Affäre um Huawei-Finanzchefin : Zweiter Kanadier in China in Haft


Wie bereits dem Ex-Diplo­ma­ten Micha­el Kov­rig wird auch dem Korea-Exper­ten Micha­el Spa­vor vor­ge­wor­fen, “in Akti­vi­tä­ten ver­wi­ckelt zu sein, die die natio­na­le Sicher­heit gefähr­den”. Das berich­te­te die Nach­rich­ten­agen­tur Chi­na News Ser­vice am Don­ners­tag unter Hin­weis auf das Staats­si­cher­heits­bü­ro in Dan­dong an der nord­ko­rea­ni­schen Gren­ze.

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Die bei­den in Chi­na fest­ge­nom­me­nen Kana­di­er arbei­ten für zwei ver­schie­de­ne regie­rungs­un­ab­hän­gi­ge Orga­ni­sa­tio­nen. Die Ermitt­lun­gen gegen den Korea-Exper­ten Spa­vor sei­en am Mon­tag auf­ge­nom­men wor­den, hieß es laut Chi­na News Ser­vice, was auf den Tag der Fest­nah­me schlie­ßen lässt. Die For­mu­lie­rung war fast wort­gleich mit dem Vor­wurf gegen den Nord­ost­asi­en-Fach­mann der in Brüs­sel ansäs­si­gen Cri­sis Group, Kov­rig, der eben­falls am Mon­tag fest­ge­nom­men wor­den war. Das Außen­mi­nis­te­ri­um in Peking teil­te mit, dass die Orga­ni­sa­ti­on, die Ana­ly­se und Poli­tik­be­ra­tung zu Kon­flikt­si­tua­tio­nen anbie­tet, “in Chi­na nicht recht­lich regis­triert” sei und ihre Akti­vi­tä­ten in Chi­na damit ille­gal sei­en. (dpa)

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Russland übertrifft China in den Top 3 der aufstrebenden Volkswirtschaften


Finanz­ana­lys­ten von Bloom­berg Ratings stuf­ten 20 auf­stre­ben­de Volks­wirt­schaf­ten mit­tels Mess­grö­ßen ein, wel­che von Wachs­tums­aus­sich­ten über den Stand der Leis­tungs­bi­lanz, der Boni­tät der jewei­li­gen Län­der bis hin zur Bewer­tung von Akti­en und Anlei­hen rei­chen. Russ­land erziel­te bei die­sen Kri­te­ri­en 2,36 Punk­te.

Das ein­zi­ge Land, das Russ­land über­bot, war Malay­sia mit 2,55 Punk­ten. Das süd­ost­asia­ti­sche Land hat sich seit der Ver­öf­fent­li­chung der letz­ten Ratings im Juni dank des Leis­tungs­bi­lanz­über­schus­ses und der rela­tiv sta­bi­len Aus­sich­ten für das Wirt­schafts­wachs­tum an der Spit­ze der Lis­te gehal­ten. 

Obwohl Chi­na seit Juni um einen Platz im Ran­king gestie­gen ist, bleibt das Reich der Mit­te um fast einen Punkt hin­ter Russ­land zurück. Die Phil­ip­pi­nen und Kolum­bi­en run­den die ers­ten fünf Plät­ze ab, die Tür­kei fiel vom fünf­ten auf den zwan­zigs­ten Platz. 

Die stär­ke­re Posi­ti­on der rus­si­schen Wirt­schaft wur­de bereits in den jähr­li­chen Umfra­gen der Welt­bank zu Doing Busi­ness fest­ge­stellt, in der 190 Volks­wirt­schaf­ten nach elf Berei­chen der Unter­neh­mens­re­gu­lie­rung ein­ge­stuft wer­den. Hier­nach beleg­te Russ­land den 31. Platz, vier Plät­ze über den Ergeb­nis­sen des Vor­jah­res. 

Auch wenn das erklär­te Ziel des rus­si­schen Prä­si­den­ten nicht erreicht wur­de, zeig­te sich der Minis­ter für wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung, Maxim Oresh­kin, zufrie­den : 

Wenn wir die Situa­ti­on ins­ge­samt ana­ly­sie­ren, haben wir unser Ziel erreicht. Der 31. Platz ist nicht so weit vom 20. Platz ent­fernt, ins­be­son­de­re wenn man bedenkt, dass wir von Platz 124 gestar­tet sind. 

Dabei zeig­te er sich davon über­zeugt, dass Russ­land in den kom­men­den sechs Jah­ren die Top 20 errei­chen wer­de. Seit dem Jahr 2014 sieht sich Mos­kau mit Sank­ti­ons­maß­nah­men aus dem Wes­ten kon­fron­tiert, sowohl von der EU als auch von den USA. Russ­land wur­de vor­ge­wor­fen, an dem Kon­flikt in der Ost­ukrai­ne betei­ligt gewe­sen zu sein und die Krim annek­tiert zu haben, obwohl das Refe­ren­dum der Regi­on zur Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Russ­land durch­ge­führt wur­de. 

Seit kur­zem beschul­digt Washing­ton Russ­land, sich bei den US-Prä­si­dent­schafts­wah­len 2016 ein­ge­mischt zu haben. Die USA haben zwar kei­ne kon­kre­ten Bewei­se vor­ge­legt, aber meh­re­re Sank­tio­nen ver­hängt, dar­un­ter gegen gro­ße rus­si­sche Unter­neh­men und hoch­ran­gi­ge Regie­rungs­ver­tre­ter. 

Mehr zum The­ma — Zum Schei­tern ver­ur­teil­tes Pro­jekt : USA wol­len Chi­na und Russ­land gegen­ein­an­der aus­spie­len

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Festnahme von Huawei-Managerin : Neuer Konflikt zwischen China und USA möglich


Die Fest­nah­me der Finanz­che­fin des chi­ne­si­schen Tech­no­lo­gie-Kon­zerns Hua­wei in Kana­da droht den Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na wie­der anzu­hei­zen. Am Frei­tag ist beim Bri­tish Colum­bia Supre­me Court in Van­cou­ver für 10.00 Uhr Orts­zeit (19.00 Uhr MEZ) eine Kau­ti­ons­an­hö­rung für die Top-Mana­ge­rin Meng Wanz­hou ange­setzt. Die USA drän­gen auf Mengs Aus­lie­fe­rung, wie ein Spre­cher des kana­di­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums bestä­tig­te. Chi­na for­dert die sofor­ti­ge Frei­las­sung. Der Kon­flikt schick­te die Bör­sen am Don­ners­tag auf Tal­fahrt.

Chi­na reagier­te mit schar­fem Pro­test auf die Fest­nah­me

Die kana­di­sche Regie­rung hat nach Anga­ben von Pre­mier­mi­nis­ter Jus­tin Tru­deau vom Don­ners­tag (Orts­zeit) kei­nen Ein­fluss auf die Fest­nah­me Mengs genom­men.

Ich kann allen ver­si­chern, dass wir ein Land mit einer unab­hän­gi­gen Jus­tiz sind”, sag­te Tru­deau vor Repor­tern in Mon­tréal. “Die zustän­di­gen Behör­den haben die Ent­schei­dung in die­sem Fall ohne jede poli­ti­sche Ein­mi­schung oder Beein­träch­ti­gung getrof­fen.”

Er sel­ber habe “ein paar Tage” vor der Ver­haf­tung Mengs davon Kennt­nis erhal­ten gehabt. Ansons­ten nann­te Tru­deau kei­ne wei­te­ren Ein­zel­hei­ten und ver­wies auf das Publi­ka­ti­ons­ver­bot in dem Fall.

Nach Anga­ben des kana­di­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums wur­de das Publi­ka­ti­ons­ver­bot auf Antrag von Mengs Anwalt erlas­sen. Chi­na, das gera­de erst im Han­dels­streit mit den USA einen “Waf­fen­still­stand” ver­ein­bart hat­te, reagier­te am Don­ners­tag mit schar­fem Pro­test gegen die USA und Kana­da auf die Fest­nah­me. Man habe Washing­ton und Otta­wa dazu auf­ge­for­dert, “die fest­ge­nom­me­ne Per­son umge­hend zu ent­las­sen”, sag­te der chi­ne­si­sche Außen­amts­spre­cher Geng Shuang am Don­ners­tag in Peking.

Hua­wei-Mana­ge­rin wird beschul­digt, das US-Han­dels­em­bar­go gegen Iran ver­letzt zu haben

Laut der kana­di­schen Zei­tung The Glo­be and Mail, die zuerst über die bereits am 1. Dezem­ber erfolg­te Ver­haf­tung berich­tet hat­te, sucht die US-Jus­tiz die Hua­wei-Mana­ge­rin wegen Sank­ti­ons­ver­stö­ßen. Einem Insi­der zufol­ge wer­de Meng beschul­digt, das US-Han­dels­em­bar­go gegen Iran ver­letzt zu haben. Details zu den Vor­wür­fen sei­en aber nicht bekannt, schreibt die Zei­tung. Die Mana­ge­rin sei beim Umstei­gen in Kana­da fest­ge­nom­men wor­den. Meng ist auch stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­vor­sit­zen­de des Elek­tro­nik­kon­zerns und Toch­ter des Hua­wei-Grün­ders Ren Zheng­fei.

Am 1. Dezem­ber — dem Tag der Fest­nah­me — traf Trump am Ran­de des G20-Gip­fel in Bue­nos Aires den chi­ne­si­schen Xi Jin­ping zum Abend­essen. Aus dem Wei­ßen Haus hieß es am Don­ners­tag, Trump sei das Aus­lie­fe­rungs­er­su­chen vor dem Abend­essen nicht bekannt gewe­sen. Bei dem Tref­fen hat­ten Chi­na und die USA — die bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt — eine wei­te­re Eska­la­ti­on in ihrem erbit­ter­ten Han­dels­krieg vor­erst abge­wen­det.

Die USA ver­spra­chen, ihre zusätz­li­chen Zöl­le auf chi­ne­si­sche Ein­fuh­ren vor­erst nicht wie geplant zu erhö­hen oder aus­zu­wei­ten. Im Gegen­zug sicher­te Chi­na zu, sei­ne Impor­te aus den USA zu erhö­hen, um das Han­dels­un­gleich­ge­wicht zu ver­rin­gern.

US-Sicher­heits­be­ra­ter spricht aber auch über “Dieb­stahl geis­ti­gen Eigen­tums”

Der Natio­na­le Sicher­heits­be­ra­ter von US-Prä­si­dent Donald Trump, John Bol­ton, woll­te sich am Don­ners­tag nicht zu Ein­zel­hei­ten der Fest­nah­me Mengs äußern. Er sag­te dem Sen­der NPR aber, dass die USA seit Jah­ren besorgt über den Dieb­stahl geis­ti­gen Eigen­tums, erzwun­ge­nen Tech­no­lo­gie­trans­fers und ande­rer umstrit­te­ner Prak­ti­ken chi­ne­si­scher Fir­men sei­en. “Hua­wei ist eine Fir­ma, über die wir besorgt gewe­sen sind. Es gibt auch noch ande­re.” Das Jus­tiz- und das Außen­mi­nis­te­ri­um in Washing­ton lehn­ten eine Stel­lung­nah­me auf Anfra­ge ab.

Trump hat­te das inter­na­tio­na­len Atom­ab­kom­men mit dem Iran im Mai ein­sei­tig auf­ge­kün­digt. Im August und im Novem­ber tra­ten dar­auf­hin har­te US-Wirt­schafts­sank­tio­nen gegen den Iran wie­der in Kraft. Die bis­lang letz­te Run­de im Novem­ber ziel­te vor allem auf ira­ni­sche Ölex­por­te, Schiff­fahrt und Ban­ken ab.

Die chi­ne­si­sche Bot­schaft in Kana­da ver­lang­te sowohl von Kana­da als auch von den USA, ihr “Fehl­ver­hal­ten sofort zu kor­ri­gie­ren und die per­sön­li­che Frei­heit von Frau Meng Wanz­hou wie­der­her­zu­stel­len”. Man wer­de “alle Maß­nah­men ergrei­fen, um die legi­ti­men Rech­te und Inter­es­sen der chi­ne­si­schen Bür­ge­rin ent­schlos­sen zu schüt­zen”.

Mehr zum The­ma — USA vs. Chi­na ­­– Trumps Han­dels­krieg als Teil einer grö­ße­ren Agen­da gegen das Reich der Mit­te

Unge­ach­tet der Ver­haf­tung von Meng gibt sich das chi­ne­si­sche Han­dels­mi­nis­te­ri­um in dem Han­dels­kon­flikt zuver­sicht­lich. Chi­na gehe davon aus, dass es inner­halb der 90-tägi­gen Ver­hand­lungs­run­de einen Han­dels­ver­trag mit den USA schlie­ßen kön­ne, sag­te Gao Feng, Spre­cher des Han­dels­mi­nis­te­ri­ums, am Don­ners­tag in Peking. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Ver­hand­lungs­teams sei gut, sie hät­ten bereits eine hohe Über­ein­stim­mung erreicht.

(dpa/rt deutsch)

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Weiterhin Druck auf China : Trumps Abkommen stigmatisiert “Nicht-Marktwirtschaften”


Kaum beach­tet wird das Frei­han­dels­ab­kom­men USMCA (United Sta­tes-Mexi­co-Cana­da Agree­ment) zwi­schen den USA und sei­nen Nach­bar­län­dern Mexi­ko und Kana­da. Das Klein­ge­druck­te des neu­en Abkom­mens ent­hält eine Bestim­mung, wonach jedes Land des Pakts ver­pflich­tet ist, ande­re Par­tei­en drei Mona­te im Vor­aus zu infor­mie­ren, wenn es Han­dels­ge­sprä­che mit einer “Nicht­markt­wirt­schaft” auf­nimmt.

Mit die­ser beson­de­ren For­mu­lie­rung ist aus Sicht der USA Chi­na gemeint. Wenn ein Land ein Frei­han­dels­ab­kom­men mit Chi­na oder einer ande­ren ähn­li­chen Wirt­schaft abschließt, hat jeder der bei­den ande­ren das Recht nach Arti­kel 32.10, das tri­la­te­ra­le Abkom­men mit einer Frist von sechs Mona­ten zu kün­di­gen und ein eige­nes bila­te­ra­les Abkom­men zu den glei­chen Bedin­gun­gen abzu­schlie­ßen.

Ana­lys­ten sehen die Klau­sel als gro­ße Bedro­hung für Chi­nas Posi­ti­on im glo­ba­len Han­dels­sys­tem. “Die­se Klau­sel zielt defi­ni­tiv dar­auf ab, es ande­ren zu erschwe­ren, ein Frei­han­dels­ab­kom­men mit Chi­na zu unter­zeich­nen – oder zumin­dest zu Bedin­gun­gen, die die USA nicht in ihrem Inter­es­se sehen”, sag­te Scott Ken­ne­dy, Direk­tor des Pro­jekts über chi­ne­si­sche Wirt­schafts- und Poli­tik­wirt­schaft am Cen­ter for Stra­te­gic and Inter­na­tio­nal Stu­dies in Washing­ton gegen­über Poli­ti­co.

Die Klau­sel soll als Vor­la­ge für zukünf­ti­ge Han­dels­ab­kom­men der USA mit ande­ren Län­dern die­nen. Ken­ne­dy meint, die Trump-Regie­rung wer­de ver­su­chen, einen ähn­li­chen Wort­laut für Han­dels­ab­kom­men mit Japan, der Euro­päi­schen Uni­on und Groß­bri­tan­ni­en zu ver­wen­den. “Dies scheint Teil der Bemü­hun­gen zu sein, mit eska­lie­ren­den Zöl­len, Inves­ti­ti­ons­be­schrän­kun­gen und Export­kon­trol­len Druck gegen Chi­na auf­zu­bau­en”, sag­te er.

Trotz wie­der­hol­ter chi­ne­si­scher For­de­run­gen haben sich die USA und die Euro­päi­sche Uni­on gewei­gert, Chi­na als “Markt­wirt­schaft” ein­zu­stu­fen – eine tech­ni­sche Unter­schei­dung im Rah­men der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on, die die Fähig­keit Washing­tons und Brüs­sels, Han­dels­sank­tio­nen gegen Peking zu ver­hän­gen, beein­träch­ti­gen wür­de.

Der Direk­tor des Natio­nal Eco­no­mic Coun­cil des Wei­ßen Hau­ses, Lar­ry Kud­low, beton­te die Bedeu­tung der Bestim­mung und sag­te, dass sie ein Signal an Chi­na sen­det, “dass wir als Ein­heit han­deln”.

Kota­ro Tamu­ra, Asi­en-Sti­pen­di­at am Mil­ken Insti­tu­te und ehe­ma­li­ger Sena­tor und par­la­men­ta­ri­scher Sekre­tär für Wirt­schafts- und Finanz­po­li­tik im japa­ni­schen Kabi­nett, sag­te, das USMCA “wird defi­ni­tiv die Blau­pau­se sein, um Chi­na in Bezug auf den Han­del ein­zu­krei­sen”. Das Abkom­men muss von den Regie­run­gen aller drei Län­der, ein­schließ­lich des US-Kon­gres­ses, geneh­migt wer­den, der es vor­aus­sicht­lich erst Anfang nächs­ten Jah­res ver­han­deln wird.

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Äußerst abscheulich”: China verbietet Forscher He weitere Genomversuche


Zuvor hat­ten sich schon die Natio­na­le Gesund­heits­kom­mis­si­on des Lan­des und die Chi­ne­si­sche Gesell­schaft für Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie (CAST) von He distan­ziert.

He hat­te zu Wochen­be­ginn mit einem auf You­tube ver­öf­fent­lich­ten Video bei Wis­sen­schaft­lern und Ethi­kern welt­weit für Ent­set­zen gesorgt. Dar­in hat­te er die Geburt der ers­ten gen­ma­ni­pu­lier­ten Babys Lulu und Nana ver­kün­det. Mit der Gen­sche­re Crispr/Cas9 hat­te er nach eige­ner Dar­stel­lung in den Embryo­nen einen Zell­re­zep­tor deak­ti­viert, der wich­tig für die Infek­ti­on mit dem HI-Virus ist. Eine unab­hän­gi­ge Bestä­ti­gung für die Behaup­tung gibt es bis­lang nicht. Exper­ten bezwei­feln den medi­zi­ni­schen Nut­zen der Ver­su­che und ver­wei­sen auf gesund­heit­li­che Risi­ken für die bei­den Mäd­chen und auch für ihre Nach­kom­men. (dpa)

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China warnt USA davor, Handelskrieg zur “großen Depression” oder “Weltkrieg” zu eskalieren


Nur weni­ge Tage bevor sich chi­ne­si­sche und ame­ri­ka­ni­sche Staats- und Regie­rungs­chefs am Ran­de des G20-Gip­fels in Argen­ti­ni­en tref­fen, warn­te der chi­ne­si­sche US-Gesand­te unheil­voll vor einer wei­te­ren Eska­la­ti­on des Han­dels­kon­flikts, der die Sym­bio­se der bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt durch­bre­chen und den Welt­han­del völ­lig lahm­le­gen könn­te.

Ich weiß nicht, ob die Men­schen die mög­li­chen Fol­gen – die Aus­wir­kun­gen, die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen – wirk­lich erken­nen, wenn es eine sol­che Ent­kopp­lung gibt”, sag­te Bot­schaf­ter Cui Tian­kai der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters in einem Inter­view und beton­te, dass eine wei­te­re Eska­la­ti­on die schlech­ten wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen, die einst zum Zwei­ten Welt­krieg führ­ten, wie­der­her­stel­len könn­te.

Die Leh­ren aus der Geschich­te sind immer noch da. Im letz­ten Jahr­hun­dert hat­ten wir zwei Welt­krie­ge, und dazwi­schen die gro­ße Depres­si­on”, sag­te der Bot­schaf­ter. “Ich den­ke nicht, dass jemand wirk­lich ver­su­chen soll­te, eine Wie­der­ho­lung der Geschich­te her­bei­zu­füh­ren. Die­se Din­ge soll­ten sich nie­mals wie­der­ho­len, also müs­sen die Men­schen ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln.”

Prä­si­dent Donald Trump hat Repor­tern wie­der­holt gesagt, dass Zöl­le auf zusätz­li­che chi­ne­si­sche Waren im Wert von 267 Mil­li­ar­den US-Dol­lar bereit sind los­zu­schla­gen, falls Peking sich wei­gert, sich den For­de­run­gen der USA zu beu­gen und den Dieb­stahl geis­ti­gen Eigen­tums zu stop­pen. Wäh­rend Trump dar­auf bedacht war, ein Abkom­men mit Chi­na abzu­schlie­ßen, mach­te er am Mon­tag deut­lich, dass er wei­ter­hin fest ent­schlos­sen ist, das mas­si­ve Han­dels­de­fi­zit mit Chi­na zu schlie­ßen. Soll­te Trump tat­säch­lich zusätz­li­che Zöl­le erhe­ben, wür­den die erhöh­ten Ein­fuhr­ge­büh­ren auf chi­ne­si­sche Waren einen Gegen­wert von ins­ge­samt über 517 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen.

Der ein­zi­ge Deal, der für mich wirk­lich akzep­ta­bel wäre – abge­se­hen davon, dass wir offen­sicht­lich etwas gegen den Dieb­stahl von geis­ti­gem Eigen­tum unter­neh­men müs­sen – ist, dass Chi­na sein Land für den Wett­be­werb mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten öff­nen muss”, sag­te das US-Staats­ober­haupt am Mon­tag im Wall Street Jour­nal.

Sie müs­sen Chi­na für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten öff­nen. Sonst sehe ich kei­nen Deal.”

Der chi­ne­sisch-ame­ri­ka­ni­sche Han­dels­kon­flikt trat im Sep­tem­ber in eine ent­schei­den­de Pha­se ein, nach­dem Zoll­erhö­hun­gen mit einem Gesamt­vo­lu­men von rund 260 Mil­li­ar­den US-Dol­lar für bila­te­ral gehan­del­te Waren offi­zi­ell in Kraft tra­ten. In den letz­ten zwei Mona­ten haben bei­de Län­der aller­dings Gesprä­che geführt und ver­sucht, eine Lösung zur Bei­le­gung des Han­dels­streits zu fin­den. Bis­her waren die Ver­hand­lun­gen zum Schei­tern ver­ur­teilt.

Trump und sein chi­ne­si­scher Amts­kol­le­ge Xi Jin­ping wer­den sich am Frei­tag am Ran­de des G-20-Gip­fels in Argen­ti­ni­en tref­fen, für den Sams­tag wird ein Abend­essen erwar­tet.

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Über zwei Meter groß mit elf Jahren : Wohl größtes Mädchen der Welt in China entdeckt


Zhang soll die gene­ti­sche Ano­ma­lie von ihren Eltern geerbt haben, die bei­de selbst mehr als 1,80 Meter groß sind, schreibt die Dai­ly Mail. Das Kind ist eine begeis­ter­te Anhän­ge­rin der US-ame­ri­ka­ni­schen Bas­ket­ball-Pro­fi­li­ga NBA, über­hol­te aller­dings in ihrem Wachs­tum bereits einen durch­schnitt­li­chen NBA-Spie­ler – ganz zu schwei­gen von der Kör­per­grö­ße eines durch­schnitt­li­chen chi­ne­si­schen Mäd­chens, die nur 1,38 Meter beträgt. Außer Bas­ket­ball, dem sie nach Bei­spiel ihrer Mut­ter seit ihrem fünf­ten Lebens­jahr nach­geht, hat Zhang eine Lei­den­schaft für Musik und Tan­zen und zeigt gute Schul­leis­tun­gen.

Laut dem Guin­ness-Buch der Rekor­de gilt bis­her die zwölf­jäh­ri­ge Sophie Hol­lins aus dem eng­li­schen Sout­hamp­ton als das größ­te Mäd­chen der Welt. Ob die Fami­lie Zhang eine Auf­nah­me ins Regis­ter zu bean­tra­gen beab­sich­tigt, wur­de nicht bekannt gege­ben.

Mehr zum The­ma — Gegen­sät­ze zie­hen sich an : Kleins­te Frau der Welt trifft größ­ten Mann in Ägyp­ten

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Peking : China will die Handels- und Energiezusammenarbeit mit Russland verstärken


Auf dem ASE­AN-Gip­fel in Sin­ga­pur traf sich Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin mit dem Pre­mier­mi­nis­ter Chi­nas, Li Keqiang. Wäh­rend des Tref­fens ver­kün­de­te Li :

Chi­na ist bereit, die Zusam­men­ar­beit mit Russ­land in den Berei­chen Ener­gie, Inno­va­ti­on, Finan­zen und Han­del zu ver­stär­ken.

Er stell­te fest, dass das Jahr 2018 eine wich­ti­ge Etap­pe in den Bezie­hun­gen zwi­schen Chi­na und Russ­land auf hoher Ebe­ne dar­stellt. Sei­ner Ansicht nach haben bei­de Sei­ten vie­le Mög­lich­kei­ten, ihre geschäft­li­che Zusam­men­ar­beit wei­ter aus­zu­bau­en. Peking sei dar­an inter­es­siert, den Zugang der bei­den Län­der zu den Märk­ten des jeweils ande­ren zu erwei­tern, füg­te Li hin­zu.

Chi­na ist der größ­te Han­dels­part­ner Russ­lands mit unge­fähr 15 Pro­zent des rus­si­schen Außen­han­dels im letz­ten Jahr. Das Han­dels­vo­lu­men zwi­schen den Län­dern stieg rasant an und wird nach Anga­ben des rus­si­schen Prä­si­den­ten in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich einen Umfang von 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen. Zuvor hat­te Putin ange­kün­digt, dass Mos­kau ver­sucht, die­ses Han­dels­vo­lu­men in den nächs­ten sechs Jah­ren zu ver­dop­peln.

Mos­kau und Peking for­cie­ren auch die zuneh­men­de Abwick­lung ihrer Geschäf­te in Rubel und Yuan unter Umge­hung des US-Dol­lars und ande­rer west­li­cher Wäh­run­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den neun Pro­zent der Zah­lun­gen für Lie­fe­run­gen aus Russ­land nach Chi­na in Rubel abge­rech­net. Rus­si­sche Unter­neh­men bezahl­ten für 15 Pro­zent der Impor­te aus Chi­na in Yuan.

Mehr zum The­ma — ASE­AN-Gip­fel : Chi­na plä­diert für asia­ti­schen Frei­han­dels­pakt

Russ­land ist der größ­te Ener­gie­lie­fe­rant Chi­nas und über­trifft damit Sau­di-Ara­bi­en bei den Ölim­por­ten in das Land. In Chi­na wächst außer­dem die Nach­fra­ge nach rus­si­schen Gas­lie­fe­run­gen : Bis 2035 könn­te ein Volu­men von 80 bis 100 Mil­li­ar­den Kubik­me­ter pro Jahr erreicht wer­den. Dazu wird im Augen­blick die Pipe­line Power of Sibe­ria fer­tig­ge­stellt. Als eine der längs­ten Gas­pipe­lines der Welt wird sie Erd­gas von Russ­land nach Chi­na lie­fern. Die Lie­fe­run­gen wer­den vor­aus­sicht­lich Ende nächs­ten Jah­res begin­nen. Das anfäng­li­che Volu­men wird bei fünf Mil­li­ar­den Kubik­me­tern pro Jahr lie­gen. Bis 2024 sol­len es dann 38 Mil­li­ar­den Kubik­me­ter pro Jahr wer­den. Über­dies berei­ten sich bei­de Sei­ten nun dar­auf vor, einen Ver­trag über eine wei­te­re gro­ße Pipe­line abzu­schlie­ßen.

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Big Brother” in China erkennt Dich an Deinem Gang


Chi­na ist die Hei­mat des welt­weit größ­ten Netz­werks von CCTV-Kame­ras und sei­ne Poli­zei hat Goog­le-Glas-ähn­li­che “Smart Specs” (“intel­li­gen­te Bril­len”) im Ein­satz, um Ver­däch­ti­ge in Men­schen­mas­sen zu fin­den.

Medi­en­be­rich­ten zufol­ge haben die Über­wa­chungs­maß­nah­men eine neue Stu­fe erreicht und sol­len nun Per­so­nen anhand ihrer Kör­per­form und Gang­art iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. Die Tech­no­lo­gie der “gait reco­gni­ti­on” (“Gan­ger­ken­nung”) wird bereits von der Poli­zei in Peking und Shang­hai ein­ge­setzt, wo sie Per­so­nen auch dann iden­ti­fi­zie­ren kann, wenn ihr Gesicht ver­deckt ist oder sie sich umdre­hen, berich­tet die US-Nach­rich­ten­agen­tur Asso­cia­ted Press.

Das Sys­tem arbei­te bis zu einer Ent­fer­nung von 50 Metern und erken­ne Per­so­nen auch von hin­ten oder mit ver­deck­tem Gesicht, sag­te der Chef der Ent­wick­ler­fir­ma Watrix, Huang Yong­zhen, gegen­über AP. “Gait reco­gni­ti­on” kön­ne eine Lücke zur Gesichts­er­ken­nung schlie­ßen, die hoch­auf­lö­sen­de Nah­auf­nah­men des Gesichts einer Per­son zur bio­me­tri­schen Ana­ly­se erfor­dert. Die Soft­ware las­se sich auch nicht über­lis­ten, so Yong­zhen :

Die Gang­ana­ly­se lässt sich nicht durch Hin­ken, Gehen mit gespreiz­ten Bei­nen oder Vor­beu­gen täu­schen, weil wir alle Merk­ma­le des gan­zen Kör­pers erfas­sen.

Die Soft­ware erfasst die Sil­hou­et­te einer Per­son aus Video­auf­zeich­nun­gen und ana­ly­siert die Bewe­gung der Sil­hou­et­te, um dar­aus ein spe­zi­fi­sches Bewe­gungs­mus­ter für die betref­fen­de Per­son zu erstel­len. Das Sys­tem arbei­tet aller­dings noch nicht in Echt­zeit. Statt­des­sen müs­sen Video­auf­nah­men in das Pro­gramm gela­den wer­den, das dann meh­re­re Minu­ten benö­tigt, um die Auf­nah­men für die Erstel­lung eines Pro­fils zu ana­ly­sie­ren. Das Sys­tem kann Auf­zeich­nun­gen von Über­wa­chungs­ka­me­ras für die Gang­ana­ly­se ver­wen­den, so dass kei­ne spe­zi­el­len Kame­ras und Auf­nah­me­tech­ni­ken erfor­der­lich sind. Die Genau­ig­keit der Erken­nung soll laut Ent­wick­ler­an­ga­ben bei etwa 94 Pro­zent lie­gen.

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Die­se Tech­no­lo­gie kann dazu die­nen, Kri­mi­nel­le zu iden­ti­fi­zie­ren. Doch eben­so könn­te sie für geziel­te “Sicher­heits­maß­nah­men” jen­seits der Straf­ver­fol­gung ein­ge­setzt wer­den. AP zufol­ge haben Sicher­heits­be­am­te in der im äußers­ten Wes­ten Chi­nas gele­ge­nen Pro­vinz Xin­jiang Inter­es­se an der Soft­ware bekun­det. Die dor­ti­ge mus­li­mi­sche Bevöl­ke­rung unter­lie­ge bereits einer inten­si­ven Über­wa­chung und Kon­trol­le. Bloom­berg beschreibt den dor­ti­gen Ein­satz von Gesichts­er­ken­nung und nennt die­se Regi­on ein “Über­wa­chungs­la­bor”.

Neu ist die Idee der Gang­ana­ly­se nicht. So for­schen laut AP Wis­sen­schaft­ler in Japan, Groß­bri­tan­ni­en und den USA seit über einem Jahr­zehnt an der Erken­nung von Gang­ar­ten. Auch nicht-opti­sche Ver­fah­ren sind dabei in der Ent­wick­lung, etwa Boden­sen­so­ren für mög­li­che Anwen­dun­gen bei Sicher­heits­kon­trol­len in Flug­hä­fen.

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RT Deutsch


Chinesischer Professor : China und Russland stehen in einem Bündnis gegen US-Hegemonie


RT Deutsch hat mit Xin Zhang gespro­chen. Er ist Pro­fes­sor und stell­ver­tre­ten­der Direk­tor des Zen­trums für Rus­sis­tik an der Ost­chi­ne­si­schen Uni­ver­si­tät Shang­hai. Das Inter­view führ­te Redak­teur Ali Özkök.

Die USA ver­hän­gen fort­wäh­rend Sank­tio­nen gegen die chi­ne­si­sche Wirt­schaft. Wel­che Stra­te­gie ver­folgt Peking, um dem Druck aus den USA ent­ge­gen­zu­wir­ken ?

Auf der einen Sei­te muss Chi­na sei­ne Wirt­schafts­stra­te­gie anpas­sen : Ver­rin­ge­rung der Abhän­gig­keit vom US-Markt, Ver­rin­ge­rung der Abhän­gig­keit vom US-Dol­lar, wei­te­re Ver­bes­se­rung sei­ner inlän­di­schen Indus­trie­ka­pa­zi­tä­ten, Stei­ge­rung sei­ner Inlands­markt­nach­fra­ge und Ent­wick­lung min­des­tens einer Rei­he von Insti­tu­tio­nen, die um die der­zeit von den USA domi­nier­ten Län­der her­um­ge­hen kön­nen. In unter­schied­li­chem Maße set­zen der chi­ne­si­sche Staat und die Unter­neh­mens­welt die­se unter­schied­li­chen poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen bereits um. Das ulti­ma­ti­ve Ziel ist es, nicht poli­tisch von der wirt­schaft­li­chen Inter­de­pen­denz mit den USA über­fal­len zu wer­den. 

Die USA haben Chi­na für den Kauf von mili­tä­ri­scher Aus­rüs­tung aus Russ­land bestraft. Stellt das über­haupt ein Pro­blem für Peking dar ?

Ja, die US-Sank­tio­nen haben defi­ni­tiv zu Schwie­rig­kei­ten geführt. Neben den direk­ten Sank­tio­nen wer­den auch Sekun­där­sank­tio­nen immer mehr zu einem Anlie­gen der chi­ne­sisch-rus­si­schen bila­te­ra­len Zusam­men­ar­beit in meh­re­ren Berei­chen. 

Im Wes­ten stellt man sich immer wie­der die Fra­ge, ob Russ­land und Chi­na nun in einem stra­te­gi­schen Bünd­nis ste­hen. Wie wür­den Sie das Ver­hält­nis zwi­schen den bei­den Staa­ten beschrei­ben, und wel­chen Platz nimmt die Shang­hai­er Orga­ni­sa­ti­on für Zusam­men­ar­beit (SOZ) in die­sem Ver­hält­nis ein ?

Es ist ein wider­wil­li­ges, aber poten­zi­ell fähi­ges Bünd­nis, und sein Wesen hat sich im Lau­fe der Zeit wei­ter­ent­wi­ckelt. Es ist defi­ni­tiv kein Bünd­nis gegen den Wes­ten. Im Lau­fe der Zeit neh­men sol­che bila­te­ra­len stra­te­gi­schen Bezie­hun­gen jedoch mehr anti-ame­ri­ka­ni­sche hege­mo­nia­le Kon­no­ta­tio­nen an. Die SOZ ist eine wert­vol­le regio­na­le Orga­ni­sa­ti­on mit star­ker Betei­li­gung bei­der Län­der. Aber ich möch­te die SOZ nicht als einen wich­ti­gen, ent­schei­den­den Fak­tor auf­lis­ten, der die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen ulti­ma­tiv prägt. 

His­to­risch gese­hen befin­det sich Zen­tral­asi­en im rus­si­schen Orbit. Dies könn­te sich mit Chi­nas Sei­den­stra­ßen-Pro­jekt ändern. Ver­sucht Chi­na, die Inter­es­sen Russ­lands zu inte­grie­ren, oder exis­tiert die Gefahr vor einem Kampf um Ein­fluss, wie es west­li­che Medi­en ger­ne pro­phe­zei­en ?

Der chi­ne­si­sche Staat war schon immer respekt­voll gegen­über der tra­di­tio­nel­len Rol­le Russ­lands in Zen­tral­asi­en. Ange­sichts der unter­schied­li­chen staat­li­chen Kapa­zi­tä­ten und der unter­schied­li­chen Agen­da für bei­de Län­der in Zen­tral­asi­en ist der Spiel­raum für einen “Kampf” zwi­schen Russ­land und Chi­na eher begrenzt. 

Russ­land und Chi­na gel­ten als die Pio­nie­re des Han­dels in Lan­des­wäh­rung. Wel­che Trag­wei­te hat die­se mone­tä­re Koope­ra­ti­on ?

Gene­rell sehe ich die zuneh­men­de Ver­wen­dung der natio­na­len Wäh­rung durch Russ­land und Chi­na als einen wich­ti­gen Schritt zur Ent­dol­la­ri­sie­rung. Der poten­zi­el­le Erfolg sol­cher Prak­ti­ken kann für ande­re ähn­li­che Prak­ti­ken zwi­schen ande­ren Län­dern von sym­bo­li­scher Bedeu­tung sein. Aber die Ent­dol­la­ri­sie­rung ist ein lan­ger Pro­zess und ange­sichts der aktu­el­len Posi­ti­on des US-Dol­lars im inter­na­tio­na­len Finanz­sys­tem kann sein Sta­tus dau­er­haf­ter sein als der Gesamt­sta­tus der USA im glo­ba­len poli­ti­schen Sys­tem. Ein sol­cher Kon­kur­renz­kampf wird also ein lang anhal­ten­der Wett­be­werb sein.

Chi­na hat eine klei­ne neue Trai­nings­ba­sis im Wachan-Kor­ri­dor Afgha­ni­stans ein­ge­rich­tet. Wel­che Stra­te­gie ver­folgt Peking ?

Zunächst ein­mal leug­nen chi­ne­si­sche offi­zi­el­le Quel­len die Exis­tenz einer sol­chen Basis im Wachan-Kor­ri­dor. Wenn es aber eine sol­che Aus­bil­dungs­ba­sis gibt, ist es auch nicht all­zu über­ra­schend, denn Chi­na ist seit lan­gem dar­an inter­es­siert, Afgha­ni­stan bei der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung zu unter­stüt­zen und die Grenz­si­cher­heit auf bei­den Sei­ten der afgha­nisch-chi­ne­si­schen Gren­ze zu gewähr­leis­ten. Bis­her lie­gen auch kei­ne glaub­wür­di­gen Infor­ma­tio­nen über Bemü­hun­gen vor, Russ­land in die­ses spe­zi­el­le Pro­jekt ein­zu­be­zie­hen. Aber es ist und bleibt für alle Betei­lig­ten von Vor­teil, wenn es mehr chi­ne­sisch-rus­si­sche Zusam­men­ar­beit mit allen regio­na­len Län­dern gibt, um zur Sta­bi­li­sie­rung der Situa­ti­on in Afgha­ni­stan bei­zu­tra­gen und den Wie­der­auf­bau des Lan­des vor­an­zu­trei­ben.

Vie­len Dank für das Gespräch !

RT Deutsch