Weiterer Personalabbau in Deutschland : T-Systems streicht 6.000 Stellen


Das habe T-Sys­tems-Chef Adel Al-Saleh am sel­ben Tag auf einer Mit­ar­bei­ter­ver­samm­lung in Bonn bekannt gege­ben. Zuvor hat­te das Han­dels­blatt dar­über berich­tet. Zunächst sol­len auf Manage­ment- und Ver­wal­tungs­ebe­ne in Deutsch­land 2000 Arbeits­plät­ze ein­ge­spart wer­den. Wei­te­re 2.000 Stel­len wür­den von dort an ande­re Stand­or­te wie Indi­en und die Slo­wa­kei ver­la­gert, die übri­gen betrof­fe­nen Arbeits­plät­ze in Deutsch­land sol­len durch Auto­ma­ti­sie­rungs- und Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zes­se weg­fal­len.

Ins­ge­samt will der Kon­zern unter ande­rem mit den Stel­len­strei­chun­gen 600 Mil­lio­nen Euro ein­spa­ren. Einen Groß­teil davon wol­le das Unter­neh­men in Wachs­tums­fel­der wie Cloud-Diens­te und IT-Sicher­heit inves­tie­ren, sag­te der Spre­cher.

T-Sys­tems hat welt­weit der­zeit rund 37.000 Mit­ar­bei­ter, in Deutsch­land arbei­te­ten bis­lang 18.000 Men­schen. Al-Saleh kün­dig­te den Mit­ar­bei­tern laut Spre­cher an, dass lang­fris­tig glo­bal mehr als 30.000 Men­schen für das Unter­neh­men tätig sein sol­len.

T-Sys­tems ist eine Kon­zern­toch­ter von der Deut­schen Tele­kom, deren wich­tigs­te Eigen­tü­mer die Bun­des­re­gie­rung ist.

Die Gewerk­schaft Ver­di kri­ti­sier­te die Plä­ne scharf :

Die geplan­ten Maß­nah­men sind unver­ant­wort­lich und gefähr­den das gesam­te Geschäft der T-Sys­tems”, teil­te der IT-Bun­des­fach­grup­pen­lei­ter der Gewerk­schaft, Micha­el Jäkel, mit. “Statt eine zukunfts­fes­te Neu­aus­rich­tung in Angriff zu neh­men, soll es ein ein­falls­lo­ses Spar­pro­gramm, einen Stand­ort­kahl­schlag und eine mas­si­ve Arbeits­platz­ver­nich­tung geben.”

(dpa/ rt deutsch)

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Deutschland kann Erdoğan vertragen” — RT Deutsch im Gespräch mit zwei türkischen Politikern


Mus­ta­fa Yenero­g­lu kan­di­diert für die Regie­rungs­par­tei AKP (Ada­let ve Kal­kın­ma Par­ti­si, deutsch : Par­tei für Gerech­tig­keit und Auf­schwung), Ken­an Kolat für die CHP (Cumhu­riy­et Halk Par­ti­si, deutsch : Repu­bli­ka­ni­sche Volks­par­tei), die in der Oppo­si­ti­on. Die AKP gilt als kon­ser­va­tiv, die CHP als sozi­al­de­mo­kra­tisch. Am 24. Juni wer­den Par­la­ment und Prä­si­dent gewählt. Die Gesprä­che fan­den getrennt von­ein­an­der am 13. und 20. Juni statt. Die Aus­sa­gen der Poli­ti­ker wer­den im Fol­gen­den wie­der­ge­ge­ben.

In Deutsch­land leben ca. drei Mil­lio­nen tür­kisch­stäm­mi­ge Men­schen. Ca. 1,48 Mil­lio­nen besit­zen den tür­ki­schen Pass und sind wahl­be­rech­tigt. Die Wahl­be­tei­li­gung in Deutsch­land lag bei 50 Pro­zent. Kolat inter­pre­tiert dies als posi­tiv. Sie sei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren weit­aus schlech­ter gewe­sen.

Mehr zum The­ma — Tür­kei ver­wei­gert Abge­ord­ne­tem Hun­ko Ein­rei­se zur Wahl­be­ob­ach­tung

"Deutschland kann Erdoğan vertragen" -  RT Deutsch im Gespräch mit zwei türkischen Politikern
Mus­ta­fa Yenero­g­lu in der ZDF-Talk­show may­brit ill­ner am 23.03.2017

Wahl­chan­cen und Stim­mung in Deutsch­land

Bei­de Ver­tre­ter geben sich hin­sicht­lich der Wahl selbst­be­wusst. Für Yenero­g­lu steht der Sieg von Erdoğan in der Prä­si­dent­schafts­wahl außer Fra­ge. Die Her­aus­for­de­rer hät­ten kei­ne rea­lis­ti­sche Chan­ce. Natur­ge­mäß sieht dies Ken­an Kolat anders. Sei­ner Mei­nung nach ste­hen die Chan­cen für den Her­aus­for­de­rer Muhar­rem İnce (CHP) so gut, dass es sogar zu einer Stich­wahl kom­men könn­te. Erdoğan sei nach 16 Jah­ren müde, ana­ly­siert Kolat die Situa­ti­on. Es gebe einen Ver­än­de­rungs­wunsch in der Tür­kei. Dies schla­ge sich auch auf den Wahl­kampf aus.

Die AKP konn­te sich nicht so stark mobi­li­sie­ren wie zuletzt. Yenero­g­lu erklärt dies mit dem fak­ti­schen Ver­bot von AKP-Wahl­ver­an­stal­tun­gen. Auch Kolat sieht die Ein­schrän­kung im Wahl­kampf kri­tisch. “Deutsch­land kann Erdoğan ver­tra­gen”, mein­te er mit Blick auf Kund­ge­bun­gen tür­ki­scher Poli­ti­ker in Deutsch­land. Aus Soli­da­ri­tät habe die CHP einen Wahl­kampf­ter­min eben­falls abge­sagt, als im letz­ten Jahr ange­ord­net wur­de, dass tür­ki­sche Regie­rungs­po­li­ti­ker in Deutsch­land kei­ne Wahl­kampf­ver­an­stal­tun­gen mehr besu­chen dür­fen.

Mehr zum The­ma — Inter­view : Erdo­gan pro­fi­tiert von Deutsch­lands Par­tei­nah­me im Wahl­kampf gegen tür­ki­sche Regie­rung

"Deutschland kann Erdoğan vertragen" -  RT Deutsch im Gespräch mit zwei türkischen Politikern
Ken­an Kolat, Kan­di­dat der CHP, spricht wäh­rend einer Pres­se­kon­fe­renz zum Ver­fas­sungs­re­fe­ren­dum am 22. März 2017 in Ber­lin.

Ins­ge­samt sei der Wahl­kampf durch die Lager hin­weg fried­lich ver­lau­fen, so Kolat. Man woll­te in Deutsch­land das Zei­chen set­zen, dass die Par­tei­en trotz inhalt­li­cher Unter­schie­de zusam­men­ste­hen. Er kri­ti­sier­te in die­sem Zusam­men­hang den amtie­ren­den Prä­si­den­ten Erdoğan, der das tür­ki­sche Volk in sei­nen Reden eher spal­te als zusam­men­füh­re. Es sei zu viel von “Wir” und “Ihr” die Rede. Das woll­te man in Deutsch­land nicht machen.

Deutsch­land und Tür­kei – ein star­kes, aber pro­ble­ma­ti­sches Ver­hält­nis

Bei­de Poli­ti­ker bedau­er­ten zudem , dass sich die Bezie­hung zwi­schen Deutsch­land und der Tür­kei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­schlech­tert habe. Yenero­g­lu meint, die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf bei­den Sei­ten wur­de zuneh­mend spitz ; dies kön­ne nicht im Sin­ne der Freund­schaft sein.

Yenero­g­lu griff wei­ter­hin die HDP an, die sich sei­ner Mei­nung nach nicht deut­lich genug von der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on PKK los­sagt. Mit Blick auf Deutsch­land kri­ti­sier­te er, dass Poli­ti­ker, die in der Tür­kei der PKK nahe­ste­hen, von deut­schen Poli­ti­kern “hofiert” wer­den. Dies ver­stö­re vie­le Men­schen in der Tür­kei. Auch Kolat bestrei­tet die Nähe der HDP zur PKK nicht.

Yenero­g­lu und Kolat kri­ti­sier­ten bei­de eine her­ab­las­sen­de Sicht Deutsch­lands und des Wes­tens auf die Tür­kei und ihre spe­zi­fi­schen Pro­ble­me und Eigen­hei­ten. “Der Wes­ten”, so Yenero­g­lu, “denkt, er habe die Men­schen­rech­te gepach­tet, und die ande­ren müs­sen dazu erzo­gen wer­den.” Kolat äußer­te sich ähn­lich. Es wer­de in der Tür­kei als Krän­kung emp­fun­den, dass man nicht auf Augen­hö­he mit der Tür­kei spre­che. Kri­tik kön­ne geäu­ßert wer­den, aber man möch­te nicht wie ein Kind ange­spro­chen wer­den.

Die Ereig­nis­se rund um die Flücht­lings­kri­se und die Islam-Debat­te haben das Zusam­men­le­ben zwi­schen Deut­schen und Tür­ken in Deutsch­land nicht ein­fa­cher gemacht. Hel­mut Kohls Satz vom “Mit­leids­tou­ris­mus” ange­sichts der Anschä­ge von Solin­gen hän­ge immer noch in den Köp­fen vie­ler Tür­ken. Kohl hat­te sich damals gewei­gert, die Opfer des Anschlags zu besu­chen. Aber auch die Moscheeschlie­ßun­gen in Öster­reich sen­den eine fal­sche Bot­schaft und füh­ren zu einer Mobi­li­sie­rung durch schlech­te Nach­rich­ten, so Kolat. Ande­rer­seits hät­ten die Tür­ken sich bei den Kund­ge­bun­gen gegen Pegi­da lei­der sehr zurück­ge­hal­ten und das bedaue­re er, so Yenero­g­lu. Bei­de Sei­ten müss­ten sich mehr auf­ein­an­der zube­we­gen. Deutsch­land und die Tür­kei ver­bin­de eine star­ke Freund­schaft.

Mehr zum The­ma — Ana­ly­se : Wer gewinnt die Wah­len in der Tür­kei ?

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Europäischer Gerichtshof verurteilt Deutschland wegen Nitraten im Grundwasser


Die obers­ten EU-Rich­ter stell­ten fest, dass die Bun­des­re­pu­blik gegen die maß­geb­li­che EU-Richt­li­nie ver­sto­ßen habe. Auch als klar gewor­den sei, dass ihr Akti­ons­pro­gramm nicht aus­rei­che, habe die Bun­des­re­gie­rung nicht aus­rei­chen­de zusätz­li­che Maß­nah­men ergrif­fen. Deutsch­land wur­den auch die Kos­ten des Ver­fah­rens auf­er­legt.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te 2016 geklagt, weil Deutsch­land aus ihrer Sicht über Jah­re hin­weg nicht strikt genug gegen die Ver­un­rei­ni­gung vor­ge­gan­gen ist und damit gegen EU-Recht ver­sto­ßen hat. Schon 2014 hat­te die Kom­mis­si­on Deutsch­land abge­mahnt. Auch die Bun­des­re­gie­rung räum­te in ihrem Nitrat­be­richt 2016 ein, dass an mehr als einem Vier­tel der deut­schen Grund­was­ser-Mess­stel­len der EU-Grenz­wert von 50 Mil­li­gramm je Liter nicht ein­ge­hal­ten wird.

Mehr zum The­ma — EuGH : Kei­ne Abschie­bung von Schutz­su­chen­den vor Gerichts­ent­scheid

Nitrat ist wich­tig für das Pflan­zen­wachs­tum. Doch wenn zu viel gedüngt wird, sam­meln sich Rück­stän­de im Grund­was­ser sowie in Bächen, Flüs­sen und im Meer an. Aus Nitrat ent­steht durch che­mi­sche Pro­zes­se Nitrit, das für Men­schen schäd­lich sein kann. Bei der Trink­was­ser­auf­be­rei­tung muss es teils umständ­lich aus dem Grund­was­ser her­aus­ge­fil­tert wer­den, um die Grenz­wer­te ein­zu­hal­ten.

Nach lan­gem Hin und Her hat die Bun­des­re­gie­rung inzwi­schen die Dün­ge­re­geln für Bau­ern ver­schärft. Dazu zäh­len Stick­stoff-Ober­gren­zen, län­ge­re Zei­ten mit Dün­ge­ver­bo­ten und grö­ße­re Abstän­de zu Gewäs­sern. Kri­ti­ker hal­ten das aber für zu wenig. (dpa)

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Tschechien warnt Deutschland vor Verschärfung von Grenzkontrollen


Dahin­ter dürf­te die Sor­ge vor lan­gen Rück­staus an den Grenz­über­gän­gen ste­hen. Die tsche­chi­sche und die deut­sche Wirt­schaft sind eng ver­floch­ten. Rund ein Drit­tel aller tsche­chi­schen Expor­te gehen in die Bun­des­re­pu­blik. Die Gren­ze zwi­schen Deutsch­land und Tsche­chi­en ist mehr als 800 Kilo­me­ter lang.

Babis ver­trat in ande­ren Punk­ten eine har­te Hal­tung in der Flücht­lings­po­li­tik. Die ille­ga­le Zuwan­de­rung sei das größ­te Pro­blem der Euro­päi­schen Uni­on, sag­te der Grün­der der popu­lis­ti­schen ANO-Bewe­gung. Der 63-Jäh­ri­ge sprach sich für einen stär­ke­ren Schutz der EU-Außen­gren­zen und die Grün­dung von Regis­trier­zen­tren für Schutz­su­chen­de außer­halb der Euro­päi­schen Uni­on aus. (dpa)

Mehr zum The­ma — Sie­ben Flücht­lin­ge wickeln sich in Alu­fo­lie ein, um Grenz­schutz zu täu­schen : Fast hät­te es geklappt

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Statistik : Deutlich weniger Asylbewerber im ersten Quartal in Deutschland


EU-weit ging die Zahl der Asyl­be­wer­ber den Anga­ben zufol­ge um 15 Pro­zent von 154.000 auf 131.000 zurück. Hin­ter Deutsch­land fol­gen Frank­reich mit 25.300 Asyl­su­chen­den, Ita­li­en mit 17.800 und Grie­chen­land mit 13.000. Wie auch in der Bun­des­re­pu­blik gin­gen die Zah­len auch in Öster­reich (-30 Pro­zent), Schwe­den (-24) und Ita­li­en (-22) deut­lich zurück. Bel­gi­en und Spa­ni­en ver­zeich­ne­ten im Ver­gleich zum vor­he­ri­gen Quar­tal einen Anstieg um 9 Pro­zent, die Nie­der­lan­de um 7 Pro­zent.

Ende März lagen in der EU noch immer 892.000 Asyl­an­trä­ge auf den Schreib­ti­schen der Sach­be­ar­bei­ter. Das waren 10 Pro­zent weni­ger als ein Jahr zuvor. Mit 420.300 Anträ­gen stand fast die Hälf­te der Ent­schei­dun­gen in Deutsch­land aus. (dpa)

Mehr zum The­ma — Spa­ni­en nimmt wei­te­re 1.400 Migran­ten auf

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Fiesta Mexicana in Moskau : Ein Stimmungsbericht zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko


von Ivan Rodi­o­nov

Nur kein Stress, ich glau­be Euch auch ohne Papie­re”, sagt die jun­ge Poli­zis­tin vor dem Dreh­kreuz am Ein­gang zum U-Bahn­hof Smo­len­s­ka­ja, als ich nach mei­ner Fan-ID in den Taschen fische. Wir ste­hen mit­ten in einer Trau­be glück­li­cher, aber etwas rat­lo­ser Mexi­ka­ner — und die Beam­tin fügt mit brei­tem, strah­len­dem Lächeln hin­zu : “Viel Spaß und viel Glück”, wobei sie mit ihrer Dienst­kar­te den Zugang frei­macht und uns durch­winkt. Freie Fahrt für Fuß­ball-Fans.

Die rus­si­sche Poli­zei, sonst für ihre Gries­grä­mig­keit und Rup­pig­keit bekannt, zeigt ihre mensch­li­che, ja char­man­te Sei­te. Ein klei­ner per­sön­li­cher Wow-Moment zum Abschluss des Tages, an dem es vie­le “Wows” gab — und ein Stück Fuß­ball­ge­schich­te geschrie­ben wur­de : Mexi­ko gewann zum ers­ten Mal gegen Deutsch­land bei einer WM.

In einem toben­den und tosen­den Lusch­ni­ki-Sta­di­on, wel­ches — mit über 78.000 Men­schen bis an den Rand voll — an die­sem Abend wohl eben­so in Mexi­ko-Stadt hät­te lie­gen kön­nen. Noch mexi­ka­ni­scher gin­ge es kaum. Obwohl zwei Blö­cke deut­scher Fans rein zah­len­mä­ßig gut hät­ten dage­gen­hal­ten kön­nen. Sie setz­ten aber akus­tisch kei­ne gro­ßen Akzen­te und beschränk­ten sich auf das Fah­nen­schwen­ken. Aber der Rei­he nach.

Drei Stun­den vor dem Spiel in der U-Bahn : Mexi­ka­ner sind über­all. Sie lau­fen die Roll­trep­pen auf und ab, machen Grup­pen-Fotos, skan­die­ren sich warm und fah­ren sorg­los in alle Rich­tun­gen. Das unter­ir­di­sche Echo trägt ihre Sprech­chö­re durch die Gän­ge und Bahn­stei­ge. “Ale­ma­nia” ist her­aus­zu­hö­ren. Ich fra­ge mich, wie sie ihre rie­si­gen Som­bre­ro-Hüte über den Atlan­tik gebracht haben : als Hand­ge­päck ? Klei­ne deut­sche Grup­pen bemü­hen sich, zusam­men zu blei­ben, lesen Weg­be­schrei­bun­gen auf den Smart­pho­nes und kon­zen­trie­ren sich dar­auf, in den rich­ti­gen Zug ein­zu­stei­gen.

Fiesta Mexicana in Moskau: Ein Stimmungsbericht zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko

Zwei Stun­den vor dem Spiel am Lusch­ni­ki-Sta­di­on : Die Men­schen­men­ge ist schon dicht gedrängt, fließt aber frei durch brei­te Sicher­heits-Kor­ri­do­re. Flan­kiert von Bar­rie­ren, dahin­ter auch der Poli­zei, die aber eher unauf­dring­lich im Hin­ter­grund bleibt. Auf­fal­lend vie­le Chi­ne­sen fin­den sich in den deut­schen Tri­kots, das deut­sche Team bekommt Sup­port aus Asi­en — das ist etwas über­ra­schend. Die Orga­ni­sa­ti­on ist her­vor­ra­gend. Die vie­len Volon­tä­re schei­nen sich um jeden Ein­zel­nen per­sön­lich küm­mern zu wol­len, rufen sich die Stimm­bän­der wund und eilen sofort zu Hil­fe : ein Job für jun­ge Leu­te. Und trotz­dem : Hin­ter dem Sicher­heits-Laby­rinth am Ein­gang grüßt alle eine reso­lu­te Oma in der roten Volon­tär-Wes­te und weist die Fans zu den Sicher­heits­kon­trol­len wei­ter. Kurz davor rei­chen die Mexi­ko-Fans in der Schlan­ge eine Plas­tik-Fla­sche her­um. “Mine­ral­was­ser still” steht dar­auf auf Rus­sisch. Die Flüs­sig­keit hat aber eine ver­däch­ti­ge stroh­gel­be Far­be. “Tequi­la!” — sagt einer im Halb-Flüs­ter­ton. Was immer es ist, es muss schnell geleert wer­den bei gefühl­ten 30 Grad, Fla­schen dür­fen nicht rein.

Fiesta Mexicana in Moskau: Ein Stimmungsbericht zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko

Auf dem Sta­di­on-Gelän­de blickt der guss­ei­ser­ne Lenin vom hohen Sockel aus auf das bun­te Trei­ben zu sei­nen Füßen. Das Sta­di­on war ursprüng­lich 1956 nach ihm benannt wor­den — wie so ziem­lich alles, was Maß­stab hat, von der legen­dä­ren Metro über die mit elf Kilo­me­tern längs­te Mos­kau­er Süd-West-Aus­fall­stra­ße bis hin zur höchs­ten staat­li­chen Aus­zeich­nung für beson­de­re Ver­diens­te in der Wis­sen­schaft und Kul­tur.

Eine Blas­ka­pel­le spielt eine ziem­lich abge­fah­re­ne Cover-Ver­si­on von “Lucky”. Ein deut­scher Fan macht recht sou­ve­rä­ne Moves, deut­sche Tri­ko­lo­re über den Schul­tern, im inter­na­tio­na­len klat­schen­den und fil­men­den Kreis.

Eine Stun­de vor dem Spiel, in der Fan-Kur­ve hin­ter dem Tor, wel­ches in der ers­ten Hälf­te dem deut­schen Team zufällt : Das Sta­di­on ist schon halb­voll — und füllt sich mit jeder Minu­te wei­ter. Das mexi­ka­ni­sche Grün domi­niert. Auf den Tri­bü­nen bil­det sich eine pan­ame­ri­ka­ni­sche Alli­anz : Bra­si­lia­ner, Argen­ti­ni­er, Kolum­bia­ner stim­men in die mexi­ka­ni­schen Gesän­ge ein. Die meis­ten set­zen sich gar nicht, vie­le tan­zen in den Gän­gen. Die deut­schen Fans packen die schwarz-rot-gol­de­nen Fah­nen aus und machen Sel­fies mit Plas­tik­be­chern alko­hol­frei­en Bud­wei­sers in der Hand, die ein­zi­ge von der FIFA zuge­las­se­ne Bier-Sor­te.

Als Ers­ter kommt Manu­el Neu­er aus den Kata­kom­ben auf den Rasen, gefolgt von den bei­den Ersatz-Tor­war­ten. Er absol­viert sei­ne Auf­wärm-Ein­hei­ten im Sech­zeh­ner — und der deut­sche Block hin­ter dem Tor erwacht zum Leben. Dann kommt aber die mexi­ka­ni­sche Mann­schaft her­aus und eine Wel­le rollt durch das Sta­di­on, in der Laut­stär­ke einer star­ten­den Staf­fel Jum­bo-Jets, sofern die­se über­haupt in Staf­feln flie­gen wür­den.

Fiesta Mexicana in Moskau: Ein Stimmungsbericht zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko

Anpfiff : Zwi­schen Anpfiff und Abpfiff liegt ein gefühl­ter Augen­blick, eine Zeit-Zip-Datei, extrem stark kom­pri­miert. In den ers­ten zwei Minu­ten gleich zwei Tor­chan­cen auf bei­den Sei­ten. Die Deut­schen wer­den bei jedem Ball­kon­takt aus­ge­buht. Bei mexi­ka­ni­schem Ball­be­sitz schal­ten die Tri­bü­nen fast in Über­schall­ge­schwin­dig­keit um. Was sofort ins Auge fällt : Die mexi­ka­ni­schen Spie­ler haben kei­nen Min­der­wer­tig­keits­kom­plex gegen­über dem Welt­meis­ter. Sie sind offen­bar auf das deut­sche Spiel tak­tisch bes­tens vor­be­rei­tet, agie­ren frech und selbst­be­wusst, las­sen dem deut­schen Auf­bau­spiel fast kei­nen Platz. Sie erobern vie­le Bäl­le im Mit­tel­feld und boh­ren sich durch die deut­sche Abwehr-Linie mit schnel­len Kon­tern. Die Innen­ver­tei­di­gung hält die­sen Angrif­fen recht sou­ve­rän stand. Rechts aber, hin­ter Kim­mich, klafft eine Lücke, gut sicht­bar aus mei­ner Posi­ti­on — viel­leicht sogar bes­ser als aus jener von Joa­chim Löw. Die Mexi­ka­ner neh­men die Ein­la­dung ger­ne an, und so braut sich auch das Tor zusam­men, über die halb-lin­ke Sei­te.

Die Seis­mo­gra­phen regis­trie­ren im Augen­blick des 1:0 ver­mut­lich ein Beben in gerin­ger Stär­ke im Mos­kau­er Süd-Wes­ten. Danach folgt zuerst eine etwas ein­falls­lo­se Druck-Pha­se der deut­schen Mann­schaft. In der zwei­ten Hälf­te, nach der Ein­wechs­lung von Reus, wird der deut­sche Ansturm immer gefähr­li­cher. Der Ball ver­lässt kaum noch die mexi­ka­ni­sche Hälf­te. Den Mexi­ka­nern geht die Pus­te aus. Ihr Trai­ner wech­selt Ver­tei­di­ger ein. Der Druck steigt, aber auch die Hek­tik. Mexi­ko spielt die letz­te hal­be Stun­de nur noch gegen die Zeit und ver­tei­digt mit selbst­lo­sem Ein­satz die Null. Der mexi­ka­ni­sche Kee­per erwischt einen sei­ner bes­ten Tage. Der Ball will ein­fach nicht rein in den Kas­ten von Ochoa. Die Quint­essenz der deut­schen Frus­tra­ti­on scheint die gel­be Kar­te zu sein, die Hum­mels sich tief in der mexi­ka­ni­schen Hälf­te holt — ohne jede Not. Abpfiff. Das deut­sche Team geht sich, sicht­lich betre­ten, noch bei den Fans zu bedan­ken. Die Mexi­ka­ner schei­nen es immer noch nicht so rich­tig glau­ben zu kön­nen, dass sie gewon­nen haben, als ob sie sich gern knei­fen las­sen woll­ten, um sich zu über­zeu­gen, es sei real. Es fühlt sich wohl wie Glücks-Ohn­macht an. 

Fiesta Mexicana in Moskau: Ein Stimmungsbericht zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko

Eine hal­be Stun­de nach dem Spiel : Das acht­zig­tau­send­köp­fi­ge Men­schen­meer fließt aus dem Sta­di­on. Die Orga­ni­sa­ti­on ist unglaub­lich, fast schon ver­däch­tig gut. Kei­ne Gedrän­ge, kein Her­um­ir­ren, kei­ne unnö­ti­gen Sper­ren. Gut sicht­ba­re Weg­wei­ser-Schil­der zei­gen die Rich­tung zu den nächs­ten U-Bahn­hö­fen an. Volon­tä­re mit Mega­fo­nen auf Hoch­sit­zen erklä­ren in pas­sa­blem Eng­lisch, wie man am bes­ten dort­hin kommt. Eini­ge deut­sche Fans ver­su­chen mit den Poli­zis­ten zu dis­ku­tie­ren. Die­se schüt­teln nur die Köp­fe. Ich fra­ge, ob ich hel­fen kann. Sie sagen, sie wol­len “da rüber, auf die ande­re Sei­te”. Aber den gewünsch­ten kur­zen Weg ver­sperrt ein drei Meter hoher Zaun. Lenin blickt von sei­nem Sockel der bun­ten Fan-Inter­na­tio­na­le hin­ter­her. Mos­kau macht sich gefasst auf den latein­ame­ri­ka­ni­schen Kar­ne­val. 

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Champions League der Schattenfinanzen : Deutschland auf Platz 7 (Video)


Das zeigt der Bericht des soge­nann­ten “tax jus­ti­ce net­work”, der alle zwei Jah­re ver­öf­fent­licht wird. Deut­scher Her­aus­ge­ber des Papiers ist die NGO “Netz­werk Steu­er­ge­rech­tig­keit”. Der ehe­ma­li­ge Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Grü­nen im Land­tag Schles­wig-Hol­stein, Karl-Mar­tin Hent­schel, ist ein Mit­glied des Netz­werks. Bei Attac ist er ver­ant­wort­lich für den Bereich “Finanz­märk­te und Steu­ern”. Im Inter­view mit Maria Jans­sen erklärt er, war­um sei­ner Mei­nung nach auch Deutsch­land eine Steu­er­oa­se ist.

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Mordfall Susanna : Ali B. auf dem Weg nach Deutschland — Vernehmung noch in der Nacht


Der Tat­ver­däch­ti­ge im Fall Susan­na ist auf dem Weg nach Deutsch­land. Ali B. habe die nord­ira­ki­sche Stadt am Sams­tag­nach­mit­tag in einer Maschi­ne nach Frank­furt am Main ver­las­sen, hieß es aus Krei­sen des Inter­na­tio­na­len Flug­ha­fens. Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung der kur­di­schen Sicher­heits­be­hör­den im Nord­irak und der Ermitt­ler in Deutsch­land gab es zunächst nicht. Kur­di­schen Ermitt­lern zufol­ge hat Ali B. die Tötung des 14-jäh­ri­gen Mäd­chens aus Mainz gestan­den.

Ali B. soll­te nach Infor­ma­tio­nen der Deut­schen Pres­se Agen­tur (dpa) gleich nach sei­ner Rück­kehr nach Deutsch­land ver­nom­men wer­den. Die ers­te Ver­neh­mung sei noch für die Nacht geplant, am Sonn­tag wer­de er dann dem Haft­rich­ter vor­ge­führt, erfuhr die dpa am Sams­tag. Dann wer­de ihm der Haft­be­fehl eröff­net. Zustän­dig für die Ver­neh­mung ist dem­nach das Poli­zei­prä­si­di­um West­hes­sen mit Sitz in Wies­ba­den.

Der 20-Jäh­ri­ge hat­te sich in den Nord­irak abge­setzt und war dort in der Nacht zum Frei­tag von kur­di­schen Sicher­heits­kräf­ten fest­ge­nom­men wor­den. Ali B. steht im Ver­dacht, die am Mitt­woch in Wies­ba­den tot auf­ge­fun­de­ne Susan­na F. in der Nacht vom 22. auf 23. Mai ver­ge­wal­tigt und anschlie­ßend durch Gewalt gegen den Hals getö­tet zu haben. Von der geplan­ten Rück­kehr nach Deutsch­land hat­ten zunächst der Wies­ba­de­ner Kurier und die All­ge­mei­ne Zei­tung Mainz berich­tet.

Der Ver­däch­ti­ge habe die Tötung Susan­nas vor dem kur­di­schen Ermitt­lungs­rich­ter gestan­den, sag­te Poli­zei­of­fi­zier Tarik Ahmed. Dem kur­di­schen TV-Sen­der Rudaw sag­te Ahmed, der Ver­däch­ti­ge und sein Opfer hät­ten vor der Tat viel Alko­hol getrun­ken und Tablet­ten geschluckt. Zwi­schen den bei­den sei es zum Streit gekom­men. Das Mäd­chen habe gedroht, die Poli­zei anzu­ru­fen, was Ali B. nach eige­ner Aus­sa­ge zu der Tat getrie­ben habe — er habe die 14-Jäh­ri­ge stran­gu­liert.

Die Mut­ter des Ver­däch­ti­gen sag­te der Deut­schen Wel­le, ihr Sohn kön­ne sich nicht an die Tat erin­nern, weil er betrun­ken gewe­sen sei. Dem­nach erfuhr die Fami­lie erst durch die Ver­haf­tung im Irak und durch Nach­rich­ten im Inter­net von den Vor­wür­fen gegen den jun­gen Mann.

Zu einem Rück­trans­port des Ver­däch­ti­gen gab es von Bun­des- und Lan­des­mi­nis­te­ri­en sowie von der Bun­des­po­li­zei am Sams­tag zunächst kei­ne Stel­lung­nah­men. Bran­den­burgs Innen­mi­nis­ter Karl-Heinz Schrö­ter (SPD) sag­te dem RBB : “Ich gehe davon aus, dass der Pro­zess gegen den 20-Jäh­ri­gen in Deutsch­land durch­ge­führt wer­den kann.”

Mit einer Schwei­ge­mi­nu­te gedach­ten etwa 75 Men­schen in Mainz der getö­te­ten 14-Jäh­ri­gen. Es hel­fe nicht, “Hass mit Hass zu begeg­nen”, sag­te eine Red­ne­rin am Sams­tag auf der Ver­an­stal­tung, zu der die “Gut­mensch­li­che Akti­on Mainz” auf­ge­ru­fen hat­te. Eben­falls am Sams­tag demons­trier­te die AfD-Land­tags­frak­ti­on in Mainz unter dem Mot­to “Es reicht ! End­lich Kon­se­quen­zen zie­hen!” Etwa 100 Men­schen kamen zu der Kund­ge­bung, auf der der AfD-Lan­des­vor­sit­zen­de Uwe Jun­ge “reflex­ar­ti­ge” Ver­su­che kri­ti­sier­te, Gewalt­ta­ten mit Flücht­lin­gen als Täter zu baga­tel­li­sie­ren.

Der Fall hat eine hef­ti­ge poli­ti­sche Debat­te aus­ge­löst. Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey (SPD) sag­te der Han­no­ver­schen All­ge­mei­nen Zei­tung, ein sol­ches Ver­bre­chen müs­se Fol­gen haben. “Die Straf­tä­ter, aber auch die­je­ni­gen, die ihre staat­li­chen Pflich­ten ver­nach­läs­sigt haben, müs­sen zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wer­den. Schon bis­her ver­läuft fast jede Inte­gra­ti­ons­de­bat­te emo­ti­ons­ge­la­den. Durch die­sen Fall wird das noch ver­stärkt.” Um eine tole­ran­te Gesell­schaft zu schüt­zen, müs­se gegen die, die sol­che Straf­ta­ten begin­gen, mit aller Här­te vor­ge­gan­gen wer­den.

In der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on wird der­weil der Ruf nach einer Ver­kür­zung der Asyl­kla­ge­ver­fah­ren laut. Der Asyl­an­trag des ver­däch­ti­gen Ira­kers war bereits Ende 2016 abge­lehnt wor­den, er hat­te aber Rechts­mit­tel dage­gen ein­ge­legt, so dass eine Abschie­bung damit gestoppt war. Der innen­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Mathi­as Mid­del­berg (CDU) sag­te der Rhei­ni­schen Post : “Es darf nicht sein, dass ein abge­lehn­ter Asyl­be­wer­ber sein Auf­ent­halts­recht allein durch eine Kla­ge um deut­lich mehr als ein Jahr ver­län­gern kann.” Die Ver­wal­tungs­ge­rich­te müss­ten mehr Per­so­nal bekom­men. Außer­dem sei zu über­le­gen, “wo wir das Asyl­pro­zess­recht ver­än­dern müs­sen”.

Der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft, Rai­ner Wendt, kri­ti­sier­te, dass Deutsch­land offen­sicht­lich nicht über die recht­li­chen Instru­men­te ver­fü­ge, um aus­rei­se­pflich­ti­ge Gewalt­tä­ter zu inhaf­tie­ren : “Das baye­ri­sche Poli­zei­ge­setz soll­te Mus­ter­po­li­zei­ge­setz für Deutsch­land wer­den”, schlug Wendt in der Pas­sau­er Neu­en Pres­se vor. “Das neue baye­ri­sche Poli­zei­ge­setz sieht vor, dass Men­schen, von denen eine Gefahr aus­geht, in Gewahr­sam genom­men wer­den kön­nen.”

Nach Auf­fas­sung der Lei­te­rin des For­schungs­zen­trums Glo­ba­ler Islam an der Frank­fur­ter Goe­the-Uni­ver­si­tät, Susan­ne Schrö­ter, soll­te sich die deut­sche Gesell­schaft Kon­zep­te für den Umgang mit patri­ar­cha­lisch gepräg­ten und aggres­si­ven Män­nern über­le­gen. “Das ist jetzt kein Ein­zel­fall mehr”, sag­te die Eth­no­lo­gin gegen­über der dpa

Im Islam wie auch in ande­ren Reli­gio­nen gebe es patri­ar­cha­lisch gepräg­te Nor­men, die Gewalt und sexu­el­le Über­grif­fe legi­ti­mier­ten. Im Fall Susan­na kön­ne dies der Hin­ter­grund sein : “Die­ser jun­ge Mann hat­te ganz offen­sicht­lich über­haupt kei­nen Respekt.” Weder vor der deut­schen Gesell­schaft noch vor Frau­en oder Poli­zis­ten.

(rt deutsch/dpa)

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Nach Deutschland : Auch Frankreich kann G7-Erklärung nicht unterzeichnen


Nach Deutsch­land hat auch Frank­reich den USA zu ver­ste­hen gege­ben, dass es die gemein­sa­me Erklä­rung des G7-Gip­fels ver­mut­lich nicht unter­zeich­nen wird. Dies berich­tet die Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg unter Beru­fung auf die Quel­le in der Kanz­lei des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron.
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Statistik : Zehntausende Kinder in Deutschland Opfer von Gewalttaten und sexuellem Missbrauch


Die­se Zah­len aus der Kri­mi­nal­sta­tis­tik stell­ten der Prä­si­dent des Bun­des­kri­mi­nal­am­tes Hol­ger Münch und Kin­der­hil­fe-Chef Rai­ner Becker am Diens­tag in Ber­lin vor. 13.539 Kin­der wur­den als Opfer von Ver­ge­wal­ti­gun­gen und ande­rer sexu­el­ler Gewalt erfasst. Die Poli­zei zähl­te zudem 16.317 Fäl­le des Besit­zes und der Ver­brei­tung von kin­der­por­no­gra­phi­schem Mate­ri­al.

Aller­dings wird nur ein Teil der Miss­hand­lun­gen von Kin­dern über­haupt bekannt. Häu­fig schla­gen Eltern oder ande­re Ver­wand­te die Kin­der. Auch Miss­brauch geschieht in Fami­li­en. Die Täter wer­den daher oft nicht ange­zeigt. Münch und Becker spra­chen von einem gro­ßen Dun­kel­feld bei der­ar­ti­gen Taten. (dpa)

Mehr zum The­ma — Zuneh­men­de gesell­schaft­li­che Ent­hem­mung : Wenn Klein­kin­der in Kitas Miss­brauchs­op­fer wer­den 

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