Rodrigo Duterte deutet frühere Homosexualität an : “Ich habe mich aber auskuriert”


Bei einem Auf­tritt am Ran­de sei­nes offi­zi­el­len Besuchs in Japan hat sich der phil­ip­pi­ni­sche Staats­chef Rodri­go Duter­te am Don­ners­tag über sei­nen Riva­len Sena­tor Anto­nio Tril­la­nes lus­tig gemacht. Dem­nach hät­ten eini­ge Homo­se­xu­el­le dem Prä­si­den­ten gesagt, dass der oppo­si­tio­nel­le Poli­ti­ker schwul sei. Das lie­ße sich näm­lich anhand sei­ner Kör­per­be­we­gun­gen able­sen.

Kein Wun­der. Es ist gut so, dass Tril­la­nes und ich ein­an­der ähn­lich sind. Ich habe mich aber aus­ku­riert”, “oute­te” sich Rodri­go Duter­te über­ra­schend.

Gleich danach prä­zi­sier­te der Poli­ti­ker sei­ne Wor­te und berich­te­te, wie er zu sei­ner Männ­lich­keit zurück­ge­fun­den habe.

Als ich ein Ver­hält­nis mit Zim­mer­man begann, sag­te ich mir : ‘Das ist es’. Ich wur­de wie­der ein Mann”, sag­te der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent.

Rodri­go Duter­te ist bekannt für sei­ne wider­sprüch­li­chen Kom­men­ta­re. So hat er im Dezem­ber 2017 im Scherz behaup­tet, dass er dar­über nach­ge­dacht habe, bise­xu­ell zu wer­den, um “auf zwei­er­lei Wei­se Spaß zu haben”. Dazu sei es aber nicht gekom­men.

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Duterte an sein Militär : Wenn ihr unzufrieden mit der Regierung seid, dann putscht sie weg


Lasst alle Poli­ti­ker fal­len, auch mich. Ich kann immer zum Schwim­men nach Hau­se, nach Davao gehen”, sag­te Duter­te am Don­ners­tag wäh­rend der Ver­ei­di­gung neu ernann­ter Regie­rungs­be­am­ter in Mala­canang. Er for­der­te das Mili­tär erneut auf, nicht zu zögern, ihn von der Macht zu drän­gen, soll­ten sie an sei­nen Füh­rungs­qua­li­tä­ten zwei­feln.

Das Haupt­pro­blem bei Meu­te­rei­en ist laut Duter­te, dass Mili­tär­put­sche in der Regel nur zur Ernen­nung erfah­re­ner Oppo­si­tio­nel­ler auf den ers­ten Sit­zen füh­ren. Anstatt also Zeit und Mühe zu “ver­schwen­den”, schlug der Prä­si­dent vor, soll­ten die poten­zi­el­len mili­tä­ri­schen Put­schis­ten etwa ein Dut­zend “klu­ge jun­ge Füh­rer” aus­wäh­len und die “Bes­ten” zur Füh­rung der Phil­ip­pi­nen ein­set­zen.

Wenn Du ver­sagst, wer­den wir Dich töten. Wenn Du Dich gut anstellst, wer­den wir Dein Gehalt jähr­lich erhö­hen.

Die jun­gen Nach­wuchs­kräf­te soll­ten ein gutes Gehalt erhal­ten und für ihre Bemü­hun­gen belohnt wer­den, müs­sen sich aber bewusst sein, dass sie nicht lan­ge leben wer­den, wenn sie ihre neu gewon­ne­ne Macht miss­brau­chen. Davon ist Duter­te über­zeugt.

Es war nicht das ers­te Mal, dass der Prä­si­dent es wag­te, die poli­ti­sche Zukunft auf den Phil­ip­pi­nen durch das Mili­tär bestim­men zu las­sen. Ähn­li­che Bemer­kun­gen mach­te er erst im Sep­tem­ber letz­ten Jah­res.

Das süd­ost­asia­ti­sche Land im West­pa­zi­fik erleb­te mehr als ein Dut­zend Putsch­ver­su­che seit dem Sturz von Prä­si­dent Fer­di­nand Mar­cos 1986, der eini­ge Zeit unter Kriegs­recht als Dik­ta­tor regier­te. Die jüngs­ten Macht­er­grei­fungs­ver­su­che wur­den wäh­rend der Prä­si­dent­schaft von Glo­ria Maca­pa­gal Arro­yo vor mehr als einem Jahr­zehnt geplant.

Gegen­wär­tig ist Sena­tor Anto­nio Tril­la­nes, ein ehe­ma­li­ger Offi­zier der Mari­ne, die wich­tigs­te Oppo­si­ti­ons­fi­gur des Lan­des. Duter­tes Regie­rung glaubt, dass er an den geschei­ter­ten Putsch­ver­su­chen wäh­rend der Meu­te­rei von Oak­wood im Jahr 2003 und der Hotel­be­la­ge­rung auf der Halb­in­sel Mani­la von 2007 betei­ligt war. Vom ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Benigno Aqui­no III. wur­de Tril­la­nes für sein Fehl­ver­hal­ten begna­digt, was Duter­te nun anficht.

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Die meisten von ihnen sind schwul”: Duterte fordert Liebhaber für “nutzlose” katholische Priester


Die Bemer­kun­gen kamen, nach­dem der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent Rodri­go Duter­te bereits im ver­gan­ge­nen Monat Bischö­fe in sei­nem Land als “nutz­lo­se Nar­ren” ange­grif­fen und sein Volk auf­ge­for­dert hat­te, die­se zu “töten”.

In sei­nem jüngs­ten Angriff auf katho­li­sche Pries­ter fakel­te der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent Rodri­go Duter­te nicht lan­ge, bevor er die reli­giö­sen Füh­rer anging, die er der Homo­se­xua­li­tät beschul­dig­te.

Ich kann sagen, dass Bischö­fe Huren­söh­ne sind, ver­dammt. Das ist wahr. Die meis­ten von ihnen sind schwul. Sie soll­ten offen damit her­aus­kom­men, den Zöli­bat auf­he­ben und ihnen erlau­ben, Freun­de zu haben”, sag­te Duter­te am Frei­tag bei einer Grund­stein­le­gung für eine Schu­le in der Nähe der Haupt­stadt Mani­la.

Duter­te erklär­te frü­her, dass er von einem Pries­ter sexu­ell miss­braucht wur­de, als er noch ein Jun­ge war.

Sei­ne Bemer­kun­gen am Frei­tag folg­ten einer Rede im Prä­si­den­ten­pa­last im Dezem­ber, in der er sei­ne Lands­leu­te auf­for­der­te, katho­li­sche Bischö­fe sei­nes Lan­des zu töten, die sei­ner Mei­nung nach kaum mehr als “unnüt­ze Nar­ren” sei­en.

Katho­li­sche Bischö­fe und Kir­chen­ak­ti­vis­ten sei­ne ärgs­ten poli­ti­schen Kri­ti­ker

Er bezeich­ne­te die katho­li­sche Kir­che auch als “die heuch­le­rischs­te Insti­tu­ti­on” und argu­men­tier­te, dass sein Gott anders sei als der­je­ni­ge, an den die Katho­li­ken glaub­ten.

Als getauf­ter Katho­lik hat Duter­te wie­der­holt gegen den Vati­kan geschos­sen. Katho­li­sche Bischö­fe und Kir­chen­ak­ti­vis­ten wie­der­um gehö­ren zu sei­nen ärgs­ten poli­ti­schen Kri­ti­kern. Unter ande­rem kri­ti­sier­ten sie sei­ne blu­ti­ge Nie­der­schla­gung des Dro­gen­han­dels.

Beim zwei­ten Late­r­an­kon­zil 1139 beschloss der Hei­li­ge Stuhl eine Poli­tik des kle­ri­ka­len Zöli­bats. Duter­te ist ein offe­ner Unter­stüt­zer gleich­ge­schlecht­li­cher Bün­de, der sogar aner­kannt hat, dass er mit der Idee spielt, ein Bise­xu­el­ler zu wer­den. Er hat die Kir­che wie­der­holt auf­ge­for­dert, das jahr­hun­der­te­al­te kano­ni­sche Gesetz abzu­schaf­fen, und behaup­tet, dass es ledig­lich homo­se­xu­el­le Ten­den­zen unter Geist­li­chen för­dert.

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Duterte : “Das gibt einen Preis von mir” – Kopfgeld und Urlaubsreise für Tötung korrupter Polizisten


Ges­tern Abend wur­de ein Poli­zei­oberst getö­tet — ein soge­nann­ter ‘Nin­ja’ ”, erklär­te Duter­te am Diens­tag auf einem Gip­fel über ille­ga­le Dro­gen, wie von ABS-CBN News zitiert. “Ich wer­de jeden Poli­zis­ten beloh­nen, der einen Vor­ge­setz­ten tötet, weil die­ser im Dro­gen­han­del steckt. Das gibt einen Preis von mir – und eine Rei­se nach Hong­kong.”

Am Mon­tag­abend wur­de auf der phil­ip­pi­ni­schen Insel Mind­anao der Ober­in­ten­dant San­tia­go Rapiz bei einer Dro­gen­raz­zia mit Schie­ße­rei in Dipo­log City getö­tet. Rapiz soll gegen die Ver­haf­tung Wider­stand geleis­tet haben. Zuvor wur­de er der Ver­bin­dung zum mut­maß­li­chen Dro­gen­ba­ron Mel­vin “Dra­gon” Odic­ta beschul­digt, der selbst im August 2016 getö­tet wur­de, berich­tet das phil­ip­pi­ni­sche Blatt Inqui­rer.

Duter­te hat­te schon zuvor ein Kopf­geld von umge­rech­net 49.000 Euro für die Tötung soge­nann­ter “Nin­ja-Cops” aus­ge­setzt – die­se “recy­celn” die Dro­gen, die bei Poli­zei­raz­zi­en beschlag­nahmt wur­den, und ver­kau­fen die­se wei­ter.

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Duterte : Erwerb von F-16-Kampfflugzeugen der USA “absolut sinnlos”


Der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent Rodri­go Duter­te schlägt das Ange­bot zum Kauf von F-16-Kampf­flug­zeu­gen aus den USA aus. Zuvor war ein Waf­fen­ge­schäft über 23.000 Geweh­re von Sei­ten der Ame­ri­ka­ner abge­sagt wor­den. Als Grund wur­de die Kri­tik an Duter­tes Dro­gen­krieg genannt. Der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent for­dert von den USA nach wie vor die Rück­füh­rung drei­er phil­ip­pi­ni­scher Kir­chen­glo­cken “Balan­gi­ga bells”, wel­che die US-Ame­ri­ka­ner vor lan­ger Zeit beschlag­nahm­ten und aus dem Land schaff­ten. Vor­her müs­se man über “gar nichts dis­ku­tie­ren”. 

Die Balan­gi­ga-Glo­cken wur­de im Jahr 1901 von der US-Armee aus dem Balan­gi­ga Dorf als Kriegs­tro­phä­en ent­wen­det, so die Sicht der Phil­ip­pi­nen. Die USA ver­tre­ten bis heu­te den Stand­punkt, dass die Glo­cken ein Geschenk der Dorf­be­woh­ner an sie gewe­sen sei­en. Eine der Glo­cken befin­det sich auf einem US-Stütz­punkt in Süd­ko­rea, zwei ande­re auf Mili­tär­stütz­punk­ten in Che­yenne und Wyo­ming. Am 28. Sep­tem­ber 1901 ereig­ne­te sich in Balan­gi­ga ein Mas­sa­ker. Eine Grup­pe von Phil­ip­pi­nern grif­fen die US-Sol­da­ten an. Als Ver­gel­tung für die rund 48 Todes­op­fer ord­ne­te der US-Gene­ral Jacob H. Smith an, alle männ­li­chen Phil­ip­pi­ner über 10 Jah­ren erschie­ßen zu las­sen. Die drei Glo­cken ent­stamm­ten der nie­der­ge­brann­ten katho­li­schen Kir­che. Die Ankla­gen gegen den Gene­ral wur­den fal­len­ge­las­sen, und Smith avan­cier­te gar zum Kriegs­held. 

Im phil­ip­pi­ni­schen Fern­se­hen ver­las Rodri­go Duter­te den Brief von drei US-Kabi­netts­mit­glie­dern. Dar­in geht es um die Moder­ni­sie­rung des phil­ip­pi­ni­schen Mili­tärs, für wel­ches die US-Ame­ri­ka­ner ihre Unter­stüt­zung zusa­gen : 

Wir hof­fen, dass wir uns bei ande­ren bedeu­ten­den Rüs­tungs­be­schaf­fun­gen zu unse­rem bei­der­sei­ti­gen Nut­zen unter­stüt­zen, unter ande­rem durch die Lock­heed Mar­tin F-16-Mehr­zweck­kampf­flug­zeu­ge und Angriffs­he­li­ko­pter wie auch ande­re US-Sys­te­me.

Duter­te aber erklär­te, dass die Phil­ip­pi­nen die F-16-Maschi­nen nicht gebrau­chen könn­ten. Sar­kas­tisch merk­te er zu deren Nütz­lich­keit an :

(…) und doch bau­mel­ten sie vor uns, nach­dem sie uns gede­mü­tigt haben. Es wäre aber auch abso­lut nutz­los, die­se zu erwer­ben. Ich brau­che Angriffs­hub­schrau­ber und klei­ne Flug­zeu­ge für die Auf­stands­be­kämp­fung. 

Aus Kana­da woll­te Duter­te 412 EPI-Heli­ko­pter im Wert von 235 Mil­lio­nen Dol­lar erwer­ben. Als die kana­di­sche Regie­rung ankün­dig­te, den Ver­kauf zunächst prü­fen zu wol­len, ent­schied sich Duter­te gegen das Geschäft, noch bevor die Kana­di­er ihm eine Absa­ge ertei­len konn­ten. Vom Kauf rus­si­scher U-Boo­te (und ande­rer Waf­fen) ver­such­ten die USA den Phil­ip­pi­nen abzu­ra­ten, denn dies wür­de die Bezie­hun­gen mit den USA gefähr­den. 

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Ich lasse euch umbringen!“ Duterte teilt korrupten Polizisten Schelte vor TV-Kameras aus


Ich will vor den gan­zen Phil­ip­pi­nen ehr­lich sein. Wenn ihr so wei­ter­macht, ihr H***söhne, brin­ge ich euch um. Dar­auf könnt ihr euch ver­las­sen. Ich habe nichts ande­res mit euch Clowns zu tun”, sag­te Duter­te den Poli­zis­ten, die des Raubs, der Erpres­sung, Ent­füh­rung, Ver­ge­wal­ti­gung und ande­rer Ver­bre­chen ver­däch­tigt wer­den.

Gegen Dro­gen und Kor­rup­ti­on hat­te der Prä­si­dent eine ganz beson­ders kla­re Bot­schaft : “Für die­je­ni­gen von euch, die mit Dro­gen­syn­di­ka­ten oder Kor­rup­ti­on zu tun haben, habe ich eine Spe­zi­al­ein­heit, die euch für den Rest eures Lebens über­wa­chen wird. Und wenn ihr auch nur einen Fehl­tritt mehr macht, las­se ich euch töten”, droh­te Duter­te und wen­de­te sich geson­dert an die Fami­li­en der ange­spro­che­nen Poli­zis­ten : “Wenn die­se H***söhne ster­ben müs­sen, kom­men Sie nicht zu uns von wegen ‚Men­schen­rech­te‘, ‚ordent­li­ches Ver­fah­ren‘. Denn ich habe sie jetzt schon gewarnt”, schloss er ab.

Er ver­sprach aller­dings auch, jeden Ein­zel­fall zu prü­fen.

Wäh­rend Duter­tes Prä­si­dent­schaft wur­den über 1.800 von 6.401 Poli­zis­ten, gegen die inter­ne Ermitt­lun­gen lau­fen, ent­las­sen und etwa 3.600 wei­te­re vom Dienst sus­pen­diert, ver­kün­de­te die phil­ip­pi­ni­sche Natio­nal­po­li­zei (PNP) letz­te Woche. Unter den Ent­las­se­nen waren 261 Poli­zis­ten, deren Dro­gen­tests posi­tiv aus­fie­len.

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Duterte : Chinesische Militärstützpunkte ok, stellen nur Gefahr für US-Präsenz in der Region dar


Die Zuge­hö­rig­keit der Gewäs­ser des Süd­chi­ne­si­schen Mee­res sind seit lan­gem ein Streit­punkt zwi­schen den regio­na­len Akteu­ren Chi­na, Tai­wan, Viet­nam, Phil­ip­pi­nen, Indo­ne­si­en, Malay­sia und Bru­nei. Peking erhebt Anspruch auf fast das gesam­te roh­stoff­rei­che Gebiet, durch das jedes Jahr ein geschätz­tes Han­dels­vo­lu­men von fünf Bil­lio­nen US-Dol­lar fließt. Berich­ten zufol­ge hat Chi­na sei­nen Bau von Mili­tär­stütz­punk­ten auf künst­li­chen Inseln rund um die Sprat­ly- und Paracel-Inseln ver­stärkt, um sei­ne natio­na­len Inter­es­sen in die­sem Gebiet zu schüt­zen. Die Beherr­schung des Archi­pels, zu dem etwa 130 klei­ne Koral­len­in­seln und Rif­fe gehö­ren, ist der Schlüs­sel zu Pekings Domi­nanz im Süd­chi­ne­si­schen Meer.

USA fürchten um freie Durchfahrt von Handelsschiffen

Die Füh­rung der Phil­ip­pi­nen ist der Ansicht, dass die chi­ne­si­schen Mili­tär­ba­sen nicht dazu bestimmt sei­en, die Staa­ten der Regi­on zu bedro­hen, son­dern um die USA aus der Regi­on zu ver­trei­ben. Obwohl Washing­ton kei­ne ter­ri­to­ria­len Ansprü­che in die­sem Gebiet hat, beto­nen die USA stets die Not­wen­dig­keit der frei­en Schiff­fahrt dort und stel­len sich Chi­nas Ansprü­chen ent­ge­gen. Im Süd­chi­ne­si­schen Meer gab es bereits häu­fig Patt-Situa­tio­nen zwi­schen den US-ame­ri­ka­ni­schen und den chi­ne­si­schen Mili­tärs.

Der phil­ip­pi­ni­sche Prä­si­dent Rodri­go Duter­te sag­te gegen­über chi­ne­sisch-phil­ip­pi­ni­schen Geschäfts­leu­ten bei einem Tref­fen in Mani­la, an dem auch der chi­ne­si­sche Bot­schaf­ter auf den Phil­ip­pi­nen, Zhao Jian­hua, teil­nahm :

Chi­na baut Struk­tu­ren und Mili­tär­stütz­punk­te. Ich muss es zuge­ben. Aber ist es gegen uns gerich­tet ? Sie müs­sen scher­zen. Es ist nicht gegen uns gerich­tet. Der Wett­streit der ideo­lo­gi­schen Mäch­te der Welt und die Geo­po­li­tik haben sich stark ver­än­dert. Es ist wirk­lich gegen die­je­ni­gen gerich­tet, von denen die Chi­ne­sen glau­ben, dass sie sie ver­nich­ten könn­ten, und das ist Ame­ri­ka.

Duter­te beton­te, dass Mani­la mit Peking einen “diplo­ma­ti­schen” Kurs über Ter­ri­to­ri­al­strei­tig­kei­ten ver­fol­gen und jeg­li­che mili­tä­ri­sche Pro­vo­ka­ti­on in der Regi­on ver­mei­den wer­de. Im Juli 2016 ent­schie­den Rich­ter in Den Haag, dass Chi­na dem Öko­sys­tem der Sprat­ly-Inseln irrever­si­blen Scha­den zuge­fügt und die Sou­ve­rä­ni­täts­rech­te der Phil­ip­pi­nen ver­letzt habe.

China erkennt Urteil des Haager Schiedsgerichts nicht an

Ein Tri­bu­nal in Den Haag erklär­te in sei­nem Urteil, dass es kei­ne Rechts­grund­la­ge für Chi­na gebe, “his­to­ri­sche Rech­te auf Res­sour­cen inner­halb der See­ge­bie­te, die unter die so genann­te Neun-Punk­te-Linie fal­len, zu bean­spru­chen”, und bezog sich dabei auf eine Demar­ka­ti­ons­li­nie auf einer See­kar­te aus dem Jahr 1947. Peking hat das Urteil jedoch igno­riert und behaup­tet, dass sei­ne Inseln mit aus­schließ­li­chen Wirt­schafts­zo­nen aus­ge­stat­tet sind, in denen die Chi­ne­sen seit 2.000 Jah­ren aktiv sei­en.

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Wir kön­nen nicht dort­hin fah­ren mit unse­ren [Schif­fen], was auch immer, der Mari­ne, den grau­en Schif­fen, der Küs­ten­wa­che und anfan­gen, mit den Geweh­ren rum­zu­fuch­teln. Das kön­nen wir heu­te nicht tun. Es ist unrea­lis­tisch. Es kann nicht real sein”, so Duter­te.

Wei­ter sagt er :

War­um soll­te ich dann dort­hin gehen und mei­ne Mari­ne, mei­ne Sol­da­ten, mei­ne Poli­zei und alles mit­neh­men, um dort abge­schlach­tet zu wer­den ?

Ich wer­de das Leben der Fili­pi­nos nicht unnö­tig gefähr­den und sie zum Ster­ben schi­cken. Ich wer­de nicht in eine Schlacht zie­hen, die ich nie gewin­nen kann. Das kön­nen wir heu­te nicht tun. Es ist unrea­lis­tisch.

Er signa­li­sier­te, dass er bereit ist, sich Chi­na in die­ser Fra­ge anzu­nä­hern.

Dann halt meinetwegen auch Provinz”

Duter­te scherz­te sogar dar­über, die Phil­ip­pi­nen zu einer Pro­vinz Chi­nas zu machen, indem er die Schrit­te Chi­nas her­un­ter­spiel­te, meh­re­ren Unter­was­ser-Orten im pazi­fi­schen Raum, die zu den Phil­ip­pi­nen gehö­ren, chi­ne­si­sche Namen zuzu­ord­nen.

Wenn Sie wol­len, kön­nen Sie uns zu einer Pro­vinz machen, wie Fuji­an – der Pro­vinz der Phil­ip­pi­nen der Volks­re­pu­blik Chi­na”, soll Duter­te laut Chan­nel News Asia gesagt haben.

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Peking hilft Duterte beim Wiederaufbau : China und Philippinen unterzeichnen 14 Kooperationsabkommen


Preview Am 15. Novem­ber 2017 haben Chi­na und die Phil­ip­pi­nen 14 Koope­ra­ti­ons­ab­kom­men unter­zeich­net. Dabei ver­pflich­te­ten die Staats- und Regie­rungs­chefs bei­der Län­der sich, die “posi­ti­ve Dyna­mik” in den bila­te­ra­len Bezie­hun­gen zu ver­stär­ken, berich­tet das chi­ne­si­sche Por­tal Chi­na Plus.
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