Russland : Nawalnys “Anti-Korruptions-Stiftung” zum ausländischen Agenten erklärt


Die vom rus­si­schen Blog­ger Ale­xei Nawal­ny gegrün­de­te “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” wur­de in das Regis­ter der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen auf­ge­nom­men, die als aus­län­di­sche Agen­ten fun­gie­ren. Das teil­te das rus­si­sche Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um am Mitt­woch mit. In der Erklä­rung heißt es :

Am 9. Okto­ber wur­de auf der Grund­la­ge des “Föde­ra­len Geset­zes über nicht­kom­mer­zi­el­le Orga­ni­sa­tio­nen” die Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” vom rus­si­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um in das Regis­ter der nicht­kom­mer­zi­el­len Orga­ni­sa­tio­nen ein­ge­tra­gen, die als aus­län­di­sche Agen­ten fun­gie­ren.

Die NGO wies Vor­wür­fe sei­ner Aus­lands­fi­nan­zie­rung zurück. Ihr Lei­ter Iwan Schdanow schrieb auf Twit­ter :

Die Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung wird aus­schließ­lich von rus­si­schen Bür­gern finan­ziert. Die Stif­tung hat nie eine aus­län­di­sche Finan­zie­rung erhal­ten.

Er füg­te hin­zu, dass der Ver­such, die Orga­ni­sa­ti­on in das Regis­ter aus­län­di­scher Agen­ten auf­zu­neh­men, “ein wei­te­rer Ver­such ist, die Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung zu ersti­cken”.

Laut dem Gesetz müs­sen gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen, die auf der Lis­te der aus­län­di­schen Agen­ten ste­hen, alle sechs Mona­te einen Bericht über ihre Tätig­keit und ihr Manage­ment sowie jedes Jahr einen Bericht über ihre finan­zi­el­le Tätig­keit vor­le­gen. Sie sind außer­dem ver­pflich­tet, sich jedes Jahr einem Audit zu unter­zie­hen und den Medi­en alle sechs Mona­te einen Bericht über ihre Tätig­keit vor­zu­le­gen.

Anfang August lei­te­te der rus­si­sche Unter­su­chungs­aus­schuss ein Straf­ver­fah­ren wegen der Finan­zie­rung der “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” ein. Den Ermitt­lun­gen zufol­ge erhiel­ten Per­so­nen, die eine direk­te Ver­bin­dung zur NGO haben, im Zeit­raum von Janu­ar 2016 bis Dezem­ber 2018 auf unge­setz­li­che Wei­se erheb­li­che Geld­be­trä­ge in rus­si­scher und aus­län­di­scher Wäh­rung und lega­li­sier­ten sie spä­ter für die Finan­zie­rung der Stif­tung.

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RT Deutsch


Revisionismus pur : Europaparlament erklärt Hitler-Stalin-Pakt zur Ursache für den Zweiten Weltkrieg


Am 19. Sep­tem­ber hat das Euro­päi­sche Par­la­ment eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, in der der deutsch-sowje­ti­sche Nicht­an­griffs­pakt vom August 1939 zu einer direk­ten Ursa­che für den Zwei­ten Welt­krieg erklärt wur­de. Das Doku­ment wur­de auf Initia­ti­ve Litau­ens und mit Unter­stüt­zung der pol­ni­schen Abge­ord­ne­ten der Euro­päi­schen Kon­ser­va­ti­ven und Refor­mer erar­bei­tet. Im ver­ab­schie­de­ten Text steht unter ande­rem Fol­gen­des :

Das Euro­päi­sche Par­la­ment betont, dass der Zwei­te Welt­krieg, der ver­hee­rends­te Krieg in der Geschich­te Euro­pas, als unmit­tel­ba­re Fol­ge des auch als ‘Hit­ler-Sta­lin-Pakt’ bezeich­ne­ten berüch­tig­ten Nicht­an­griffs­ver­trags zwi­schen dem natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Deut­schen Reich und der Sowjet­uni­on vom 23. August 1939 und sei­ner gehei­men Zusatz­pro­to­kol­le aus­brach, in deren Rah­men die bei­den glei­cher­ma­ßen das Ziel der Welt­erobe­rung ver­fol­gen­den tota­li­tä­ren Régime Euro­pa in zwei Ein­fluss­be­rei­che auf­teil­ten.

Dabei zeig­ten sich die Abge­ord­ne­ten dar­über besorgt, dass “nach wie vor Sym­bo­le tota­li­tä­rer Régime in der Öffent­lich­keit und zu kom­mer­zi­el­len Zwe­cken ver­wen­det wer­den” und dass “es im öffent­li­chen Raum eini­ger Mit­glied­staa­ten noch immer Denk­mä­ler und Gedenk­stät­ten gibt, die tota­li­tä­re Régime ver­herr­li­chen, was der Ver­fäl­schung his­to­ri­scher Tat­sa­chen über die Ursa­chen, den Ver­lauf und die Fol­gen des Zwei­ten Welt­kriegs Tür und Tor öff­net”.

In sei­ner Reso­lu­ti­on warf das Euro­päi­sche Par­la­ment Russ­land vor, “his­to­ri­sche Tat­sa­chen zu ver­fäl­schen und die vom tota­li­tä­ren Régime der Sowjet­uni­on began­ge­nen Ver­bre­chen schön­zu­fär­ben”. Man betrach­te dies als “eine gefähr­li­che Kom­po­nen­te des Infor­ma­ti­ons­kriegs gegen das demo­kra­ti­sche Euro­pa, der auf die Spal­tung des Kon­ti­nents abzielt”. Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on sol­le dem des­we­gen ent­schlos­sen ent­ge­gen­wir­ken.

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Die Spre­che­rin des rus­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, Mari­ja Sach­a­ro­wa, bezeich­ne­te die Reso­lu­ti­on mit dem Titel “Bedeu­tung der Erin­ne­rung an die euro­päi­sche Ver­gan­gen­heit für die Zukunft Euro­pas” als Ansamm­lung revi­sio­nis­ti­scher Behaup­tun­gen und erklär­te, dass die Vor­wür­fe der EU-Par­la­men­ta­ri­er nichts mit der Geschich­te zu tun hät­ten.

Indem das Euro­päi­sche Par­la­ment die für sich selbst unan­ge­neh­men Sei­ten der Geschich­te ver­schweigt und eine retu­schier­te Ver­si­on der Ereig­nis­se nach eige­nem Belie­ben aus­legt, ver­liert es end­gül­tig jeden Sinn für die Rea­li­tät. Die­se besteht aber dar­in, dass in eini­gen Län­dern Euro­pas Nazi­ver­bre­cher reha­bi­li­tiert wer­den, mas­sen­haf­te Umzü­ge von Waf­fen-SS-Vete­ra­nen und deren Anhän­gern statt­fin­den und sich Neo­na­zi-Orga­ni­sa­tio­nen wohl­füh­len. Das ist nun die wah­re Gefahr für die grund­sätz­li­chen Prin­zi­pi­en der Demo­kra­tie und der Men­schen­rech­te”, so Sach­a­ro­wa. 

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Die rus­si­sche Diplo­ma­tin beton­te auch, dass Russ­land die Geschichts­ver­fäl­schung ent­schie­den ableh­ne. Die Geschich­te müs­se von ver­ant­wor­tungs­vol­len Fach­leu­ten geschrie­ben wer­den – und nicht von Poli­ti­kern, die sie zu eigen­nüt­zi­gen Zwe­cken miss­brau­chen.

Einen Tag vor der Abstim­mung war aus dem Reso­lu­ti­ons­ent­wurf eine kri­ti­sche Erwäh­nung des Münch­ner Abkom­mens vom Sep­tem­ber 1938 ent­fernt wor­den, auf­grund des­sen die Tsche­cho­slo­wa­kei das Sude­ten­land an das Drit­te Reich hat­te abtre­ten müs­sen.

Das war übri­gens nicht die ers­te Reso­lu­ti­on des Euro­päi­schen Par­la­ments, die den soge­nann­ten Hit­ler-Sta­lin-Pakt ver­ur­teil­te. Ein ähn­li­ches Doku­ment war bereits vor zehn Jah­ren ver­ab­schie­det wor­den. Dar­in wur­de aller­dings Russ­land noch nicht direkt beschul­digt, die Geschich­te zu fäl­schen.

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RT Deutsch


Kriegsgefahr wächst : Saudi-Arabien erklärt, dass Iran “unzweifelhaft” hinter den Angriffen steckt


Mehr zum The­ma — Angriff auf sau­di­sche Ölan­la­gen – Das tota­le Ver­sa­gen des US-Abwehr­sys­tems Patri­ot und sei­ne Fol­gen

Sau­di-Ara­bi­en hat behaup­tet, dass der Iran hin­ter den Angrif­fen auf sei­ne Ölauf­be­rei­tungs­an­la­gen steckt. Droh­nen- und Rake­ten­wracks wur­den auf einer aktu­el­len Pres­se­kon­fe­renz als “end­gül­ti­gen Beweis für Tehe­rans Betei­li­gung” prä­sen­tiert.

Kriegsgefahr wächst: Saudi-Arabien erklärt, dass Iran "unzweifelhaft" hinter den Angriffen steckt

Die Art der ver­wen­de­ten Waf­fen hat bewie­sen, dass der Angriff “nicht aus dem Jemen stam­men konn­te”, behaup­te­te der Oberst der sau­di­schen Armee, Tur­ki al-Mal­ki. Er erklär­te zudem, dass die Fähig­kei­ten der Droh­nen und der Marsch­flug­kör­per Riad von frü­he­ren Angrif­fen bekannt sei­en.

Kriegsgefahr wächst: Saudi-Arabien erklärt, dass Iran "unzweifelhaft" hinter den Angriffen steckt

Der Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums beschul­dig­te den Iran, den Angriff unter­stützt zu haben, und rief die Län­der der “Welt­ge­mein­schaft” auf, “die bös­ar­ti­gen Akti­vi­tä­ten des Iran in der Regi­on anzu­er­ken­nen”. Zudem beton­te er mehr­mals :

Der Angriff wur­de vom Nor­den aus gestar­tet und zwei­fel­los vom Iran unter­stützt.

Er prä­sen­tier­te dazu auch Video­über­wa­chungs­ma­te­ri­al von einer der Ölan­la­gen und behaup­te­te, dass dort eine Droh­ne im Flug zu sehen sei.

Kriegsgefahr wächst: Saudi-Arabien erklärt, dass Iran "unzweifelhaft" hinter den Angriffen steckt

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Feuer frei : San-Francisco-Stadtverwaltung erklärt National Rifle Association zu “Inlandsterroristen”


Von Nebo­jša Malić. Ori­gi­nal auf Eng­lisch : Shots fired : San Fran­cis­co decla­res NRA ‘domestic ter­ro­rists’

Das San Fran­cis­co Board of Super­vi­sors (dt.: “Auf­sichts­rat”, de fac­to Haupt­ver­wal­tungs­or­gan der Stadt San Fran­cis­co und des gleich­na­mi­gen Bezirks im US-Bun­des­staat Kali­for­ni­en) hat in einer Erklä­rung den Waf­fen­lob­by- und Schüt­zen­ver­band Natio­nal Rif­le Asso­cia­ti­on zur “inlän­di­schen Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on” erklärt. Damit schei­nen die der eher waf­fen­feind­li­chen Demo­kra­ti­schen Par­tei ange­hö­ri­gen Rats­mit­glie­der ledig­lich Tugend­haf­tig­keit signa­li­sie­ren zu wol­len (bzw. was sie dar­un­ter ver­ste­hen). Doch die Reso­lu­ti­on könn­te durch­aus zu einer Eska­la­ti­on des Krie­ges der poli­ti­schen Strö­mun­gen füh­ren, der die USA bereits seit Jah­ren erschüt­tert.

Kauft nicht beim Waf­fen­nar­ren!”

Die NRA set­ze ihre Geld­mit­tel und ihre Macht ein, um “Waf­fen­be­sit­zer zu Gewalt­ta­ten anzu­re­gen”, heißt es in der von den Demo­kra­ten am Diens­tag ver­ab­schie­de­ten Reso­lu­ti­on. Dar­in wer­den die Stadt­be­woh­ner auf­ge­for­dert, kei­ne Geschäf­te mit Ange­hö­ri­gen der NRA zu täti­gen – auch nicht mit Per­so­nen, die mit der Orga­ni­sa­ti­on in Ver­bin­dung ste­hen.

In der Erklä­rung wird der NRA zudem vor­ge­wor­fen, “Pro­pa­gan­da zu ver­brei­ten, die die Öffent­lich­keit über die Gefah­ren von Waf­fen­ge­walt falsch infor­mie­ren und täu­schen soll”, und “extre­mis­ti­sche Posi­tio­nen zu ver­tre­ten, die den Ansich­ten der Mehr­heit ihrer Mit­glie­der und der Öffent­lich­keit wider­spre­chen”.

Es waren die Demo­kra­ten, die Prä­si­dent Donald Trump der Lüge bezich­tig­ten, als er behaup­te­te, sie woll­ten den US-Ame­ri­ka­nern ihre Waf­fen neh­men. Doch nun scheint es, als könn­ten sie es kaum erwar­ten, sei­ne Aus­sa­ge zu bestä­ti­gen.

Es gibt vie­le Din­ge, die hier erwähnt wer­den müs­sen. Zual­ler­erst hat die­se Erklä­rung der Stadt- und Land­kreis­ver­wal­tung kei­ne Geset­zes­kraft. Städ­te und Bun­des­staa­ten in den USA kön­nen Ter­ro­ris­mus nicht mit Gül­tig­keit defi­nie­ren, weder im Inland noch andern­orts – das ist Auf­ga­be der Regie­rung in Washing­ton. Nach Anga­ben des FBI han­delt es sich bei ein­hei­mi­schen Ter­ro­ris­ten in ers­ter Linie um US-ame­ri­ka­ni­sche Bewe­gun­gen, die “extre­mis­ti­sche Ideo­lo­gi­en poli­ti­scher, reli­giö­ser, sozia­ler, ras­sis­ti­scher oder öko­lo­gi­scher Natur ver­tre­ten”.

Wor­auf wür­de die­ser Ver­stoß gegen den Zwei­ten Zusatz­ar­ti­kel zur Ver­fas­sung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten also hin­aus­lau­fen ?

Dann wäre da noch die Heu­che­lei. Die Rats­ab­ge­ord­ne­te Cathe­ri­ne Ste­fa­ni erklär­te den Medi­en, die Reso­lu­ti­on sei von den Amok­schie­ße­rei­en der letz­ten Mona­te inspi­riert wor­den. Jedoch war kein ein­zi­ger Amok­schüt­ze Mit­glied der NRA – im Gegen­satz bei­spiels­wei­se zu dem Texa­ner, der mit­hil­fe sei­ner pri­va­ten Waf­fe im Jahr 2017 einen Amok­lauf in einer Kir­che stopp­te.

Sie soll­ten inzwi­schen ver­nünf­ti­ger­wei­se wis­sen, dass sie das Feu­er des Has­ses in die­sem Land schü­ren”, sag­te Ste­fa­ni der Washing­ton Post. “Men­schen ster­ben, doch sie ste­hen wei­ter­hin Refor­men im Wege.”

Aller­dings bedeu­tet auch das strengs­te Waf­fen­recht nichts, wenn die Behör­den auf­grund poli­ti­scher Erwä­gun­gen nicht bereit sind, Täter für Ver­stö­ße dage­gen zu bestra­fen. So war der Mann, der Kate Stein­le aus San Fran­cis­co im Jahr 2015 ange­schos­sen und getö­tet hat, zuvor einer Ver­ur­tei­lung wegen Mor­des und Tot­schlags ent­gan­gen ; und vor Kur­zem wur­de sei­ne Ver­ur­tei­lung wegen uner­laub­ten Waf­fen­be­sit­zes auf­grund einer For­ma­li­tät auf­ge­ho­ben. Kri­ti­kern zufol­ge liegt der ein­zi­ge Grund für die­se Behand­lung dar­in, dass der Mör­der ein ille­ga­ler Ein­wan­de­rer ist und die Demo­kra­ten alles dar­an gesetzt haben, San Fran­cis­co und Kali­for­ni­en ins­ge­samt zu einem Zufluchts­ort für die­se zu machen.

Zu guter Letzt kom­men Wort­ver­dre­hun­gen hin­zu. Ste­fa­ni erklär­te gegen­über KQED Radio, NRA-Auto­auf­kle­ber gegen Waf­fen­ver­bo­te besag­ten, dass “ver­nünf­ti­gen Debat­ten über die öffent­li­che Sicher­heit mit Gewalt begeg­net wer­den soll­te”.

Die Wei­ge­rung, ein ver­fas­sungs­mä­ßig garan­tier­tes Recht auf­zu­ge­ben, ist also irgend­wie ein Anreiz für Gewalt und Hass – doch wenn der Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te Eric Swal­well über den Ein­satz von Atom­waf­fen gegen Waf­fen­be­sit­zer schwa­dro­niert, ist das in Ord­nung ? Ach so, Swal­well ist Demo­krat – das ist wohl der Unter­schied.

San Fran­cis­co hat eine gewis­se Vor­ge­schich­te, was Wort­ver­dre­hun­gen zwecks Her­bei­füh­rung sozia­ler und poli­ti­scher Ver­än­de­run­gen angeht. Erst im ver­gan­ge­nen Monat hat­te das­sel­be Auf­sichts­gre­mi­um ange­ord­net, einen ehe­ma­li­gen Straf­tä­ter als “mit dem Gesetz in Kon­flikt gera­te­ne Per­son” oder “zurück­keh­ren­den Ein­woh­ner” und einen jugend­li­chen Straf­tä­ter als “von der Jugend­ge­richts­bar­keit betrof­fe­nen Jugend­li­chen” zu bezeich­nen, um nur zwei Bei­spie­le zu nen­nen.

Nebel­ker­zen im Macht­kampf

Mit die­sen nach alber­nem Kin­der­kram anmu­ten­den Lip­pen­be­kennt­nis­sen ver­sucht der Stadt- und Gemein­de­rat von San Fran­cis­co, sich als Ver­fech­ter wie auch immer ver­stan­de­ner Tugen­den zu pro­fi­lie­ren. Doch das fällt in eine Zeit, in der San Fran­cis­co in Kot und Urin, gebrauch­ten Injek­ti­ons­na­deln und ande­ren Abfäl­len der explo­die­ren­den Anzahl Süch­ti­ger und Obdach­lo­ser erstickt – ein wei­te­rer Neben­ef­fekt der Wei­ge­rung der Libe­ra­len mit blu­ten­dem Her­zen, bestehen­de Geset­ze zum Woh­le der öffent­li­chen Sicher­heit auch durch­zu­set­zen.

Die Reso­lu­ti­on sei “nur ein wei­te­rer Aus­wuchs von wert­lo­sem und abscheu­li­chem Ver­bal-Aktio­nis­mus ange­sichts der Gewalt­epi­de­mie, die unse­re Nati­on im Griff hat”, wer­te­te Amy Hun­ter, Spre­che­rin der NRA. Sie nann­te die Erklä­rung fer­ner einen “unbe­dach­ten Aggres­si­ons­akt gegen eine geset­zes­treue Orga­ni­sa­ti­on”.

Sprach­ma­ni­pu­la­ti­on war noch nie ein Grund zum Lachen, und hier macht sie zudem deut­lich, dass es über­haupt nicht um Waf­fen geht – und nie­mals um Waf­fen ging. Es geht um Macht. Zwi­schen ihren bei­den jüngs­ten Reso­lu­tio­nen hat der Stadt- und Land­be­zirks­rat von San Fran­cis­co beschlos­sen, sozu­sa­gen kühn durch den Spie­gel zu gehen, um es mit “Ali­ce im Wun­der­land” zu sagen :

Das Ei namens Hum­pty Dum­pty sagt an einer Stel­le zor­nig : “Wenn ich ein Wort ver­wen­de, dann bedeu­tet es genau das, was ich damit mei­ne – nicht mehr und nicht weni­ger.”

Die Fra­ge ist”, erwi­dert Ali­ce, “ob man Wör­ter so vie­le ver­schie­de­ne Din­ge bedeu­ten las­sen kön­ne.”

Die Fra­ge ist”, ant­wor­tet Hum­pty Dum­pty, “wel­che davon die Haupt­be­deu­tung sein soll – das ist alles.”

Mehr zum The­ma – Super­märk­te in den USA unter­sa­gen offe­nes Tra­gen von Waf­fen

RT Deutsch


Macron erklärt in Rede vor Botschaftern “das Ende der westlichen Hegemonie über die Welt”


In der tra­di­tio­nel­len jähr­li­chen Rede des Staats­ober­haup­tes auf der Bot­schaf­ter­kon­fe­renz in Paris bekräf­tig­te Emma­nu­el Macron am 27. August, dass Euro­pa unab­hän­gi­ger von den bei­den Hege­mo­ni­al­mäch­ten Chi­na und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wer­den müs­se.

Laut Macron wür­den wir gera­de Zeu­gen, des “Endes der west­li­chen Hege­mo­nie” über die Welt. Es sei des­we­gen not­wen­dig, eine “neue euro­päi­sche Zivi­li­sa­ti­on auf­zu­bau­en.” Dies sei der Tat­sa­che geschul­det, dass Euro­pa dro­he, zwi­schen den zwei gro­ßen Polen USA und Chi­na zu ver­schwin­den.

Wir wis­sen, dass Zivi­li­sa­tio­nen ver­schwin­den […] Euro­pa wird ver­schwin­den. Und die Welt wird um zwei gro­ße Pole her­um struk­tu­riert sein : die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka und Chi­na, und wir wer­den die Wahl zwi­schen Domi­n­an­zen haben”, so Macron in sei­ner Rede.

Euro­pa müs­se sei­nen Anteil in der neu­en Welt haben, um nicht von den Land­kar­ten zu ver­schwin­den. Unter ande­rem müs­se Euro­pa des­we­gen auch sei­ne Bezie­hun­gen zu Russ­land über­den­ken. “Ich den­ke, dass die Beru­fung Russ­lands nicht dar­in besteht, Chi­nas Juni­or­part­ner zu sein. Wir müs­sen also auch durch die­sen Dia­log wis­sen, wel­che Bedin­gun­gen wir stel­len kön­nen. Irgend­wann ist es an uns, Russ­land eine stra­te­gi­sche Opti­on anzu­bie­ten”, erklär­te Macron.

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent geht in sei­ner Rede davon aus, dass Mäch­te wie die Ver­ei­nig­ten Staa­ten oder Chi­na die Uni­la­te­ra­lis­mus­kar­te spie­len wür­den, die sich Euro­pa nicht leis­ten kön­ne :

Die ande­ren kön­nen eine nicht-mul­ti­la­te­ra­le, uni­la­te­ra­le oder bila­te­ra­le Stra­te­gie haben, wir kön­nen es nicht”.

Euro­pa müs­se sei­ne wirt­schaft­li­che und mili­tä­ri­sche Sou­ve­rä­ni­tät stär­ken. Dabei soll die fran­zö­si­sche Diplo­ma­tie laut Macron eine zen­tra­le Rol­le spie­len.

RT Deutsch


80 Jahre Nichtangriffspakt : Russlands Chef-Historiker erklärt Ursachen


Am 22. August sprach RT-Deutsch-Redak­teur Wla­dis­law San­kin mit einem der nam­haf­tes­ten rus­si­schen His­to­ri­ker, Alex­an­der Tschub­ar­jan, über die kom­pli­zier­ten Umstän­de der euro­päi­schen Poli­tik der Vor­kriegs­zeit. In der Kurz­fas­sung des Inter­views spricht der 87-jäh­ri­ge Wis­sen­schaft­ler über den deutsch-sowje­ti­schen Nicht­an­griffs­pakt, der sich am 23. August zum 80. Mal jährt.

RT Deutsch


Italien : Salvini erklärt Koalition mit Fünf-Sterne-Bewegung für beendet und will Neuwahlen


Anfäng­lich wer­te­te Lega-Chef Matteo Sal­vi­ni die Koali­ti­on aus sei­ner Par­tei und der Fünf-Ster­ne-Bewe­gung als Erfolg. Sei­ne Erklä­rung zur geschei­ter­ten Koali­ti­on erreich­te die ita­lie­ni­sche Öffent­lich­keit über die Nach­rich­ten­sen­dung des ita­lie­ni­schen Sen­ders RAI : 

Ich habe im Gespräch mit Minis­ter­prä­si­dent Con­te betont : Gehen wir sofort ins Par­la­ment, um anzu­er­ken­nen, dass es kei­ne Mehr­heit mehr gibt. Geben wir das Wort schnell an die Wäh­ler zurück. 

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten habe sich etwas ver­än­dert und sei kaputt gegan­gen. Es sol­le schnellst­mög­lich Neu­wah­len geben.

Der Lega wären min­des­tens 36 Pro­zent der Stim­men sicher. Sie ist damit stärks­te Kraft in Ita­li­en. Um den Weg für Neu­wah­len frei­zu­ma­chen, müss­te sich Giu­sep­pe Con­te der Ver­trau­ens­fra­ge stel­len. Die­ser kri­ti­sier­te die Hal­tung Sal­vi­nis : 

Es steht einem Innen­mi­nis­ter nicht zu, über den Ablauf einer poli­ti­schen Kri­se zu ent­schei­den, in der ganz ande­re insti­tu­tio­nel­le Akteu­re inter­ve­nie­ren. 

Ein Weg zu Neu­wah­len könn­te über ein Rück­tritts­ge­such Con­tes bei Staats­prä­si­den­ten Ser­gio Mattarel­la füh­ren. Dann wäre es an Mattarel­la, über Neu­wah­len zu ent­schei­den. 

Der Fünf-Ster­ne-Vize­pre­mier Lui­gi Di Maio sag­te, man habe kei­ne Angst vor Neu­wah­len : 

Jemand will, dass die Regie­rung heu­te stürzt, am 8. August. Gut, wir sind bereit. Aber eine Sache ist sicher : Wenn du das Land und die Bür­ger auf den Arm nimmst, fällt es frü­her oder spä­ter auf dich zurück. 

Seit Jahr­zehn­ten gibt es Streit um ein Bahn­pro­jekt. Die Abstim­mung hier­über im Senat ver­an­lass­te Sal­vi­ni zu der Erklä­rung. Wäh­rend sich die Lega für das Pro­jekt aus­sprach, stimm­te die Fünf-Ster­ne-Bewe­gung dage­gen. Im Vor­feld hat­te die Migra­ti­ons­po­li­tik Sal­vi­nis für Span­nun­gen zwi­schen den Bünd­nis­part­nern gesorgt. 

RT Deutsch


AKK“ erklärt Pläne für Bundeswehr – SPD und Opposition schießen quer


CDU-Che­fin Kramp-Kar­ren­bau­er wur­de am Mitt­woch offi­zi­ell von Bun­des­tags­prä­si­dent Schäub­le als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin ver­ei­digt. Im Anschluss erklär­te sie ihre Zie­le für die Trup­pe : Auf­rüs­tung und Nato-Stär­kung. Oppo­si­ti­on und SPD übten teils schar­fe Kri­tik : For­de­run­gen nach Dia­log mit Russ­land und Distanz zu US-Prä­si­dent Trump wur­den laut.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


WHO erklärt Ebola-Epidemie im Kongo zu Gesundheitsnotstand mit “internationaler Tragweite”


In die­ser Woche wur­de der ers­te Ebo­la-Fall in der kon­go­le­si­schen Mil­lio­nen­stadt Goma ent­deckt. Der “gesund­heit­li­che Not­stand mit inter­na­tio­na­ler Trag­wei­te” wur­de von der WHO erst vier­mal aus­ge­ru­fen, hier­un­ter die Ebo­la-Epi­de­mie in Tei­len West­afri­kas zwi­schen 2014 und 2016, bei der mehr als 11.000 Men­schen ums Leben gekom­men sind. 

Der WHO-Chef Tedros Adha­nom Ghe­breye­sus sag­te im Rah­men einer Nach­rich­ten­kon­fe­renz in Genf : 

Es ist Zeit, dass die Welt Notiz nimmt. 

Die WHO auf Twit­ter : 

Von den mehr als 2.500 Infi­zier­ten sind im Kon­go seit Aus­bruch der neu­en Epi­de­mie rund 1.600 Per­so­nen gestor­ben. Jeden Tag wer­den rund zwölf neue Fäl­le bekannt. Ein Grund für die Ver­brei­tung ist auch das Miss­trau­en in die Gesund­heits­mit­ar­bei­ter. Vie­le suchen kei­ne Behand­lungs­mög­lich­kei­ten auf. Hin­zu kom­men gewalt­sa­me Über­grif­fe auf Ebo­la-Zen­tren und deren Mit­ar­bei­ter. 

Namens­ge­ber der Krank­heit ist der kon­go­le­si­sche Fluss Ebo­la. Unweit des Gewäs­sers wur­de das Virus 1976 erst­ma­lig ent­deckt. In 25 bis 90 Pro­zent aller Fäl­le führt das Virus zum Tod. Es wer­den fünf Arten des Ebo­la-Virus unter­schie­den. Über­tra­gen wird es durch Kör­per­flüs­sig­kei­ten von Men­schen, dem “Busch­fleisch” von Tie­ren und auch Gegen­stän­den, die kon­ta­mi­niert wur­den. Die erkrank­te Per­son lei­det an hohem Fie­ber und oft Durch­fall, Übel­keit und Erbre­chen. 

Ein­schrän­kun­gen für Rei­sen und Han­del soll es aber kei­ne geben. Bis­lang sind zwei Pro­vin­zen inner­halb der Demo­kra­ti­schen Repu­blik Kon­go betrof­fen : Nord-Kivu und Itu­ri. Das Rote Kreuz hieß den Ent­scheid der WHO will­kom­men und hofft auf mehr inter­na­tio­na­le Kennt­nis­nah­me, “wel­che die Kri­se ver­dient”. Die WHO schätzt die Wei­ter­ver­brei­tung auf Nach­bar­län­der als “sehr hoch” ein. Gegen die Krank­heit hilft eine Imp­fung, die bereits mehr als 161.000 Men­schen ver­ab­reicht wur­de. Eine Imp­fung beka­men jedoch nur die­je­ni­gen, die in direk­tem Kon­takt mit Ebo­la-Pati­en­ten ste­hen. 

RT Deutsch