Kanzlerinnen-Dämmerung ? – Bundestag streitet um die Zukunft Deutschlands


Der Bun­des­tag befin­det sich mit­ten in der Haus­halts­de­bat­te. Am Mitt­woch­mor­gen erläu­ter­te Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel dabei ihre poli­ti­schen Plä­ne. Die müde wir­ken­de CDU-Poli­ti­ke­rin ließ dabei gro­ße Inno­va­tio­nen ver­mis­sen. Das merk­te auch die Oppo­si­ti­on : AfD, FDP und Links­par­tei war­fen der Gro­Ko feh­len­de Visio­nen und eine geschön­te Wirt­schafts­la­ge vor.
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Kritik an “antisemitischem” Spiegel-Bericht : Pro-jüdische Vereine betrieben Lobbyismus im Bundestag


Die pro-paläs­ti­nen­si­sche BDS-Bewe­gung (Boy­kott, Des­in­ves­ti­tio­nen und Sank­tio­nen gegen Isra­el) wur­de vom Kampf gegen die Apart­heid inspi­riert. Im Mai ent­schied der Bun­des­tag, die Orga­ni­sa­ti­on sol­le kei­ne öffent­li­chen Gel­der mehr erhal­ten. Uni­on, SPD, FDP und die Grü­nen waren sich einig. Der Abstim­mung folg­te eine Erklä­rung, auf die es von­sei­ten der Poli­ti­ker Kri­tik gab. Laut Spie­gel-Bericht fürch­te­ten sich jedoch vie­le Poli­ti­ker davor, als anti­se­mi­tisch dazu­ste­hen, und so blieb die Kri­tik eher ver­hal­ten. 

Der Bericht, der die Abstim­mung beleuch­tet, wirft den bei­den Ver­ei­nen Wert­e­Initia­ti­ve und Nah­ost Frie­dens­fo­rum (Naf­fo) vor, im Auf­trag der israe­li­schen Regie­rung und des israe­li­schen Geheim­diens­tes Mos­sad agiert zu haben. 

Die Spie­gel-Autoren über die Ver­ei­ne : 

Es ist nicht unge­wöhn­lich, dass Ver­ei­ne ver­su­chen, Par­la­men­ta­ri­ern ihre Inter­es­sen und poli­ti­schen Vor­stel­lun­gen nahe­zu­brin­gen. Bemer­kens­wert aber ist, wie groß der Ein­fluss die­ser bei­den Ver­ei­ne ist, die rela­tiv klein und einer brei­te­ren Öffent­lich­keit kaum bekannt sind. Vor allem aber sind man­che ihrer Metho­den höchst frag­wür­dig. 

Der Vor­sit­zen­de der Wert­e­Initia­ti­ve und ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de von Naf­fo, Elio Adler, wehr­te sich in einem Tweet gegen die Vor­wür­fe : 

Bun­des­tags­mit­glie­der erhiel­ten von Naf­fo etwa Ein­la­dun­gen nach Isra­el für Gesprächs­run­den und bekä­men Spen­den ver­mit­telt. Der Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Felix Klein, hier­zu : 

Die Bun­des­ab­ge­ord­ne­ten sind an Auf­trä­ge und Wei­sun­gen nicht gebun­den und nur ihrem Gewis­sen unter­wor­fen. Und es soll­te eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein, vor einer Abstim­mung wie zu BDS unter ande­rem auch jüdi­sche Stim­men zum The­ma zu hören, um sich eine fun­dier­te Mei­nung bil­den zu kön­nen. 

Auch Klein taucht in dem Spie­gel-Bericht auf. Chris­ti­an Schmidt (CSU) wird zitiert, wie er Klein nach des­sen Äuße­run­gen in Bezug auf die Kri­tik an der BDS-Bewe­gung zurecht­wies : 

Lie­ber Herr Klein, wenn ich mich nicht irre, sind Sie der Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung. Als Teil der Exe­ku­ti­ve sind Sie nicht für die Par­la­ments­ar­beit zustän­dig. 

Der Spie­gel-Bericht aber beschreibt nur Ver­dachts­mo­men­te gegen die bei­den Ver­ei­ne. So stimm­ten etwa die Ansich­ten von Naf­fo mit der des israe­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Netan­ja­hu “ver­blüf­fend über­ein”. 

Naf­fo bestritt auf Nach­fra­ge des Spie­gels nach einer Stel­lung­nah­me eine Zusam­men­ar­beit mit der israe­li­schen Regie­rung. Auch habe es noch nie Poli­ti­kern Spen­den ange­bo­ten. Eine Rück­fra­ge der Bild-Zei­tung bei der israe­li­schen Regie­rung brach­te eben­falls kei­ne Bestä­ti­gung, die eine Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Regie­rung Netan­ja­hus und der Ver­ei­ne bestä­tig­te. 

Der CDU-Innen­ex­per­te Chris­toph de Vries schrieb an die Spie­gel-Autoren :

(Abge­ord­ne­te wir er wür­den) aus vol­ler Über­zeu­gung und his­to­ri­scher Ver­ant­wor­tung gegen Initia­ti­ven ein­tre­ten, die mit dem Auf­ruf zum Boy­kott israe­li­scher Waren (…) an das Nazi-Mot­to “Kauft nicht bei Juden” anknüpf­ten.

RT Deutsch


Ja zu Europa, ja zur NATO : Merkel erläutert im Bundestag künftige EU-Politik


Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel hat bei ihrer heu­ti­gen Regie­rungs­er­klä­rung im Bun­des­tag für eine geein­te EU und deut­sche Ver­ant­wor­tung gewor­ben : Ob bei inne­rer Sicher­heit, Asyl­po­li­tik oder Auf­rüs­tung. Beim The­ma Bre­x­it stell­te sie Groß­bri­tan­ni­en ein Ulti­ma­tum, Sicher­heits­vor­keh­run­gen für einen har­ten Aus­stieg des Lan­des aus der EU sei­en bereits getrof­fen.
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Nahles fordert gesetzliche Frauenquote von 50 Prozent für den Bundestag


Ver­gan­ge­ne Woche tra­fen sich Ver­tre­ter von Uni­on, SPD, FDP, Grü­nen und Lin­ken, um über einen höhe­ren Frau­en­an­teil im Bun­des­tag zu spre­chen. Die AfD blieb dem infor­mel­len Tref­fen fern. In Bran­den­burg gibt es seit Janu­ar ein Pari­täts­ge­setz, auch wenn CDU und AfD sich dage­gen­stell­ten.

Laut die­sem müs­sen Par­tei­en einen glei­chen Anteil von Frau­en und Män­nern auf­stel­len. Frank­reich begann im Jahr 2001 mit der Ein­füh­rung eines sol­chen Geset­zes.

In einem Inter­view mit der Rhei­ni­schen Post äußer­te sich Andrea Nah­les zur Frau­en­quo­te im Bun­des­tag : 

Unser Ziel ist die Pari­tät. Denn die Hälf­te der Welt gehört den Frau­en – und damit auch die Hälf­te der Par­la­ments­sit­ze. 

Yvon­ne Mag­was, Spre­che­rin der Frau­en­grup­pe in der Uni­on, sprach von einem rück­stän­di­gen Ver­hal­ten und einer Gefahr für die Demo­kra­tie, wenn der Frau­en­an­teil wei­ter zurück­geht. Auch die neue CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er ver­sprach, sich des The­mas Frau­en­an­teil anzu­neh­men.

Die meis­ten Frau­en im Bun­des­tag gibt es nach abso­lu­ten Zah­len bei der SPD (64), gefolgt von CDU/CSU (49), Grü­nen (39), Lin­ken (37), der FDP (19) und der AfD (10).

RT Deutsch


Bundestag beschließt Rekordhaushalt 2019 — 356 Milliarden Ausgaben


Die gro­ße Koali­ti­on von Uni­on und SPD will unter ande­rem mehr Geld für Sozia­les, Digi­ta­les, Arbeits­markt, Fami­li­en, Ver­tei­di­gung und Ent­wick­lungs­hil­fe aus­ge­ben. Auf neue Schul­den wird dank spru­deln­der Steu­er­ein­nah­men zum sechs­ten Mal in Fol­ge ver­zich­tet. Ein Ver­zicht auf neue Kre­di­te wird als “Schwar­ze Null” bezeich­net.

Mehr zum The­ma — Debat­te im Bun­des­tag – Schar­fe Kri­tik der Oppo­si­ti­on und Mer­kels Wer­ben um den Migra­ti­ons­pakt

Neben Ent­las­tun­gen bei Kran­ken­kas­sen­bei­trä­gen und Ren­ten­ver­bes­se­run­gen ste­hen vor allem Fami­li­en im Fokus — es wird ein Ent­las­tungs­pa­ket von 9,8 Mil­li­ar­den Euro im Jahr geschnürt : 10 Euro mehr Kin­der­geld ab Juli, dazu stei­gen­der Kin­der- und Grund­frei­be­trag. Zudem wird der Ein­kom­mens­steu­er­ta­rif ver­scho­ben, um die belas­ten­den Effek­te der soge­nann­ten kal­ten Pro­gres­si­on für die Bür­ger zu min­dern. (dpa)

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Debatte im Bundestag – Scharfe Kritik der Opposition und Merkels Werben um den Migrationspakt


Es war Ange­la Mer­kels ers­te Bun­des­tags­re­de seit sie am 29. Okto­ber ver­kün­det hat­te, nach 18 Jah­ren auf den CDU-Vor­sitz zu ver­zich­ten. Die Kanz­le­rin wirk­te dabei fast befreit und gab sich für ihre Ver­hält­nis­se lei­den­schaft­lich. Die Gene­ral­de­bat­te über den Haus­halts­ent­wurf nutz­te sie dafür, um unter ande­rem ein­dring­lich für den auch in der Uni­on umstrit­te­nen UN-Migra­ti­ons­pakt zu wer­ben.

Die­ser Pakt für Migra­ti­on, genau­so wie der Pakt für Flücht­lin­ge, ist der rich­ti­ge Ant­wort­ver­such, (…) glo­ba­le Pro­ble­me auch inter­na­tio­nal und mit­ein­an­der zu lösen”. Die, die glaub­ten, sie könn­ten alles allei­ne lösen, wür­den nur an sich den­ken, kri­ti­sier­te Mer­kel. “Das ist Natio­na­lis­mus in reins­ter Form.”

Die UN wol­le mit dem Migra­ti­ons­pakt erst­mals Grund­sät­ze für den Umgang mit Migran­ten fest­le­gen, so Mer­kel. Sie beton­te aber auch, dass der Pakt recht­lich nicht bin­dend sei und natio­na­le Gesetz­ge­bung nicht berüh­re. “Es wird übri­gens nichts unter­zeich­net, nichts unter­schrie­ben, es ist nicht recht­lich bin­dend.” Der Pakt sei in “natio­na­lem Inter­es­se”, weil er die Bedin­gun­gen auf der Welt für Flucht und Arbeits­mi­gra­ti­on ver­bes­sern kön­ne.

Sor­ge der Kanz­le­rin um die Welt und vor Rück­kehr des Natio­na­lis­mus

Besorgt äußer­te sich die Kanz­le­rin über den Zustand der Welt, wo es wegen vie­ler Ein­zel­in­ter­es­sen und einer Rück­kehr des Natio­na­lis­mus zuneh­mend schwie­rig wer­de, glo­ba­le Abkom­men zu schlie­ßen. Die Welt des Kal­ten Krie­ges sei schreck­lich gewe­sen, “aber sie war über­sicht­lich”. Heu­te gebe es ver­schie­de­ne Zen­tren, von denen nicht klar sei, wie sie mit­ein­an­der inter­agie­ren wer­den. Es kom­me auf jedes Land an, ein star­kes Euro­pa sei für Deutsch­land ent­schei­dend.

Mer­kel ver­wies auf die Anstren­gun­gen des schwarz-roten Bünd­nis­ses bei der Ent­las­tung der Fami­li­en und den Ver­bes­se­run­gen bei der Ren­te. Noch vor Weih­nach­ten wer­de die Regie­rung das geplan­te Fach­kräf­te­zu­wan­de­rungs­ge­setz beschlie­ßen. Bei der Digi­ta­li­sie­rung ste­he Deutsch­land in einem glo­ba­len Wett­be­werb. “Die Zeit drängt.”

SPD-Che­fin Andrea Nah­les lob­te den Haus­halt der Koali­ti­on als “Grund­la­ge für Chan­cen­gleich­heit”. Sie ver­wies unter ande­rem auf das Gute-Kita-Gesetz, mit dem sich der Bund ver­pflich­te, für eine Qua­li­täts­ver­bes­se­rung Sor­ge zu tra­gen. Als wei­te­re Errun­gen­schaft nann­te sie die “größ­te Pfle­ge­re­form seit 15 Jah­ren”.

Grü­nen-Frak­ti­ons­chef Hof­rei­ter : Gro­Ko wirkt wie “Selbst­hil­fe­grup­pe”

Schar­fe Kri­tik kam aus der Oppo­si­ti­on. FDP-Chef Chris­ti­an Lind­ner wies dar­auf hin, dass es mit dem Wirt­schafts­wachs­tum nicht so wei­ter­ge­hen wer­de wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Dar­aus müss­ten die poli­ti­schen Kon­se­quen­zen gezo­gen wer­den. Im Bun­des­haus­halt bil­de sich das aber nicht ab. Viel­mehr wür­den Pro­jek­te wie das Bau­kin­der­geld oder die Müt­ter­ren­te “den Etat künf­tig stran­gu­lie­ren”.

2018 ist ein ver­lo­re­nes Jahr. Bei der Wett­be­werbs­fä­hig­keit, bei der Bil­dung, der Digi­ta­li­sie­rung, im Kli­ma­schutz, bei der Die­sel­pro­ble­ma­tik, der Ein­wan­de­rung und Euro­pa”, beklag­te Lind­ner. “Frau Bun­des­kanz­le­rin und Herr See­ho­fer, Sie bei­de haben erkannt, dass Ihre Par­tei­en Erneue­rung brau­chen. Was für Par­tei­en rich­tig ist, das kann für das Land, das kann für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nicht falsch sein. Und des­halb hof­fen wir auf das neue Jahr.”

Grü­nen-Frak­ti­ons­chef Anton Hof­rei­ter hielt der Gro­ßen Koali­ti­on vor, sie wir­ke wie eine “Selbst­hil­fe­grup­pe”, die sich nicht mit den Sor­gen und Nöten der Men­schen beschäf­ti­ge. Die “Gro­Ko” schei­te­re schon bei der Lösung ver­gleichs­wei­se ein­fa­cher Pro­ble­me wie dem Die­sel­skan­dal. “Wie wol­len Sie da die gro­ßen Pro­ble­me lösen?”, füg­te Hof­rei­ter hin­zu. “Die Kli­ma­kri­se war­tet doch nicht.”

Er warb für eine star­ke Euro­päi­sche Uni­on, die allein kön­ne Kli­ma- und Sozi­al­dum­ping in der Wirt­schaft etwas ent­ge­gen­set­zen. Für mehr Gerech­tig­keit und Chan­cen­gleich­heit brau­che es eine Kin­der-Grund­si­che­rung, ein Ende der Immo­bi­li­en­spe­ku­la­tio­nen, Ban­ken­re­gu­lie­rung sowie gerech­te Steu­ern auch für Digi­tal­kon­zer­ne.

Wagen­knecht : Mil­li­ar­den mehr für Waf­fen und Kriegs­ge­rät, nicht genug für Kampf gegen Alters­ar­mut

Lin­ken-Frak­ti­ons­chefin Sah­ra Wagen­knecht ver­wies auf die sozia­len Unter­schie­de in Deutsch­land und hielt der Bun­des­re­gie­rung ent­ge­gen, das Erstar­ken der Rech­ten sei “das Ergeb­nis ihrer Poli­tik”. Sie warn­te dar­über hin­aus, dass ein “Wei­ter so” der Regie­rung zwangs­läu­fig in den Faschis­mus füh­re, da sie die Inter­es­sen der ein­fa­chen Bür­ger nicht mehr bedie­ne. Den Etat für Waf­fen und Kriegs­ge­rät sto­cke die Koali­ti­on um Mil­li­ar­den auf, sei aber nicht in der Lage, alte Men­schen vor Armut zu schüt­zen, allen Kin­dern eine gute Bil­dung zu ermög­li­chen und länd­li­che Regio­nen mit schnel­lem Inter­net zu ver­sor­gen. “Das ist doch eine irre Poli­tik”, sag­te Wagen­knecht. “Ich fin­de, wir haben uns viel zu sehr an die Unfä­hig­keit von Regie­run­gen gewöhnt.”

Der SPD warf sie vor, ihre jüngs­ten For­de­run­gen nach einer Abkehr vom Hartz-IV-Sys­tem sei­en unglaub­wür­dig. Solan­ge die SPD in der Gro­ßen Koali­ti­on blei­be, kön­ne sie “die­se Din­ge noch so gut for­mu­lie­ren”, sag­te Wagen­knecht. “Das nimmt Ihnen doch kei­ner mehr ab.”

Wei­del : “Aus­ga­ben­wahn” mit fal­schen Prio­ri­tä­ten 

AfD-Frak­ti­ons­chefin Ali­ce Wei­del nutz­te die Haus­halts­de­bat­te, um sich zur Spen­den­af­fä­re ihrer Par­tei zu äußern. Es sei­en Feh­ler gemacht wor­den, doch sei alles zurück­ge­zahlt wor­den, sag­te sie zum Auf­takt der Debat­te. Dar­über hin­aus warf sie der Kanz­le­rin eine “Poli­tik der Spal­tung und Unver­nunft” vor. Wei­del sprach von einem “Aus­ga­ben­wahn” mit fal­schen Prio­ri­tä­ten. Die öko­no­mi­sche Grund­la­ge aber habe sich geän­dert, sag­te Wei­del mit Blick auf die ein­ge­trüb­te Kon­junk­tur. An Mer­kel gerich­tet mein­te sie : “Ihre Poli­tik igno­riert kon­se­quent die öko­no­mi­sche Ver­nunft.” Das hal­te auch die stärks­te Volks­wirt­schaft auf Dau­er nicht aus.

Sie atta­ckier­te außer­dem die Migra­ti­ons­po­li­tik : “Wir geben jedes Jahr Geld für den Kampf gegen rechts aus und ande­re Bevor­mun­dun­gen der Bür­ger – aber Frau­en und Mäd­chen kön­nen sich ja abends gar nicht mehr allei­ne auf die Stra­ße wagen aus Furcht vor Über­grif­fen von soge­nann­ten Schutz­su­chen­den.”

Mehr zum The­ma — An der Migra­ti­ons­po­li­tik zeigt sich die Unehr­lich­keit von Regie­rung und Poli­tik

(rt deutsch/dpa/afp)

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Neuer Bundestag kostet Steuerzahler fast eine Milliarde Euro


Der Bun­des­tag wird die Steu­er­zah­ler im neu­en Jahr einem Bericht zufol­ge fast eine Mil­li­ar­de Euro kos­ten. Laut Bild ver­an­schlagt der Bun­des­rech­nungs­hof die Kos­ten des Par­la­ments in einem Bericht auf sat­te 973,7 Mil­lio­nen Euro für das Jahr 2019. Dies sei­en rund 100 Mil­lio­nen Euro mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr – oder auch ein Anstieg um fast zehn Pro­zent.

Mehr zum The­ma — Bun­des­rech­nungs­hof : Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­gab rechts­wid­rig Bera­tungs­ver­trä­ge an McK­in­sey

Die Oppo­si­ti­on kri­ti­siert, dass dies dem Steu­er­zah­ler “nicht mehr ver­mit­tel­bar” sei. In dem Rech­nungs­hof­be­richt sind laut Bild Aus­ga­ben in Höhe von 137 Mil­lio­nen für Mie­te und Unter­halt der Gebäu­de vor­ge­se­hen. Hin­zu kom­men rund 112 Mil­lio­nen für die Frak­tio­nen. Den größ­ten Pos­ten machen die Abge­ord­ne­ten aus, deren Diä­ten sich 2019 auf rund 460 Mil­lio­nen Euro belau­fen sol­len.

Als Grund für die immensen Per­so­nal­kos­ten wird die gestie­ge­ne Zahl der Abge­ord­ne­ten genannt. Der aktu­el­le Bun­des­tag hat 709 Abge­ord­ne­te – somit fast 100 mehr als vor zehn Jah­ren. Durch das Wahl­recht und die anhal­ten­de Schwä­che der soge­nann­ten gro­ßen Volks­par­tei­en kommt es zu vie­len zusätz­li­chen Über­hang­man­da­ten. Die Oppo­si­ti­on for­dert ange­sichts der Kos­ten­ex­plo­si­on eine wei­te­re Reform des Wahl­rechts, um das Par­la­ment zu ver­klei­nern.

Das ist dem Steu­er­zah­ler nicht mehr ver­mit­tel­bar”, so FDP-Geschäfts­füh­rer Mar­co Busch­mann zu Bild. Auch der Co-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Lin­ken Diet­mar Bartsch will dem­nach eine Ver­än­de­rung : “Wir unter­stüt­zen alle Bemü­hun­gen des Bun­des­tags­prä­si­den­ten für eine Wahl­rechts­än­de­rung.”

RT Deutsch


Lahme Ente“: Kanzlerin Merkel verliert ihre „rechte Hand“ im Bundestag


Die Bun­des­bür­ger wer­den wohl immer stolz auf Ange­la Mer­kel sein, egal was ihr künf­tig pas­sie­ren soll­te. Denn laut einer Umfra­ge haben die Deut­schen die ers­te Frau an der Spit­ze der Macht in der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik über den ers­ten Kanz­ler Kon­rad Ade­nau­er und den „Kanz­ler der Ein­heit“, Hel­mut Kohl, gestellt.
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