Ärztin in Kaliningrad der Tötung eines Neugeborenen beschuldigt


Eine Frau in der 24. Schwan­ger­schafts­wo­che hat im Novem­ber 2018 in einer Geburts­kli­nik in Kali­nin­grad einen unter­ge­wich­ti­gen Jun­gen zur Welt gebracht. Er wog rund 700 Gramm. Aus Angst, dass das Kind ster­ben und die Gebur­ten­sta­tis­tik der Kli­nik ver­schlech­tern wür­de, soll die Chef­ärz­tin Ele­na Bela­ja das Kind getö­tet haben. 

Ermitt­ler behaup­ten, die 41-Jäh­ri­ge habe dem Baby eine töd­li­che Dosis Magne­si­um­sul­fat ver­ab­reicht, das gefäß­er­wei­ternd wirkt und bei Über­do­sis zum Herz­still­stand führt. Als wei­te­ren Grund für den vor­sätz­li­chen Mord nen­nen die Ermitt­ler die Tat­sa­che, dass das Auf­recht­erhal­ten des Lebens mit zu hohen Kos­ten ver­bun­den gewe­sen wäre. Um ihre Hand­lun­gen zu ver­tu­schen, soll die Ärz­tin anschlie­ßend in die Behand­lungs­ak­te geschrie­ben haben, das Baby sei bereits wäh­rend der Geburt ver­stor­ben.

Ele­na Bela­ja wur­de am 16. Novem­ber 2018 fest­ge­nom­men und befin­det sich der­zeit unter Haus­ar­rest. Ihr wer­den zwei Fäl­le von Amts­miss­brauch vor­ge­wor­fen : Bela­ja soll ihre Kol­le­gen auf­ge­for­dert haben, “alle Maß­nah­men zu ergrei­fen, damit das Kind nicht über­lebt” sowie die Behand­lungs­ak­te gefälscht haben. Eine wei­te­re Ärz­tin, Eli­na Susch­ke­witsch, die laut Ermitt­lern als Bela­jas Kom­pli­zin gilt, befin­det sich eben­falls unter Haus­ar­rest.

Gleich dar­auf stell­ten sich zahl­rei­che Kol­le­gen aus dem gan­zen Land hin­ter bei­de Ärz­tin­nen. Sie star­te­ten auf der Platt­form change.org eine Peti­ti­on mit der For­de­rung, den Fall objek­tiv zu unter­su­chen. Vie­le ver­mu­ten, dass in der Ent­bin­dungs­kli­nik eine “unge­sun­de” Atmo­sphä­re herrsch­te, die dazu führ­te, dass die bei­den Frau­en fest­ge­nom­men wur­den. Man­che befürch­ten, jemand wol­le die Chef­ärz­tin aus ihrem Amt ver­drän­gen und habe des­we­gen fal­sche Anschul­di­gun­gen erho­ben. 

Mehr zum The­ma — Mord oder Not­wehr ? Drei Schwes­tern erste­chen eige­nen Vater – Gesell­schaft for­dert Frei­spruch

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Forscher nennen wirksame Behandlung eines der gefährlichsten Krebstypen


For­scher der West Vir­gi­nia Uni­ver­si­ty (WVU) in den USA haben ein neu­es und poten­ti­ell wirk­sa­mes Mit­tel im Kampf gegen Pan­kreas­drü­sen­krebs – einen der töd­lichs­ten Typen von bös­ar­ti­gen Tumo­ren – gefun­den. Dies ist einer Pres­se­mit­tei­lung auf dem Fach­por­tal „Medi­calX­press“ zu ent­neh­men.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Soll das ein Witz sein ? Plakat eines ukrainischen Journalisten sorgt für Empörung


Eine Mahn­wa­che vor dem Sitz des Ober­bür­ger­meis­ters in der ukrai­ni­schen Kra­piw­niz­ki (ehem. Kiro­wo­grad) ende­te mit einem Skan­dal – im Netz. Das Foto eines der Akti­vis­ten mit einer pro­vo­kan­ten Pla­kat­auf­schrift haben bekann­te Per­sön­lich­kei­ten wie der ehe­ma­li­ge ukrai­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter Niko­lai Asa­row oder der Lei­ter des Ukrai­ni­schen Jüdi­schen Komi­tees Edu­ard Dolink­si auf ihren Soci­al-Media-Kanä­len geteilt und kri­ti­siert.

Mehr zum The­ma — Face­book beti­telt Nut­zer als “Hass­agen­ten”, basie­rend auf “Signa­len” und ande­ren Inter­ak­tio­nen

Was schrieb der Teil­neh­mer der Akti­on gegen die Baum­be­schnei­dung auf sei­nem Pla­kat ? Neben Bil­dern nack­ter Baum­stäm­me schrieb der “Politex­per­te” und Jour­na­list Dmi­tri Sint­schen­ko fol­gen­den Text : “Bald wird es kei­nen Baum mehr übrig blei­ben, an dem man Rus­sen­ka­na­ken erhän­gen kann.” “Das Grau­en auf der Ulmen­stra­ße” steht auf dem Pla­kat einer ande­ren Akti­ons­teil­neh­me­rin in Anspie­lung auf einen bekann­ten Hor­ror­film.

Lächeln­de Gesich­ter der Akti­vis­ten las­sen ver­mu­ten, dass es ihnen um einen Witz ging. Doch die Kri­ti­ker fan­den die Pro­vo­ka­ti­on nicht zum Lachen. “Hier zeigt sich ver­bre­che­ri­sche, gemei­ne und nie­der­träch­ti­ge Logik, die allen Nor­men der Moral wider­spricht”, schrieb Asa­row.

Zahl­rei­che Kom­men­ta­re unter dem Ein­trag Dolinks­is beschei­nig­ten bei­den Akti­vis­ten feh­len­den Ver­stand und Idio­tie. Eini­ge sahen im “Witz” direk­te Anstif­tung zur Gewalt. “Ukrai­ni­sche Jour­na­lis­ten haben kei­ner­lei Skru­pel, ihre Russo­pho­bie öffent­lich zur Schau zu stel­len – Resul­tat einer fünf­jäh­ri­gen Mai­dan-Indok­tri­na­ti­on”, schrieb das Por­tal ukrai­ni­scher Poli­temi­gran­ten antifaschist.com.

Dmi­tri Sint­schen­ko nahm auf sei­nem Face­book-Kanal Stel­lung zu den Vor­wür­fen. Niko­lai Asa­row nann­te er einen “in Ungna­de gefal­le­nen Exi­lan­ten”, “Kol­la­bo­ra­teur” und “ukrai­no­phob”, sein Pla­kat dage­gen “wit­zig”.

Der jun­ge Akti­vist gibt auf sei­ner Face­book-Sei­te an, in meh­re­ren west­lich finan­zier­ten NGOs wie Koali­ti­on “Exper­ten-Rat” oder “Asso­zia­ti­on der poli­ti­schen Wis­sen­schaf­ten” tätig zu sein. Stu­diert habe er an der Stock­holm School of Eco­no­mics in Riga – einer von der Open Socie­ty Foun­da­ti­on von Geor­ge Soros mit­be­grün­de­ten Hoch­schu­le. Damit gehört Sint­schen­ko zu Tau­sen­den ukrai­ni­schen pro­fes­sio­nel­len “Refor­mern”, deren Exis­tenz auf För­der­gel­der von USAID, der Open Socie­ty Foun­da­ti­on und sons­ti­gen US-ame­ri­ka­ni­schen und euro­päi­schen NGOs basiert.

Mehr zum The­ma — Euro­mai­dan-Akti­vis­tin mit Ver­bin­dun­gen zur Neo­na­zi-Sze­ne wird Poli­cy Mana­ge­rin bei Face­book

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Zurück zum Dampfbetrieb : Trump kritisiert technische Neuerungen beim Besuch eines Flugzeugträgers


Im Rah­men sei­nes vier­tä­gi­gen Japan-Besuchs mach­te sich Trump ein Bild vom japa­ni­schen Mili­tär und stat­te­te außer­dem dem US-Mili­tär einen Besuch ab. Dabei kri­ti­sier­te er die tech­ni­schen Über­ho­lungs­plä­ne für den Flug­zeug­trä­ger USS Wasp. Die Kos­ten der Erneue­rung der Kata­pult-Sys­te­me jenes Flug­zeug­trä­gers belau­fen sich auf 900 Mil­lio­nen Dol­lar. US-Prä­si­dent Donald Trump hält nicht viel von tech­ni­schen Neue­run­gen :

Ich glau­be, ich wer­de eine Bestel­lung auf­ge­ben. Wenn wir einen neu­en Flug­zeug­trä­ger bau­en, wer­den wir Dampf nut­zen. Ich wer­de ein­fach eine Bestel­lung auf­ge­ben : Wir wer­den Dampf ver­wen­den. Wir brau­chen kei­ne – wir brau­chen die­se zusätz­li­che Geschwin­dig­keit nicht. 

Es ist nicht das ers­te Mal, dass Trump tech­ni­sche Neue­run­gen kri­ti­siert, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf elek­tri­sche Kata­pul­te. In einem Inter­view mit dem Time Maga­zi­ne aus dem Jahr 2017 ver­sprach er, dass der Dienst nicht auf “digi­ta­le” Kata­pul­te für den Start der Flug­zeu­ge umge­rüs­tet wür­de, und war der Ansicht, dass man als US-Sol­dat “Albert Ein­stein” sein müss­te, um die neue­ren Sys­te­me erfolg­reich begrei­fen und nut­zen zu kön­nen. 

Dampf funk­tio­nie­re nun seit etwa 65 Jah­ren ein­wand­frei, so Trump : 

Und ich sagen Ihnen das nicht, weil es etwas vor mei­ner Zeit liegt, son­dern weil sie 900 Mil­lio­nen Dol­lar in die­ses ver­rück­te Elek­tro-Kata­pult gesteckt haben. 

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Wegen Verhaftung eines Diplomaten im Kosovo : Russische Botschaft in Serbien verlangt Untersuchung


Die rus­si­sche Bot­schaft in Ser­bi­en hat eine Unter­su­chung des Vor­falls mit einem rus­si­schen Diplo­ma­ten im Koso­vo sowie die Bestra­fung aller Schul­di­gen gefor­dert. Das schrieb der rus­si­sche Bot­schaf­ter in Ser­bi­en, Alex­an­der Tsche­pu­rin, am Diens­tag auf der Face­book-Sei­te der Bot­schaft. Er erklär­te :

Wir wer­den von der inter­na­tio­na­len Prä­senz, die die Situa­ti­on in der Regi­on kon­trol­liert, eine Unter­su­chung die­ses Vor­falls und die Ver­fol­gung der Ver­ant­wort­li­chen for­dern.

Der Diplo­mat bezeich­ne­te den Angriff durch soge­nann­ten koso­vo-alba­ni­sche Poli­zis­ten auf Michail Kras­noscht­schen­ko, einen UN-Mit­ar­bei­ter mit diplo­ma­ti­scher Immu­ni­tät, als eine fla­gran­te Pro­vo­ka­ti­on und eine neue Demons­tra­ti­on der Miss­ach­tung der Regeln des Völ­ker­rechts und der zivi­li­sier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on durch Pris­ti­na.

Außer­dem wies Tsche­pu­rin dar­auf hin, dass der rus­si­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge wäh­rend der Ver­haf­tung kör­per­lich miss­han­delt wor­den sei. Der Diplo­mat schrieb :

Er hat schwe­re Kör­per­ver­let­zun­gen erlit­ten, liegt der­zeit im Kran­ken­haus im ser­bisch bevöl­ker­ten Nord-Mitro­vi­ca und wird von Ärz­ten über­wacht. Rus­si­sche Diplo­ma­ten sind bei ihm.

Die rus­si­sche Bot­schaft in Ser­bi­en und das Büro in Pris­ti­na muss­ten “akti­ve Bemü­hun­gen” unter­neh­men, um die Frei­las­sung des rus­si­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen Michail Kras­noscht­schen­ko zu errei­chen, so der Bot­schaf­ter.

Am Diens­tag­mor­gen grif­fen Spe­zi­al­ein­hei­ten der nicht aner­kann­ten Repu­blik Koso­vo in die nörd­lich gele­ge­nen Gemein­den Ser­bi­ens ein. Anschlie­ßen­der Schuss­wech­sel führ­te dazu, dass zwei Ser­ben leich­te Ver­let­zun­gen erlit­ten. Der ser­bi­sche Prä­si­dent Alek­san­dar Vučić erklär­te, dass die Son­der­ein­hei­ten der koso­va­ri­schen Poli­zei 23 Per­so­nen in Gewahr­sam genom­men hät­ten, dar­un­ter den rus­si­schen Staats­bür­ger Michail Kras­noscht­schen­ko, einen Mit­ar­bei­ter der Über­gangs­ver­wal­tung der Ver­ein­ten Natio­nen im Koso­vo (UNMIK).

Vučić füg­te hin­zu, dass der rus­si­sche Staats­bür­ger wäh­rend der Ver­haf­tung kör­per­lich ange­grif­fen wor­den sei. Spä­ter gab die UN-Mis­si­on im Koso­vo bekannt, dass der rus­si­sche Staats­bür­ger wie­der frei­ge­las­sen wor­den sei. Der­zeit ist er auf der Inten­siv­sta­ti­on in Kosovs­ka Mitro­vi­ca, wo bei ihm Kopf- und Gesichts­ver­let­zun­gen dia­gnos­ti­ziert wur­den.

Mehr zum The­ma — Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ser­bi­ens warnt vor “gefähr­li­chem Groß­al­ba­ni­en”

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Präzedenzfall in Russland : Leiter eines Drogenkartells erstmalig zu lebenslanger Haft verurteilt


Zum ers­ten Mal in der Geschich­te der rus­si­schen Straf­ver­fol­gung ist die Haft­stra­fe für den Lei­ter eines inter­na­tio­na­len Dro­gen­kar­tells, der an dem Schmug­gel von fast 700 Kilo­gramm Hero­in betei­ligt war, rechts­kräf­tig gewor­den. Dies berich­te­te die Spre­che­rin des rus­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums Iri­na Wolk der Nach­rich­ten­agen­tur TASS. Sie erklär­te :

Der Obers­te Gerichts­hof der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on hat das Urteil des Mos­kau­er Bezirks­ge­richts im Straf­ver­fah­ren gegen den Anfüh­rer der inter­na­tio­na­len Ver­bre­cher­ban­de, Schera­li Taba­row, sowie die Orga­ni­sa­to­ren und akti­ven Mit­glie­der der kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung bestä­tigt. Ihnen wur­de der Schmug­gel und der Han­del mit Hero­in im gro­ßem Stil vor­ge­wor­fen.

Zum ers­ten Mal wird in Russ­land eine lebens­lan­ge Frei­heits­stra­fe für den Anfüh­rer einer inter­na­tio­na­len Ver­bre­cher­ban­de rechts­kräf­tig, der bereits zuvor auf dem Ter­ri­to­ri­um des Lan­des wegen Ver­bre­chen im Bereich des ille­ga­len Dro­gen­han­dels ver­ur­teilt wur­de.

Mit dem Urteil des Mos­kau­er Bezirks­ge­richts wur­den 14 Orga­ni­sa­to­ren und Mit­glie­der des Dro­gen­kar­tells zu Haft­stra­fen zwi­schen sechs und 23 Jah­ren ver­ur­teilt. Der Anfüh­rer erhielt eine lebens­lan­ge Gefäng­nis­stra­fe.

Laut Wolk ermit­tel­te die Poli­zei im Fall Taba­row fast vier Jah­re. Die kri­mi­nel­le Ver­ei­ni­gung hat­te einen Kanal für die Lie­fe­rung beson­ders gro­ßer Men­gen an Hero­in aus Afgha­ni­stan nach Tadschi­ki­stan sowie einen Tran­sit durch ande­re zen­tral­asia­ti­sche Län­der nach Russ­land ein­ge­rich­tet. Der Dro­gen­han­del fand über ein aus­ge­dehn­tes Netz­werk in ver­schie­de­nen Regio­nen Russ­lands statt. Die Spre­che­rin des Innen­mi­nis­te­ri­ums füg­te hin­zu :

Als Ergeb­nis der akri­bi­schen Arbeit von Ermitt­lern und ope­ra­ti­ven Mit­ar­bei­tern wur­de ein kom­ple­xes Mus­ter kri­mi­nel­ler Akti­vi­tä­ten iden­ti­fi­ziert. Die Täter wur­den 20 beson­ders schwe­ren Ver­bre­chen über­führt. Es konn­ten mehr als 696 Kilo­gramm Hero­in aus dem Ver­kehr gezo­gen wer­den.

Mehr zum The­ma — Schmugg­ler mit Pfo­ten : Rus­si­sche Kri­mi­nel­le schi­cken Kater als Dro­gen­ku­rier ins Gefäng­nis

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Tötungen mit Armbrust in Passau : Weitere Leichen in Wohnung eines Opfers gefunden


Zwei Tage nach dem Fund von drei Lei­chen in einer Pen­si­on in Pas­sau hat die Poli­zei zwei wei­te­re Lei­chen in Nie­der­sach­sen gefun­den, die im Zusam­men­hang mit dem Arm­brust-Fall ste­hen könn­ten. Die toten Frau­en sei­en in der Woh­nung eines der Pas­sau­er Opfer in Wit­tin­gen (Land­kreis Gif­horn) ent­deckt wor­den, sag­te ein Spre­cher der Staats­an­walt­schaft Pas­sau am Mon­tag. Die Kri­mi­nal­po­li­zei Gif­horn soll zu Hin­ter­grün­den und Iden­ti­tät der Frau­en ermit­teln. Wie die bei­den Frau­en ums Leben gekom­men sind, ist noch unklar. Offen sei auch, wie der Tod der bei­den mit dem mys­te­riö­sen Pas­sau­er Arm­brust-Fall mit drei Toten zusam­men­hängt, sag­te ein Poli­zei­spre­cher am Mon­tag in Gif­horn.

In Kör­pern der drei Toten steck­ten Pfei­le — zwei von ihnen lagen Hand-in-Hand im Bett

Der Fall hat­te am Wochen­en­de Auf­se­hen erregt. In einem Pen­si­ons­zim­mer in Pas­sau hat­ten Mit­ar­bei­ter am Sams­tag drei tote Gäs­te gefun­den. Sie hat­ten ein Drei-Per­so­nen-Zim­mer gebucht. In ihren Kör­pern steck­ten Pfei­le. Die Ermitt­ler stell­ten zunächst zwei Arm­brüs­te sicher. Spä­ter wur­de eine wei­te­re Arm­brust in einer Tasche gefun­den. Hin­wei­se auf eine Betei­li­gung wei­te­rer Men­schen gab es nach ers­ten Erkennt­nis­sen nicht.

Am Mon­tag gab die Poli­zei Pas­sau dann wei­te­re Details bekannt. Dem­nach lagen die Lei­chen eines 53-jäh­ri­gen Man­nes und einer 33-jäh­ri­gen Frau in einem Gäs­te­zim­mer in einem Bett, eine tote 30-Jäh­ri­ge lag auf dem Boden. In den Kör­pern der Toten, die gemein­sam Hand-in-Hand im Bett lagen, steck­ten meh­re­re Pfei­le. Die drit­te Tote hat­te dem­nach nur einen Pfeil im Kör­per ste­cken. Was sich genau in dem Zim­mer abspiel­te, sei wei­ter­hin unklar.

Eine der bei­den Toten in Nie­der­sach­sen ver­mut­lich Part­ne­rin eines der Opfer aus Pas­sau

Der 53-Jäh­ri­ge und die 33-Jäh­ri­ge waren dem Ober­staats­an­walt zufol­ge in einem klei­nen Ort bei Alten­kir­chen im Wes­ter­wald in Rhein­land-Pfalz gemel­det, die 30-Jäh­ri­ge im nie­der­säch­si­schen Wit­tin­gen. Bis­her ist laut Poli­zei unklar, in wel­chem Ver­hält­nis sie zuein­an­der stan­den. Eine der bei­den Toten, die nun in Wit­tin­gen gefun­den wur­den, sei ver­mut­lich die Part­ne­rin der toten 30-Jäh­ri­gen aus Pas­sau.

Nach Anga­ben eines Spre­chers des Deut­schen Schüt­zen­bun­des (DSB) in Wies­ba­den kön­nen Arm­brüs­te ab dem 18. Lebens­jahr frei erwor­ben wer­den. Laut DSB sind in mehr als 14.200 Ver­ei­nen rund 1,35 Mil­lio­nen Schüt­zen orga­ni­siert. Dem Spre­cher nach betrei­ben etwa 3.000 Mit­glie­der Arm­brust­schie­ßen.

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(dpa/rt deutsch)

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Exklusiv : Der “Revolutionäre 1. Mai” in Berlin aus Sicht eines Polizisten


Der “Revo­lu­tio­nä­re 1. Mai” in Ber­lin. Über 100 Fest­nah­men und 40 ver­letz­te Poli­zei­be­am­te. Trotz­dem beto­nen der Ber­li­ner Innen­se­na­tor und die Poli­zei­füh­rung, dass ihr Kon­zept erfolg­reich gewe­sen sei. RT Deutsch spricht mit einem Ber­li­ner Poli­zis­ten über die Dul­dung von Straf­ta­ten als Dees­ka­la­ti­ons­stra­te­gie, Kra­wall-Tou­ris­mus und den Hass auf ein­ge­setz­te Poli­zei­be­am­te.

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China und Kroatien : Der Beginn eines “Diamantenzeitalters”


von Zlat­ko Per­ci­nic

Unbe­irrt vom immer stär­ker wer­den­den Gegen­wind aus Brüs­sel, setzt Chi­na emsig das Mega- und Genera­tio­nen­pro­jekt OBOR (One Belt, One Road) um. Wäh­rend die Euro­päi­sche Uni­on nach wie vor die größ­te Inves­to­rin auf dem süd­west­li­chen Bal­kan ist, hat­te sie in den ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­te kei­nen Kon­kur­ren­ten um Macht und Ein­fluss in der Regi­on. Für die Län­der des ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wi­en bedeu­te­te dies, dass sie sich den Bedin­gun­gen und Vor­stel­lun­gen Brüs­sels unter­ord­nen muss­ten, um an drin­gend benö­tig­te Gel­der aus EU-Struk­tur­fonds zu kom­men.

Die dar­aus ent­stan­de­ne Ent­wick­lung in die­sen Län­dern – vor allem bei den EU-Bei­tritts­kan­di­da­ten und Kroa­ti­en, das 2013 voll­wer­ti­ges EU-Mit­glied wur­de – hat nicht etwa wie erhofft zu einem posi­ti­ven Wan­del in der Wirt­schaft und Gesell­schaft geführt, son­dern blieb weit hin­ter den Erwar­tun­gen zurück. Das bestä­tig­te auch der Brüs­se­ler Büro­lei­ter der deut­schen regie­rungs­na­hen Denk­fa­brik Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik (SWP), Dušan Rel­jić. In einem Inter­view mit der schwei­ze­ri­schen Neue Zür­cher Zei­tung (NZZ) warn­te er bereits 2017, dass das “bis­he­ri­ge Modell nichts taugt”.

Euro­päi­sche Unter­neh­men, vor allem aus Deutsch­land und Ita­li­en, die tat­säch­lich mit groß­zü­gi­gen staat­li­chen Sub­ven­tio­nen eige­ne Nie­der­las­sun­gen in der Regi­on eröff­ne­ten, woll­ten am Ende ledig­lich von bil­li­gen Arbeits­kräf­ten pro­fi­tie­ren und hät­ten nicht viel für For­schung und Ent­wick­lung bei­getra­gen. So blieb “der Bal­kan die bil­li­ge Werk­bank an der Peri­phe­rie des EU-Wirt­schafts­raums”, sag­te Rel­jić.

In die­ses mit­hil­fe der EU ent­stan­de­ne Vaku­um stößt nun seit weni­gen Jah­ren Chi­na und bie­tet Län­dern wie dem neu­en Nord­ma­ze­do­ni­en, Ser­bi­en und Kroa­ti­en eine Alter­na­ti­ve an : Peking inves­tiert Mil­li­ar­den in den Aus­bau und Moder­ni­sie­rung von Infra­struk­tur- und Tech­no­lo­gie­pro­jek­ten, und dass ohne ver­meint­lich läs­ti­ge Vor­la­gen und Bedin­gun­gen. Aus rei­ner Nächs­ten­lie­be finan­ziert Peking die­se Pro­jek­te natür­lich nicht. Indem Häfen, Bahn­li­ni­en, Brü­cken und Kom­mu­ni­ka­ti­on moder­ni­siert oder gänz­lich neu gebaut wer­den, sichert sich das Reich der Mit­te die Mit­tel und Wege für die “Neue Sei­den­stra­ße”.

Mehr zum The­ma — Han­dels­um­satz auf Chi­nas Neu­er Sei­den­stra­ße über­steigt 5 Bil­lio­nen US-Dol­lar seit 2013

Kroa­ti­en kommt auf dem Bal­kan dabei eine füh­ren­de Rol­le zu. Nicht nur, dass es ein EU-Mit­glieds­staat ist, es liegt auch geo­stra­te­gisch an einer wich­ti­gen Dreh­schei­be mit Meer­zu­gang. Zagreb sieht sich bereits als Dreh­schrei­be für den Waren­ver­kehr von/nach Ost­eu­ro­pa bzw. Asi­en. Minis­ter­prä­si­dent Andrej Plenko­vić hat sich in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ins­ge­samt fünf­mal mit sei­nem chi­ne­si­schen Amts­kol­le­gen Li Keqiang getrof­fen, so oft wie mit kei­nem ande­ren Kol­le­gen.

Nun folg­te das sechs­te Auf­ein­an­der­tref­fen der bei­den Minis­ter­prä­si­den­ten, zum ers­ten Mal in Kroa­ti­en. Der Besuch der von Li Keqiang ange­führ­ten 250-köp­fi­gen Dele­ga­ti­on in Zagreb fand im Vor­feld der “16+1-Kooperationskonferenz” statt, die am 11. und 12. April in der dal­ma­ti­schen Hafen­stadt Dubrov­nik statt­fin­det. Dar­an neh­men elf EU-Staa­ten (Bul­ga­ri­en, Est­land, Kroa­ti­en, Lett­land, Litau­en, Polen, Rumä­ni­en, die Slo­wa­kei, Slo­we­ni­en, Tsche­chi­en, Ungarn) und fünf Nicht-EU-Län­der (Alba­ni­en, Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Mon­te­ne­gro, Nord­ma­ze­do­ni­en, Ser­bi­en) sowie Chi­na teil. Die­ser auch als “CEEC & Chi­na” (Cen­tral and Eas­tern European Coun­tries and Chi­na) bekann­te Gip­fel fin­det zum neun­ten Mal statt und bringt fast alle ost­eu­ro­päi­schen Staa­ten mit Chi­na an einen Tisch, um die Rah­men­be­din­gun­gen für die Umset­zung von OBOR zu schaf­fen.

In Kroa­ti­en hat Chi­na bereits mit einem Pres­ti­ge­pro­jekt begon­nen. Das Unter­neh­men Chi­na Road and Bridge Cor­po­ra­ti­on (CRBC) hat­te eine inter­na­tio­na­le Aus­schrei­bung für den Bau der Pel­ješac-Brü­cke gewon­nen, die die gleich­na­mi­ge Insel im Süden Kroa­ti­ens mit dem kroa­ti­schen Staats­ge­biet ver­bin­den soll. Der Bau der 2,4 Kilo­me­ter lan­gen und 55 Meter hohen Brü­cke hat bereits begon­nen und soll bis spä­tes­tens 2021 fer­tig­ge­stellt sein. 85 Pro­zent der Kos­ten von 2,08 Mil­li­ar­den Kuna (rund 270,2 Mil­lio­nen Euro) wer­den aus dem EU-Kohä­si­ons­fonds finan­ziert. Beim gemein­sa­men Besuch der bei­den Minis­ter­prä­si­den­ten auf der Bau­stell­te sprach Plenko­vić von einem “Pro­jekt des Frie­dens und der Sicher­heit”.

Bei dem Besuch der chi­ne­si­schen Dele­ga­ti­on wur­den auch neue Ver­trä­ge abge­schlos­sen. Kroa­ti­en soll Milch­pro­duk­te, Fleisch sowie Elek­tro­tech­nik lie­fern – Rimac Auto­mo­bi­li baut in Chi­na ein Werk für Elek­tro­bat­te­ri­en- und Moto­ren – und sogar Sport­aus­bil­der nach Chi­na schi­cken. Li mein­te, dass in sei­nem Land mit “500 Mil­lio­nen” Men­schen die größ­te Fan­ge­mein­de der kroa­ti­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft exis­tiert.

Zudem soll Peking Inter­es­se gezeigt haben, den Indus­trie­ha­fen von Rije­ka zu moder­ni­sie­ren und aus­zu­bau­en sowie die Tra­di­ti­ons­werft Ulja­nik vor ihrem Unter­gang zu bewah­ren. Außer­dem ver­han­deln bei­de Län­der über den Aus­bau des Eisen­bahn­net­zes von Rije­ka nach Zagreb, um die Schiff­s­con­tai­ner schnel­ler und in grö­ße­rer Zahl in das euro­päi­sche Logis­tik­netz ein­zu­spei­sen. Von Zagreb aus sind die wei­te­ren wich­ti­gen Haupt­städ­te der Regi­on wie Wien und Buda­pest nicht mehr weit ent­fernt und schnell erreich­bar.

Der slo­we­ni­sche Außen­mi­nis­ter Miro Cer­ar äußer­te hin­ge­gen bereits sei­ne Befürch­tung, dass die chi­ne­si­schen Inves­ti­tio­nen in den Hafen Rije­ka den eige­nen Hafen von Koper in Bedräng­nis brin­gen könn­ten. Die­se Befürch­tung ist nicht unbe­grün­det : Chi­na plant auch Inves­ti­tio­nen in den ita­lie­ni­schen Hafen von Tri­est (sowie Genua, Paler­mo und Raven­na), der kei­ne 20 Kilo­me­ter von Koper ent­fernt ist.

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Wäh­rend sich Deutsch­land mit den USA über den Aus­bau eines 5G-Net­zes zusam­men mit Hua­wei strei­tet, haben Ber­nard Gršić, Staats­se­kre­tär für die Ent­wick­lung einer digi­ta­len Gesell­schaft, und der Direk­tor von Hua­wei in Kroa­ti­en, Zhang Heng, eine Absichts­er­klä­rung für die “digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on” unter­zeich­net. Gemeint ist damit die Ent­wick­lung von “Smart Cities”, gemein­sa­me For­schung und Ent­wick­lung im Bereich der Künst­li­chen Intel­li­genz, wis­sen­schaft­li­cher Aus­tausch und eben auch der Auf­bau eines 5G-Net­zes. In die­sem Bereich hat die kroa­ti­sche Tele­kom nach eige­nen Anga­ben bereits die Wei­chen gestellt und gehört zu den ers­ten Län­dern in Euro­pa, die die Funk­tio­na­li­tät unter rea­len Bedin­gun­gen erfolg­reich getes­tet haben. 

Kein Wun­der also, dass Li Keqiang von dem Beginn eines “Dia­man­ten­zeit­al­ters” zwi­schen Chi­na und Kroa­ti­en sprach und halb im Scherz mein­te, dass sich das “char­man­te Land mit den tau­send Inseln” auf einen Ansturm chi­ne­si­scher Gäs­te vor­be­rei­ten soll.

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RT Deutsch