USA und Großbritannien – Eine “ganz besondere Freundschaft” (Video)


Zwar waren die bei­den Län­der in der Ver­gan­gen­heit häu­fig auf einer Linie, sei es wirt­schaft­lich, poli­tisch oder mili­tä­risch. Doch das his­to­risch sehr enge Band ist unlängst zuneh­mend unter atmo­sphä­ri­sche Stö­run­gen gera­ten.

Der unge­wöhn­li­che Poli­tik­stil von US Prä­si­dent Trump dürf­te einer der Grün­de dafür sein. So beson­ders scheint die “Spe­cial Rela­ti­ons­hip” dann doch nicht zu sein. 

Mehr zum The­ma — USA an Groß­bri­tan­ni­en : Erhöht eure Mili­tär­aus­ga­ben oder wir machen Frank­reich zum Top­ver­bün­de­ten

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Der NSU : Eine Chronologie


4. Novem­ber 2011 :

Nach einem miss­lun­ge­nen Bank­über­fall wer­den in einem Wohn­mo­bil in Eisen­ach die Lei­chen von Uwe Mund­los und Uwe Böhn­hardt gefun­den. Im Wohn­wa­gen fin­den sich spä­ter die Dienst­waf­fen der 2007 in Heil­bronn ver­letz­ten bzw. ermor­de­ten Poli­zis­ten. Nach Anga­ben der Poli­zei haben sich Mund­los und Böhn­hardt in einem erwei­ter­ten Sui­zid selbst das Leben genom­men.

Am Nach­mit­tag kommt es in der Woh­nung von Mund­los, Böhn­hardt und Bea­te Zschä­pe zu einer Explo­si­on, die das Wohn­haus in Brand setzt. Die Poli­zei fahn­det nach Zschä­pe.

Meh­re­re DVDs mit einem Beken­ner­vi­deo wer­den ver­schickt.

8. Novem­ber 2011 :

In Jena stellt sich Bea­te Zschä­pe der Poli­zei.

9. Novem­ber 2011 :

Meh­re­re Tat­waf­fen wer­den im aus­ge­brann­ten Haus in Zwi­ckau gefun­den. Auch DVDs mit dem Beken­ner-Video wer­den gefun­den.

11. Novem­ber 2011 :

Die Bun­des­an­walt­schaft über­nimmt die Ermitt­lun­gen zum Heil­bron­ner Poli­zis­ten­mord, weil offen­bar Ver­bin­dun­gen zu der Čes­ká-Mord­se­rie bestehen.

Das Bun­des­kri­mi­nal­amt (BKA) erklärt, die in Zwi­ckau gefun­de­ne Čes­ká sei die Tat­waf­fe.

13. Novem­ber 2011 :

Der Bun­des­ge­richts­hof erlässt Haft­be­fehl gegen Bea­te Zschä­pe wegen Grün­dung und Mit­glied­schaft in einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung sowie Brand­stif­tung.

Hol­ger G. wird als wei­te­rer Ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men. Die Grup­pe um Böhn­hardt und Mund­los wird auch mit dem Nagel­bom­ben­an­schlag in Köln 2004 in Ver­bin­dung gebracht.

Das mut­maß­li­che NSU-Beken­ner­vi­deo läuft in Aus­schnit­ten bei Spie­gel TV. Die Bezeich­nung NSU ist in der Welt.

15. Novem­ber 2011 :

In einer Sit­zung des Geheim­dienst­aus­schus­ses des Bun­des­tags wird bekannt, dass ein Mit­ar­bei­ter des hes­si­schen Ver­fas­sungs­schut­zes bei einem Mord zuge­gen war.

16. Novem­ber 2011 :

Thü­rin­ger und Nie­der­säch­si­sche Behör­den räu­men Feh­ler ein.

24. Novem­ber 2011 :

André E. wird als wei­te­rer mut­maß­li­cher Unter­stüt­zer ver­haf­tet.

29. Novem­ber 2011 :

Ralf Wohl­le­ben wird ver­haf­tet.

1. Dezem­ber 2011 :

Das BKA bit­tet die Bevöl­ke­rung um Mit­hil­fe.

18. Dezem­ber 2011 :

Laut Ber­li­ner Zei­tung soll der Thü­rin­ger Ver­fas­sungs­schutz in den neun­zi­ger Jah­ren Fahn­dungs­maß­nah­men der Poli­zei gegen Böhn­hardt, Mund­los und Zschä­pe sabo­tiert haben.

Mehr zum The­ma Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker und Ver­schwö­rungs­prak­ti­ker : Wie­so 120 Jah­re Sperr­frist für NSU-Akten ? 

27. Janu­ar 2012 :

Der ers­te Bun­des­tags-Unter­su­chungs­aus­schuss zum NSU nimmt sei­ne Arbeit auf. Vor­sit­zen­der wird der SPD-Innen­ex­per­te Sebas­ti­an Eda­thy.

1. Febru­ar 2012 :

Cars­ten S. wird als mut­maß­li­cher Hel­fer in Düs­sel­dorf fest­ge­nom­men.

16. Febru­ar 2012 :

Ein ers­ter Unter­su­chungs­aus­schuss im Thü­rin­ger Land­tag nimmt sei­ne Arbeit auf. Bis 2018 wird es ins­ge­samt 18 Unter­su­chungs­aus­schüs­se in Bund und Län­dern geben.

25. Mai 2012 :

Der Haft­be­fehl gegen Hol­ger G. wird auf­ge­ho­ben.

29. Mai 2012 :

Die Bun­des­an­walt­schaft hebt den Haft­be­fehl gegen Cars­ten S. und Mat­thi­as D. auf.

31. Mai 2012 :

Das BKA macht Zschä­pe auch für die Erstel­lung des Beken­ner-Vide­os ver­ant­wort­lich.

14. Juni 2012 :

Der BGH hebt den Haft­be­fehl gegen André E. auf.

28. Juni 2012 :

Es wird bekannt, dass das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz nach dem Auf­flie­gen des NSU Akten ver­nich­tet hat.

2. Juli 2012 :

Ver­fas­sungs­schutz­chef Heinz Fromm tritt zurück. Nach­fol­ger wird Hans-Georg Maaßen.

7. Juli 2012 :

Der Prä­si­dent des Thü­rin­ger Ver­fas­sungs­schut­zes, Tho­mas Sip­pel, tritt zurück.

11. Juli 2012 :

Der Prä­si­dent des säch­si­schen Ver­fas­sungs­schut­zes, Rein­hard Boos, tritt zurück.

11. Sep­tem­ber 2012 :

Es wird bekannt, dass der Mili­tä­ri­sche Abschirm­dienst (MAD) Mund­los wäh­rend sei­nes Wehr­diens­tes ver­nom­men hat.

Der Prä­si­dent des Ver­fas­sungs­schut­zes Sach­sen-Anhalt, Vol­ker Lim­burg, tritt zurück.

13. Sep­tem­ber 2012 :

Es wird bekannt, dass das Ber­li­ner Kri­mi­nal­amt einen Hel­fer des NSU, Tho­mas S., als V-Mann geführt hat.

20. Sep­tem­ber 2012 :

Auch der Bun­des­ver­fas­sungs­schutz (BfV) soll einen V-Mann im NSU-Umfeld geführt haben : „Corel­li“.

21. Sep­tem­ber 2012 :

Der par­la­men­ta­ri­sche Unter­su­chungs­aus­schuss in Bay­ern nimmt sei­ne Arbeit auf.

28. Sep­tem­ber 2012 :

Hes­sens Minis­ter­prä­si­dent Bouf­fier sagt vor dem Bun­des­tags­un­ter­su­chungs­aus­schuss aus. Er hat­te nach dem Mord 2006 in Kas­sel Aus­sa­ge­ge­neh­mi­gun­gen für fünf V-Leu­te ver­wei­gert.

6. Novem­ber 2012 :

Auch beim Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz kommt die Ver­nich­tung von Akten zum Rechts­ex­tre­mis­mus ans Licht.

8. Novem­ber 2012 :

Die Bun­des­an­walt­schaft erhebt Ankla­ge gegen Bea­te Zschä­pe. Laut Gene­ral­bun­des­an­walt Ran­ge sei sie nicht nur Mit­glied des NSU, son­dern an allen Anschlä­gen und Über­fäl­len betei­ligt gewe­sen.

Ange­klagt wer­den auch Ralf Wohl­le­ben und Cars­ten S., wegen Bei­hil­fe zum Mord, sowie André E. und Hol­ger G. als mut­maß­li­che Unter­stüt­zer.

14. Novem­ber 2012 :

Die Che­fin des Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schut­zes tritt zurück, nach­dem bekannt wird, dass in der Behör­de 2010 Akten über die Orga­ni­sa­ti­on Blood & Honour ver­nich­tet wor­den waren.

16. Novem­ber 2012 :

Die Ankla­ge der Bun­des­an­walt­schaft wird öffent­lich.

Mehr zum The­ma - NSU-Pro­zess : Wei­te­re Zeu­gin stirbt kurz vor Anhö­rung 

31. Janu­ar 2013 :

Das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen lässt die Mord­an­kla­ge gegen Bea­te Zschä­pe zu.

6. Mai 2013 :

Der Pro­zess gegen Zschä­pe und die ande­ren Ange­klag­ten Ralf Wohl­le­ben, Cars­ten S., Hol­ger G. und André E. vor dem Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen beginnt. Vor­aus­ge­gan­gen war eine mehr­wö­chi­ge Ver­zö­ge­rung infol­ge der Kon­tro­ver­se um die Akkre­di­tie­rung von Jour­na­lis­ten.

22. August 2013 :

Der ers­te NSU-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges (17. Wahl­pe­ri­ode) legt sei­nen Abschluss­be­richt vor.

Das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen lehnt Befan­gen­heits­an­trä­ge Zschäpes gegen die fünf Rich­ter ab.

16. Juli 2014 :

Bea­te Zschä­pe erklärt, das Ver­trau­en in ihre Ver­tei­di­ger Anja Sturm, Wolf­gang Heer und Wolf­gang Stahl ver­lo­ren zu haben. Ihr Antrag auf neue Anwäl­te wird vom Gericht abge­lehnt.

Juli 2015 :

Das Gericht ord­net Zschä­pe einen neu­en Pflicht­ver­tei­di­ger bei – Mat­thi­as Gra­sel. Neu­er Wahl­ver­tei­di­ger wird Herr­mann Bor­chert.

14. Okto­ber 2015 :

Im Bun­des­tag wird in sei­ner 18. Wahl­pe­ri­ode wegen einer Viel­zahl offe­ner Fra­gen bean­tragt, neu­er­lich einen NSU-Unter­su­chungs­aus­schuss ein­zu­set­zen.

11. Novem­ber 2015 :

Der zwei­te NSU-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges wird ein­ge­setzt.

29. Sep­tem­ber 2016 :

Bea­te Zschä­pe ergreift zum ers­ten Mal das Wort und bedau­ert ihr „Fehl­ver­hal­ten“

17. Janu­ar 2017 :

Ein Gut­ach­ter attes­tiert Zschä­pe voll Schuld­fä­hig­keit.

23. Juni 2017 :

Der zwei­te NSU-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags (in der 18. Wahl­pe­ri­ode) legt sei­nen Abschluss­be­richt vor.

25. Juli 2017 :

Die Bun­des­an­walt­schaft beginnt mit den Plä­doy­ers. Sie hält Zschä­pe der Mit­tä­ter­schaft bei allen Taten des NSU für schul­dig.

12. Sep­tem­ber 2017

Zum Abschluss ihres Plä­doy­ers for­dert die Bun­des­an­walt­schaft für Zschä­pe lebens­lan­ge Haft mit anschlie­ßen­der Siche­rungs­ver­wah­rung, zwölf Jah­re Haft für Ralf Wohl­le­ben, drei Jah­re Jugend­stra­fe für Cars­ten S., fünf Jah­re Haft für Hol­ger G., zwölf Jah­re Haft für André E.

Mehr zum The­ma - NSU-Pro­zess : Bea­te Zschä­pe zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt 

Novem­ber 2017 bis Febru­ar 2018 :

Die Neben­kla­ge hält ihre Plä­doy­ers. Sie bezwei­felt die Drei-Täter-Theo­rie der Bun­des­an­walt­schaft.

24. April 2018 :

Plä­doy­er des Zschä­pe-Anwalts Her­mann Bor­chert. Er for­dert wegen Brand­stif­tung und Bei­hil­fe zum Raub höchs­tens zehn Jah­re Haft für Zschä­pe.

5. Juni 2018 :

Die Alt­ver­tei­di­ger Zschäpes for­dern ihre sofor­ti­ge Frei­las­sung. Sie habe sich nur der Brand­stif­tung und der fahr­läs­si­gen Her­bei­füh­rung einer Explo­si­on schul­dig gemacht.

3. Juli 2018 :

Die Ange­klag­ten hal­ten ihre Schluss­wor­te im Pro­zess. Zschä­pe spricht von Mit­ge­fühl für die Opfer und Bedau­ern, rech­tes Gedan­ken­gut habe für sie kei­ne Bedeu­tung mehr.

11. Juli 2018 :

Nach über fünf Jah­ren fällt im NSU-Pro­zess das Urteil : Bea­te Zschä­pe wird wegen zehn­fa­chen Mor­des zu lebens­läng­li­cher Haft mit anschlie­ßen­der Siche­rungs­ver­wah­rung ver­ur­teilt, Ralf Wohl­le­ben wegen Beschaf­fung der Tat­waf­fen zu zehn Jah­ren Haft, Hol­ger G. und André E. wegen Bei­hil­fe zu drei Jah­ren bzw. zwei Jah­ren und sechs Mona­ten Haft, Cars­ten S. zu drei Jah­ren Jugend­stra­fe.

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Foodwatch : Nächster Lebensmittelskandal nur eine Frage der Zeit


Knapp ein Jahr nach Ent­de­ckung des Insek­ten­gifts Fipro­nil in Mil­lio­nen Eiern warnt der Ver­brau­cher­ver­band Food­watch vor neu­en Lebens­mit­tel­skan­da­len in der Euro­päi­schen Uni­on. Die­se sei­en auf­grund von Lücken im EU-Recht nur eine Fra­ge der Zeit, erklär­te Geschäfts­füh­rer Thi­lo Bode am Diens­tag. Food­watch for­der­te stren­ge­re EU-Regeln zum Schutz vor ver­un­rei­nig­ten oder gesund­heits­schäd­li­chen Lebens­mit­teln. Die EU-Kom­mis­si­on ent­geg­ne­te, Ver­bes­se­run­gen sei­en schon ver­an­lasst.

Das Insek­ten­gift Fipro­nil war im Som­mer 2017 in min­des­tens 45 Län­dern in Mil­lio­nen von Eiern auf­ge­taucht, auch in 26 der 28 EU-Staa­ten. Food­watch erin­ner­te zudem an die Skan­da­le um Pfer­de­fleisch 2013 und ver­seuch­te Baby­milch 2017.

Die EU schafft es nicht, 500 Mil­lio­nen Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher in Euro­pa vor Gesund­heits­ge­fah­ren und Täu­schung im Lebens­mit­tel­markt zu schüt­zen”, mein­te Bode.

Mehr zum The­ma — Ernäh­rungs­re­port 2018 : Wie die Deut­schen essen

Food­watch ver­langt Ände­run­gen im EU-Lebens­mit­tel­recht, damit Nah­rungs­mit­tel tat­säch­lich über die gesam­te Pro­duk­ti­ons­ket­te hin­weg zurück­ver­folgt wer­den kön­nen. Behör­den müss­ten zudem bei Ver­stö­ßen schnell und umfas­send die Öffent­lich­keit infor­mie­ren. Im Fipro­nil-Skan­dal geschah das erst mehr als zwei Mona­te nach ers­ten Kennt­nis­sen der bel­gi­schen Behör­den über die Ver­un­rei­ni­gung.

Außer­dem for­dert der Ver­brau­cher­ver­band, dass bei Betrug oder Gesund­heits­ge­fahr auch Namen der Her­stel­ler und der Pro­duk­te genannt wer­den. Dar­über hin­aus bräuch­ten Ver­brau­cher­ver­bän­de kol­lek­ti­ve Kla­ge­rech­te — ähn­lich, wie es sie für Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen im EU-Recht gebe.

Eine Spre­che­rin der Kom­mis­si­on sag­te am Diens­tag auf Nach­fra­ge : “Natür­lich gibt es immer Raum für Ver­bes­se­run­gen.” Die­se sei­en aber von der EU-Kom­mis­si­on bereits auf den Weg gebracht wor­den. Schon heu­te sei­en Lebens­mit­tel die gesam­te Pro­duk­ti­ons­ket­te ent­lang zurück­zu­ver­fol­gen, sag­te sie. Nur dadurch hät­ten die Behör­den die Fipro­nil-Ver­un­rei­ni­gun­gen bei den Eiern auf­ar­bei­ten kön­nen.

Das EU-Lebens­mit­tel­recht wur­de 2001 als Ant­wort auf die Ver­un­si­che­rung der Ver­brau­cher durch die Rin­der­seu­che BSE beschlos­sen. Die EU-Kom­mis­si­on schlug im April 2018 eine Reform vor, die vor allem die Risi­ko­be­wer­tung ver­bes­sern soll. Grund­sätz­lich hielt die Brüs­se­ler Behör­de das EU-Gesetz aber für zweck­mä­ßig. Den Vor­schlä­gen nach sol­len etwa Stu­di­en zur Sicher­heit von Unkraut­ver­nich­tungs­mit­teln wie Gly­pho­sat künf­tig bes­ser öffent­lich zugäng­lich sein. Die­se Reform­vor­schlä­ge grif­fen viel zu kurz, kri­ti­sier­te Food­watch.

Mehr zum The­ma — Arm und dick : War­um Kin­der aus sozi­al schwa­chen Fami­li­en gesund­heit­lich im Nach­teil sind

(rt deutsch/dpa)

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Russischer Trainer : “Wir haben nicht die besten Spieler, aber eine Mannschaft”


Russ­land erreich­te das Vier­tel­fi­na­le zum ers­ten Mal seit dem Zusam­men­bruch der Sowjet­uni­on. Das rus­si­sche Team über­traf die Erwar­tun­gen, als es in der K.O.-Phase Spa­ni­en aus­schal­te­te, bevor es in Sot­schi gegen das kroa­ti­sche Team antrat.

Am Ende kam es zu einer qual­vol­len 4:3-Niederlage im Elf­me­ter­schie­ßen, nach­dem die Par­tie nach der Ver­län­ge­rung mit einem 2:2-Patt been­det wur­de.

Russ­lands über­ra­schen­der WM-Lauf beflü­gel­te nach jedem Sieg der Mann­schaft im Tur­nier die Fan­ta­sie der Nati­on lan­des­weit.

Der rus­si­sche Trai­ner Tschertsche­sow, der mit hef­ti­ger Kri­tik in das Tur­nier hin­ein­ging, aber nun als Natio­nal­held aus dem Tur­nier her­vor­geht, gab sei­ne Gedan­ken nach der Nie­der­la­ge gegen Kroa­ti­en in einer emo­tio­na­len Anspra­che kund. 

Es ist eine Schan­de, dass wir ver­lo­ren haben. Ich den­ke, wir haben mehr ver­dient, wir haben guten Fuß­ball gespielt, mit guten Spie­lern. Im Prin­zip haben wir wie geplant gespielt, [aber] die Tore, die wir zuge­las­sen haben, hät­ten wir nicht zulas­sen dür­fen, aber das ist Fuß­ball”, sag­te der 54-jäh­ri­ge ehe­ma­li­ge Natio­nal­spie­ler.

Russ­land hat wäh­rend sei­ner fünf WM-Spie­le in vier ver­schie­de­nen Sta­di­en gespielt, und Tschertsche­sow zoll­te den hei­mi­schen Fans Tri­but für ihre Unter­stüt­zung. Er unter­strich :

Ich bin den Spie­lern dank­bar. Ins­be­son­de­re dan­ke an alle Fans für ihre Unter­stüt­zung. Es ist ihnen zu ver­dan­ken, dass wir so weit gekom­men sind.”

Das rus­si­sche Team ging zunächst mit einem Tor in Füh­rung. Die kroa­ti­schen Favo­ri­ten setz­ten mit zwei eige­nen Toren nach, bis die rus­si­sche Sei­te mit einem Kopf­ball wie­der aus­glei­chen konn­te. Tschertsche­sow war selbst­kri­tisch und erklär­te :

Wir kön­nen nicht von Emo­tio­nen leben, wir hat­ten vie­le Feh­ler, wir muss­ten eini­ge Din­ge ändern, es gab genug Din­ge, die wir nicht geplant hat­ten, unse­re Geg­ner zwan­gen uns auch zu Feh­lern.”

Tschertsche­sow ging als viel kri­ti­sier­ter Trai­nier in die WM. Vor dem Tur­nier absol­vier­te die rus­si­sche Mann­schaft sie­ben Spie­le ohne Sieg. Russ­land stell­te das Team mit dem nied­rigs­ten FIFA-Rang im Tur­nier.

Russ­lands Trai­ner hielt jedoch an sei­nem Sys­tem und den Fähig­kei­ten sei­ner Spie­ler fest. “Bei der Welt­meis­ter­schaft hat­ten wir nicht die bes­ten Spie­ler, aber wir hat­ten eine Mann­schaft. Von Anfang an sag­ten wir das”, sag­te Tschertsche­sow. 

Jeder ver­dient Respekt. Jeder der 23 Spie­ler hat sein Bes­tes gege­ben.”

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FIFA-Legenden treffen Putin : Lothar Matthäus dankt “Mister President” für eine der besten WMs


Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin emp­fing am Frei­tag im Kreml zahl­rei­che Fuß­ball-Stars. Bei dem Tref­fen mit den soge­nann­ten FIFA-Legen­den, das im Rah­men­pro­gramm der Welt­meis­ter­schaft orga­ni­siert wur­de, ging es unter ande­rem um die Ver­wen­dung der WM-Infra­struk­tur nach dem Tur­nier. Russ­land will die Sta­di­en und Trai­nings­plät­ze künf­tig für den Brei­ten­sport nut­zen. “Wir wer­den uns beson­ders dar­um küm­mern, wie wir das Fuß­ball-Erbe wei­ter­ent­wi­ckeln”, sag­te der rus­si­sche Prä­si­dent in Mos­kau. 

Der deut­sche Rekord­na­tio­nal­spie­ler Lothar Mat­thä­us war auch zu der Begeg­nung in den Kreml gekom­men, aber auch Grö­ßen wie Mar­co van Baas­ten (Nie­der­lan­de), Zvoni­mir Boban (Kroa­ti­en), Peter Schmei­chel und Alex­an­dra Viri­na Scott (Eng­land).

Lothar Mat­thä­us bezeich­net sich als “hal­ben Rus­sen”

Dies ist einer der bes­ten World Cups, die ich in den ver­gan­ge­nen 40 Jah­ren gese­hen habe, vie­len Dank für die­sen World Cup, Mis­ter Pre­si­dent”, sag­te Mat­thä­us beim Emp­fang. Der Welt­meis­ter von 1990 und fünf­ma­li­ge WM-Teil­neh­mer erklärt auch, war­um er eine beson­de­re Bezie­hung zu Russ­land hat. “Ich bin hal­ber Rus­se”, sag­te er auf Eng­lisch und berich­te­te, sei­ne Frau stam­me “aus dem Nor­den, aber sie ist in Mos­kau auf­ge­wach­sen.”

Seit 2014 ist Mat­thä­us mit Ana­sta­sia Klim­ko ver­hei­ra­tet, die aus einer Klein­stadt in Nord­si­bi­ri­en kommt. “Ich füh­le mich hier zu Hau­se”, sag­te Mat­thä­us über Mos­kau, “nicht nur wegen mei­ner Frau. Ich kom­me immer mit einem Lächeln hier­her.”

Als eine der FIFA-Legen­den ist Mat­thä­us gera­de in Russ­land und nahm bereits an meh­re­ren öffent­li­chen Aktio­nen teil. So war er unter ande­rem Trai­ner einer Mann­schaft, die auf dem Roten Platz ein Fuß­ball-Spiel bestritt. 

Das Tref­fen mit den Fuß­ball­stars nutz­te der rus­si­sche Prä­si­dent, um einen Tipp für das Fina­le am 15. Juli zu erfra­gen. “Sie sind Exper­ten von Welt­ruf : Sagen Sie mir doch, wer in die­sem Jahr den Pokal gewin­nen wird!” Ihre Pro­gno­sen gaben die FIFA-Legen­den aber erst ab, als die Repor­ter den Raum ver­las­sen hat­ten.

Mehr zum The­ma - “Die gan­ze Welt sieht die­se fan­tas­ti­sche Par­ty hier” — Putin und Infan­ti­no üben Elf­me­ter­schie­ßen

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Portugals Präsident : “Europameister ist eine Sache, Weltmeister eine andere” (Video)


Mehr zum The­ma — Russ­land im WM-Fie­ber : Poli­zei­be­am­ter prä­sen­tiert Pas­san­ten sein Kön­nen am Ball

Das Spiel sei­nes Lan­des gegen Spa­ni­en fand das por­tu­gie­si­sche Staats­ober­haupt sehr span­nend und schwie­rig. Doch das Auf­ein­an­der­tref­fen mit dem Iran könn­te noch schwie­ri­ger aus­fal­len, pro­gnos­ti­zier­te er :

Man soll­te also bei den Vor­her­sa­gen Ver­nunft bewah­ren. Man soll­te hof­fen, aber zugleich vor­sich­tig sein.

Mehr zum The­ma — Fuß­ball-WM : Ira­ner fei­ern zwei­ten Sieg in WM-Geschich­te

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Terrorverdächtige verkleiden sich als Polizisten : Droht Vietnam eine bunte Revolution ?


Wie das viet­na­me­si­sche Nach­rich­ten­por­tal Tuoi Tre News  mel­de­te, hat­ten sich am Sonn­tag drei ver­däch­ti­ge Per­so­nen im Zen­trum von Ho-Chi-Minh-Stadt (ehe­mals Sai­gon) als Poli­zis­ten ver­klei­det. Sie tru­gen auch Hand­schel­len und hat­ten die Dienst­aus­wei­se ande­rer Poli­zis­ten bei sich. Weil sie sich ver­däch­tig ver­hiel­ten, indem sie den öffent­li­chen Frie­den stör­ten, kam ihnen die ech­te Poli­zei auf die Spu­ren.

Nach der Fest­nah­me stell­ten die Behör­den Mes­ser, Pfef­fer­spray und ande­re Waf­fen sicher. Bis­her äußer­ten sich die Fest­ge­nom­me­nen nicht zu ihrem Tat­mo­tiv. Die Poli­zei prüft, ob die Aus­wei­se authen­tisch sind.

Am Sams­tag hat­te die viet­na­me­si­sche Poli­zei etwa 100 Per­so­nen fest­ge­nom­men, da die­se die öffent­li­che Ord­nung stör­ten und ille­ga­le Ver­samm­lun­gen abhiel­ten. 

Tuoi Tre News berich­te­te unter Beru­fung auf eine Poli­zei­quel­le, dass die Behör­den meh­re­re Ver­däch­ti­ge aus­ge­macht haben, die hin­ter die­sen und wei­te­ren ähn­li­chen Kra­wal­len ste­hen. Es hand­le sich um aus­län­di­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen, die mit Viet­na­me­sen zusam­men­ar­bei­ten, um den viet­na­me­si­schen Staat zu unter­gra­ben und sozia­le Unru­hen anzu­stif­ten.

Die Fest­ge­nom­me­nen sei­en dar­in unter­rich­tet wor­den, die Bevöl­ke­rung zu mani­pu­lie­ren und die Viet­na­me­sen dazu zu brin­gen, sich ihnen anzu­schlie­ßen.

Eini­ge Ver­däch­ti­ge ver­klei­de­ten sich als Poli­zis­ten und grif­fen Demons­tran­ten an, um den Unmut der Betei­lig­ten noch wei­ter gegen den viet­na­me­si­schen Staat zu rich­ten. 

Ins­ge­samt ver­haf­te­ten die Behör­den 310 Per­so­nen. Ihnen wird vor­ge­wor­fen, wäh­rend Demons­tra­tio­nen sich geset­zes­wid­rig ver­hal­ten zu haben. Unter den Ver­haf­te­ten befin­det sich auch ein US-Staats­bür­ger. Er soll an den Pro­tes­ten betei­ligt gewe­sen sein.

Mehr zum The­ma — Erst­mals seit 40 Jah­ren : US-ame­ri­ka­ni­scher Flug­zeug­trä­ger in Viet­nam ein­ge­trof­fen

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Bundestag beschließt Beschaffung israelischer Kampfdrohnen für fast eine Milliarde Euro


Uni­on und SPD haben nach jah­re­lan­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen im Bun­des­tag den Weg frei gemacht für die Beschaf­fung von Kampf­droh­nen für die Bun­des­wehr. Damit erhält die Luft­waf­fe erst­mals unbe­mann­te Flug­zeu­ge, die auch Waf­fen tra­gen kön­nen. Über die Bewaff­nung selbst soll nach Ver­ab­re­dung im Koali­ti­ons­ver­trag erst “nach aus­führ­li­cher völ­ker­recht­li­cher, ver­fas­sungs­recht­li­cher und ethi­scher Wür­di­gung” geson­dert ent­schie­den wer­den.

Das ist ein wich­ti­ges Signal des Bun­des­ta­ges an sei­ne Par­la­ments­ar­mee”, sag­te Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en (CDU) nach der Sit­zung.

Die “Heron TP” habe eine bes­se­re Auf­lö­sung und kön­ne wei­ter flie­gen, daher tra­ge sie zu einem bes­se­ren Schutz der Sol­da­ten bei.

Über die Anschaf­fung von Kampf­droh­nen wird kon­tro­vers dis­ku­tiert. Die Luft­waf­fe for­dert seit vie­len Jah­ren Kampf­droh­nen zum Schutz der eige­nen Sol­da­ten in den Ein­satz­ge­bie­ten. Kri­ti­ker mei­nen dage­gen, die fern­ge­steu­er­ten Flug­zeu­ge senk­ten die Hemm­schwel­le zum Waf­fen­ein­satz.

Mehr zum The­ma — Neue Waf­fen gegen Aus­rüs­tungs­män­gel bei der Bun­des­wehr — dar­un­ter auch israe­li­sche Kampf­droh­nen

Auf­klä­rungs­droh­nen setzt die Bun­des­wehr seit Jah­ren ein, der­zeit in Mali und Afgha­ni­stan. Sie sind zu klein, um sie mit Waf­fen auf­zu­rüs­ten. Von der Ley­en hat­te sich Anfang 2016 daher ent­schie­den, die “Heron TP” des israe­li­schen Her­stel­lers IAI zu beschaf­fen. Sie ist 14 Meter lang, hat eine Spann­wei­te von 26 Metern, eine grö­ße­re Reich­wei­te — und sie kann bei Bedarf mit Rake­ten bewaff­net wer­den.

Die “Heron TP” soll nur eine Über­gangs­lö­sung bis zur Ent­wick­lung einer euro­päi­schen Droh­ne sein. Da das Pres­ti­ge­pro­jekt aber frü­hes­tens 2025 fer­tig sein wird, sol­len die israe­li­schen Droh­nen ange­mie­tet wer­den.

Die Anschaf­fung gilt als eines der wich­tigs­ten Rüs­tungs­pro­jek­te der Minis­te­rin. Eigent­lich woll­te die CDU-Poli­ti­ke­rin den Deal im ver­gan­ge­nen Som­mer abschlie­ßen. Aber kurz vor der Unter­zeich­nung des Ver­trags blo­ckier­te die SPD im Bun­des­tag das Pro­jekt. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten zogen mit­ten im Wahl­kampf die Not­brem­se. Die Mehr­heit der Deut­schen ist nach wie vor gegen Kampf­droh­nen.

Kri­tik : Ethi­sche Debat­te um “auto­ma­ti­schen Kil­ler­waf­fe” nach dem Beschluss ?

Den Ver­trag mit dem Betrei­ber der israe­li­schen Droh­nen, dem Rüs­tungs­kon­zern Air­bus, will das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um noch die­se Woche unter Dach und Fach brin­gen. Die Bun­des­wehr hat­te mit dem Unter­neh­men über die ver­gan­ge­nen Mona­te ver­ein­bart, den Ver­trag wei­ter zu den aus­ge­han­del­ten Bedin­gun­gen abschlie­ßen zu kön­nen. Die Ange­bots­bin­de­frist läuft am 15. Juni aus. Der Miet­ver­trag umfasst noch nicht die Kos­ten für den Betrieb und den Ein­satz der Droh­ne — damit könn­te das Pro­jekt die Mil­li­ar­den­mar­ke über­schrei­ten.

Mit die­ser Ent­schei­dung machen wir einen Quan­ten­sprung im Bereich der unbe­mann­ten Luft­fahr­zeu­ge”, sag­te der Inspek­teur der Luft­waf­fe, Gene­ral­leut­nant Ingo Ger­hartz, der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Mit der bes­se­ren Auf­klä­rungs­sen­so­rik und der gleich­zei­tig län­ge­ren Steh­zeit in der Luft kön­ne der Schutz der Sol­da­ten im Ein­satz wesent­lich ver­bes­sert wer­den.

Mehr zum The­ma — Bun­des­wehr darf waf­fen­fä­hi­ge Droh­nen anschaf­fen — Wider­stand aus der Oppo­si­ti­on

Gegen das Vor­ha­ben regt sich wei­ter Wider­stand.

Bereits die Ent­schei­dung der Gro­ßen Koali­ti­on im Ent­wurf des Koali­ti­ons­ver­tra­ges für die Droh­ne warf die Fra­ge auf, war­um man erst die Anschaf­fung fest­le­ge und erst dann ethi­sche und recht­li­che Fra­gen klä­ren wol­le. Die ärzt­li­che Frie­dens­or­ga­ni­sa­ti­on IPPNW hat­te gefor­dert

die lan­ge ver­spro­che­ne sorg­fäl­ti­ge Prü­fung die­ses umstrit­te­nen Waf­fen­sys­tems in Zusam­men­ar­beit mit deut­schen und inter­na­tio­na­len Whist­leb­lo­wern, Opfern, Wis­sen­schaft­le­rIn­nen, Droh­nen­per­so­nal aus ver­schie­de­nen Län­dern, Juris­tIn­nen, Ärz­tIn­nen, NGOs und UNO zeit­nah durch­zu­füh­ren.“

Nach der Aus­schuss­sit­zung am Mitt­woch frag­te Grü­nen-Poli­ti­ker Tobi­as Lind­ner, wann die geplan­te ethi­sche Debat­te nun geführt und wel­che Ergeb­nis­se sie brin­gen sol­le. Zudem sei unklar, ob nun die wirt­schaft­lichs­te Lösung beschlos­sen wor­den sei. Lind­ner kri­ti­sier­te, es habe kein Wett­be­werb bei dem Beschaf­fungs­pro­jekt statt­ge­fun­den. Die Lin­ken-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Tobi­as Pflü­ger und Andrej Hun­ko hin­ge­gen kri­ti­sier­ten einen ers­ten Schritt zur “auto­ma­ti­schen Kil­ler­waf­fe” und war­fen der SPD Ein­kni­cken vor. Mit der Bewaff­nungs­fä­hig­keit der Droh­ne wer­de Druck zur tat­säch­li­chen Bewaff­nung erzeugt, sag­te Pflü­ger. Die FDP-Haus­häl­ter for­der­ten hin­ge­gen in einem eige­nen Antrag, das Sys­tem sofort in bewaff­ne­tem Zustand zu beschaf­fen. (dpa/ rt deutsch)

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Eine Menge Fortschritt“: Trump und Kim wollen Vereinbarung unterzeichnen


Bei ihrem Tref­fen auf der Insel Sento­sa in Sin­ga­pur haben sich US-Prä­si­dent Donald Trump und Nord­ko­reas Staa­to­ber­haupt Kim Jong-un auf die Unter­zeich­nung einer Ver­ein­ba­rung geei­nigt. Über Inhal­te des Doku­ments wur­de zunächst nichts bekannt.

Trump sag­te nach sei­ner ers­ten Begeg­nung mit Kim :

Es ist bes­ser gelau­fen, als irgend­je­mand hät­te erwar­ten kön­nen. Spit­zen­klas­se.

Nach sei­nen Anga­ben brach­te das Tref­fen „eine Men­ge Fort­schritt“. Trump nann­te die Gesprä­che „wirk­lich sehr posi­tiv“. Bei den Unter­re­dun­gen ging es vor­ran­gig um die ato­ma­re Abrüs­tung Nord­ko­reas. Bei der Begrü­ßung des US-Prä­si­den­ten sag­te Kim :

Es war nicht ein­fach, hier­her zu kom­men. Alte Prak­ti­ken und Vor­ur­tei­le haben gegen uns gear­bei­tet. Aber wir haben sie alle über­wun­den. Und jetzt sind wir hier.

Außer­dem erklär­te Kim :

Es lie­gen Her­aus­for­de­run­gen bevor, doch wir wer­den mit Trump zusam­men­ar­bei­ten. Wie haben alle Arten der Skep­sis und Spe­ku­la­tio­nen um die­sen Gip­fel über­wun­den, und ich glau­be, das ist gut für den Frie­den.

Nach einem his­to­ri­schen Hand­schlag und dem ers­ten Zusam­men­tref­fen eines im Amt befind­li­chen US-Prä­si­den­ten mit einem nord­ko­rea­ni­schen Staats­chef hat­te Trump mit Kim zunächst 38 Minu­ten lang ohne die Unter­stüt­zung von Bera­tern gespro­chen. Spä­ter kamen auf bei­den Sei­ten wei­te­re Ver­hand­ler hin­zu. Dar­un­ter auf Sei­ten der Ame­ri­ka­ner Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo, Stabs­chef John Kel­ly und Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton. Auf nord­ko­rea­ni­scher Sei­te nah­men der frü­he­re Geheim­dienst­chef und ein­fluss­rei­che Bera­ter Gene­ral Kim Yong Chol sowie Außen­mi­nis­ter Ri Yong Ho an den Gesprä­chen teil.

Eine voll­stän­di­ge, über­prüf­ba­re und unum­kehr­ba­re Denu­kle­a­ri­sie­rung auf der korea­ni­schen Halb­in­sel ist das ein­zi­ge Ergeb­nis, das die USA akzep­tie­ren wer­den“, setz­te Außen­mi­nis­ter Pom­peo als Ziel­vor­ga­be. „Wenn sich die Diplo­ma­tie nicht in die rich­ti­ge Rich­tung bewegt, wer­den die Sank­tio­nen ver­schärft.

Mit ihrer per­sön­li­chen Begeg­nung im Luxus­ho­tel „Capel­la“ wol­len bei­de Poli­ti­ker nach ihrem anfangs ange­spann­ten und teils offen feind­li­chen Ver­hält­nis einen Neu­an­fang wagen. Es geht um eine Denu­kle­a­ri­sie­rung der korea­ni­schen Halb­in­sel und um eine Frie­dens­lö­sung zwi­schen den bei­den korea­ni­schen Staa­ten – der Kriegs­zu­stand wur­de seit dem Ende des Korea­krie­ges im Jahr 1953 völ­ker­recht­lich nie been­det.

Mehr zum The­ma — Wer hat in Nord­ko­rea die Macht ? Spe­ku­la­tio­nen als Werk­zeug gegen Pjöng­jang

(dpa/rt deutsch)

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Gentrifizierung hoch zwei : Parkplatz in Hongkong für mehr als eine halbe Million US-Dollar verkauft


Der Park­platz des luxu­riö­sen Apart­ment­kom­ple­xes Ulti­ma befin­det sich im Hong­kon­ger Stadt­teil Kow­loon. Es wur­de ursprüng­lich im Sep­tem­ber 2017 von einem ört­li­chen Ehe­paar für 3,4 Mil­lio­nen Hong­kong-Dol­lar (430.000 US-Dol­lar) gekauft. Dies berich­te­te die South Chi­na Morning Post. Dabei berief sie sich auf Grund­buch­aus­zü­gen.

Die Anla­ge befin­det sich in einer luxu­riö­sen Wohn­ge­gend. Die Bewoh­ner haben viel Bar­geld” sag­te San­dia Lau, eine Direk­to­rin der Cen­tali­ne Pro­per­ty Agen­cy, der Zei­tung.

Eine Woh­nung in der Gegend kos­tet Lau zufol­ge etwa 12,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar. Die Paar Hun­dert­tau­send Dol­lar für einen Park­platz sei­en im Ver­gleich Pea­nuts.

Ihre Bequem­lich­keit ist wich­ti­ger.

Neun Mona­te spä­ter ver­kauf­te das Paar den Park­platz wei­ter — 330.000 Dol­lar über dem ursprüng­li­chen Kauf­preis.

Der Preis für den ein paar Meter gro­ßen Park­platz über­trifft den bis­her teu­ers­ten Park­platz in Hong­kong. Im Jahr 2017 zahl­te ein Geschäfts­mann 664.260 Dol­lar für einen Auto­ab­stell­platz in der Gegend von Sai Ying Pun.

Einem mit dem Ver­kauf ver­trau­ten Agen­ten zufol­ge bevor­zu­gen die Bewoh­ner von Ulti­ma euro­päi­sche Luxus-Sport­wa­gen wie Fer­ra­ri und Lam­bor­ghi­ni und zie­hen es daher vor, ihre Park­plät­ze für den Eigen­ge­brauch zu behal­ten. Das Paar, das die Ulti­ma-Bucht ver­kauf­te, habe dort eine Audi-Limou­si­ne geparkt, sag­te er.

Ulti­ma führt jetzt die Lis­te der teu­ers­ten Park­plät­ze der Welt an. Im April wur­de ein Park­platz im Kom­plex für 1.274 Dol­lar pro Monat ver­mie­tet und ist damit der teu­ers­te Miet­park­platz der Stadt. Für die 527 Wohn­ein­hei­ten von Ulti­ma gibt es nur 370 Stell­plät­ze, was zu einer erheb­li­chen Erhö­hung der Park­platz­prei­se führ­te.

Hong­kong gehört zu den Städ­ten mit den teu­ers­ten Woh­nun­gen der Welt, wobei der Durch­schnitts­preis eines Hau­ses in der Stadt fast das 20-Fache des jähr­li­chen Haus­halts­ein­kom­mens beträgt. Die chi­ne­si­sche Stadt hat in den letz­ten sie­ben Jah­ren die Lis­te der teu­ers­ten Städ­te der Welt ange­führt.

Die ost­asia­ti­sche Metro­po­le brach meh­re­re Welt­re­kor­de, als die Prei­se für Immo­bi­li­en wei­ter in die Höhe schnell­ten. Im Novem­ber wur­den zwei der teu­ers­ten Woh­nun­gen in Asi­en für ins­ge­samt 149 Mil­lio­nen Dol­lar an einen ein­zi­gen Käu­fer ver­kauft.

Mehr zum The­ma — Kein Platz für neue Häu­ser ? Archi­tekt aus Hong Kong will Woh­nun­gen in alten Was­ser­roh­ren ein­rich­ten

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