China, Russland und Weltall : Von Trump favorisierter Top-Militärberater plädiert für neue Atomwaffen


Die Her­aus­for­de­run­gen für die Streit­kräf­te der USA lagen schon immer auch fern ihrer Staats­gren­zen und zie­len wohl auch künf­tig auf die­se Wei­se auf den Erhalt der US-Hege­mo­nie.

In der ver­gan­ge­nen Woche hat US-Army-Gene­ral Mark Alex­an­der Mil­ley zudem das Ziel des Erhalts des “Groß­machts­frie­dens” und die damit ver­bun­de­nen drei Haupt­punk­te für die Zukunft skiz­ziert : US-Atom­waf­fen­ar­se­na­le müs­sen moder­ni­siert wer­den, das Welt­all wird eine wich­ti­ge Are­na des Krie­ges und Chi­na ist der Haupt­feind.

Gene­ral Mark A. Mil­ley hat Kampf­ein­satz­er­fah­rung in Afgha­ni­stan und im Irak gesam­melt, ist bereits Gene­ral­stabs­chef sei­ner Teil­streit­kraft und Donald Trumps favo­ri­sier­ter Kan­di­dat für den Pos­ten des Top-US-Mili­tär­of­fi­ziers, des Vor­sit­zes des Joint Chiefs of Staff und damit des wich­tigs­ten Mili­tär­be­ra­ters des Prä­si­den­ten, wel­chen der­zeit Joseph F. Dun­ford inne­hat.

Trump hat Mil­ley im Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res zum Vor­sit­zen­den der Joint Chiefs of Staff ernannt. Nach­dem Mil­ley 2015 Stabs­chef der Armee gewor­den war, “half” er, laut CNN, den “Über­gang der Armee weg von groß ange­leg­ten Auf­stands­be­kämp­fungs­kam­pa­gnen an Orten wie dem Irak und Afgha­ni­stan zu über­wa­chen und sich statt­des­sen auf Her­aus­for­de­run­gen Russ­lands und Chi­nas zu kon­zen­trie­ren”.

Der Vier-Ster­ne-Gene­ral, ein Befür­wor­ter höhe­rer Mili­tär­aus­ga­ben, wird zitiert, die USA wer­den “die Rech­nung des Metz­gers mit Blut bezah­len”, wenn sie schwach wer­den.

Neue Sei­den­stra­ße als Pro­vo­ka­ti­on

Auf die Fra­ge des Vor­sit­zen­den des Senats­pa­nels, des repu­bli­ka­ni­schen Sena­tors James Inho­fe aus Okla­ho­ma, wor­über sich Mil­ley am meis­ten Sor­gen mach­te, im Hin­blick auf die US-Kon­fron­ta­ti­on mit Chi­na und Russ­land, ant­wor­te­te Mil­ley :

Ich den­ke, die aller­ers­te Num­mer eins für mich und die Num­mer eins, die für das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ange­ge­ben wur­de, ist die Moder­ni­sie­rung, Reka­pi­ta­li­sie­rung der Atom­tri­as der Nati­on. Ich den­ke, das ist ent­schei­dend. Zwei­tens, wür­de ich sagen, ist das Welt­all. Es ist ein neu­er Bereich der mili­tä­ri­schen Ope­ra­tio­nen.”

Mit dem Auf­bau der nuklea­ren “Tria­de” sind inter­kon­ti­nen­ta­le bal­lis­ti­sche Rake­ten, stra­te­gi­sche Bom­ber und nukle­ar bewaff­ne­te U-Boo­te gemeint.

Ich den­ke, Chi­na ist die größ­te Her­aus­for­de­rung für die natio­na­le Sicher­heit der USA in den nächs­ten 50 bis 100 Jah­ren”, beton­te der Gene­ral wei­ter­hin.

Chi­na habe durch die US-Kriegs­ein­sät­ze im Mitt­le­ren Osten gelernt und nut­ze die­se Beob­ach­tun­gen, um die Ent­wick­lung sei­nes eige­nen Mili­tärs vor­an­zu­trei­ben, so der der­zei­ti­ge Gene­ral­stabs­chef.

Chi­na ging durch uns zur Schu­le”, sag­te Mil­ley, als er auf eine Fra­ge des demo­kra­ti­schen Sena­tors Tim Kai­ne aus Vir­gi­nia ant­wor­te­te.

Sie haben uns im Ers­ten Golf­krieg, im Zwei­ten Golf­krieg sehr genau beob­ach­tet. Sie beob­ach­te­ten unse­re Fähig­kei­ten. Und in vie­ler­lei Hin­sicht haben sie die­se nach­ge­ahmt, und sie haben vie­le der Leh­ren und Orga­ni­sa­tio­nen über­nom­men.” 

Peking nut­ze “Han­del als Druck­mit­tel zur Errei­chung sei­ner natio­na­len Sicher­heits­in­ter­es­sen (…) und der One Belt, One Road ist Teil davon”. Er sag­te, Chi­na kon­kur­rie­re in ers­ter Linie um Res­sour­cen, um sein Mili­tär zu finan­zie­ren und zu ver­bes­sern sowie sei­ne Wirt­schaft auf­zu­bau­en und zu betrei­ben.

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Mil­ley beschrieb den mili­tä­ri­schen Auf­bau der USA in der vom Pen­ta­gon als “Indo-Pazifik”-Region bezeich­ne­ten Regi­on, wel­che die Haupt­are­na in einer Kon­fron­ta­ti­on mit Chi­na wäre. Die­ser besteht, so der Gene­ral, aus 370.000 US-Trup­pen, 2.000 Kampf­flug­zeu­gen und 200 Schif­fen.

INF ist Geschich­te – hier zeigt sich war­um

Mil­ley wur­de auch gefragt, ob er es für “hilf­reich” hal­te, kon­ven­tio­nell bewaff­ne­te, land­ge­stütz­te Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten in der Regi­on zu plat­zie­ren, um chi­ne­si­sche Inter­es­sen dort abzu­schre­cken, was er klar bejah­te.

Der im Jahr 1987 zwi­schen Washing­ton und Mos­kau geschlos­se­ne INF-Ver­trag ver­bann­te die­se Waf­fen, wur­de aber zu Beginn die­ses Jah­res von der Trump-Admi­nis­tra­ti­on unter dem Vor­wand auf­ge­ho­ben, dass Russ­land die Vor­ga­ben angeb­lich ver­letzt habe. Weder wur­den Bewei­se für die­se Behaup­tung vor­ge­legt, noch Ein­la­dun­gen Mos­kaus zum Beweis des Gegen­teils ange­nom­men. Zwar hat Mos­kau mehr­fach betont, dass es den Ver­trag bis­her immer ein­ge­hal­ten habe und die maxi­ma­le Reich­wei­te des rus­si­schen land­ge­stütz­ten Marsch­flug­kör­pers 9M729 480 Kilo­me­ter betra­ge, das Waf­fen­sys­tem hät­ten US-Beam­te sogar direkt inspi­zie­ren kön­nen. Auch nach der Auf­kün­di­gung des Ver­trags erklär­te Mos­kau, dass es sich an die Vor­ga­ben des INF-Ver­trags hal­ten wer­de, solan­ge die USA die­se nicht bre­chen.

Bereits im Ver­lauf der Kün­di­gung durch Washing­ton zeig­te sich, dass die USA damit auch auf Chi­na abziel­ten, das Peking nicht zu den INF-Ver­trags­par­tei­en gehört und auch mit der Ent­wick­lung von Rake­ten auf den mili­tä­ri­schen Auf­bau der USA in der Regi­on ant­wor­tet.

Beson­ders besorg­nis­er­re­gend schei­nen dem Gene­ral Chi­nas mili­tä­ri­sche Fort­schrit­te

Chi­na ver­bes­sert sein Mili­tär sehr, sehr schnell”, so Mil­ley. “Das ist kein Hype. (…) Sie über­tref­fen uns bei For­schung und Ent­wick­lung sowie bei der Beschaf­fung.”

Chi­na sei der­zeit “Geg­ner” und nicht “Feind”, womit im mili­tä­ri­schen Bereich unter­schie­den wird und “Feind” sich auf akti­ve bewaff­ne­te Kon­flik­te bezieht, doch offen­bar steht dem­nach der Über­gang vom “Geg­ner” zum “Feind” an.

Die unter dem Vor­wand einer rus­si­schen Bedro­hung ent­wi­ckel­ten tak­ti­schen nuklea­ren Rake­ten­spreng­köp­fe, wel­che von U-Boo­ten gestar­tet wer­den, beschrieb Mil­ley als wich­ti­ge Waf­fe, wel­che “wir in unse­rem Arse­nal haben müs­sen, um mit jedem poten­zi­el­len Geg­ner fer­tig zu wer­den”.

Vor knapp einem Monat hat­te das Pen­ta­gon ein vom der­zei­ti­gen Vor­sit­zen­den der US-Mili­tär­be­ra­ter, John F. Dun­ford, beauf­trag­tes Doku­ment mit dem Titel “Joint Publi­ca­ti­on No. 3 – 72 Nuclear Ope­ra­ti­ons” ver­öf­fent­licht, aber dann wie­der zurück­ge­zo­gen. Über 60 Sei­ten wird dar­in dar­ge­legt, wie Atom­waf­fen künf­tig von den USA ein­ge­setzt wer­den sol­len. Anders als im Kal­ten Krieg soll es dem­nach nicht mehr um die gesi­cher­te gegen­sei­ti­ge Zer­stö­rung (MAD) gehen, son­dern um die Wie­der­her­stel­lung “stra­te­gi­scher Sta­bi­li­tät”.

In dem Pen­ta­gon-Doku­ment wird davon aus­ge­gan­gen, dass “der Ein­satz von Atom­waf­fen den Umfang einer Schlacht grund­le­gend ver­än­dert und zu Situa­tio­nen führt, in denen Kom­man­dan­ten gewin­nen müs­sen”.

Der Ein­satz von Atom­waf­fen kön­ne den Ver­lauf einer Kam­pa­gne radi­kal ver­än­dern oder beschleu­ni­gen und könn­te ein­ge­setzt wer­den, nach­dem eine kon­ven­tio­nel­le Kam­pa­gne geschei­tert gewirkt hät­te.

Die Inte­gra­ti­on von Kern­waf­fen­ein­sät­zen mit kon­ven­tio­nel­len und spe­zi­el­len Ein­satz­kräf­ten ist für den Erfolg jeder Mis­si­on oder Ope­ra­ti­on uner­läss­lich.”

Im April bezeich­ne­te Mil­ley Russ­land als “exis­ten­ti­el­le Bedro­hung” für Washing­ton.

Wegen der rus­si­schen nuklea­ren Fähig­kei­ten sind sie das ein­zi­ge Land auf der Erde, das in der Lage ist, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu zer­stö­ren”, sag­te der Gene­ral­stabs­chef bei einer Bud­get­ver­hand­lung vor dem House Armed Ser­vices Com­mit­tee. Die­se Fähig­keit zu haben bedeu­tet nicht, dass Russ­land der­zeit pla­ne, sie zu nut­zen, füg­te er hin­zu.

Mos­kau wird wahr­schein­lich “unse­re Inter­es­sen für die nächs­ten 20 Jah­re bedro­hen, wenn es ver­sucht, die Kon­trol­le über his­to­ri­sche Ein­fluss­sphä­ren zurück­zu­ge­win­nen und die euro­päi­schen Wirt­schafts- und Sicher­heits­struk­tu­ren zu ihren Guns­ten zu gestal­ten”, warn­te Mil­ley.

Als Argu­ment für ein 780-Mil­li­ar­den-Dol­lar-Bud­get des Pen­ta­gons für 2020 beton­te Mil­ley, dass Län­der wie Chi­na und Russ­land auf aggres­si­ve Wei­se Moder­ni­sie­rungs­pro­gram­me ver­fol­gen”, um die mili­tä­ri­sche Domi­nanz der USA zu unter­gra­ben.

Bereits 2015, als Mil­ley Stabs­chef der US-Armee wur­de, skiz­zier­te er Russ­land als “exis­ten­zi­el­le Bedro­hung”.

Ange­sichts der Span­nun­gen mit dem Iran gestand Gene­ral Mil­ley ein, dass der Rück­zug der USA aus dem Atom­ab­kom­men von 2015 Washing­tons Mög­lich­kei­ten erschwe­re, eine Koali­ti­on zu bil­den. Er erwar­te aber kei­nen Krieg mit dem Iran.

Gene­ral Mil­ley stell­te sich hin­ter die Ankün­di­gung des Pen­ta­gons, kei­ne F-35-Jets an die Tür­kei zu lie­fern, wenn sie rus­si­sche Luft- und Rake­ten­ab­wehr­sys­te­me vom Typ S-400 erwirbt.

Die S-400 ist ein rus­si­sches Sys­tem, das gebaut wur­de, um Flug­zeu­ge wie die F-35 abzu­schie­ßen”, zeig­te sich Mil­ley über­zeugt.

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China steigert Import russischer Sojabohnen – Verzicht auf Lebensmittelimporte aus den USA


Der chi­ne­si­sche Han­dels­mi­nis­ter Zhong Shan traf sich die­se Woche mit dem rus­si­schen Minis­ter für wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung Maxim Oresch­kin. Sie ver­ein­bar­ten eine “Ver­tie­fung des Han­dels mit Soja­boh­nen”, da Chi­na bestrebt ist, den Import ursprüng­lich aus den USA gelie­fer­ter Waren zu diver­si­fi­zie­ren.

Das Abkom­men folgt auf die Ankün­di­gung des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin vom ver­gan­ge­nen Jahr, wonach Russ­land sei­ne Pro­duk­ti­on und den Export von Soja­boh­nen nach Chi­na stei­gern wird. Putin hat­te erklärt, Russ­land wer­de die Bedarfs­lü­cke Chi­nas, die durch den lang­wie­ri­gen Han­dels­krieg zwi­schen Peking und Washing­ton ent­stan­den ist, schlie­ßen.

Chi­na hat die Ein­fuhr von Soja­boh­nen von sei­nem größ­ten Lie­fe­ran­ten, den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, gestoppt. Der Schritt erfolg­te als Ver­gel­tung für die US-ame­ri­ka­ni­schen Zöl­le auf chi­ne­si­sche Waren.

Laut dem US-Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um sind die Ver­käu­fe und Lie­fe­run­gen von US-Soja­boh­nen nach Chi­na in den Jah­ren 2018 und 2019 dras­tisch zurück­ge­gan­gen, wur­den aber erst jetzt kom­plett ein­ge­stellt.

Inzwi­schen wächst der Han­del zwi­schen den Nach­bar­län­dern Russ­land und Chi­na. Bei Agrar­pro­duk­ten und Lebens­mit­teln stieg das Han­dels­vo­lu­men im ver­gan­ge­nen Jahr um fast 30 Pro­zent auf mehr als fünf Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Der Gesamt­han­dels­um­satz zwi­schen den bei­den Län­dern erreich­te ein his­to­ri­sches Hoch von 108 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, womit alle Pro­gno­sen über­trof­fen wur­den.

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RT Deutsch


Russland, USA, China und Pakistan fordern sofortige Aufnahme innerafghanischer Verhandlungen


Russ­land, Chi­na, die USA und Paki­stan for­dern die sofor­ti­ge Auf­nah­me groß ange­leg­ter inner­af­gha­ni­scher Ver­hand­lun­gen über die Ver­wirk­li­chung der natio­na­len Aus­söh­nung in Afgha­ni­stan. Das geht aus einer gemein­sa­men Erklä­rung die­ser Staa­ten her­vor. Sie wur­de nach mul­ti­la­te­ra­len Gesprä­chen unter­zeich­net, die vom 10. bis 11. Juli in Peking statt­fan­den.

Am Frei­tag wur­de das Doku­ment vom Pres­se­dienst des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums ver­öf­fent­licht. Dar­in heißt es :

Die vier Sei­ten rufen die rele­van­ten Par­tei­en dazu auf, die Gele­gen­heit zum Frie­den zu nut­zen und unver­züg­lich inner­af­gha­ni­sche Ver­hand­lun­gen zwi­schen den Tali­ban, der afgha­ni­schen Regie­rung und ande­ren Afgha­nen auf­zu­neh­men.

In dem Doku­ment bekräf­ti­gen die vier Staa­ten, dass die Gesprä­che “unter afgha­ni­scher Füh­rung” geführt wer­den und die Ver­hand­lun­gen so bald wie mög­lich einen Frie­dens­rah­men schaf­fen müss­ten. Dazu heißt es wei­ter :

Die­ser Rah­men soll­te den geord­ne­ten und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Über­gang zur Sicher­heits­la­ge gewähr­leis­ten und eine Ver­ein­ba­rung über eine künf­ti­ge inte­gra­ti­ve poli­ti­sche Ver­ein­ba­rung detail­liert fest­le­gen, die für alle Afgha­nen akzep­ta­bel ist.

Mit der Erklä­rung ermu­ti­gen die vier Staa­ten alle Kon­flikt­par­tei­en dazu, Maß­nah­men zur Ver­rin­ge­rung der Gewalt zu ergrei­fen, die zu einem umfas­sen­den und dau­er­haf­ten Waf­fen­still­stand füh­ren könn­te. Auch wei­te­re Schrit­te zur Fort­set­zung der Ver­hand­lun­gen wur­den in dem Doku­ment fest­ge­hal­ten :

Die vier Sei­ten kamen über­ein, die Dyna­mik der Kon­sul­ta­ti­on auf­recht­zu­er­hal­ten, und wer­den ande­re wich­ti­ge Inter­es­sen­grup­pen ein­la­den, sich auf der Grund­la­ge des am 25. April 2019 in Mos­kau ver­ein­bar­ten tri­la­te­ra­len Kon­sen­ses anzu­schlie­ßen. Die­se brei­te­re Grup­pe soll zu Beginn der inner­af­gha­ni­schen Ver­hand­lun­gen zusam­men­kom­men. Der Ter­min und der Ort für die nächs­te Kon­sul­ta­ti­on wer­den auf diplo­ma­ti­schem Wege ver­ein­bart.

Russ­land, die USA, Chi­na und Paki­stan begrüß­ten auch die jüngs­ten inner­af­gha­ni­schen Tref­fen in Mos­kau und Doha. Alle Par­tei­en begrüß­ten die Teil­nah­me Paki­stans am Ver­hand­lungs­pro­zess :

Chi­na, Russ­land und die Ver­ei­nig­ten Staa­ten begrüß­ten die Teil­nah­me Paki­stans an der Kon­sul­ta­ti­on und glau­ben, dass Paki­stan eine wich­ti­ge Rol­le bei der För­de­rung des Frie­dens in Afgha­ni­stan spie­len kann. Paki­stan wür­dig­te die kon­struk­ti­ven Bemü­hun­gen der tri­la­te­ra­len Kon­sul­ta­ti­on zwi­schen Chi­na und Russ­land sowie den USA zum afgha­ni­schen Frie­dens­pro­zess.

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RT Deutsch


Asiatische Nato“: Schmiedet China Militärbündnis mit seinen Nachbarn ?


Befürch­tun­gen, dass Chi­na ein Mili­tär­bünd­nis in Asi­en bil­den könn­te, bestehen schon seit Jah­ren. Washing­ton warnt, dass der nächs­te gro­ße bewaff­ne­te Kon­flikt gera­de in der öst­li­chen Hemi­sphä­re gesche­hen könn­te und man sich dar­auf gefasst machen müss­te.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes beschwert sich über Blockade deutscher Medien in China


von Den­nis Simon

Der Vor­sit­zen­de des Deut­schen Jour­na­lis­ten-Ver­ban­des (DJV) hat in einer Pres­se­mit­tei­lung erklärt, dass sich das Aus­wär­ti­ge Amt dafür ein­set­zen sol­le, die Sper­rung deut­scher Medi­en sei­tens der chi­ne­si­schen Regie­rung auf­zu­he­ben. Ihm zufol­ge dürf­ten “dik­ta­to­ri­sche Maß­nah­men … nicht ohne Ant­wort blei­ben”. Er sprach in die­sem Zusam­men­hang zudem von einem “gra­vie­ren­den Ein­schnitt in die Pres­se- und Mei­nungs­frei­heit”. Über­all zufol­ge hät­ten die chi­ne­si­schen Behör­den nicht das Recht, die Por­ta­le zu blo­ckie­ren.

Die Erklä­rung folgt auf Berich­ten, denen zufol­ge die Inter­net­auf­trit­te meh­re­rer deut­scher Medi­en in Chi­na nicht zu errei­chen sind, etwa Spie­gel Online, die Tages­schau, die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung sowie die Süd­deut­sche Zei­tung. Der Chi­na-Kor­re­spon­dent der ARD mut­maß­te im Deutsch­land­funk, dass dies mög­li­cher­wei­se auf der nega­ti­ven Rol­le deut­scher Medi­en bei den Ran­da­len von pro­bri­ti­schen Demons­tran­ten in der chi­ne­si­schen Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne Hong­kong beruht, die ehe­mals eine Kolo­nie Groß­bri­tan­ni­ens war.

Aus chi­ne­si­scher Sicht sind die Gewalt­aus­brü­che der Demons­tran­ten, die ran­da­lie­rend durch das Hong­kon­ger Par­la­ment zogen und es meh­re­re Stun­den besetz­ten, nicht akzep­ta­bel. Auch in Deutsch­land wür­de ein ähn­li­ches Vor­ge­hen schwe­re straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen. Dage­gen war die­ser Aspekt der Pro­tes­te für die deut­schen Medi­en völ­lig neben­säch­lich. Sie ver­brei­te­ten das Bild von fried­li­chen, “pro­de­mo­kra­ti­schen” Pro­tes­ten und rie­fen zu anti­chi­ne­si­schen Akti­vi­tä­ten auf.

In einem Arti­kel auf Spie­gel Online vom 5. Juli etwa for­dert ein Autor die west­li­chen Staa­ten, die Demons­tran­ten zu “unter­stüt­zen und (ihnen) klar zu erken­nen zu geben, dass sie nicht allein gegen Chi­na ste­hen”. Zudem soll­ten, so der Autor, die west­li­chen Staa­ten ihren Ein­fluss in Hong­kong nut­zen – wofür genau, das lässt er offen. Man stel­le sich vor, der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin oder der chi­ne­si­sche Prä­si­dent Xi Jin­ping hät­ten sich offen hin­ter die Gelb­wes­ten-Pro­tes­te in Frank­reich oder die Demons­tra­tio­nen von Frie­dens­ak­ti­vis­ten gegen die US-Mili­tär­ba­sis Ram­stein gestellt.

Ein ande­rer Kom­men­ta­tor sprach am 10. Juli auf der Web­sei­te der FAZ in Bezug auf den Ver­ei­ni­gungs­pro­zess der sozia­len und poli­ti­schen Sys­te­me von Hong­kong und Chi­na, der im Gegen­satz zur blitz­ar­ti­gen Annek­ti­on der DDR durch die BRD auf meh­re­re Jahr­zehn­te aus­ge­legt ist und nur schritt­wei­se erfolgt, davon, dass die Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne ins chi­ne­si­sche Reich “heim­ge­holt” wer­de – eine kla­re Anspie­lung auf den Über­fall auf Öster­reich sei­tens Hit­ler-Deutsch­lands. Dage­gen han­del­te es sich bei der Wie­der­ver­ei­ni­gung Hong­kongs mit der Volks­re­pu­blik um einen ein­deu­ti­gen völ­ker­recht­lich legi­ti­men Schritt. Eine Gleich­set­zung mit dem Ver­bre­cher­re­gime Hit­lers soll­te sich nicht nur, aber vor allem Deut­schen ver­bie­ten.

Zudem beklagt der FAZ-Kom­men­ta­tor, dass es nie­mand außer­halb Chi­nas gebe, “der bereit wäre, sich für sie (die Demons­tran­ten) ein­zu­set­zen” – und ruft damit die west­li­chen Staa­ten auch dazu auf, sich völ­ker­rechts­wid­rig in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten der Volks­re­pu­blik Chi­na ein­zu­mi­schen.

Den gewal­ti­gen Demons­tra­tio­nen, die sich für die Hong­kon­ger Regie­rung und die Anbin­dung an das chi­ne­si­sche Fest­land aus­spra­chen, räum­ten die deut­schen Medi­en über­wie­gend nur einen Bruch­teil ihrer Bericht­erstat­tung ein. Trotz aller Beteue­run­gen zum Gegen­teil gehen also sowohl deut­sche Staats­me­di­en wie ARD als auch Kon­zern­me­di­en par­tei­isch vor – von einer neu­tra­len Bericht­erstat­tung kann kei­ne Rede sein.

Die­sel­ben deut­schen Medi­en igno­rier­ten auch weit­ge­hend die sozia­len Pro­tes­te gegen die Wirt­schafts- und Sozi­al­po­li­tik des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron im letz­ten Jahr – sie dau­ern immer noch an – oder stell­ten die Aus­schrei­tun­gen zwi­schen Poli­zei und Demons­tran­ten in den Mit­tel­punkt ihrer Bericht­erstat­tung. Auch sozia­le Pro­tes­te in Deutsch­land wer­den von den Medi­en gern aus­schließ­lich mit Gewalt in Ver­bin­dung gebracht.

Frank Über­all war in der Ver­gan­gen­heit selbst mit Äuße­run­gen auf­ge­fal­len, in denen er eine Ein­schrän­kung der Medi­en­frei­heit in Deutsch­land for­der­te. Er hat­te die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten auf­ge­ru­fen, RT Deutsch kei­ne Sen­de­li­zenz zu ertei­len – was fak­tisch einem Sen­de­ver­bot gleich­kä­me. Dabei hat­te er sich mehr­mals mit Falsch­mel­dun­gen über RT Deutsch bla­miert.

RT Deutsch


Duterte provoziert USA : “Feuert doch den ersten Schuss auf China ab!”


Der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent griff sei­ne Kri­ti­ker, ins­be­son­de­re den Obers­ten Rich­ter Anto­nio Car­pio, den ehe­ma­li­gen Außen­mi­nis­ter Albert del Rosa­rio und die ehe­ma­li­ge Ombuds­frau Con­chi­ta Car­pio Mora­les scharf an, weil sie sei­ne Chi­na-Poli­tik kri­ti­sie­ren.

Wenn der Krieg aus­bricht, wer­de ich sie her­aus­zie­hen”, sag­te er in einer Rede am Frei­tag­abend bei der Eröff­nung des Chen Yi Agven­tures Rice Pro­ces­sing Cen­ter (CYA-RPC) in der Stadt Alan­galang in der Pro­vinz Ley­te.

Der Prä­si­dent hat die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, ins­be­son­de­re den ehe­ma­li­gen US-Prä­si­den­ten Barack Oba­ma, für des­sen Kri­tik an sei­nem blu­ti­gen Krieg gegen Dro­gen kri­ti­siert. Als er im Jahr 2016 sein Amt antrat, kün­dig­te Duter­te an, sich vom Ein­fluss der USA lösen und die Bezie­hun­gen zu Chi­na stär­ken zu wol­len.

Spä­ter hob er das Urteil des inter­na­tio­na­len Schieds­ge­richts vom Juli 2016 auf, das Chi­nas expan­si­ve For­de­run­gen über das Süd­chi­ne­si­sche Meer für ungül­tig erklär­te. Damit soll­ten die Bezie­hun­gen zwi­schen Mani­la und Peking ver­bes­sert wer­den, um mehr chi­ne­si­sche Hil­fe und Inves­ti­tio­nen zu erhal­ten. Die Phil­ip­pi­nen hat­ten im Jahr 2013 gegen Chi­na geklagt.

Das Süd­chi­ne­si­sche Meer ist einer der Streit­punk­te in den Bezie­hun­gen zwi­schen den USA und Chi­na, zu denen ein Han­dels­krieg, US-Sank­tio­nen und Tai­wan gehö­ren.

Chi­na und die Ver­ei­nig­ten Staa­ten lie­fern sich einen Schlag­ab­tausch über den Bau mili­tä­ri­scher Anla­gen auf künst­li­chen Inseln und Rif­fen, was Washing­ton als Mili­ta­ri­sie­rung der stra­te­gi­schen Was­ser­stra­ße ansieht. Das Pen­ta­gon behaup­te­te kürz­lich, Chi­na habe test­wei­se Rake­ten von den Inseln abge­feu­ert, was Peking jedoch demen­tier­te.

Schif­fe der US-Mari­ne fah­ren auch regel­mä­ßig durch das Süd­chi­ne­si­sche Meer, angeb­lich um die “Frei­heit der Schiff­fahrt” zu betrei­ben, was aber Chi­na pro­vo­ziert.

Wir kön­nen nie­mals einen Krieg mit Chi­na gewin­nen. Aber ich hof­fe, dass Chi­na den Bogen nicht über­spannt”, sag­te Prä­si­dent Duter­te in sei­ner Rede.

Immer wie­der drängt uns Ame­ri­ka, sta­chelt uns an … macht mich zum Köder. Den­ken Sie, Fili­pi­nos sind Regen­wür­mer?”, sag­te er.

Ich sage ihnen jetzt, brin­gen Sie Ihre Flug­zeu­ge, Ihre Boo­te ins Süd­chi­ne­si­sche Meer. Feu­ern Sie den ers­ten Schuss und wir sind genau hier hin­ter Ihnen. Gehen Sie vor­an, las­sen Sie uns kämp­fen. Wir haben einen Pakt mit den USA, also las­sen Sie uns ihn respek­tie­ren. Möch­ten Sie Ärger ? OK, legen wir los!” sag­te
Prä­si­dent Duter­te in Manil­la.

Den Ver­trag über die gegen­sei­ti­ge Ver­tei­di­gung zwi­schen den USA und den Phil­ip­pi­nen wol­len eini­ge sei­ner Kri­ti­ker in Anspruch neh­men. Ins­be­son­de­re soll­ten chi­ne­si­sche Ein­grif­fe in das West­phil­ip­pi­ni­sche Meer, ein Gewäs­ser inner­halb der 370 Kilo­me­ter lan­gen exklu­si­ven Wirt­schafts­zo­ne (AWZ) des Lan­des, ver­hin­dert wer­den.

Pala­wan wäre ers­tes Ziel

Er sag­te jedoch, dass die Phil­ip­pi­nen nur lei­den wür­den, wenn ein Krieg über dem Süd­chi­ne­si­schen Meer aus­bre­che. Die Pro­vinz Pala­wan wäre die ers­te, die getrof­fen wür­de, da sie an der Was­ser­stra­ße liegt, sag­te der Prä­si­dent. Sei­ne Sol­da­ten wür­den nicht kampf­los ster­ben.

Nun, wir sind arm. Viel­leicht hät­ten wir auf den Phil­ip­pi­nen fünf Marsch­flug­kör­per plus eine Kano­ne in jedem Bar­an­gay, wenn ich Prä­si­dent und 20 Jah­re im Amt wäre”, sag­te er.

Der Prä­si­dent wur­de dafür kri­ti­siert, dass er Aggres­sio­nen gegen­über west­li­chen Län­dern gezeigt hat, aber nur mil­de über chi­ne­si­sche Aktio­nen im West­phil­ip­pi­ni­schen Meer spricht. Erst kürz­lich droh­te er damit, Kana­da den Krieg zu erklä­ren wegen kana­di­scher Abfäl­le, die auf die Phil­ip­pi­nen ver­schifft wer­den.

Mehr lesen : Wegen Müll­ex­port : Phil­ip­pi­ni­scher Prä­si­dent Duter­te droht Kana­da mit Krieg

Im ver­gan­ge­nen Monat geriet er erneut unter Beschuss, weil er den Unter­gang eines phil­ip­pi­ni­schen Fischer­boo­tes her­un­ter­ge­spielt hat­te, nach­dem es von einem chi­ne­si­schen Schiff getrof­fen wor­den war. Das chi­ne­si­sche Schiff hat­te die 22 phil­ip­pi­ni­schen Besat­zungs­mit­glie­der, die stun­den­lang im Was­ser um ihr Leben kämpf­ten, im Stich gelas­sen, bevor sie geret­tet wur­den.

Der Prä­si­dent bezeich­ne­te den Vor­fall als einen klei­nen Schiffs­un­fall und sag­te erneut, er wer­de nicht in den Krieg gegen Chi­na zie­hen.

Als er ent­hüll­te, dass er und Chi­nas Prä­si­dent Xi Jin­ping eine “ver­ba­le Ver­ein­ba­rung” getrof­fen hat­ten, die es chi­ne­si­schen Fischern erlaub­te, inner­halb der phil­ip­pi­ni­schen AWZ zu fischen, erho­ben Kri­ti­ker, dar­un­ter Car­pio, erneut laut­star­ken Pro­test. Die Ver­ein­ba­rung ver­sto­ße gegen die Ver­fas­sungs­be­stim­mung, dass die Res­sour­cen in der See­zo­ne aus­schließ­lich für Fili­pi­nos sei­en.

RT Deutsch


Menschenrechte als “Schleier” für Einmischung : China kritisiert westliche Haltung zu Protesten


Die Aus­schrei­tun­gen zwi­schen Demons­tran­ten und Poli­zei im Hong­kon­ger Regie­rungs­vier­tel nach dem Kra­wall von Oppo­si­tio­nel­len im Par­la­ments­ge­bäu­de haben zu einem Schlag­ab­tausch zwi­schen Chi­na und west­li­chen Regie­run­gen geführt. Groß­bri­tan­ni­en rief Peking auf, die Pro­tes­te in der ehe­ma­li­gen bri­ti­schen Kron­ko­lo­nie nicht zum “Vor­wand für Unter­drü­ckung” zu neh­men. Auch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und die Euro­päi­sche Uni­on kri­ti­sier­ten das Vor­ge­hen der Poli­zei in Hong­kong – wobei gera­de letz­te­re durch beharr­li­ches Schwei­gen seit Mona­ten zum bru­ta­len Ein­satz der fran­zö­si­schen Poli­zei gegen die “Gelb­wes­ten” inner­halb der EU auf­ge­fal­len war.

Chi­na wies die Kri­tik umge­hend zurück und erklär­te, ande­re Län­der wür­den die Men­schen­rech­te als “fal­schen Schlei­er” für die Ein­mi­schung in die Ange­le­gen­hei­ten Hong­kongs nut­zen.

Am Diens­tag erklär­te ein Spre­cher des chi­ne­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, dass Chi­na der “Ein­mi­schung eini­ger Län­der in die Hong­kon­ger und die inter­nen Ange­le­gen­hei­ten Chi­nas hart wider­spricht”, wie die amt­li­che Agen­tur Xin­hua berich­te­te.

Peking ver­ur­tei­le die gewalt­sa­me Erstür­mung des Hong­kon­ger Par­la­ments­ge­bäu­des und unter­stütz­te den Ent­schluss der Hong­kon­ger Auto­no­mie­re­gie­rung, den Vor­fall im Ein­klang mit den Geset­zen zu behan­deln. Der Spre­cher beton­te, dass Hong­kong eine Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne Chi­nas sei und daher die Ange­le­gen­hei­ten Hong­kongs eine rei­ne inter­ne Ange­le­gen­heit Chi­nas sei­en.

Wir äußern unse­ren star­ken Unmut über und unse­ren fes­ten Wider­spruch gegen die Ein­mi­schung der betref­fen­den Län­der in Hong­kon­ger Ange­le­gen­hei­ten”, erklär­te der Spre­cher.

Zudem warn­te er sie, kei­ne “miss­ver­ständ­li­chen Signa­le” zu sen­den und kei­ne “fal­schen Schrit­te” zu unter­neh­men.

Pekings Ver­bin­dungs­bü­ro in Hong­kong erklär­te, “Extre­mis­ten” hät­ten das Par­la­ment “auf äußerst gewalt­tä­ti­ge Wei­se ange­grif­fen”. Ein sol­ches Unter­gra­ben der Rechts­staat­lich­keit dür­fe nicht tole­riert wer­den.

Das Büro des Beauf­trag­ten des chi­ne­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums in Hong­kong kri­ti­sier­te in einer Erklä­rung die “selek­ti­ve Igno­ranz” der aus­län­di­schen Regie­run­gen und hin­ter­frag­te die “gehei­me Agen­da” die­ser Staa­ten bei ihrer Unter­stüt­zung gewalt­tä­ti­ger Kri­mi­nel­ler in die­ser Stadt. Ihre Hal­tung dazu wür­de sich sicht­bar unter­schei­den von ihrem Umgang mit gro­ßen Pro­tes­ten in ihren eige­nen Staa­ten. Das ist ein für die fern­öst­li­che Men­ta­li­tät unge­wöhn­lich deut­li­cher Hin­weis auf die seit Mona­ten andau­ern­den Gelb­wes­ten-Pro­tes­te in Frank­reich, bei denen Dut­zen­de Men­schen durch das bru­ta­le Vor­ge­hen von Poli­zis­ten schwer ver­letzt wur­den.

Am Mitt­woch ver­öf­fent­lich­te die Zei­tung der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Chi­nas Ren­min Ribao einen Kom­men­tar, in dem eine Bestra­fung der Gewalt­tä­ter gefor­dert wur­de. Nur so kön­ne die sozia­le Sta­bi­li­tät in der frü­he­ren bri­ti­schen Kolo­nie gewähr­leis­tet wer­den, die seit ihrer Wie­der­ver­ei­ni­gung mit der Volks­re­pu­blik Chi­na einen beson­de­ren Auto­no­mie­sta­tus genießt.

Die Hong­kon­ger Regie­rungs­chefin Car­rie Lam droh­te den Ran­da­lie­rern am Diens­tag Kon­se­quen­zen an :

Ich bin sehr empört und ver­zwei­felt.

Der extre­me Ein­satz von Gewalt und der Van­da­lis­mus hät­te vie­le Men­schen trau­rig gemacht und scho­ckiert. Die Regie­rung wer­de “das geset­zes­wid­ri­ge Ver­hal­ten bis zum Ende ver­fol­gen”, sag­te Lam.

Mehr zum The­ma — Hong­kong : Gewalt­aus­bruch zwi­schen Poli­zei und Demons­tran­ten

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Honigbienen als Spione : China späht angeblich Touristen mit Smartphone-App aus


Jour­na­lis­ten der Süd­deut­schen Zei­tung sol­len die App “Feng­cai” von einem Tou­ris­ten erhal­ten und gemein­sam mit dem NDR, dem bri­ti­schen Guar­di­an, der New York Times und der Fach­pu­bli­ka­ti­on Vice Mother­board aus­ge­wer­tet haben. Die Soft­ware wur­de von IT-Exper­ten der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum ent­schlüs­selt.

Wie aus dem Bericht der Süd­deut­schen Zei­tung her­vor­geht, soll die Soft­ware auf Smart­pho­ne-Infor­ma­tio­nen der Tou­ris­ten zugrei­fen – bei­spiels­wei­se auf Kon­tak­te, Kalen­der, SMS, Stand­or­te oder Anruf­lis­ten – und die­se an PCs der chi­ne­si­schen Grenz­po­li­zei über­tra­gen. Hier­von sol­len Tou­ris­ten, die von Kir­gi­si­stan über den Land­weg in die chi­ne­si­sche Pro­vinz Xin­jiang ein­rei­sen, betrof­fen sein. Sie sol­len am Grenz­über­gang gebe­ten wer­den, ihre Smart­pho­nes zu ent­sper­ren. In einem sepa­ra­ten Raum sol­len dann Beam­te die Soft­ware angeb­lich auf­spie­len, ohne die Tou­ris­ten hier­über zu infor­mie­ren.

Die gesuch­ten Daten hät­ten laut dem Bericht über­wie­gend mit Ter­ro­ris­mus zu tun. Die App suche anhand einer Lis­te mit über 73.000 Ein­trä­gen nach aus Sicht der chi­ne­si­schen Regie­rung ver­däch­ti­gen Datei­en – etwa reli­giö­sen Inhal­ten oder Datei­en mit Bezü­gen zu Tai­wan oder Tibet. Wer­de ein gesuch­ter Daten­satz auf einem Han­dy gefun­den, gebe die App ein Signal an die Grenz­po­li­zis­ten ab, so der Bericht. 

Mehr zum The­ma — Lon­don : Mann ver­steckt Gesicht vor Über­wa­chungs­ka­me­ra und wird bestraft

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Entdollarisierung : China und Russland wollen mehr Handel in Rubel und Yuan abwickeln


Das Doku­ment wur­de Anfang Juni vom rus­si­schen Finanz­mi­nis­ter Anton Silu­a­now und dem Gou­ver­neur der Chi­ne­si­schen Volks­bank Yi Gang unter­zeich­net, berich­tet die rus­si­sche Zei­tung Iswes­ti­ja. Mos­kau und Peking ent­wi­ckeln der­zeit neue Mecha­nis­men für grenz­über­schrei­ten­de Zah­lun­gen zwi­schen rus­si­schen und chi­ne­si­schen Unter­neh­men, berich­te­te die Zei­tung unter Beru­fung auf ein Schrei­ben des stell­ver­tre­ten­den rus­si­schen Finanz­mi­nis­ters Ser­gej Stort­schak an Ana­to­li Aksa­kow, den Lei­ter des Finanz­markt­aus­schus­ses der Staats­du­ma (die unte­re Kam­mer des rus­si­schen Par­la­ments).

Bei­de Sei­ten kön­nen Brü­cken zwi­schen ihren natio­na­len Alter­na­ti­ven zum tra­di­tio­nel­len SWIFT-Sys­tem schla­gen, das von den USA domi­niert wird, dem rus­si­schen Sys­tem für den Trans­fer von Finanz­nach­rich­ten (SPFS) und dem chi­ne­si­schen Cross-Bor­der Inter-Bank Pay­ments Sys­tem (CIPS).

Die bei­den Län­der müs­sen Rubel- und Yuan-Finanz­in­stru­men­te ent­wi­ckeln, um den wäh­rungs­über­grei­fen­den Han­del zu för­dern und die Risi­ken von Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen abzu­mil­dern, so Aksa­kow. Er füg­te hin­zu, dass sich der Anteil der Abrech­nun­gen in Lan­des­wäh­rung zwi­schen Russ­land und Chi­na in den kom­men­den Jah­ren von zehn auf 50 Pro­zent ver­fünf­fa­chen könn­te.

Der Mecha­nis­mus der Zah­lun­gen in Lan­des­wäh­rung soll bis zum nächs­ten Jahr wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Zuerst wer­den gro­ße Unter­neh­men mit staat­li­cher Betei­li­gung aus Berei­chen wie Ener­gie und Land­wirt­schaft dazu über­ge­hen. Die Yuan-Rubel-Zah­lun­gen wer­den auch auf bestehen­de Ver­trä­ge geleis­tet, die eine Abrech­nung in Dol­lar vor­se­hen.

Chi­na ist mit einem bila­te­ra­len Han­del von mehr als 107 Mil­li­ar­den US-Dol­lar der größ­te Han­dels­part­ner Russ­lands. Bei­de Sei­ten pla­nen auch für die nächs­ten Jah­re eine Ver­dop­pe­lung des aktu­el­len Han­dels­vo­lu­mens.

Mehr zum The­ma -Maß­nah­me gegen Sank­tio­nen : US-Dol­lar-Anteil an Russ­lands Außen­han­del stark rück­läu­fig

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Kompromiss im Streit mit China ? Trump will US-Lieferungen an Huawei wieder zulassen


US-Prä­si­dent Donald Trump hat dem chi­ne­si­schen Staats­chef Xi Jin­ping auf dem G20-Gip­fel zuge­sagt, den Tele­kom­rie­sen Hua­wei von der schwar­zen Lis­te zu neh­men. Das Unter­neh­men soll somit wie­der die Mög­lich­keit bekom­men, ame­ri­ka­ni­sche Tech­no­lo­gie­pro­duk­te zu kau­fen.
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