US-Vorschlag an Russland und China zu neuer Rüstungskontrolle – Moskau ist skeptisch


Alle Gesprä­che mit den USA wer­den schei­tern, solan­ge Washing­ton nicht sei­ne Arro­ganz auf­gibt und wei­ter­hin ver­sucht, eigen­mäch­tig nach sei­nen eige­nen Bedin­gun­gen zu han­deln, sag­te ein rus­si­scher Top-Sena­tor nach erneu­ten Äuße­run­gen des Natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ters der USA, John Bol­ton, zur Rüs­tungs­kon­trol­le.

Bol­ton äußer­te Beden­ken über das wach­sen­de nuklea­re Poten­zi­al Pekings und sag­te am Sonn­tag im AM 970 Radio, dass “wenn wir eine wei­te­re Rüs­tungs­kon­troll­ver­hand­lung, zum Bei­spiel mit den Rus­sen, füh­ren wür­den, es sinn­voll sein könn­te, auch Chi­na in die­se Dis­kus­si­on ein­zu­be­zie­hen”.

Washing­ton plant immer noch, arro­gant und zu sei­nen eige­nen Bedin­gun­gen mit Chi­na, Russ­land und Nord­ko­rea zu spre­chen”, ant­wor­te­te Kon­stan­tin Kosa­chev, der Vor­sit­zen­de des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses im rus­si­schen Föde­ra­ti­ons­rat.

Es wird viel Zeit und vie­le wei­te­re US-ame­ri­ka­ni­sche Feh­ler erfor­dern, bevor man ver­steht, dass ein gemein­sa­mer Ansatz, der die Inter­es­sen aller Par­tei­en berück­sich­tigt, die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve ist. Aber die­se Zeit wird sicher­lich kom­men.

Kosa­chev wies auch dar­auf hin, dass der natio­na­le Sicher­heits­be­ra­ter in sei­ner Erklä­rung tat­säch­lich aner­kann­te, dass “sein radi­ka­ler Ansatz aus nicht all­zu fer­ner Ver­gan­gen­heit”, dass die Macht und der Exzep­tio­na­lis­mus der Ver­ei­nig­ten Staa­ten die­sen erlau­ben, das Schick­sal der Welt allein zu ent­schei­den, falsch war.

Das wird nicht funk­tio­nie­ren, und je län­ger Bol­ton für die natio­na­le Sicher­heit der USA ver­ant­wort­lich bleibt, des­to offen­sicht­li­cher wird es wer­den. Es ist bereits viel Unord­nung ent­stan­den, aber es gibt kei­ne Ver­bes­se­rung der Sicher­heit. Es ist genau umge­kehrt.

Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Kom­mis­si­on für inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen des Föde­ra­ti­ons­ra­tes, Wla­di­mir Dzha­ba­rov, sag­te, Russ­land wür­de die Betei­li­gung Chi­nas an Ver­hand­lun­gen zur Nicht­ver­brei­tung von Atom­waf­fen begrü­ßen, falls sie jemals statt­fin­den soll­ten.

Dmi­tri Pes­kow, der Pres­se­spre­cher des Rus­si­schen Prä­si­den­ten, erklär­te gegen­über Jour­na­lis­ten, dass “wir bis­her kei­ne kon­kre­ten Vor­schlä­ge” von der US-ame­ri­ka­ni­schen Sei­te zu den Gesprä­chen erhal­ten hät­ten.

Washing­ton hat­te Russ­land wie­der­holt die Schuld für die Ver­let­zung des INF-Abkom­mens über nuklea­re Mit­tel­stre­cken­sys­te­me gege­ben, aber kei­nen Beweis für die Anschul­di­gun­gen gelie­fert. Mos­kau wies die Behaup­tun­gen zurück und bestand dar­auf, dass die USA selbst gegen den INF-Ver­trag ver­stie­ßen. Am 1. Febru­ar 2019 erklär­ten die USA offi­zi­ell ihren ein­sei­ti­gen Rück­zug aus dem bahn­bre­chen­den Inter­me­dia­te-Ran­ge Nuclear Forces Trea­ty (INF) an, so dass Russ­land kei­ne ande­re Wahl hat­te, als sei­ne Betei­li­gung an dem Abkom­men eben­falls aus­zu­set­zen.

Nach­dem Russ­lands Ver­su­che, das INF-Abkom­men zu ret­ten, von Washing­ton bei­sei­te gescho­ben wur­den, sag­te Mos­kau, dass es kei­ne neu­en Vor­schlä­ge zur Rüs­tungs­kon­trol­le machen wer­de und nur auf Initia­ti­ven der US-Ame­ri­ka­ner war­ten wer­de.

Mehr zum The­ma — Exklu­siv-Inter­view : USA ent­zie­hen sich dem Dia­log über Zukunft von INF-Ver­trag

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Fernöstliche Anti-Dollar-Strategie : China hortet weiter Gold


Nach Anga­ben der Zen­tral­bank hat sie in den letz­ten drei Mona­ten wei­te­re rund 32 Ton­nen des Edel­me­talls in ihre Tre­so­re auf­ge­nom­men, allein im Febru­ar rund 10 Ton­nen dazu­ge­kauft.

Mehr zum The­ma — Geo­po­li­ti­sche Ver­schie­bung : Zen­tral­ban­ken kau­fen mas­siv Gold, um Abwen­dung vom US-Dol­lar abzu­si­chern

Vor Dezem­ber 2018 hat­te die chi­ne­si­sche Zen­tral­bank seit mehr als zwei Jah­ren kei­nen Anstieg ihrer Gold­re­ser­ven gemel­det, die offi­zi­el­len Zah­len blie­ben von Okto­ber 2016 bis Novem­ber 2018 unver­än­dert. Ana­lys­ten zufol­ge ver­sucht Peking nun, “sei­ne Reser­ven zu diver­si­fi­zie­ren”, um sich vom Dol­lar zu lösen.

Der Anstieg der Gold­be­stän­de erfolgt zu einer Zeit, in der die Zen­tral­ban­ken welt­weit das Edel­me­tall hor­ten. Im Janu­ar fiel Chi­na hin­ter Russ­land auf den sechs­ten Platz der Län­der mit den größ­ten Gold­be­stän­den in der Welt.

Die von den glo­ba­len Zen­tral­ban­ken im Jahr 2018 neu ange­häuf­te Gold­men­ge erreich­te nach Schät­zun­gen des World Gold Coun­cil (WGC) die zweit­höchs­te jähr­li­che Gesamt­men­ge seit der Grün­dung. Staa­ten kauf­ten im ver­gan­ge­nen Jahr 651,5 Ton­nen Gold und hal­ten nun ins­ge­samt fast 34.000 Ton­nen. Der WGC pro­gnos­ti­ziert, dass in Anbe­tracht der grö­ße­ren Markt­un­si­cher­hei­ten und der immer grö­ße­ren Ver­brei­tung pro­tek­tio­nis­ti­scher Wirt­schafts­po­li­tik Gold als “siche­rer Hafen” im Jahr 2019 noch attrak­ti­ver wird.

Mehr zum The­ma — Russ­land hat 100 Mil­li­ar­den Dol­lar sei­ner Reser­ven in Yuan, Yen und Euro trans­fe­riert

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China fordert Europa zu Widerspruch gegenüber US-Drohungen gegen Deutschland auf


Alt-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der hat die Dro­hung der USA kri­ti­siert, Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen zurück­zu­hal­ten, falls Ber­lin chi­ne­si­sche Fir­men beim Auf­bau des schnel­len 5G-Mobil­funk­net­zes betei­ligt. “Das ist eine so unver­fro­re­ne Erpres­sung”, sag­te der SPD-Poli­ti­ker am Diens­tag­abend bei einer Han­dels­blatt-Ver­an­stal­tung in Ber­lin. Die Dro­hung aus Washing­ton bedeu­te : “Weil ihr nicht pariert, sagen wir es euch nicht.” Die US-Regie­rung erwar­te aus rein wirt­schafts­po­li­ti­schen Grün­den, dass sich Deutsch­land an ihre Sei­te bege­be.

US-Bot­schaf­ter Richard Grenell soll nach einem Bericht des Wall Street Jour­nal in einem Brief an Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) ange­kün­digt haben, der Aus­tausch von Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen und ande­rer Daten kön­ne nicht mehr im bis­he­ri­gen Umfang erfol­gen, wenn der chi­ne­si­sche Kon­zern Hua­wei oder ande­re chi­ne­si­sche Anbie­ter beim Auf­bau des 5G-Net­zes in Deutsch­land betei­ligt wür­den. Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat­te dar­auf­hin gesagt, die Regie­rung wol­le sich beim Aus­bau des schnel­len 5G-Mobil­funk­net­zes mit sei­nen Part­nern abspre­chen. Zen­tral sei die Sicher­heit beim 5G-Aus­bau.

Das Wei­ße Haus unter­stellt dem chi­ne­si­schen Tele­kom-Rie­sen Hua­wei, über sei­ne Tele­kom-Pro­duk­te spio­nie­ren oder sabo­tie­ren zu kön­nen. Bewei­se dafür lie­gen aber nicht vor.

In Chi­na bezeich­ne­te die par­tei­na­he Zei­tung Glo­bal Times den Brief des US-Bot­schaf­ters am Mitt­woch als “selbst­süch­tig” und “über­heb­lich”. Euro­pa müs­se den Mut haben, sich von den USA zu distan­zie­ren und gleich­zei­tig Bezie­hun­gen zu Chi­na und Russ­land auf­bau­en. “Die Welt ver­än­dert sich, und so soll­te sich die Stra­te­gie Euro­pas ver­än­dern”, schrieb das Blatt wei­ter. Deutsch­land wür­de von Hua­wei pro­fi­tie­ren, da durch den chi­ne­si­schen Kon­zern die Kon­struk­ti­on eines 5G-Net­zes güns­ti­ger wer­de und schnel­ler umge­setzt wer­den kön­ne.

Schrö­der sag­te, wenn er der­zeit Kanz­ler wäre, wür­de er dafür strei­ten, “dass Euro­pa eine rela­ti­ve Unab­hän­gig­keit von der ame­ri­ka­ni­schen Außen- und Wirt­schafts­po­li­tik erreicht”. Man habe ande­re Inter­es­sen bezo­gen auf Chi­na. “Wir haben auch ande­re Inter­es­sen bezo­gen auf Russ­land”, sag­te Schrö­der, der auch Auf­sichts­rats­chef bei Nord Stream, dem Betrei­ber der gleich­na­mi­gen deutsch-rus­si­schen Ost­see­pipe­line, ist. Russ­land sei als Markt wich­tig für Deutsch­land. Es sei aber auch außen­po­li­tisch nötig, die Nähe zu Mos­kau auf­recht­zu­er­hal­ten.

Wir kön­nen uns einem Russ­land-Bashing nicht anschlie­ßen, wie das die Ame­ri­ka­ner von uns erwar­ten.”

Deutsch­land kön­ne mit den gro­ßen Wirt­schafts­mäch­ten USA und Chi­na nur mit­hal­ten, wenn es die euro­päi­sche Kar­te zie­he und Füh­rung in Euro­pa über­neh­me, sag­te Schrö­der. Jedes euro­päi­sche Land sei in Sachen Wirt­schafts­kraft ein Zwerg ver­gli­chen mit den USA und dem auf­stre­ben­den Chi­na.

Und mit Zwer­gen geht man nicht immer freund­lich um, son­dern man stellt sie in den Gar­ten.”

Ähn­lich äußer­te sich der Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der deut­schen Indus­trie (BDI) Die­ter Kempf. Er sag­te der Pas­sau­er Neu­en Pres­se, Deutsch­land kön­ne nur im Ver­bund mit einem star­ken geein­ten Euro­pa in Zukunft Chi­na und den USA Paro­li bie­ten. Ent­schei­dend sei, dass Euro­pa mit einer Stim­me spre­che : “Machen wir uns selbst klein oder las­sen wir uns aus­ein­an­der­di­vi­die­ren, dann wer­den wir gegen­über den USA wie auch gegen­über Chi­na immer klein blei­ben.” Mit Chi­na befin­de sich Deutsch­land “in einer Sys­tem-Kon­kur­renz”. Er hal­te “eine fak­ten­ba­sier­te Part­ner­schaft mit dem Land für belast­bar”.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te als Reak­ti­on auf das poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Macht­stre­ben Chi­nas am Diens­tag einen Zehn-Punk­te-Plan zur Stär­kung der euro­päi­schen Inter­es­sen vor­ge­legt. Kon­kret schlägt die Brüs­se­ler Behör­de zum Bei­spiel vor, die Ver­ga­be öffent­li­cher Auf­trä­ge stär­ker an Arbeits- und Umwelt­stan­dards zu knüp­fen. Um die Sicher­heit beim Aus­bau des schnel­len 5G-Mobil­funk­net­zes zu gewäh­ren, will die Kom­mis­si­on in Kür­ze einen gemein­sa­men EU-Ansatz vor­schla­gen. Dabei dürf­te es vor allem um den Umgang mit dem chi­ne­si­schen Tele­kom-Rie­sen Hua­wei gehen.

Das neue stra­te­gi­sche Kon­zept der EU-Kom­mis­si­on soll im Ide­al­fall bereits Ende der kom­men­den Woche beim Gip­fel der Staats- und Regie­rungs­chefs in Brüs­sel gebil­ligt wer­den. Ob die zehn Punk­te dann alle umge­setzt wer­den, gilt jedoch als frag­lich.

(dpa/rt deutsch)

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Zwei Abstürze in einem Halbjahr : China erteilt Flugverbot für neues Boeing-Modell


Nach dem Absturz einer Pas­sa­gier­ma­schi­ne der Flug­li­nie „Ethio­pi­an Air­lines“ am Sonn­tag hat der US-Kon­zern Boe­ing die Prä­sen­ta­ti­on sei­nes neu­en Flug­zeugs-Modells abge­sagt. Chi­na reagiert auf den Vor­fall vor­über­ge­hend mit einem Flug­ver­bot für den Typ „Boe­ing 737 – 8“.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


China richtet Offshore-Freihandelszone in Hainan ein


In der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lungs­zo­ne Yang­pu in der süd­chi­ne­si­schen Pro­vinz Hai­n­an soll ein natio­na­les Off­shore-Pilot­ge­biet ein­ge­rich­tet wer­den.

Es wird erwar­tet, dass das Güter­ma­nage­ment­sys­tem für den Waren­um­schlag des Gebiets ver­bes­sert wird, so die Chi­na Dai­ly, die den Ver­wal­tungs­aus­schuss der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lungs­zo­ne zitiert.

Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lungs­zo­ne Yang­pu genießt die Prä­fe­renz­po­li­tik einer Frei­han­dels­zo­ne. Sie ver­fügt über eine güns­ti­ge geo­gra­fi­sche Lage und ein aus­ge­dehn­tes Trans­port­sys­tem. Sie wur­de 1992 als staat­li­che Ent­wick­lungs­zo­ne geneh­migt und ein Jahr spä­ter in Betrieb genom­men.

Der neue Off­shore-Bereich wird poli­ti­sche Erleich­te­run­gen in Inves­ti­tio­nen in sol­chen Berei­chen wie Han­del, Finan­zen und Abwick­lung in Lan­des­wäh­rung för­dern. Vor Ort sol­len ein natio­na­les und ein inter­na­tio­na­les Ver­sor­gungs­zen­trum sowie ein grenz­über­schrei­ten­der Logis­tik­ka­nal ein­ge­rich­tet wer­den.

Um den inter­na­tio­na­len Han­del wei­ter zu erleich­tern, wird im Zoll­ha­fen­ge­biet von Yang­pu ein Sin­gle-Win­dow-Ser­vice ein­ge­führt. Dadurch wird die Hafen­ab­fer­ti­gungs­zeit erheb­lich ver­kürzt, um den inter­na­tio­na­len Stan­dards zu ent­spre­chen.

Hai­n­an ver­fügt über rei­che Res­sour­cen an Öl und Erd­gas sowie an Gum­mi, Meer­salz, Quarz­sand, Eisen und Titan­erz. Die Behör­den pla­nen, die inter­na­tio­na­le Schiff­fahrt durch eine Locke­rung der Ölex­port­quo­ten zu ent­wi­ckeln. In Yang­pu wol­len sie in die­sem Jahr auch ein neu­es Schiff­fahrts­zen­trum für den inter­na­tio­na­len Land- und See­han­del bau­en. Außer­dem sol­len von der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lungs­zo­ne aus Außen­han­dels­rou­ten nach Süd­ost­asi­en eröff­net wer­den.

Mehr zum The­ma — Chi­na wird USA als größ­ten Ein­zel­han­dels­markt der Welt in die­sem Jahr über­ho­len

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Wegen Handelsstreit mit den USA : China kündigt Öffnung für ausländische Investoren an


Chi­na wird ein neu­es Gesetz über aus­län­di­sche Inves­ti­tio­nen ver­ab­schie­den, wel­ches erzwun­ge­ne Tech­no­lo­gie­trans­fers und ille­ga­le staat­li­che Ein­mi­schung in aus­län­di­sche Unter­neh­men ver­bie­tet. Das Gesetz soll dabei hel­fen, den Han­dels­streit zwi­schen Chi­na und den USA bei­zu­le­gen. US-Prä­si­dent Donald Trump kri­ti­sier­te immer wie­der “unfai­re Han­dels­prak­ti­ken” Chi­nas und den sei­ner Mei­nung nach zu gerin­gen Schutz von Urhe­ber­rech­ten für aus­län­di­sche Fir­men in Chi­na. Chi­ne­si­sche Fir­men hät­ten einen Wett­be­werbs­vor­teil und die USA einen Nach­teil im Han­dels­aus­tausch. 

Der chi­ne­si­sche Pre­mier­mi­nis­ter Li Keqiang kün­dig­te am Diens­tag an, Peking wer­de die Ver­su­che zum Schutz der “Rech­te und Inter­es­sen aus­län­di­scher Inves­to­ren stär­ken”: 

Wir wer­den unse­re Richt­li­ni­en wei­ter an inter­na­tio­nal aner­kann­te Han­dels­re­geln anpas­sen, höhe­re Trans­pa­renz der Richt­li­ni­en schaf­fen und die Kon­sis­tenz bei der Umset­zung erhö­hen. 

Das Vor­ha­ben der chi­ne­si­schen Regie­rung bleibt nicht ohne Kri­tik. Die Euro­päi­sche Han­dels­kam­mer nimmt Anstoß an der schnel­len Imple­men­tie­rung. Der Prä­si­dent der Han­dels­kam­mer sag­te, sol­che Ände­run­gen brauch­ten mehr “Zeit und Auf­merk­sam­keit”. Es “soll­ten ange­mes­se­ne Kon­sul­ta­ti­ons­zei­ten ein­ge­hal­ten wer­den”. 

Nach Berich­ten des Wall Street Jour­nal könn­te der Han­dels­streit zwi­schen Peking und Washing­ton bei einer Zusam­men­kunft von Donald Trump und dem Staats­chef Chi­nas, Xi Jin­ping, am Ende die­ses Monats bei­gelegt wer­den. Der Ort für das Gip­fel­tref­fen wird ver­mut­lich das Anwe­sen von Trump in Mar-a-Lago, Flo­ri­da. Am ver­gan­ge­nen Frei­tag lief die 90-Tage-Frist im Han­dels­streit zwi­schen den bei­den Län­dern aus. Die­se wur­de jedoch ver­län­gert. Ein Han­dels­ab­kom­men zwi­schen Chi­na und den USA ist bereits in Arbeit. 

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Italien will Seidenstraßen-Vereinbarung mit China


Ita­li­en und die EU bekä­men die Gele­gen­heit, euro­päi­sche Stan­dards für Finanz­trans­pa­renz, Recht und Umwelt in die­ses wich­ti­ge Infra­struk­tur­pro­jekt ein­zu­brin­gen, sag­te der Poli­ti­ker. Die Absichts­er­klä­rung sol­le noch im März bei einem Ita­li­en­be­such des chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping unter­zeich­net wer­den. Er selbst wer­de Ende April zum zwei­ten Sei­den­stra­ßen-Forum nach Chi­na rei­sen, sag­te Giu­sep­pe Con­te. Natür­lich wer­de er dar­über auch mit den USA in stän­di­gem Dia­log sein.

Mit dem Sei­den­stra­ßen-Pro­jekt will Chi­na Han­dels­we­ge durch Asi­en nach Euro­pa und Afri­ka erschlie­ßen. Es sieht unter ande­rem Inves­ti­tio­nen in Infra­struk­tu­ren wie Bahn­stre­cken und Ver­schie­be­bahn­hö­fe, Tele­kom-Net­ze, Stra­ßen und Häfen vor. Die USA, Japan und diver­se EU-Län­der sehen in dem Pro­jekt auch einen Ver­such Chi­nas, sei­nen Ein­fluss in Eura­si­en und dar­über hin­aus zu erhö­hen. (dpa)

Mehr zum The­ma — Han­dels­um­satz auf Chi­nas Neu­er Sei­den­stra­ße über­steigt 5 Bil­lio­nen US-Dol­lar seit 2013

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Donald Trump fordert China zur Streichung von Zöllen auf Agrarprodukte auf


Am Mon­tag hat­te der US-Prä­si­dent die Frist­ver­län­ge­rung im Han­dels­streit zwi­schen den USA und Chi­na ange­kün­digt. Am 1. März wäre offi­zi­ell ein 90-tägi­ger “Waf­fen­still­stand” zu Ende gegan­gen, den bei­de Sei­ten beim G20-Gip­fel Anfang Dezem­ber in Argen­ti­ni­en ver­ein­bart hat­ten. Die USA hat­ten mit neu­en Straf­zöl­len gedroht, wenn es bis dahin kei­ne Eini­gung gege­ben hät­te. Die Son­der­zöl­le auf Impor­te aus Chi­na im Umfang von 200 Mil­li­ar­den US-Dol­lar hät­ten dann nach den Plä­nen Washing­tons von der­zeit 10 auf 25 Pro­zent erhöht wer­den kön­nen. Donald Trump hat­te betont, dass er bereit sei, kei­ne wei­te­ren Zöl­le zu erhe­ben, solan­ge die Ver­hand­lun­gen erfolg­ver­spre­chend wei­ter­lie­fen. (dpa)

Mehr zum The­ma — US-Han­dels­streit mit Chi­na : US-ame­ri­ka­ni­sche Kin­der könn­ten zu Leid­tra­gen­den wer­den

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Veto gegen US-Resolution zu Venezuela : Russland und China sehen Versuch, die Regierung zu stürzen


Im Lau­fe des Tages woll­te der UN-Sicher­heits­rat über die von Russ­land und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten vor­ge­leg­ten Ent­wür­fe über die Situa­ti­on in Vene­zue­la abstim­men.

Der Rat wird sich heu­te höchst­wahr­schein­lich nicht eini­gen kön­nen”, sag­te die bri­ti­sche Bot­schaf­te­rin bei den Ver­ein­ten Natio­nen, Karen Pier­ce jedoch am Don­ners­tag.

Der Ent­wurf Washing­tons for­dert laut Deut­scher Pres­se-Agen­tur einen poli­ti­schen Pro­zess hin zu “frei­en, fai­ren und glaub­wür­di­gen” Prä­si­dent­schafts­wah­len mit inter­na­tio­na­len Beob­ach­tern in Vene­zue­la. Außer­dem müss­ten gelie­fer­te Hilfs­gü­ter ohne Ein­schrän­kun­gen ins Land gelas­sen und Anhän­ger der Oppo­si­ti­on geschützt wer­den, heißt es dar­in.

Höhe­punkt des ame­ri­ka­ni­schen Spek­ta­kels der Dop­pel­mo­ral gegen­über Vene­zue­la”

Die soge­nann­te huma­ni­tä­re Hil­fe ist eine Unter­stüt­zung des selbst ernann­ten vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Juan Guai­dó. Der US-Son­der­ge­sand­te für Vene­zue­la Elliott Abrams gilt zudem als der Erfin­der “kon­spi­ra­ti­ver huma­ni­tä­rer Hil­fe” und der Waf­fen­lie­fe­run­gen im Sankt-Mar­tins-Gewand.

Mehr zum The­ma — Mann mit dunk­ler Ver­gan­gen­heit : Elliott Abrams auf dem hei­ßen Stuhl (Video)

Prä­si­dent Nicolás Madu­ro und eine Rei­he exter­ner Kom­men­ta­to­ren haben dar­auf ver­wie­sen, dass die Hilfs­gü­ter ein Vor­wand sein könn­ten, Kriegs­gü­ter ins Land zu brin­gen und die Situa­ti­on, in der Madu­ro nach wie vor Rück­halt in der Bevöl­ke­rung und Mili­tär hat, zum Kip­pen zu brin­gen.

Der US-Reso­lu­ti­ons­ent­wurf erhielt neun Stim­men und zwang Russ­land und Chi­na somit zu einem Veto. Auch Süd­afri­ka stimm­te gegen den Text, wäh­rend sich Indo­ne­si­en, Äqua­to­ri­al­gui­nea und die Elfen­bein­küs­te der Stim­me ent­hiel­ten.

Russ­land, das wie eine Rei­he wei­te­rer Län­der den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Madu­ro in der Kri­se unter­stützt, hat eine eige­ne Reso­lu­ti­on vor­ge­legt.

Für eine Annah­me der Reso­lu­ti­on müs­sen neun der 15 Rats­mit­glie­der dafür stim­men, zudem dürf­te kei­nes der fünf stän­di­gen Mit­glie­der von sei­nem Veto­recht Gebrauch machen.

Russ­lands Uno-Bot­schaf­ter, Was­si­li Neben­sia, kri­ti­sier­te die US-Reso­lu­ti­on als “den Höhe­punkt des ame­ri­ka­ni­schen Spek­ta­kels der Dop­pel­mo­ral gegen­über Vene­zue­la”.

Washing­ton habe von Anfang gewusst, dass das Doku­ment kei­ne Chan­ce auf Ver­ab­schie­dung hat­te und es den­noch zusam­men­ge­stellt, nur um wei­te­re Beschwer­den zu begrün­den, dass der Zugang für huma­ni­tä­rer Hil­fe nach Vene­zue­la ver­wei­gert wird.

Wir haben ernst­haf­te Beden­ken, dass das heu­ti­ge Tref­fen des UN-Sicher­heits­ra­tes als Etap­pe einer tat­säch­li­chen, nicht huma­ni­tä­ren, Inter­ven­ti­on in Vene­zue­la genutzt wer­den kann”, so Neben­sia.

Der Gesand­te Pekings erklär­te, der vor­lie­gen­de Reso­lu­ti­ons­ent­wurf “ernst­haft unver­ein­bar” mit Chi­nas Posi­ti­on sei.

Vene­zo­la­ni­sche Ange­le­gen­hei­ten soll­ten vom vene­zo­la­ni­schen Volk ent­schie­den wer­den”, begrün­de­te Wu Hai­tao die Ent­schei­dung. “Chi­na wider­setzt sich exter­nen Kräf­ten, die sich in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten Vene­zue­las ein­mi­schen, und lehnt eine mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on in Vene­zue­la ab.”

Der Sicher­heits­rat stimm­te dann über den rus­si­schen Ent­wurf ab, wel­cher auf eine poli­ti­sche Lösung setzt. Der Ent­wurf schei­ter­te mit sie­ben Gegen­stim­men.

Guai­dó will trotz dro­hen­der Fest­nah­me zurück nach Vene­zue­la 

Vene­zue­las selbst ernann­ter Über­gangs­prä­si­dent Juan Guai­dó will trotz dro­hen­der Fest­nah­me am Wochen­en­de oder Mon­tag nach Vene­zue­la zurück­keh­ren. Das sag­te er am Don­ners­tag auf einer gemein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz mit dem bra­si­lia­ni­schen Staats­chef Jair Bol­so­na­ro in Bra­sí­lia. Vene­zue­las Staats­chef Nicolás Madu­ro hat­te am Mon­tag gedroht, Guai­dó müs­se sich bei einer Rück­kehr nach Vene­zue­la der Jus­tiz stel­len.

Er sei sich der Lage bewusst, wer­de aber nicht vor ihr flie­hen, zitier­te der Sen­der O Glo­bo Guai­dó unter Beru­fung auf diplo­ma­ti­sche Krei­se. Am Vor­tag hat­te er gewarnt, sei­ne Fest­nah­me wür­de eine bei­spiel­lo­se Reak­ti­on in Vene­zue­la selbst und im Aus­land nach sich zie­hen.

Mehr zum The­ma — Vene­zue­la : Dios­dado Cabel­lo ver­ur­teilt fal­sche Schlüs­se nach Vor­fäl­len nahe Gren­ze zu Bra­si­li­en

Guai­dó hät­te Vene­zue­la wegen eines lau­fen­den Ermitt­lungs­ver­fah­rens eigent­lich nicht ver­las­sen dür­fen. Er reis­te aber am Frei­tag ver­gan­ge­ner Woche ins Nach­bar­land Kolum­bi­en — zu einem Bene­fiz­kon­zert sowie einem Tref­fen mit der soge­nann­ten Lima-Grup­pe und mit US-Vize­prä­si­dent Mike Pence am Mon­tag in Bogo­tá.

Bol­so­na­ro sprach sich nach dem Tref­fen mit Guai­dó für Frei­heit, Demo­kra­tie, Frie­den und Wohl­stand im Nach­bar­land Vene­zue­la aus. Kon­kre­te Maß­nah­men, um den Macht­kampf zwi­schen der von Guai­dó geführ­ten Oppo­si­ti­on und Madu­ro zu been­den, nann­ten weder Bol­so­na­ro noch Guai­dó auf der gemein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz. Bol­so­na­ro beton­te, sein Land unter­stüt­ze voll die Beschlüs­se der Lima-Grup­pe.

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