WHO : Jede Minute fünf Tote durch falsche medizinische Behandlung


Im Vor­feld des Tags der Pati­en­ten­si­cher­heit hat die WHO ihre Sta­tis­ti­ken zu ärzt­li­chen Kunst­feh­lern ver­öf­fent­licht. Dem­nach erlei­den 40 Pro­zent der Pati­en­ten welt­weit bei ambu­lan­ten Behand­lun­gen Schä­den, im Kran­ken­haus sind es zehn Pro­zent. In den rund 150 Län­dern mit nie­de­ren und mitt­le­ren Ein­kom­men kom­men 2,6 Mil­lio­nen Men­schen im Jahr durch feh­ler­haf­te medi­zi­ni­sche Behand­lung ums Leben.

Jede Minu­te ster­ben fünf Men­schen wegen feh­ler­haf­ter Behand­lung”, sag­te WHO-Chef Tedros Adha­nom Ghe­breye­sus in Genf.

Die Band­brei­te der Feh­ler ist groß : Man­che Pati­en­ten bekom­men eine fal­sche Dia­gno­se oder fal­sche Medi­ka­men­te, sie wer­den falsch bestrahlt oder infi­zier­ten sich wäh­rend der Behand­lung. Auch Ampu­ta­tio­nen fal­scher Glied­ma­ßen oder Hirn­ope­ra­tio­nen auf der fal­schen Sei­te des Kop­fes kom­men vor.

Es ist ein glo­ba­les Pro­blem. Feh­ler machen ist mensch­lich. Aber von Feh­lern nicht zu ler­nen ist inak­zep­ta­bel”, sag­te die WHO-Ver­ant­wort­li­che Neelam Dhin­gra-Kumar.

Ihr zufol­ge gehe das Pro­blem unter ande­rem auch auf eine stren­ge Hier­ar­chie in vie­len Ein­rich­tun­gen zurück, wo Juni­or­per­so­nal sich nicht traue, etwas zu sagen. Oder Ange­stell­te ver­schwie­gen Feh­ler aus Angst vor Repres­sa­li­en. Feh­ler müss­ten aber erkannt und benannt wer­den.

Mit mehr Sicher­heit lässt sich viel Geld spa­ren, denn geschä­dig­te Pati­en­ten müs­sen län­ger in Behand­lung blei­ben. Laut WHO-Sta­tis­ti­ken sind in den USA in Medi­ca­re-Kran­ken­häu­sern zwi­schen 2010 und 2015 durch bes­se­re Sicher­heits­maß­nah­men rund 28 Mil­li­ar­den Dol­lar (gut 25 Mil­li­ar­den Euro) ein­ge­spart wor­den. Nach Anga­ben der WHO geht Deutsch­land wie eini­ge ande­re Län­der mit gutem Bei­spiel vor­an, um Feh­ler so weit wie mög­lich zu ver­mei­den. (dpa)

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RT Deutsch


Pakistan verweigert indischem Präsidenten Flug durch pakistanischen Luftraum


Paki­stan hat dem indi­schen Prä­si­den­ten Ram Nath Kovind unter­sagt, den paki­sta­ni­schen Luft­raum zu durch­que­ren. Hin­ter­grund ist der Kasch­mir-Kon­flikt zwi­schen bei­den Län­dern. Die bei­den Län­der strei­ten seit ihrer Unab­hän­gig­keit vor mehr als 70 Jah­ren um die Kon­trol­le über die Regi­on im Hima­la­ya, die sie bei­de für sich bean­spru­chen. Man habe ent­schie­den, dass Kovind auf sei­nem Flug nach Island nicht über Paki­stan flie­gen dür­fe, sag­te der paki­sta­ni­sche Außen­mi­nis­ter Shah Meh­mood Qure­shi am Sams­tag dem TV-Sen­der PTV.

Ört­li­chen Medi­en zufol­ge woll­te der indi­sche Prä­si­dent Kovind an die­sem Sonn­tag nach Island flie­gen. Bereits ver­gan­ge­ne Woche hat­te die Regie­rung von Pre­mier­mi­nis­ter Imran Khan erklärt, dass sie erwä­ge, den paki­sta­ni­schen Luft­raum für indi­sche Flug­zeu­ge zu schlie­ßen.

Die indi­sche Regie­rung hat­te dem vor­wie­gend mus­li­misch gepräg­ten Bun­des­staat Jam­mu und Kasch­mir am 5. August wegen der dor­ti­gen Pro­tes­te für eine Unab­hän­gig­keit den Teil­au­to­no­mie­sta­tus ent­zo­gen und damit die jüngs­te Eska­la­ti­on in der Dau­er­feh­de mit Paki­stan aus­ge­löst.

Indi­ens Pre­mier Naren­dra Modi will das Kasch­mir-Gebiet stär­ker in das mehr­heit­lich hin­du­is­tisch gepräg­te Indi­en inte­grie­ren. Bis­her hat­te die Regi­on unter ande­rem eine eige­ne Ver­fas­sung und weit­ge­hen­de poli­ti­sche Kom­pe­ten­zen. Paki­stan bezeich­ne­te den Schritt als “ille­gal”.

Mehr zum The­ma —  Paki­stan : Meh­re­re Tote in Kon­flikt­re­gi­on Kasch­mir

(dpa/rt deutsch)

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Durch KI : Zwölf-Stunden-Arbeitswoche könnte die Norm werden


Zusam­men mit Tes­la-Chef Elon Musk sprach Ma auf der Kon­fe­renz in der chi­ne­si­schen Metro­po­le Schang­hai über die Ent­wick­lung der künst­li­chen Intel­li­genz. Die­se Tech­no­lo­gie kön­ne die Men­schen bei der Arbeit ent­las­ten und dafür sor­gen, dass die Arbeits­zeit zum Teil mas­siv ver­rin­gert wer­den kann. Damit hät­ten die Men­schen dann “mehr Zeit, sich des mensch­li­chen Daseins zu erfreu­en”, so Ma. Doch dafür brau­che es ein Umden­ken im Aus­bil­dungs­sys­tem :

Wäh­rend der nächs­ten zehn, 20 Jah­re soll­te jedes mensch­li­che Wesen, jedes Land, jede Regie­rung, sich dar­auf fokus­sie­ren, das Aus­bil­dungs­sys­tem zu refor­mie­ren, um sicher­zu­stel­len, dass unse­re Kin­der einen Job fin­den kön­nen. Einen Job, der nur drei Tage in der Woche, vier Stun­den am Tag erfor­dert. Wenn wir das Aus­bil­dungs­sys­tem nicht ver­än­dern, das wir jetzt haben, wer­den wir alle in Schwie­rig­kei­ten gera­ten.

Ich mache mir kei­ne Sor­gen wegen der Jobs”, mein­te der Mil­li­ar­där wei­ter und zeich­ne­te ein opti­mis­ti­sches Bild der künf­ti­gen Arbeits­welt mit künst­li­cher Intel­li­genz. Er glau­be nicht dar­an, dass durch KI Jobs weg­fal­len könn­ten. “Com­pu­ter haben nur Chips, Men­schen haben ein Herz. Vom Her­zen kommt die Weis­heit.”

Bezüg­lich der Refor­ma­ti­on des Aus­bil­dungs- und Arbeits­mo­dells sag­te Ma, dass die­se an die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung ange­passt wer­den müs­se. Gegen­wär­tig sei die Arbeits­welt noch auf das indus­tri­el­le Zeit­al­ter ein­ge­stellt, doch Maschi­nen wer­den die Men­schen in Zukunft bei mono­to­nen Arbei­ten über­ho­len und effi­zi­en­ter wer­den. Des­halb soll­te das künf­ti­ge Aus­bil­dungs­sys­tem so aus­ge­legt wer­den, dass es den Men­schen hilft, krea­tiv zu wer­den.

Elon Musk gab ihm Recht und ver­wies auf sein Neura­link-Pro­jekt, bei dem ver­sucht wird, das mensch­li­che Gehirn mit KI zu ver­bin­den.

So, wie die Aus­bil­dung jetzt läuft, ist es wirk­lich eine sehr gerin­ge Band­brei­te, es ist extrem lang­sam, (und) Vor­le­sun­gen sind die Schlimms­ten”, sag­te der Tes­la-Chef. “Wenn man mit Neura­link unter­wegs ist, kann man ein­fach jedes The­ma sofort hoch­la­den, es wird wie die Matrix sein.”

Mehr zum The­ma — Stu­die kri­ti­siert Ama­zon und Micro­soft wegen Ent­wick­lung von gefähr­li­chen KI-Kampf­sys­te­men

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Lungenprobleme und Tod durch E‑Zigaretten-Gebrauch in USA


Nach der Häu­fung dubio­ser Lun­gen­er­kran­kun­gen infol­ge der Benut­zung von E‑Zigaretten gibt es in den USA nun den ers­ten Todes­fall. Am Don­ners­tag sei dem Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um im Bun­des­staat Illi­nois der Tod eines erwach­se­nen Pati­en­ten gemel­det wor­den, der zuvor eine sol­che Ziga­ret­te benutzt habe und mit “einer schwe­ren, unge­klär­ten Atem­wegs­er­kran­kung” ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wor­den sei, sag­te die lei­ten­de medi­zi­ni­sche Ange­stell­te des Minis­te­ri­ums, Jen­ni­fer Lay­den, am Frei­tag. Man prü­fe zusam­men mit wei­te­ren Behör­den die Ver­bin­dung der gemel­de­ten Fäl­le mit den elek­tro­ni­schen Ziga­ret­ten.

Die Gesund­heits­be­hör­de CDC teil­te mit, dass die bun­des­wei­te Zahl der gemel­de­ten Fäl­le seit Ende Juni mitt­ler­wei­le auf 193 in 22 US-Bun­des­staa­ten gestie­gen sei. Zwar hät­ten alle gemein­sam, dass die Betrof­fe­nen E‑Zigarette geraucht hät­ten, trotz­dem habe man bis­lang kein bestimm­tes Pro­dukt aus­fin­dig machen kön­nen, das mit allen Erkran­kun­gen in Ver­bin­dung ste­he.

E‑Zigaretten kön­nen eine Viel­zahl poten­zi­ell schäd­li­cher Inhalts­stof­fe ent­hal­ten”, sag­te CDC-Exper­te Bri­an King.

Ihm zufol­ge sei­en bereits krebs­er­re­gen­de Che­mi­ka­li­en, Schwer­me­tal­le und ande­re Stof­fe in ent­spre­chen­den Pro­duk­ten gefun­den wor­den. Auch gegen­über eini­gen Geschmacks­stof­fen gebe es Beden­ken. Die­se Inhalts­stof­fe stün­den nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen zwar nicht in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang mit den Erkran­kungs­fäl­len, könn­ten die Sym­pto­me aber ver­stär­ken.

Auch die Gesund­heits­be­hör­de FDA erklär­te, sie sei “besorgt” über den Todes­fall.

Die FDA hat auch Pro­ben aus einer Rei­he von Staa­ten erhal­ten und wird die­se auf ihre Bestand­tei­le unter­su­chen”, sag­te der Abtei­lungs­lei­ter der FDA-Tabak­s­par­te, Mitch Zel­ler.

Dabei gehe es um den Gehalt von Niko­tin, aber auch um den psy­cho­ak­ti­ven Wirk­stoff THC und mög­li­cher­wei­se ent­hal­te­ne Che­mi­ka­li­en.

Die Behör­den hat­ten zuletzt mit­ge­teilt, dass vie­le Opfer mit Beschwer­den THC-Liquids geraucht hät­ten. Zunächst blieb aber unklar, wie hoch der Anteil der THC-Kon­su­men­ten von den Betrof­fe­nen war. Als Beschwer­den der Pati­en­ten lis­te­ten sie Atem­be­schwer­den, Atem­not und Brust­schmer­zen auf. Dazu kamen in eini­gen Fäl­len Magen-Darm-Erkran­kun­gen mit Erbre­chen und Durch­fall. (dpa)

Mehr zum The­ma — US-Gesund­heits­be­hör­de unter­sucht Krampf­an­fäl­le in Ver­bin­dung mit E‑Zigaretten

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Durch US-Uranmunition geschädigte Bundeswehrsoldaten ? Bundesregierung will sich auf BPK nicht äußern


Ins­ge­samt 229 Bun­des­wehr­sol­da­ten haben auf­grund mög­li­cher Kon­ta­mi­na­ti­on mit abge­rei­cher­tem Uran aus US-Muni­ti­on Anträ­ge auf Aner­ken­nung einer Wehr­dienst­be­schä­di­gung gestellt. Die Anträ­ge stan­den “über­wie­gend im Zusam­men­hang mit beson­de­ren Aus­lands­ein­sät­zen in Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und im Koso­vo”. Doch kei­nem der Anträ­ge wur­de statt­ge­ge­ben. Dies geht aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine aktu­el­le Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge mit dem Titel “Mög­li­che (Langzeit-)Schäden von Sol­da­ten der Bun­des­wehr im Zusam­men­hang mit dem Ein­satz von Geschos­sen mit DU-Ker­nen in Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten” her­vor. Das Nach­rich­ten­por­tal t‑online hat­te als ers­tes Medi­um dar­über berich­tet

Mehr zum The­ma — “Rein vor­sorg­lich” – Nach Moor­brand erfolgt Prü­fung auf radio­ak­ti­ve Strah­lung durch NATO-Muni­ti­on

Dies steht im Gegen­satz zu ande­ren EU-Staa­ten, in denen Sol­da­ten – ins­be­son­de­re nach Ein­sät­zen in Bos­ni­en und im Koso­vo – teils hohe Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen erhiel­ten. Ver­wie­sen sei hier bei­spiel­haft auf Fäl­le in Ita­li­en und Groß­bri­tan­ni­en. So hat das NATO- und EU-Part­ner­land Ita­li­en im Jahr 2017 an meh­re­re Vete­ra­nen hohe Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen geleis­tet und sie als Opfer von Uran­mu­ni­ti­on aner­kannt. Ähn­lich urteil­te bereits im Jahr 2004 ein bri­ti­sches Gericht. Der Rich­ter sah es dabei als erwie­sen an, dass der Sol­dat Ken­ny Dun­can im Golf­krieg 1991 durch abge­rei­cher­tes Uran ver­seucht wur­de und in der Fol­ge drei miss­ge­bil­de­te Kin­der zeug­te. Laut Ein­schät­zung des Gerich­tes waren die Erkran­kun­gen der Kin­der auf gene­ti­sche Schä­den durch abge­rei­cher­tes Uran zurück­zu­füh­ren. Das Gericht sprach dem Vete­ra­nen eine Pen­si­on zu.

Selbst die US-Armee warn­te eige­ne Sol­da­ten vor Gefah­ren beim Ein­satz von Uran­mu­ni­ti­on im Koso­vo

Wie das Medi­en­por­tal Buzz­Feed in einer aus­führ­li­chen Repor­ta­ge dar­stellt, gaben nach dem Koso­vo-Krieg die USA und NATO nach außen Ent­war­nung und beton­ten : “Uran­mu­ni­ti­on ist unbe­denk­lich”. Doch intern ver­schick­te die US-Armee Schrei­ben, in denen sie vor Gefah­ren durch den Ein­satz von Uran­waf­fen im Koso­vo expli­zit warn­te. Der deut­sche Bun­des­wehr­ver­band kri­ti­sier­te im spä­te­ren Ver­lauf, die deut­schen Sol­da­ten hät­ten in den ers­ten Mona­ten des Koso­vo-Ein­sat­zes kei­ne aus­rei­chen­den Sicher­heits­in­struk­tio­nen erhal­ten. So hät­ten Sol­da­ten ohne Schutz­klei­dung durch US-Uran­mu­ni­ti­on zer­stör­te Fahr­zeu­ge beräumt.

Mehr zum The­ma — Kla­ge gegen NATO : “Bis 15 Ton­nen abge­rei­cher­ten Urans im Krieg gegen Ser­bi­en benutzt”

RT woll­te, mit Ver­weis auf die aktu­el­le Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge, auf der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz vom Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums wis­sen, wie­so in Deutsch­land bis­her alle Anträ­ge auf Ent­schä­di­gung für gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gun­gen durch US-Uran­mu­ni­ti­on pau­schal abge­lehnt wor­den sind. Der Spre­cher gab vor, die par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge nicht zu ken­nen, und kün­dig­te eine Nach­rei­chung an :

Anders als oft beim Aus­wär­ti­gen Amt fest­zu­stel­len, steht das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung (BMVg) fast immer zu sei­nem Wort und lie­fer­te auch in die­sem Fall die zuge­sag­te Nach­rei­chung tat­säch­lich zeit­nah nach : 

Der Bun­des­wehr sind kei­ne deut­schen Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten bekannt, die in Fol­ge einer Uran­ex­po­si­ti­on im Rah­men eines Aus­lands­ein­sat­zes erkrankt wären. Im Zeit­raum von 1999 bis 2008 wur­den im Bereich der Bun­des­wehr über­wie­gend im Zusam­men­hang mit beson­de­ren Aus­lands­ein­sät­zen in Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und im Koso­vo ins­ge­samt 229 Wehr­dienst­be­schä­di­gungs­an­trä­ge (WDB-Anträ­ge) wegen gel­tend gemach­ter Kon­ta­mi­na­ti­on mit abge­rei­cher­tem Uran aus DU-Muni­ti­on gestellt. 
Die­se Anträ­ge wur­den mit dem Ziel einer vor­sorg­li­chen Erfas­sung ohne das Vor­lie­gen einer Erkran­kung gestellt. Bis­lang ist in der Bun­des­wehr kei­ne WDB-Aner­ken­nung auf Grund von DU-Muni­ti­on erfolgt.

RT Deutsch


Der Mainstream und ein Foto : “Johnson glänzt durch respektloses Verhalten bei Treffen mit Macron”


Das Bild war am Don­ners­tag im Ély­sée-Palast auf­ge­nom­men wor­den. Nut­zer in den sozia­len Medi­en war­fen dem bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son dar­auf­hin “feh­len­de Eti­ket­te” und “respekt­lo­ses Ver­hal­ten” vor. Ein Groß­teil der Medi­en über­nahm die­se Ver­si­on.

Nur weni­ge ver­wie­sen auf den wei­te­ren Kon­text, der sich aus dem Video des Tref­fens ergibt : 

Haben Sie das Video gese­hen ? Oder spielt der Kon­text kei­ne Rol­le, wenn Sie eine Behaup­tung zu unter­stüt­zen haben ? Macron scherz­te, der Tisch ähne­le einem Hocker, John­son leg­te eine ein­zi­ge Sekun­de lang sei­nen Fuß dar­auf, und dann spie­len die sozia­len Medi­en ver­rückt. Und die Leu­te fra­gen sich, wie wir so gespal­ten sind. 

In dem Video ist zu sehen, dass der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter sei­nen Fuß beim Staats­be­such in Paris kurz­zei­tig auf einen Bei­stell­tisch im Ély­sée-Palast stellt, wor­auf­hin Emma­nu­el Macron den Spit­zen­po­li­ti­ker scherz­haft zurecht­weist. Der Auf­nah­me ging ein sehr lang anhal­ten­der, komö­di­an­tisch anmu­ten­der Hand­schlag vor­aus. 

Das Haupt­the­ma des ers­ten offi­zi­el­len Tref­fens zwi­schen dem fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten und dem neu­en bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­ter war der Bre­x­it. Macron warn­te den Bri­ten, ein har­ter Bre­x­it wer­de dazu füh­ren, dass Groß­bri­tan­ni­en zu einem Knecht von Trumps USA wer­de. Die Kos­ten des Bre­x­it wür­den sich für John­sons Hei­mat nicht durch ein US-Han­dels­ab­kom­men aus­glei­chen las­sen.

Mehr zum The­ma - John Bol­ton : EU-Eli­ten behan­deln Wäh­ler wie Bau­ern

RT Deutsch


Der Kessel von Idlib : Wie geht es weiter nach Rückeroberung Chan Scheichuns durch Assad-Armee ?


Die syri­schen Regie­rungs­trup­pen haben unter Mit­wir­kung der rus­si­schen Luft­streit­kräf­te die Stadt Chan Schei­chun ein­ge­nom­men, wo bis­her die größ­te Hoch­burg der Isla­mis­ten im Süden der Pro­vinz Idlib gele­gen hat­te.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Großrazzia in Baubranche : Millionenschaden durch Schwarzarbeit, Ausbeutung und Steuervermeidung


Am Mitt­woch haben Bun­des­po­li­zei und Zoll mit fast 2.000 Beam­ten mehr als 100 Bau­stel­len, Büros, Geschäfts­räu­me, Woh­nun­gen und Sam­mel­un­ter­künf­te durch­sucht. Der Ver­dacht lau­tet auf Men­schen­han­del zur Arbeits­aus­beu­tung und ban­den­mä­ßi­ges Ein­schleu­sen von Aus­län­dern im Bau­ge­wer­be. Auch sol­len Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge nicht abge­führt und Vor­schrif­ten zum Min­dest­lohn nicht ein­ge­hal­ten wor­den sein. Im Visier der Ermitt­lun­gen ste­hen dem­nach sechs Ver­ant­wort­li­che eines Bau­ge­wer­be-Unter­neh­mens.

Bei den Raz­zi­en in Ber­lin, Bran­den­burg und Sach­sen-Anhalt sei­en umfang­rei­che Beweis­mit­tel beschlag­nahmt wor­den, teil­ten das Haupt­zoll­amt Ber­lin und die Gene­ral­staats­an­walt­schaft in der Haupt­stadt mit. Dem­nach ging es um einen Scha­den von min­des­tens 1,7 Mil­lio­nen Euro. Fest­ge­nom­men wur­de nie­mand.

Für die Durch­su­chun­gen im Auf­trag der Ber­li­ner Staats­an­walt­schaft stell­ten alle 41 Haupt­zoll­äm­ter in Deutsch­land Per­so­nal ab. Unter­stützt wur­den sie vom Zoll­kri­mi­nal­amt, der Aus­län­der­be­hör­de und der Bun­des­po­li­zei.

Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüß­te die Durch­su­chun­gen. “Das muss Schu­le machen”, erklär­te der Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. Nur durch stän­di­ge Kon­trol­len kön­ne in der Bau­bran­che ille­ga­le Beschäf­ti­gung wirk­sam bekämpft wer­den. Die Ankün­di­gung von Finanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD), die Finanz­kon­trol­leu­re gegen Schwarz­ar­beit auf mehr als 10.000 Beam­te auf­zu­sto­cken, müs­se rasch rea­li­siert wer­den.

Anfang Juni beschloss der Bun­des­tag einen Gesetz­ent­wurf von Finanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD), wonach die Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit (FKS) mehr Per­so­nal und Befug­nis­se erhal­ten soll, da ille­ga­le Beschäf­ti­gung, Sozi­al­leis­tungs­miss­brauch und Schwarz­ar­beit gra­vie­ren­de Bei­trags­aus­fäl­le in der Sozi­al­ver­si­che­rung und Aus­fäl­le bei den Steu­er­ein­nah­men zur Fol­ge haben sowie die Rech­te und Sozi­al­leis­tungs­an­sprü­che der Betrof­fe­nen min­dern. Auch der Wett­be­werb wer­de so beein­träch­tigt.

Der Lei­ter des Haupt­zoll­amts Osna­brück, Dr. Tho­mas Möl­ler, sag­te bei einer weni­ger groß ange­leg­ten Raz­zia im Bau­ge­wer­be in Osna­brück vor genau einem Monat :

Auf Bau­stel­len herrscht ein gro­ßer Kos­ten­druck. Durch Schwarz­ar­beit las­sen sich die Kos­ten sen­ken. Aber Schwarz­ar­beit gefähr­det lega­le Beschäf­ti­gung, ver­hin­dert die Schaf­fung neu­er Arbeits­plät­ze und ver­zerrt den Wett­be­werb zulas­ten der ehr­li­chen Unter­neh­men. Daher gehen wir wei­ter kon­se­quent gegen Schwarz­ar­beit vor.”

Mehr zum The­ma — Mil­lio­nen hin­ter­zo­gen : Ankla­ge gegen Schwarz­ar­beit-Netz­werk

Die Fach­ge­mein­schaft Bau Ber­lin und Bran­den­burg mein­te, den Schwar­zen Scha­fen auf dem Bau müs­se klar sein, dass Ver­stö­ße kon­se­quent geahn­det wür­den, teil­te Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Man­ja Schrei­ner mit. Durch Schwarz­ar­beit gin­gen dem Staat jedes Jahr Mil­li­ar­den an Steu­er­ein­nah­men und Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­ga­ben ver­lo­ren.

Schwarz­ar­beit ist das Krebs­ge­schwür der Bau­wirt­schaft.” Zudem belas­te sie das Image der Bau­be­ru­fe. “Unser Ziel ist, dass die Arbeit am Bau jun­ge Men­schen stolz macht.”

Im ver­gan­ge­nen Jahr war die Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit des Ber­li­ner Haupt­zoll­amts bei rund 1.600 Prü­fun­gen wegen Schwarz­ar­beit und ille­ga­ler Beschäf­ti­gung im Ein­satz. Das waren rund 100 Fäl­le mehr als im Jahr 2017. Dabei wur­den 4.100 Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet sowie Buß- und Ver­war­nungs­gel­der in Höhe von rund 1,4 Mil­lio­nen Euro ver­hängt. Die Scha­dens­sum­me lag den Anga­ben zufol­ge bei 88,6 Mil­lio­nen Euro.

Neben dem Bau­ge­wer­be waren damals nach Zoll­an­ga­ben vor allem Hotels, Gast­stät­ten, Spe­di­ti­ons­fir­men sowie Rei­ni­gungs­un­ter­neh­men über­prüft wor­den.

Video : Raz­zi­en bei Dut­zen­den von Unter­neh­men wegen Ver­dacht auf Men­schen­han­del

Mehr zum The­ma — Finanz­mi­nis­te­ri­um : Eine Mil­li­ar­de Euro Scha­den durch Schwarz­ar­beit

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Ankara verurteilt Angriff auf Militärkonvoi durch syrische Truppen


Die syri­sche Pro­vinz Idlib ist die letz­te Bas­ti­on, die von bewaff­ne­ten Grup­pen, dar­un­ter Dschi­ha­dis­ten, kon­trol­liert wird. Auf Drän­gen von Russ­land setz­te die syri­sche Regie­rung hier bis­her kei­ne mili­tä­ri­sche Gewalt ein, um die Regi­on zurück­zu­er­obern. 

Laut jüngs­ten Anga­ben der tür­ki­schen Regie­rung wur­den durch einen Luft­an­griff am 19. August auf einen tür­ki­schen Mili­tär­kon­voi drei Men­schen getö­tet und 12 wei­te­re ver­letzt. Der Kon­voi war auf dem Weg zwi­schen zwei Beob­ach­tungs­punk­ten in Nord­sy­ri­en. Alle Opfer sei­en Zivi­lis­ten gewe­sen. Eine Erklä­rung, war­um die “Zivi­lis­ten” in die­se tür­ki­sche Mili­tär­ope­ra­ti­on ver­wi­ckelt waren, blieb aus. Anka­ra besteht dar­auf, dass der Angriff das Abkom­men zwi­schen Russ­land, der Tür­kei und dem Iran zur Dees­ka­la­ti­on in Syri­en ver­letzt habe.

In einer Stel­lung­nah­me des tür­ki­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums heißt es : 

Trotz wie­der­hol­ter War­nun­gen an die Behör­den der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gehen die Mili­tär­ope­ra­tio­nen der Regime­trup­pen in der Regi­on Idlib unter Ver­stoß gegen die bestehen­den Memo­ran­den und Abkom­men mit der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on wei­ter. 

Die tür­ki­sche Regie­rung unter­hält 12 Beob­ach­tungs­pos­ten ent­lang der Pro­vinz­gren­ze, von der aus sie die Situa­ti­on in der Regi­on über­wacht. Regel­mä­ßig kommt es aber dort auch zu Aus­schrei­tun­gen zwi­schen ver­schie­de­nen bewaff­ne­ten Grup­pen und den Streit­kräf­ten der Ara­bi­schen Repu­blik Syri­en. 

Wei­ter­hin hieß es aus dem tür­ki­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um : 

Wir ver­ur­tei­len die­sen Angriff auf das Schärfs­te, der im Wider­spruch zu den bestehen­den Abkom­men, zur Zusam­men­ar­beit und zum Dia­log mit der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on steht. Unbe­scha­det unse­ren Rechts auf Selbst­ver­tei­di­gung erwar­ten wir, dass die not­wen­di­gen Maß­nah­men ergrif­fen wer­den, um ein Wie­der­auf­tre­ten sol­cher Vor­fäl­le zu ver­hin­dern. 

Über den ange­grif­fe­nen Kon­voi berich­tet die syri­sche Nach­rich­ten­agen­tur SANA, die­ser hät­te Waf­fen und Muni­ti­on zu “ter­ro­ris­ti­schen Kräf­ten” in der Stadt Chan Schai­chun beför­dert. Sie liegt im süd­li­chen Teil der Pro­vinz Idlib an einer Auto­bahn, die die Städ­te Alep­po und Hama ver­bin­det. In letz­ter Zeit gab es nahe Chan Schai­chun hef­ti­ge Kämp­fe zwi­schen den syri­schen Ein­satz­kräf­ten und der Grup­pe, die die­se Stadt kon­trol­liert, vor allem die isla­mis­ti­sche Grup­pe Haiʾat Tahr­ir asch-Scham, wel­che frü­her als Nus­ra-Front bekannt war. 

RT Deutsch