Machen Sie weiter so!“: Militärexperte Braun hat nach „mehr Auslandseinsätzen“ einen Deal für AKK


Nach dem umstrit­te­nen Vor­schlag von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er zu mehr Bun­des­wehr­ein­sät­zen im Aus­land lässt der Mili­tär­ex­per­te Rai­ner Braun kein gutes Haar an der CDU-Che­fin. Der auf „eige­nen stra­te­gi­schen Inter­es­sen“ beru­hen­de Vor­stoß sorgt bereits für Dis­kus­sio­nen. In die­ser Hin­sicht gibt Braun AKK einen beson­de­ren Tipp.
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Trump nennt Optionen zu türkischer Offensive in Nordsyrien — Truppen, Sanktionen oder Deal


Laut US-Prä­si­dent Donald Trump gibt es der­zeit zur Lösung der Situa­ti­on in Nord­sy­ri­en, wo die Tür­kei am Mitt­woch eine Mili­tär­of­fen­si­ve gegen kur­di­sche Mili­zen in Nord­sy­ri­en begon­nen hat. Trump zufol­ge gebe es eine mili­tä­ri­sche, eine wirt­schaft­li­che oder eine poli­ti­sche Opti­on, teil­te er am Don­ners­tag per Twit­ter mit.

Wir haben eine von drei Mög­lich­kei­ten : Tau­sen­de von Trup­pen schi­cken und mili­tä­risch gewin­nen, die Tür­kei finan­zi­ell und mit Sank­tio­nen sehr hart tref­fen oder einen Deal zwi­schen der Tür­kei und den Kur­den ver­mit­teln!”

Mehr zum The­ma — Nord­sy­ri­en : Tür­kei beginnt Boden­of­fen­si­ve gegen Kur­den­mi­liz

Aller­dings sei­en kei­ne US-Trup­pen in der Regi­on, um die mili­tä­ri­sche Vari­an­te aus­zu­füh­ren, schließ­lich hät­ten die USA ihre Auf­ga­be “per­fekt” erle­digt, den soge­nann­ten Isla­mi­schen Staat (IS) zu besie­gen.

Wir haben 100% des Kali­fats des isla­mi­schen Staa­tes besiegt, und wir haben kei­ne Trup­pen mehr in dem von der Tür­kei ange­grif­fe­nen Gebiet, in Syri­en, wir haben unse­re Arbeit per­fekt gemacht ! Jetzt greift die Tür­kei die Kur­den an, mit denen sie seit 200 Jah­ren kämp­fen”, schrieb er.

Trump wur­de all­ge­mein für die Ent­schei­dung kri­ti­siert, US-Trup­pen aus Nord­sy­ri­en abzu­zie­hen, wo die Kur­den nun vor der tür­ki­schen Mili­tär­ope­ra­ti­on ste­hen.

Zuvor hat­te er mit Sank­tio­nen gedroht, wenn sich die Tür­kei nicht an die Regeln hal­ten soll­te. Einen kon­kre­ten Akti­ons­plan hat­te er dabei zunächst nicht erwähnt.

Der­weil hat die Mili­tär­of­fen­si­ve in Syri­en Anka­ra welt­wei­te Kri­tik ein­ge­bracht. Der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row beton­te, dass ein Dia­log zwi­schen den Kur­den in Syri­en und der syri­schen Regie­rung not­wen­dig ist, um die Pro­ble­me an der syrisch-tür­ki­schen Gren­ze zu lösen. Außer­dem set­ze sich Mos­kau für einen Dia­log zwi­schen der Tür­kei und Syri­en ein.

Am Don­ners­tag haben Deutsch­land und fünf wei­te­re EU-Län­der bei den Ver­ein­ten Natio­nen erneut ein Ende der Offen­si­ve gefor­dert und für eine poli­ti­sche Lösung plä­diert.

Neue bewaff­ne­te Aus­ein­an­der­set­zun­gen im Nord­os­ten wer­den die Sta­bi­li­tät der gan­zen Regi­on wei­ter gefähr­den, das Leid der Zivi­lis­ten ver­grö­ßern und wei­te­re Ver­trei­bun­gen mit sich brin­gen, die die Zahl der Flücht­lin­ge in Syri­en und der Regi­on ver­grö­ßern wer­den”, teil­ten Deutsch­land, Bel­gi­en, Frank­reich, Polen, Groß­bri­tan­ni­en und Est­land am Don­ners­tag in einer gemein­sa­men Erklä­rung mit.

Video zum The­ma — Trump : Ich wer­de die tür­ki­sche Wirt­schaft aus­lö­schen, wenn Erdoğan die Kur­den aus­löscht

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Land gegen Geld ? — Donald Trumps “Deal des Jahrhunderts” begünstigt vor allem Israel (Video)


Mehr zum The­ma — “Deal des Jahr­hun­derts” ist ein Groß-Isra­el – Teil 1 

Ent­wür­fe des ver­meint­lich groß­ar­ti­gen Deals wur­den inzwi­schen durch­ge­sto­chen. Soll­te die Trump-Regie­rung ihr Vor­ha­ben durch­be­kom­men, so wäre das in der Tat ein Jahr­hun­dert-Deal – für die Israe­lis ! Den Paläs­ti­nen­sern blie­be nur noch eine Exis­tenz als israe­li­sches Pro­tek­to­rat. Als Gegen­leis­tung für einen umfang­rei­chen Wirt­schafts­kre­dit müss­ten sie womög­lich 60 Pro­zent ihres Lan­des abtre­ten. Und die israe­li­sche Schutz­macht müss­ten sie auch noch bezah­len.

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Deal des Jahrhunderts” ist ein Groß-Israel – Teil 1


von Zlat­ko Per­ci­nic

Mit einer Erobe­rung fal­len den neu­en Herr­schern nicht nur die ent­spre­chen­den Gebie­te in den Schoß, son­dern auch die Men­schen, die in die­sem Land leben. Wäh­rend in frü­he­ren Zei­ten die­se Men­schen zu neu­en Unter­ta­nen und oft auch ver­sklavt wur­den, änder­te sich die Bezie­hung zwi­schen Besat­zer und Bevöl­ke­rung der besetz­ten Gebie­te nach dem Zwei­ten Welt­krieg grund­le­gend. Die Gen­fer Kon­ven­tio­nen – die zum fes­ten und aner­kann­ten Bestand­teil des inter­na­tio­na­len Völ­ker­rechts wur­den – leg­ten fest, dass die Bevöl­ke­rung nicht ihre alte Staats­bür­ger­schaft ver­lie­ren darf, also das erober­te Gebiet nicht annek­tiert wer­den darf. Zudem muss die Besat­zungs­macht für Ord­nung, für das Wohl­erge­hen der Zivil­be­völ­ke­rung, aber auch dafür sor­gen, dass kei­ne Besied­lung mit der eige­nen Bevöl­ke­rung statt­fin­det.

Als Isra­el in nur weni­gen Tagen im Juni 1967 das eige­ne Ter­ri­to­ri­um nahe­zu ver­drei­facht hat­te, herrsch­te das Land über Mil­lio­nen von Men­schen, für die Tel Aviv die Ver­ant­wor­tung über­neh­men muss­te. Nach Rück­ga­be der Sinai-Halb­in­sel an Ägyp­ten im Jahr 1979 blie­ben noch der Gaza-Strei­fen, die syri­schen Golan­hö­hen und das West­jor­dan­land übrig. Die spär­lich besie­del­ten Golan­hö­hen wur­den 1982 annek­tiert und zu israe­li­schem Staats­ge­biet erklärt, wäh­rend in den paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten wei­ter­hin per Mili­tär­herr­schaft regiert wur­de.

Erst mit den “Frie­dens­ver­hand­lun­gen” in Oslo – die nach der Ers­ten Inti­fa­da initi­iert wur­den – und der gegen­sei­ti­gen Aner­ken­nung zwi­schen Isra­el und der paläs­ti­nen­si­schen Befrei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on PLO von Jas­sir Ara­fat im Jahr 1993 konn­te die PLO-Füh­rung aus dem tune­si­schen Exil in die alte Hei­mat zurück­keh­ren. Als Paläs­ti­nen­si­sche Auto­no­mie­be­hör­de (PA) soll­te sie die Ver­wal­tung von Tei­len der besetz­ten Gebie­te über­neh­men, die in drei Tei­le (Area A, B, C) auf­ge­teilt wur­de. Die PA soll­te die vol­le Ver­wal­tung von 18 Pro­zent des West­jor­dan­lan­des (Area A) erhal­ten, wo etwa 55 Pro­zent der Paläs­ti­nen­ser leb­ten. Area B, das 20 Pro­zent des Gebie­tes mit 41 Pro­zent der Bevöl­ke­rung aus­mach­te, soll­te von der PA und Isra­el gemein­sam ver­wal­tet wer­den, wäh­rend Area C, 62 Pro­zent, wei­ter­hin unter vol­ler Kon­trol­le von Isra­el blei­ben soll­te.

Im Zuge die­ser Ent­wick­lung ent­stand der Ein­druck bei den Paläs­ti­nen­sern und auch in der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft, dass die bei­den Oslo-Abkom­men am Ende zu einem Staat Paläs­ti­na füh­ren wür­den. Das war aller­dings ein gefähr­li­cher Trug­schluss, des­sen Aus­wir­kun­gen bis heu­te spür­bar sind.

Die größ­ten Pro­fi­teu­re davon waren Isra­el und die Füh­rung rund um Ara­fat in der PA. Isra­el ent­le­dig­te sich der Ver­ant­wor­tung und vor allem der Kos­ten für das Besat­zungs­re­gime, wäh­rend die PA sich als Qua­si-Regie­rung mit allen Annehm­lich­kei­ten auf­spie­len konn­te.

Die har­te Rea­li­tät hol­te aber bei­de Sei­ten schnel­ler ein, als ihnen lieb war. Der mas­si­ve Aus­bau von jüdi­schen Sied­lun­gen im West­jor­dan­land unter Ben­ja­min Netan­ja­hu und des­sen sys­te­ma­ti­sche Unter­gra­bung der Oslo-Abkom­men brach­te das Unver­mö­gen der PA ans Tages­licht, irgend­et­was dage­gen unter­neh­men zu kön­nen. Der auf­ge­stau­te Frust über die­se Ent­wick­lung und die Erkennt­nis, dass die kor­rup­te PA zu einem Hand­lan­ger Isra­els wur­de, brauch­te nur eine Pro­vo­ka­ti­on des als “Schläch­ter von Sabra und Scha­ti­la” berüch­tig­ten Ari­el Sharon, um sich in der Zwei­ten Inti­fa­da zu ent­la­den. Die­ser Volks­auf­stand soll­te aller­dings viel bru­ta­ler und im Gegen­satz zur Inti­fa­da von 1987 bis 1993 auch mit Waf­fen­ge­walt geführt wer­den.

Nach vier­ein­halb Jah­ren Krieg einig­ten sich am 8. Febru­ar 2005 im ägyp­ti­schen Scharm El-Scheich der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Sharon und sein “Amts­kol­le­ge” Mah­mud Abbas – in der PLO als Abu Mazen bekannt – auf ein Ende der Aus­ein­an­der­set­zun­gen. Auf bei­den Sei­ten wur­den über 4.600 Men­schen (1.036 Israe­lis und 3.592 Paläs­ti­nen­ser) getö­tet und über 37.000 Men­schen ver­letzt (7.054 Israe­lis und 29.757 Paläs­ti­nen­ser).

Am Ende muss­ten die Paläs­ti­nen­ser ein­se­hen, dass sie gegen einen hoch­mi­li­ta­ri­sier­ten Staat wie Isra­el kei­ne Chan­ce haben. Die Stra­te­gie der kol­lek­ti­ven Bestra­fung und die hoch­ef­fi­zi­en­te Maschi­ne­rie der geziel­ten Tötun­gen – in meh­re­ren israe­li­schen Doku­men­ta­ti­on ein­drucks­voll dar­ge­stellt –, hat­te den Wil­len zum Kampf gebro­chen.

Gegen die Aus­wei­tung der jüdi­schen Sied­lun­gen und der stei­gen­den Zahl der Sied­ler, auch in der Zeit der bei­den Inti­fa­das, waren sie macht­los. Die Frag­men­tie­rung der paläs­ti­nen­si­schen Gebie­te nahm sol­che Dimen­sio­nen an, dass ein über­le­bens­fä­hi­ger Staat gar nicht mehr mög­lich wäre. Pro­fes­sor Hil­lel Cohen, Direk­tor des Ber­nard-Cher­rick-Zen­trums zur Erfor­schung des Zio­nis­mus an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem, sag­te dazu gegen­über der israe­li­schen Zei­tung Haa­retz :

Es war Regie­rungs­po­li­tik, die Anzahl von Juden in den Gebie­ten zu erhö­hen. Sie mach­ten Fünf­jah­res­plä­ne, Zehn­jah­res­plä­ne, spra­chen dar­über, wie man 100.000 (Sied­ler) und 300.000 und eine hal­be Mil­li­on errei­chen könn­te.

Cohen bestä­tig­te auch, dass Ari­el Sharon eine zen­tra­le Rol­le bei der Expan­si­on von jüdi­schen Sied­lun­gen im West­jor­dan­land spiel­te, auch wäh­rend sei­ner Zeit als Minis­ter­prä­si­dent von 2001 bis 2006. “Für ihn lag der Grund für die Aus­brei­tung der Sied­lun­gen dar­in, die Mög­lich­keit einer Grün­dung eines paläs­ti­nen­si­schen Staa­tes zu ver­hin­dern”, so der Pro­fes­sor wei­ter.

"Deal des Jahrhunderts" ist ein Groß-Israel – Teil 1
Jüdi­sche Sied­lun­gen im West­jor­dan­land 1968.
"Deal des Jahrhunderts" ist ein Groß-Israel – Teil 1
Jüdi­sche Sied­lun­gen im West­jor­dan­land 2015.

Den­noch hielt die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft wei­ter­hin an der Illu­si­on fest, dass eine Zwei­staa­ten­lö­sung die ein­zi­ge Mög­lich­keit wäre, den seit über 100 Jah­ren andau­ern­den Kon­flikt zu lösen. Dabei schau­ten vor allem die USA und die euro­päi­schen Regie­run­gen taten­los zu, wie auf dem Boden ganz ande­re Fak­ten geschaf­fen und die Grund­la­ge für einen paläs­ti­nen­si­schen Staat zunich­te­ge­macht wur­den.

Ben­ja­min Netan­ja­hu segel­te der­weil geschickt im jewei­li­gen poli­ti­schen Wind. Als ers­ter israe­li­scher Minis­ter­prä­si­dent bekann­te er sich 2009 bei einer damals als his­to­risch bezeich­nen­den Rede vor der Bar-Ilan-Uni­ver­si­tät in Tel Aviv für eine Zwei­staa­ten­lö­sung, nach­dem der dama­li­ge US-Prä­si­dent Barack Oba­ma sei­ne eben­falls “his­to­ri­sche” Rede in Kai­ro gehal­ten hat­te. Oba­ma bezeich­ne­te die israe­li­sche Besat­zung als “uner­träg­lich” und nann­te die paläs­ti­nen­si­sche For­de­rung nach einem eige­nen Staat “legi­tim”. Die New York Times beschrieb die­se poli­ti­sche Wen­dung von Netan­ja­hu damals fol­gen­der­ma­ßen :

In der lang­erwar­te­ten Rede, die teil­wei­se als Ant­wort auf die Rede von Prä­si­dent Oba­ma in Kai­ro am 4. Juni gedacht ist, hat Herr Netan­ja­hu sei­nen lang­jäh­ri­gen Wider­stand gegen einen paläs­ti­nen­si­schen Staat auf­ge­ho­ben, ein Schritt, der als Zuge­ständ­nis auf­grund des ame­ri­ka­ni­schen Drucks betrach­tet wird.

Das war vor genau zehn Jah­ren. Seit­dem ist Netan­ja­hu wie­der von die­ser Posi­ti­on abge­rückt, nach­dem ein ande­rer Mann ins Wei­ße Haus in Washing­ton ein­ge­zo­gen ist. Statt­des­sen ist er wie­der an dem Punkt ange­langt, den er bereits in einem Mei­nungs­ar­ti­kel im Jahr 1993 dar­ge­legt hat. Es kön­ne ledig­lich eine “Arran­ge­ment” mit den Paläs­ti­nen­sern geben, wobei “Isra­el die stra­te­gi­schen Gebie­te der West Bank kon­trol­liert, wäh­rend die Ara­ber ihren eige­nen Ange­le­gen­hei­ten wie Gesund­heit, Erzie­hung und Han­del in ihren Städ­ten und Dör­fern nach­ge­hen kön­nen.”

Unter­stüt­zung dafür fin­det Netan­ja­hu bei der Regie­rung von US-Prä­si­dent Donald Trump. Obwohl fast alle Regie­run­gen in Washing­ton eine betont pro-israe­li­sche Poli­tik ver­folgt haben, hat­ten sie wenigs­tens ver­sucht, den Anschein einer gewis­sen Objek­ti­vi­tät zu wah­ren, um in den zahl­rei­chen “Frie­dens­be­mü­hun­gen” als unpar­tei­ischer Ver­mitt­ler auf­zu­tre­ten. Mit der Ankunft von Trump und des­sen Bera­ter­stab sowie Kabi­nett hat Washing­ton die­se Far­ce auf­ge­ge­ben.

Das hat nicht so viel damit zu tun, dass Trump unter dem Ein­fluss von jüdi­schen und zio­nis­ti­schen Bera­tern steht, son­dern damit, dass man der Rea­li­tät auf dem Boden in Isra­el und den besetz­ten Gebie­ten Rech­nung trägt. Man kann noch die nächs­ten zehn oder 20 Jah­re über eine Zwei­staa­ten­lö­sung dis­ku­tie­ren, wie es etwa die EU vor­zieht zu tun, wäh­rend unter Netan­ja­hus Regie­run­gen (1996 – 1999, ab 2009 bis heu­te) die Anzahl der Sied­ler mas­siv zuge­nom­men hat.

Und was nicht außer Acht gelas­sen wer­den darf : Netan­ja­hu wird über die Plä­ne des “Deals des Jahr­hun­derts” infor­miert gehal­ten, den Trumps Schwie­ger­sohn Jared Kush­ner, der US-Bot­schaf­ter in Isra­el, David Fried­man, sowie Trumps Son­der­be­auf­trag­ter für inter­na­tio­na­le Ver­hand­lun­gen, Jason Green­blatt, aus­ar­bei­ten. 

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

Mehr zum The­ma — “Ein Akt des Zio­nis­mus” – Netan­ja­hu benennt neue Sied­lung auf den annek­tier­ten Golan­hö­hen nach Trump

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Schlechter Deal mit Trump : Warum Polen auf seinem Gas sitzen bleibt


War­schau hat zuge­stimmt, zusätz­li­ches Flüs­sig­gas aus den USA zu kau­fen. Das teil­te US-Donald Trump bei einer Pres­se­kon­fe­renz mit dem pol­ni­schen Prä­si­den­ten Andrzej Duda mit. Ange­sichts der geplan­ten Gas­lie­fe­run­gen über die Bal­tic Pipe aus Nor­we­gen und der eige­nen För­de­rung wird Polen bald einen Über­schuss an impor­tier­tem teu­rem Gas haben.
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Iranischer Präsident auf Staatsbesuch im Irak – Hoffnung auf “Deal des Jahrhunderts” gegen USA


Am Mon­tag traf der ira­ni­sche Prä­si­dent Hassan Roha­ni, beglei­tet von Regie­rungs­ver­tre­tern aus Tehe­ran, in Bag­dad ein. Der ira­ki­sche Außen­mi­nis­ter Moha­med Ali Hakim nahm die Gäs­te in Emp­fang. Nach dem Besuch eines schii­ti­schen Tem­pels steht das Tref­fen mit dem ira­ki­schen Prä­si­den­ten Bar­ham Salih und Pre­mier­mi­nis­ter Adil Abd al-Mah­di auf der Agen­da.

Vor sei­ner Rei­se sag­te der ira­ni­sche Prä­si­dent : 

Wir sind sehr dar­an inter­es­siert, unse­re Bezie­hun­gen zum Irak aus­zu­bau­en, ins­be­son­de­re unse­re Zusam­men­ar­beit im Ver­kehrs­sek­tor. 

Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Dscha­wad Sarif bezeich­ne­te die Rei­se von Roha­ni als “his­to­risch”. In den 1980er Jah­ren star­ben eine Mil­li­on Men­schen im Iran-Irak-Kon­flikt. Vor ihm war Prä­si­dent Ahma­di­ne­schād im Jahr 2008 als ers­ter ira­ni­scher Prä­si­dent in den Irak gereist. 

Roha­ni hofft auf neue Han­dels­be­zie­hun­gen mit dem Irak. Wäh­rend sei­nes Besuchs sol­len Abkom­men in den Berei­chen Ener­gie, Trans­port und Land­wirt­schaft getrof­fen wer­den. 

Die US-Regie­ring wirft dem Iran vor, die Isla­mi­sche Revo­lu­ti­on expor­tie­ren zu wol­len, und ver­sucht das Land durch wirt­schaft­li­che Sank­tio­nen zu schä­di­gen. Nach dem ein­sei­ti­gen Aus­stieg der USA aus dem 2015 geschlos­se­nen Nukle­arab­kom­men (JCPOA) tra­ten erneut Sank­tio­nen gegen den Iran in Kraft. Der US-Prä­si­dent Donald Trump droh­te, dass sein Land den Irak nut­zen wer­de, um den Iran zu beob­ach­ten. Für die ira­ni­sche Regie­rung stel­len die US-Trup­pen eine Bedro­hung dar. 

Im Irak will die Fattah-Alli­anz in der Regie­rung errei­chen, dass die US-Trup­pen das Land ver­las­sen. Die Regie­rung in Tehe­ran setzt auf unter­stüt­zen­de Kräf­te im Irak im Kampf gegen den Ter­ror und auch gegen die Anti-Iran-Poli­tik der USA.

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US-Delegation soll syrischen Geheimdienstchef getroffen und zu einem Deal aufgefordert haben


Laut einem Bericht der liba­ne­si­schen Tages­zei­tung al-Akhbar vom Diens­tag hat sich im Juni eine US-Dele­ga­ti­on mit dem syri­schen Geheim­dienst­chef Ali Mam­luk getrof­fen. Die vier­stün­di­ge Unter­re­dung habe in der Nähe des Inter­na­tio­na­len Flug­ha­fens von Damas­kus statt­ge­fun­den.

Dem­nach sol­len die Ame­ri­ka­ner ange­bo­ten haben, sich aus der von ihnen in Süd­sy­ri­en an der Gren­ze zu Jor­da­ni­en und zum Irak errich­te­ten Mili­tär­ba­sis bei al-Tanf zurück­zu­zie­hen. Im Gegen­zug ver­lang­ten sie einen Abzug ira­ni­scher Kräf­te aus dem Süden des Lan­des. Außer­dem sol­len sie die Wei­ter­ga­be von Infor­ma­tio­nen über “ter­ro­ris­ti­sche Grup­pen” sowie einen Anteil am Ölsek­tor in Ost­sy­ri­en ver­langt haben.

Die Regi­on öst­lich des Euphrats stand ehe­mals unter der Kon­trol­le des “Isla­mi­schen Staa­tes” (IS), bis die Ter­ror­mi­liz von den mit den USA ver­bün­de­ten und kur­disch domi­nier­ten Syri­schen Demo­kra­ti­schen Kräf­ten (SDF) ver­trie­ben wur­de.

Mehr zum The­ma — Syri­scher Mili­tär­ana­lyst : Sau­di­sche Mil­lio­nen-Spen­de für YPG-Gebie­te wirft zahl­rei­che Fra­gen auf

Laut al-Akhbar habe Mam­luk dar­auf­hin ent­geg­net, dass Damas­kus mit Washing­ton erst in Sicher­heits­fra­gen koope­rie­ren wer­de, wenn sich die Bezie­hun­gen bei­der Län­der nor­ma­li­siert hät­te. Zudem soll er einen kom­plet­ten Abzug der völ­ker­rechts­wid­rig in Syri­en sta­tio­nier­ten US-Trup­pen ver­langt haben.

Wie Reu­ters berich­te­te, habe eine loka­le Quel­le gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur bestä­tigt, dass die Dar­stel­lung al-Akhbars weit­ge­hend kor­rekt ist. Zudem hät­ten zwei hoch­ran­gi­ge, auf Anony­mi­tät bestehen­de US-Geheim­dienst­quel­len gesagt, dass es einen “fort­lau­fen­den Dia­log mit Mit­glie­dern des Assad-Regimes” gebe, der unter ande­ren den Kampf gegen den IS zum Inhalt habe. 

Ehe­ma­li­ger bri­ti­scher Bot­schaf­ter in Syri­en hält Bericht für glaub­wür­dig

Der ehe­ma­li­ge bri­ti­sche Bot­schaf­ter in Syri­en, Peter Ford, hält den Bericht für “fast völ­lig glaub­wür­dig”. Er sag­te gegen­über Sput­nik News :

Öffent­lich zugäng­li­che Quel­len berich­te­ten bereits im Juni, dass die USA ange­bo­ten hät­ten, Al Tanf in ein Abkom­men über die Bedin­gun­gen mit ein­zu­be­zie­hen, unter denen Washing­ton der Kam­pa­gne der syri­schen Regie­rung zur Wie­der­her­stel­lung der Kon­trol­le über den Süden zustim­men wür­de. Es wur­de auch berich­tet, dass die­se Bedin­gun­gen den Rück­zug des Iran aus dem Süden beinhal­te­ten.

Das Ange­bot eines Rück­zugs aus al-Tanf bele­ge “die Schwä­che der US-Posi­ti­on in Syri­en”, so der ehe­ma­li­ge Bot­schaf­ter. Washing­ton sei sich bewusst gewe­sen, dass es die Rück­erobe­rung des Südens durch die syri­sche Armee nicht auf­hal­ten konn­te, ohne einen grö­ße­ren Kon­flikt mit Russ­land und dem Iran zu ris­kie­ren.

Mehr zum The­ma — Assad star­tet Offen­si­ve : USA las­sen eini­ge Rebel­len in Süd­sy­ri­en fal­len

Weil die Regie­rung unter US-Prä­si­dent Donald Trump aber nicht als schwach erschei­nen woll­te, habe sie die­ses Abkom­men vor­ge­schla­gen, das auch den Abzug aus al-Tanf beinhal­tet. Ford führt dazu aus : 

Für die Ame­ri­ka­ner bedau­er­lich, betrach­ten die Syrer al-Tanf als wenig wert­voll. Bis zu einem gewis­sen Grad ist al-Tanf eher eine Belas­tung für die USA als ein Gewinn, da sich in der Nähe Tau­sen­de Flücht­lin­ge befin­den, die unter erbärm­li­chen Bedin­gun­gen leben, dar­un­ter Hun­der­te von Dschi­ha­dis­ten. War­um soll­te Syri­en einen Preis dafür zah­len, um den Ein­dring­ling von einer Last zu befrei­en ?

Zu den ande­ren angeb­li­chen For­de­run­gen der USA sag­te Ford :

Die Bit­te um Zusam­men­ar­beit mit dem Geheim­dienst wur­de frü­her nicht geäu­ßert, aber sie ist logisch. Was weni­ger sinn­voll erscheint ist, dass die USA Zuge­ständ­nis­se für US-Unter­neh­men im Ölsek­tor ver­lan­gen soll­ten. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass die USA über ihre SDF-Ver­bün­de­ten gro­ße Tei­le der Ölför­der­re­gi­on im Nord­os­ten kon­trol­lie­ren, scheint dies als Ange­bot sinn­voll nur im Zusam­men­hang mit einem Rück­zug der USA sowohl aus die­sem Gebiet wie aus al-Tanf. Viel­leicht wur­de auch sol­che Mög­lich­keit [wäh­rend des Tref­fens] vor­ge­schla­gen.

Mehr zum The­ma — Bri­ti­scher Bot­schaf­ter a.D. bei BBC zu Gift­gas­vor­wür­fen : “Bit­te schal­ten Sie doch Ihr Gehirn ein”

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Trump : Wären bereit zu “richtigem Deal” mit dem Iran


Unklar blieb, ob Trump eine neue Ver­ein­ba­rung wirk­lich aktiv vor­an­treibt, nach­dem er das Atom­ab­kom­men im Mai ein­sei­tig auf­ge­kün­digt hat­te. Sei­ne Spre­che­rin Sarah San­ders hat­te sich am Mon­tag nicht dazu äußern wol­len, unter wel­chen Bedin­gun­gen Trump zu Ver­hand­lun­gen mit sei­nem ira­ni­schen Amts­kol­le­gen Hassan Ruha­ni bereit wäre.

In der Nacht zu Mon­tag hat­te der US-Prä­si­dent Tehe­ran vor fol­gen­schwe­ren Kon­se­quen­zen gewarnt, soll­te die ira­ni­sche Regie­rung nicht von Dro­hun­gen gegen die USA ablas­sen. An die Adres­se Ruha­nis schrieb er auf Twit­ter in Groß­buch­sta­ben : “Bedro­hen Sie nie­mals wie­der die USA, oder Sie wer­den Kon­se­quen­zen von der Art zu spü­ren bekom­men, wie sie Weni­ge zuvor in der Geschich­te erlei­den muss­ten.”

Das 2015 erziel­te Atom­ab­kom­men soll den Iran am Bau von Atom­bom­ben hin­dern. Tehe­ran hat­te sich im Gegen­zug für wirt­schaft­li­che Locke­run­gen und mehr Inves­ti­tio­nen aus­län­di­scher Unter­neh­men dazu bereit erklärt, sein Atom­pro­gramm auf­zu­ge­ben und sich Kon­trol­len zu unter­wer­fen. Die Inter­na­tio­na­le Atom­ener­gie­be­hör­de (IAEA) hat dem Land wie­der­holt beschei­nigt, die Auf­la­gen zu erfül­len.

Durch den Aus­stieg der USA dro­hen Tehe­ran nun wie­der Sank­tio­nen für den Finanz- und Ener­gie­sek­tor. Die­se Maß­nah­men waren im Zuge des Abkom­mens aus­ge­setzt wor­den. Ein ers­ter Teil der Sank­tio­nen soll am 6. August wie­der wirk­sam wer­den ; ein wei­te­rer im Novem­ber.

(dpa/ RT Deutsch)

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Wie FBI-Chef Comey einen Deal zwischen der US-Regierung und Julian Assange zum Platzen brachte


Der ehe­ma­li­ge FBI-Direk­tor James Comey ris­kier­te die Sicher­heit der Cen­tral Intel­li­gence Agen­cy (CIA) und unter­mi­nier­te Bemü­hun­gen, her­aus­zu­fin­den, wer hin­ter den Ver­öf­fent­li­chun­gen der Infor­ma­tio­nen vom E‑Mail-Ser­ver des Demo­cra­tic Natio­nal Com­mit­tee (DNC) wäh­rend des US-Prä­si­dent­schafts­wahl­kamp­fes 2016 stand, schreibt der bekann­te Inves­ti­ga­tiv-Jour­na­list John Solo­mon.

In sei­nem Arti­kel für The Hill beschreibt Solo­mon zudem, wie Beam­te des US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums (DOJ) offen­bar mit Wiki­Leaks-Grün­der Juli­an Assan­ge einen “Immu­ni­täts-Deal” im Vor­feld der berühm­ten “Vault 7”-Veröffentlichungen aus­ge­han­delt hat­ten. Die­ser Leak mach­te die welt­wei­ten Hacking-Tech­ni­ken der CIA bekannt und “schä­dig­te damit die Cyber-War-Fähig­kei­ten [der CIA] für lan­ge Zeit”, so Solo­mon unter Beru­fung auf US-Beam­te.

Assan­ge deu­te­te Bereit­schaft zur Über­ar­bei­tung geplan­ter Leak-Ver­öf­fent­li­chun­gen an

Am 4. Febru­ar 2017 begann Wiki­Leaks damit, geheim­nis­voll wir­ken­de Fra­gen zu sei­nen bevor­ste­hen­den Vault-7-Leaks zu publi­zie­ren und zog damit welt­weit die Auf­merk­sam­keit in den sozia­len Medi­en auf sich.

Aller­dings hat­te die Geschich­te bereits im Janu­ar 2017 ihren Anfang genom­men, als Ass­an­ges Anwalt, der ehe­ma­li­ge Jus­tiz­be­am­te unter der Clin­ton-Regie­rung Adam Wald­man, sei­nem US-Anwalts­kol­le­gen und dama­li­gem Lei­ter der Abtei­lung für Gegen­spio­na­ge und Export­kon­trol­len des US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums, David Lauf­man, einen Deal anbot.

Bei­de Sei­ten ver­han­del­ten dem­nach über eine “begrenz­te Immu­ni­tät” für Juli­an Assan­ge, der seit Juni 2012 in der ecua­do­ria­ni­schen Bot­schaft in Lon­don fest­sitzt. Der Deal umfass­te “geeig­ne­te und bin­den­de Schutz­maß­nah­men, ein­schließ­lich, aber nicht beschränkt auf Ver­ein­ba­run­gen zu einem akzep­ta­blen Aus­maß an Immu­ni­tät und Bewe­gungs­frei­heit”, so Wald­man in sei­ner E‑Mail vom 28. März 2017 an David Lauf­man, kurz nach der Wiki­Leaks-Ver­öf­fent­li­chung des ers­ten Teils der klas­si­fi­zier­ten CIA-Doku­men­te am 7. März.

Als Gegen­leis­tung stimm­te Assan­ge gewis­sen Über­ar­bei­tun­gen von klas­si­fi­zier­ten Doku­men­ten vor deren Ver­öf­fent­li­chung zu. Aller­dings lehn­te er die Offen­le­gung sei­ner Quel­len oder das Ein­stel­len wei­te­rer Ver­öf­fent­li­chun­gen ab, so Solo­mon.

Dar­über hin­aus deu­te­te der Wiki­Leaks-Grün­der an, dass er tech­ni­sche Anhalts­punk­te dar­über lie­fern könn­te, “wer nichts zu tun hat” (“who did not enga­ge”) mit dem DNC-Daten-Leck von 2016.

Die US-Regie­rung glaubt, dass die­se E‑Mails von Russ­land gehackt wur­den ; Assan­ge besteht dar­auf, dass sie nicht aus Mos­kau kamen”, beton­te der inves­ti­ga­ti­ve Jour­na­list.

Comey setz­te mit einem Mal Wald­man unter Druck

Doch James Comeys plötz­li­ches Ein­grei­fen brach­te den mög­li­chen Deal zum Plat­zen : Der FBI-Chef hat­te Wald­man signa­li­siert, dass er ohne wei­te­re Erklä­rung “zurück­tre­ten” und “die Gesprä­che mit Assan­ge been­den” müss­te. Laut Solo­mon begru­ben Comeys umstrit­te­ne Anwei­sun­gen zwar nicht unmit­tel­bar den Deal, doch sie säten tie­fes Miss­trau­en in Ass­an­ges Anwalts­team.

Der Inves­ti­ga­tiv-Jour­na­list prä­zi­siert, dass die zwei­te Ver­öf­fent­li­chung von CIA-Doku­men­ten, die die spe­zi­fi­schen Cyber-Tools der CIA via Wiki­Leaks am 7. April 2017 ent­hüll­te, einen Sturm der Kri­tik sei­tens der US-Regie­rung aus­lös­te, die sich dar­auf­hin aus den Ver­hand­lun­gen zurück­zog.

Am 25. Juni 2018 twit­tert Wiki­Leaks, dass die Orga­ni­sa­ti­on “die Rich­tig­keit des Hill-Berichts über Comey bestä­ti­gen kann”. Es sol­le jedoch dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass eine “Immu­ni­tät oder Zusi­che­rung frei­en Geleits” auf die Bericht­erstat­tung über die Gesprä­che beschränkt gewe­sen wäre.

Am 25. April 2017 ver­öf­fent­lich­te Juli­an Assan­ge in der Washing­ton Post sei­ne Ant­wort auf den dama­li­gen CIA-Direk­tor Mike Pom­peo, der Wiki­Leaks als “feind­li­chen Geheim­dienst” bezeich­ne­te.

Bewei­se für bemer­kens­wer­te CIA-Inkom­pe­tenz”

Der Wiki­Leaks-Grün­der warf Pom­peo und Prä­si­dent Donald Trump dar­in “Dop­pel­mo­ral” vor und erin­ner­te dar­an, dass frü­her bei­de das E‑Mail-Ser­ver-Leck des DNC begrüßt hät­ten, spiel­te die­ses doch offen­bar im Wahl­kampf der Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei in die Hän­de.

Vault 7 hat begon­nen, Bewei­se für bemer­kens­wer­te CIA-Inkom­pe­tenz und ande­re Män­gel zu ver­öf­fent­li­chen”, schrieb Assan­ge in der Washing­ton Post. “Dazu gehört die Schaf­fung eines gan­zen Arse­nals an Cyber­vi­ren und Hacker­pro­gram­men, über die die Agen­tur sofort die Kon­trol­le ver­lor und wes­halb sie dann ver­such­te, den Ver­lust zu kom­pen­sie­ren. Die­se Publi­ka­tio­nen ent­hüll­ten auch die Bemü­hun­gen der CIA, all­täg­li­che Kon­sum­gü­ter und Kraft­fahr­zeu­ge mit Com­pu­ter­vi­ren zu infi­zie­ren.”

Wes­halb aber muss­te der Deal zwi­schen der US-Regie­rung und Wiki­Leaks plat­zen ? Ist doch aus­ge­rech­net Juli­an Assan­ge die Per­son, die mit­hil­fe tech­ni­schen Sach­ver­stan­des und ent­spre­chen­der Anhalts­punk­te bele­gen kann, dass Russ­land nicht die DNC-Ser­ver gehackt hat­te ?

Der Scha­den ist jeden­falls ange­rich­tet und der Rest Geschich­te, Fra­gen zu den wah­ren Hin­ter­grün­den für Comeys Ein­grei­fen blei­ben jedoch wei­ter bestehen. Zudem lie­ße sich die umfas­sen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sper­re für Assan­ge seit Ende März 2018 in einem etwas dif­fe­ren­zier­te­ren Licht betrach­ten.

Mehr zum The­ma — Rät­sel um Inter­view der ecua­do­ria­ni­schen Außen­mi­nis­te­rin : Assan­ge wohl vor Raus­schmiss aus Bot­schaft


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