Fall Epstein : CBS feuert Mitarbeiterin für Durchstechen eines Videos


Der US-ame­ri­ka­ni­sche Fern­seh­sen­der CBS hat Berich­ten zufol­ge eine Mit­ar­bei­te­rin gefeu­ert, weil sie das Video öffent­lich mach­te, in dem sich die ABC-Mode­ra­to­rin Amy Robach über ihren Sen­der beklag­te, weil die­ser vor Jah­ren ihren Bericht über den Pädo­phi­len Jef­frey Epstein nicht aus­strahl­te. Die nun von CBS ent­las­se­ne Mit­ar­bei­te­rin hat­te zuvor bei ABC gear­bei­tet.

Die nament­lich nicht genann­te Frau wur­de am Mitt­woch gefeu­ert, nach­dem ABC den (ver­meint­li­chen) Kon­kur­renz­sen­der “aus Gefäl­lig­keit” dar­auf hin­ge­wie­sen hat­te, dass die­se frü­he­re Mit­ar­bei­te­rin im Besitz des Vide­os war und es an “Pro­ject Veri­tas” wei­ter­ge­ge­ben haben könn­te. Das berich­te­te das Online-Por­tal Page Six am Don­ners­tag unter Beru­fung auf Quel­len bei ABC.

Wie es in dem Bericht hieß, ent­schied sich ABC, den Kon­kur­ren­ten über die “Ver­rä­te­rin” in des­sen Beleg­schaft zu infor­mie­ren, nach­dem der Sen­der nach Prü­fung aller Optio­nen fest­ge­stellt hat­te, dass er nach dem Weg­gang der Mit­ar­bei­te­rin ansons­ten wenig gegen sie unter­neh­men könn­te. Hät­te sie noch immer bei ABC gear­bei­tet, wäre das Wei­ter­rei­chen des Vide­os auch dort ein Kün­di­gungs­grund gewe­sen.

Es ist indes gar nicht bekannt, ob die Mit­ar­bei­te­rin selbst das Video an “Pro­ject Veri­tas” wei­ter­gab. In jedem Fall ver­folgt ABC “alle Wege”, um die Quel­le des Lecks zu fin­den. Die Ver­öf­fent­li­chung des Vide­os am Diens­tag erschüt­ter­te den Sen­der. Ein Unter­neh­mens­spre­cher erklär­te, dass “wir Ver­let­zun­gen der Unter­neh­mens­po­li­tik sehr ernst neh­men.”

In dem Video beklagt Robach, dass der Sen­der bereits vor drei Jah­ren ihren Bericht über den gut ver­netz­ten Pädo­phi­len Jef­frey Epstein in der Schub­la­de ver­schwin­den ließ. In dem Bericht ent­hal­ten war auch ein Inter­view mit dem Epstein-Opfer Vir­gi­nia Roberts Giuff­re. Robach sag­te in dem Video, das sie im Gespräch mit ihrem Pro­du­zen­ten zeigt :

Sie hat­te Bil­der, sie hat­te alles, zwölf Jah­re lang hat­te sie sich ver­steckt. Wir haben sie über­zeugt, her­vor­zu­kom­men und mit uns zu reden. Was wir hat­ten, war unglaub­lich. Wir hat­ten Clin­ton, wir hat­ten alles … Dann fand das König­haus her­aus, dass wir Anschul­di­gun­gen gegen Prinz Andrew hat­ten, und bedroh­te uns auf man­nig­fal­ti­ge Wei­se.

ABC erklär­te nach der Ver­öf­fent­li­chung des Vide­os, dass es sei­ner­zeit nicht “genü­gend Bele­ge” für die­se Anschul­di­gun­gen gegen Epstein gege­ben habe.

Die Ent­las­sung der ver­meint­li­chen Whist­leb­lo­we­rin hat Beob­ach­ter des Epstein-Skan­dals auf­ge­bracht. Nicht nur ließ ABC den Bericht ver­schwin­den – ver­mut­lich, wie Robach in dem Video behaup­tet, weil die Eigen­tü­mer des Vide­os Teil eines “Netz­werks von Leu­ten” sind, die in die Ver­be­chen Epsteins ver­wi­ckelt waren –, son­dern der Sen­der sorg­te auch heu­te noch dafür, dass die mut­maß­li­che Infor­man­tin nun ihren Job ver­lor. Vie­le frag­ten sich, auf wes­sen Sei­te die­se Medi­en eigent­lich ste­hen.

James O’Kee­fe, Grün­der von “Pro­ject Veri­tas”, urteil­te auf Twit­ter, die Vor­gän­ge sei­en kaf­ka­esk :

Tech-Unter­neh­men üben die Macht aus, Inhal­te zu kura­tie­ren und zu prio­ri­sie­ren, die nur von “akkre­di­tier­ten” Jour­na­lis­ten kom­men, die für die Medi­en­un­ter­neh­men arbei­ten, die an Geheim­ab­spra­chen und Ver­tu­schun­gen betei­ligt sind.

Mehr zum The­ma — Prinz Andrew und der Epstein-Skan­dal : Die bri­ti­sche Pres­se zeigt auf Russ­land

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Hongkong fürchtet neue gewalttätige Proteste nach Tod eines Studenten


Der jun­ge Mann stu­dier­te an der Hong Kong Uni­ver­si­ty of Sci­ence and Tech­no­lo­gy (UST) und nahm wie vie­le ande­re sei­ner Kom­mi­li­to­nen an den seit Juni andau­ern­den Pro­tes­ten gegen die Regie­rung der chi­ne­si­schen Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne Hong­kong teil. Am Mon­tag ver­schanz­te er sich mit ande­ren Pro­test­lern in einem Park­haus im Stadt­teil Tse­ung Kwan O, von wo aus Poli­zis­ten auf der Stra­ße mit Gegen­stän­den bewor­fen wur­den. Dar­auf­hin feu­er­te die Poli­zei Trä­nen­gas in das Park­haus, um die Pro­tes­tie­ren­den zum Rück­zug zu bewe­gen.

Unter wel­chen Umstän­den Chow dann tat­säch­lich aus dem drit­ten Stock­werk fiel und sich dabei schwers­te Kopf­ver­let­zun­gen zuzog, ist hin­ge­gen nicht bekannt. Man fand den Stu­den­ten bewusst­los in einer Blut­la­che lie­gend, er wur­de umge­hend in das Queen-Eliza­beth-Kran­ken­haus gebracht. Laut der Nach­rich­ten­agen­tur AFP wur­de Chow zwei­mal ope­riert, aber die Ver­let­zun­gen waren offen­sicht­lich zu schwer, sodass er am Frei­tag­mor­gen ver­starb.

Die Abschluss­fei­er­lich­kei­ten an der UST wur­den mit einer Schwei­ge­mi­nu­te unter­bro­chen, wäh­rend sei­ne Kom­mi­li­to­nen seit Mon­tag unun­ter­bro­chen Mahn­wa­chen hiel­ten. Als das Kran­ken­haus Chows Tod bekannt gab, rie­fen ver­schie­de­ne Lager der Pro­test­be­we­gung über das Inter­net zu Nacht­wa­chen in Hong­kong auf, die von Frei­tag auf Sams­tag abge­hal­ten wer­den sol­len. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass die­ser Vor­fall die für das Wochen­en­de ange­kün­dig­ten Pro­tes­te erneut eska­lie­ren las­sen könn­te.

In der Ver­gan­gen­heit gab es immer wie­der äußerst gewalt­tä­ti­ge Aus­schrei­tun­gen. Pro­test­ler war­fen Brand­bom­ben auf Poli­zis­ten, Geschäf­te oder Ein­gän­ge von U‑Bahn-Sta­tio­nen, die Poli­zei ging als Reak­ti­on dar­auf wenig zim­per­lich mit Trä­nen­gas, Gum­mi­knüp­peln und sogar schar­fer Muni­ti­on vor.

Mehr zum The­ma — Pro­test­ler in Hong­kong : “Aggres­si­on ist manch­mal not­wen­dig” 

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Wieso stimmt Deutschland gegen UN-Resolution zur Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum ?


Was bewegt die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land dazu, bei den Ver­ein­ten Natio­nen gegen Anstren­gun­gen zur Ver­hin­de­rung eines Wett­rüs­tens im Welt­raum zu stim­men, dies zudem im Gegen­satz zur über­gro­ßen Mehr­heit der inter­na­tio­na­len Staa­ten­ge­mein­schaft ?

Mehr zum The­ma — Krieg der Ster­ne : Trump will den Welt­raum bezwin­gen

Am Diens­tag stand bei der der­zeit lau­fen­den UN-Voll­ver­samm­lung ein von Russ­land vor­ge­leg­ter Reso­lu­ti­ons­ent­wurf zur Abstim­mung, der das Ziel hat, ein dro­hen­des Wett­rüs­ten im Welt­raum zu ver­hin­dern. Für das Doku­ment stimm­te eine Mehr­heit von 124 Staa­ten. Aller­dings stimm­ten die USA, Isra­el und Deutsch­land sowie alle wei­te­ren EU-Staa­ten dage­gen. RT-Redak­teur Flo­ri­an War­weg frag­te auf der aktu­el­len Bun­des­pres­se­kon­fe­renz (BPK) nach den Beweg­grün­den für die Stimm­ent­schei­dung Deutsch­lands. Die Ant­wort des Spre­chers aus dem Aus­wär­ti­gen Amt geht wohl in die Anna­len der BPK als eine der schlech­tes­ten Aus­re­den des Jah­res 2019 ein : 

Hin­weis der Redak­ti­on : You­Tube hat den Upload von Video-Clips und Live-Streams bis zum 14.11. blo­ckiert. Daher wer­den wir bis zu die­sem Zeit­punkt Vide­os nur über unse­re eige­nen Ser­ver ver­brei­ten kön­nen.

RT Deutsch


In eigener Sache : YouTube-Kanal von RT Deutsch wegen eines zwei Jahre alten Videos gesperrt


RT Deutsch lädt täg­lich Dut­zen­de Vide­os auf sei­nem You­Tube – Kanal hoch : Video­clips, kur­ze und lan­ge Bei­trä­ge, Inter­views, Repor­ta­gen, Kom­men­ta­re, Dokus sowie deut­sche Über­set­zun­gen aus dem News­block des eng­lisch­spra­chi­gen RT-Fern­seh­sen­ders. Als ein­zi­ger Sen­der der mehr­spra­chi­gen RT-Fami­lie hat RT Deutsch bis­lang noch kei­nen eige­nen Kabel­ka­nal, ist jedoch durch ein weit­rei­chen­des Video­an­ge­bot auf You­Tube und in den sozia­len Netz­wer­ken sowie mit den zwei wöchent­li­chen Maga­zi­nen Der Feh­len­de Part und 451 Grad breit im Inter­net ver­tre­ten.

Mit einer Zahl von der­zeit 316.000 You­Tube-Abon­nen­ten wird unser Qua­li­täts­an­spruch der Publi­kums­er­war­tung an hoch­wer­ti­ge alter­na­ti­ve Bericht­erstat­tung gerecht. Mit wach­sen­der Abon­nen­ten­zahl wächst jedoch auch die Gefahr der Abhän­gig­keit vom pri­vat betrie­be­nen Goog­le-Netz­werk.

Die­ses hat am 21. August 2019 sei­ne Sicher­heits­richt­li­ni­en deut­lich ver­schärft. Sie gel­ten vor allem in den Berei­chen “sexu­el­ler, schäd­li­cher oder gefähr­li­cher, hass­erfüll­ter, gewalt­tä­ti­ger oder grau­sa­me Inhal­te” sowie Dro­hun­gen, Urhe­ber­recht und Daten­schutz. In der gekürz­ten Ver­si­on der Richt­li­ni­en lis­tet You­Tube fol­gen­de Inhal­te auf, die u.a. auf der Platt­form nicht ver­öf­fent­licht wer­den dür­fen :

Film­ma­te­ri­al, Audio­in­hal­te oder Bil­der, die Ver­kehrs­un­fäl­le, Natur­ka­ta­stro­phen, Kriegs­fol­gen, Fol­gen von Ter­ror­an­schlä­gen, Stra­ßen­kämp­fe, kör­per­li­che Angrif­fe, sexu­el­le Über­grif­fe, Zer­stö­rung, Fol­ter, Lei­chen, Pro­tes­te oder Kra­wal­le, Raub­über­fäl­le, medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen oder ande­re Sze­na­ri­en die­ser Art zei­gen, um bei den Zuschau­ern Schock oder Ekel her­vor­zu­ru­fen.

Durch den Hin­weis, dies gel­te “ohne ent­spre­chen­den Kon­text für die Zuschau­er”, ist die­se äußerst rigo­ro­se Rege­lung für Nach­rich­ten­por­ta­le ent­schärft. Denn als Nach­rich­teme­di­um tut RT Deutsch jedes Mal nichts ande­res, als auch unschö­ne Din­ge, die in der Welt gesche­hen, in einem ent­spre­chen­den Kon­text – sprich, mit Beschrei­bung, Erklä­rung und wenn nötig auch Bewer­tung – zu zei­gen.

In eigener Sache: YouTube-Kanal von RT Deutsch wegen eines zwei Jahre alten Videos gesperrt
Screen­shot You­tube

Doch inwie­weit die zu den Vide­os hin­zu­ge­füg­te Begleit­in­for­ma­tio­nen die­ser For­de­rung nach einem “rich­ti­gen” Kon­text genü­gen oder nicht, liegt ein­zig und allein in Ermes­sen der You­Tube-Algo­rith­men und ‑Admi­nis­tra­to­ren. Was erschwe­rend hin­zu­kommt : Die neu­en Richt­li­ni­en gel­ten für alle bereits auf der Platt­form hoch­ge­la­de­nen Vide­os – also auch für den Zeit­raum, als Nut­zer von den kom­men­den Ein­schrän­kun­gen noch nichts ahnen konn­ten.

You­Tube bemän­gel­te nun, ein vor zwei Jah­ren von RT Deutsch ver­öf­fent­lich­tes Video sei mit den neu­en Richt­li­ni­en unver­ein­bar – und ver­häng­te eine ein­wö­chi­ge Upload-Sper­re. 

In eigener Sache: YouTube-Kanal von RT Deutsch wegen eines zwei Jahre alten Videos gesperrt

Im Moment steht unse­re Redak­ti­on in Kon­takt mit You­Tube. Ob es gelingt, die Auf­he­bung der Sper­re oder eine Frist­ver­kür­zung zu erwir­ken, ist unge­wiss. Wir bit­ten daher unse­re You­Tube-Zuschau­er um Ver­ständ­nis und ein wenig Geduld. 

RT Deutsch


Halle : Terror als Livestream — Chronologie eines Amoklaufs (Video)


Die Tat­sa­che, dass die von ihm selbst gebau­ten Bom­ben und Waf­fen zum größ­ten Teil ver­sag­ten, ver­hin­der­te ein noch grö­ße­res Blut­bad, wie es eigent­lich von ihm geplant war.

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Putin : Moskau hilft Peking beim Aufbau eines Raketenangriffswarnsystems


Mos­kau hilft Peking beim Auf­bau eines Rake­ten­an­griffs­warn­sys­tems, das die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit Chi­nas dras­tisch erhöht. Das teil­te Prä­si­dent Wla­di­mir Putin am Don­ners­tag mit und stell­te fest, dass nur Russ­land und die USA der­zeit über eine sol­che Tech­no­lo­gie ver­fü­gen. Vor den hoch­ran­gi­gen Gäs­ten des 16. Wald­ai-Klubs in Sot­schi sag­te er :

Ich glau­be nicht, dass ich hier ein gro­ßes Geheim­nis ver­ra­ten wer­de. Es wird sowie­so klar wer­den. Wir hel­fen unse­ren chi­ne­si­schen Part­nern heu­te dabei, ein Rake­ten­an­griffs­warn­sys­tem zu schaf­fen.

Es ist eine sehr erns­te Sache, die die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit Chi­nas dras­tisch erhö­hen wird.

Das Rake­ten­an­griffs­warn­sys­tem kom­bi­niert boden­ge­bun­de­ne Rada­re und Pha­sed-Array-Satel­li­ten im Erdor­bit, die den Start bal­lis­ti­scher Rake­ten erken­nen und deren Flug­bahn berech­nen. Die Daten wer­den dann an eine Kom­man­do­zen­tra­le über­tra­gen, wo eine Ent­schei­dung dar­über getrof­fen wer­den kann, wie der Angriff abzu­weh­ren und dar­auf zu reagie­ren ist.

Der rus­si­sche Staats­chef sag­te auch, dass die Ein­däm­mung Chi­nas “per Defi­ni­ti­on unmög­lich” sei und wies auf Washing­tons Han­dels­krieg gegen Peking, US-Patrouil­len­mis­sio­nen im Süd­chi­ne­si­schen Meer und ande­re ähn­li­che Schrit­te der USA hin.

Die­je­ni­gen, die sol­che “destruk­ti­ven und schäd­li­chen” Ver­su­che unter­neh­men, wer­den nur “sich selbst scha­den”, warn­te Putin.

Mehr zum The­ma — Law­row : Wes­ten pre­digt Libe­ra­lis­mus, aber unter­gräbt Frie­den und Ver­trau­en

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Riad testet Luftalarmsirenen für den Fall eines Krieges mit Iran


Am Don­ners­tag­mor­gen wur­den die Bewoh­ner der Haupt­stadt des wah­ha­bi­ti­schen König­rei­ches mit SMS-Nach­rich­ten dar­über infor­miert, dass ab 13 Uhr Luft­alarm­si­re­nen getes­tet wer­den. Die­se sol­len im Fal­le von Luft- oder Rake­ten­an­grif­fen die Men­schen vor die­ser Gefahr war­nen und sie auf­for­dern, in Luft­schutz­bun­kern oder Kel­lern Zuflucht zu suchen. Ange­sichts der kri­ti­schen Lage nach den Angrif­fen auf die Ölan­la­gen bli­cken vie­le Bewoh­ner mit Sor­ge auf die wei­te­re Ent­wick­lung.

Nach­dem fast sechs Tage ohne eine Reak­ti­on der USA ver­stri­chen waren, flog Sau­di-Ara­bi­en in den frü­hen Mor­gen­stun­den am Frei­tag Luft­an­grif­fe auf “legi­ti­me mili­tä­ri­sche Zie­le” im Jemen, wie der sau­di­sche Sen­der Ekhba­ri­ya TV ver­kün­de­te. 

Mehr zum The­ma — “Akt des Krie­ges”: US-Außen­mi­nis­ter macht Iran für Angriff auf sau­di­sche Ölan­la­gen ver­ant­wort­lich 

Unter­des­sen gibt sich das Königs­haus der Al Saud betont kampf­be­reit. Die Mili­tärs lie­fer­ten den USA eine lan­ge Lis­te mit mög­li­chen Ver­gel­tungs­schlä­gen gegen den Iran, nach­dem Tehe­ran für die Angrif­fe vom 14. Sep­tem­ber ver­ant­wort­lich gemacht wird. Aller­dings konn­te kei­ne der Par­tei­en bis­her eine defi­ni­ti­ve ira­ni­sche Urhe­ber­schaft nach­wei­sen. Als mög­li­che in Fra­ge kom­men­de Zie­le gel­ten Angrif­fe auf Ölan­la­gen (ver­mut­lich in Bandar Abbas), Radar­an­la­gen der Revo­lu­ti­ons­gar­de oder auch Cyber­an­grif­fe auf die ira­ni­sche Infra­struk­tur. US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo twit­ter­te nach sei­nem Tref­fen mit Kron­prinz Moham­med bin Sal­man in Dschid­da :

Die USA ste­hen Sau­di-Ara­bi­en bei und unter­stüt­zen ihr Recht auf Selbst­ver­tei­di­gung. Das bedroh­li­che Ver­hal­ten des ira­ni­schen Regimes wird nicht tole­riert.

Auch Pom­pe­os Amts­kol­le­ge in Tehe­ran, Moham­med Dscha­wad Sarif, mel­de­te sich dar­auf­hin über Twit­ter zu Wort und nahm Bezug auf die Behaup­tung, dass es sich bei dem Angriff um einen “Akt des Krie­ges” des Irans gehan­delt haben soll :

Akt des Krie­ges oder Agi­ta­ti­on für (einen) Krieg ? Über­res­te des B‑Teams (gemeint sind der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu, der sau­di­sche Kron­prinz Moham­med bin Sal­man und Moham­med bin Zay­ed Al Nahyan von Abu Dhabi/Anm.) ver­su­chen, Donald Trump in einen Krieg zu ver­lei­ten. Um ihres eige­nen Wil­lens, sie soll­ten dafür beten, dass sie nicht bekom­men, wonach sie suchen.

Prinz Fai­sal bin Far­han, der sau­di­sche Bot­schaf­ter in Deutsch­land, trug die rhe­to­ri­schen Droh­ge­bär­den auch in Ber­lin aus und mein­te, dass “alles auf dem Tisch steht” und eine mili­tä­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Iran nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann. Sevim Dağ­de­len, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der Lin­ken, erklär­te dazu :

Das Säbel­ras­seln des sau­di­schen Bot­schaf­ters in Deutsch­land, Prinz Fai­sal bin Far­han al-Saud, gegen­über dem Iran ist uner­träg­lich und nicht akzep­ta­bel. Es kann nicht sein, dass der Ver­tre­ter der sau­di­schen Dik­ta­tur von Deutsch­land aus mit Krieg droht.

Zudem for­der­te Dağ­de­len in einer Pres­ser­klä­rung, dass die Bun­des­re­gie­rung den Bot­schaf­ter ein­be­stel­len soll­te, “um klar­zu­stel­len, dass sei­ne Kriegs­dro­hun­gen gegen den Iran mit sei­nem diplo­ma­ti­schen Sta­tus hier unver­ein­bar sind”. 

Mehr zum The­ma — Russ­land : Law­row for­dert eine “objek­ti­ve” Unter­su­chung der sau­di­schen Ölan­grif­fe 

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Ende eines Mythos ? – Laut DNA-Test ist “Monster von Loch Ness” wohl nur ein Riesenaal


von Chris­toph Sator und Sil­via Kusid­lo, dpa

Die Uralt-Saga um das Mons­ter von Loch Ness ist um ein Kapi­tel rei­cher. Nach einer Ana­ly­se von DNA-Pro­ben aus dem See im schot­ti­schen Hoch­land kam ein inter­na­tio­na­les For­scher­team zu dem Schluss, dass es sich bei “Nes­sie” mit eini­ger Wahr­schein­lich­keit um einen oder meh­re­re rie­si­ge Aale han­deln könn­te. Für die Exis­tenz eines Mons­ters – frü­her oder auch heu­te noch – gibt es dem­nach von wis­sen­schaft­li­cher Sei­te kei­ner­lei Bewei­se.

Das Team hat­te vor eini­ger Zeit rund 300 Was­ser­pro­ben aus dem See süd­west­lich der Stadt Inver­ness ent­nom­men, um DNA-Spu­ren von Lebe­we­sen zu fin­den, zum Bei­spiel in Frag­men­ten von Haut, Schup­pen, Federn, Fell, Kot oder Urin. Gelei­tet wur­de das Pro­jekt von dem Gene­tik-Exper­ten Neil Gemmell von der neu­see­län­di­schen Uni­ver­si­ty of Otago.

Bei der Vor­stel­lung der Ergeb­nis­se am 4. Sep­tem­ber direkt am See sag­te Gemmell, es gebe nicht ein­mal “weit ent­fernt” irgend­wel­che Hin­wei­se dar­auf, dass in Loch Ness Urzeit-Krea­tu­ren wie zum Bei­spiel Ple­sio­sau­ri­er über­lebt haben könn­ten. Die­se Theo­rie, der zufol­ge ein uralter Sau­ri­er in der schot­ti­schen Käl­te und Ein­sam­keit irgend­wie über­lebt hat, gehört bis­lang zu den bevor­zug­ten Erklä­rungs­ver­su­chen von “Nessie”-Fans.

Dem Pro­jekt­lei­ter zufol­ge wur­de in dem Süß­was­ser­see auch kei­ne DNA von Hai­en, Wel­sen oder Stö­ren ent­deckt – weder von klei­nen noch von mons­trös gro­ßen sol­cher Fische. Das Team fand jedoch eine “signi­fi­kan­te Men­ge” von Aal-DNA. Auch heu­te leben Aale in dem See. “Unse­re Daten zei­gen nicht, wie groß die sind. Aber die rei­ne Men­ge die­ses Mate­ri­als sagt, dass wir die Mög­lich­keit, dass es in Loch Ness rie­si­ge Aale gibt, nicht aus­schlie­ßen kön­nen”, sag­te Gemmell.

Des­halb hal­te er es für mög­lich, “dass es sich bei dem, was Leu­te für das Mons­ter von Loch Ness hal­ten, um einen gigan­ti­schen Aal han­deln könn­te”. Der Pro­fes­sor ver­wies auf Berich­te von Tau­chern, die in Loch Ness Aale gese­hen haben wol­len, die so groß wie ihre eige­nen Bei­ne waren : “Ich weiß nicht, ob die über­trei­ben oder nicht. Aber es gibt die Mög­lich­keit, dass es im Loch sehr gro­ße Aale gibt”. Die Aal-Theo­rie gehört zu den Theo­ri­en, die schon län­ger ver­folgt wer­den.

Loch Ness ist etwa 230 Meter tief und sehr dun­kel. Die ers­te über­lie­fer­te Sich­tung eines ver­meint­li­chen Mons­ters war dort schon vor fast 1.500 Jah­ren. Mit der Erschlie­ßung der Regi­on durch Stra­ßen in den 1930er Jah­ren nah­men sol­che Berich­te enorm zu. Inzwi­schen wol­len Tau­sen­de Leu­te “Nes­sie” gese­hen haben – vor allem im Som­mer. Diver­se Auf­nah­men, die das Unge­heu­er zei­gen soll­ten, wur­den jedoch als Fäl­schun­gen oder fal­sche Inter­pre­ta­tio­nen ent­larvt.

Mehr zum The­ma — Frau fin­det “See­mons­ter” an Strand in Neu­see­land – Face­book-Nut­zer rät­seln über Lebe­we­sen

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