Klimasünder Umweltministerium : 1.740 innerdeutsche Flüge zwischen Berlin und Bonn


Im vor­he­ri­gen Jahr tra­ten Mit­ar­bei­ter des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums ins­ge­samt 2.755 Flü­ge an. Allein bis Juli die­ses Jah­res flo­gen die Mit­ar­bei­ter bereits 1.740 Mal dienst­lich zwi­schen Bonn und Ber­lin. Die Zah­len wur­den vom Umwelt­mi­nis­te­ri­um gegen­über dem Redak­ti­ons­Netz­werk Deutsch­land bestä­tigt. Die gesam­ten inner­deut­schen Flug­rei­sen des Minis­te­ri­ums lagen im Jahr 2018 bei 3.200. 

Dabei hat­te Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze gera­de die Nut­zung von Flug­zeu­gen als Trans­port­mit­tel inner­halb Deutsch­lands kri­ti­siert und eine Ver­teue­rung der Flug­ti­ckets gefor­dert : 

Es kann nicht sein, dass auf bestimm­ten Stre­cken Flie­gen weni­ger kos­tet als Bahn­fah­ren. Ich bin des­halb dafür, dass wir die deut­sche Luft­ver­kehrs­ab­ga­be in einem ers­ten Schritt erhö­hen. 

Dass auch die Mit­ar­bei­ter des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums, trotz der Emp­feh­lung die Bahn zu benut­zen, lie­ber flie­gen, um Zeit zu spa­ren, machen die Zah­len deut­lich. 

Gre­ta Thun­berg, schwe­di­sche Kli­ma­ak­ti­vis­tin, übt sich im Ver­zicht auf Flug­rei­sen. Am Frei­tag ist sie in Ber­lin, um mit der Fri­days for Future-Bewe­gung für eine stren­ge Umwelt­po­li­tik zu demons­trie­ren. Aber weder in Deutsch­land noch in ihrer Hei­mat Schwe­den zeich­net sich ein Rück­gang in der Nach­fra­ge nach Flug­rei­sen ab. Für das Jahr 2019 erwar­tet die Luft­han­sa einen Anstieg bei den Buchun­gen von vier Pro­zent. In Frank­reich hat man sich dazu ent­schie­den, die Kos­ten pro Flug­ti­cket, je nach zurück­ge­leg­ter Flug­stre­cke, auf 1,50 bis 18 Euro zu erhö­hen. Das Geld soll der Bahn zu Gute kom­men. 

Das deut­sche Pen­dant zu Gre­ta Thun­berg ist Lui­sa Neu­bau­er. Sie ist die Haupt­or­ga­ni­sa­to­rin der hie­si­gen Demons­tra­tio­nen von Fri­days for Future. Neu­bau­er for­dert ein Ver­bot inner­deut­scher Flü­ge und den Aus­bau der Bahn­ver­bin­dun­gen. Auch der Ham­bur­ger Umwelt­se­na­tor Jens Ker­stan ist für eine solch dras­ti­sche Maß­nah­me : 

Wir brau­chen end­lich eine Kero­sin­steu­er. Bis­her wird das Flie­gen ja qua­si bezu­schusst, weil anders als auf Ben­zin oder Die­sel kei­ne Steu­ern erho­ben wer­den. 

Neu­bau­er ver­zich­tet jedoch selbst nicht ganz auf das Flie­gen : 

Wenn ich flie­ge, dann mache ich das aus einer abso­lu­ten Not­wen­dig­keit her­aus – und dann hilft es mir gar nichts, mich danach schlecht zu füh­len dafür. 

Im Sep­tem­ber soll über eine deut­sche Emis­si­ons­steu­er auf das Flie­gen ent­schie­den wer­den. Das Kli­ma­ka­bi­nett dis­ku­tiert der­zeit, wie sich die­se gestal­ten könn­te. Laut Schul­ze soll die Steu­er “sozi­al gerecht” sein :

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Berlin : Protest gegen US-amerikanische Blockade Kubas


In Ber­lin haben Akti­vis­ten auf einem Fest der Links­par­tei am Sams­tag gegen die Blo­cka­de Kubas durch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten pro­tes­tiert. An der Akti­on nah­men sowohl kuba­ni­sche Bür­ger als auch Deut­sche teil. Die Akti­on fand sei­tens der Teil­neh­mer des Fes­tes Zuspruch.

Berlin: Protest gegen US-amerikanische Blockade Kubas
Hei­le Hän­sel, MdB (Lin­ke)

Auch die Links­par­tei-Abge­ord­ne­te Hei­ke Hän­sel unter­stütz­te die Akti­on.

Durch die schwe­ren wirt­schaft­li­chen Maß­nah­men, die Washing­ton gegen die sozia­lis­ti­sche Insel ver­hängt, um einen Regi­me­chan­ge zu beför­dern, wird dem kuba­ni­schen Volk jähr­lich ein Scha­den in Höhe von meh­re­ren Mil­li­ar­den US-Dol­larn zuge­fügt. Einem Bericht des kuba­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums zufol­ge sum­mier­te sich der Scha­den zwi­schen April 2017 und März 2018 allein auf 4,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, wie das Nach­rich­ten­por­tal amerika21.de berich­te­te.

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Berlin macht Ernst : Bezirk Steglitz-Zehlendorf enteignet vorübergehend Hausbesitzer


In Ber­lin soll zum ers­ten Mal ein Haus­be­sit­zer ent­eig­net wer­den. Zumin­dest vor­über­ge­hend. Laut einem Bericht von rbb24 will der Ber­li­ner Bezirk Ste­glitz-Zehlen­dorf im Süd­wes­ten der Haupt­stadt ein seit lan­gem unbe­wohn­ba­res Mehr­fa­mi­li­en­haus an einen Treu­hän­der über­ge­ben und sanie­ren las­sen. Das leer­ste­hen­de Gebäu­de soll schon seit 20 Jah­ren ver­wahr­lo­sen. 

Da der Ber­li­ner Senat im Jahr 2018 das Gesetz zum Ver­bot der Zweck­ent­frem­dung von Wohn­raum erneu­er­te, erhiel­ten die Bezir­ke mehr Ein­griffs­rech­te. Mit der Fol­ge, dass Eigen­tü­mer einen Antrag stel­len müs­sen, wenn sie Woh­nun­gen län­ger als drei Mona­te unbe­wohnt las­sen wol­len. Wer dage­gen ver­stößt, muss mit einem Zwangs­geld rech­nen. Zudem kön­nen die Ber­li­ner Bezir­ke durch das Ver­wal­tungs­ge­richt die Wie­der­her­stel­lung von Wohn­raum durch­set­zen. Als letz­te Kon­se­quenz, wenn alle ande­ren Maß­nah­men nicht grei­fen, kann ein Treu­hän­der ein­ge­setzt wer­den. Die anschlie­ßen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten gehen auf Kos­ten des Eigen­tü­mers.

Wie der Spre­cher des Ver­wal­tungs­ge­richts, Ste­phan Gros­curth, gegen­über rbb24 berich­te­te, beschäf­tigt das The­ma Leer­stand das Ver­wal­tungs­ge­richt bis­her noch nicht inten­siv. Die Bezirks­äm­ter hät­ten sich zunächst auf Feri­en­woh­nun­gen kon­zen­triert. “Aktu­ell sind 20 Ver­fah­ren anhän­gig”, so Gros­curth gegen­über dem Nach­rich­ten­sen­der.

Das Haus im Bezirk Ste­glitz-Zehlen­dorf soll einem 71-Jäh­ri­gen gehö­ren. Der Mann soll dem Woh­nungs­amt mehr­fach Inves­ti­tio­nen in das Gebäu­de ver­spro­chen haben, ohne das etwas geschah. Nun beschloss der Bezirk, den Eigen­tü­mer vor­über­ge­hend zu ent­eig­nen und die Sanie­rung des Hau­ses zwangs­wei­se durch­zu­set­zen.

Gegen­über rbb24 sprach der stell­ver­tre­ten­de Bezirks­bür­ger­meis­ter Micha­el Kar­netz­ki (SPD) von einem Pilot­pro­jekt in Sachen Durch­set­zung des Zweck­ent­frem­dungs­ver­bots. Auf die Fra­ge, war­um der Bezirk nicht schon frü­her tätig gewor­den sei, ant­wor­te­te Kar­netz­ki : “Wir konn­ten dies erst jetzt ange­hen, weil wir vor­her die mil­de­ren Mit­tel ein­set­zen muss­ten. Und das Zwangs­geld oder die Zwangs­gel­der, die ver­hängt wor­den sind, die sind ja gera­de erst jetzt rechts­kräf­tig gewor­den. Bis dahin hat der Eigen­tü­mer das immer noch ange­foch­ten.”

Nun kommt es zur ers­ten Zwangs­sa­nie­rung auf Kos­ten des Eigen­tü­mers in Ber­lin. Doch der Bezirk oder die Treu­hän­der­ge­sell­schaft müs­sen für die Arbei­ten zunächst in Vor­kas­se gehen ; die Senats­ver­wal­tung für Finan­zen erstat­tet die Kos­ten. Kann der Eigen­tü­mer die Kos­ten nicht über­neh­men, wird der Betrag als Schuld ins Grund­buch ein­ge­tra­gen – danach wäre eine Zwangs­ver­stei­ge­rung des Hau­ses mög­lich.

Der Besit­zer des Hau­ses in Ste­glitz-Zehlen­dorf soll noch wei­te­re Immo­bi­li­en in Ber­lin besit­zen, dar­un­ter auch in Ber­lin-Mit­te. Auch dort prä­sen­tiert sich offen­bar ein ähn­li­ches Bild. Laut rbb24 ste­hen in dem Haus alle Woh­nun­gen leer. Seit 1996 sol­len dort nach und nach die Mie­ter aus­ge­zo­gen sein. Anschlie­ßend sol­len in dem Gebäu­de ille­gal Ost­eu­ro­pä­er gewohnt haben. Im Jahr 2018 räum­te die Poli­zei das Haus. Nun wer­den die Behör­den in Ber­lin-Mit­te aktiv.

Das Bezirks­amt Mit­te beruft sich dabei auf den Para­gra­fen 17285 des Bau­ge­setz­bu­ches. Da sich das Haus in einem soge­nann­ten Erhal­tungs­ge­biet befin­det, die sozia­le Mischung, die Zusam­men­set­zung der Wohn­be­völ­ke­rung, die städ­te­bau­li­che Eigen­art und das Ensem­ble zu schüt­zen sind, kann der Eigen­tü­mer auch ent­eig­net wer­den. In einer schrift­li­chen Erklä­rung, die von rbb24 zitiert wird, schreibt Stadt­rat Ephraim Gothe : “Vor­aus­set­zung hier­für ist, dass der Eigen­tü­mer nicht wil­lens oder nicht in der Lage ist, die bau­li­che Anla­ge zu erhal­ten, so dass ohne eine Ent­eig­nung die Erhal­tung gefähr­det wäre. Dies ist nach Auf­fas­sung des Bezirks­am­tes gege­ben.” Soll­te es auch in die­sem Fall zu einer Ent­eig­nung kom­men, wäre es eben­falls eine Pre­miè­re für Ber­lin.

Mehr zum The­ma — “Frei­er Woh­nungs­markt führt zu Woh­nungs­not”: Ber­li­ner Mie­ter-Akti­vist im Gespräch

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Berlin : Keine Mieterhöhungen mehr in den nächsten fünf Jahren ?


In einer Woche ist es so weit. Dann wird der rot-rot-grü­ne Senat in Ber­lin zu einer Sit­zung zusam­men­kom­men, und ganz vie­le Mie­ter und Eigen­tü­mer wer­den genau hin­se­hen, was beschlos­sen wird. Es geht um ein Eck­punk­te­pa­pier : kei­ne Miet­erhö­hun­gen für fünf Jah­re. Aus­ge­nom­men wären ledig­lich Neu­bau­woh­nun­gen, die noch nicht ver­mie­tet wur­den, sowie Sozi­al­woh­nun­gen, für die eige­ne Rege­lun­gen gel­ten. Zwi­schen 1,5 bis 1,6 Mil­lio­nen Woh­nun­gen wären laut Mie­ter­ver­ein von der “Mietendeckel”-Regelung in der Haupt­stadt betrof­fen. Doch gehen vor der Ent­schei­dung mög­li­cher­wei­se die Mie­ten noch ein­mal nach oben ?

Der Ber­li­ner Lan­des­ver­band des Eigen­tü­mer­ver­ban­des Haus & Grund ruft auf sei­ner Inter­net­sei­te genau dazu auf – näm­lich die Mie­ten bis zum 17. Juni zu erhö­hen. Das ist der Tag vor der Senats­sit­zung. Die Eck­punk­te könn­ten dann Grund­la­ge für einen Gesetz­ent­wurf wer­den. Der Ver­band sieht nun die “womög­lich letz­te Chan­ce, die Mie­te zu erhö­hen”. Ein Count­down zählt auf der Web­sei­te die Sekun­den, Minu­ten, Stun­den und Tage run­ter.

Der Appell sei ein “ver­hee­ren­des Signal”, sag­te Ber­lins Bau­se­na­to­rin Kat­rin Lomp­scher (Die Lin­ke) am Diens­tag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. “Mie­te­rin­nen und Mie­ter wer­den so zum Faust­pfand der Immo­bi­li­en­lob­by degra­diert. Wer Miet­erhö­hun­gen gezielt ein­setzt, um die Poli­tik auf Kos­ten von Mie­te­rin­nen und Mie­tern unter Druck zu set­zen, ent­larvt sich selbst.”

Unver­ant­wort­lich” nann­te der Prä­si­dent des Deut­schen Mie­ter­bun­des, Franz-Georg Rips, die Auf­for­de­rung. “Die Reak­ti­on des Ver­mie­ter­ver­ban­des zeigt, wie not­wen­dig Rege­lun­gen zur Mie­ten­be­gren­zung und zur Decke­lung der Mie­ten sind.” Rips for­der­te den Senat auf, zu prü­fen, ob der Mie­ten­de­ckel rück­wir­kend zu einem bestimm­ten Stich­tag, zum Bei­spiel 1. Juni 2019, in Kraft gesetzt wer­den kön­ne. Mie­tern, die in den nächs­ten Tagen eine Miet­erhö­hung erhal­ten soll­ten, riet er, die­se durch den Ber­li­ner Mie­ter­ver­ein prü­fen zu las­sen. “Die orts­üb­li­che Ver­gleichs­mie­te ist die abso­lu­te Ober­gren­ze. Mehr darf der Ver­mie­ter in einem lau­fen­den Miet­ver­hält­nis nicht for­dern.”

Der Anstieg der Net­to­kalt­mie­ten ver­lang­sam­te sich in der Haupt­stadt zuletzt im Schnitt. Stie­gen sie zwi­schen 2015 und 2017 noch um jähr­lich 4,6 Pro­zent, leg­ten sie zwi­schen 2017 und 2019 um 2,5 Pro­zent zu, wie unlängst aus dem neu­en Miet­spie­gel her­vor­ging. Haus & Grund ver­tei­dig­te sei­nen Auf­ruf. Es gebe bereits ver­mehrt Anru­fe mit der Fra­ge, wo Miet­erhö­hungs­for­mu­la­re erwor­ben wer­den könn­ten. Das Ver­hält­nis zwi­schen den klei­ne­ren Ver­mie­tern und Mie­tern sieht der Ver­band nicht in Gefahr. “Wenn jetzt eine Miet­erhö­hung in einem lau­fen­den Miet­ver­trag aus­ge­spro­chen wird, dann kann damit maxi­mal die orts­üb­li­che Ver­gleichs­mie­te erreicht wer­den”, hieß es vom Ver­band.

Der Geschäfts­füh­rer des Ber­li­ner Mie­ter­ver­eins, Rei­ner Wild, nann­te die Akti­on “rei­ße­risch”. Hin­wei­se dar­auf, dass wei­te­re Ver­bän­de oder Eigen­tü­mer Ähn­li­ches vor­ha­ben, habe der Mie­ter­ver­ein nicht. Von den mit­re­gie­ren­den Grü­nen hieß es, es sei durch­aus zu befürch­ten, dass eini­ge Ver­mie­ter dem Auf­ruf fol­gen wer­den. Die Spre­che­rin für Woh­nen in der Frak­ti­on, Kat­rin Schmid­ber­ger, beton­te zugleich, dass Ver­mie­ter, die auf Miet­erhö­hun­gen wirk­lich ange­wie­sen sei­en, die­se nach der Ver­öf­fent­li­chung des Miet­spie­gels längst aus­ge­spro­chen hät­ten.

In Ber­lin ist die Woh­nungs­de­bat­te schon lan­ge auf­ge­heizt. Noch in die­ser Woche (14. Juni) will eine Bür­ger­initia­ti­ve für ein bun­des­weit ein­ma­li­ges Volks­be­geh­ren zur Ent­eig­nung gro­ßer Woh­nungs­kon­zer­ne Unter­schrif­ten bei der Senats­ver­wal­tung abge­ben. Ein Vor­ha­ben, das die Immo­bi­li­en­bran­che zum Kochen brach­te. Die FDP als Oppo­si­ti­ons­par­tei spricht sich im Gegen­satz zu einem “Mie­ten­de­ckel” für eine “mie­ten­sen­ken­de Neu­bau-Offen­si­ve” aus. Der Vor­stand des Ver­bands Ber­lin-Bran­den­bur­gi­scher Woh­nungs­un­ter­neh­men, Maren Kern, sag­te : “Der Auf­ruf von Haus & Grund zeigt, wie groß die Ver­un­si­che­rung ange­sichts der Mie­ten­po­li­tik in Ber­lin mitt­ler­wei­le ist. Mit dem Mie­ten­de­ckel wird eine gan­ze Bran­che undif­fe­ren­ziert an den Pran­ger gestellt.”

Die Reak­ti­on des Eigen­tü­mer­ver­bands Haus & Grund sei erwart­bar, sag­te Claus Michel­sen, Woh­nungs­markt­ex­per­te beim Deut­schen Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung in Ber­lin. “Das ist jetzt ein biss­chen die popu­lis­ti­sche Ant­wort.” Die Kri­tik sei aber nach­voll­zieh­bar. Mit dem Instru­ment des “Mie­ten­de­ckels” soll­ten auch Bestands­mie­ten gesenkt wer­den. Das trä­fe vor allem pri­va­te Klein­ver­mie­ter, in deren Hand ein gro­ßer Teil aller Ber­li­ner Woh­nun­gen läge.

Als das Eck­punk­te­pa­pier zum “Mie­ten­de­ckel” in der ver­gan­ge­nen Woche bekannt wur­de, rutsch­ten Akti­en­kur­se gro­ßer Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men ab. Auch am Diens­tag kamen die Papie­re von Deut­sche Woh­nen und Ado Pro­per­ties nicht auf die Bei­ne. Ana­lys­tin Vale­rie Gue­zi von der fran­zö­si­schen Invest­ment­bank Exa­ne BNP Pari­bas geht zwar in einer am Diens­tag vor­ge­leg­ten Stu­die eher nicht davon aus, dass das geplan­te Ein­frie­ren der Mie­ten für fünf Jah­re in Ber­lin umge­setzt wird. Doch ange­sichts des poli­ti­schen Drucks sei eine wie auch immer gear­te­te Miet­preis­re­gu­lie­rung bereits 2020 wahr­schein­lich, schreibt die Exper­tin in einer Bran­chen­stu­die.

Mehr zum The­ma — “Frei­er Woh­nungs­markt führt zu Woh­nungs­not”: Ber­li­ner Mie­ter-Akti­vist im Gespräch

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Russische Musik in Berlin mit Waleri Gergijew : Eindrücke, Stimmen und … Politik (Video)


Seit 31 Jah­ren lei­tet Ger­gi­jew das tra­di­ti­ons­rei­che Mari­in­ski-Thea­ter in Sankt Peters­burg. Neben­bei wird er seit vie­len Jah­ren auch von den bes­ten Häu­sern Euro­pas als Chef­di­ri­gent ver­pflich­tet – von 2005 bis 2013 war er bei den Lon­do­ner, seit 2015 ist er bei den Münch­ner Phil­har­mo­ni­kern tätig. Über sei­ne Per­son wird in Deutsch­land hef­tig gestrit­ten. Ihm wer­den eine “unre­flek­tier­te Hal­tung zu Wla­di­mir Putin” und Nähe zur Macht vor­ge­wor­fen.

Mehr zum The­ma — ‘Ein Gebet für Pal­my­ra’ — Wale­ri Ger­gi­jews Sym­pho­nie­kon­zert für die befrei­te Oasen­stadt — kom­plett

In der Tat : Ger­gi­jew ver­heim­licht sei­ne poli­ti­schen Ansich­ten nicht und macht sich immer wie­der mit sei­nen Äuße­run­gen von sich reden. Doch die Vor­wür­fe haben mit sei­ner Bedeu­tung für Musik und Kul­tur nichts zu tun. Mit sei­nen Inter­pre­ta­tio­nen rus­si­scher Musik besu­chen Ger­gi­jew und sein Mari­in­ski-Orches­ter Ber­lin zum zwei­ten Mal in die­sem Jahr. RT Deutsch war bei sei­nem Auf­tritt in Ber­li­ner Kon­zert­haus, wo er weni­ger bekann­te Stü­cke der rus­si­schen Kom­po­nis­ten Pjotr Tscha­j­kow­ski, Rodi­on Scht­sche­drin und Dmi­tri Schosta­ko­witsch auf­führ­te.

Mehr zum The­ma — Gro­ße Kul­tur­di­plo­ma­tie kommt – Star­di­ri­gent Ger­gi­jew star­tet in Ber­lin “Rus­si­an Sea­sons”

RT Deutsch


Sieg” oder “Sieg Heil”? – Neue Verdachtsfälle rechtsextremer Netzwerke in der Polizei Berlin


Es ist Auf­ga­be der Poli­zei als “inner­halb eines Staats­ge­bil­des wir­ken­de Gewalt­macht”, Straf­ta­ten zu ermit­teln und zu bekämp­fen sowie Kri­mi­na­li­tät vor­zu­beu­gen. Bekannt­lich sind Poli­zis­ten, gera­de in Metro­pol­re­gio­nen wie Ber­lin, dabei eini­gen Her­aus­for­de­run­gen aus­ge­setzt – Per­so­nal­man­gel, unzu­rei­chen­de mate­ri­el­le und per­so­nel­le Aus­stat­tung, unter­durch­schnitt­li­che Bezah­lung und zuneh­men­de Anfein­dun­gen im Rah­men eines all­ge­mein immer raue­ren Tons in der Gesell­schaft.

Affen­ge­räu­sche in der Sport­are­na

Wenn die Haupt­auf­ga­ben der Poli­zei von den Beam­ten selbst unter­lau­fen und Straf­ta­ten began­gen wer­den, soll­te man in einem Rechts­staat Kon­troll­in­stan­zen ver­mu­ten. Doch dass die­se aus­rei­chend funk­tio­nie­ren, wird nach den Ereig­nis­sen in Hes­sen und sich häu­fen­den Ver­dachts­fäl­len auch in Ber­lin in Fra­ge gestellt.

Ein Sozi­al­ar­bei­ter, der Ende April ver­gan­ge­nen Jah­res Jugend­li­che mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zu einem Bas­ket­ball­spiel in der Mer­ce­des-Benz-Are­na beglei­te­te, hat­te zunächst mit einer Kol­le­gin beob­ach­tet, wie meh­re­re Män­ner einen Spie­ler der geg­ne­ri­schen Mann­schaft mit Affen­ge­räu­schen zu belei­di­gen ver­such­ten. Doch erst, als er dann aus der­sel­ben Grup­pe “Sieg und Heil”-Rufe ver­nahm, erstat­te­te er noch im Sta­di­on Anzei­ge.

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Der Beschul­dig­te, Tobi­as B., sag­te, er sei im Sta­di­on mit ande­ren in die “Sieg”-Rufe des Fan­blocks von Alba Ber­lin ein­ge­fal­len, “Heil”-Rufe habe er gar nicht gehört. Im Anschluss an die­sen Vor­fall soll die Poli­zei bei der Kon­trol­le der drei Män­ner auf deren Han­dys Inhal­te mit rechts­ex­tre­mem Inhalt gefun­den haben. Eine der an der Kon­trol­le betei­lig­ten Beam­ten hat laut taz vor Gericht erklärt, dass die drei bereits in der Ver­gan­gen­heit wegen der Ver­let­zung von Poli­zei­dienst­vor­schrif­ten in einem rech­ten Kon­text auf­ge­fal­len sei­en.

Die Män­ner wur­den zu unter­schied­li­chen Geld­stra­fen ver­ur­teilt. Die Öffent­lich­keit erfuhr dies aber nicht durch die Poli­zei, die sich auf lau­fen­de Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren berief.

Dass der Beam­te auf Pro­be nach dem Vor­fall in den regu­lä­ren Dienst über­nom­men wor­den sein soll, beängs­tigt laut taz den Sozi­al­ar­bei­ter, der als Zeu­ge aus­ge­sagt hat. 

Er wur­de in den Poli­zei­dienst beru­fen, obwohl das Ver­fah­ren schon lief, wenn auch noch kein Urteil gefal­len war. Das ist vor allem vor dem Hin­ter­grund der Debat­te um rech­te Ten­den­zen auch bei der Ber­li­ner Poli­zei unver­ständ­lich.

Meh­re­re Ber­li­ner Poli­ti­ker for­dern ver­stärk­te Ermitt­lun­gen zu der Fra­ge, ob es ein rech­tes Netz­werk in der Poli­zei gebe, nach­dem sich Vor­fäl­le gehäuft hat­ten, bei denen sowohl gegen das Grund­ge­setz als auch gegen Dienst­vor­schrif­ten ver­sto­ßen wur­de.

So sol­len der­ar­ti­ge Straf­ta­ten von Poli­zis­ten sta­tis­tisch erfasst wer­den, außer­dem sol­len Umfeld­prü­fun­gen bei ver­däch­ti­gen Beam­ten erfol­gen und es einen Poli­zei­be­auf­trag­ten geben, damit das Mel­den straf­recht­lich rele­van­ter Vor­gän­ge den jewei­li­gen Berufs­weg nicht gefähr­det – wie es der­zeit laut Medi­en­be­rich­ten bei einem Unter­of­fi­zier des Kom­man­dos Spe­zi­al­kräf­te (KSK) der Fall zu sein scheint, der dem­zu­fol­ge trotz zahl­rei­cher Bele­ge auf­grund viel­fa­cher Hin­wei­se über mut­maß­lich rechts­ex­tre­me Sol­da­ten ent­las­sen wer­den soll – das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um wies zurück, dass der Grund für die Ent­las­sung die Whist­leb­lo­wing-Akti­vi­tät an sich gewe­sen sei.

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Lebens­be­droh­li­che rechts­ex­tre­me Anschlä­ge nicht auf­ge­klärt

Dass es sich um mehr als Ein­zel­fäl­le han­delt, wies die Ber­li­ner Poli­zei zurück. Doch seit Juni 2016 wur­den allein in Ber­lin-Neu­kölln mehr als ein Dut­zend Brand­an­schlä­ge ver­übt, bei denen das Ziel Pri­vat­ei­gen­tum von Bür­gern war, die sich offen gegen rech­te Gewalt posi­tio­nie­ren.

Bri­sant sind vor allem Fäl­le, in denen sich der Ver­dacht auf­drängt, dass Behör­den und Poli­zis­ten rech­te Gewalt­ta­ten nicht ahn­den – bei­spiels­wei­se bei lebens­be­droh­li­chen rechts­ex­tre­men Anschlä­gen gegen Poli­ti­ker, Gewerk­schaf­ter und Bür­ger in Ber­lin.

Ein sol­cher Fall, in dem der Ver­fas­sungs­schutz es ver­säum­te, einen Poli­ti­ker zu war­nen, obwohl ihm bekannt war, dass die­ser und sein pri­va­ter Wohn­sitz von Vor­be­straf­ten aus­ge­späht wur­de, ist der des Ber­li­ner Lin­ken-Abge­ord­ne­ten Ferat Kocak. Des­sen Auto wur­de am 1. Febru­ar 2018 in Brand gesetzt, das Feu­er hät­te vom Car­port auf das Wohn­haus und eine Gas­lei­tung über­grei­fen kön­nen, wäre er nicht recht­zei­tig auf­ge­wacht, um es zu löschen :

Auf der einen Sei­te war die Gas­lei­tung. Es hät­te einen ver­hee­ren­den Knall gege­ben, und wenn ich nicht auf­ge­wacht wäre, hät­ten wir auch ein bren­nen­des Haus und drei Lei­chen”, so der gebür­ti­ge Kreuz­ber­ger.

Kocaks Mut­ter, die im glei­chen Haus leb­te, erlitt zwei Tage nach dem Anschlag einen Herz­in­farkt.

LKA-Beam­ter und vor­be­straf­ter Neo­na­zi zusam­men in Knei­pe

Als Haupt­ver­däch­ti­ge gel­ten Sebas­ti­an T. und Tilo P., die bereits als “mehr­fach vor­be­straf­ter Neo­na­zi und gewalt­tä­ti­ger Rechts­ex­tre­mist aus der Hoo­li­gan-Sze­ne” vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet wur­den, wie in Medi­en­be­rich­ten heißt. Der Ver­fas­sungs­schutz habe im Lau­fe der Ermitt­lun­gen bereits zu Beginn des Jahrs 2017 mit­be­kom­men, wie einer der bei­den dem Poli­ti­ker auf sei­nem Weg nach Hau­se folg­te, um dem ande­ren des­sen Wohn­sitz mit­zu­tei­len. Auch der Staats­schutz des Ber­li­ner Lan­des­kri­mi­nal­am­tes habe Kennt­nis von die­sen Aus­kund­schaf­tun­gen, wie das ARD-Maga­zin Kon­tras­te unter Beru­fung auf Doku­men­te berich­te­te, die den Redak­tio­nen von Kon­tras­te und rbb24 Recher­che vor­lie­gen. Gewarnt wur­de Kocak von kei­ner der Stel­len.

Mehr zum The­ma — Nach Schat­ten­ar­mee in Bun­des­wehr : LKA ermit­telt gegen mut­maß­lich rechts­ex­tre­me Poli­zis­ten-Zel­le

Statt­des­sen sol­len dem Bericht zufol­ge zwei Mit­ar­bei­ter des Ver­fas­sungs­schut­zes einen LKA-Beam­ten aus dem Obser­va­ti­ons­team zusam­men mit dem Haupt­ver­däch­ti­gen und drei wei­te­ren Neo­na­zis in einer Neu­köll­ner Knei­pe gese­hen haben.

Die Ber­li­ner Mor­gen­post zitiert “Krei­se der Sicher­heits­be­hör­den” spä­ter mit der Aus­sa­ge, dass der LKA-Beam­te am betref­fen­den Tag tat­säch­lich in der Knei­pe gewe­sen sei. Dabei habe des­sen Beglei­ter dem Neo­na­zi Sebas­ti­an T. jedoch ledig­lich “zum Ver­wech­seln ähn­lich gese­hen”. Die Innen­ver­wal­tung erklär­te, dass “eine Ver­wechs­lung nicht aus­ge­schlos­sen” erscheint, und das Ver­fah­ren gegen den Poli­zis­ten wur­de ein­ge­stellt.

Die Ermitt­lun­gen der Behör­den in der seit nun­mehr drei Jah­ren andau­ern­den Anschlags­se­rie haben bis­her zu kei­nen Erkennt­nis­sen geführt.

Mehr zum The­ma — Offe­ner Brief von Ange­hö­ri­gen der Opfer des Anschlags auf dem Breit­scheid­platz an den Bun­des­tag

Heil Hit­ler” und Pfusch im Fall Anis Amri ?

Außer den Brand­an­schlä­gen wur­den eine Rei­he von Miss­stän­den mit rech­ten Hin­ter­grün­den bei der Ber­li­ner Poli­zei bekannt. Unter ande­rem in der für Extre­mis­mus­be­kämp­fung zustän­di­gen und mit dem Fall Anis Amri betrau­ten Abtei­lung, wo der Poli­zei­ober­kom­mis­sar rechts­ex­tre­me Text­nach­rich­ten in einem Chat ver­sen­de­te und eine Nach­richt mit “88” – einem Code für “Heil Hit­ler” – unter­schrie­ben hat. Der­sel­be Poli­zist habe im Zusam­men­hang mit dem Anschlag am Breit­scheid­platz Akten ver­schwin­den las­sen, am Ende aber ledig­lich einen Ver­weis erhal­ten.

Die Obser­va­ti­on Amris wur­de im Juni 2016 ein­ge­stellt, und der poli­zei­li­che Staats­schutz befass­te sich mit der Räu­mung des Haus­pro­jekts in der Riga­er Stra­ße in Ber­lin-Fried­richs­hain. Im Dezem­ber 2017 erhiel­ten mehr als 40 Ber­li­ner, die dem Umfeld der Riga­er Stra­ße zuge­ord­net wur­den, anony­me Droh­brie­fe.

Ihr denkt, Ihr seid anonym und kei­ner kennt euch?”, hieß es in dem Schrei­ben, in dem gedroht wur­de, die Wohn­adres­sen und Fotos der Emp­fän­ger an die Neo­na­zi­sze­ne wei­ter­zu­lei­ten.

Die Daten wur­den aus dem Poli­zei­da­ten­sys­tem abge­ru­fen – vom Rech­ner der Lebens­part­ne­rin des Beam­ten aus, die eben­falls beim LKA tätig und für Links­ex­tre­me zustän­dig war. Gegen sie wur­de laut Tages­spie­gel gar nicht ermit­telt.

Mehr zum The­ma — Legal, ille­gal, scheiß­egal : Räu­mung der Riga­er Stra­ße 94 durch CDU-Innen­se­na­tor war unrecht­mä­ßig

Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Petra Pau, die für die Links­par­tei im Aus­schuss für Inne­res und Hei­mat sitzt und selbst bereits zahl­rei­che Mord­dro­hun­gen mit rech­tem Hin­ter­grund erhal­ten hat, sag­te dem ARD-Maga­zin Kon­tras­te, dass die Gene­ral­bun­des­an­walt­schaft “die Ermitt­lun­gen an sich zie­hen” und prü­fen müs­se, “inwie­weit wir es hier mit einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung oder der Schaf­fung einer sol­chen zu tun haben”, wenn die Ber­li­ner Sicher­heits­be­hör­den damit über­for­dert sei­en. 

Ber­lins Innen­se­na­tor Andre­as Gei­sel (SPD) befand im März, dass der­ar­ti­ge Vor­fäl­le wie der Brand­an­schlag auf den Lin­ken-Poli­ti­ker Kocak “als Ter­ro­ris­mus ein­ge­stuft wer­den kön­nen”. Daher habe man ange­regt, dass der Gene­ral­bun­des­an­walt in Karls­ru­he die Ermitt­lun­gen über­neh­me.

In die­ser Woche ist am SPD-Bür­ger­bü­ro von Innen­se­na­tor Gei­sel eine Schei­be beschä­digt wor­den. Der poli­zei­li­che Staats­schutz, der bei Taten ein­ge­schal­tet wird, hin­ter denen ein poli­ti­sches Motiv ver­mu­tet wird, ermit­telt laut Poli­zei wegen Sach­be­schä­di­gung.

RT Deutsch


Zu Besuch in Berlin : US-Außenminister Pompeo trifft Merkel und Maas


US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo holt am Frei­tag sei­nen vor gut drei Wochen kurz­fris­tig abge­sag­ten Deutsch­land­be­such nach. Damals zog er es vor, wegen der Iran-Kri­se in den Irak zu rei­sen, und sorg­te damit für Irri­ta­tio­nen in der Regie­rungs­ko­ali­ti­on in Ber­lin. 
Die Dif­fe­ren­zen in der Iran-Poli­tik wer­den bei den Gesprä­chen Pom­pe­os mit Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) und Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) vor­aus­sicht­lich ein Haupt­the­ma sein.

Wäh­rend Deutsch­land sich mit ande­ren euro­päi­schen Län­dern um eine Ret­tung des Abkom­mens zur Ver­hin­de­rung einer ira­ni­schen Atom­bom­be bemüht, sind die USA schon vor einem Jahr aus­ge­stie­gen und set­zen Tehe­ran über Wirt­schafts­sank­tio­nen unter Druck. Wei­te­re The­men dürf­ten Syri­en, der Nah­ost-Kon­flikt zwi­schen Isra­el und den Paläs­ti­nen­sern, Russ­land und der Ukrai­ne-Kon­flikt sein.

Die deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Bezie­hun­gen sind seit dem Amts­an­tritt von US-Prä­si­dent Donald Trump Anfang 2017 ange­spannt. Die US-Regie­rung wirft dem Nato-Part­ner Deutsch­land man­geln­de Mili­tär­aus­ga­ben vor, kri­ti­siert das deutsch-rus­si­sche Pipe­line-Pro­jekt Nord Stream 2 scharf und droht mit Straf­zöl­len wegen des deut­schen Han­dels­über­schus­ses.

Pom­peo tourt eine Woche lang durch Euro­pa

Bis zum ers­ten Deutsch­land-Besuch Pom­pe­os hat es unge­wöhn­lich lan­ge gedau­ert. Er ist seit mehr als einem Jahr im Amt und hat bereits fast 40 ande­re Län­der besucht. Auf eine Teil­nah­me an der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz hat­te der 55-jäh­ri­ge frü­he­re CIA-Chef im Febru­ar dage­gen ver­zich­tet, obwohl er zu der Zeit tage­lang in Euro­pa unter­wegs war und Polen, die Slo­wa­kei, Ungarn, Bel­gi­en und Island besuch­te.

Bei dem Besuch in Ber­lin wird es zu einem Novum kom­men : Erst­mals wird Pom­peo mit sei­nem Amts­kol­le­gen Maas auf einer Pres­se­kon­fe­renz auf­tre­ten. Bei Maas’ Besu­chen in Washing­ton ver­mied es der US-Außen­mi­nis­ter bis­her, sich gemein­sam mit sei­nem deut­schen Kol­le­gen den Fra­gen der Jour­na­lis­ten zu stel­len.

Nach sei­nem Besuch in Ber­lin will Pom­peo in die Schweiz und die Nie­der­lan­de wei­ter­rei­sen und schließ­lich US-Prä­si­dent Donald Trump auf sei­nem Staats­be­such in Groß­bri­tan­ni­en beglei­ten, teil­te das US-Außen­mi­nis­te­ri­um ver­gan­ge­ne Woche in Washing­ton mit. In Lon­don wird Trump vom 3. bis 5. Juni zum Staats­be­such erwar­tet.

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(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Mit Baseballschläger gegen Nationalismus : Wahlaufruf-Motiv der Jusos in Berlin sorgt für Kritik


Der Ber­li­ner Juso-Lan­des­ver­band hat­te auf der eige­nen Face­book-Sei­te jüngst einen Wahl­auf­ruf gepos­tet. Auf dem Bild ist eine Frau im Kapu­zen­pul­li mit Euro­pa-Flag­gen-Motiv zu sehen, die einen Base­ball­schlä­ger in der Hand hält. Dane­ben ste­hen die Wör­ter : “Natio­na­lis­mus eis­kalt abser­vie­ren!”

Das Motiv stieß auf Kri­tik, vie­le sahen dar­in einen Auf­ruf zur Gewalt. Auch vom eige­nen Lan­des­ver­band kam Miss­bil­li­gung. Der SPD-Lan­des­chef Micha­el Mül­ler, der auch Ber­lins Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter ist, teil­te auf dpa-Anfra­ge mit :

Wir distan­zie­ren uns aus­drück­lich von die­ser Form des Wahl­kampfs. Das vor­lie­gen­de Motiv kann als Auf­ruf zur Gewalt miss­ver­stan­den wer­den.

Vom Juso-Lan­des­ver­band wur­de am Mon­tag auf Anfra­ge die Echt­heit des Face­book-Posts bestä­tigt. Die Juso-Lan­des­vor­sit­zen­de Anni­ka Klo­se teil­te zu dem Motiv mit :

Das Bild lässt Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­räu­me offen und wirft Fra­gen auf. Kurz­um : Es ist pro­vo­kant – und das war auch unse­re Absicht. Im Zusam­men­hang mit der Bild­über­schrift ist die Bot­schaft des Pos­tings näm­lich ein­deu­tig und lässt über­haupt kei­ne Zwei­fel offen : Wir rufen zur Teil­nah­me an der Demons­tra­ti­on ‘Ein Euro­pa für alle’, an der deutsch­land­weit Zehn­tau­sen­de teil­ge­nom­men haben, sowie zur Euro­pa­wahl am 26. Mai auf. Rech­te Kräf­te, die jetzt in einem pro­vo­kan­ten Bild einen Auf­ruf zur Gewalt erken­nen wol­len, erschre­cken sich ver­mut­lich auch bei jeder zwei­ten Fern­seh­wer­bung. 

Zugleich beton­te sie : “Gewalt ist für die Jusos Ber­lin kein Mit­tel der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung.” Die Jusos sind die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der SPD.

Erst vor einer Woche hat­te eine Wahl­kampf­ak­ti­on der Jusos im baye­ri­schen Ans­bach die Uni­on empört und für Ärger auch in den sozia­len Netz­wer­ken gesorgt. Auf einem inzwi­schen gelösch­ten Face­book-Foto einer SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten war ein Turm von Blech­do­sen für einen Wurf­wett­be­werb zu sehen, auf denen die Kon­ter­feis leben­der und toter Poli­ti­ker prang­ten : neben etwa CDU-Che­fin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, CSU-Vize Man­fred Weber und AfD-Poli­ti­kern auch eines von Adolf Hit­ler.

(dpa/rt deutsch)

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