Eine Tote und mehrere Verletzte bei Explosion auf Dorffest in NRW


Mit einer rie­si­gen Stich­flam­me war am Sonn­tag in Freu­den­berg-Alchen aus noch unkla­rer Ursa­che eine gas­be­trie­be­ne über­gro­ße Brat­kar­tof­fel-Pfan­ne unter einem über­dach­ten Grill­stand explo­diert. Das Feu­er, das wegen der Über­da­chung nicht nach oben habe aus­wei­chen kön­nen, habe sich seit­wärts bewegt und Umste­hen­de ver­letzt. Fünf Men­schen erlit­ten schwe­re Brand­ver­let­zun­gen, einer einen Herz­in­farkt. Ret­tungs­hub­schrau­ber brach­ten die Ver­letz­ten in Spe­zi­al­kli­ni­ken.

Poli­zei und Staats­an­walt­schaft haben die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Ein Sach­ver­stän­di­ger, der am Mon­tag den Unglücks­ort unter­such­te, konn­te die Ursa­che für die Explo­si­on zunächst nicht zwei­fels­frei fest­stel­len. Die Pfan­ne sei daher sicher­ge­stellt wor­den und müs­se nun von Spe­zia­lis­ten genau­er unter­sucht wer­den, sag­te der Poli­zei­spre­cher. Dies kön­ne meh­re­re Tage dau­ern.

Wir müs­sen nun prü­fen, ob ein tech­ni­scher Defekt oder ein Bedien­feh­ler vor­liegt”, sag­te er wei­ter. Dass sich Brat­fett explo­si­ons­ar­tig ent­zün­det habe, schloss die Poli­zei am Mon­tag aus. “Das waren ganz nor­ma­le Brat­kar­tof­feln in einer klei­nen Men­ge Fett, da wur­de nicht frit­tiert”, sag­te der Poli­zei­spre­cher. Eben­so sei­en kei­ne Gas­fla­schen explo­diert.

Der lau­te Knall der Ver­puf­fung war laut Feu­er­wehr bis in die angren­zen­den Ort­schaf­ten zu hören. Augen­zeu­gen und Gäs­te des ehren­amt­lich orga­ni­sier­ten Fes­tes in der klei­nen Ort­schaft zeig­ten sich tief betrof­fen. Zwi­schen 100 und 150 Men­schen waren laut Poli­zei zum Zeit­punkt des Unglücks vor Ort. 

Ein Augen­zeu­ge berich­te­te der Zei­tung West­fa­len­post von einem Feu­er­ball und Men­schen, die bren­nend aus dem Unter­stand gelau­fen sei­en. Not­fall­seel­sor­ger waren im Ein­satz, die Poli­zei sprach von einer “furcht­ba­ren Tra­gö­die”.

Beim soge­nann­ten Backes­fest wird tra­di­tio­nell eine alte dörf­li­che Back­stu­be in Betrieb genom­men. In die­sem Jahr hat­te das Fest laut Feu­er­wehr ein wei­te­rer Höhe­punkt im Jubi­lä­ums­jahr der nun 675 Jah­re alten Ort­schaft wer­den sol­len.

Mehr zum The­ma — USA : Fünf Kin­der ster­ben bei Brand in Kin­der­be­treu­ungs­stät­te

(rt deutsch / dpa)

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Papst Franziskus : “Es ist eine Ehre, wenn Amerikaner mich attackieren”


Papst Fran­zis­kus schien nicht all­zu ver­är­gert, als ihn US-ame­ri­ka­ni­sche Katho­li­ken auf sei­ner Rei­se von Rom nach Mosam­bik mit einer lan­gen Lis­te von Anschul­di­gun­gen kon­fron­tier­ten Er füh­le sich geehrt, von ihnen ange­grif­fen zu wer­den, erklär­te das Kir­chen­ober­haupt.

Das Buch “How Ame­ri­ca Wan­ted to Chan­ge the Pope” (“Wie Ame­ri­ka den Papst ändern woll­te”) befasst sich mit den angeb­li­chen Bemü­hun­gen der kon­ser­va­ti­ven katho­li­schen Oppo­si­ti­on in den USA, einen “Coup d’é­tat” gegen Fran­zis­kus zu orga­ni­sie­ren. Eine Aus­ga­be des Buches wur­de dem Papst vom Autoren Nico­las Senè­ze über­reicht. Der Jour­na­list der fran­zö­si­schen katho­li­schen Zei­tung La Croix befand sich an Bord des Papst­flug­zeugs.

Für mich ist es eine Ehre, dass Ame­ri­ka­ner mich atta­ckie­ren”, scherz­te der Papst, als er das Buch erhielt, von dem er anschei­nend bereits zuvor gehört hat­te. Wei­ter wit­zel­te er, dass das Buch über sei­ne Kri­ti­ker “ein Pau­ken­schlag” (“bombs­hell”) sein wer­de.

Vati­kan-Spre­cher Matteo Bruni bemüh­te sich kurz dar­auf, die Wogen zu glät­ten, indem er klar­stell­te, dass die Kom­men­ta­re infor­mell abge­ge­ben wur­den. Fran­zis­kus hal­te es “immer für eine Ehre, kri­ti­siert zu wer­den”, beson­ders wenn die Kri­tik von “maß­geb­li­chen Stim­men” oder “einer wich­ti­gen Nati­on” ange­bracht wer­de, so Bruni.

Papst Fran­zis­kus hat sich im Ver­gleich zu sei­nen Vor­gän­gern Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. einen Ruf als “libe­ra­ler” Papst erwor­ben. Dies führ­te zu Kri­tik von eini­gen tra­di­ti­ons­ver­haf­te­ten Kir­chen­funk­tio­nä­ren.

Senè­ze beschreibt in sei­nem Buch unter ande­rem, wie ein ehe­ma­li­ger päpst­li­cher Gesand­ter in den USA, Erz­bi­schof Car­lo Viga­no, im ver­gan­ge­nen Jahr einen öffent­li­chen und viel beach­te­ten Brief geschrie­ben hat­te, in dem er Fran­zis­kus zum Rück­tritt auf­for­der­te. Er warf dem Papst vor, mit den Skan­da­len der katho­li­schen Kir­che im Zusam­men­hang mit sexu­el­lem Miss­brauch von Kin­dern falsch umge­gan­gen zu sein. 

Im Mai hat­te eine 19-köp­fi­ge Grup­pe ultra­kon­ser­va­ti­ver Pries­ter und Theo­lo­gen den Vati­kan gar auf­ge­for­dert, Fran­zis­kus zum Ket­zer zu erklä­ren.

Mehr zum The­ma — Kampf gegen Miss­brauch : Papst erlässt erst­mals Regeln für Vati­kan­staat 

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Es muss nicht immer eine Schultüte sein : In Russland beginnt ein neues Schuljahr


Am 1. Sep­tem­ber beginnt in Russ­land das neue Schul­jahr – am Tag des Wis­sens. Der 1. Sep­tem­ber ist seit Sowjet­zei­ten ein offi­zi­el­ler Fei­er­tag mit sei­nen Tra­di­tio­nen. Wann wird der Schul­an­fang in ande­ren Län­dern gefei­ert ? Ein kur­zer Über­blick in fol­gen­dem Video­clip.

Mehr zum The­ma — CDU-Poli­ti­ker for­dert spä­te­re Ein­schu­lung für Kin­der ohne aus­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se

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Hunderte Menschen protestieren eine Woche vor Stadtratswahl in Moskau – keine Festnahmen


Eine Woche vor der Wahl zum Stadt­par­la­ment haben in Mos­kau erneut Hun­der­te Men­schen demons­triert. Sie ver­sam­mel­ten sich am Sams­tag im Stadt­zen­trum, obwohl die Behör­den die Kund­ge­bung nicht geneh­migt hat­ten. Anders als in den Vor­wo­chen reagier­te die Poli­zei gelas­sen und ließ die Demons­tran­ten durch das Zen­trum der rus­si­schen Haupt­stadt zie­hen. Berich­te von Fest­nah­men gab es kei­ne.

Zu der als “Spa­zier­gang” dekla­rier­ten Pro­test­ak­ti­on hat­te Lju­bow Sobol auf­ge­ru­fen, deren Kan­di­da­tur die loka­le Wahl­kom­mis­si­on wegen Unre­gel­mä­ßig­kei­ten in den ein­ge­reich­ten Unter­schrifts­lis­ten abge­wie­sen hat­te. Die oppo­si­tio­nel­le Poli­ti­ke­rin nahm an dem Marsch teil. Sie for­der­te die Frei­las­sung “poli­ti­scher Gefan­ge­ner” und rief die Mos­kau­er dazu auf, die Abstim­mung am 8. Sep­tem­ber als Wahl­be­ob­ach­ter zu kon­trol­lie­ren. Die Poli­zei sprach am Nach­mit­tag von 750 Teil­neh­mern in Mos­kau. Beob­ach­ter gin­gen jedoch von einer deut­lich höhe­ren Zahl aus.

Mehr zum The­ma — Wla­di­mir Putin : Pro­tes­te in EU haben schwer­wie­gen­de­re Fol­gen für Demons­tran­ten als jene in Russ­land

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G7 — eine gewaltige Nullnummer ? (Video)


Medi­al gehört das Tref­fen der Staats­chefs der G7-Grup­pe zu den welt­weit größ­ten Ereig­nis­sen. Vor- und Nach­be­richt­erstat­tung sind gewal­tig, die Pro­tes­te obli­ga­to­risch und der Gesamt­auf­wand des Tref­fens lässt sich den Steu­er­zah­lern über­haupt nicht mehr ver­mit­teln.
Setzt man die­se Tat­sa­chen zu den Ergeb­nis­sen in Rela­ti­on, so wird der Gip­fel zum teu­ers­ten Schau­lau­fen der Welt. Außer hoh­len Phra­sen, pein­li­chen Momen­ten und gequäl­ten Gesich­tern haben die Teil­neh­mer nichts vor­zu­wei­sen. Immer­hin war das Wet­ter schön. Auch der Ein­topf war gut. Even­tu­el­le Pro­ble­me wer­den im nächs­ten Jahr wie­der dis­ku­tiert.

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Tödliche Kuh-Attacke auf eine Deutsche in Tirol kommt vor Obersten Gerichtshof


Der Fall der töd­li­chen Atta­cke einer Kuh auf eine Deut­sche im Juli 2014 hat zunächst öster­rei­chi­sche Gerich­te sowohl der ers­ten als auch der zwei­ten Instanz beschäf­tigt. Weder der Klä­ger noch der Beklag­te sind mit dem Urteil offen­bar zufrie­den, berich­ten öster­rei­chi­sche Medi­en am Diens­tag.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Als ob wir eine Kolonie wären”: Bolsonaro empört über Hilfsangebot der G7 wegen Amazonasbränden


Nach der Hilfs­zu­sa­ge der G7-Staa­ten für das von ver­hee­ren­den Wald­brän­den betrof­fe­ne Ama­zo­nas­ge­biet hat sich Bra­si­li­ens Prä­si­dent Jair Bol­so­na­ro eine Ein­mi­schung in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten sei­nes Lan­des ver­be­ten.

Wir kön­nen nicht hin­neh­men, dass Prä­si­dent Macron unan­ge­brach­te Angrif­fe auf das Ama­zo­nas­ge­biet fährt, und sei­ne Absich­ten hin­ter einer ‘Alli­anz’ der G7-Staa­ten zur ‘Ret­tung’ des Ama­zo­nas­ge­bie­tes ver­steckt, als ob wir eine Kolo­nie oder Nie­mands­land wären”, schrieb der Staats­chef am Mon­tag auf Twit­ter.

Zuvor hat­ten die G7-Staa­ten bei ihrem Gip­fel im fran­zö­si­schen Biar­ritz eine Sofort­hil­fe von 20 Mil­lio­nen US-Dol­lar (rund 17,9 Mil­lio­nen Euro) für den Kampf gegen die Feu­er im Ama­zo­nas-Regen­wald zuge­sagt. Die Mit­tel sind vor allem für die Bereit­stel­lung von Lösch­flug­zeu­gen bestimmt. Frank­reichs Staats­chef Emma­nu­el Macron hat­te die Brän­de kurz­fris­tig auf die Agen­da des Tref­fens gesetzt.

Macron bezeich­ne­te das Ama­zo­nas­ge­biet beim G7-Gip­fel als “Gemein­gut”

Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel sag­te nach den Bera­tun­gen, es gehe nicht nur um Bra­si­li­en, son­dern auch um alle ande­ren latein­ame­ri­ka­ni­schen Län­der, in denen im Augen­blick der Regen­wald brennt. Chi­le sol­le die Bedürf­nis­se der betrof­fe­nen Staa­ten koor­di­nie­ren. Auf euro­päi­scher Sei­te wer­de die Koor­di­nie­rung dann über Brüs­sel erfol­gen. Ziel sei es, schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fe geben zu kön­nen.

Frank­reichs Prä­si­dent Macron erklär­te, in einem zwei­ten Schritt wer­de im Sep­tem­ber bei der UN-Voll­ver­samm­lung eine Ama­zo­nas-Initia­ti­ve gestar­tet. Dabei sol­le es auch um Auf­fors­tung gehen. Weil der Ama­zo­nas-Regen­wald gro­ße Men­gen an CO2 bin­den kann, ist er für das glo­ba­le Kli­ma von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Macron bezeich­ne­te das Ama­zo­nas­ge­biet in Biar­ritz als “Gemein­gut”.

Ande­re Staats­chefs haben sich mit Bra­si­li­en soli­da­ri­siert, schließ­lich ist der Respekt vor der Sou­ve­rä­ni­tät eines Lan­des das Min­des­te, was man in einer zivi­li­sier­ten Welt erwar­ten kann”, schrieb Bol­so­na­ro wei­ter. “Mit dem kolum­bia­ni­schen Prä­si­den­ten Iván Duque haben wir über die Not­wen­dig­keit eines gemein­sa­men Plans der Län­der der Ama­zo­nas­re­gi­on gespro­chen, um unse­re Sou­ve­rä­ni­tät und unse­re Boden­schät­ze zu schüt­zen.”

Feu­er und Brand­ro­dun­gen in Bra­si­li­en um 82 Pro­zent zuge­nom­men

In Bra­si­li­en wüten die schwers­ten Wald­brän­de seit Jah­ren. Seit Janu­ar nahm die Zahl der Feu­er und Brand­ro­dun­gen im größ­ten Land Süd­ame­ri­kas im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum nach Anga­ben der bra­si­lia­ni­schen Welt­raum­agen­tur INPE vom Sonn­tag um 82 Pro­zent zu. Ins­ge­samt wur­den mehr als 79.000 Brän­de regis­triert. Betrof­fen waren meist Flä­chen in Pri­vat­be­sitz, aber auch in Natur­schutz­ge­bie­ten und Län­de­rei­en der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung bre­chen immer wie­der Feu­er aus.

Mehr zum The­ma — “Wir sind Ama­zo­nier”: Macron for­dert Maß­nah­men zur Bekämp­fung der Brän­de im Ama­zo­nas­ge­biet

Umwelt­schüt­zer wer­fen dem rech­ten Prä­si­den­ten Bol­so­na­ro vor, ein poli­ti­sches Kli­ma geschaf­fen zu haben, in dem sich Bau­ern zu immer mehr Abhol­zung und Brand­ro­dung ermu­tigt sehen. Der Staats­chef hat wie­der­holt klar­ge­macht, dass er die Ama­zo­nas­re­gi­on vor allem mit einem unge­nutz­ten wirt­schaft­li­chen Poten­zi­al ver­bin­det.

(dpa/rt deutsch)

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Massensterben in Brasilien : Pestizide töten mehr als eine halbe Milliarde Bienen in drei Monaten


Mehr zum The­ma — Glo­ba­li­sie­rung schuld ? Mys­te­riö­se Pilz­krank­heit rafft Dut­zen­de Amphi­bi­en­ar­ten dahin

Als eini­ge der wich­tigs­ten Bestäu­ber in der Natur tra­gen Bie­nen zur Fort­pflan­zung ver­schie­de­ner Pflan­zen bei. Etwa 75 Pro­zent aller Pflan­zen welt­weit sind von der Bestäu­bung durch Bie­nen abhän­gig, berich­tet die Welt­ernäh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen (FAO).

Die FAO hat auf die Bedeu­tung des Schut­zes der Bie­nen für die Ernäh­rungs­si­cher­heit hin­ge­wie­sen. Mit 500 Mil­lio­nen ver­en­de­ter Bie­nen allein in Bra­si­li­en ist die Zukunft auch der Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on in Fra­ge gestellt.

Das Mas­sen­ster­ben von Bie­nen wur­de von Imkern in vier bra­si­lia­ni­schen Bun­des­staa­ten gemel­det. Allein in Rio Gran­de do Sul wur­den etwa 400 Mil­lio­nen tote Bie­nen gezählt.

Aldo Mach­a­do, Vize­prä­si­dent des bra­si­lia­ni­schen Imker­ver­ban­des Rio Gran­de do Sul, sag­te gegen­über Bloom­berg, sei­ne Kolo­nie sei in weni­ger als 48 Stun­den dezi­miert wor­den, nach­dem eini­ge der Bie­nen ers­te Anzei­chen einer Erkran­kung auf­wie­sen.

Sobald die gesun­den Bie­nen began­nen, die ster­ben­den Bie­nen aus den Bie­nen­stö­cken zu räu­men, wur­den sie kon­ta­mi­niert. Sie began­nen dann, mas­sen­wei­se zu ver­en­den”, sag­te Mach­a­do.

Labor­un­ter­su­chun­gen wei­sen dar­auf hin, dass Pes­ti­zi­de mit Neo­ni­co­ti­noi­den und Fipro­nil – Pro­duk­te, die in Euro­pa ver­bo­ten sind – die Haupt­to­des­ur­sa­che für die meis­ten Bie­nen in Bra­si­li­en sind. Der Ein­satz die­ser bienen­tö­ten­den Pes­ti­zi­de hat unter dem ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Michel Temer und dem der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten Jair Bol­so­na­ro zuge­nom­men, wie Green­peace Unear­t­hed berich­tet.

In nur drei Jah­ren wur­den in Bra­si­li­en 193 in der EU ver­bo­te­ne Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel und Pes­ti­zi­de mit Che­mi­ka­li­en regis­triert, wie die Unter­su­chung von Green­peace Unear­t­hed ergab. Bra­si­li­en ist zum größ­ten Abneh­mer von Pes­ti­zi­den welt­weit gewor­den.

Wäh­rend es erst in die­sem Jahr in Bra­si­li­en zu dem Mas­sen­ster­ben von Bie­nen kam, wird seit län­ge­rer Zeit der Zusam­men­hang zwi­schen Pes­ti­zi­den und dem Rück­gang der Bie­nen­po­pu­la­tio­nen unter­sucht. Eine Stu­die der Har­vard Uni­ver­si­ty fand im Jahr 2014 her­aus, dass Pes­ti­zi­de eine Schlüs­sel­rol­le bei der Aus­rot­tung der Honig­bie­nen­po­pu­la­ti­on in den USA spie­len.

Der soge­nann­te Bie­nen­volk-Kol­laps (CCD) betrifft die US-Bie­nen­po­pu­la­ti­on seit etwa dem Jahr 2006. Die­se Stö­rung bewirkt, dass Bie­nen aus ihren Bie­nen­stö­cken ver­schwin­den. Wäh­rend die Ursa­che von CCD zunächst rät­sel­haft schien, mei­nen vie­le Exper­ten, dass eine Kom­bi­na­ti­on von Fak­to­ren, ein­schließ­lich der Pes­ti­zi­de, die trei­ben­de Kraft ist – ins­be­son­de­re der Ein­satz der Neo­ni­co­ti­no­id-Pes­ti­zi­de.

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(rt deutsch/dpa)

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Wieder eine Panne : Außenminister Maas muss mit Truppentransporter nach Moskau fliegen


Die eigent­lich vor­ge­se­he­ne Maschi­ne muss­te auf­grund einer kaput­ten Befes­ti­gungs­schel­le in einem Hydrau­lik­sys­tem kurz­fris­tig in die Repa­ra­tur. Der Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas muss­te von dem wei­ßen VIP-Air­bus A340 auf einen deut­lich weni­ger kom­for­ta­blen und älte­ren Air­bus des Typs A310 aus­wei­chen, mit dem nor­ma­ler­wei­se Sol­da­ten in die Ein­satz­ge­bie­te geflo­gen wer­den. Zu einer Ver­spä­tung kam es dabei aber nicht.

Der Scha­den wur­de bei einer wöchent­li­chen Rou­ti­ne­un­ter­su­chung fest­ge­stellt, teil­te die Luft­waf­fe mit : “Sicher­heits­hal­ber muss die­se Schel­le aus­ge­tauscht wer­den, damit das Flug­zeug betriebs­be­reit bleibt.”

Seit März wird Viel­flie­ger Maas immer wie­der mit defek­ten Flug­zeu­gen kon­fron­tiert – auch bei sei­ner letz­ten Rei­se nach Nord­ame­ri­ka ver­gan­ge­ne Woche muss­te ein Flug­zeug aus­ge­tauscht wer­den. Aller­dings stieg Maas in dem Fall auf eine ande­re Regie­rungs­ma­schi­ne um, die ver­füg­bar war.

Mehr zum The­ma — Schon wie­der eine Pan­ne : Außen­mi­nis­ter Maas muss mit Ersatz­flie­ger nach New York

(dpa/rt deutsch)

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Für eine kostenlose Mahlzeit : Kriminelle Banden in London rekrutieren Kinder für Drogenhandel


Mehr zum The­ma — Für Anwalts­kos­ten : Bri­ten star­ten “GoFundMe”-Aufruf nach fal­schen Ver­ge­wal­ti­gungs­vor­wür­fen

Laut der offi­zi­el­len Unter­su­chung kon­zen­trie­ren sich die “Chi­cken Shop Gangs” gezielt auf Kin­der, die aus der Schu­le aus­ge­schlos­sen wur­den. Die jun­gen Men­schen wür­den außer­halb der Schu­le ange­spro­chen und zum Teil mit dem Ver­spre­chen einer “kos­ten­lo­sen Mahl­zeit” ange­heu­ert.

Ver­schie­de­ne Video- und Pla­kat­kam­pa­gnen war­nen nun Kin­der und Eltern vor der­ar­ti­gen Gefah­ren. Auf einem der Wer­be­pla­ka­te steht zu lesen : “Es gibt kein kos­ten­lo­ses Huhn ! Freun­de von Freun­den, die dir Din­ge kau­fen, wol­len oft etwas zurück.”

Mark Bent­ley, Mana­ger für Online-Sicher­heit und Sicher­heit bei Lon­don Grid for Lear­ning, einer Fir­ma die Schu­len mit einem Inter­net­zu­gang ver­sorgt, sag­te gegen­über dem bri­ti­schen Nach­rich­ten­sen­der Sky News :

In Bezug auf Schu­len oder Eltern, die den­ken könn­ten, dass dies in die­ser siche­ren Gegend nicht pas­sie­ren wür­de, es gibt unzäh­li­ge Hähn­chen­lä­den, und die Kin­der mögen es, den auf dem Heim­weg bei so einem Laden vor­bei­zu­schau­en. Es ist so ein­fach für sie zu den­ken, oh, ich kann ein paar Pfund spa­ren, doch es [genau­so] ist leicht, [in den Dro­gen­han­del] ein­ge­saugt zu wer­den.

Schon vor einem Monat hat­te die bri­ti­sche Children’s Socie­ty davor gewarnt, dass Dro­gen­ban­den, die Dro­gen und Geld zwi­schen Städ­ten und Gemein­den hin und her trans­por­tie­ren, Kin­der im Alter von sie­ben Jah­ren rekru­tie­ren. Die Orga­ni­sa­ti­on erklär­te, dass Kür­zun­gen bei den Jugend­diens­ten dazu geführt hät­ten, dass mehr Kin­der Zeit dort ver­brin­gen, wo sie zu Zie­len für die Ban­den wer­den.

Jun­ge Men­schen nei­gen dazu, in Fast-Food-Restau­rants zu gehen, die bil­li­ger sind. Jun­ge Men­schen kön­nen nut­zen bestimm­te Fast-Food-Ket­ten als Ort der Begeg­nung.

Laut der Orga­ni­sa­ti­on wer­den Kin­dern in etwa 20 Pfund ange­bo­ten, um als Aus­guck zu fun­gie­ren. Schnell wür­den die Kin­der dann “süch­tig” nach der neu­en, lukra­ti­ven “Ein­nah­me­quel­le”. Doch sobald die Kin­der Teil der Gang sind, wür­den sie mit Dro­hun­gen davon abge­hal­ten, die Grup­pe wie­der zu ver­las­sen. Es sei schwie­rig, die Zahl der Kin­der, die auf die­se Wei­se aus­ge­beu­tet wür­den, zu bezif­fern.

Im Janu­ar warn­te die bri­ti­sche Natio­nal Crime Agen­cy davor, dass bis zu 10.000 Kin­der in den “Coun­ty Line”-Drogenhandel ver­wi­ckelt sein könn­ten, deren Gewin­ne auf rund 500 Mil­lio­nen Pfund (rund 538 Mil­lio­nen Euro) pro Jahr geschätzt wer­den.

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