Debatte um Huawei-Ausschluss in Deutschland – Widerstand gegen chinesisches Unternehmen wächst


Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten sehen es als gesi­chert an, dass das chi­ne­si­sche Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men mit der Regie­rung in Peking zusam­men­ar­bei­tet und Spio­na­ge betreibt. Hua­wei, der zweit­größ­te Her­stel­ler von Smart­pho­nes welt­weit, bestrei­tet die Vor­wür­fe aus Washing­ton. Den­noch wur­de das Unter­neh­men in den USA auf die schwar­ze Lis­te gesetzt. US-Unter­neh­men ist es somit ver­bo­ten, Kom­po­nen­ten an Hua­wei zu lie­fern. Hua­wei gelang es jedoch, auch sol­che Lie­fer­be­schrän­kun­gen zu über­win­den. 

Die For­de­run­gen aus Washing­ton lau­ten, auch die EU-Län­der soll­ten bei ihrem 5G-Netz­werk­aus­bau dem Vor­bild der USA Fol­ge leis­ten und Hua­wei aus dem Netz­aus­bau ver­ban­nen. 

In Deutsch­land ist ein Gesetz für die IT-Sicher­heit vor­ge­se­hen, um den Spio­na­ge­mög­lich­kei­ten beim not­wen­di­gen Aus­bau von 4G auf 5G ent­ge­gen­zu­wir­ken. Eini­gen Poli­ti­kern gehen die Plä­ne aber nicht weit genug, sie ver­wei­sen ein­dring­lich auf die natio­na­le Sicher­heit. Jedoch könn­te der 5G-Aus­bau mit Hua­wei als Part­ner im Ver­gleich zu den Kon­kur­ren­ten Erics­son und Nokia güns­ti­ger und schnel­ler erfol­gen. In den nied­ri­ge­ren Prei­sen von Hua­wei sehen Kri­ti­ker einen wei­te­ren Beweis für die ver­mu­te­te Ein­mi­schung : Es han­de­le sich um “poli­ti­sche Prei­se”, geför­dert von der Regie­rung Chi­nas. Ein Aus­schluss Hua­weis in dem Wett­lauf scheint daher in Ber­lin noch nicht vom Tisch zu sein. 

Auch inner­halb der CDU ist man sich hier­zu unei­nig. Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel spricht sich gegen einen Aus­schluss von Hua­wei aus und for­dert eine EU-wei­te Akzep­tanz. Laut dem CDU-Abge­ord­ne­ten Chris­toph Bern­stiel gibt es aber in sei­ner Par­tei “von Tag zu Tag” mehr Wider­stand gegen eine Hua­wei-Betei­li­gung : 

Wir wol­len die Chi­ne­sen am liebs­ten raus­hal­ten. 

Die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er mach­te im Rah­men einer Cyber­si­cher­heits­kon­fe­renz deut­lich, es sei wich­tig, das Risi­ko im Fal­le der Hua­wei-Invol­vie­rung zu mini­mie­ren. Soll­te dies nicht mög­lich sein, müs­se Deutsch­land – so wie ande­re Län­der auch – Hua­wei den Zugang zur Betei­li­gung am deut­schen 5G-Netz-Auf­bau ver­weh­ren. 

Der Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er schrieb nun in einem Brief nach Brüs­sel : 

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on soll­te der Ver­zer­rung des Wett­be­werbs im Bin­nen­markt durch staat­lich kon­trol­lier­te und sub­ven­tio­nier­te Unter­neh­men aus Dritt­staa­ten ent­ge­gen­wir­ken. 

Und auch der Bun­des­nach­rich­ten­dienst (BND) warn­te, die deut­sche Infra­struk­tur dür­fe kein Gegen­stand für einen nicht voll ver­trau­ens­fä­hi­gen Kon­zern sein. 

RT Deutsch


Frankreich, Deutschland und Großbritannien fordern vom Iran Einhaltung des Atomabkommens


In einer gemein­sa­men Erklä­rung for­dern Frank­reich, Deutsch­land und das Ver­ei­nig­te König­reich den Iran auf, zur Ein­hal­tung des Gemein­sa­men Umfas­sen­den Akti­ons­plans (JCPOA) für das Atom­pro­gramm der Isla­mi­schen Repu­blik zurück­zu­keh­ren.

Die drei Natio­nen äußer­ten sich auch besorgt über die Ent­schei­dung des Iran, die Uran­an­rei­che­rung in der Fordow-Anla­ge wie­der auf­zu­neh­men. In dem Doku­ment heißt es :

Die Außen­mi­nis­ter Frank­reichs, Deutsch­lands und des Ver­ei­nig­ten König­reichs sowie der Hohe Ver­tre­ter der Euro­päi­schen Uni­on sind äußerst besorgt über die jüngs­ten Ankün­di­gun­gen des Iran, die Uran­an­rei­che­rung in der Fordow-Anla­ge wie­der auf­zu­neh­men, wie die Inter­na­tio­na­le Atom­ener­gie­be­hör­de (IAEO) in ihrem Bericht vom 11. Novem­ber bestä­tigt.

Das Vor­ge­hen des Iran steht im Wider­spruch zu den kla­ren Bestim­mun­gen der JCPOA zu Fordow und hat poten­zi­ell schwer­wie­gen­de Aus­wir­kun­gen auf die Wie­der­auf­rüs­tung.

Es stellt eine bedau­er­li­che Beschleu­ni­gung des Rück­zugs des Iran aus den Ver­pflich­tun­gen im Rah­men des JCPOA dar.

Die Außen­mi­nis­ter der drei Staa­ten for­dern Tehe­ran auf, “alle Maß­nah­men, die mit dem JCPOA unver­ein­bar sind, rück­gän­gig zu machen, ein­schließ­lich der Über­schrei­tung des maxi­mal zuläs­si­gen Uran­vor­rats und der maxi­mal zuläs­si­gen Anrei­che­rungs­grenz­wer­te.”

Wir beto­nen die Bedeu­tung der voll­stän­di­gen und wirk­sa­men Umset­zung des JCPOA durch alle Sei­ten und bekräf­ti­gen unse­re Ent­schlos­sen­heit, alle Anstren­gun­gen fort­zu­set­zen, um das Abkom­men im Inter­es­se aller zu erhal­ten.

Die drei Län­der sind der Ansicht, dass “der Iran unver­züg­lich zur voll­stän­di­gen Erfül­lung sei­ner Ver­pflich­tun­gen aus dem JCPOA zurück­keh­ren” und “im Rah­men des JCPOA unein­ge­schränkt mit der IAEO zusam­men­ar­bei­ten” muss. Die drei Außen­mi­nis­ter erklär­ten wei­ter :

Wir sind bereit, unse­re diplo­ma­ti­schen Bemü­hun­gen fort­zu­set­zen, um die Bedin­gun­gen für eine Dees­ka­la­ti­on im Nahen Osten zu schaf­fen und den inter­na­tio­na­len Frie­den und die inter­na­tio­na­le Sicher­heit zu wah­ren.

RT Deutsch


Türkei schickt deutschstämmige IS-Kämpfer nach Deutschland zurück


Im Zuge der Nord­sy­ri­en-Offen­si­ve der Tür­kei wur­den aus­län­di­sche IS-Kämp­fer fest­ge­nom­men. Ins­ge­samt 737 IS-Kämp­fer mit aus­län­di­schen Staats­bür­ger­schaf­ten befän­den sich in tür­ki­scher Gefan­gen­schaft, so der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdo­gan. Die tür­ki­sche Regie­rung warn­te das Aus­land die Tür­kei sei kein Hotel für IS-Ter­ro­ris­ten.

Der Spre­cher des tür­ki­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums Ismail Catakli zu den geplan­ten Abschie­bun­gen an die­sem Mon­tag :

Inso­fern wird heu­te die Abschie­bung von drei aus­län­di­schen Ter­ro­ris­ten­kämp­fern aus unse­rem Land gewähr­leis­tet. 

Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas kri­ti­sier­te das abrup­te Han­deln Anka­ras. Zunächst müs­se geklärt wer­den, ob es sich bei den IS-Kämp­fern um Per­so­nen mit deut­scher Staats­bür­ger­schaft hand­le. 

RT Deutsch


Wieso stimmt Deutschland gegen UN-Resolution zur Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum ?


Was bewegt die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land dazu, bei den Ver­ein­ten Natio­nen gegen Anstren­gun­gen zur Ver­hin­de­rung eines Wett­rüs­tens im Welt­raum zu stim­men, dies zudem im Gegen­satz zur über­gro­ßen Mehr­heit der inter­na­tio­na­len Staa­ten­ge­mein­schaft ?

Mehr zum The­ma — Krieg der Ster­ne : Trump will den Welt­raum bezwin­gen

Am Diens­tag stand bei der der­zeit lau­fen­den UN-Voll­ver­samm­lung ein von Russ­land vor­ge­leg­ter Reso­lu­ti­ons­ent­wurf zur Abstim­mung, der das Ziel hat, ein dro­hen­des Wett­rüs­ten im Welt­raum zu ver­hin­dern. Für das Doku­ment stimm­te eine Mehr­heit von 124 Staa­ten. Aller­dings stimm­ten die USA, Isra­el und Deutsch­land sowie alle wei­te­ren EU-Staa­ten dage­gen. RT-Redak­teur Flo­ri­an War­weg frag­te auf der aktu­el­len Bun­des­pres­se­kon­fe­renz (BPK) nach den Beweg­grün­den für die Stimm­ent­schei­dung Deutsch­lands. Die Ant­wort des Spre­chers aus dem Aus­wär­ti­gen Amt geht wohl in die Anna­len der BPK als eine der schlech­tes­ten Aus­re­den des Jah­res 2019 ein : 

Hin­weis der Redak­ti­on : You­Tube hat den Upload von Video-Clips und Live-Streams bis zum 14.11. blo­ckiert. Daher wer­den wir bis zu die­sem Zeit­punkt Vide­os nur über unse­re eige­nen Ser­ver ver­brei­ten kön­nen.

RT Deutsch


US-Außenminister besucht Deutschland : “Entscheidene Rolle der USA beim Mauerfall betonen”


In den spä­ten 1980er Jah­ren war US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo als jun­ger Pan­zer-Kom­man­deur an der deutsch-deut­schen Gren­ze sta­tio­niert. Nun will er an Ver­an­stal­tun­gen zum 30. Jah­res­tag des Mau­er­falls teil­neh­men. Pom­peo weilt vom 6. bis zum 8. Novem­ber in der Bun­des­re­pu­blik. Neben den poli­ti­schen Gesprä­chen sei­en auch Besu­che bei US-Trup­pen sowie Stopps an geschichts­träch­ti­gen Orten, die mit dem Mau­er­fall in Ver­bin­dung ste­hen, geplant. Der 55-Jäh­ri­ge wol­le damit unter ande­rem die “ent­schei­de­ne Rol­le” der US-Ame­ri­ka­ner bei den dama­li­gen Umwäl­zun­gen her­vor­he­ben, hieß es in einer Mit­tei­lung des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums. Zudem wol­le er mit sei­nem deut­schen Amts­kol­le­gen Hei­ko Maas “die wach­sen­den Bedro­hun­gen durch Russ­land, Chi­na und Iran” bespre­chen : 

So soll der US-Chef­di­plo­mat etwa die ober­pfäl­zi­sche Stadt Gra­fen­wöhr besu­chen, den größ­ten und moderns­ten Trup­pen­übungs­platz der US-Armee in Euro­pa (rund 11.000 Sol­da­ten). Auch das klei­ne, ehe­mals geteil­te Dorf Möd­la­re­uth an der baye­risch-thü­rin­gi­schen Gren­ze steht eben­falls auf dem Rei­se­plan. In Leip­zig, wo es im Herbst 1989 die ers­ten Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen gege­ben hat, will sich Pom­peo mit sei­nem deut­schen Kol­le­gen Hei­ko Maas (SPD) tref­fen.

Rede über die Not­wen­dig­keit, die Frei­heit zu ver­tei­di­gen

Zudem sei­en Gesprä­che mit Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (bei­de CDU) und Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) in Ber­lin geplant. Die Erhö­hung der Mili­tär­aus­ga­ben Deutsch­lands dürf­te eines der Gesprächs­the­men sein. Die USA for­dern schon lan­ge, dass Ber­lin mehr Geld für Ver­tei­di­gung aus­gibt. 

Der Trans­at­lan­tik-Koor­di­na­tor der Bun­des­re­gie­rung, Peter Bey­er (CDU), erwar­tet auch eine Dis­kus­si­on über die Lage in Nord­sy­ri­en.

Der Vor­schlag von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, eine inter­na­tio­na­le Schutz­zo­ne ein­zu­rich­ten, soll­te im Detail zwi­schen Ber­lin und Washing­ton bespro­chen wer­den”, sag­te Bey­er der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

In Ber­lin wer­de der ehe­ma­li­ge Chef des US-Aus­lands­ge­heim­diens­tes CIA außer­dem eine Rede hal­ten – über die Not­wen­dig­keit, die Frei­heit zu ver­tei­di­gen. Zuletzt war Pom­peo Ende Mai zu poli­ti­schen Gesprä­chen in Deutsch­land gewe­sen. Der 55-Jäh­ri­ge kün­dig­te bereits damals an, er wol­le bei den Fei­ern zum 30. Jah­res­tag des Mau­er­falls dabei sein.

RT Deutsch


US-Außenminister besucht Deutschland : “Entscheidene Rolle der USA beim Mauerfall betonen”


In den spä­ten 1980er Jah­ren war US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo als jun­ger Pan­zer-Kom­man­deur an der deutsch-deut­schen Gren­ze sta­tio­niert. Nun will er an Ver­an­stal­tun­gen zum 30. Jah­res­tag des Mau­er­falls teil­neh­men. Pom­peo weilt vom 6. bis zum 8. Novem­ber in der Bun­des­re­pu­blik. Neben den poli­ti­schen Gesprä­chen sei­en auch Besu­che bei US-Trup­pen sowie Stopps an geschichts­träch­ti­gen Orten, die mit dem Mau­er­fall in Ver­bin­dung ste­hen, geplant. Der 55-Jäh­ri­ge wol­le damit unter ande­rem die “ent­schei­de­ne Rol­le” der US-Ame­ri­ka­ner bei den dama­li­gen Umwäl­zun­gen her­vor­he­ben, hieß es in einer Mit­tei­lung des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums. Zudem wol­le er mit sei­nem deut­schen Amts­kol­le­gen Hei­ko Maas “die wach­sen­den Bedro­hun­gen durch Russ­land, Chi­na und Iran” bespre­chen : 

So soll der US-Chef­di­plo­mat etwa die ober­pfäl­zi­sche Stadt Gra­fen­wöhr besu­chen, den größ­ten und moderns­ten Trup­pen­übungs­platz der US-Armee in Euro­pa (rund 11.000 Sol­da­ten). Auch das klei­ne, ehe­mals geteil­te Dorf Möd­la­re­uth an der baye­risch-thü­rin­gi­schen Gren­ze steht eben­falls auf dem Rei­se­plan. In Leip­zig, wo es im Herbst 1989 die ers­ten Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen gege­ben hat, will sich Pom­peo mit sei­nem deut­schen Kol­le­gen Hei­ko Maas (SPD) tref­fen.

Rede über die Not­wen­dig­keit, die Frei­heit zu ver­tei­di­gen

Zudem sei­en Gesprä­che mit Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (bei­de CDU) und Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) in Ber­lin geplant. Die Erhö­hung der Mili­tär­aus­ga­ben Deutsch­lands dürf­te eines der Gesprächs­the­men sein. Die USA for­dern schon lan­ge, dass Ber­lin mehr Geld für Ver­tei­di­gung aus­gibt. 

Der Trans­at­lan­tik-Koor­di­na­tor der Bun­des­re­gie­rung, Peter Bey­er (CDU), erwar­tet auch eine Dis­kus­si­on über die Lage in Nord­sy­ri­en.

Der Vor­schlag von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, eine inter­na­tio­na­le Schutz­zo­ne ein­zu­rich­ten, soll­te im Detail zwi­schen Ber­lin und Washing­ton bespro­chen wer­den”, sag­te Bey­er der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

In Ber­lin wer­de der ehe­ma­li­ge Chef des US-Aus­lands­ge­heim­diens­tes CIA außer­dem eine Rede hal­ten – über die Not­wen­dig­keit, die Frei­heit zu ver­tei­di­gen. Zuletzt war Pom­peo Ende Mai zu poli­ti­schen Gesprä­chen in Deutsch­land gewe­sen. Der 55-Jäh­ri­ge kün­dig­te bereits damals an, er wol­le bei den Fei­ern zum 30. Jah­res­tag des Mau­er­falls dabei sein.

RT Deutsch


Vertrauen ist gut, Kontrolle … – Bespitzelung von Angestellten in Deutschland weit verbreitet


Dür­fen Chefs per GPS-Gerät Bewe­gungs­pro­fi­le ihrer Mit­ar­bei­ter anle­gen las­sen ? Oder sie per­ma­nent per Video­ka­me­ra beob­ach­ten las­sen ? Wäh­rend Arbeit­neh­mern dadurch Stress ent­steht, sehen Arbeit­ge­ber sich durch Ver­stö­ße oder den Ver­dacht auf einen sol­chen zur Über­wa­chung ver­an­lasst. Die zustän­di­gen Behör­den jeden­falls sind der­art über­las­tet, dass eine Kon­trol­le unzu­läs­si­ger Über­wa­chung von Arbeit­neh­mern nicht statt­fin­det.

Immer mehr Fäl­le von Daten­schutz­ver­let­zun­gen lan­den bei den zustän­di­gen Lan­des­be­auf­trag­ten. Laut einer Umfra­ge von netzpolitik.org haben Betrof­fe­ne und Betriebs­rä­te in sie­ben Bun­des­län­dern Fäl­le von frag­wür­di­gem GPS-Tracking in Fir­men­fahr­zeu­gen gemel­det. Dabei ist das Spei­chern von Bewe­gungs­da­ten durch Arbeit­ge­ber nicht erlaubt. Nach dem Urteil der Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de Nord­rhein-West­fa­len dür­fen die Posi­ti­ons­be­stim­mun­gen der Fir­men­wa­gen durch GPS “nicht zur lücken­lo­sen Ver­hal­tens-und Leis­tungs­kon­trol­le von Beschäf­tig­ten genutzt wer­den”.

Daten­schutz­recht­lich unpro­ble­ma­tisch ist es dem­nach, wenn die Ortung bei­spiels­wei­se zur Stand­ort­be­stim­mung mit dem Ziel erfolgt, wei­te­re Auf­trä­ge zu einer stand­ort­na­hen Ziel­adres­se ver­ge­ben zu kön­nen. Auch die Erfas­sung der Arbeits­zeit kann mit­tels eines Ortungs­sys­tems zur Durch­füh­rung des Arbeits­ver­hält­nis­ses erfol­gen, aller­dings in Abwä­gung mit den Grund­rech­ten und Grund­frei­hei­ten der betrof­fe­nen Beschäf­tig­ten.

Mehr zum The­ma — BKA-Gesetz vorm Ver­fas­sungs­ge­richt : Bür­ger­recht­ler gegen anlass­lo­se Über­wa­chung

Allein zur Ver­hal­tens- und Leis­tungs­kon­trol­le dürf­ten die Daten nicht erfasst wer­den. Nur in Aus­nah­me­fäl­len, wie bei­spiels­wei­se bei Geld­trans­por­tern oder Ret­tungs­fahr­zeu­gen, kön­ne eine per­ma­nen­te Stand­ort­ken­nung ange­mes­sen sein, heißt es sei­tens des saar­län­di­schen Daten­schutz­zen­trums. Eine Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Beschäf­tig­ten auch nicht not­wen­dig.

Mit der immer leich­ter ver­füg­ba­ren Tech­nik scheint sich auch Video­über­wa­chung am Arbeits­platz immer wei­ter zu ver­brei­ten. Behör­den in sechs Bun­des­län­dern hat­ten laut netzpolitik.org jeweils von meh­re­ren Fäl­len berich­tet. Nach Anga­ben der Daten­schutz­be­hör­de NRW ist der “Umfang von Video­über­wa­chung am Arbeits­platz in den letz­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich gestie­gen”.

Und das hat auch einen gesund­heit­li­chen Effekt auf die Beschäf­ti­gen :

Für die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bedeu­tet die Instal­la­ti­on von Kame­ras im Betrieb oft­mals einen Stress­fak­tor, weil sie sich nicht sicher sein kön­nen, wie­weit sie einer Über­wa­chung unter­lie­gen.

Dabei ist Dau­er­über­wa­chung juris­tisch kaum zu recht­fer­ti­gen. Eine Fir­ma, die miss­trau­isch war und sich so gegen Dieb­stäh­le von Beschäf­tig­ten schüt­zen woll­te, jedoch kei­nen begrün­de­ten Ver­dacht hat­te, muss­te die Kame­ras an den Arbeits­plät­zen ent­fer­nen. Im Grun­de ist die Dau­er­über­wa­chung von Mit­ar­bei­tern und die Spei­che­rung der Auf­zeich­nung nicht erlaubt.

Ande­rer­seits hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt im Jahr 2018 geur­teilt, dass Arbeit­ge­ber Auf­nah­men aus einer dau­er­haf­ten Video­über­wa­chung durch­aus ver­wer­ten dür­fen, um sie im Fall eines Dieb­stahls zu nut­zen. In dem kon­kre­ten Fall hat­te ein Arbeit­ge­ber sei­ne Geschäfts­räu­me per­ma­nent video­über­wa­chen las­sen und die Datei­en gespei­chert. Nach­dem eine Inven­tur­dif­fe­renz fest­ge­stellt wur­de, hat er die sechs Mona­te alten Auf­zeich­nun­gen durch­ge­se­hen und dabei eine Unter­schla­gung durch eine 450-Euro-Kraft bemerkt, die er dar­auf­hin frist­los ent­ließ. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt bewer­te­te dies – und damit sowohl die Video­über­wa­chung als auch die nach­träg­li­che Aus­wer­tung, also die Auf­be­wah­rung – als zuläs­sig.

Gewerk­schaf­ter und Juris­ten mel­den jedoch Beden­ken an. Zum einen kom­me die­ses Urteil einer Art “Lizenz zur Dau­er­vor­rats­spei­che­rung” gleich, wie der Arbeits­rechts­ex­per­te Prof. Dr. Peter Wed­de erklärt.

Zum ande­ren fehlt es in dem Bereich an Kon­trol­len von Arbeit­ge­bern. So hät­ten die­se seit Ein­füh­rung der Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) im Mai 2018 gera­de ein­mal “eine Hand­voll Buß­gel­der wegen unzu­läs­si­ger Über­wa­chung” erhal­ten, im Groß­teil der Fäl­le erhal­ten die Fir­men eine Ver­war­nung und müs­sen die Über­wa­chungs­tech­nik deinstal­lie­ren.

Laut dem Bun­des­be­auf­trag­ten für Daten­schutz Ulrich Kel­ber hat das damit zu tun, dass die Behör­den vor allem seit Ein­füh­rung der DSGVO über­for­dert und per­so­nell unter­be­setzt sind.

Reform des Arbeit­neh­mer­da­ten­schut­zes bleibt aus

Ein Haupt­pro­blem sieht Alex­an­der Fan­ta von netzpolitik.org jedoch bei der Poli­tik, die die Rechts­lü­cke nicht schließt. Zuletzt sei eine ent­spre­chen­de Geset­zes­in­itia­ti­ve zur Pri­vat­sphä­re von Beschäf­tig­ten unter einer schwarz-gel­ben Regie­rungs­ko­ali­ti­on im Jahr 2013 geschei­tert.

Gegen deren Ände­rungs­vor­schlä­ge hat­ten damals Akti­vis­ten der Online-Platt­form Cam­pact Unter­schrif­ten gesam­melt. Die Arbeit der Grup­pe wur­de jüngst enorm erschwert, da ihr der Sta­tus als gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on aberkannt wur­de. Seit­her steht ein Gesetz zum Daten­schutz und dem Schutz der Pri­vat­sphä­re von Arbeit­neh­mern aus, wodurch die Über­wa­chung am Arbeits­platz in der recht­li­chen Grau­zo­ne statt­fin­det. Die der­zei­ti­ge Regie­rungs­ko­ali­ti­on hat im im Koali­ti­ons­ver­trag ange­kün­digt, sich des The­mas anzu­neh­men. 

Laut Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil (SPD) sol­len Taten fol­gen : “Wir set­zen uns dafür ein, die Per­sön­lich­keits­rech­te der Beschäf­tig­ten am Arbeits­platz auch in Zukunft wirk­sam zu schüt­zen.” Solan­ge dies aber ein Lip­pen­be­kennt­nis bleibt, müs­sen Ange­stell­te sich wei­ter­hin fra­gen, ob ihnen der Vor­ge­setz­te digi­tal über die Schul­ter schaut, meint Fan­ta.

RT Deutsch


Türkei will 20 gefangene IS-Anhänger nach Deutschland zurückschicken


Die Tür­kei will einem Medi­en­be­richt zufol­ge 20 gefan­gen genom­me­ne deut­sche Anhän­ger der Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS*) in die Bun­des­re­pu­blik zurück­schi­cken. Dies sag­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdo­gan, Fah­ret­tin Altun, in Istan­bul der „Stutt­gar­ter Zei­tung” und den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten” (Mon­tag).
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Deutschland und Frankreich : Politische Akteure zunehmend ohne Bedeutung (Video)


Der poli­ti­sche Ein­fluss Frank­reichs und Deutsch­lands schwin­det, neue Mäch­te wie Russ­land und Chi­na fül­len die Lücke.

Vie­le stim­men nun zu, dass die bei­den euro­päi­schen Staa­ten ihren alten Ein­fluss und ech­te Mit­spra­che nur über die Schaf­fung einer EU-Super­macht im Bereich Außen­po­li­tik und Ver­tei­di­gung auf­recht­erhal­ten kön­nen. Dazu bedarf es nicht nur eines zen­tra­li­sier­ten poli­ti­schen Macht­ge­fü­ges, son­dern auch einer schlag­kräf­ti­gen euro­päi­schen Armee.

RT Deutsch


Führendes Mitglied des libanesischen Miri-Clans nach Abschiebung zurück in Deutschland


Dem Miri-Clan wird orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät vor­ge­wor­fen. In Bre­men soll das füh­ren­de Clan-Mit­glied Asyl bean­tragt haben. Er war Chef des ver­bo­te­nen Bre­mer Rocker­clubs “Mon­gols”. 2014 wur­de er zu sechs Jah­ren Haft wegen ban­den­mä­ßi­gen Dro­gen­han­dels ver­ur­teilt, saß jedoch nicht die gesam­te Haft­stra­fe ab. Im Juli wur­de er in den Liba­non abge­scho­ben. Bei sei­ner Ankunft wur­de er jedoch nicht ver­haf­tet, denn dort lag von­sei­ten der Jus­tiz nichts gegen ihn vor. 

Die Spre­che­rin des Bre­mer Innen­res­sorts Karen Stro­ink erklär­te : 

Es besteht ein Ein­rei­se- und Auf­ent­halts­ver­bot. Die Ein­rei­se erfolg­te daher offen­sicht­lich auf ille­ga­lem Wege, ent­spre­chen­de straf­recht­li­che Ermitt­lun­gen wur­den ein­ge­lei­tet. 

Stro­ink bean­trag­te Haft­be­fehl bei der Staats­an­walt­schaft. Laut sei­nem Anwalt sah sich Miri im Liba­non mit Todes­dro­hun­gen sei­tens schii­ti­scher Mili­zen kon­fron­tiert. 

Ent­rüs­tung über den Rück­keh­rer gibt es auch sei­tens der Poli­tik. Die Bre­mer FPD-Innen­po­li­ti­ke­rin Bir­git Berg­mann beton­te : 

Sol­che Fäl­le scha­den der Akzep­tanz des Asyl- und Auf­ent­halts­rechts und vor allem den­je­ni­gen Migra­tio­nen und Migran­ten, die sich in gro­ßer Mehr­heit in Deutsch­land vor­bild­lich ver­hal­ten. 

CDU-Gene­ral­se­kre­tär Paul Zie­mi­ak sag­te gegen­über der Bild-Zei­tung : 

Es macht wütend, wie ein kri­mi­nel­ler Clan-Chef ver­sucht, unse­ren Rechts­staat lächer­lich zu machen.” Die Behör­den müss­ten nun klä­ren, “wie es sein kann, dass ein nach Bei­rut abge­scho­be­ner Kri­mi­nel­ler trotz Ein­rei­se­sper­re nur kur­ze Zeit spä­ter wie­der in Bre­men auf­tau­chen konn­te”, füg­te Zie­mi­ak hin­zu.

Die ille­ga­le Ein­rei­se mit Frei­heits­stra­fe kann mit bis zu drei Jah­ren Haft geahn­det wer­den. Der Innen­se­na­tor will beim Amts­ge­richt Abschie­be­haft bean­tra­gen. 

RT Deutsch