Eine Woche nach Anlauf von 5G : China kündigt Entwicklungsstart für 6G-Netz an


Am 1. Novem­ber gab Chi­na den offi­zi­el­len Start­schuss für den lan­des­wei­ten kom­mer­zi­el­len Betrieb von 5G. Men­schen in 50 chi­ne­si­schen Städ­ten beka­men die Mög­lich­keit, die Vor­tei­le der Spit­zen­tech­no­lo­gie für den Preis ab 128 Yuan (rund 17 Euro) pro Monat auf die Pro­be zu stel­len. Dem super­schnel­len Mobil­funk-Stan­dard wird eine gro­ße Bedeu­tung für sol­che Zukunfts­tech­no­lo­gi­en wie das auto­no­me Fah­ren und die vir­tu­el­le Rea­li­tät bei­gemes­sen.

Nur eine Woche nach dem 5G-Start teil­te das chi­ne­si­sche Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie mit, bereits die For­schungs- und Ent­wick­lungs­ar­beit für die sechs­te Genera­ti­on des mobi­len Inter­nets und der Mobil­te­le­fo­nie auf­ge­nom­men zu haben, wie der Nach­rich­ten­sen­der CNBC berich­te­te. Zu die­sem Zweck wür­den dem­nach zwei Arbeits­grup­pen auf­ge­baut. Die eine soll aus Ver­tre­tern der zustän­di­gen staat­li­chen Behör­den und die ande­re aus Exper­ten aus 37 Uni­ver­si­tä­ten, For­schungs­in­sti­tu­ten und Unter­neh­men bestehen.

Zu der even­tu­el­len Ein­füh­rungs­frist des 6G-Net­zes mach­te das Minis­te­ri­um zunächst jedoch kei­ne genau­en Anga­ben. Wang Xi, stell­ver­tre­ten­der Minis­ter, prä­zi­sier­te in sei­ner Erklä­rung, dass sich die Tech­no­lo­gie “noch in der Anfangs­pha­se” befin­de und es auf dem Weg zur Kom­mer­zia­li­sie­rung noch viel zu tun gebe. Gleich­zei­tig beton­te er die hohe Prio­ri­tät die­ser Arbeit.

Mitt­ler­wei­le gerät die Markt­ein­füh­rung des am meis­ten fort­ge­schrit­te­nen 5G-Mobil­funk­net­zes welt­weit wie­der­holt ins Sto­cken. Süd­ko­rea und Chi­na sind bis heu­te die ein­zi­gen Staa­ten mit lan­des­wei­ter 5G-Netz­ab­de­ckung. Zu den weni­gen Län­dern, die eben­falls mit dem Ein­satz der Spit­zen­tech­no­lo­gie begon­nen haben, zäh­len die USA, Deutsch­land, die Schweiz und Spa­ni­en. Der Rest der Welt bleibt vor allem wegen der befürch­te­tet hohen Kos­ten beim Umstieg auf 5G vor­erst beim 4G-Stan­dard.

Mehr zum The­ma — Hua­wei domi­niert glo­ba­les 5G-Ren­nen und ver­bucht star­ken Anstieg von Auf­trags­ein­gän­gen

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Bank of America : Afrika könnte nach US-Handelskrieg mit China zum “Land der Möglichkeiten” werden


Das lang erwar­te­te Han­dels­ab­kom­men zwi­schen den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Chi­na wür­de den afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent in ein Land der Mög­lich­kei­ten für Anlei­hen- und Akti­en­in­ves­to­ren ver­wan­deln, so die Stra­te­gen der Bank of Ame­ri­ca David Hau­ner und Clau­dio Iri­go­y­en. Sie schrie­ben in einer Kun­den­no­tiz :

Wir sind der Mei­nung, dass die Besei­ti­gung von Ängs­ten vor wei­te­ren Zöl­len oder einer Rezes­si­on, zumin­dest bis zu den US-Wah­len im Novem­ber 2020, zu einem gewis­sen Kauf­si­gnal und ers­ten Anzei­chen einer Erho­lung im ers­ten Quar­tal füh­ren wür­de.

Die Stra­te­gen wie­sen dar­auf hin, dass zu den wich­tigs­ten Begüns­tig­ten der Schwel­len­märk­te “eini­ge der weni­ger belieb­ten Wäh­rungs- und Hoch­zins­märk­te” gehö­ren wer­den.

Sie erklär­ten, dass ein Han­dels­ab­kom­men zwi­schen Peking und Washing­ton das Risi­ko einer Stär­kung des US-Dol­lars ver­rin­gern wür­de. Dies wür­de die Wäh­run­gen von Schwel­len­län­dern unter­stüt­zen und hät­te hoch­ver­zins­li­che Staats­an­lei­hen zur Fol­ge. Eini­ge Wäh­run­gen, dar­un­ter der süd­afri­ka­ni­sche Rand, wür­den auch von einem Zufluss von Kapi­tal pro­fi­tie­ren, da Akti­en am ehes­ten auf eine Kon­junk­tur­er­ho­lung reagie­ren.

Die Bank of Ame­ri­ca pro­gnos­ti­zier­te auch die größ­ten Gewin­ner, falls die USA und Chi­na ein Han­dels­ab­kom­men abschlie­ßen :

Afri­ka sieht gut aus, wo meh­re­re exter­ne Dar­le­hen unter den glo­ba­len Wachs­tums­pro­ble­men lei­den : Kenia, Nige­ria und Süd­afri­ka.

Der süd­afri­ka­ni­sche Prä­si­dent Cyril Rama­pho­sa sag­te in einem Inter­view mit Bloom­berg, dass ein Abkom­men zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt sei­nem Land gro­ßen Nut­zen brin­gen wür­de.

Am Don­ners­tag einig­ten sich Chi­na und die USA dar­auf, die gegen­sei­ti­gen Straf­zöl­le pro­por­tio­nal zurück­zu­neh­men. Die ers­te Pha­se eines Han­dels­ab­kom­mens soll in den kom­men­den Wochen unter­zeich­net wer­den. Der Han­dels­krieg zwi­schen den bei­den Län­dern dau­ert seit über einem Jahr an, was zu meh­re­ren Run­den von gegen­sei­ti­gen Zöl­len und Beschrän­kun­gen führ­te.

Mehr zum The­ma — Putin wäh­rend Russ­land-Afri­ka-Forum : “Afri­ka­ni­sche Lösun­gen für afri­ka­ni­sche Pro­ble­me”

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Sanktionen zeigen Wirkung : Handel zwischen USA und China geht um 67 Milliarden US-Dollar zurück


Der Han­del zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt, den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Chi­na, ist in den ers­ten neun Mona­ten die­ses Jah­res auf­grund des anhal­ten­den Han­dels­krie­ges stark zurück­ge­gan­gen.

Die US-Impor­te aus Chi­na san­ken um 53 Mil­li­ar­den auf rund 342 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Im Sep­tem­ber impor­tier­ten die USA etwas mehr als 40 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Waren, gegen­über fast 48 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zur glei­chen Zeit im Vor­jahr.

Auch die Expor­te nach Chi­na san­ken auf rund 78,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gegen­über 93,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar im Vor­jahr. Gleich­zei­tig sank das US-Han­dels­de­fi­zit mit Chi­na von fast 302 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in den ers­ten neun Mona­ten des Jah­res 2018 auf 262 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Ein neu­er Bericht der Ver­ein­ten Natio­nen weist dar­auf hin, dass der anhal­ten­de Han­dels­krieg bei­den Volks­wirt­schaf­ten scha­det. Die Lei­te­rin der inter­na­tio­na­len Han­dels- und Roh­stoff­ab­tei­lung der UN-Kon­fe­renz für Han­del und Ent­wick­lung (UNCTAD) Pame­la Coke Hamil­ton erklär­te :

Ein ver­lo­re­ner Han­dels­krieg scha­det nicht nur den Haupt­kon­kur­ren­ten, son­dern gefähr­det auch die Sta­bi­li­tät der Welt­wirt­schaft und das zukünf­ti­ge Wachs­tum.

Der Han­dels­streit zwi­schen den bei­den Natio­nen dau­ert bereits mehr als ein Jahr und führ­te zu meh­re­ren Run­den gegen­sei­ti­ger Zöl­le und Beschrän­kun­gen. US-Prä­si­dent Donald Trump und sein chi­ne­si­scher Amts­kol­le­ge Xi Jin­ping wer­den sich in naher Zukunft tref­fen, um über eine mög­li­che ers­te Pha­se eines Han­dels­ab­kom­mens zu bera­ten, das den Han­dels­krieg been­den soll.

Mehr zum The­ma — Wegen Han­dels­krieg mit USA : Chi­na ver­dop­pelt Aus­ga­ben für Infra­struk­tur­pro­jek­te

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Nutzt Trump die Unruhen in Hongkong als Druckmittel in den Handelsgesprächen mit China ?


Da Washing­ton und Peking wei­ter­hin ver­su­chen, ihre Han­dels­strei­tig­kei­ten bei­zu­le­gen und in die­ser Fra­ge zumin­dest eine Teil-Eini­gung zu erzie­len, dürf­te das jüngs­te US-Gesetz zu Hong­kong Chi­na wei­ter ver­är­gern.

Anfang die­ses Monats hat das US-Reprä­sen­tan­ten­haus den Hong Kong Human Rights and Demo­cra­cy Act ver­ab­schie­det. Der Gesetz­ent­wurf, der dar­auf abzielt, “die demo­kra­ti­schen Bestre­bun­gen des Vol­kes von Hong­kong zu unter­stüt­zen”, stellt die Auto­ri­tät Pekings und den Son­der­sta­tus der chi­ne­si­schen Pro­vinz in Fra­ge, den Hong­kong nach dem Prin­zip “Ein Land, zwei Sys­te­me” Chi­nas genießt. Dies ermög­licht es der Pro­vinz, ein von Fest­land­chi­na unab­hän­gi­ges eige­nes Rechts- und Wirt­schafts­sys­tem zu haben.

Hong­kong wird seit Mona­ten von gewalt­tä­ti­gen Pro­tes­ten gegen die Regie­rung geplagt, die das Finanz­zen­trum ins Cha­os stürz­ten und sei­ne Wirt­schaft hart tra­fen. Wäh­rend Chi­na bei der Bewäl­ti­gung der Unru­hen größ­te Zurück­hal­tung gezeigt hat, haben die USA und eini­ge ande­re west­li­che Län­der die Pro­tes­te offen unter­stützt. Dies sorg­te für Empö­rung in Peking. Chi­na reagier­te auf die die “Ein­mi­schung exter­ner Kräf­te in sei­ne inne­ren Ange­le­gen­hei­ten” erbit­tert und erklär­te, dass es die­se “nicht tole­rie­ren wird”.

Falls das erwähn­te Gesetz wei­te­re Zustim­mung erhält und von US-Prä­si­dent Trump unter­zeich­net wird, wer­den die USA den beson­de­ren Sta­tus Hong­kongs als von Peking sepa­ra­tes Rechts- und Wirt­schafts­sys­tem über­prü­fen. Dies wird es den USA ermög­li­chen, Ein­zel­per­so­nen zu sank­tio­nie­ren und die Mög­lich­kei­ten für Export­kon­trol­len schaf­fen. Andrew Leung, inter­na­tio­na­ler und unab­hän­gi­ger Chi­na-Stra­te­ge, sag­te gegen­über RT :

Trump kann sei­ne Unter­schrift als mög­li­chen Hebel in den wei­te­ren Han­dels­ge­sprä­chen mit Chi­na ein­set­zen.

Er stell­te fest, der Gesetz­ent­wurf basie­re auf der Behaup­tung Washing­tons, dass die “Auto­no­mie Hong­kongs eine Täu­schung” sei, und die USA die Wirt­schafts­zo­ne des­halb nicht getrennt von Chi­na behan­deln soll­ten. Leung beton­te :

Die Fra­ge ist, ob das Ver­ständ­nis von ‘Ein Land, zwei Sys­te­me’ zu einer Täu­schung gewor­den ist. Die Ant­wort ist : ein­deu­tig nein.

Der Exper­te erklär­te, dass Hong­kong, abge­se­hen von sei­nem sepa­ra­ten Sta­tus im Rah­men der WTO, kürz­lich als eine der frei­es­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt aner­kannt wur­de. Dies geht aus den jüngs­ten jähr­li­chen Bewer­tun­gen des Fra­ser Insti­tu­te of Cana­da und des US-ame­ri­ka­ni­schen Cato Insti­tu­te her­vor.

Trotz der hef­ti­gen Reak­ti­on Pekings auf alle Ver­su­che der USA, die Situa­ti­on in Hong­kong zu beein­flus­sen, ist die neue Gesetz­ge­bung nicht das Gra­vie­rends­te, was Washing­ton unter­nom­men hat, um sei­nen Han­dels­ri­va­len zu pro­vo­zie­ren, so Sourabh Gupta, Seni­or Fel­low am Insti­tu­te for Chi­na-Ame­ri­ca Stu­dies. Somit wer­de das The­ma die Han­dels­ge­sprä­che nicht beein­träch­ti­gen. Er fuhr fort :

Sie wis­sen, dass es viel Schlim­me­res gege­ben hat, was die USA in Bezug auf die chi­ne­si­schen Inter­es­sen im Lau­fe die­ser Ver­hand­lun­gen getan haben. Ich spre­che kon­kret über die rie­si­gen Waf­fen­ver­käu­fe, die für Tai­wan geneh­migt wur­den.

Er füg­te hin­zu, dass bei­de Sei­ten bereit sind, die Ver­hand­lun­gen trotz­dem fort­zu­set­zen. Gupta beton­te :

Offen­sicht­lich behan­deln die USA und Chi­na ihr Han­dels­ab­kom­men als ein geson­der­tes The­ma.

Hong­kong selbst ist eine Son­der­ver­wal­tungs­re­gi­on mit vol­ler Auto­no­mie über sei­ne Wirt­schafts­ver­ein­ba­run­gen. Wenn Hong­kong also eine Art wirt­schaft­li­che Ver­ein­ba­rung mit den USA hät­te, wür­de Peking dem nicht unbe­dingt wider­spre­chen.

Mehr zum The­ma — Hong­kong : Unru­hen haben schwer­wie­gen­de wirt­schaft­li­che Fol­gen

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Verfolgte Minderheit oder antichinesische Kampagne ? – UN-Staaten kritisieren China wegen Uiguren


22 Staa­ten kri­ti­sier­ten am Diens­tag vor den Ver­ein­ten Natio­nen das chi­ne­si­sche Vor­ge­hen gegen die uigu­ri­sche Min­der­heit in der Pro­vinz Xin­jiang. Chi­na weist die Vor­wür­fe als gro­be Ein­mi­schung in inne­re Ange­le­gen­hei­ten zurück. Der „Welt­kon­gress der Uigu­ren“ spricht von Fol­ter und Todes­op­fern.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Nordkorea bietet China Förderrechte für Seltene Erden im Gegenzug für Solar-Investitionen an


Der Ver­band der chi­ne­si­schen Sel­ten­erd-Indus­trie hat mit­ge­teilt, dass der Bau eines Solar­kraft­werks, das täg­lich 2,5 Mil­lio­nen Kilo­watt Strom in nord­ko­rea­ni­schen Pro­vin­zen wie Nord‑P’yŏngan pro­du­zie­ren kann, rund 2,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar kos­ten wür­de. Im Gegen­zug für eine sol­che Inves­ti­ti­on wür­de Chi­na Abbau­rech­te an einer Sel­ten­erd­mi­ne an den Gren­zen der Pro­vinz erhal­ten.

Eine Quel­le mit unmit­tel­ba­ren Ver­bin­dun­gen zur chi­ne­si­schen Sel­ten­er­den­in­dus­trie sag­te gegen­über Reu­ters, dass die­se Art von Ver­ein­ba­rung Wunsch­den­ken Nord­ko­reas sei. Sie äußer­te ihre Skep­sis über das tat­säch­li­che Inter­es­se von­sei­ten Chi­nas an dem Pro­jekt und sag­te :

In Nord­ko­rea zu inves­tie­ren, ist nicht sicher. Sein inter­na­tio­na­ler Ruf ist schlecht und vie­le Unter­neh­men wer­den nicht unbe­dingt inter­es­siert sein.

Die Reso­lu­ti­on 2270 des UN-Sicher­heits­ra­tes, die kurz nach dem vier­ten Atom­test Nord­ko­reas im Jahr 2016 ange­nom­men wur­de, ver­bie­tet die Aus­fuhr von Gold, Titan­erz, Vana­di­um­erz und sel­te­nen Erden aus Nord­ko­rea.

Sel­te­ne Erden oder sel­te­ne Metal­le sind eine Grup­pe von 17 che­mi­schen Ele­men­ten mit beson­de­ren Eigen­schaf­ten. Tech­nisch gese­hen sind die­se Metal­le nicht sel­ten, aber sie sind sehr schwer in gro­ßen Kon­zen­tra­tio­nen zu fin­den und schwer zu ver­ar­bei­ten, da die Erze oft natür­lich vor­kom­men­de radio­ak­ti­ve Stof­fe wie Uran und Tho­ri­um ent­hal­ten.

Metal­le und Legie­run­gen, die sie ent­hal­ten, wer­den in vie­len Gerä­ten und Gegen­stän­den des all­täg­li­chen Bedar­fes, wie Com­pu­tern, DVDs, wie­der­auf­lad­ba­ren Bat­te­ri­en, Mobil­te­le­fo­nen, Kata­ly­sa­to­ren, Magne­ten und Leucht­stoff­röh­ren, ver­wen­det.

Der eska­lie­ren­de Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na hat Anlass zur Sor­ge über die Maß­nah­men gege­ben, die bei­de Sei­ten als Waf­fe in dem Kon­flikt ein­set­zen könn­ten – ein­schließ­lich der Opti­on Pekings, den Export von Sel­ten­erd­me­tal­len in die USA ein­zu­schrän­ken.

Die­ser Schritt wird in Pekings wirt­schaft­li­chem Kampf gegen Washing­ton als eine der Kern­op­tio­nen ange­se­hen, da Chi­na der größ­te Pro­du­zent von Sel­ten­erd­me­tal­len ist und welt­weit die größ­ten Reser­ven besitzt.

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Wegen Handelskrieg mit USA : China verdoppelt Ausgaben für Infrastrukturprojekte


Peking hat den finan­zi­el­len Rah­men der von der Regie­rung geneh­mig­ten gro­ßen Infra­struk­tur­pro­jek­te in die­sem Jahr ver­dop­pelt. Ziel ist es, die chi­ne­si­sche Wirt­schaft inmit­ten des anhal­ten­den Han­dels­kon­flikts mit Washing­ton zu sta­bi­li­sie­ren.

Die Staat­li­che Kom­mis­si­on für Ent­wick­lung und Reform (NDRC) hat 21 Pro­jek­te im Wert von min­des­tens 764,3 Mil­li­ar­den Yuan (107,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar) geneh­migt, so die South Chi­na Morning Post.

Der Betrag ist mehr als dop­pelt so groß wie im Vor­jahr. Damals lag der Gesamt­wert der Pro­jek­te bei 374,3 Mil­li­ar­den Yuan (52,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar), dar­un­ter elf Pro­jek­te im Bereich Eisen­bah­nen, Stra­ßen und Flug­hä­fen.

Drei der vom NDRC geneh­mig­ten Infra­struk­tur­pro­jek­te haben ein Volu­men von mehr als 100 Mil­li­ar­den Yuan (14 Mil­li­ar­den US-Dol­lar). Das teu­ers­te Pro­jekt auf der Lis­te ist das neue Hoch­ge­schwin­dig­keits­bahn­netz zwi­schen Chong­qing und Kun­ming im Süd­wes­ten Chi­nas. Das Pro­jekt hat einen Gesamt­wert von 141,6 Mil­li­ar­den Yuan (19,9 Mil­li­ar­den US-Dol­lar).

Die Pro­vinz Sichuan erhielt grü­nes Licht für den Bau eines neu­en Flug­ha­fens im Wert von 131,8 Mil­li­ar­den Yuan (18,4 Mil­li­ar­den US-Dol­lar). Zheng­zhou, die Haupt­stadt der Pro­vinz Hen­an, darf 113,9 Mil­li­ar­den Yuan (16 Mil­li­ar­den Dol­lar) aus­ge­ben, um die drit­te Pha­se sei­nes Stadt­bahn­net­zes umzu­set­zen.

Es wird erwar­tet, dass die Infra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen in den nächs­ten Jah­ren noch wei­ter stark anstei­gen wer­den. Die chi­ne­si­sche natio­na­le Sta­tis­tik­be­hör­de gab am Frei­tag bekannt, dass sich die tat­säch­li­chen Infra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen in den ers­ten neun Mona­ten des Jah­res 2019 um 4,5 Pro­zent erhöh­ten, gegen­über 4,2 Pro­zent in den ers­ten acht Mona­ten im Vor­jahr.

Dar­über hin­aus hat die staat­li­che Pla­nungs­kom­mis­si­on die Geneh­mi­gung neu­er Koh­le­berg­wer­ke beschleu­nigt, unter ande­rem in den Regio­nen Inne­re Mon­go­lei, Xin­jiang, Shanxi und Shaanxi. Die Gesamt­in­ves­ti­tio­nen für die Pro­jek­te in die­sem Bereich belie­fen sich auf 91,12 Mil­li­ar­den Yuan (12,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar).

Peking hat den Lokal­ver­wal­tun­gen außer­dem erlaubt, mehr Spe­zi­al­an­lei­hen zu ver­kau­fen, deren Erlö­se aus­schließ­lich zur Finan­zie­rung von Infra­struk­tur­pro­jek­ten ver­wen­det wer­den kön­nen. Anfang 2019 erhöh­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um die Quo­te für Spe­zi­al­an­lei­hen von 1,35 Bil­lio­nen Yuan (190 Mil­li­ar­den US-Dol­lar) im Vor­jahr auf 2,15 Bil­lio­nen Yuan (302 Mil­li­ar­den US-Dol­lar). Die Zen­tral­re­gie­rung hat den Lokal­ver­wal­tun­gen sogar erlaubt, einen Teil der geplan­ten Quo­te für das Jahr 2020 ins lau­fen­de Jahr 2019 vor­zu­zie­hen, damit sie wei­ter­hin Mit­tel für neue Pro­jek­te auf­brin­gen kön­nen.

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