Exklusiv-Interview : USA wollen Iran durch Proteste und bewaffnete Unruhen von innen brechen


von Ali Özkök

RT Deutsch hat mit Moham­mad Hasche­mi gespro­chen. Er ist Poli­ti­kana­lyst und ehe­ma­li­ger Chef­re­dak­teur des staat­li­chen ira­ni­schen Aus­lands­fern­seh­sen­ders PRESS TV. Außer­dem arbei­te­te Hasche­mi bei ver­schie­de­nen Sta­tio­nen für die Tehr­an Times, al-Alam News und die ira­ni­sche Wirt­schafts­zei­tung Finan­ci­al Tri­bu­ne.

US-Ana­lys­ten spre­chen ger­ne über Unru­hen im Iran, die das Land an den Rand des Umstur­zes bräch­ten. Glau­ben Sie, dass eine sol­cher Régime Chan­ge, geför­dert von den USA, in Ihrem Land auf­ge­hen könn­te ?

Die USA und ihre Ver­bün­de­ten haben bereits begon­nen, den Iran zu desta­bi­li­sie­ren. Es ist glas­klar, dass das Ziel der Regie­rung Trump ein Regime­wech­sel im Iran ist. Auch Nach­barn des Iran wie Sau­di-Ara­bi­en und die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te tra­gen zu die­ser Poli­tik bei. Isra­el ist auch ein Akteur, wie wir in den letz­ten Reden und Äuße­run­gen des israe­li­schen Pre­mier­mi­nis­ters Netan­ja­hu gese­hen haben, der einen neu­en aggres­si­ve­ren Kurs gegen den Iran fährt. Wir sehen sogar, wie Netan­ja­hu die ira­ni­sche Bevöl­ke­rung direkt wegen der Was­ser­kri­se im Land anspricht. Ande­re The­men, mit denen sich Netan­ja­hu in sei­nen Reden an das ira­ni­sche Volk rich­tet, sind Fuß­ball und natür­lich Poli­tik.

Wie gehen die USA Ihrer Mei­nung nach im Iran kon­kret vor ?

Die USA und ihre Ver­bün­de­ten pla­nen, die Flam­men der öffent­li­chen Unzu­frie­den­heit im Iran zu schü­ren. Dabei geht es ins­be­son­de­re dar­um, wei­te­re Pro­tes­te, Unru­hen und Streiks zu ent­fa­chen. Das soll dabei hel­fen, die Regie­rung im Iran zu unter­gra­ben. Die Ernen­nung des ehe­ma­li­gen CIA-Chefs Mike Pom­peo zum Außen­mi­nis­ter und der ehe­ma­li­gen CIA-Ope­ra­ti­ons­of­fi­zie­rin Gina Has­pel zur Lei­te­rin der Spio­na­ge­be­hör­de deu­ten dar­auf hin, dass die USA ver­su­chen, das ira­ni­sche Esta­blish­ment nun mit Nach­druck zu stür­zen.

Ihre Stra­te­gie ist noch nicht in eine har­te Pha­se ein­ge­tre­ten, aber auf lan­ge Sicht könn­te man erwar­ten, dass sie ver­su­chen, die Span­nun­gen noch radi­ka­ler zu schü­ren, bis sie eska­lie­ren. Das könn­ten sie umset­zen, indem sie Unru­hen durch die Unter­stüt­zung sepa­ra­tis­ti­scher Grup­pen, bewaff­ne­te Unru­hen bei­spiels­wei­se unter Kur­den und ara­bi­schen Min­der­hei­ten, sowie die Sabo­ta­ge von Indus­trie­an­la­gen ansta­cheln. Bei den jüngs­ten Unru­hen und Unru­hen im Süden des Iran haben wir gese­hen, dass bewaff­ne­te Men­schen auf Poli­zei und Sicher­heits­kräf­te geschos­sen haben.

Gleich­zei­tig nut­zen sie visu­el­le und sozia­le Medi­en, um zu wei­te­ren Pro­tes­ten und Unru­hen auf­zu­ru­fen. Dies ist nicht bei­spiel­los, und der Iran erleb­te ähn­li­che Vor­fäl­le nach der Isla­mi­schen Revo­lu­ti­on von 1979. Selbst in den letz­ten Jah­ren war die israe­li­sche Spio­na­ge­be­hör­de Mos­sad an der Ermor­dung ira­ni­scher Atom­wis­sen­schaft­ler betei­ligt.

Damit ist der Iran aber bis­her gut klar­ge­kom­men. Wo sehen Sie heu­te die größ­te Her­aus­for­de­rung ?

Wenn die­se Situa­ti­on anhält, besteht eine hohe Wahr­schein­lich­keit, dass sie radi­ka­le Ele­men­te in der Regie­rung stärkt. Dies könn­te alle demo­kra­ti­schen Errun­gen­schaf­ten gefähr­den, die der Mit­tel­stand nach der Revo­lu­ti­on zu errei­chen ver­such­te.

Unter sol­chen Umstän­den könn­ten radi­ka­le Ele­men­te im Staat auf eine ande­re Stra­te­gie set­zen, um die Auf­merk­sam­keit von den Pro­ble­men zu Hau­se abzu­len­ken, indem sie anders­wo Pro­ble­me ver­ur­sa­chen. Das ist genau das, was Sau­di-Ara­bi­en im Jemen tut. Es begann einen Krieg, um die Auf­merk­sam­keit der Welt von Sau­di-Ara­bi­ens innen­po­li­ti­schen Pro­ble­men abzu­len­ken.

RT Deutsch


Rakka : Befreit durch totale Zerstörung (Video)


Neun­zig Pro­zent der Gebäu­de wur­den zer­stört. Unter den Trüm­mern lie­gen noch immer die unzäh­li­gen Lei­chen sowohl von Kämp­fern als auch von Zivi­lis­ten. Auch Minen sind ein gro­ßes Pro­blem. Bei der Bom­bar­die­rung wur­den Kos­ten nicht gescheut, beim Wie­der­auf­bau hin­ge­gen fehlt es an Unter­stüt­zung.

RT Deutsch


Facebook Hatespeech-Test filtert übereifrig : US-Unabhängigkeitserklärung fällt am 4. Juli durch


Die texa­ni­sche Lokal­zei­tung “Liber­ty Coun­ty Vin­di­ca­tor” ver­öf­fent­lich­te das US-Grün­dungs­do­ku­ment häpp­chen­wei­se auf ihrer Face­book-Sei­te. Die Pas­sa­ge über “gna­den­lo­se, wil­de India­ner”, die in einem die­ser Zita­te zu fin­den ist, behag­te nicht dem Zen­sor-Bot des sozia­len Netz­werks und wur­de durch die­sen prompt ent­fernt. Nach kur­zer Zeit stell­te Face­book den Ein­trag wie­der her und ent­schul­dig­te sich für den Feh­ler schrift­lich : “Ent­schul­di­gung für den Feh­ler. Einen fröh­li­chen 4. Juli!”
Der Vor­fall zog Kri­tik auf die Hass­re­de-Zen­sier­au­to­ma­tik, die es nicht schaf­fe, Hass­ti­ra­den und Zita­te aus his­to­ri­schen Doku­men­ten aus­ein­an­der zu hal­ten.

Mehr zum The­ma — Face­book rühmt sich gro­ßer Säu­be­rung : 10.000 “schlech­te Akteu­re” von der Platt­form ver­bannt

RT Deutsch


Spanische Seenotretter nehmen Migranten trotz Schiffsblockade durch Italien an Bord


Das Schiff sei in liby­schen Gewäs­sern, der nächs­te Hafen sei Mal­ta, und es fah­re unter spa­ni­scher Flag­ge, argu­men­tier­te der ita­lie­ni­sche Poli­ti­ker. “Stopp der Men­schen­schmug­gel-Mafia : Je weni­ger Men­schen able­gen, des­to weni­ger ster­ben”, twit­ter­te Matteo Sal­vi­ni.

Ita­li­en hat­te sei­ne Häfen für pri­va­te Ret­tungs­schif­fe bereits dicht gemacht. Die Schif­fe “Aqua­ri­us” von SOS Médi­ter­ra­née und “Life­li­ne” von der Dresd­ner Orga­ni­sa­ti­on Mis­si­on Life­li­ne durf­ten nicht mehr dort anle­gen und muss­ten des­halb mit Hun­der­ten Migran­ten tage­lang auf dem Meer aus­har­ren. Die “Aqua­ri­us” durf­te schließ­lich nach Spa­ni­en, die “Life­li­ne” nach Mal­ta.

Aber auch Mal­ta geht eine har­te Gang­art gegen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und ver­wei­ger­te bereits Schif­fen die Ein­fahrt für einen Ver­sor­gungs­stopp. Trotz aller Blo­cka­den set­zen sich wei­ter Migran­ten in die nicht hoch­see­taug­li­chen Gum­mi­boo­te in Rich­tung Euro­pa. Erst am Frei­tag sind ver­mut­lich rund 100 Men­schen ums Leben gekom­men. Die liby­sche Küs­ten­wa­che brach­te auch drei tote Kin­der an Land.

Mehr zum The­ma - Gemisch­te Reak­tio­nen auf EU-Gip­fel-Beschlüs­se : Von “Bruch des Völ­ker­rechts” bis “halb­gar”

RT Deutsch


It’s raining men : Frau flieht vor Polizei durch Lüftungssystem und fällt durch Dach


Der Mann wur­de nach erbit­ter­tem Wider­stand fest­ge­nom­men, die Frau jedoch schaff­te es, im Durch­ein­an­der für eine kur­ze Zeit zu ver­schwin­den. Plötz­lich leg­te sie einen spek­ta­ku­lä­ren Auf­tritt hin – und fiel vom Dach auf eines der Shop­ping-Rega­le. Anschei­nend hat­te sie ver­sucht, durch das Lüf­tungs­sys­tem zu flie­hen, in das sie durch das Hin­ter­zim­mer des Ladens gelang­te. Die bei­den wur­den dann in Gewahr­sam genom­men.

Mehr zum The­ma — Ver­füh­rung war zu groß : Dieb sägt Baum ab, um teu­res Fahr­rad zu steh­len

RT Deutsch


Neue Umweltsünden auf Okinawa durch US-Truppen : Trinkwasser verseucht


Inge­samt 21.000 Liter einer toxi­schen Sub­stanz sol­len es gewe­sen sein, die inner­halb der ver­gan­ge­nen 15 Jah­re auf dem Luft­waf­fen­stütz­punkt Kade­na zum Löschen von Brän­den zum Ein­satz kamen und anschlie­ßend in die Umwelt und die Nah­rungs­ket­te gelang­ten. Dies macht ein Doku­ment der USA im Rah­men des “Free­dom of Infor­ma­ti­on Act” offen­kun­dig.

Die Kade­na Air Base gilt als größ­ter US-Luft­waf­fen­stütz­punkt im Pazi­fik. Im letz­ten Monat stell­ten die Behör­den Oki­na­was hohe Vor­kom­men von Per­flurooc­ta­ne­sul­fo­na­te (PFOS) in den Gewäs­sern nahe des Kade­na-Stütz­punkts fest. Die Gegend speist sie­ben Kom­mu­nen mit Trink­was­ser, dar­un­ter auch die Haupt­stadt Naha. Theo­re­tisch haben die japa­ni­schen Behör­den seit Ende 2017 das Recht, die Stütz­punk­te zu besu­chen, um nach den Ursa­chen der Kon­ta­mi­na­tio­nen zu for­schen. Jetzt könn­te das Abkom­men zwi­schen den USA und Japan zum ers­ten Mal zum Ein­satz kom­men.

Nicht gemel­de­te Zwi­schen­fäl­le bei japa­ni­schen Behör­den

Im letz­ten Mai akti­vier­te ein US-Mari­ne­sol­dat das Sys­tem zur Feu­er­be­kämp­fung. Ein Han­gar wur­de dar­auf­hin mit 1.500 Litern eines Schaums vom Typ JET-X 2,75 Pro­zent gefüllt. Die Sub­stanz gilt als hoch­gif­tig und krebs­aus­lö­send. Abge­las­sen wur­den die Che­mi­ka­li­en ins Meer und die nahe­ge­le­ge­nen Gewäs­ser. Den japa­ni­schen Behör­den wur­de die­ser Zwi­schen­fall nicht gemel­det.

Im Jahr 2001 flos­sen von Kade­na aus inner­halb von drei Tagen 17.000 che­mi­sche Lösch­mit­tel in die Natur. Als Grund wur­den elek­tro­ni­sche und mecha­ni­sche Fehl­funk­tio­nen ange­ge­ben. Zwi­schen 2012 und 2014 waren es 3.400 Liter. Auch hier wur­den die Lecks nach Anga­ben der US-Sei­te durch tech­ni­sche Feh­ler aus­ge­löst. 

Für die ame­ri­ka­ni­sche Umwelt­schutz­agen­tur (EPA) gilt PFOS als eine Che­mi­ka­lie, die sich bei ora­ler Ein­nah­me leicht im Blut, in den Nie­ren und in der Leber anrei­chert. Die Halb­werts­zeit liegt bei cir­ca neun Jah­ren. Mög­li­che Fol­gen sind Fort­pflan­zungs- und Ent­wick­lungs­pro­ble­me und ein erhöh­tes Krebs­ri­si­ko. Im Trink­was­ser soll­ten die PFOS-Bestän­de nicht höher als 200 ng/L lie­gen. Eine Höchst­gren­ze für Japan hat die japa­ni­sche Regie­rung bis­lang nicht fest­ge­legt.

Im Fluss Daku­ja­ku unweit von Kade­na maßen japa­ni­sche Behör­den zu Beginn des Jah­res 1.320 ng/L an PFOS-Vor­kom­men. In ande­ren Gegen­den fern der Basis waren es nie mehr als 22 ng/L. Die ame­ri­ka­ni­schen Behör­den kom­men­tier­ten das bis­lang nicht. Die Ame­ri­ka­ner müs­sen die japa­ni­sche Sei­te nur dann infor­mie­ren, wenn ihrer Mei­nung nach ein “signi­fi­kan­tes Leck” vor­liegt. 

Die Ein­woh­ner Oki­na­was pro­tes­tie­ren seit lan­gem gegen die Prä­senz des US-Mili­tärs. Sie sehen durch die frem­den Sol­da­ten die Har­mo­nie auf der Insel­grup­pe gestört. Die Regie­rung im fer­nen Tokio ist ihren Wün­schen bis­lang jedoch nicht nach­ge­kom­men.

RT Deutsch


Mann steuert Kleinbus über Fußweg und durch Zaun in Wohnzimmer und greift Frau an


Ob der Angrei­fer die Bewoh­ner kann­te, war zunächst unklar. Die­se hat­ten sich zum Zeit­punkt des Angriffs nicht im Wohn­zim­mer auf­ge­hal­ten. Neben dem Klein­bus wur­den auch Möbel und die Ter­ras­se erheb­lich beschä­digt. Die Poli­zei nahm den eben­falls leicht ver­letz­ten Fah­rer vor­läu­fig fest. Er mach­te zunächst kei­ne Anga­ben zum Motiv sei­ner Tat. (dpa)

Mehr zum The­ma — Mann kommt in Lokal mit Fami­lie, ver­lässt sie und rast absicht­lich in Café : 2 Fami­li­en­mit­glie­der tot

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Drohnenstadt Hamburg : Mit Paketen und Personen durch die Luft


Die Stadt Ham­burg will Lösun­gen für die Ver­wen­dung von Droh­nen im städ­ti­schen Raum lie­fern. Nach Genf ist die Han­se­stadt die zwei­te Stadt, die sich an der „Urban Air Mobi­li­ty Initia­ti­ve“ betei­ligt. Bevor die Droh­nen an den Start gehen kön­nen, gibt es aber noch aller­hand zu klä­ren.
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