkom­men : Nichts davon will Kiew durch­set­zen

Auf die Fra­ge zur Umset­zung der Mins­ker Abkom­men sprach er über die Schwer­punk­te des Abkom­mens und über die Hin­der­nis­se, wel­che der Umset­zung der Schwer­punk­te im Wege ste­hen.

Law­row : EU-Län­der ertei­len Krim-Ein­woh­ner kei­ne Schen­gen-Visa

Auf die Fra­ge zur Anne­xi­on der Krim sprach er über die Rhe­to­rik der west­li­chen Kol­le­gen und war­um jeg­li­cher Logik wie­der­spricht.

Albrecht Mül­ler : Wir sind bei Law­row viel zu gut weg­ge­kom­men

Der Her­aus­ge­ber von Nach­Denk­Sei­ten Albrecht Mül­ler sprach über die kla­ren Wor­te des rus­si­schen Außen­mi­nis­ters Law­row bei der Pres­se­kon­fe­renz im Hotel Adlon am 14. Sep­tem­ber und dar­über wie er sich die SPD-Poli­tik in Bezug auf Russ­land wünscht.

Horst Teltschik : Das gefähr­lichs­te ist eine neue Auf­rüs­tung

Der ehe­ma­li­ge Lei­ter von der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz, Horst Teltschik sprach über eine neue Gefahr der Auf­rüs­tung und dar­über war­um er der Mei­nung ist, Deutsch­land soll sich in Syri­en mili­tä­risch nicht betei­li­gen.

RT Deutsch


Nur eine Stunde von Berlin weg“: So wirbt Industrie im Osten um Arbeitskräfte


Da momen­tan die Indus­trie in Gen­thin in Sach­sen-Anhalt „boomt“, benö­tigt die dort ansäs­si­ge Indus­trie qua­li­fi­zier­te Arbeits­kräf­te. „Die­se wol­len wir durch eine Kam­pa­gne gewin­nen“, sagt Gen­thins Bür­ger­meis­ter Mat­thi­as Gün­ther. Im Sput­nik-Inter­view erklärt er, war­um die Initia­ti­ve beson­ders Ber­li­ner Bür­ger und Unter­neh­men anspre­chen soll.
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Berlin : Ratskeller Charlottenburg soll schließen – weil die AfD sich dort trifft ?


Der Rats­kel­ler im Rat­haus Char­lot­ten­burg muss vor­aus­sicht­lich zum Jah­res­en­de schlie­ßen. Der Päch­te­rin Ange­li­ka Scholtz wur­de vom Bezirks­amt mit­ge­teilt, dass ihr Miet­ver­trag nicht ver­län­gert wur­de.

Laut Tages­spie­gel sag­te der zustän­di­ge Bau­stadt­rat Oli­ver Schru­of­fe­ne­ger (Grü­ne), man wol­le in ers­ter Linie die vom sel­ben Päch­ter betrie­be­ne Kan­ti­ne im Rat­haus schlie­ßen, um in deren Räu­men drin­gend benö­tig­te Büros für die Ver­wal­tung ein­zu­rich­ten. Der Rats­kel­ler sol­le ersatz­wei­se mit­tags als Kan­ti­ne die­nen, abends wei­ter­hin als nor­ma­les Restau­rant. Schru­of­fe­ne­ger erklär­te auch, dass das Lokal für Ver­an­stal­tun­gen zur “Demo­kra­tie­för­de­rung” genutzt wer­den sol­le. Ein Rats­kel­ler in einem öffent­li­chen Gebäu­de müs­se eine Funk­ti­on erfül­len.

Tat­säch­lich spricht eini­ges für einen poli­ti­schen Hin­ter­grund die­ser Kün­di­gung. Das Restau­rant ist bekannt als Treff­punkt von AfD-Poli­ti­kern. Nach der Abge­ord­ne­ten­haus­wahl im Sep­tem­ber 2016 fei­er­te die Par­tei im Rats­kel­ler. Die B.Z. berich­te­te, dass die Prä­senz der AfD der rot-rot-grü­nen Mehr­heit in der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ein Dorn im Auge gewe­sen sei, und der Bezirks­bür­ger­meis­ter Rein­hard Nau­mann (SPD) nach Wegen gesucht habe, die­se Par­tei aus dem Rats­kel­ler zu ver­ban­nen.

Noch im Mai hat­te Bau­stadt­rat Schru­of­fe­ne­ger dem Tages­spie­gel erklärt : “Wir bedau­ern sehr, dass sich der Päch­ter nicht auf unse­re dring­li­chen Bit­ten ein­lässt, sich poli­tisch mehr zurück­zu­hal­ten.” Frau Scholtz weist dage­gen jede Ver­bin­dung zur AfD von sich : “Ich bin poli­tisch über­haupt nicht aktiv und bedie­ne nur Gäs­te”, beton­te sie. Vom Stadt­rat habe sie kei­ne Grün­de für die Ver­trags­kün­di­gung genannt bekom­men. Sie ste­he mit ihren acht Mit­ar­bei­tern vor der Arbeits­lo­sig­keit.

In der BVV bean­trag­te die AfD-Frak­ti­on eine Rück­nah­me der Kün­di­gung. Der Bau­stadt­rat ver­wechs­le Par­tei­po­li­tik mit Ver­wal­tungs­han­deln. Auch die FDP schloss sich die­ser For­de­rung an und stimm­te aus­nahms­wei­se mit der AfD. Die ande­ren in der BVV ver­tre­te­nen Frak­tio­nen wie­sen den Antrag mit ihrer Mehr­heit zurück. Damit dürf­te das Aus für den Rats­kel­ler in sei­ner gegen­wär­ti­gen Form fest­ste­hen.

RT Deutsch


Emir von Katar bekräftigt in Berlin Investitionsziel 10 Milliarden – Merkel erfreut


Auf einer groß ange­leg­ten Wirt­schafts­kon­fe­renz in Ber­lin hat der Emir von Katar in Anwe­sen­heit der Bun­des­kanz­le­rin sei­ne Zusa­ge wie­der­holt, in den nächs­ten fünf Jah­ren min­des­tens zehn Mil­li­ar­den Euro in Deutsch­land zu inves­tie­ren. Ange­la Mer­kel äußer­te in einer Erwi­de­rung Freu­de über die­se Plä­ne.
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Berlin : Zehnjähriger wird auf Klassenfahrt von Mitschülern vergewaltigt


Ein zehn­jäh­ri­ger Schü­ler aus Ber­lin-Hel­lers­dorf ist auf einer Klas­sen­fahrt von einem gleich­alt­ri­gen Mit­schü­ler ver­ge­wal­tigt wor­den. Der Vor­fall ereig­ne­te sich bereits vor den Som­mer­fe­ri­en. Tat­ort war das Schloss Kröchlen­dorff in der Ucker­mark.

Wie die B.Z. berich­tet, stammt der eben­falls zehn­jäh­ri­ge Haupt­tä­ter aus Afgha­ni­stan. Zwei elf­jäh­ri­ge Mit­tä­ter, von denen einer eben­falls aus Afgha­ni­stan und ein ande­rer aus Syri­en stammt, hiel­ten das Opfer fest. Zwei unbe­tei­lig­te Schü­ler beob­ach­te­ten den Vor­fall, unter­nah­men aber nichts. Die drei Leh­re­rin­nen und ein Erzie­her bemerk­ten nichts.

Der Haupt­tä­ter galt in der Schu­le schon vor­her als ver­hal­tens­auf­fäl­lig und gewalt­be­reit. Nach Anga­ben der Zei­tung hat­ten die Täter dem Opfer die Ver­ge­wal­ti­gung im Lau­fe des Tages ange­kün­digt. Das Opfer unter­nahm aber nichts und schwieg auch nach der Tat.

Erst andert­halb Wochen danach ver­trau­te sich ein Freund des Opfers einem Sozi­al­ar­bei­ter der Schu­le an. Die Schu­le infor­mier­te umge­hend die Eltern und die Poli­zei. Die Täter erhiel­ten einen Schul­ver­weis.

Mitt­ler­wei­le haben Poli­zei und Staats­an­walt­schaft die Ermitt­lun­gen gegen die Täter ein­ge­stellt. An deren Alter bestehe kein Zwei­fel, erklär­te die Staats­an­walt­schaft. Damit sind die drei Täter straf­un­mün­dig. In Deutsch­land kön­nen Jugend­li­che erst ab einem Alter von 14 Jah­ren der Jus­tiz belangt wer­den.

Das Opfer besucht mitt­ler­wei­le auf eige­nen Wunsch eine ande­re Schu­le, die bei­den Mit­tä­ter gehen inzwi­schen auf Schu­len in ande­ren Bezir­ken. Der Haupt­tä­ter wird nach Aus­kunft der Behör­den wohl kei­ne nor­ma­le Schu­le mehr besu­chen. Die Senats­schul­ver­wal­tung erklär­te, alle recht­li­chen Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen zu wol­len, damit “der Haupt­tä­ter kei­ne Regel­schu­le besucht, son­dern beson­de­re Schul­maß­nah­men erfährt”.

RT Deutsch


Berlin : Russischer Staatsbürger und mutmaßlicher Islamist wegen Anschlagsplanung festgenommen


Der Beschul­dig­te ist drin­gend ver­däch­tig, gemein­schaft­lich han­delnd mit dem in Frank­reich Inhaf­tier­ten Clé­ment B. eine schwe­re staats­ge­fähr­den­de Gewalt­tat sowie ein Explo­si­ons­ver­bre­chen vor­be­rei­tet zu haben.

Mehr zum The­ma — Nie­der­lan­de : Drei mut­maß­li­che IS-Waf­fen­lie­fe­ran­ten fest­ge­nom­men

In dem Haft­be­fehl wird dem Beschul­dig­ten Mago­med-Ali C. im Wesent­li­chen fol­gen­der Sach­ver­halt zur Last gelegt :

Mago­med-Ali C. ver­wahr­te jeden­falls am 26. Okto­ber 2016 in sei­ner Woh­nung in Ber­lin eine erheb­li­che Men­ge TATP. Mit die­sem Spreng­stoff woll­te der radi­kal-isla­mis­tisch gesinn­te Beschul­dig­te gemein­sam mit dem zwi­schen­zeit­lich in Frank­reich inhaf­tier­ten Mit­be­schul­dig­ten Clé­ment B. einen Spreng­satz her­stel­len. Die­ser soll­te zu einem nicht bekann­ten Zeit­punkt an einem unbe­kann­ten Ort in Deutsch­land gezün­det wer­den, um eine mög­lichst gro­ße Anzahl an Men­schen zu töten und zu ver­let­zen. Die Anschlags­vor­be­rei­tun­gen der bei­den Beschul­dig­ten wur­den jedoch auf­grund einer gegen Mago­med-Ali C. am 26. Okto­ber 2016 durch­ge­führ­ten prä­ven­tiv­po­li­zei­li­chen Maß­nah­me gestört. In der Fol­ge befürch­te­ten Mago­med-Ali C. und Clé­ment B. eine zeit­na­he Durch­su­chung der Woh­nung und die Ent­de­ckung des dort gela­ger­ten TATPs. Daher beschlos­sen sie, sich zunächst zu tren­nen. Mago­med-Ali C. blieb in Ber­lin. Clé­ment B. reis­te Ende Okto­ber 2016 von Ber­lin über Aachen nach Frank­reich. Dort wur­de er am 18. April 2017 fest­ge­nom­men. Die heu­ti­gen Exe­ku­tiv­maß­nah­men die­nen ins­be­son­de­re dazu, den Ver­bleib des in der Woh­nung von Mago­med-Ali C. gela­ger­ten Spreng­stoffs auf­zu­klä­ren.”

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