Große Gefahr eines weiteren Dammbruchs in Brasilien


Die Stu­fe bedeu­te, dass die “dro­hen­de Gefahr” eines Damm­bruchs bestehe, sag­te Fla­vio Godin­ho vom Zivil­schutz dem Sen­der Glo­bo. Die Eisen­erz­mi­ne Cór­re­go do Fei­jão im süd­öst­li­chen Bun­des­staat Minas Gerais wur­de eben­falls von Vale betrie­ben. Am 25. Janu­ar hat­te der Damm­bruch dort eine Schlamm­la­wi­ne frei­ge­setzt, die über Tei­le von Brumad­in­ho und angren­zen­de Sied­lun­gen hin­weg roll­te. Die mit Schwer­me­tal­len durch­setz­te flüs­si­ge Mas­se gelang­te auch in den angren­zen­den Fluss Para­ope­ba und kon­ta­mi­nier­te ihn. Bis­her sei­en 203 Lei­chen gebor­gen, wie der Zivil­schutz von Minas Gerais auf sei­ner Web­sei­te schreibt. 105 Men­schen gel­ten nach wie vor als ver­misst. (dpa)

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Nukleare Auswirkung : Asche eines kremierten Mannes führt zu lokaler radioaktiver Verschmutzung


Infol­ge der Behand­lung befand sich noch eine Dosis Lute­ti­um Lu 177 Dota­ta­te in sei­nem Kör­per, als er ein­ge­äschert wur­de. Fast einen Monat danach über­prüf­ten die Mit­ar­bei­ter des Kre­ma­to­ri­ums mit einem Gei­ger­zäh­ler die Ver­bren­nungs­kam­mer und die Aus­rüs­tung, ein­schließ­lich Ofen, Vakuum­fil­ter und Kno­chen­bre­cher. Sie stell­ten erhöh­te Radio­ak­ti­vi­täts­wer­te fest, die mit dem im Kör­per des ver­stor­be­nen Man­nes vor­han­de­nen Radio­nu­klid Lute­ti­um Lu 177 über­ein­stimm­ten.

For­scher tes­te­ten die Mit­ar­bei­ter, um fest­zu­stel­len, ob es radio­ak­ti­ve Ver­bin­dun­gen in ihren Kör­pern gab. Kei­ner der Tests pass­te mit Lute­ti­um Lu 177 zusam­men, aber man fand her­aus, dass ein Mann die radio­ak­ti­ve Ver­bin­dung Tech­ne­ti­um Tc 99m in sei­nem Kör­per hat­te, obwohl er sich nie einem nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Ver­fah­ren unter­zo­gen hat­te.

Mehr zum The­ma — “Rein vor­sorg­lich” – Nach Moor­brand erfolgt Prü­fung auf radio­ak­ti­ve Strah­lung durch NATO-Muni­ti­on

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Düsseldorf : Kinderärzte nach Tod eines Siebenjährigen freigesprochen


Die Staats­an­walt­schaft hat­te einen 64 Jah­re alten Ober­arzt und eine 31 Jah­re alte Assis­tenz­ärz­tin vor Gericht gebracht, am Diens­tag aber selbst bean­tragt, bei­de frei­zu­spre­chen. Der Jun­ge hat­te laut Obduk­ti­on an einem gefähr­li­chen Darm­ver­schluss gelit­ten. Dies hat­ten die Kin­der­ärz­te auch recht­zei­tig erkannt, die Chir­ur­gen kamen aber laut Gut­ach­ter anschei­nend zu einem ande­ren Schluss. Nach fast zwölf Stun­den in der Kli­nik war der Jun­ge gestor­ben. (dpa)

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Großbritannien : Evakuierungspläne aus dem Kalten Krieg für die Queen im Falle eines harten Brexits


Die bri­ti­sche Dai­ly Mail beruft sich auf eine Quel­le in der Behör­de für zivi­le Not­fäl­le. Laut die­ser Quel­le wür­den im Zuge von Unru­hen durch einen har­ten Bre­x­it die Köni­gin, der Her­zog von Edin­burgh und ande­re füh­ren­de “Royals” in eine Rei­he von gehei­men Unter­künf­ten eva­ku­iert, die über das gan­ze Ver­ei­nig­te König­reich ver­teilt sind. Der Eva­ku­ie­rungs­plan trägt den Namen “Ope­ra­ti­on Can­did” und wur­de 1962, wäh­rend der Kuba-Kri­se, als die Welt kurz vor einem Atom­krieg stand, ent­wi­ckelt. 

Bei einer Eska­la­ti­on der Situa­ti­on wür­de die Queen sogar in einen “schwim­men­den Bun­ker” eva­ku­iert. Dabei han­delt es sich um die Roy­al-Yacht “Bri­tan­nia”. Die bri­ti­sche Behör­de befasst sich gewöhn­lich mit der Ver­füg­bar­keit von Lebens­mit­teln, Was­ser und Medi­ka­men­ten. 

Die Queen hat­te die Nati­on dazu auf­ge­ru­fen, eine “gemein­sa­me Basis zu suchen”. Die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May will den “Back­stop” in Brüs­sel nach­ver­han­deln. Hier­bei geht es um die neue EU-Außen­gren­ze, die durch den EU-Aus­tritt Groß­bri­tan­ni­ens zwi­schen Irland und Nord­ir­land ent­ste­hen wird. Für die EU ein nicht ver­han­del­ba­res Ele­ment des mit May aus­ge­han­del­ten Abkom­mens für den Aus­tritt. Ein unge­re­gel­ter EU-Aus­tritt, der soge­nann­te “har­te Bre­x­it”, ist damit noch nicht abge­wandt. 

Weder die Dow­ning Street noch der Buck­ing­ham Palace haben die Eva­ku­ie­rungs­plä­ne für die Queen und ande­re Royals bis­lang kom­men­tiert. 

Mehr zum The­ma — War­um The­re­sa May unter­schätzt wird

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Ex-Mitarbeiter der Antonio-Stiftung soll Auto eines AfD-Politikers angezündet haben


Am spä­ten Mitt­woch­abend wur­de auf das Auto des AfD-Poli­ti­kers Tilo P. in Neu­kölln durch drei Män­ner ein Brand­an­schlag ver­übt. Einer der Ver­däch­ti­gen wur­de von einer Zivil­strei­fe der Poli­zei gefasst. Nach Infor­ma­tio­nen des Tages­spie­gels han­delt es sich bei dem 39-Jäh­ri­gen um einen Rechts­ex­tre­mis­mus-Exper­ten und Autor, der Mit­ar­bei­ter der Ama­deu Anto­nio Stif­tung und der Mobi­len Bera­tung gegen Rechts­ex­tre­mis­mus Ber­lin (MBR) war.

Die Anto­nio-Stif­tung beton­te, dass der Ver­däch­ti­ge nie bei ihr ange­stellt gewe­sen sei, son­dern auf Hono­rar­ba­sis gear­bei­tet habe. In einem Tweet ver­ur­teil­te die Stif­tung den Anschlag “aufs Schärfs­te”, Gewalt sei kein Mit­tel der Aus­ein­an­der­set­zung. Die Stif­tung hat inzwi­schen den Namen des Man­nes aus ihrer Online­prä­senz gelöscht. Die Ama­deu Anto­nio Stif­tung will nach eige­nen Anga­ben die Zivil­ge­sell­schaft gegen Anti­se­mi­tis­mus, Ras­sis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus stär­ken.

Der Ver­däch­ti­ge war auch Ver­fas­ser von Bei­trä­gen für die Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung (BPB). Nach Anga­ben der BPB von 2014 war er für Pro­jek­te des Ver­eins für Demo­kra­ti­sche Kul­tur in Ber­lin (VDK) tätig und hat zu die­ser Zeit für die MBR gear­bei­tet. Die­se erklär­te am Don­ners­tag, dass der Mann “seit gerau­mer Zeit” nicht mehr für sie arbei­te. 

Am Mitt­woch gegen 23.30 Uhr fie­len Zivil­po­li­zis­ten in Neu­kölln drei Män­ner auf, die auf Fahr­rä­dern einen Wohn­block umrun­det hat­ten. Nach Poli­zei­an­ga­ben sol­len sie auf einem Innen­hof an einem Auto ste­hen geblie­ben sein. Einer der Män­ner soll sich am Fahr­zeug gebückt haben, wor­auf­hin alle drei schnell fort­fuh­ren. Die Poli­zis­ten ver­folg­ten das Trio und konn­ten einen Ver­däch­ti­gen ergrei­fen.

Zum Löschen des in Brand gesetz­ten Autos wur­de die Feu­er­wehr geru­fen. Der Ver­däch­ti­ge wur­de zu einer Gefan­ge­nen­sam­mel­stel­le gebracht und dort dem Staats­schutz über­ge­ben. Am Don­ners­tag­nach­mit­tag wur­de der Mann wie­der frei­ge­las­sen. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an, nach Anga­ben der Poli­zei ist er wei­ter tat­ver­däch­tig. Dage­gen erklär­te die Anwäl­tin des Man­nes dem Tages­spie­gel, dass “kein kon­kre­ter Tat­ver­dacht” bestehe und die Staats­an­walt­schaft kei­nen Haft­be­fehl bean­tragt habe.

Tilo P., des­sen Auto Ziel des Anschlags war, ist Vor­stands­mit­glied des AfD-Bezirks­ver­bands Neu­kölln. Er steht selbst im Ver­dacht, an einer Serie von Brand­an­schlä­gen gegen Poli­ti­ker und “Initia­ti­ven gegen Rechts” in Neu­kölln betei­ligt zu sein. Die Ermitt­lun­gen gegen ihn dau­ern an. In der AfD gibt es Bestre­bun­gen, ihn aus der Par­tei aus­zu­schlie­ßen.

In Ber­lin häu­fen sich Anschlä­ge auf Par­tei­en und Poli­ti­ker. Nach den vor­läu­fi­gen Zah­len der Poli­zei gab es im ver­gan­ge­nen Jahr min­des­tens 36 Atta­cken auf Par­tei­bü­ros. In 20 Fäl­len wer­den links­ex­tre­me, in fünf Fäl­len rechts­ex­tre­me Täter ver­mu­tet. Am häu­figs­ten wur­den Büros der SPD atta­ckiert, auf sie gab es 17 Angrif­fe. Es fol­gen die Lin­ke mit acht und die AfD mit sechs Angrif­fen.

Mehr zum The­ma — Schnüf­feln in der Kita : Bro­schü­re der Bun­des­re­gie­rung gegen radi­ka­les Gedan­ken­gut bei Klein­kin­dern

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Kosovo-Sondertribunal in Den Haag : Milošević-Ankläger ist nun Verteidiger eines UÇK-Kommandeurs


Rus­tem Mus­ta­fa, genannt “Remi”, und Sami Lush­t­a­ku sind nach Den Haag gereist, um vor dem Koso­vo-Son­der­tri­bu­nal aus­zu­sa­gen. Bis­her ist unklar, ob sie als Zeu­gen oder Ver­däch­ti­ge gela­den wur­den. Die bei­den waren wich­ti­ge Kom­man­deu­re der soge­nann­ten “Koso­vo-Befrei­ungs­ar­mee” (UÇK) wäh­rend des Krie­ges 1998 – 1999 in der dama­li­gen jugo­sla­wi­schen Pro­vinz. Nach dem Krieg nah­men sie aktiv am poli­ti­schen Leben im Koso­vo teil und waren Mit­glie­der der Demo­kra­ti­schen Par­tei des Koso­vo, des­sen Vor­sit­zen­der bis vor kur­zem der aktu­el­le Prä­si­dent des Koso­vo Hash­im Tha­çi war.

Mus­ta­fa hat­te die UÇK in der koso­va­ri­schen Regi­on Podu­je­vo kom­man­diert, Lush­t­a­ku war damals Mit­glied der soge­nann­ten Dre­ni­ca-Zel­le die­ser para­mi­li­tä­ri­schen Orga­ni­sa­ti­on, die vom dama­li­gen Jugo­sla­wi­en als Miliz mit sepa­ra­tis­ti­schen Bestre­bun­gen ein­ge­stuft wur­de. Die USA hat­ten die UÇK, die erst 1996 in Erschei­nung getre­ten war, zunächst auf die Lis­te inter­na­tio­na­ler ter­ro­ris­ti­scher Orga­ni­sa­tio­nen gesetzt, um spä­ter im benach­bar­ten Alba­ni­en Trai­nings­la­ger für die UÇK-Kämp­fer zu orga­ni­sie­ren und sie auf­zu­rüs­ten.

Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit, Kriegs­ver­bre­chen oder Han­del mit Orga­nen

Das Koso­vo-Son­der­ge­richt mit Sitz in Den Haag wur­de Anfang 2017 ein­ge­rich­tet und soll mut­maß­li­che Ver­bre­chen der UÇK wäh­rend und nach dem Krieg 1999 auf­klä­ren. Die Vor­wür­fe wie­gen schwer : Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit, Kriegs­ver­bre­chen, Ver­trei­bun­gen, Erschie­ßung, Fol­ter, sexua­li­sier­te Gewalt oder Han­del mit Orga­nen. Opfer waren über­wie­gend Ser­ben, aber auch Roma und koso­vo-alba­ni­sche Bür­ger, die bei der UÇK in Ver­dacht stan­den, mit den jugo­sla­wi­schen Behör­den oder Sicher­heits­kräf­ten zu “kol­la­bo­rie­ren” und somit nicht loy­al zu sein. 

Die Vor­wür­fe stüt­zen sich auf einen Bericht des Schwei­zers Dick Mar­ty aus dem Jahr 2010. Dar­in schrieb er, Hash­im Tha­çi und wei­te­re UÇK-Anfüh­rer sei­en am Han­del mit Orga­nen ser­bi­scher Gefan­ge­ner nach dem Koso­vo­krieg, an Auf­trags­mor­den und ande­ren Ver­bre­chen betei­ligt gewe­sen. Die Par­la­men­ta­ri­sche Ver­samm­lung des Euro­pa­rats nahm Mar­tys Bericht im Janu­ar 2011 an. Die Abge­ord­ne­ten ver­lang­ten in einer Reso­lu­ti­on eine seriö­se Unter­su­chung der Vor­fäl­le.

Vom Miloše­vić-Anklä­ger zum Ver­tei­di­ger der Ex-UÇK-Kämp­fer

Nach koso­va­ri­schen Medi­en­be­rich­ten sol­len noch sechs wei­te­re Ex-UÇK-Kämp­fer Vor­la­dun­gen vom Son­der­ge­richt erhal­ten haben, unter ihnen auch eine Frau. In den Medi­en kom­men ver­mehrt Berich­te dar­über auf, dass auch der aktu­el­le koso­va­ri­sche Prä­si­dent Tha­çi bald den Flie­ger Rich­tung Den Haag bestei­gen könn­te. Sein Anwalt könn­te der­sel­be sein, der auch den nun vor­ge­la­de­nen Lush­t­a­ku ver­tritt – Geoff­rey Nice.

Der Mann, der beim Pro­zess gegen den frü­he­ren jugo­sla­wi­schen Prä­si­den­ten Slo­bo­dan Miloše­vić als Anklä­ger auf­trat, soll nun eini­ge ehe­ma­li­ge UÇK-Kämp­fer vor dem Haa­ger Tri­bu­nal ver­tei­di­gen. In Ser­bi­en sorgt dies für hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen. Der renom­mier­te ser­bi­sche Anwalt Bra­nis­lav Tapuš­ko­vić, der zur glei­chen Zeit wie der Bri­te an den Pro­zes­sen beim UN-Tri­bu­nal tätig war, erhob schwe­re Vor­wür­fe gegen ihn.

Als Anklä­ger des Haa­ger Tri­bu­nals betei­lig­te sich Geoff­rey Nice an der Ver­nich­tung von Bewei­sen im Zusam­men­hang mit dem Han­del mit Orga­nen im Fal­le des soge­nann­ten ‘Gel­ben Hau­ses’ ”, sag­te Tapuš­ko­vić gegen­über der ser­bi­schen Tages­zei­tung Večern­je novos­ti

Das Ziel sei es gewe­sen, alle Spu­ren die­ses Ver­bre­chens an den Ser­ben zu besei­ti­gen. Auch die ehe­ma­li­ge Chef­an­klä­ge­rin des UN-Straf­ge­richts­hofs Car­la Del Pon­te behaup­te­te, gro­ße Men­gen die­ser Bewei­se sei­en ver­nich­tet wor­den.

Mehr zum The­ma — Aus­zeich­nung für kon­tro­ver­se Anklä­ge­rin : Car­la Del Pon­te erhält Frie­dens­preis

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Entschärfung eines Blindgängers in Potsdam — Hauptbahnhof komplett gesperrt


Im Sperr­kreis von etwa 800 Meter um den Fund­ort lie­gen unter ande­rem der Pots­da­mer Haupt­bahn­hof, der Land­tag und zwei Pfle­ge­hei­me. 

Mehr zum The­ma — Bom­ben­fund in Köln : 8.000 Men­schen müs­sen ihre Häu­ser ver­las­sen

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US-Berater Bolton droht Assad : “Scharfe Reaktion” im Falle eines chemischen Angriffs


Obwohl die Ankün­di­gung von Prä­si­dent Donald Trump, die in Syri­en sta­tio­nier­ten 2.000 US-Trup­pen zurück­zu­zie­hen, als plötz­li­cher Kurs­wech­sel vor Ort wahr­ge­nom­men wird, scheint es, dass sie die Syri­en­po­li­tik Washing­tons im All­ge­mei­nen kaum beein­flusst hat. Die jüngs­te, dünn ver­schlei­er­te Dro­hung eines Angriffs gegen Syri­en wur­de von John Bol­ton, dem natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ter der USA, auf sei­nem Weg nach Isra­el am Sams­tag aus­ge­spro­chen.

Es gibt abso­lut kei­ne Ände­rung in der Posi­ti­on der USA gegen den Ein­satz von Che­mie­waf­fen durch das syri­sche Régime und abso­lut kei­ne Ände­rung in unse­rer Posi­ti­on, dass jeder Ein­satz von Che­mie­waf­fen auf eine sehr schar­fe Reak­ti­on sto­ßen wür­de, wie wir es bereits zwei­mal getan haben”, sag­te Bol­ton Repor­tern in sei­nem Flug­zeug kurz vor der Lan­dung in Tel Aviv.

Mehr zum The­ma — Trump begrün­det Syri­en-Rück­zug : “Dort gibt es kei­nen Reich­tum, bloß Sand und Tod”

Wäh­rend der Zeit­plan für den geplan­ten Aus­zug unbe­stimmt bleibt, stell­te Bol­ton fest, dass die USA den syri­schen Prä­si­den­ten Baschar al-Assad für alle Vor­fäl­le mit che­mi­schen Waf­fen zur Ver­ant­wor­tung zie­hen wür­den.

Wäh­rend wir erläu­tern, wie der Rück­zug erfol­gen wird und unter wel­chen Umstän­den, wol­len wir nicht, dass das Assad-Régime unser Han­deln als eine Ver­rin­ge­rung unse­rer Oppo­si­ti­on gegen den Ein­satz von Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen sieht”, sag­te er.

Vie­le Optio­nen wür­den auf dem Tisch lie­gen … wenn [die syri­sche Regie­rung] die Leh­ren aus die­sen bei­den Angrif­fen nicht beach­tet, wird der nächs­te mehr sagen”, sag­te Bol­ton. Es war nicht das ers­te Mal, dass der Beam­te eine “viel stär­ke­re” Reak­ti­on auf den Ein­satz von Che­mie­waf­fen in Syri­en ver­sprach. Eine ähn­li­che Aus­sa­ge mach­te er bereits im Sep­tem­ber 2018.

Die USA haben Damas­kus für fast jeden Che­mie­waf­fen­zwi­schen­fall in Syri­en ver­ant­wort­lich gemacht und sich gewei­gert, eine ande­re Sei­te als mög­li­chen Täter zu betrach­ten. Bewei­se, die nicht zur akzep­tier­ten Erzäh­lung pass­ten, wur­den von Washing­ton und sei­nen Ver­bün­de­ten rou­ti­ne­mä­ßig igno­riert.

Im April 2018 star­te­ten die USA, Frank­reich und das Ver­ei­nig­te König­reich einen mas­si­ven Angriff, bei dem sie die mili­tä­ri­schen und zivi­len Ein­rich­tun­gen der syri­schen Regie­rung ins Visier nah­men. Der Angriff wur­de nach einem angeb­li­chen Che­mie­waf­fen­an­griff in der Stadt Duma, zehn Kilo­me­ter nörd­lich von Damas­kus, durch­ge­führt. Damals beschlos­sen Washing­ton und sei­ne Ver­bün­de­ten, nicht dar­auf zu war­ten, bis die Unter­su­chun­gen einer inter­na­tio­na­len Che­mie­waf­fen­be­hör­de beginnt.

Ein Jahr zuvor wur­de auch ein Che­mie­an­griff in der nörd­li­chen Stadt Khan Scheik­hun Assad ange­las­tet. Washing­ton star­te­te dar­auf eben­falls einen Rake­ten­an­griff auf einen Flug­platz der syri­schen Armee nur Tage nach dem Vor­fall, ohne auf eine Unter­su­chung zu war­ten.

Im Gegen­satz dazu blieb ein mili­tan­ter Beschuss von Wohn­ge­bie­ten in Alep­po im ver­gan­ge­nen Novem­ber, in dem auch che­mi­sche Muni­ti­on ver­wen­det wur­de, vom Wes­ten fast völ­lig unbe­merkt. Washing­ton wies aus­drück­lich die Berich­te von Dut­zen­den von ver­letz­ten Zivi­lis­ten zurück, wäh­rend es behaup­te­te, dass der gesam­te Vor­fall von Mos­kau und Damas­kus insze­niert und “wahr­schein­lich Trä­nen­gas gegen Zivi­lis­ten ein­ge­setzt wur­de”.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Bot­schaf­ter : 2018 – Jahr der ver­pass­ten Chan­cen für Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und USA

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Gerichtsmedizin : Alexander Perepilitschny starb eines natürlichen Todes


Die Unter­su­chung des Todes des rus­si­schen Geschäfts­man­nes Alex­an­der Pere­pi­lit­sch­ny, eines Zeu­gen im Fall Magnit­ski, hat erge­ben, dass der Mann im Novem­ber 2012 eines natür­li­chen Todes starb, nach­dem er beim Jog­gen in Süd­eng­land zusam­men­ge­bro­chen war.

Pere­pi­lit­sch­ny arbei­te­te mit den Schwei­zer Behör­den zusam­men, die den Tod von Ser­gei Magnit­ski und einen Fall von Geld­wä­sche von 240 Mil­lio­nen US-Dol­lar unter­such­ten, in dem rus­si­sche Offi­zi­el­le und das orga­ni­sier­te Ver­bre­chen ver­wi­ckelt gewe­sen sein sol­len.

Magnit­ski war ein rus­si­scher Anwalt, der wegen des Ver­dachts auf Steu­er­hin­ter­zie­hung in Unter­su­chungs­haft saß und dort trotz medi­zi­ni­scher Behand­lung 2009 an Herz­in­suf­fi­zi­enz und Pan­krea­ti­tis starb.

Sein Tod führ­te zu empör­ten Reak­tio­nen des Wes­tens und der Ver­ab­schie­dung des soge­nann­ten Magnit­s­ky Act durch den US-Kon­gress im Jahr 2012, der Sank­tio­nen gegen Beam­te ermög­lich­te.

Kurz vor dem Ter­min sei­ner Ver­neh­mung zu dem Fall im Novem­ber 2012 starb Pere­pi­lit­sch­ny beim Jog­gen bei sei­nem Luxus­haus auf dem Gut St George’s Hill in Wey­bridge, Sur­rey, süd­west­lich von Lon­don.

Der plötz­li­che Tod des 44-Jäh­ri­gen, der seit 2009 in Groß­bri­tan­ni­en Zuflucht gesucht hat­te, ließ die bri­ti­schen Medi­en ver­mu­ten, dass er ver­gif­tet wur­de. Sein Tod wur­de gericht­lich unter­sucht.

Unter­su­chungs­rich­ter Nicho­las Hil­li­ard erklär­te am Mitt­woch : “Ich bin zufrie­den mit den Bewei­sen, von denen ich gehört habe. Ich kann rich­tig und sicher fest­stel­len, dass er [Pere­pi­lit­sch­ny] an natür­li­chen Ursa­chen gestor­ben ist, näm­lich an einem plötz­li­chen Herz­tod.”

Hil­li­ard wies auch die Behaup­tung zurück, dass Spu­ren von töd­li­chem Gift aus einer sel­te­nen Gel­se­mi­um-Pflan­ze, die nur in Russ­land und Chi­na wächst, im Magen von Pere­pi­lich­ny ent­deckt wor­den sei­en. Die nicht iden­ti­fi­zier­te Ver­bin­dung im Magen des Man­nes habe nichts mit dem auch als “Heart­break-Gras” bekann­ten Gel­se­mi­um zu tun, sag­te er.

Hil­li­ard ergänz­te, dass auch die Lon­do­ner Poli­zei die Ansicht tei­le, dass es kei­nen Beweis für die Ver­wick­lung eines “feind­se­li­gen staat­li­chen Akteurs” gebe und dass kei­ne Unter­su­chung des Vor­falls erfol­gen wird.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sches Außen­mi­nis­te­ri­um reagiert auf “Zir­kus” im bri­ti­schen Unter­haus

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