Droht Apple das Aus ? Russland erwägt Verbot von Smartphones ohne vorinstallierte russische Software


Der Gesetz­ent­wurf, den die Abge­ord­ne­ten des Unter­hau­ses am Diens­tag in ers­ter Lesung ver­ab­schie­det haben, sieht vor, dass auf jedem in Russ­land ver­kauf­ten Smart­pho­ne, Com­pu­ter oder Smart-TV-Gerät ab dem 1. Juli 2020 rus­si­sche Soft­ware instal­liert sein muss. Laut den Autoren des Gesetz­ent­wur­fes sei die­se für rus­si­sche Nut­zer freund­li­cher und attrak­ti­ver.

Nach Inkraft­tre­ten des Geset­zes könn­te den Her­stel­lern und Ver­käu­fern, die sich nicht an die Vor­ga­be hal­ten, eine Stra­fe in Höhe von 200.000 Rubel (etwa 2.800 Euro) dro­hen. Die rus­si­sche Regie­rung wird an dem Ent­wurf noch wei­ter arbei­ten. Man will fest­le­gen, wel­che Soft­ware genau von der Geset­zes­vor­la­ge abge­deckt wer­den soll, die laut den Initia­to­ren “die Inter­es­sen rus­si­scher Inter­net­un­ter­neh­men schützt”.

Damit das Gesetz in Kraft tre­ten kann, muss der Ent­wurf im Ober­haus ein­ge­reicht und vom Prä­si­den­ten unter­schrie­ben wer­den.

Oleg Niko­la­jew, rus­si­scher Abge­ord­ne­ter und einer der Autoren der Geset­zes­vor­la­ge, erklär­te gegen­über RT : 

Wenn Sie ein Andro­id- oder iOS-basier­tes Smart­pho­ne kau­fen, sehen Sie Apps, die von die­sen Unter­neh­men ent­wi­ckelt wur­den, aber nicht die von rus­si­schen. Die rus­si­sche Gesetz­ge­bung schreibt nun vor, dass es nun auch Apps geben muss, die in Russ­land ent­wi­ckelt wur­den.

Soll­te das Gesetz tat­säch­lich in Kraft tre­ten, war­nen Exper­ten, Apple könn­te gezwun­gen sein, den rus­si­schen Markt zu ver­las­sen. Die Phi­lo­so­phie des US-Unter­neh­mens besteht näm­lich dar­in, unab­hän­gig vom Land, in dem es tätig ist, aus­schließ­lich das eige­ne Betriebs­sys­tem und eige­ne Apps auf sei­nen Gerä­ten zu instal­lie­ren. Für Andro­id-Gerä­te wäre die Umstel­lung etwas leich­ter, da die Platt­form stets mit Soft­ware ande­rer Ent­wick­ler kom­pa­ti­bel war. Ver­tre­ter von IT-Unter­neh­men behaup­ten, die­se Rege­lung wer­de die Kon­kur­renz am rus­si­schen Elek­tro­nik­markt deut­lich ein­schrän­ken.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sches Par­la­ment ver­ab­schie­det Gesetz für eigen­stän­di­ges Inter­net

RT Deutsch


Spiegel : MDR erwägt Trennung von Uwe Steimle


Der MDR will die Zusam­men­ar­beit mit dem Schau­spie­ler und Kaba­ret­tis­ten Uwe Steim­le been­den. Das berich­tet Der Spie­gel in sei­ner neu­es­ten Aus­ga­be. Das selbst ernann­te Nach­rich­ten­ma­ga­zin zitiert Ver­ant­wort­li­che des Sen­ders mit der Aus­sa­ge, man sei dabei, “den Bereich Kaba­rett und Sati­re inhalt­lich neu auf­zu­stel­len”.

Der Kaba­ret­tist selbst erklär­te, von der­ar­ti­gen Plä­nen kei­ne Kennt­nis zu haben. Dem Sprin­ger-Blatt Bild sag­te er :

Mit mir hat kei­ner gere­det, im Gegen­teil. Ich habe fürs kom­men­de Jahr vier bestä­tig­te Sen­de­ter­mi­ne. Dabei geht es unter ande­rem um die Drusch­ba-Tras­se.

Steim­le bezeich­net sich selbst als links, für die Par­tei Die Lin­ke nahm er 2009 in der Bun­des­ver­samm­lung an der Wahl des Bun­des­prä­si­den­ten teil.

Mit sei­nen Aus­sa­gen und Aktio­nen gelingt es ihm immer wie­der, den media­len Main­stream zu pro­vo­zie­ren, dem er als rechts gilt, unter ande­rem mit der Aus­sa­ge, Deutsch­land sei ein “besetz­tes Land”, dem Tra­gen eines T‑Shirts mit dem Auf­duck “Ami go home!” und sei­ner Kri­tik an der Migra­ti­ons­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung. Der Spie­gel nennt ihn in sei­nem Arti­kel einen “Mann schlech­ter Scher­ze”.

Als sich Steim­le im Som­mer in einem T‑Shirt mit der Auf­schrift “Kraft durch Freun­de” foto­gra­fie­ren ließ, wur­de ihm das als Sym­pa­thie­be­kun­dung für das NS-Régime aus­ge­legt. Schon mehr­fach wur­de der MDR dafür kri­ti­siert, dem Kaba­ret­tis­ten eine Büh­ne zu bie­ten. Aller­dings ist der Sach­se im Sen­de­ge­biet aus­ge­spro­chen beliebt und sorgt regel­mä­ßig für sehr gute Quo­ten.

Mehr zum The­ma — Deutsch­land 2019 – Demo­kra­tisch in der Form, auto­ri­tär im Inhalt

RT Deutsch


Nach Visaverweigerung für russische UN-Delegation : Moskau erwägt Green Card-Verbot


Die rus­si­sche Regie­rung geht davon aus, sie sei das jüngs­te Opfer der zwei­fel­haf­ten Pra­xis Washing­tons gewor­den, sei­nen Sta­tus als Gast­ge­ber der Ver­ein­ten Natio­nen zu miss­brau­chen, indem es Men­schen, die in den Augen der US-Regie­rung uner­wünscht sind, den Zugang ver­wei­gert. Theo­re­tisch soll­ten alle UN-Mit­glie­der glei­chen Zugang zu den Ver­an­stal­tun­gen der Orga­ni­sa­ti­on erhal­ten.

In der Pra­xis wer­den Natio­nen, denen Washing­ton nega­tiv gegen­über steht, von der Ver­an­stal­tung aus­ge­schlos­sen, indem die USA den Dele­gier­ten kein Visum aus­stel­len. Kon­kret betrof­fen sind dies­mal zehn rus­si­sche Diplo­ma­ten – ein­schließ­lich sie­ben Ange­stell­ter des rus­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums.

Die Spre­che­rin des Minis­te­ri­ums Mari­ja Sach­a­ro­wa nann­te es ein “empö­ren­des Bei­spiel für die Miss­ach­tung der UN-Mit­glie­der durch die USA”. Ihr zufol­ge hät­ten die USA die Visa-Ver­wei­ge­rung mit tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten erklärt. Aller­dings sei­en alle Doku­men­te recht­zei­tig ein­ge­reicht wor­den, so Sach­a­ro­wa.

Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row brach­te bei einem tri­la­te­ra­len Tref­fen mit sei­nen tür­ki­schen und ira­ni­schen Amts­kol­le­gen eine Mischung aus Ver­är­ge­rung und Belus­ti­gung zum Aus­druck : “Ich bin froh, dass ich, im Gegen­satz zu mei­ner Dele­ga­ti­on, schließ­lich ein Visum aus den USA bekom­men habe.” Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif scherz­te, dass er nicht mehr der ein­zi­ge sei, der sich Sor­gen um ein US-Visum machen müs­se, wenn er zu den Ver­ein­ten Natio­nen rei­se.

In einem Inter­view mit der Zei­tung Kom­mer­s­ant beton­te Law­row, dass Russ­land mit Gegen­maß­nah­men reagie­ren wer­de :

Natür­lich wer­den wir scharf dar­auf reagie­ren. Wir wer­den ver­su­chen, dar­auf zu ant­wor­ten. So eine Pöbe­lei kann nicht tole­riert wer­den.

Der Außen­mi­nis­ter führ­te ein Bei­spiel an, das “die Ein­ma­lig­keit” der USA demons­triert : 

Letz­tes Jahr kamen US-Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te nach Russ­land und baten sehr dar­um, den Sena­tor Ron John­son, der auf der rus­si­schen Sank­ti­ons­lis­te steht, in die Dele­ga­ti­on auf­zu­neh­men. Die­se Lis­te war nur erstellt wor­den, weil unse­re Par­la­men­ta­ri­er nicht in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ein­rei­sen durf­ten. Wir haben zuge­sagt und ver­ein­bar­ten, dass der Gegen­be­such unse­rer par­la­men­ta­ri­schen Dele­ga­ti­on auch unter Betei­li­gung einer oder meh­re­rer Per­so­nen statt­fin­den soll­te, die offi­zi­ell auf der US-Sank­ti­ons­lis­te ste­hen – um zu zei­gen, dass wir zumin­dest auf der Linie der par­la­men­ta­ri­sche Diplo­ma­tie anfan­gen, ‘Brü­cken zu bau­en’, dass wir auf kon­fron­ta­ti­ve und kon­tra­pro­duk­ti­ve Ansät­ze ver­zich­ten.

Uns wur­de ver­si­chert, dass es so kom­men wird. Als die rus­si­sche Dele­ga­ti­on die­ses Jahr auf Ein­la­dung des US-Kon­gres­ses in die USA rei­sen woll­te, wur­de uns mit­ge­teilt, dass es ‘abso­lut unmög­lich’ sei, ein Visum für irgend­je­man­den auf der Sank­ti­ons­lis­te aus­zu­stel­len. Nach ihrem Ver­ständ­nis ist das die ame­ri­ka­ni­sche Ein­ma­lig­keit : sie dür­fen alles – und die ande­ren dür­fen nur das, was die USA erlau­ben. Das ist trau­rig.

Ale­xej Tsche­pa, Vize­chef des Außen­aus­schus­ses des rus­si­schen Unter­hau­ses, sag­te gegen­über der Zei­tung Iswes­ti­ja, dass das Diver­si­ty Immi­grant Visa Pro­gramm, bes­ser bekannt als Green Card-Lot­te­rie, in Russ­land mög­li­cher­wei­se als Reak­ti­on auf die Vis­aver­wei­ge­rung ver­bo­ten wer­den könn­te :

Ich den­ke, wir könn­ten Akti­vi­tä­ten wie die Green Card-Lot­te­rie ver­bie­ten, die die USA durch­füh­ren, um ihr Image als angeb­li­che ‘Hoch­burg der Demo­kra­tie’ zu unter­stüt­zen. Unse­re Maß­nah­men wer­den die Auf­merk­sam­keit aller Welt auf sich zie­hen.

Mos­kau wird den USA natür­lich nicht ver­bie­ten kön­nen, Aus­wan­de­rungs­wil­li­gen eine Green Card zu ertei­len. Aber das Land kann es sei­nen Bür­gern erschwe­ren sich zu bewer­ben, indem es die Web­sei­te der Lot­te­rie auf eine schwar­ze Lis­te setzt oder Agen­tu­ren schließt, die Men­schen bei der Antrag­stel­lung hel­fen.

Bei der Green Card-Lot­te­rie ver­lo­sen die USA jähr­lich mehr als 50.000 Dau­er­auf­ent­halts­ge­neh­mi­gun­gen, die ein unbe­grenz­tes Leben und Arbei­ten in den USA ermög­li­chen. Seit dem Jahr 1995 sind Rus­sen berech­tigt, an dem Gewinn­spiel teil­zu­neh­men. Nur in den Jah­ren 2005 bis 2009 war die Lot­te­rie in Russ­land ver­bo­ten. Der­zeit ist Russ­land eines der Spit­zen­na­tio­nen, die an der Ver­lo­sung teil­neh­men.

Mehr zum The­ma — Law­row : Die dik­ta­to­ri­sche US-Außen­po­li­tik wird kein gutes Ende neh­men

RT Deutsch


Kannibalismus gegen Klimawandel : Wissenschaftler erwägt Verzehr von Menschenfleisch


Am 3. und 4. Sep­tem­ber fand in Stock­holm eine Kon­fe­renz zum The­ma Ernäh­rung statt. Der Schwer­punkt von Gas­tro Sum­mit 2019 lag auf Nach­hal­tig­keit, Gesund­heit, Inno­va­ti­on und Inspi­ra­ti­on. In Semi­na­ren wur­den alle für die Nah­rungs­mit­tel­bran­che rele­van­ten The­men erör­tert und dis­ku­tiert. Der Bericht eines schwe­di­schen Pro­fes­sors sorg­te für beson­ders viel Auf­se­hen.

Magnus Söder­lund von der Han­dels­hoch­schu­le Stock­holm spe­ku­lier­te in sei­ner Stu­die über Vor­tei­le des Ver­zehrs von Men­schen­fleisch. Dem Ver­hal­tens­for­scher zufol­ge könn­te Kan­ni­ba­lis­mus im Kampf gegen den glo­ba­len Kli­ma­wan­del hilf­reich sein. Der Ver­zehr von Lei­chen wür­de zur Nach­hal­tig­keit bei­tra­gen. “Kon­ser­va­ti­ve Tabus” in Bezug auf die Anthro­po­pha­gie könn­ten in Zukunft fal­len, wenn sich die Gesell­schaft dar­über Gedan­ken machen wür­de. Vor­ur­tei­le könn­ten Schritt für Schritt beho­ben wer­den, indem man Men­schen vor­schlü­ge, es ein­fach zu kos­ten. Dem Pro­fes­sor zufol­ge hät­ten in einer sei­ner Umfra­ge acht Pro­zent der Men­schen sich bereit gezeigt, Men­schen­fleisch zu ver­zeh­ren. Auch er selbst schloss nicht aus, es zumin­dest zu pro­bie­ren. Als Alter­na­ti­ve kämen Insek­ten und Heim­tie­re in Fra­ge.

Mehr zum The­ma — Vega­nes Pro­dukt : Spa­ni­er macht Blut­wurst aus eige­nem Blut

In sei­nem Semi­nar erwähn­te Magnus Söder­lund aller­dings nicht, dass der Ver­zehr von Lei­chen ernst­haf­te gesund­heit­li­che Pro­ble­me aus­lö­sen kann, dar­un­ter die töd­li­che Prio­nen­krank­heit Kuru, an der Ange­hö­ri­ge eines iso­lier­ten Stam­mes auf Papua-Neu­gui­nea lit­ten, die die Gehir­ne ihrer Toten ver­zehr­ten.

Mehr zum The­ma — Thai­land : Lokal­in­ha­ber tötet Kun­den und mengt des­sen Fleisch in vege­ta­ri­sche Spei­sen bei

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Wegen Erdgaserkundungen vor Zypern : EU erwägt offenbar Sanktionen gegen die Türkei


Die EU berei­tet wegen der tür­ki­schen Erd­gas-Erkun­dun­gen vor Zypern Straf­maß­nah­men vor. Die Bot­schaf­ter der Mit­glied­staa­ten einig­ten sich am Mitt­woch dar­auf, kon­kre­te Pla­nun­gen zu begin­nen. So erwägt die EU etwa das Aus­set­zen der Ver­hand­lun­gen über ein neu­es Luft­ver­kehrs­ab­kom­men. Wie aus einem Ent­wurf für Bot­schaf­ter-Bera­tun­gen her­vor­geht, könn­ten zudem EU-Hil­fen gekürzt und die Kre­dit­ver­ga­be durch die Euro­päi­sche Inves­ti­ti­ons­bank ein­ge­schränkt wer­den. Die Straf­maß­nah­men gegen die Tür­kei sol­len nach dem Wil­len Zyperns bereits am kom­men­den Mon­tag bei einem EU-Außen­mi­nis­ter­tref­fen beschlos­sen wer­den.

Trotz der bes­ten Absich­ten der EU, gute Bezie­hun­gen zur Tür­kei auf­recht­zu­er­hal­ten, set­ze das Land die Eska­la­tio­nen fort, kom­men­tier­te EU-Rats­prä­si­dent Donald Tusk. Das wer­de unaus­weich­lich zu einer Reak­ti­on der EU füh­ren.

Zypern hält die tür­ki­schen Akti­vi­tä­ten für “ille­gal”

Die Tür­kei will in die­ser Woche ihre Erd­gas­su­che vor Zypern noch aus­wei­ten. Am Mon­tag war ein wei­te­res tür­ki­sches Bohr­schiff, die Yavuz, vor der Ost­küs­te der Insel ange­kom­men. Es soll Pro­be­boh­run­gen im Golf der Hafen­stadt Fama­gus­ta begin­nen. West­lich der Insel macht das Bohr­schiff Fatih schon seit Wochen Son­die­run­gen. Das For­schungs­schiff Bar­ba­ros Hayred­din ist für seis­mi­sche Unter­su­chun­gen süd­lich der Insel unter­wegs.

Die EU hat die Tür­kei schon mehr­fach auf­ge­for­dert, sich zurück­zu­hal­ten. Zypern hält die tür­ki­schen Akti­vi­tä­ten für “ille­gal”. Die Tür­kei steht aber auf dem Stand­punkt, dass die Gewäs­ser, in denen sie aktiv ist, zu ihrem soge­nann­ten Fest­landso­ckel gehö­ren. Sie will außer­dem die “Rech­te der tür­ki­schen Zyp­rer schüt­zen”, die von der grie­chisch-zypri­schen Regie­rung in die Ent­schei­dun­gen zur Aus­beu­te der Erd­gas­vor­kom­men in der Regi­on nicht ein­be­zo­gen wür­den.

Tür­kei : Die EU soll­te nach Prin­zi­pi­en han­deln

Die Repu­blik Zypern ist EU-Mit­glied, der Nor­den von Zypern ist aber von tür­ki­schen Trup­pen besetzt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat­ten Erd­gas­kon­zer­ne im Auf­trag der Repu­blik Zypern west­lich der Insel rei­che Erd­gas­vor­kom­men ent­deckt. Die Suche geht süd­lich vor Zypern wei­ter. Anka­ra lehnt Akti­vi­tä­ten ab, die ohne die Zustim­mung der tür­ki­schen Zyp­rer vor­ge­nom­men wer­den – vor allem, solan­ge der Kon­flikt um die geteil­te Insel nicht gelöst ist.

Der Spre­cher der Regie­rungs­par­tei AKP, Ömer Çelik, sag­te am Don­ners­tag, die Sank­tio­nen gegen Anka­ra wären ein gro­ßer Feh­ler für die EU.

Die EU soll­te nach Prin­zi­pi­en han­deln, anstatt die grie­chisch-zypri­sche Sei­te zu bezie­hen”, sag­te Çelik vor Jour­na­lis­ten. “Es muss ein gemein­sa­mer Mecha­nis­mus geschaf­fen wer­den, bei dem die tür­kisch-zypri­sche Sei­te eine gleich­be­rech­tig­te Par­tei ist, und die Gewinn­tei­lung an einen funk­tio­nie­ren­den Mecha­nis­mus gebun­den ist. Auf die­se Wei­se wäre die Kri­se über­wun­den.”

Kri­tik war in der Nacht zum Mitt­woch auch aus den USA gekom­men. In einer Stel­lung­nah­me aus Washing­ton hieß es, man bit­te die Tür­kei drin­gend, ihre Akti­vi­tä­ten zu stop­pen. “Die­se pro­vo­ka­ti­ven Schrit­te erhö­hen die Span­nun­gen in der Regi­on.”

Für die Wirt­schaft und die Ver­brau­cher sind die geplan­ten Straf­maß­nah­men schlech­te Neu­ig­kei­ten. Das mit der Tür­kei geplan­te Luft­ver­kehrs­ab­kom­men soll näm­lich eigent­lich neue Flug­ver­bin­dun­gen ermög­li­chen und für güns­ti­ge­re Tickets sor­gen. Die EU-Kom­mis­si­on ging zuletzt davon aus, dass die Flug­schein­prei­se nach einer Markt­öff­nung um bis zu 50 Pro­zent sin­ken und bis zu 48.000 neue Arbeits­plät­ze ent­ste­hen.

Mehr zum The­ma — Isra­el ver­sucht im Gas­krieg, einen Keil zwi­schen EU-Län­der auf dem Bal­kan zu trei­ben

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Japanischer Premierminister erwägt Besuch im Iran – Trump hat das letzte Wort


Am Sams­tag wird der US-Prä­si­dent Donald Trump für einen drei­tä­gi­gen Besuch in Tokio erwar­tet. Dann wird Shin­zo Abe, japa­ni­scher Pre­mier­mi­nis­ter, mit dem US-Staats­ober­haupt auch sei­ne Rei­se­plä­ne nach Tehe­ran bespre­chen. Japan ist für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten einer der loyals­ten Part­ner. Es wäre der ers­te Besuch eines japa­ni­schen Staats­ober­haupts im Iran seit dem Jahr 1978.

Japan war vor den US-Sank­tio­nen einer der Haupt­ab­neh­mer ira­ni­schen Öls. Im Gegen­satz zu den USA unter­hält Japan freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen mit dem Iran. Der Kabi­netts­chef Yoshi­hi­de Suga woll­te sich nicht zu den Rei­se­plä­nen äußern, sag­te jedoch :

Unser Land hat tra­di­tio­nell freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen zum Iran. 

Die Bezie­hun­gen zwi­schen dem Iran und Japan began­nen im Jahr 1929 und gel­ten auch heu­te noch als freund­schaft­lich. Heu­te expor­tiert Japan haupt­säch­lich Auto­mo­bi­le und elek­tro­ni­sche Pro­duk­te in den Iran. Am 9. Mai schrieb die Japan Times, die japa­ni­sche Regie­rung unter Shin­zo Abe hof­fe, als Media­tor zwi­schen den Washing­ton und Tehe­ran agie­ren zu kön­nen, um mit Blick auf die eige­nen Wirt­schafts­in­ter­es­sen die Span­nun­gen zwi­schen den bei­den Län­dern zu lösen. Als in Tehe­ran 1979 US-Bot­schafts­an­ge­stell­te als Gei­seln genom­men wur­den, dros­sel­te Japan auf Druck der USA sei­ne Impor­te ira­ni­schen Öls. Auch heu­te ist Japan gezwun­gen, nach Wei­sun­gen der USA zu agie­ren. Die neus­ten US-Sank­tio­nen aus Washing­ton rich­ten sich auch gegen den Import von Öl aus dem Iran.

Shin­zo Abe stat­te­te als ers­tes aus­län­di­sches Staats­ober­haupt Donald Trump nach sei­ner Wahl zum US-Prä­si­den­ten einen Besuch im Trump-Tower in New York ab.

Mehr zum The­ma — Trump droht Iran mit Ver­nich­tung

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Irakisches Parlament erwägt Kündigung des Sicherheitsabkommens mit USA


Das ira­ki­sche Par­la­ment will einen Gesetz­ent­wurf kon­zi­pie­ren, der eine Auf­kün­di­gung des Sicher­heits­ab­kom­mens mit den USA und somit einen Abzug von US-ame­ri­ka­ni­schen und ande­ren aus­län­di­schen Mili­tär­be­ra­tern vor­se­hen soll. Das sag­te der ers­te Vize­par­la­ments­chef Hassan Al Kaa­bi am Mon­tag.
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Südafrika erwägt Rettungsaktion für krisengeplagtes Nachbarland Simbabwe


In einem Inter­view mit der Tages­zei­tung Dai­ly Mave­rick sag­te der süd­afri­ka­ni­sche Finanz­mi­nis­ter Tito Mbo­we­ni, dass sei­ne Regie­rung und die sim­bab­wi­sche Füh­rung dar­über dis­ku­tie­ren, wie die Schul­den Sim­bab­wes gegen­über dem IWF, der Welt­bank und dem Pari­ser Club begli­chen wer­den kön­nen.

Die Sei­ten über­le­gen außer­dem, ob eine bestehen­de Kre­dit­fa­zi­li­tät, die Sim­bab­we mit der South Afri­can Reser­ve Bank ver­ein­bart hat­te, ver­län­gert wer­den könn­te.

Sim­bab­we habe zuvor Sicher­hei­ten für das Dar­le­hen in Form von Bank­no­ten der SA Land Bank gestellt, so der Minis­ter. Man habe fest­ge­stellt, dass das Land sei­ne Kre­di­te im Rah­men die­ser Fazi­li­tät in der Ver­gan­gen­heit immer zurück­ge­zahlt hat.

2009 schaff­te Sim­bab­we sei­ne eige­ne Wäh­rung ab 

Exper­ten sagen, dass Hara­re ein­deu­tig ver­zwei­felt nach einer Ret­tung aus Süd­afri­ka und/oder einem sei­ner ande­ren Ver­bün­de­ten sucht, um eine Wirt­schafts­kri­se zu lösen, die außer Kon­trol­le gerät.

Tau­sen­de Bür­ger des Lan­des gin­gen letz­te Woche in einem lan­des­wei­ten Streik auf die Stra­ße, nach­dem die Regie­rung des süd­afri­ka­ni­schen Lan­des die Kraft­stoff­prei­se ver­dop­pelt hat­te, was den Ben­zin­ver­kauf in dem Land zum teu­ers­ten der Welt mach­te.

Nach einer Hyper­in­fla­ti­on im Jahr 2009 schaff­te Sim­bab­we sei­ne eige­ne Wäh­rung ab und ver­wen­de­te statt­des­sen den US-Dol­lar und den süd­afri­ka­ni­schen Rand. Die Wirt­schafts­kri­se und die Ver­knap­pung der Fremd­wäh­run­gen ver­an­lass­ten die Regie­rung jedoch dazu, sich für die Ein­füh­rung einer eige­nen neu­en Wäh­rung in den nächs­ten 12 Mona­ten zu ent­schei­den.

Eini­ge Exper­ten sagen, dass die Erwä­gun­gen Süd­afri­kas, sei­nem nörd­li­chen Nach­barn zu hel­fen, auf Befürch­tun­gen zurück­zu­füh­ren sind, dass es bald mit einem neu­en Zustrom von sim­bab­wi­schen Flücht­lin­gen rech­nen müss­te, wenn sich die Lage in Sim­bab­we nicht ver­bes­sert.

Sim­bab­we braucht drin­gend Refor­men”

Wäh­rend die gewalt­tä­ti­gen Pro­tes­te in Sim­bab­we den loka­len Wäh­rungs­markt nicht beein­träch­ti­gen, wäre Süd­afri­ka von einer sol­chen Ent­wick­lung wahr­schein­lich im Lau­fe der Zeit betrof­fen, so Bian­ca Botes, Cor­po­ra­te Trea­su­ry Mana­ger bei Pere­gri­ne Trea­su­ry Solu­ti­ons. Die Exper­tin erklär­te :

Die Angst vor einem Über­grei­fen und einem zusätz­li­chen Ansturm von Migran­ten ist aus sozio­öko­no­mi­scher Sicht eines der wich­tigs­ten Anlie­gen, das die ohne­hin schon schwa­che loka­le Wirt­schaft wei­ter belas­ten könn­te.

Laut Piers Pigou, Seni­or Con­sul­tant der Inter­na­tio­nal Cri­sis Group, wird jedes Geld, das Süd­afri­ka nach Sim­bab­we lei­tet, ver­schwen­det, wenn es die Regie­rung nicht davon über­zeugt, grund­le­gen­de poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Refor­men durch­zu­füh­ren. Gegen­über Dai­ly Mave­rick sag­te er :

Sim­bab­we braucht drin­gend Refor­men, wenn die Regie­rung das Land eini­ger­ma­ßen sta­bil hal­ten und sei­ne Ver­bind­lich­kei­ten mit inter­na­tio­na­len Gebern auf­recht­erhal­ten will, ein Pro­zess, der mit der Ver­trei­bung von Muga­be begann.

Pigou füg­te hin­zu, dass “die Süd­afri­ka­ner ver­rückt” sei­en, “sich dar­auf ein­zu­las­sen” und merk­te an, dass Sim­bab­we sei­ner Mei­nung nach gegen­über Süd­afri­ka bereits hoch ver­schul­det sei. Der Ana­lyst schloss dar­aus :

In den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten hat Süd­afri­ka Geld ein­ge­setzt oder sie auf ande­re Wei­se unter­stützt, und ich fra­ge mich, ob die­se Rech­nung auf­ging.

Mehr zum The­ma — Ita­li­en : Vize-Pre­mier for­dert Bestra­fung Frank­reichs durch EU für “anhal­ten­de Kolo­ni­sie­rung” Afri­kas

RT Deutsch


Berichte : Trump erwägt Massenabzug der US-Truppen aus Afghanistan


Trump sei zuneh­mend frus­triert über die Patt­si­tua­ti­on, die sich in Afgha­ni­stan erge­ben habe, und drän­ge in den letz­ten Wochen auf das Ende der 17-jäh­ri­gen US-Kam­pa­gne in dem Land, berich­te­te der Sen­der ABC News, der sich auf einen US-Amts­trä­ger beruft.

Was machen wir da ? Wir sind all die Jah­re dort gewe­sen”, soll Trump laut Reu­ters einem Ver­bün­de­ten bei einer Sit­zung am Mitt­woch erklärt haben. Am sel­ben Tag soll Trump mit sei­nem schei­den­den Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Jim Mat­tis, Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo und sei­nem eher mili­ta­ris­tisch den­ken­den Natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton über einen mög­li­chen Abzug oder eine erheb­li­che Redu­zie­rung der US-Trup­pen gespro­chen haben.

Der Ober­be­fehls­ha­ber hat jedoch laut ABC kei­ne Unter­stüt­zer für sei­nen Rück­zugs­plan gefun­den. Stun­den, bevor in den US-Medi­en über die Bera­tun­gen berich­tet wur­den, gab Mat­tis sein Rück­tritts­er­such ab und ver­wies auf Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten mit dem Prä­si­den­ten.

Es gab wider­sprüch­li­che Berich­te dar­über, wann ein mög­li­cher Rück­zug statt­fin­den könn­te.

Wäh­rend ABC News unter Beru­fung auf einen US-Beam­ten berich­te­te, dass die Trup­pen das vom Krieg zer­rüt­te­te Land “in den kom­men­den Wochen” ver­las­sen könn­ten, sprach NBC News unter Beru­fung auf zwei ande­re Ver­tei­di­gungs­be­am­te davon, dass noch kei­ne kon­kre­te Ent­schei­dung getrof­fen wor­den sei und dass das Pen­ta­gon sei­nen Bericht dazu wahr­schein­lich “kurz nach Neu­jahr” prä­sen­tie­ren wür­de.

Die Berich­te erfol­gen zu einer Zeit, in der ein Teil der ame­ri­ka­ni­schen Öffent­lich­keit und sogar Trumps Ver­bün­de­te in der Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei nicht gera­de erfreut über sei­ne Ent­schei­dung sind, etwa 2.000 ame­ri­ka­ni­sche Trup­pen aus Syri­en abzu­zie­hen, nach­dem er dort den “Sieg” über den soge­nann­ten Isla­mi­schen Staat erklärt hat­te.

Der mög­li­che Rück­zug aus dem ame­ri­ka­ni­schen “Krieg gegen den Ter­ror” in Afgha­ni­stan, der sich seit 2001 hin­zieht, hat aus­drück­li­ches wie auch vor­sich­ti­ges Lob von eini­gen Per­so­nen her­vor­ge­ru­fen, die übli­cher­wei­se als Geg­ner Trumps gel­ten, wie Hil­la­ry Clin­tons ehe­ma­li­ger außen­po­li­ti­scher Spre­cher Jes­se Leh­rich, der den Schritt gleich als “viel weni­ger dumm” bezeich­ne­te als etwa den, die 2.000 Sol­da­ten aus Syri­en abzu­zie­hen.

Einer von Trumps lau­tes­ten Kri­ti­kern, der demo­kra­ti­sche Reprä­sen­tant Ted Lieu, gab Trump einen sel­te­nen Dau­men-nach-oben und twit­ter­te : “Es ist mir egal, wer der Prä­si­dent ist ; wenn @POTUS aus end­lo­sen Krie­gen aus­steigt, wer­de ich die­se Akti­on unter­stüt­zen.”

Durch die schein­ba­re Abkehr vom jah­re­lan­gen Kurs der mili­ta­ris­ti­schen US-Poli­tik ris­kiert Trump, vie­le sei­ner uner­schüt­ter­li­chen Ver­bün­de­ten zu ent­frem­den bzw. zu ver­lie­ren, die durch sei­ne jüngs­ten Ent­schei­dun­gen ver­blüfft sind.

Sena­tor Lind­sey Gra­ham, der mit Trump über den Abzug aus Syri­en stritt, warn­te, dass ein abrup­ter Rück­zug “eine Hoch­ri­si­ko­stra­te­gie” sei, die den Weg zu “einem zwei­ten 9/11” ebnen könn­te.

Die Gerüch­te über einen bevor­ste­hen­den Rück­zug aus Afgha­ni­stan erfol­gen kurz nach­dem Gene­ral Joseph F. Dun­ford, Vor­sit­zen­der der “Joint Chiefs of Staff”, davor gewarnt hat­te, dass ein wei­te­rer Angriff auf das ame­ri­ka­ni­sche Volk im Aus­maß von jenem am 11. Sep­tem­ber 2001 mög­lich wäre, wenn die US-Streit­kräf­te Afgha­ni­stan ver­las­sen wür­den.

Der Gene­ral erklär­te, die US-Trup­pen sei­en uner­läss­lich, um die Tali­ban ein­zu­däm­men, von denen ange­nom­men wird, dass sie 44 Pro­zent des Ter­ri­to­ri­ums des Lan­des kon­trol­lie­ren oder dort zumin­dest prä­sent sind.

Über 2.400 US-Sol­da­ten wur­den in Afgha­ni­stan getö­tet, eine Zahl, die mit der Zahl der Todes­op­fer bei den Anschlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 ver­gleich­bar ist.

RT Deutsch