Winterchaos is back : Warnung an Autofahrer, Chaos in Dresden, Lawinenabgang im Süden


Das Win­ter­cha­os scheint nach einer klei­nen Ver­schnauf­pau­se wie­der zurück zu sein. Am Sonn­tag sol­len vor allem im Süden Deutsch­lands bis zu 20 Zen­ti­me­ter Neu­schnee fal­len. Die Fol­ge : glat­te Stra­ßen, Lawi­nen­ge­fahr und Flug­aus­fäl­le.
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Maas in Russland, Chaos in England, RT in Deutschland : Ein Wochenrückblick auf den medialen Abgrund


Von Tho­mas Schwarz

Eine neue Ent­span­nungs­po­li­tik gegen­über Russ­land wäre für die bun­des­weit auf 15 Pro­zent abge­stürz­te SPD eine ech­te, mög­li­cher­wei­se die letz­te Chan­ce, Wäh­ler zu mobi­li­sie­ren. Nach­dem die Par­tei auf dem Gebiet der Sozi­al­po­li­tik ihre Glaub­wür­dig­keit ver­lo­ren hat, könn­te sie immer­hin noch auf das rei­che Erbe Wil­ly Brandts und sei­ner Ost­po­li­tik bau­en. Umfra­gen bele­gen schließ­lich eine gro­ße Sehn­sucht der Deut­schen nach einer Freund­schaft zu Russ­land. Auch zei­gen die empö­ren­den Äuße­run­gen des US-Bot­schaf­ters Richard Grenell, wie weit die Zer­rüt­tung der deutsch-ame­ri­ka­ni­schen “Freund­schaft” bereits fort­ge­schrit­ten ist. Dazu kommt, dass die SPD den Außen­mi­nis­ter stellt und dadurch theo­re­tisch sehr ein­fach und sehr wir­kungs­voll öffent­li­che Akzen­te set­zen könn­te.

Die außen­po­li­ti­sche Selbst­zer­stö­rung des SPD

Doch die Sozi­al­de­mo­kra­ten bewe­gen sich außen­po­li­tisch in selbst­zer­stö­re­ri­scher Wei­se in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung und set­zen beharr­lich auf das fal­sche, das trans­at­lan­ti­sche Pferd.

So berich­tet die Tages­schau : “Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas ver­folgt seit sei­nem Amts­an­tritt eine Außen­po­li­tik, die sich von sei­nen SPD-Vor­gän­gern absetzt.” Die Nach­Denk­Sei­ten schrei­ben dazu : “Das erin­nert schmerz­lich an die rät­sel­haf­te Ent­schei­dung der SPD, den Russ­land im Ver­gleich zu Maas stär­ker zuge­wand­ten und unter ande­rem dar­um belieb­ten Sig­mar Gabri­el durch einen mut­maß­li­chen Trans­at­lan­ti­ker wie Maas zu erset­zen. Der im letz­ten Jahr auf­kei­men­de Unmut an der SPD-Basis über den Kon­fron­ta­ti­ons­kurs gegen­über Russ­land wur­de bis­her lei­der nicht in per­so­nel­le und kon­zep­tu­el­le Ände­run­gen umge­setzt.”

Beson­ders pro­ble­ma­tisch scheint dabei – neben Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas – die Per­so­na­lie des außen­po­li­ti­schen Spre­chers der SPD-Frak­ti­on Nils Schmid zu sein. Der leg­te Russ­land kürz­lich eine gan­ze Lis­te mit “For­de­run­gen” des Wes­tens vor : eine “regel­ba­sier­te Ord­nung”, die “Wah­rung von Men­schen­rech­ten”, “fai­re Wah­len” und “Demo­kra­tie”. Schmid fol­ger­te, “all das” – also in Russ­land angeb­lich feh­len­de Men­schen­rech­te, Wah­len und Demo­kra­tie – ver­bie­te “einen ver­klä­ren­den Blick auf Russ­land”.

SPD : Arro­gan­te Moral­pre­dig­ten für Russ­land

Doch die außen­po­li­ti­sche Ver­wir­rung der SPD geht noch tie­fer, wie noch­mals die Nach­Denk­Sei­ten ergän­zen : “Die Dif­fa­mie­rung Russ­lands durch füh­ren­de SPD-Poli­ti­ker erschöpft sich nicht in sol­chen all­ge­mei­nen Moral­pre­dig­ten. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten füh­len sich aktu­ell auch auf­ge­for­dert, in kon­kre­ten Fra­gen gegen die Rus­sen zu argu­men­tie­ren.” So ver­or­tet Hei­ko Maas laut Medi­en die allei­ni­ge Ver­ant­wor­tung für das Ende des INF-Ver­trags in Mos­kau und stützt damit die unhalt­ba­re NATO-Posi­ti­on zum The­ma : “Russ­land habe noch eine ‘letz­te Chan­ce’, um den INF-Ver­trag ein­zu­hal­ten, den nur Russ­land, aber nicht die USA ver­letzt habe”, zitiert Tele­po­lis Ver­ant­wort­li­che des “Ver­tei­di­gungs­bünd­nis­ses”.

Auch auf sei­ner aktu­el­len Russ­land-Rei­se woll­te Maas von die­ser Arro­ganz nicht las­sen und wies Russ­land aber­mals die Ver­ant­wor­tung für das vor­aus­sicht­li­che Schei­tern des INF-Ver­trags zu, wie die Tages­schau berich­tet : “Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas hat bei sei­nem Besuch in Mos­kau ein­dring­lich an Russ­land appel­liert, im Streit über das Ver­bot ato­ma­rer Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten ein­zu­len­ken : ‘Wir sind der Auf­fas­sung, dass Russ­land den Ver­trag ret­ten kann’.”

Die­sem ein­sei­ti­gen und dar­um tak­tisch ver­hee­ren­den Stand­punkt stellt sich etwa der Geschäfts­füh­rer der “Natur­wis­sen­schaft­le­rIn­nen-Initia­ti­ve”, Pas­cal Luig, ent­ge­gen : 

Abrüs­tung und der Gedan­ke der gemein­sa­men Sicher­heit erfor­dern aber kei­ne ein­sei­ti­gen Schuld­zu­wei­sun­gen, son­dern Ange­bo­te zum Dia­log und Ver­trau­en in geschlos­se­ne Abkom­men. Pro­pa­gan­dis­ti­sche Ankla­gen hel­fen nicht wei­ter und len­ken von den wah­ren Moti­ven unge­hemm­ter Auf­rüs­tung ab. Die Bun­des­re­gie­rung täte gut dar­an, auf bei­de Sei­ten zuzu­ge­hen und zu ver­mit­teln.”

LINKE reicht Russ­land die Hand

In die­sem Zusam­men­hang ist dar­um die kla­re Hal­tung der Links­frak­ti­on im Bun­des­tag zur Rück­kehr der rus­si­schen Dele­ga­ti­on in den Euro­pa­rat zu begrü­ßen : Die Ent­schei­dung der rus­si­schen Staats­du­ma, kei­ne Dele­ga­ti­on zur Win­ter­sit­zung der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes zu ent­sen­den, sei “das Spie­gel­bild zu den Ver­su­chen anti­rus­si­scher Hard­li­ner in der Ver­samm­lung, eine Rück­kehr der Dele­ga­ti­on zu ver­hin­dern”. Nach wie vor bestün­de “die Gefahr mas­si­ver Ein­schrän­kun­gen für eine mög­li­che rus­si­sche Dele­ga­ti­on, die von rus­si­scher Sei­te nicht akzep­tiert wer­den” könn­ten, so die LINKE.

Wohin sich aller­dings trotz sol­cher Appel­le die Real­po­li­tik – in Form von Bun­des­wehr-Papie­ren – bewegt, stellt “Jus­ti­ce Now” unter der Über­schrift “Rüs­tung gegen Russ­land” klar : “Deutsch­land soll künf­tig nicht nur am Hin­du­kusch und in der Sahel­zo­ne, son­dern zudem auch wie­der in Ost­eu­ro­pa ‘ver­tei­digt’ wer­den. Nie­der­ge­schrie­ben ist dies in den neu­es­ten Stra­te­gie­pa­pie­ren der Bun­des­wehr. Deut­li­cher ist wohl nach dem Ende der Block­kon­fron­ta­ti­on noch nie ein Krieg mit Russ­land öffent­lich ein­seh­bar durch­ge­spielt wor­den.”

Ruft Hei­ko Maas etwa zum Wider­stand gegen die USA ?

Ver­wir­rend waren ange­sichts die­ser Infor­ma­tio­nen wie­der­um jüngs­te Äuße­run­gen von Hei­ko Maas gegen die Sta­tio­nie­rung neu­er ato­ma­rer Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten in Deutsch­land und Euro­pa. In einem Inter­view der Deut­schen Pres­se-Agen­tur sag­te er Wider­stand in Deutsch­land gegen eine neue Atom­auf­rüs­tung vor­aus, falls der 30 Jah­re alte INF-Ver­trag zwi­schen Russ­land und den USA zum Ver­bot von Mit­tel­stre­cken­waf­fen plat­zen soll­te, wie RT berich­te­te : “Euro­pa darf auf gar kei­nen Fall zum Schau­platz einer Auf­rüs­tungs­de­bat­te wer­den”, sag­te Maas. “Eine Sta­tio­nie­rung neu­er Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten wür­de in Deutsch­land auf brei­ten Wider­stand sto­ßen.”

Die Fra­ge ist aber : Wes­sen “Wider­stand” meint Maas hier ? Den der Poli­tik ? Will er also selbst Wider­stand gegen die US-Auf­rüs­tung leis­ten ? Oder möch­te er die­sen Wider­stand wie in den 80er-Jah­ren der Bevöl­ke­rung über­las­sen ? Zur Erin­ne­rung : Die brei­te Frie­dens­be­we­gung konn­te die Sta­tio­nie­rung von US-Rake­ten damals nicht ver­hin­dern. Sol­chen zwei­deu­ti­gen und dadurch höchst­wahr­schein­lich fol­gen­lo­sen Ankün­di­gun­gen kön­nen sich dann sogar die (Oliv-)Grünen anschlie­ßen : Die befan­den es für “längst über­fäl­lig, dass Außen­mi­nis­ter Maas mehr Enga­ge­ment für Rüs­tungs­kon­trol­le und Abrüs­tung zeigt”. Allein die Tat­sa­che, dass sich die der anti­rus­si­schen Mei­nungs­ma­che beson­ders ver­schrie­be­ne Par­tei hier Maas anschließt, soll­te skep­tisch stim­men.

Anar­chy in the UK : Bre­x­it-Schock­be­rich­te sol­len Bür­ger ver­schre­cken

Die gro­ßen west­li­chen Medi­en möch­ten die Bür­ger ger­ne gegen wei­te­re Exit-Bestre­bun­gen aus der EU imprä­gnie­ren. Aus die­sem Grund wird die aktu­el­le Situa­ti­on in wahl­wei­se düs­te­ren oder grel­len Far­ben gezeich­net. So pro­gnos­ti­ziert der Tages­spie­gel stell­ver­tre­tend für den all­ge­mei­nen Medi­en-Tenor, dass im Fal­le des “har­ten Bre­x­it” das “Heu­len und Zäh­ne­klap­pern ohren­be­täu­bend” zuneh­men wird, auf der Insel wie auf dem Kon­ti­nent : “Kei­ne Sei­te ist wirk­lich vor­be­rei­tet auf einen ‘har­ten Bre­x­it’ ohne Ver­trag und Über­gangs­re­geln. Der Stich­tag 29. März wür­de zu einer Kata­stro­phe : für die Bri­ten, für die Deut­schen, für die EU.”

Auch die Süd­deut­sche Zei­tung sieht Eng­land in Trüm­mern : “Der­weil steht in Par­la­ment und Regie­rung kein Stein mehr auf dem ande­ren.” Durch sol­che Hiobs­bot­schaf­ten hof­fen eini­ge gro­ße Medi­en, die Stim­mung dre­hen zu kön­nen : “Die Mehr­heit der Bür­ger wür­de mitt­ler­wei­le im Zwei­fel in einer neu­en Abstim­mung schon des­halb gegen den Aus­tritt stim­men, um das Cha­os zu been­den.” Und auch klei­ne­re Medi­en wie die Ober­hes­si­sche Pres­se hof­fen auf einen durch “das Cha­os” aus­ge­lös­ten erzie­he­ri­schen Effekt pro EU :

Mil­lio­nen Men­schen in den ande­ren EU-Län­dern erken­nen jetzt : Die EU ist doch mehr als nur ein Büro­kra­tie­mons­ter, das sei­ne Bür­ger mit unsin­ni­gen Ver­ord­nun­gen über die Krüm­mung von Gur­ken gän­gelt. Die von Poli­ti­kern so oft wie­der­hol­te Flos­kel, dass die euro­päi­sche Eini­gung Frie­den und Wohl­stand garan­tiert, ist doch kein lee­res Geschwa­fel. Wer ange­sichts des­sen noch vom ‘Dexit’ träumt, muss schon Augen und Ohren ganz fest vor der Rea­li­tät ver­schlie­ßen.”

Ob sich aber nicht eher die­ses Medi­um vor der Rea­li­tät ver­schließt, fragt tref­fend die Welt : “Der Aus­gang eines zwei­ten Refe­ren­dums gilt mit­nich­ten als sicher. Je län­ger der Bre­x­it die bri­ti­sche Gegen­wart ver­düs­tert, des­to mehr rumort es unter der Ober­flä­che : Bloß raus aus der EU-Zwick­müh­le ! Groß­bri­tan­ni­en hat kei­ne euro­päi­sche Iden­ti­tät gewon­nen, die EU ist und bleibt dem Land fremd. Eine Wie­der­ho­lung des Aus­gangs wie 2016 ist daher durch­aus mög­lich.”

Demokratie”-Verständnis : Wah­len nur für die “bes­ten Bür­ger”

Aus die­sem Grund wür­den man­che Medi­en Wah­len ger­ne für die “bes­ten Bür­ger” reser­vie­ren. Die­se Arro­ganz vie­ler Redak­teu­re gegen­über dem Wahl­volk ist bekannt, aber immer wie­der bedenk­lich : “Wäh­len ist kein Kin­der­spiel. Wer es an der Wahl­ur­ne nur mal ‘denen da oben’ zei­gen will, dem kann das bri­ti­sche Exem­pel ver­deut­li­chen, was pas­sie­ren kann. Die reprä­sen­ta­ti­ve Regie­rungs­form ist exis­ten­zi­ell dar­auf ange­wie­sen, dass in den Par­la­men­ten die bes­ten Bür­ger sit­zen. Nicht die lau­tes­ten”, dozie­ren etwa die Badi­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten.

Die­ser skan­da­lö­sen Hal­tung schließt sich auch die Süd­deut­sche Zei­tung an. Die Zei­tung sieht im Bre­x­it ein Zei­chen dafür, dass “zu viel direk­te Demo­kra­tie” offe­ne Gesell­schaf­ten zer­stö­ren kön­ne : “Die hoch­kom­ple­xe Fra­ge, wie Groß­bri­tan­ni­en mit Euro­pa leben soll, wur­de einer Augen­blicks­stim­mung des zum Teil unge­nü­gend infor­mier­ten Vol­kes zur Ent­schei­dung über­las­sen.” Die­se Miss­trau­en gegen­über dem “unge­nü­gend infor­mier­ten Volk” kann als Sym­ptom bei vie­len Redak­teu­ren beob­ach­tet wer­den – es erin­nert etwa an den infa­men Kom­men­tar von Anja Reschke zu Volks­ab­stim­mun­gen.

Wenn es gegen “die Popu­lis­ten” geht, ist alles erlaubt

Aber gegen “Popu­lis­ten” ist eben alles erlaubt – auch die Ein­schrän­kung der Demo­kra­tie oder der “Pres­se­frei­heit”, wie wei­ter unten im Zusam­men­hang mit der Rund­funk­li­zenz für RT Deutsch noch the­ma­ti­siert wird. Einen wei­te­ren Mosa­ik­stein im aktu­el­len Pro­pa­gan­da-Kon­strukt “gute Libe­ra­le gegen böse Popu­lis­ten” hat vor eini­gen Tagen die “Menschenrechts”-Organisation “Human Rights Watch” (HRW) mit ihrem infa­men “Welt­be­richt” bei­gesteu­ert. Bei nähe­rer Betrach­tung muss man HRW als mut­maß­li­ches Pro­pa­gan­da­werk­zeug des wirt­schafts­li­be­ra­len Wes­tens bezeich­nen. Zwar wer­den in den Berich­ten auch west­li­che Län­der kri­ti­siert – aber erheb­lich zöger­li­cher als etwa Russ­land, Syri­en oder Vene­zue­la. Die Nach­Denk­Sei­ten bilan­zie­ren :

Human Rights Watch wird durch die­se Hal­tung Teil einer Medi­enst­ra­te­gie, die ‘exter­ne’ und angeb­lich ‘unab­hän­gi­ge’ Stim­men und Beur­tei­lun­gen braucht, um sich bes­ser zu ver­kau­fen. Wei­te­re Bei­spie­le für die­se Kon­struk­te sind mehr oder weni­ger ein­deu­tig die Repor­ter Ohne Gren­zen, die Syri­sche Stel­le Für Men­schen­rech­te oder Amnes­ty Inter­na­tio­nal.”

Human Rights Watch” lie­fert pas­sen­de Mei­nungs­ma­che 

Die­sen Befund beweist auch ein aktu­el­ler HRW-Arti­kel zu Russ­land, der die Bot­schaft bereits in der Über­schrift herraus­schreit : “Russ­land : Ein düs­te­res Jahr für die Men­schen­rech­te”. HRW fährt fort : “Die rus­si­sche Regie­rung hat den Raum für fried­li­che Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, poli­ti­sche Oppo­si­ti­on und Bür­ger­initia­ti­ven in Russ­land im Jahr 2018 uner­bitt­lich redu­ziert.” Zudem wür­den vie­le “Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger, Bür­ger­recht­ler, Anwäl­te, Oppo­si­ti­ons­ak­ti­vis­ten und Durch­schnitts­bür­ger” einen “Preis dafür zah­len”, dass sie sich nicht “an die poli­ti­sche Agen­da der Regie­rung gehal­ten haben”.

Das vor­sätz­li­che Her­ab­sen­ken des Pres­se-Niveaus beim The­ma “Popu­lis­mus” ist bekannt : Die gro­ßen Medi­en sug­ge­rie­ren ger­ne, dass die­ser Poli­ti­ker-Typus kei­ne Not­wehr­re­ak­ti­on der Bür­ger auf die Phi­lo­so­phie des Neo­li­be­ra­lis­mus sei. Statt des­sen sei­en die Trumps und Orbáns “aus dem Nichts” und völ­lig unab­hän­gig von der staats­feind­li­chen und wirt­schafts­li­be­ra­len Kür­zungs­po­li­tik ent­stan­den. In die­se Rich­tung wirkt auch ein neu­er, raf­fi­nier­ter Pro­pa­gan­da-Spiel­film zum Bre­x­it. Und der Spie­gel macht sei­nem zer­stör­ten Ruf alle Ehre, wenn er das The­ma auf eine bil­li­ge und infan­til ver­kürz­te Schlag­zei­le her­un­ter­bricht : “Glo­ba­ler Sie­ges­zug der Gaga-Poli­ti­ker – Bre­x­it-Lust­spiel, Trump-Tra­ra, Ita­lo-Dra­men, AfD-Gepol­ter”.

Die “Pres­se­frei­heit” kann eben nicht für alle gel­ten …

Wie oben beschrie­ben, brin­gen sich in der Bre­x­it-Debat­te aus­ge­rech­net die media­len “Ver­tei­di­ger der Demo­kra­tie” immer wie­der gegen die Demo­kra­tie in Stel­lung – wenn die­se Demo­kra­tie in die “fal­sche” Rich­tung ten­diert. Wie jedes Gesetz und jedes mora­li­sche Prin­zip ver­liert aber auch “die Demo­kra­tie” ihren Wert, wenn Aus­nah­men zu die­sem Prin­zip gefor­dert und zuge­las­sen wer­den. 

Die­se Eigen­schaft der Gel­tung “für alle” teilt die Demo­kra­tie mit der Pres­se­frei­heit. Doch die bei­den Prin­zi­pi­en tei­len lei­der auch die mit ihnen ver­bun­de­ne Heu­che­lei : Nicht nur wer­den in vie­len gro­ßen Medi­en Demo­kra­tie-Phra­sen schi­zo­phren mit War­nun­gen vor der­sel­ben ver­bun­den. Auch gerie­ren sich vie­le gro­ße Medi­en­häu­ser als Ver­tei­di­ger der Pres­se­frei­heit – wäh­rend sie gleich­zei­tig eine Ein­schrän­kung alter­na­ti­ver Medi­en for­dern. Ein Gip­fel der media­len Heu­che­lei zur “Pres­se­frei­heit” wur­de in die­ser Woche im Zusam­men­hang mit dem Bemü­hen von RT Deutsch um eine Rund­funk­li­zenz erreicht : Die gro­ßen deut­schen Medi­en ver­such­ten, eine Wel­le der Empö­rung dage­gen zu ent­fa­chen, und ent­wer­te­ten ihre Posi­ti­on zur Pres­se­frei­heit dadurch als hoh­le Phra­sen. 

RT als Kon­kur­rent und Kor­rek­tiv

Den mut­maß­li­chen Grund für die­ses Enga­ge­ment gro­ßer Pri­vat­me­di­en gegen RT nen­nen die Nach­Denk­Sei­ten :RT ist nicht nur ein Kon­kur­rent im Kampf um Zuschau­er und Auf­merk­sam­keit. Der Sen­der hat sich auch zu einer erns­ten Bedro­hung für die west­li­chen Pro­pa­gan­da-Kon­struk­te etwa zum Syri­en­krieg oder zum Putsch in der Ukrai­ne ent­wi­ckelt.” Wohl auch aus die­sem Grund las­sen unter vie­len ande­ren Medi­en etwa die FAZ, der Tages­spie­gel, die Bild und die Welt kein gutes Haar an dem Vor­ha­ben von RT.

Der Gip­fel war aber in die­sem Zusam­men­hang das anti­rus­si­sche Enga­ge­ment des Deut­schen Jour­na­lis­ten-Ver­bands (DJV), der die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten auf­for­dert, “dem Kanal Rus­sia Today für sei­ne Web­sei­te RT Deutsch kei­ne Rund­funk­li­zenz zu ertei­len”:

 ‘Rus­sia Today ist für uns kein Infor­ma­ti­ons­me­di­um, son­dern ein Pro­pa­gan­da­in­stru­ment des Kreml’, urteilt DJV-Bun­des­vor­sit­zen­der Frank Über­all, ‘das mit Des­in­for­ma­ti­on Poli­tik zu machen ver­sucht.’ Der DJV-Vor­sit­zen­de reagiert damit auf Berich­te, nach denen der Medi­en­be­ra­ter und frü­he­re MDR-Chef­re­dak­teur Wolf­gang Kenn­temich von RT damit beauf­tragt sein soll, die Ertei­lung einer Rund­funk­li­zenz an RT Deutsch in die Wege zu lei­ten.”

Der Offen­ba­rungs­eid des Deut­schen Jour­na­lis­ten-Ver­bands

Mit die­ser öffent­li­chen Par­tei­nah­me gegen ein kon­kre­tes Medi­um stellt sich Frank Über­all zwei­fach ins Abseits : Zum einen maßt er sich eine über­trie­ben “poli­ti­sche” Rol­le an und instru­men­ta­li­siert “sei­ne” Insti­tu­ti­on dafür. Zum ande­ren ver­letzt er das Neu­tra­li­täts­ge­bot des DJV und fällt einem Teil sei­ner Mit­glie­der in den Rücken.

Dass der DJV-Chef sei­ne Tira­de gegen RT dann auch noch in einem Tele­po­lis-Inter­view mit “Fake News” über den Fall Lisa unter­füt­tert, wie RT hier beschreibt, ist einer­seits skan­da­lös. Ande­rer­seits kann ein solch ein­deu­ti­ges, unvor­sich­ti­ges und wie­der­hol­tes Fehl­ver­hal­ten auch end­lich auf den umstrit­te­nen Funk­tio­när Über­all zurück­fal­len – so wird bereits sein Rück­tritt gefor­dert : 

Dass Über­all nun eine ent­larv­te Falsch­aus­sa­ge, für die er sich bereits ent­schul­digt hat, ein­fach wie­der­holt, um noch­mals Stim­mung gegen den Sen­der RT Deutsch zu machen – das ist ein Skan­dal. Über­all hat sich damit unhalt­bar gemacht. Er ist als unse­riö­ser ‘Wie­der­ho­lungs­tä­ter’ kei­ne wür­di­ge Ver­tre­tung sei­nes Berufs­stands mehr und soll­te abtre­ten.”

RT Deutsch


Weil Bucht zu schnell zufror : kanadische Stadt versinkt im Chaos gestrandeter Robben (Video)


Die Tie­re konn­ten nach einem Strand­gang aus Gewäs­sern nahe der Stadt nicht in den Oze­an zurück­keh­ren, weil das Was­ser in der ver­gan­ge­nen Woche uner­war­tet zufror. Exper­ten zufol­ge könn­te die Geschwin­dig­keit, mit der die Bucht zuge­fro­ren ist, die Tie­re des­ori­en­tiert und sie dazu ver­an­lasst haben, sich ins Lan­des­in­ne­re zu bewe­gen, anstatt in Rich­tung offe­ner Gewäs­ser.

Bil­der in den sozia­len Medi­en zei­gen Rob­ben, die auf Stra­ßen und gro­ßen Schnee­ver­we­hun­gen gestran­det sind.

Rob­ben sind auf der Stra­ße, Rob­ben sind in den Haus­ein­fahr­ten der Leu­te, auf den Hin­ter­hö­fen, den Park­plät­zen, in den Ein­gän­gen, in den Geschäf­ten”, zitiert BBC die Bür­ger­meis­te­rin der Stadt, Shei­la Fitz­ge­rald.

Es wächst die Sor­ge, dass die Tie­re ver­hun­gern wer­den, wenn sie nicht von Wild­tier­be­am­ten ins Meer zurück­ge­bracht wer­den. “Sie sind vier oder fünf Mei­len vom Meer ent­fernt und wahr­schein­lich am Ver­hun­gern”, schrieb ein Zeu­ge auf Twit­ter.

Der Stadt­rat hat die kana­di­sche Zen­tral­re­gie­rung um Hil­fe gebe­ten. Man hofft auf Hil­fe des kana­di­schen Depart­ment of Fishe­ries and Oce­ans (DFO), das nun ein­grei­fen und die Tie­re ret­ten soll.

Mehr zum The­ma – Wei­te Rei­se : Frau fin­det Rob­ben­ba­by im eige­nen Gar­ten sechs Kilo­me­ter vom Strand ent­fernt

RT Deutsch


Brexit-Deal bleibt unter Verschluss – Regierung rutscht ins Chaos


Der Anfang der Woche erar­bei­te­te Ver­trags­ent­wurf für einen Aus­tritt des Ver­ei­nig­ten König­reichs aus der Euro­päi­schen Uni­on bleibt unter Ver­schluss. Die Minis­ter der bri­ti­schen Regie­rung konn­ten das 500 Sei­ten umfas­sen­de Doku­ment am Mitt­woch ein­se­hen – ein­zeln, in einem abschließ­ba­ren und abhör­si­che­ren Raum. Kopi­en waren unter­sagt. Das berich­tet die Jun­ge Welt. Im Anschluss stimm­te das Kabi­nett über den Ent­wurf ab und bil­lig­te es nach einer fünf­stün­di­gen Sit­zung.

Ähn­lich intrans­pa­rent wie die der­zei­ti­gen Ent­schei­dungs­pro­zes­se lie­fen auch die Ver­hand­lun­gen ab, aus denen der jetzt vor­lie­gen­de Ent­wurf her­vor­ging. Wie der Guar­di­an berich­tet, wur­de nach dem geschei­ter­ten EU-Gip­fel in Salz­burg Ende Sep­tem­ber, auf dem The­re­sa May offen brüs­kiert wur­de, ein gehei­mer “Ver­hand­lungs­tun­nel” ein­ge­rich­tet.

Feder­füh­rend war hier die Stell­ver­tre­te­rin des EU-Ver­hand­lungs­füh­rers Michel Bar­nier, Sabi­ne Weyand, eine Deut­sche. Weyand soll­te die Ver­hand­lun­gen auf “tech­ni­scher Ebe­ne” füh­ren, hin­ter dem Rücken der Öffent­lich­keit und weit­ge­hend ohne Kon­sul­ta­ti­on mit den Mit­glieds­staa­ten.

Die nun gefun­de­ne Lösung stellt die Regie­rung The­re­sa Mays vor eine Zer­reiß­pro­be. Zwar bil­lig­te das Kabi­nett mehr­heit­lich den Ver­trags­ent­wurf, doch gab es in der 30-köp­fi­gen Regie­rung elf kri­ti­sche oder ableh­nen­de Wort­mel­dun­gen. Mitt­ler­wei­le scheint die Regie­rung in Auf­lö­sung begrif­fen. Am Don­ners­tag­mor­gen gab es fünf Rück­trit­te, als ers­ter trat Bre­x­it-Minis­ter Domi­nic Raab von sei­nem Pos­ten zurück.

Auf Twit­ter ver­kün­de­te er, dass das Abkom­men nicht dem ent­spre­che, was den Bri­ten nach dem Refe­ren­dum ver­spro­chen wor­den sei. Nach ihm tra­ten Arbeits­mi­nis­te­rin Esther McVey und meh­re­re Staats­se­kre­tä­re zurück. Wei­te­re Rück­trit­te erschei­nen mög­lich.

Eine Mehr­heit im Par­la­ment für den Ent­wurf ist der­zeit völ­lig unge­wiss. Kri­tik an May kommt von der oppo­si­tio­nel­len Labour-Par­tei. Par­tei­chef Jere­my Cor­byn nann­te das Abkom­men ein “gewal­ti­ges und schäd­li­ches Schei­tern”. Die Regie­rung kön­ne die­se “halb­ga­re Ver­ein­ba­rung” nicht dem Par­la­ment vor­le­gen.

Auch aus den eige­nen Rei­hen steht die Pre­mier­mi­nis­te­rin unter Beschuss. Jacob Rees-Mogg, einer der Füh­rer der Bre­x­it-Hard­li­ner bei den Kon­ser­va­ti­ven, beklag­te, dass der Ent­wurf kei­ne der gemach­ten Ver­spre­chen ein­hal­te und droh­te bereits indi­rekt damit, May das Miss­trau­en aus­zu­spre­chen. Ein wei­te­rer Bre­x­it-Befür­wor­ter fass­te das Abkom­men gegen­über The Sun so zusam­men :

Wir haben hier ein Abkom­men, nach­dem wir der EU Mil­li­ar­den zah­len müs­sen, alle EU-Geset­ze akzep­tie­ren, kein Mit­spra­che­recht in EU-Ange­le­gen­hei­ten haben und kei­ne Frei­han­dels­ab­kom­men abschlie­ßen dür­fen. Es ist abso­lut das Schlech­tes­te aller Wel­ten.

Unter­des­sen hat der Tory-Abge­ord­ne­te Hen­ry Smith am Don­ners­tag­nach­mit­tag erklärt, einen soge­nann­ten Miss­trau­ens­brief an das “1922-Komi­tee” der Frak­ti­on der Kon­ser­va­ti­ven geschickt zu haben, in dem er May das Miss­trau­en aus­spricht. Sobald 48 die­ser Brie­fe ein­ge­gan­gen muss sich May der Ver­trau­ens­fra­ge stel­len. 40 sol­len es bereits sein. Es wird von Tref­fen berich­tet, bei denen die Bre­x­it-Hard­li­ner unter den Kon­ser­va­ti­ven Mays Sturz pla­nen.

Die Zukunft des Bre­x­it erscheint im Moment eben­so offen wie die der bri­ti­schen Regie­rung. Die EU-kri­ti­sche The Sun, die Mays Ent­wurf wie gro­ße Tei­le der Kon­ser­va­ti­ven für viel zu weich hält, fasst die Lage auf ihrem Titel­blatt vom Don­ners­tag so zusam­men : “Wir ste­cken im Brex­shit.”

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Chaos am Flughafen Gatwick : Personal muss Fluginformationen mit Hand schreiben


Die Bild­schir­me sol­len um 2 Uhr mor­gens zum Still­stand gekom­men sein und etwa sie­ben Stun­den lang nicht funk­tio­niert haben. Wie ein Spre­cher des Flug­ha­fens erklär­te, habe es ein Pro­blem mit Voda­fone, einem IT-Dienst­leis­tungs­an­bie­ter für Gat­wick, gege­ben.

Mehr zum The­ma — Nach Mün­chen, Frank­furt und Bre­men : Apo­ka­lyp­se der Infra­struk­tur erreicht Flug­ha­fen Ams­ter­dam

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Xi an Mattis : “Wir sind keine Kolonialisten und verursachen kein Chaos”


Was die Fra­ge der Sou­ve­rä­ni­tät und ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät Chi­nas betrifft, so ist unse­re Hal­tung klar und deut­lich. Das von unse­ren Vor­fah­ren hin­ter­las­se­ne Ter­ri­to­ri­um darf nicht ver­lo­ren gehen. Wir wol­len nichts mit ande­ren tei­len”,

sag­te der chi­ne­si­sche Prä­si­dent Xi Jin­ping zu US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter James Mat­tis in der Gro­ßen Hal­le des Vol­kes in Peking.

Washing­tons “Patrouil­len­fahr­ten” mit Kriegs­schif­fen ent­lang der stra­te­gi­schen Ket­te von Rif­fen und klei­nen Inseln im Süd­chi­ne­si­schen Meer, von den USA mit der Sor­ge um die Frei­heit der Schiff­fahrt auf den damit ver­bun­de­nen Han­dels­we­gen begrün­det, hat­ten in Peking immer wie­der Skep­sis hin­sicht­lich der US-ame­ri­ka­ni­schen Absich­ten in der Regi­on her­vor­ge­ru­fen. Wäh­rend des Tref­fens mach­te Mat­tis jedoch deut­lich, dass auch Washing­ton in sei­ner Poli­tik unnach­gie­big sei.

Wir haben eine Mei­nungs­ver­schie­den­heit und ich den­ke, dass der [US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter] über­zeu­gend dar­in war, dar­zu­le­gen, dass dies alt­her­ge­brach­te Grund­re­geln sind”,

erklär­te Rand­all Shri­ver, Assis­tent des US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters für Ange­le­gen­hei­ten der asia­ti­schen und pazi­fi­schen Sicher­heit, der an der Sit­zung zwi­schen Xi Jin­ping und James Mat­tis teil­ge­nom­men hat­te, gegen­über dem Washing­ton Free Beacon.

Komplexe Rechtslage im Südchinesischen Meer

Die Volks­re­pu­blik Chi­na bean­sprucht etwa 80 Pro­zent der Flä­che des Süd­chi­ne­si­schen Mee­res als aus­schließ­li­che Wirt­schafts­zo­ne für sich, ande­re Anrai­ner­staa­ten bestrei­ten die Legi­ti­mi­tät die­ser Ansprü­che. Was die Lage ver­kom­pli­ziert, ist, dass der inter­na­tio­nal aner­kann­te Hoheits­an­spruch auf 200 See­mei­len als “aus­schließ­li­che Wirt­schafts­zo­ne” Inseln umfasst, nicht aber Fel­sen oder ande­re Erhe­bun­gen. 

Wäh­rend die USA nach Mög­lich­kei­ten suchen, ihre Ver­bün­de­ten in der Regi­on gegen die von ihnen befürch­te­te Mili­ta­ri­sie­rung der Volks­re­pu­blik Chi­na in den umstrit­te­nen Gewäs­sern abzu­schir­men, erklär­te Chi­nas Staats­ober­haupt, dass Peking in der Ver­gan­gen­heit “kein Cha­os auf der gan­zen Welt ver­ur­sacht” und ledig­lich fried­li­che Absich­ten habe.

Wir wer­den nicht den Weg des Expan­sio­nis­mus und Kolo­nia­lis­mus gehen und in der Welt kein Cha­os ver­ur­sa­chen”, ver­si­cher­te Xi dem US-Minis­ter.

Der wei­te Pazi­fik kann Chi­na, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und ande­re Län­der beher­ber­gen. Chi­na und die Ver­ei­nig­ten Staa­ten soll­ten die Ent­wick­lung der bila­te­ra­len Bezie­hun­gen nach dem Grund­satz der gegen­sei­ti­gen Ach­tung und der Win-Win-Zusam­men­ar­beit för­dern.

Im letz­ten Monat hat­te Washing­ton sei­ne Prä­senz vor Ort sym­bo­lisch in “US-Indo-Pazi­fik-Kom­man­do” umbe­nannt, um den US-ame­ri­ka­ni­schen Fokus in der Regi­on bes­ser wider­zu­spie­geln. Es han­delt sich dabei um das größ­te von fünf geo­gra­fi­schen US-Kampf­kom­man­dos. Es hat etwa 375.000 zivi­le und mili­tä­ri­sche Mit­ar­bei­ter, die mit der Admi­nis­tra­ti­on eines Auf­ga­ben­ge­biets des US-Mili­tärs über etwa 52 Pro­zent der Erd­ober­flä­che beauf­tragt sind. Neben dem Süd­chi­ne­si­schen Meer unter­gräbt die Prä­senz der USA in der Regi­on die Inter­es­sen Pekings auch in der Repu­blik Chi­na (Tai­wan) und im Ost­chi­ne­si­schen Meer. Die­se will Washing­ton vor einer befürch­te­ten ein­sei­ti­gen Domi­nanz durch Peking bewah­ren.

Stärkung des Austausches” soll Vertrauen stärken

Was Tai­wan betrifft, ist die Fra­ge der Bei­be­hal­tung der “Ein-Chi­na-Poli­tik” für Peking von zen­tra­ler Bedeu­tung. Den­noch ist im Washing­to­ner Natio­nal Defen­se Aut­ho­ri­za­ti­on Act für 2019 von einer Stär­kung der “Ver­tei­di­gungs- und Sicher­heits­ko­ope­ra­ti­on mit Tai­wan” die Rede, ein­schließ­lich einer Auf­recht­erhal­tung der Waf­fen­ver­käu­fe an die Insel, um eine aus­rei­chen­de Selbst­ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit auf­recht­erhal­ten zu kön­nen. Die Repu­blik Chi­na sieht sich ihrer­seits als die eigent­li­che legi­ti­me Reprä­sen­tanz chi­ne­si­scher Staat­lich­keit und die Volks­re­pu­blik als Abspal­tung an.

Trotz Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten äußer­te Xi die Hoff­nung, dass die chi­ne­si­schen und US-ame­ri­ka­ni­schen Mili­tärs das gegen­sei­ti­ge Ver­trau­en auf­recht­erhal­ten und aus­bau­en könn­ten.

Die Stär­kung des Aus­tau­sches und der Mecha­nis­men auf allen Ebe­nen der bei­den Streit­kräf­te wird dazu bei­tra­gen, Skep­sis zu besei­ti­gen und Miss­ver­ständ­nis­se, Fehl­ein­schät­zun­gen und Unfäl­le zu ver­mei­den”, sag­te er.

Bei einem Tref­fen des US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters mit sei­nem chi­ne­si­schen Amts­kol­le­gen Wei Feng­he warn­te die­ser zudem, dass das chi­ne­si­sche Mili­tär “die natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät, Sicher­heit und Ent­wick­lungs­in­ter­es­sen auf jeden Fall ent­schie­den ver­tei­di­gen” wür­de.

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Es herrscht Chaos hoch drei”: Heftiges Gewitter überschwemmt Keller und Straßen in Nordhessen


Am stärks­ten traf es dem­nach die Orte Fisch­bach und Herrstein. Dort stand das Was­ser teil­wei­se meter­hoch. Wann dort der Kata­stro­phen­alarm wie­der auf­ge­ho­ben wird, stand am Mon­tag­mor­gen zunächst nicht fest. In der Nacht zum Mon­tag zähl­te die Feu­er­wehr 300 Ein­satz­stel­len. Autos sei­en von den Was­ser­mas­sen des über die Ufer getre­te­nen Fisch­bachs mit­ge­ris­sen wor­den. Haus­be­woh­ner konn­ten ihre Häu­ser auf­grund des immer wei­ter anstei­gen­den Was­ser­pe­gels nicht mehr ver­las­sen. Ver­letz­te gab es nach vor­läu­fi­gen Anga­ben kei­ne.

An Deutsch­lands größ­tem Flug­ha­fen in Frank­furt am Main fie­len am Sonn­tag­abend etli­che Flü­ge aus. 66 Starts und Lan­dun­gen sei­en annul­liert wor­den, sag­te ein Spre­cher des Betrei­bers Fra­port. Es müs­se mit Ver­spä­tun­gen gerech­net wer­den. (dpa)

Mehr zum The­ma — “Da gibt es viel zu tun”: Auf­räum­ar­bei­ten nach Wir­bel­sturm am Nie­der­rhein

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