Mindestens 15 Tote und weitere Verletzte durch Autobombe in Nordsyrien


Bei der Explo­si­on einer Auto­bom­be in der Stadt al-Bab im Gou­ver­ne­ment Alep­po im Nord­wes­ten Syri­ens sind nach Anga­ben loka­ler Quel­len min­des­tens 15 Men­schen ums Leben gekom­men, wei­te­re wur­den ver­letzt. Ande­re Quel­len berich­ten von min­des­tens 18 Toten und 28 Ver­letz­ten. Die Bom­be deto­nier­te dem­nach nahe eines Bus­bahn­hofs.

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Zunächst war unklar, wer für die Explo­sio­nen ver­ant­wort­lich war. Al-Bab wird von Rebel­len­grup­pen kon­trol­liert, die eng mit der Tür­kei ver­bün­det sind. Sie waren im Früh­jahr 2017 nach mehr­mo­na­ti­gen Kämp­fen gegen die Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS) in die Stadt ein­ge­rückt. In der Ver­gan­gen­heit hat­te es dort mehr­fach Anschlä­ge gege­ben.

Die Extre­mis­ten haben ihr frü­he­res Herr­schafts­ge­biet in Syri­en ver­lo­ren. IS-Zel­len sind aber wei­ter aktiv und ver­üben Anschlä­ge. Vor dem Hin­ter­grund der Afrin-Offen­si­ve hieß es in einem Bericht der Zei­tung The Inde­pen­dent, dass die Tür­kei für Mili­tär­ope­ra­tio­nen in Syri­en Kämp­fer, die zuvor Teil der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on Isla­mi­scher Staat waren, rekru­tiert hat­te. Aller­dings haben dem­nach tür­ki­sche Kom­man­deu­re die Anwen­dung der tra­di­tio­nel­len Tak­tik unter Ein­satz von Selbst­mord­at­ten­tä­tern und Auto­bom­ben unter­sagt.

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Ein Spre­cher der oppo­si­tio­nel­len Syri­schen Natio­nal­ar­mee (SNA) erklär­te hin­ge­gen, alle Hin­wei­se deu­te­ten dar­auf hin, dass die Kur­den­mi­liz YPG hin­ter der Explo­si­on ste­cke.

Das tür­ki­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um mach­te per Twit­ter “unmensch­li­che und unzi­vi­li­sier­te PKK/YPG-Ter­ro­ris­ten” für den Anschlag ver­ant­wort­lich.

Die tür­ki­sche Armee und die mit ihr ver­bün­de­ten syri­schen Rebel­len bekämp­fen die YPG im Nor­den des Bür­ger­kriegs­lan­des. Die Tür­kei sieht in der Miliz einen syri­schen Able­ger der ver­bo­te­nen kur­di­schen Arbei­ter­par­tei PKK.

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Widerspricht unserer Partnerschaft“: Moskau beklagt Auslieferung von Russen durch Israel


Mos­kau hat am Diens­tag sein Bedau­ern über die Ent­schei­dung Isra­els geäu­ßert, den Rus­sen Ale­xej Bur­kow an die USA aus­zu­lie­fern : Die­ser Schritt wider­spre­che den part­ner­schaft­li­chen Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und Isra­el. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten wer­fen Bur­kow Ver­bre­chen im Cyber­be­reich vor.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Jeremy Corbyn : Morales durch “Putsch gegen das bolivianische Volk” aus dem Amt gejagt


Zuzu­se­hen, wie Mora­les aus dem Amt gedrängt wur­de, sei “ent­setz­lich”, schrieb Cor­byn auf sei­nem offi­zi­el­len Twit­ter-Pro­fil. Der Poli­ti­ker lob­te indes­sen den sozia­len Fort­schritt, den das boli­via­ni­sche Staats­ober­haupt der süd­ame­ri­ka­ni­schen Nati­on in den Jah­ren sei­ner Prä­si­dent­schaft gebracht hat.

Ich ver­ach­te die­sen Putsch gegen das boli­via­ni­sche Volk und ste­he die­sem im Kampf für Demo­kra­tie, sozia­le Gerech­tig­keit und Unab­hän­gig­keit bei”, sag­te Cor­byn.

Evo Mora­les gab sei­nen Rück­tritt am Sonn­tag bekannt, nach­dem das boli­via­ni­sche Mili­tär ihn dazu auf­ge­for­dert hat­te, sein Amt nie­der­zu­le­gen. Kurz davor ging er auf die andau­ern­den gewalt­sa­men Pro­tes­te im latein­ame­ri­ka­ni­schen Land ein und rief Neu­wah­len aus. Grund für die Unru­hen ist die jüngs­te Prä­si­dent­schafts­wahl Ende Okto­ber, deren Ergeb­nis­se von der boli­via­ni­schen Oppo­si­ti­on und der Orga­ni­sa­ti­on Ame­ri­ka­ni­scher Staa­ten (OAS) ange­zwei­felt wer­den. 

Mehr zum The­ma - Boli­vi­en ver­sinkt im Cha­os : Mora­les tritt nach Wel­le der Gewalt zurück und spricht von Staats­streich

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Moskau zur Zukunft des Gastransits durch die Ukraine : Erst absurde Forderungen aufgeben


von Wla­di­mir San­kin

Seit­dem Ange­la Mer­kel bei dem Besuch des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Petro Poro­schen­ko im April 2018 zuge­si­chert hat, die Ukrai­ne als Tran­sit­land nach der Fer­tig­stel­lung der Gas­pipe­line Nord Stream 2 nicht im Stich zu las­sen, ist ihr Satz zu einer For­mel gewor­den : “Ja” zu Nord Stream, doch “wir dür­fen die Ukrai­ne nicht ver­ges­sen”. Wort­wört­lich sag­te sie damals :

Ohne dass wir Klar­heit haben, wie es mit der ukrai­ni­schen Tran­sitrol­le wei­ter­geht, ist Nord Stream 2 aus unse­rer Sicht nicht mög­lich.

Was sie in Anwe­sen­heit des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten so scharf for­mu­lier­te, wur­de aller­dings von den deut­schen Regie­rungs­ver­tre­tern in der Form nicht wie­der­holt. Auch zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt, in dem die Fris­ten für die Fer­tig­stel­lung des Pro­jekts nach däni­scher Geneh­mi­gung wie­der kla­rer wur­den, gibt es kei­ne Eini­gung zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne bezüg­lich der Fra­ge des künf­ti­gen Tran­sits.

Das bringt den deut­schen Trans­at­lan­ti­kern von der Tages­pres­se wie­der ein­mal die Gele­gen­heit, gegen das Pro­jekt zu gei­fern. Sie zei­gen sich äußerst besorgt über die Ukrai­ne, denn das Land lei­de ohne­hin schon an der “rus­si­schen Inva­si­on” im Osten. 

Jetzt droht ihm auch noch der Ver­lust von Mil­li­ar­den an Tran­sit­ge­büh­ren. Ohne Lei­tun­gen wäre die Ukrai­ne aber auch stra­te­gisch in Gefahr : Russ­land könn­te dann den Krieg eska­lie­ren, ohne die Zer­stö­rung sei­ner Export­adern zu ris­kie­ren”, schreibt die FAZ.

Las­sen wir die Pro­pa­gan­da bei­sei­te und fra­gen : Inwie­weit ist es rea­lis­tisch, dass Russ­land mit bei­den Nord-Stream-Pipe­lines nun jeden Krieg “eska­lie­ren kann”? Denn da ist, so die FAZ wei­ter, auch von “Putins Aben­teu­ern” im Bal­ti­kum die Rede. Hören wir uns zunächst einen O‑Ton an. Kreml­spre­cher Dmi­tri Pes­kow äußer­te sich am Sonn­tag im rus­si­schen Fern­se­hen aus­führ­lich zur Tran­sit­fra­ge. 

Es sei offen­sicht­lich, dass man das Gas auch wei­ter­hin durch die Ukrai­ne lei­ten muss ; die­ses braucht vor allem die Ukrai­ne selbst, “andern­falls wird das Gas­lei­tungs­sys­tem der Ukrai­ne zusam­men­bre­chen”.

Wird Russ­land sei­ne Mög­lich­kei­ten aus­nut­zen, um Euro­pa über ande­re Wege mit Gas zu ver­sor­gen ? Ein­deu­tig nicht. 

Es hän­ge aber nicht allein von Russ­land ab, son­dern auch von der Ukrai­ne, ob rus­si­sches Gas wei­ter durch die Ex-Sowjet­re­pu­blik flie­ße. Dabei ver­wies Pes­kow vor allem auf die For­de­rung des ukrai­ni­schen Gas­un­ter­neh­mens Naf­togaz gegen den rus­si­schen Gas­kon­zern Gaz­prom in Höhe von zwölf Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Die­se bezieht sich auf Tran­sit­ge­büh­ren, die der Ukrai­ne ent­ge­hen wür­den, soll­te der Tran­sit über die Ukrai­ne künf­tig zum Erlie­gen kom­men. Um bei den Ver­hand­lun­gen wei­ter­zu­kom­men, müss­te die Ukrai­ne auf die­se For­de­run­gen ver­zich­ten. Doch bis­lang ist geschieht das Gegen­teil : Am 1. Novem­ber reich­te Naf­togaz die For­de­rung beim Stock­hol­mer Schieds­ge­richt ein.

Auch ein ande­rer Rechts­streit ist bereits seit Jah­ren ein Zank­ap­fel zwi­schen den rus­si­schen und ukrai­ni­schen staat­li­chen Ener­gie­un­ter­neh­men – Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen in Höhe von 2,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar durch Gaz­prom, gemäß dem Beschluss eines Stock­hol­mer Schieds­ge­richts mit der Begrün­dung, Russ­land habe der Ukrai­ne weni­ger Gas zur Durch­lei­tung bereit­ge­stellt als ver­ein­bart. Gaz­prom stritt dies ab und ging in Beru­fung.

Seit Mona­ten sagen rus­si­sche Ver­tre­ter, damit ver­han­delt wer­de, “müs­sen alle juris­ti­sche Strei­tig­kei­ten bei­gelegt wer­den”, so auch jetzt.

Wie kön­nen wir über etwas reden und eine Art Ver­ein­ba­rung tref­fen, wenn sich ein sol­cher Wahn­sinn bei den Schieds­ge­rich­ten fort­setzt. Und Putin hat klar gesagt : Leu­te, lasst uns zuerst eini­ge ziem­lich absur­de Anfor­de­run­gen auf­ge­ben und dann eine Ver­ein­ba­rung tref­fen”, sag­te Pes­kow.

Doch es gilt als sicher, dass der ukrai­ni­sche Tran­sit im Jahr 2020 auch ohne einen lang­fris­ti­gen Ver­trag fort­ge­setzt wird. Gestrit­ten wird noch über die Höhe des Min­dest­vo­lu­mens, das lang­fris­tig durch das Pipe­linenetz gepumpt wird. Im Jah­re 2019 waren es 90 Mil­lio­nen Kubik­me­ter. Die ukrai­ni­sche Natio­nal­bank geht in den nächs­ten zwei Jah­ren von 50 bzw. 30 Mil­lio­nen Kubik­me­ter aus. Die Ukrai­ne will Russ­land für die nächs­ten zehn Jah­re an eine bestimm­te Min­dest­men­ge bin­den. 

Moskau zur Zukunft des Gastransits durch die Ukraine: Erst absurde Forderungen aufgeben
Mit 72 Kom­pres­sor­sta­tio­nen ist das ukrai­ni­sche Gas­trans­port­sys­tem eines der größ­ten der Welt. Es stammt aus der Sowjet­zeit und ist teil­wei­se über 40 Jah­re alt. Nach Ein­schät­zung von Exper­ten ist die Sanie­rung der Gas­in­fra­struk­tur längst über­fäl­lig. Auf dem Bild : ein Kon­troll­raum in Usch­go­rod

Nach Anga­ben des Gene­ral­di­rek­tors des rus­si­schen Natio­na­len Ener­gie­si­cher­heits­fonds, Kon­stan­tin Simo­now, sind nach der voll­stän­di­gen Inbe­trieb­nah­me von Nord Stream 2 und Tur­kish Stream eine Men­ge von zehn Mil­lio­nen Kubik­me­tern mög­lich. Die­se Zah­len hat der Gaz­prom-Chef als rea­lis­tisch und für die rus­si­sche Sei­te als ren­ta­bel ein­ge­schätzt. Der Vor­schlag der EU bei den Drei­er-Ver­hand­lun­gen lag bei 40 Mil­lio­nen. Die Kapa­zi­tät von Nord Stream und Nord Stream 2 beträgt je 55 Mil­lio­nen Kubik­me­ter und jene von Tur­kish Stream 31 Mil­lio­nen jähr­lich. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat Russ­land 206 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Edgas nach Euro­pa gelie­fert, in die­sem wird es mehr sein. Pro Jahr nimmt die Ukrai­ne bis zu drei Mil­li­ar­den Dol­lar an Tran­sit­ge­büh­ren ein, was im letz­ten Jahr 0,9 Pro­zent des BIP ent­sprach. 

Es ist ein­deu­tig, dass auch von rus­si­scher Sei­te hart über den Tran­sit ver­han­delt wird. “Natür­lich wer­den sie (die Rus­sen) nicht jeden Preis für den Tran­sit durch die Ukrai­ne zah­len”, schrieb jüngst das Han­dels­blatt. Aber das Droh­po­ten­zi­al der Ukrai­ne sei nicht uner­heb­lich. Die Ver­hand­lungs­part­ner der Rus­sen sei­en kei­ne Wai­sen­kna­ben, zudem sei der Umgang der Ukrai­ne mit den Ein­nah­men aus dem Tran­sit intrans­pa­rent, “gleich­zei­tig ver­rot­tet das Gas­netz”. Im Han­dels­blatt hieß es wei­ter :

Nord Stream 2 kann nur einen Teil des Tran­sits erset­zen, der im Moment noch durch die Ukrai­ne erfolgt. Wenn der rus­si­sche Gaz­prom-Kon­zern auch in Zukunft als ver­trags­treu­er Lie­fe­rant für die EU wahr­ge­nom­men wer­den will, muss er dafür sor­gen, dass es kei­ne Brü­che gibt. Eine Situa­ti­on wie 2012, als deut­sche Indus­trie­kun­den Anla­gen abschal­ten muss­ten, weil kein Gas mehr ström­te, wol­len die Rus­sen auf jeden Fall ver­mei­den.

Wächst in der deut­schen Pres­se nun also das Ver­trau­en in die öko­no­mi­sche Ver­nunft und Zuver­läs­sig­keit der Rus­sen als Lie­fe­ran­ten ? Sie waren immer da, haben die deut­schen Wirt­schafts­ver­tre­ter und Befür­wor­ter des Pro­jekts aus der Regie­rung stets gesagt. Was die Geg­ner unter den Trans­at­lan­ti­kern angeht, deren “Ängs­te” die FAZ zum Aus­druck bringt, kön­nen sie nun nicht mehr als “Rück­zugs­ge­fech­te” lie­fern.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

Mehr zum The­ma — Russ­land holt in Rang­lis­te der Welt­bank zum Geschäfts­um­feld auf

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Assads Beraterin : Durch Syrien-Invasion der Türkei besteht Gefahr des Wiederauflebens des IS (Video)


Dazu sag­te Shaa­ban : “Wie Sie wis­sen, schafft jeder Krieg Cha­os, und Cha­os ist immer ein güns­ti­ges Kli­ma für Ter­ro­ris­mus. Natür­lich berei­tet die­se Inva­si­on eine bes­se­re Umge­bung für IS-Ter­ro­ris­ten. Ich möch­te dar­auf hin­wei­sen, dass die USA und deren Ver­bün­de­te die IS-Ter­ro­ris­ten nicht angrif­fen, son­dern sie beschütz­ten. Sie wur­den eben­falls von der Tür­kei beschützt.”

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Verteidigungsausgaben sollen massiv steigen – Doch durch wen wird Deutschland konkret bedroht ?


Mehr zum The­ma — Kehrt­wen­de und Marsch ! Kramp-Kar­ren­bau­er gibt 50,36 Mil­li­ar­den Euro für NATO-Etat 2020 frei

Der neue Wehr­etat in Höhe von 50,36 Mil­li­ar­den Euro ent­spricht einer Stei­ge­rung von 6,4 Pro­zent. Aller­dings waren noch im Mai 2019 für das Jahr 2020 Mili­tär­aus­ga­ben von unter 50 Mil­li­ar­den Euro ver­an­schlagt wor­den. Doch Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU) hat sich seit Amts­an­tritt mehr­fach für deut­lich höhe­re Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben aus­ge­spro­chen. 

RT-Redak­teur Flo­ri­an War­weg woll­te auf der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz vom Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um wis­sen, wel­che kon­kre­ten Bedro­hungs­la­gen der signi­fi­kan­ten Erhö­hung des bun­des­deut­schen Rüs­tungs­etats zugrun­de lie­gen : 

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Mit E‑Auto, Bus und Rad auf der neuen “Umweltspur” schneller durch Düsseldorf


In der Lan­des­haupt­stadt Nord­rhein-West­fa­lens wer­den ab Mon­tag, dem 14. Okto­ber, Mar­kie­run­gen für eine neue “Umwelt­spur” vor­ge­nom­men. Zwei gibt es bereits. Die­se soll die Bür­ger und Besu­cher der Stadt dazu bewe­gen, auf die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel umzu­stei­gen. Es wird erwar­tet, dass so der Auto­ver­kehr auf den Haupt­stra­ßen um 20 Pro­zent gemin­dert wer­den könn­te.

Kri­tik an den Plä­nen kommt von der Hand­werks­kam­mer. Sie bezeich­net die­se als “Schild­bür­ger­streich”, denn es feh­le an den End­punk­ten der Umwelt­spur an Umstiegs­mög­lich­kei­ten für die Auto­fah­rer, wie zum Bei­spiel Park&Ride-Plätze. Staus und Ver­kehrs­cha­os sei­en zu erwar­ten.

Der Düs­sel­dor­fer Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel (SPD) wider­spricht den Kri­ti­kern : 

Die Umwelt­spur ist alter­na­tiv­los, um für die Men­schen Anrei­ze zu schaf­fen, auf die umwelt­freund­li­che­ren Bus­se und Bah­nen umzu­stei­gen. 

Vom Nor­den Düs­sel­dorfs in Rich­tung Innen­stadt bis hin zum Süd­park soll die neue Umwelt­spur ver­lau­fen. Der Mit­tel­teil ist bis­her strit­tig und muss noch von der Poli­tik abge­seg­net wer­den. Die Städ­te Essen und Köln pla­nen eben­falls Umwelt­spu­ren, um die Innen­städ­te zu ent­las­ten. 

Mehr zum The­ma — Die E‑Mobilität ist nicht die Zukunft des Autos

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Ecuador will Proteste durch Zurücknahme von umstrittenem Spargesetz stoppen


In Ecua­dor began­nen von der UNO ver­mit­tel­te Ver­hand­lun­gen, als die Haupt­stadt Qui­to nach Pro­tes­ten und Zusam­men­stö­ßen von Demons­tran­ten mit der Poli­zei an ein Kriegs­ge­biet erin­ner­te. Der ecua­do­ria­ni­sche Prä­si­dent Lenín More­no ver­ließ die Haupt­stadt sogar für eine kur­ze Zeit und ver­leg­te die Regie­rung, wäh­rend Demons­tran­ten Ver­wal­tungs­ge­bäu­de besetz­ten.

Die Par­tei­en einig­ten sich dar­auf, eine Kom­mis­si­on zu bil­den, um ein neu­es Dekret zu ent­wi­ckeln, wel­ches den aktu­ell umstrit­te­nen Geset­zes­ent­wurf ablö­sen soll. Prä­si­dent More­no teil­te mit, dass das Abkom­men “Zuge­ständ­nis­se von allen betei­lig­ten Par­tei­en” beinhal­te.

Der Prä­si­dent der Kon­fö­de­ra­ti­on der Indi­ge­nen Natio­na­li­tä­ten Ecua­dors (CONAIE) Jai­me Var­gas erklär­te, dass die Mobi­li­sie­rung gegen die Regie­rung im gesam­ten Land auf­ge­ho­ben wer­de. Den­noch kri­ti­sier­te er die Poli­zei und das Mili­tär für ihr Vor­ge­hen gegen die Demons­tran­ten. Er beschul­dig­te sie der Ver­let­zung der Men­schen­rech­te und for­der­te die Ent­las­sung der Innen- und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. Außer­dem behaup­te­te Var­gas, dass bei den Unru­hen mehr als zehn Men­schen getö­tet und etwa 2.000 ver­letzt wor­den sei­en.

Der Pri­vat­se­kre­tär des ecua­do­ria­ni­schen Prä­si­den­ten, Juan Sebas­tián Rol­dán, ver­tei­dig­te die Arbeit der Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den und erklär­te, sie hät­ten ihre Pflicht getan und “genie­ßen heu­te die Ruhe”.

Aus dem gan­zen Land waren Demons­tran­ten in die Haupt­stadt Qui­to geströmt, nach­dem die Regie­rung eine Rei­he von umfas­sen­den Spar­maß­nah­men ange­kün­digt hat­te, die als Teil eines Kre­dit­pa­kets des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) ein­ge­führt wur­den. Die größ­te Empö­rung lös­te bei den Men­schen das Dekret zur Auf­he­bung der Treib­stoff­sub­ven­tio­nen aus, das die Prei­se in die Höhe schie­ßen ließ.

Elf Tage lang erschüt­ter­ten Unru­hen die Haupt­stadt des Lan­des. Demons­tran­ten bau­ten Bar­ri­ka­den, zün­de­ten Rei­fen an und stürm­ten Regie­rungs­ge­bäu­de. Die Sicher­heits­be­hör­den setz­ten Trä­nen­gas, mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tung und sogar berit­te­ne Beam­te ein, um die Demons­tran­ten zurück­zu­drän­gen. Außer­dem wur­de mehr­mals eine Aus­gangs­sper­re ver­hängt.

Laut dem Büro des öffent­li­chen Bür­ger­be­auf­trag­ten wur­den seit dem Aus­bruch der Pro­tes­te am 3. Okto­ber sie­ben Men­schen getö­tet und mehr als 1.300 ver­letzt. Die Poli­zei nahm mehr als 1.150 Demons­tran­ten fest.

Mehr zum The­ma — Das wie­der­hol­te Schei­tern der IWF-Rezep­te – Stra­te­gie oder Irr­tum ?

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Mindestens 26 Tote durch Taifun in Japan


Der Wir­bel­sturm “Hagi­bis” hat in Japan schwe­re Über­schwem­mun­gen aus­ge­löst und min­des­tens 26 Men­schen in den Tod geris­sen. Wei­te­re 21 Men­schen gal­ten am Sonn­tag noch als ver­misst. Einer der hef­tigs­ten Tai­fu­ne seit Jahr­zehn­ten zog am Sams­tag und in der Nacht zum Sonn­tag mit rekord­star­ken Regen­fäl­len und Sturm­bö­en über die Haupt­stadt Tokio und ande­re Gebie­te des fern­öst­li­chen Insel­rei­ches. Laut Medi­en­be­rich­ten wur­den über 170 Bewoh­ner ver­letzt.

Der Tai­fun ließ zahl­rei­che Flüs­se über die Ufer tre­ten und über­schwemm­te gan­ze Wohn­ge­bie­te und Stra­ßen, bevor er sich am Sonn­tag im Nord­os­ten über dem Meer zu einer Tief­druck­zo­ne abschwäch­te. Wäh­rend am Sonn­tag in der Haupt­stadt und deren Umge­bung wie­der die Son­ne schien, setz­ten die Ein­satz­kräf­te die Ber­gungs­ar­bei­ten fort. Mit Mili­tär­hub­schrau­bern und Schlauch­boo­ten rück­ten die Ein­satz­kräf­te an, um Men­schen aus ihren Häu­sern zu ret­ten. Dabei kam es zu einem tra­gi­schen Unglück, als Ret­tungs­kräf­te eine 77 Jah­re alte Frau in der nord­öst­li­chen Stadt Iwa­ki in einen Hub­schrau­ber hie­ven woll­ten und sie plötz­lich 40 Meter in die Tie­fe stürz­te. Sie kam dabei ums Leben. In der Bucht von Tokio sank ein ankern­des Fracht­schiff aus Pana­ma. Zwei Men­schen an Bord kamen ums Leben, sechs Besat­zungs­mit­glie­der gal­ten am Sonn­tag als ver­misst.

Auch in ande­ren Regio­nen des Insel­rei­ches kam es zu Über­schwem­mun­gen, dar­un­ter in der mit am schwers­ten betrof­fe­nen Pro­vinz Naga­no, wo der Chi­ku­ma-Fluss durch die Ufer­däm­me brach und Wohn­ge­bie­te mit schlam­mi­gen Was­ser­mas­sen über­flu­te­te. Teils stand das Was­ser meh­re­re Meter hoch.

Ich bit­te die Bevöl­ke­rung, ange­sichts von Erd­rut­schen und ange­schwol­le­nen Flüs­sen wach­sam zu blei­ben”, sag­te Regie­rungs­chef Shin­zo Abe am Sonn­tag.

Mehr als 110.000 Ein­satz­kräf­te aus Poli­zei, Feu­er­wehr, Küs­ten­wa­che und Mili­tär sei­en an den Ret­tungs­ein­sät­zen betei­ligt.

Nach Anga­ben des Indus­trie­mi­nis­te­ri­ums waren 166.000 Häu­ser am Sonn­tag­nach­mit­tag (Orts­zeit) zunächst wei­ter von der Strom­ver­sor­gung abge­schnit­ten. Auch die Was­ser­ver­sor­gung war teils unter­bro­chen. In der Tokio­ter Nach­bar­pro­vinz Chi­ba, wo erst im ver­gan­ge­nen Monat ein Tai­fun gewü­tet und mas­si­ve Strom­aus­fäl­le ver­ur­sacht hat­te, wur­den ein Dut­zend Häu­ser durch einen plötz­li­chen Tor­na­do zer­stört.

Wegen der Gefahr durch die Nie­der­schlä­ge, die zu den schlimms­ten seit rund 60 Jah­ren zu wer­den droh­ten, hat­ten die Behör­den für Tokio und meh­re­re ande­re Regio­nen erst­mals die höchs­te Warn­stu­fe aus­ge­ge­ben. Mehr als sechs Mil­lio­nen Bewoh­ner des Lan­des wur­de gera­ten, sich vor dem Wir­bel­sturm in Sicher­heit zu brin­gen. Vie­le Kauf­häu­ser und Läden in Tokio und Umge­bung hat­ten am Sams­tag geschlos­sen. In man­chen Geschäf­ten der Haupt­stadt waren Rega­le wie leer gefegt, da sich vie­le Bewoh­ner vor­sichts­hal­ber mit Was­ser und Lebens­mit­teln ein­deck­ten. (dpa)

Mehr zum The­ma — Ein durch und durch gründ­li­cher Bericht : Repor­ter steht das Was­ser bis zum Hals

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