Kosovo : Regierungschef Haradinaj wegen Vorladung durch Sondergericht in Den Haag zurückgetreten


Beben in Pris­ti­na : Ramush Hara­di­naj ist am Frei­tag über­ra­schend vom Pos­ten des koso­va­ri­schen Pre­mier­mi­nis­ters zurück­ge­tre­ten. Nach einer Regie­rungs­sit­zung in Pris­ti­na trat der 51-Jäh­ri­ge vor die Pres­se und ver­kün­de­te sei­ne Ent­schei­dung. Grund sei eine in der kom­men­den Woche bevor­ste­hen­de Befra­gung durch das Son­der­ge­richt in Den Haag.

Er wol­le zu der bevor­ste­hen­den Befra­gung als “Bür­ger und nicht als Regie­rungs­chef” erschei­nen, um “der Repu­blik Koso­vo nicht zu scha­den”.

Ver­bre­chen der soge­nann­ten “Koso­vo-Befrei­ungs­ar­mee” (UÇK)

Die Koso­vo Spe­cia­list Cham­bers sind ein inter­na­tio­na­les Son­der­ge­richt in Den Haag, das 2017 ein­ge­rich­tet wur­de und Ver­bre­chen der soge­nann­ten “Koso­vo-Befrei­ungs­ar­mee” (UÇK) im bewaff­ne­ten Kon­flikt mit den Ser­ben in den Jah­ren 1998 bis 2000 auf­klä­ren soll.

Hara­di­naj soll als Ver­däch­ti­ger vor­ge­la­den wor­den sein, mel­de­te die koso­va­ri­sche Zei­tung Koha.net. Bel­grad wirft dem ehe­ma­li­gen Kom­man­deur der para­mi­li­tä­ri­schen Orga­ni­sa­ti­on vor, für Ver­bre­chen an der ser­bi­schen Bevöl­ke­rung im Koso­vo ver­ant­wort­lich zu sein. In der Ver­gan­gen­heit ist er schon ein­mal vom Pos­ten des Pre­mier­mi­nis­ters zurück­ge­tre­ten. 

Bereits 2005 ver­ließ er das Amt des Regie­rungs­chefs, um sich als ehe­ma­li­ger UÇK-Kom­man­deur wegen Mor­des, Ver­ge­wal­ti­gun­gen und Fol­ter von Ser­ben, Roma und ver­meint­li­chen alba­ni­schen Kol­la­bo­ra­teu­ren im Jahr 1998 in Den Haag zu ver­ant­wor­ten. Er wur­de jedoch zwei­mal frei­ge­spro­chen – aus Man­gel an Bewei­sen. Die dama­li­ge Chef­an­klä­ge­rin Car­la Del Pon­te beklag­te die Ein­schüch­te­rung wich­ti­ger Zeu­gen.

Der koso­va­ri­sche Prä­si­dent Hash­im Tha­çi soll nun inner­halb der nächs­ten 45 Tage einen Ter­min für vor­ge­zo­ge­ne Par­la­ments­wah­len anset­zen. Hara­di­naj war seit Sep­tem­ber 2017 Minis­ter­prä­si­dent der abtrün­ni­gen ser­bi­schen Pro­vinz, die sich 2008 für unab­hän­gig erklärt hat­te. Bel­grad wei­gert sich bis heu­te, die Unab­hän­gig­keit anzu­er­ken­nen.

RT Deutsch


Irakisches Außenministerium fordert aktivere Rücknahme von „IS-Kindern“ durch Heimatländer


Das ira­ki­sche Außen­mi­nis­te­ri­um hat die Hei­mat­län­der von mut­maß­li­chen Anhän­gern der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on „Isla­mi­scher Staat“* am Mon­tag in einer Erklä­rung unter ande­rem dazu auf­ge­for­dert, die Kin­der der IS-Kämp­fer in Abstim­mung mit Bag­dad auf­zu­neh­men.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Zu viele Überfälle durch Wölfe : Brandenburger Schäfer gibt auf (Video)


Beson­ders hart hat es Schä­fer Dirk Hoff­mann aus Bran­den­burg getrof­fen. In 2016 gab es den ers­ten Über­griff mit zwei tote Scha­fen. Allein 2017 wur­den über 100 Scha­fe aus sei­ner Her­de von Wöl­fen geris­sen.

In 2018 wur­den bei einem ein­zi­gen Über­griff 17 Scha­fe und Läm­mer getö­tet. Jetzt will Schä­fer Dirk Hoff­mann aus­stei­gen und sei­ne Schaf­sher­de ver­kau­fen. 

Mehr zum The­ma — Ein­zig­ar­ti­ger Fund in Russ­land : Rie­si­ger Wolfs­kopf gefun­den — Offen­bar älter als 40.000 Jah­re

RT Deutsch


Studie : Vor allem ältere Menschen sterben durch Hitzewellen


Wie Wis­sen­schaft­ler im Bun­des­ge­sund­heits­blatt berich­ten, star­ben in den Hit­ze-Som­mern zwi­schen 2006 und 2015 in Deutsch­land rund 6.200 Men­schen. Mit­au­tor der Stu­die Mat­thi­as an der Hei­den vom Robert Koch-Insti­tut in Ber­lin sag­te :

Man sieht, dass vor allem in den Alters­grup­pen 75 bis 84 und über 85 Jah­ren ein beson­de­res Risi­ko besteht.

Mit län­ger andau­ern­der Hit­ze wird es zuneh­mend schwie­ri­ger, sich zum Schutz vor der Hit­ze in Gebäu­de zurück­zu­zie­hen, weil die­se sich eben­falls auf­hei­zen. Mat­thi­as an der Hei­den sag­te : “Gera­de Men­schen, die nicht so fle­xi­bel sind, zum Bei­spiel bett­lä­ge­rig – die sind teils noch stär­ker gefähr­det.” Wich­tig sei, dass nicht mehr hand­lungs­fä­hi­ge Men­schen genug Unter­stüt­zung bekä­men : Dass man ihnen Geträn­ke bringt oder für Erfri­schung sorgt, indem man Hän­de oder Füße in küh­les Was­ser legt, so der Wis­sen­schaft­ler. Zu den Emp­feh­lun­gen zähl­ten auch ver­meint­lich nahe­lie­gen­de Din­ge wie aus­rei­chen­des Trin­ken.

Ein­zel­ne hei­ße Tage stel­len den Ana­ly­sen zufol­ge ein weni­ger töd­li­ches Risi­ko dar – gefähr­lich wer­de es ab meh­re­ren Hit­ze­ta­gen in Fol­ge, erläu­ter­te an der Hei­den. Ab Wochen­mit­tel­tem­pe­ra­tu­ren von 20 Grad, Tages- und Nacht­wer­te ein­be­rech­net, wür­den sys­te­ma­tisch mehr Todes­fäl­le beob­ach­tet. Der­art war­me Wochen sei­en in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten deut­lich häu­fi­ger beob­ach­tet wor­den, heißt es in der Stu­die. Der Trend wer­de sich ver­mut­lich im Zuge der Kli­ma­er­wär­mung fort­set­zen “und even­tu­ell noch ver­schär­fen”. 

Wie an der Hei­den erklärt, kön­nen Ärz­te zwar Hit­ze als Todes­ur­sa­che ange­ben, tat­säch­lich gesche­he dies aber nur sehr sel­ten. Die Wis­sen­schaft­ler ana­ly­sie­ren des­halb die Ster­be­zah­len mit Blick auf Tage, an denen deut­lich mehr Men­schen ster­ben als üblich. Mit­tels eines mathe­ma­ti­schen Modells suchen sie sys­te­ma­tisch nach Zusam­men­hän­gen zwi­schen hohen Tem­pe­ra­tu­ren und erhöh­ten Ster­be­zah­len.

Wie es im Bun­des­ge­sund­heits­blatt heißt, tra­ten sechs der elf extrems­ten Hit­ze­wel­len im Zeit­raum von 1950 bis 2015 nach dem Jahr 2000 auf. Eine ein­heit­li­che Defi­ni­ti­on, ab wel­cher Dau­er von einer Hit­ze­wel­le gespro­chen wird, gebe es nicht. Um die Schwe­re zu beur­tei­len, gel­ten hit­ze­be­ding­te Todes­fäl­le als wich­ti­ge Grö­ße.

Außer­dem sei wegen der Juni-Hit­ze mit einer aktu­el­len Zunah­me der Todes­fäl­le in Deutsch­land zu rech­nen.

Mehr zum The­ma — 38,6 Grad ! Juni-Hit­ze­re­kord in Deutsch­land

(rt deutsch / dpa)

RT Deutsch


Iran zu Cyber-Angriff durch US-Armee : “Sie gaben sich Mühe, sind aber gescheitert”


Die Washing­ton Post berich­te­te am Sams­tag­abend unter Beru­fung auf infor­mier­te Krei­se, der Angriff am Don­ners­tag­abend habe Com­pu­ter­sys­te­men der Ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den (IRGC) gegol­ten, die zum Abschuss und zur Kon­trol­le von Rake­ten genutzt wür­den. US-Prä­si­dent Donald Trump habe den Cyber-Angriff geneh­migt.

Die IRGC hat­ten in der Nacht zu Don­ners­tag eine US-Über­wa­chungs­droh­ne mit einer Boden-Luft-Rake­te abge­schos­sen. Trump hat­te einen für Frei­tag vor­be­rei­te­ten Gegen­schlag nach sei­nen Wor­ten weni­ge Minu­ten vor des­sen Aus­füh­rung gestoppt. Die Washing­ton Post berich­te­te nun, das US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um habe den Cyber-Angriff vor­ge­schla­gen, nach­dem die USA die IRGC für Atta­cken auf zwei Öltan­ker im Golf von Oman Mit­te des Monats ver­ant­wort­lich gemacht hat­ten. Der US-Angriff auf die Com­pu­ter­sys­te­me sei über Wochen oder gar Mona­te vor­be­rei­tet wor­den.

Die Zei­tung schrieb wei­ter, der Angriff durch das Cyber-Kom­man­do der US-Streit­kräf­te habe zwar mili­tä­ri­sche Kon­troll­sys­te­me der Revo­lu­ti­ons­gar­den im Iran lahm­ge­legt, aber nicht zu Opfern geführt. Trump hat­te einen für ver­gan­ge­nen Frei­tag geplan­ten kon­ven­tio­nel­len Angriff auf den Iran gestoppt, weil er die nach sei­nen Anga­ben 150 befürch­te­ten ira­ni­schen Todes­op­fer im Ver­gleich zum Abschuss eines unbe­mann­ten Flug­zeugs für unver­hält­nis­mä­ßig hielt.

Die Washing­ton Post berich­te­te, das US-Hei­mat­schutz­mi­nis­te­ri­um habe Indus­trie­ver­tre­ter und Behör­den am Sams­tag davor gewarnt, dass der Iran sei­ne Cyber-Angrif­fe auf wich­ti­ge Bran­chen wie etwa den Ener­gie­sek­tor ver­stärkt habe. Der Iran habe das Poten­zi­al, Com­pu­ter­sys­te­me zu stö­ren oder zu ver­nich­ten. Die ira­ni­sche Regie­rung wider­spricht jedoch dem Bericht in der Washing­ton Post. Der Minis­ter für Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie, Moham­mad-Javad Aza­ri-Jahro­mi, erklär­te, der Iran habe den Cyber-Angriff viel­mehr erfolg­reich abge­wehrt.

Jahro­mi erklär­te, dass der Iran gro­ße Erfah­rung damit habe, die­se Art von Angrif­fen zu ver­ei­teln. Man habe mit der natio­na­len Fire­wall im letz­ten Jahr “33 Mil­lio­nen Angrif­fe ver­ei­telt”. Er bezog sich dabei ins­be­son­de­re auf Stux­net, einen gemein­sam von den USA und Isra­el ent­wi­ckel­ten Com­pu­ter­wurm, mit dem von 2009 bis 2010 die ira­ni­schen Atom­kraft­wer­ke infil­triert wur­den. Jahro­mi sag­te zu dem aktu­el­len Angriff :

Sie geben sich gro­ße Mühe, haben aber kei­nen erfolg­rei­chen Angriff durch­ge­führt.”

Weder das Pen­ta­gon noch das Wei­ße Haus kom­men­tier­ten bis jetzt den Bericht der Washing­ton Post. Der Iran warn­te unter­des­sen vor den Fol­gen eines US-Mili­tär­schlags. Ein hoch­ran­gi­ger ira­ni­scher Gene­ral erklär­te, dass bei einem mög­li­chen Kon­flikt “kein Land in der Lage sein wür­de, sei­nen Umfang und sei­nen Zeit­plan zu kon­trol­lie­ren”.

RT Deutsch


Tödliche Nahrungskette in Botsuana : Über 500 Geier sterben durch vergiftete Elefantenkadaver


Wie die ört­li­che Natur­schutz­be­hör­de mit­teil­te, waren unter den ver­en­de­ten Vögeln zehn Kap­gei­er, 14 Ohren­gei­er, 468 Weiß­rü­cken­gei­er, 17 Woll­kopf­gei­er und 28 Kap­pen­gei­er. Dar­über hin­aus wur­den am Ort des Mas­sen­ster­bens zwei tote Raub­ad­ler gefun­den. Die Aas­fres­ser ver­gif­te­ten sich dem­nach durch drei toxi­sche Ele­fan­ten­ka­da­ver. Ein Auf­ge­bot von Sicher­heits­be­am­ten muss­te das ver­seuch­te Gelän­de dekon­ta­mi­nie­ren. Die vor Ort gesam­mel­ten Pro­ben wur­den in ein Labor geschickt. Die Behör­den ver­ur­teil­ten die Ver­gif­tung der Tie­re scharf und baten die Anwoh­ner, alle ver­däch­ti­gen Akti­vi­tä­ten anzu­zei­gen, die zu einem Mas­sen­ster­ben von Tie­ren füh­ren könn­ten.

Zuletzt war in Botsua­na eine hit­zi­ge Debat­te über den Schutz der Ele­fan­ten ent­brannt. Das Umwelt­mi­nis­te­ri­um des Lan­des teil­te Ende Mai mit, das seit dem Jahr 2014 gel­ten­de Jagd­ver­bot auf­he­ben zu wol­len. Pro Jahr soll­te es bis zu 400 Jagd­li­zen­zen geben. Die Lan­des­re­gie­rung wies die Empö­rung von Tier­schüt­zern als “ver­ständ­lich, aber unan­ge­bracht” zurück. Wäh­rend die Zahl der Ele­fan­ten über­all in Afri­ka zurück­ge­he, sei sie in dem Bin­nen­staat im Süden Afri­kas von etwa 50.000 im Jahr 1991 auf mehr als 130.000 Tie­re gestie­gen.

Mehr zum The­ma — Unbe­kann­te fischen kom­plet­ten See bei Heil­bronn leer

Natio­nal­parks sind in Botsua­na nicht ein­ge­zäunt, wes­we­gen es öfter zu Zwi­schen­fäl­len zwi­schen wil­den Tie­ren und Men­schen kom­men kann. Ele­fan­ten machen sich zum Bei­spiel immer wie­der über die Fel­der der ört­li­chen Bau­ern her und zer­stö­ren deren Ern­te. (RIA Nowosti/dpa)

Mehr zum The­ma — Ele­fant grast auf Acker­feld und bleibt auf Rück­weg im Zaun ste­cken – Tod durch Ersti­cken

RT Deutsch


Brandenburg : 266 Borreliose-Fälle durch Zecken


In Bran­den­burg sind bis Mit­te Juni 266 Fäl­le von Bor­re­lio­se gemel­det wor­den. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum (414 Fäl­le) ist die Zahl wesent­lich zurück­ge­gan­gen, berich­tet das Por­tal LR-Online unter Beru­fung auf das Bran­den­bur­ger Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Ökonomen befürchten Gefahr für Welthandel durch US-Wirtschaftskonflikt gegen China


Der Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na könn­te nach Ein­schät­zung von Volks­wir­ten die inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­be­zie­hun­gen dau­er­haft beschä­di­gen. “Die gol­de­nen Jah­re der Glo­ba­li­sie­rung sind vor­bei”, kom­men­tiert Com­merz­bank-Chef­volks­wirt Jörg Krä­mer. “Die Kon­junk­tur im Export­land Deutsch­land wird wei­ter vor sich hin düm­peln.”

Vor knapp einem Jahr, am 15. Juni 2018, ver­häng­te US-Prä­si­dent Donald Trump ers­te Straf­zöl­le auf Waren aus Chi­na. Es war der Auf­takt zu einem sich hoch­schau­keln­den Han­dels­streit zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt. Chi­na reagier­te mit Gegen­maß­nah­men.

Krä­mer ist über­zeugt :

Fin­den die USA und Chi­na kei­nen Modus viven­di, droht die Welt­wirt­schaft über die Jah­re in eine west­li­che und öst­li­che Sphä­re zu zer­fal­len. All die­se Risi­ken haben sich wie Mehl­tau auf die Welt­wirt­schaft gelegt.”

Nach Ein­schät­zung von Cars­ten Brze­ski, Deutsch­land-Chef­volks­wirt der Groß­bank ING, haben die “Span­nun­gen zwi­schen den USA und Chi­na deut­lich den Abschwung der Welt­wirt­schaft beschleu­nigt.”

Der Öko­nom Gabri­el Fel­ber­mayr sieht in der Unsi­cher­heit, die Trumps Han­dels­po­li­tik schafft, aktu­ell das größ­te Risi­ko für die Welt­kon­junk­tur.

Das Haupt­pro­blem ist die Unsi­cher­heit, die Trump schafft. Man weiß nicht, wel­ches Land dem­nächst in sein Visier gerät”, sag­te der Prä­si­dent des Insti­tuts für Welt­wirt­schaft (IfW/Kiel) der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. “Ver­un­si­cher­te Unter­neh­men hal­ten sich mit Inves­ti­tio­nen zurück, Ver­brau­cher ver­schie­ben mög­li­cher­wei­se Anschaf­fun­gen.”

Die­ser Scha­den sei “wahr­schein­lich deut­lich grö­ßer als der, der tat­säch­lich durch Zöl­le ver­ur­sacht wird”, sag­te Fel­ber­mayr. Den Scha­den für den Welt­han­del durch Zöl­le schätzt er lang­fris­tig auf cir­ca 90 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich – soll­ten die Abga­ben zwi­schen Chi­na und den USA dau­er­haft auf dem aktu­el­len Niveau blei­ben. “Ange­sichts eines Welt­han­dels­vo­lu­mens von 15 Bil­lio­nen Euro ist das ver­gleichs­wei­se wenig”, rech­ne­te der IfW-Prä­si­dent vor.

Der Prä­si­dent des Deut­schen Insti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW/Berlin), Mar­cel Fratz­scher, nennt den Han­dels­kon­flikt eine “mas­si­ve glo­ba­le Wachs­tums­brem­se”:

Die wirt­schaft­li­chen Kon­flik­te der USA schaf­fen enor­me Unsi­cher­heit, die Gift für jedes Unter­neh­men ist.”

Zu lei­den hät­ten vor allem export­ab­hän­gi­ge Volks­wirt­schaf­ten wie Deutsch­land.

In man­chen Bran­chen zei­gen sich bereits deut­li­che Brems­spu­ren.

Wir ste­hen mög­li­cher­wei­se vor einer kom­plet­ten Neu­ver­mes­sung der Welt­wirt­schaft”, ana­ly­siert Deka­bank-Chef­volks­wirt Ulrich Kater. “Ins­be­son­de­re im Bereich höher­wer­ti­ger Tech­no­lo­gie wird die Glo­ba­li­sie­rung zurück­ge­dreht. Das bedeu­tet enor­me Unsi­cher­hei­ten und Anpas­sungs­kos­ten für außen­wirt­schaft­lich ori­en­tier­te Unter­neh­men.”

Die Export­na­ti­on Deutsch­land spürt zuneh­mend Gegen­wind, wor­auf ifo-Prä­si­dent Cle­mens Fuest hin­weist : “Die Span­nun­gen ver­meh­ren welt­weit Unsi­cher­heit und belas­ten so die Kon­junk­tur. Die­se Belas­tung trifft auch Deutsch­land. Zöl­le und Han­dels­hemm­nis­se zwi­schen Chi­na und den USA betref­fen direkt deut­sche Unter­neh­men, die in die­sen Län­dern pro­du­zie­ren, zum Bei­spiel deut­sche Auto­bau­er in den USA.”

Pro­fi­tie­ren von umge­lenk­ten Han­dels­strö­men könn­ten nach Ein­schät­zung man­cher Öko­no­men – zumin­dest vor­über­ge­hend – ande­re asia­ti­sche Län­der, bei­spiels­wei­se die Tex­til­in­dus­trie in Paki­stan oder Viet­nam. “Die größ­ten Ver­lie­rer welt­weit sind die Ver­brau­cher”, kon­sta­tiert Deka­Bank-Volks­wirt Kater. “Wenn Prei­se für Güter und Dienst­leis­tun­gen stei­gen und eini­ge Ange­bo­te über­haupt nicht mehr ver­füg­bar sind, dann trifft das am Ende die pri­va­ten Haus­hal­te in allen Län­dern”, erklärt Kater. “Han­dels­krie­ge kann man nur inso­weit gewin­nen, dass man meint, die gerin­ge­ren Schä­den davon­zu­tra­gen.”

Mehr zum The­ma — Neu­er Tief­punkt der US-Diplo­ma­tie : Trump droht Chi­na mit wei­te­ren Zöl­len bei Nicht­er­schei­nen zu G20

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Skurriler UFC-Fight : Amerikaner Cerrone (Cowboy) niest und verliert durch technischen K.o. – Videos


Die bei­den ame­ri­ka­ni­schen UFC-Sport­ler Donald Cer­ro­ne (Cow­boy) und Tony Fer­gu­son lie­fern bei ihren Kämp­fen immer eine rie­si­ge Show ab. So auch die­ses Mal : Nach einem Feu­er­werk von Kick­bo­xen gemischt mit Jiu-Jitsu muss­te der Schieds­rich­ter den Kampf stop­pen – und zwar wegen einer fast schon skur­ri­len Ver­let­zung von Cer­ro­ne.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken