Röttgen erwartet keine institutionelle EU-Krise bei Leyen-Niederlage


Das Euro­pa­par­la­ment stimmt am Diens­tag dar­über ab, ob die CDU-Poli­ti­ke­rin Ursu­la von der Ley­en neue Prä­si­den­tin der EU-Kom­mis­si­on wird. CSU-Chef Mar­kus Söder hat­te am Mon­tag gesagt, es gebe nun die Wahl zwi­schen einer his­to­ri­schen Mög­lich­keit, dass Deutsch­land nach lan­ger Zeit wie­der ein­mal den Kom­mis­si­ons­prä­si­den­ten stel­len kön­ne, und einer tie­fen insti­tu­tio­nel­le Kri­se mit einer mona­te­lan­gen Hand­lungs­un­fä­hig­keit der Euro­päi­schen Uni­on.

Nor­bert Rött­gen, Vor­sit­zen­der des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses des Bun­des­tags wider­sprach Söder : 

Das demo­kra­ti­sche Insti­tu­tio­nen­ge­fü­ge der EU ist hin­rei­chend gefes­tigt, um mit dem demo­kra­ti­schen Fall einer Nicht­wahl einer Kan­di­da­tin oder eines Kan­di­da­ten umzu­ge­hen.

Die von den SPD-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten ange­kün­dig­te Ableh­nung von der Ley­ens nann­te Rött­gen “eine macht­tak­ti­sche Fehl­kal­ku­la­ti­on”. Noch wäh­rend ihrer Nomi­nie­rung schrieb Ex-Par­tei­chef Mar­tin Schulz auf Twit­ter :

Von der Ley­en ist bei uns die schwächs­te Minis­te­rin. Das reicht offen­bar, um Kom­mis­si­ons­chefin zu wer­den.

Spä­ter stell­te der Chef der SPD-Abge­ord­ne­ten im Euro­pa­par­la­ment, Jens Gei­er, in einem Papier eine Lita­nei von Kri­tik­punk­ten zusam­men :

War­um Ursu­la von der Ley­en eine unzu­läng­li­che und unge­eig­ne­te Kan­di­da­tin ist.

Von der Ley­en wur­de 1958 in Brüs­sel gebo­ren — in dem Jahr, als Wal­ter Hall­stein als ers­ter und letz­ter Deut­scher Chef der Kom­mis­si­on wur­de. Für die­se Kom­mis­si­on arbei­te­te von der Ley­ens Vater, der spä­te­re nie­der­säch­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Ernst Albrecht. Die pro­mo­vier­te Ärz­tin ist seit 2013 Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin — als ers­te Frau in Deutsch­land. Zuvor war sie kurz Sozi­al­mi­nis­te­rin in Nie­der­sach­sen, bevor sie 2005 Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin und 2009 Arbeits­mi­nis­te­rin wur­de.

Einst galt sie als Nach­fol­ge­kan­di­da­tin Num­mer eins für Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel. Dann schien sie 2010 auf dem Weg zur Bun­des­prä­si­den­tin, was sich zer­schlug. Außer­halb Deutsch­lands sehen sie vie­le wohl­wol­len­der. Bei ihrer Nomi­nie­rung stimm­ten 27 der 28 EU-Staa­ten für sie.

Im Krei­se der Nato-Part­ner genießt von der Ley­en mit ihren Plä­nen für die mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit in Euro­pa eben­falls Anse­hen. Vom frü­he­ren US-Bot­schaf­ter John Korn­blum kam sogar eine Art Rit­ter­schlag :

Trotz ihrer schwa­chen Repu­ta­ti­on im Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ist sie als kom­pe­ten­te und vor­aus­schau­en­de Poli­ti­ke­rin bekannt.Sie hat die Fähig­kei­ten, die die EU wirk­lich braucht.

(rt deutsch/dpa) 

RT Deutsch


Russland erwartet von Moldawiens neuer Regierung eine Verbesserung der Beziehungen


Russ­land ist zufrie­den mit der fried­li­chen Lösung der aktu­el­len poli­ti­schen Kri­se in Mol­da­wi­en und erwar­tet von der neu­en Regie­rung der Repu­blik, dass sie Schrit­te zur Ent­wick­lung der Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Län­dern unter­nimmt. Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um erklär­te am Sams­tag :

Wir sind mit der fried­li­chen Lösung der poli­ti­schen Kri­se in Mol­da­wi­en zufrie­den.

Eine der wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen für die neue Regie­rung ist die Lösung der anste­hen­den Pro­ble­me im Bereich der Demo­kra­ti­sie­rung der innen­po­li­ti­schen Pro­zes­se und der sozia­len und wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung des Lan­des.

Wir erwar­ten von der neu­en Regie­rung in Chișinău kon­struk­ti­ve Schrit­te zur För­de­rung der rus­sisch-mol­daui­schen Zusam­men­ar­beit in ver­schie­de­nen Berei­chen.

Mos­kau ist bereit dafür.

Poli­ti­sche Kri­se in Mol­da­wi­en

Dem mol­da­wi­schen Par­la­ment gelang es nach den Wah­len im Febru­ar nicht, eine Regie­rungs­ko­ali­ti­on samt Regie­rung zu bil­den. Es gelang ihm am Sams­tag, die Gefahr der Auf­lö­sung und der Durch­füh­rung vor­zei­ti­ger Neu­wah­len zu über­win­den. Erst am 8. Juni konn­ten sich die Sozia­lis­ten, die den Prä­si­den­ten der Repu­blik Mol­dau Igor Dodon unter­stütz­ten, mit dem pro­eu­ro­päi­schen Block Acum dar­auf eini­gen, sich gegen die Demo­kra­ti­sche Par­tei Mol­da­wi­ens zu stel­len. Die­se ste­he fak­tisch unter der Füh­rung des Olig­ar­chen Vla­di­mir Pla­hot­niuc und kon­trol­lie­re das ehe­ma­li­ge Par­la­ment und das Kabi­nett der Minis­ter.

Die Vor­sit­zen­de der Sozia­lis­ti­schen Par­tei Zinai­da Gre­ce­anîi wur­de zur Spre­che­rin des Par­la­ments gewählt. Nun wur­de eine Regie­rung gebil­det unter der Lei­tung von Pre­mier­mi­nis­te­rin Maia San­du, der Che­fin der Par­tei für Akti­on und Soli­da­ri­tät, die zum Acum-Block gehört.

Wenig spä­ter blo­ckier­ten die Anhän­ger der Demo­kra­ti­schen Par­tei die Ein­gän­ge zu Regie­rungs- und Minis­te­ri­al­ge­bäu­den. Die Demo­kra­ti­sche Par­tei wei­ger­te sich, die neue Regie­rung anzu­er­ken­nen und wand­te sich an das Ver­fas­sungs­ge­richt. Die­ses erklär­te die bis­he­ri­gen Beschlüs­se des Par­la­ments für ungül­tig, da das Par­la­ment es ver­säumt hat­te, inner­halb von 90 Tagen eine Regie­rung zu bil­den.

Danach ermäch­tig­te das Ver­fas­sungs­ge­richt den ehe­ma­li­gen Minis­ter­prä­si­den­ten und Mit­glied der Demo­kra­ti­schen Par­tei Pavel Filip, anstel­le des Prä­si­den­ten ein Dekret über die Auf­lö­sung des Par­la­ments zu unter­zeich­nen. Dodon beschrieb den Zug als einen Ver­such, die Macht zu über­neh­men.

Russ­land, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und die Euro­päi­sche Uni­on brach­ten ihre Unter­stüt­zung für das mol­da­wi­sche Par­la­ment zum Aus­druck.

Am Frei­tag kün­dig­te die Demo­kra­ti­sche Par­tei den Rück­tritt des Kabi­netts von Pavel Filip an. Nach Anga­ben einer Par­tei­quel­le wur­de die Ent­schei­dung nach dem Besuch des US-Bot­schaf­ters in Chișinău Derek Hogan im Par­tei­bü­ro getrof­fen.

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Neue Wahlen erwartet : Verfassungsgericht Moldawiens entscheidet über Auflösung des Parlaments


Das mol­da­wi­sche Ver­fas­sungs­ge­richt hat ent­schie­den, dass das Par­la­ment auf Antrag von Pavel Filip, dem ehe­ma­li­gen Pre­mier­mi­nis­ter des Lan­des, der am Sams­tag durch Maia San­du ersetzt wur­de, auf­ge­löst wer­den soll­te. Der Lei­ter des Gerichts Mihai Poale­lun­gi erklär­te :

Das Ver­fas­sungs­ge­richt hat die Not­wen­dig­keit erklärt, das 10. Par­la­ment wegen sei­ner Unfä­hig­keit, die in Arti­kel 85 Absatz 1 der Ver­fas­sung fest­ge­leg­te Frist für die Aner­ken­nung der Regie­rung ein­zu­hal­ten, auf­zu­lö­sen.

Filip unter­zeich­ne­te das ent­spre­chen­de Dekret zur Auf­lö­sung des Par­la­ments wäh­rend eines Brie­fings, das am Sonn­tag vom TV-Sen­der Publi­ka über­tra­gen wur­de. Dar­auf­hin ver­kün­de­te er :

Das demo­kra­tischs­te Instru­ment zur Über­win­dung der poli­ti­schen Kri­se sind vor­ge­zo­ge­ne Wah­len.

Ihm zufol­ge habe das Ver­fas­sungs­ge­richt des Lan­des ihm die Befug­nis­se zur Auf­lö­sung des Gesetz­ge­bungs­or­gans über­tra­gen. Prä­si­dent Igor Dodon betrach­te­te dage­gen den Schritt als einen Ver­such, die Füh­rung des Lan­des an sich zu rei­ßen.

Dem mol­da­wi­schen Par­la­ment, das es nach den Wah­len im Febru­ar ver­säum­te, eine Regie­rungs­ko­ali­ti­on samt Regie­rung zu bil­den, gelang es am Sams­tag, die Gefahr der Auf­lö­sung und der Durch­füh­rung vor­zei­ti­ger Neu­wah­len zu über­win­den.

Dies geschah, nach­dem die Sozia­lis­ten, die den Prä­si­den­ten der Repu­blik Mol­dau Igor Dodon unter­stütz­ten, sich mit dem pro­eu­ro­päi­schen Block Acum dar­auf geei­nigt hat­ten, sich gegen die Demo­kra­ti­sche Par­tei Mol­da­wi­ens zu stel­len, die fak­tisch unter der Füh­rung des Olig­ar­chen Vla­di­mir Pla­hot­niuc ste­he und das ehe­ma­li­ge Par­la­ment und das Kabi­nett der Minis­ter kon­trol­lie­re.

Die Vor­sit­zen­de der Sozia­lis­ti­schen Par­tei Zinai­da Gre­ce­anîi wur­de zur Spre­che­rin des Par­la­ments gewählt, und es wur­de eine Regie­rung gebil­det – unter der Lei­tung von Pre­mier­mi­nis­te­rin Maia San­du, der Che­fin der Par­tei für Akti­on und Soli­da­ri­tät, die zum Acum-Block gehört. Wenig spä­ter blo­ckier­ten die Anhän­ger der Demo­kra­ti­schen Par­tei die Ein­gän­ge zu Regie­rungs- und Minis­te­ri­al­ge­bäu­den.

Die Bot­schaf­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, Russ­lands und der Euro­päi­schen Uni­on in Mol­da­wi­en begrüß­ten die Bemü­hun­gen der Par­la­ments­par­tei­en, einen Weg aus der poli­ti­schen Kri­se zu fin­den. Prä­si­dent Dodon warn­te davor, dass die Situa­ti­on in der Repu­blik desta­bi­li­siert wer­den könn­te.

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Abwahl – Ja, Wahl – Nein : Warum ein Komiker Präsident wurde und was die Ukraine nun erwartet


von Wla­dis­law San­kin

Vie­les fin­det in der gera­de mal 27-jäh­ri­gen poli­ti­schen Geschich­te des ukrai­ni­schen Staa­tes zum ers­ten Mal statt. Zum ers­ten Mal debat­tier­ten die bei­den Kan­di­da­ten zwei Tage vor der Stich­wahl in einem Sta­di­on. Und zum ers­ten Mal ver­lor der amtie­ren­de Prä­si­dent mit so einem mise­ra­blen Ergeb­nis – 73 Pro­zent gegen 24,5 Pro­zent – gegen einen Polit-Neu­ling. Des­sen Polit-Kar­rie­re begann offi­zi­ell vor knapp vier Mona­ten, dem Tag sei­ner Ankün­di­gung, an den Wah­len teil­neh­men zu wol­len. Ein welt­wei­ter Rekord für die schnells­te und steils­te Polit-Kar­rie­re ?

Der Schau­spie­ler Ronald Rea­gan, mit dem Selens­kij sich gern ver­gleicht, war immer­hin bis zum Beginn sei­ner Prä­si­dent­schaft im Jahr 1981 bereits 17 Jah­re lang in der Poli­tik aktiv und schon 70 Jah­re alt. Im Jahr 1991, als sich die UdSSR auf­lös­te und die Ukrai­ne ihre Unab­hän­gig­keit bekam, war der 41-Jäh­ri­ge noch nicht voll­jäh­rig. Der Fern­seh­star möch­te sei­ner Genera­ti­on gerecht wer­den und will, dass die Ukrai­ne “end­lich im 21. Jahr­hun­dert ankommt”.

Dass ihm poli­ti­sches Gewicht und auch Erfah­run­gen feh­len, weiß Wla­di­mir Selens­kij. Die­ses Man­ko will er durch ein Exper­ten-Team wett­ma­chen. 20 Mit­glie­der sei­ner Mann­schaft hat er erst vor vier Tagen im Stu­dio des Fern­seh­ka­nals 1 + 1 vor­ge­stellt. Die bekann­tes­ten von ihnen durf­ten zum Wahl­kon­zept des Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten kurz refe­rie­ren. Mehr Infor­ma­tio­nen gab es nicht zum Wahl­pro­gramm.

Selens­kij selbst streu­te in den letz­ten vier Mona­ten sei­ne vagen Wahl­ver­spre­chen in weni­gen Inter­views. Dabei wirk­te er wirr, wider­sprüch­lich und rhe­to­risch unbe­hol­fen. Zu kei­nem der The­men konn­te sich der neue Hoff­nungs­trä­ger der Ukrai­ne fest­le­gen. Sei­ne weni­gen kon­kre­ten Vor­schlä­ge wie die Erwei­te­rung des Mins­ker Abkom­mens durch die USA und Groß­bri­tan­ni­en oder die Been­di­gung des Krie­ges im Don­bass durch die Schaf­fung eines Fern­seh­ka­nals zur Indok­tri­na­ti­on der Geg­ner wirk­ten unnö­tig und rea­li­täts­fern.

Dabei konn­te er sei­nen Riva­len, Petro Poro­schen­ko, den er nach eige­nen Anga­ben vor fünf Jah­ren selbst gewählt hat, glän­zend, mit nur spär­lich gewähl­ten, aber treff­si­cher plat­zier­ten Hie­ben, schla­gen. Zahl­rei­che Feh­ler des Poro­schen­ko-Wahl­stabs und eine über­trie­be­ne Hys­te­rie der Poro­schen­ko-Unter­stüt­zer, der soge­nann­ten “Porocho­bots”, spiel­ten ihm dabei in die Hän­de.

Die Mise­re des aus­sichts­lo­sen Wahl­kamp­fes gip­fel­te sich für den Prä­si­den­ten in der Sta­di­on-Debat­te am Frei­tag, wo Selen­kij in der ver­trau­ten Rol­le des Publikum­lieb­lings und der Stim­me des Vol­kes Poro­schen­ko für des­sen Feh­ler und mut­maß­li­che Ver­bre­chen öffent­lich anpran­ger­te. Am Ende der Debat­te wirk­te Poro­schen­ko ver­lo­ren und völ­lig ori­en­tie­rungs­los. Die Debat­te konn­te der Schau­spie­ler für sich als einen wei­te­ren Erfolg auf dem Weg zum Amt ver­bu­chen.

Mehr zum The­ma — Der Wes­ten funk­tio­niert nach dem Vasal­len­prin­zip – Rus­si­scher Poli­to­lo­ge im Gespräch

Sei­nen Erfolg hat der Kan­di­dat Selens­kij also nicht sei­nem eige­nen poli­ti­schen Pro­gramm und sei­nen Wahl­ver­spre­chen, son­dern dem Hass gegen den kor­rup­ten und natio­na­lis­ti­schen Prä­si­den­ten und Olig­ar­chen Petro Poro­schen­ko zu ver­dan­ken. Die Wäh­ler nutz­ten die Gele­gen­heit, die es nur ein­mal in fünf Jah­ren gibt, und stimm­ten gegen Poro­schen­ko und den Kurs, den er ver­kör­pert : Krieg, Kor­rup­ti­on, Degra­die­rung des Staa­tes, “Refor­men”, die die Men­schen in die Armut stürz­ten, stän­di­ge Tarif­er­hö­hun­gen, Gesetz­lo­sig­keit auf den Stra­ßen und natio­na­lis­ti­sche Hys­te­rie, die die Ukrai­ne spal­tet.

Dass es den Wäh­lern nicht nur um Kor­rup­ti­on und Wirt­schaft ging, son­dern auch um geo­po­li­ti­sche und huma­ni­tä­re Fra­gen, zei­gen die regio­na­len Unter­schie­de bei der Abstim­mung und die Wahl­be­tei­li­gung. Poro­schen­ko gewann die meis­ten Stim­men in der natio­na­lis­tisch gepräg­ten Regi­on Lwow im Wes­ten des Lan­des, wo 63 Pro­zent der Wäh­ler für ihn und 34 Pro­zent für Selens­kij stimm­ten. Die gerings­te Anzahl von Wäh­lern stimm­te für Petro Poro­schen­ko in der öst­lichs­ten Regi­on Lug­ansk, näm­lich acht Pro­zent. In den Regio­nen Odes­sa und Dnipro­pe­trowsk waren es nur zehn Pro­zent der Wäh­ler, die für den amtie­ren­den Prä­si­den­ten stimm­ten.

Im Süden und Osten des Lan­des war die Wahl­be­tei­li­gung auch höher. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Wäh­ler von Jurij Boj­ko, der in der ers­ten Wahl­run­de in eini­gen öst­li­chen Regio­nen das höchs­te Resul­tat erziel­te, für Selens­kij stimm­ten. Fast als ein­zi­ger Kan­di­dat spricht sich Boj­ko gegen den NATO-Bei­tritt, für Direkt­ge­sprä­che mit den poli­ti­schen Ver­tre­tern der selbst­aus­ge­ru­fe­nen Donez­ker und Lugank­ser Volks­re­pu­bli­ken sowie einer Wie­der­her­stel­lung der guten Bezie­hun­gen zu Russ­land aus. 

Für sol­che Wäh­ler scheint Selens­kij ein Aus­weg aus einer ver­fah­re­nen Situa­ti­on zu sein. Dabei unter­schei­det er sich in Grund­satz­fra­gen – in den Fra­gen des Frie­dens und der Geo­po­li­tik – kaum von Petro Poro­schen­ko. Der Ex-Schau­spie­ler bie­dert sich bei den “Män­nern” in Tarn­uni­for­men an, nennt sie “unse­re Beschüt­zer” und kniet auf der Büh­ne, um den ukrai­ni­schen, bewaff­ne­ten Toten des Krie­ges zu geden­ken. In sei­nen Auf­trit­ten und Inter­views bezeich­net er Putin als “Feind” und “Abschaum”; der Ter­ro­rist und Nazi-Kol­la­bo­ra­teur Ste­pan Ban­de­ra ist für Selens­kij dage­gen ein “Held”.

Auch das Poro­schen­ko-Pro­jekt, das geplan­te dra­ko­ni­sche Ukrai­ni­sie­rungs­ge­setz, das die Anwen­dung der rus­si­schen Spra­che im zwei­spra­chi­gen Land prak­tisch nur im pri­va­ten Raum zulässt, will Selens­kij nicht anfech­ten. Als Prä­si­dent wol­le er die Staats­spra­che schüt­zen, sag­te er am 21. April wäh­rend einer Pres­se­kon­fe­renz. Pri­vat spricht er selbst rus­sisch, auch die Sket­che sei­nes TV-Pro­jekts “Stadt­vier­tel 95” sind auf rus­sisch.

Genau­so wie Poro­schen­ko will Selens­kij die Ukrai­ne auch wei­ter in die EU und NATO füh­ren und mit der IWF zusam­men­ar­bei­ten. Nur ver­wal­tungs­tech­nisch will er das anders machen – mit klu­ger Pro­pa­gan­da und Über­zeu­gungs­ar­beit. Breit lächelnd knüpft er aktiv Kon­tak­te zu west­li­chen Diplo­ma­ten und Poli­ti­kern ; er will sie von sei­ner Taug­lich­keit für die Fort­füh­rung des bis­he­ri­gen Kur­ses über­zeu­gen. Dafür bekommt Selens­kij mitt­ler­wei­le Lob und Unter­stüt­zung : Der Ex-NATO Gene­ral­se­kre­tär Anders Fogh Ras­mus­sen ver­sprach ihm gute Ver­net­zung unter den ein­fluss­rei­chen Trans­at­lan­ti­kern.

Und den­noch lös­te sein Sieg in der ers­ten Wahl­run­de Angst und Schre­cken in den stramm pro­west­li­chen und natio­na­lis­ti­schen Krei­sen aus. Sei­ne Prä­si­dent­schaft wer­de das “Ende der Ukrai­ne” und einen “Sieg für Putin” bedeu­ten, ertön­te es in den Medi­en und sozia­len Netz­wer­ken. Auch das zeigt, Selenk­sij ist nur eine Pro­jek­ti­on, die Ängs­te und Hoff­nun­gen der unter­schied­lichs­ten poli­ti­schen Lagern bün­delt, aber kein selbst­stän­di­ger Spie­ler. Seit Wochen wer­den in Hin­ter­grund­zim­mern der ukrai­ni­schen Macht neue Alli­an­zen geschmie­det und die Vor­be­rei­tun­gen für die kom­men­den Par­la­ments­wah­len getrof­fen. So soll das Risi­ko für Olig­ar­chen und poli­ti­sche Eli­ten, aber auch für Selens­kij mini­miert wer­den. Das Par­la­ment soll im par­la­men­ta­risch-prä­si­dia­len Sys­tem der Ukrai­ne mit dem Prä­si­den­ten mit­spie­len, um eine Dop­pel­herr­schaft zu ver­mei­den.

Im Vor­wahl­ge­tö­se ging der­weil eine Nach­richt fast unbe­merkt unter : Russ­land hat am 18. April neue Sank­tio­nen gegen die Ukrai­ne ver­hängt. Ver­bo­ten wer­den Roh­öl und Öl-Pro­duk­te, Koh­le und ande­re Roh­stof­fe und Erzeug­nis­se. Auch die Ein­fuhr der ukrai­ni­schen Waren wird nun wei­ter ein­ge­schränkt. Die Ukrai­ne bekommt 40 Pro­zent der Ölpro­duk­te aus Russ­land, mit den Lie­fe­run­gen aus Weiß­russ­land sind es sogar 80 Pro­zent. Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um kann aber die Sank­tio­nen per Extra-Ver­fü­gung aus der Kraft set­zen. Damit wer­den die Sank­tio­nen zum Druck­mit­tel, um die Ukrai­ne zum Ver­hand­lungs­pro­zess in der Regu­lie­rung des bewaff­ne­ten Kon­flikts im Osten zu bewe­gen.

Nach Ein­schät­zung vie­ler rus­si­schen Exper­ten sind die­se Sank­tio­nen seit meh­re­ren Jah­ren über­fäl­lig. Die rus­si­sche Regie­rung zöger­te jedoch, um die anti­rus­si­sche Hys­te­rie im Nach­bar­land nicht wei­ter zu ent­fa­chen und damit kei­ne Wahl­kampf­hil­fe für Poro­schen­ko und das natio­na­lis­ti­sche Lager zu leis­ten. Bei der Ein­schät­zung der Per­spek­ti­ven in den Bezie­hun­gen zwi­schen den bei­den Län­dern hal­ten sich die rus­si­schen Offi­zi­el­len bedeckt. Gemes­sen an der Wahl­kampf­rhe­to­rik, “habe ich kei­ne Illu­sio­nen”, schrieb der rus­si­sche Pre­mier Dmi­tri Med­we­dew auf sei­ner Face­book-Sei­te.

Die Füh­rer der West­staa­ten gra­tu­lie­ren Selens­kij inzwi­schen einer nach dem ande­ren per­sön­lich. Sie ver­spre­chen Unter­stüt­zung und hof­fen auf die wei­te­re Ver­tie­fung der Zusam­men­ar­beit mit der Ukrai­ne. Ob die Ukrai­ner tat­säch­lich einen neu­en Kurs gewählt oder nur eine geschei­ter­te poli­ti­sche Figur abge­wählt haben, wird sich in den nächs­ten Mona­ten zei­gen. Gemes­sen am Kre­dit der Wäh­ler mit ihren 73 Pro­zent der Stim­men ist der tat­säch­li­che Spiel­raum des neu­en Prä­si­den­ten aller­dings klein. 

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

Mehr zum The­ma — “Sind gezwun­gen zu ant­wor­ten”: Russ­land stoppt Export von Erd­öl­pro­duk­ten in die Ukrai­ne

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Iskander-Raketen und S‑400 zu Militärparade in Sankt Petersburg erwartet


Ein­hei­ten der neu­es­ten Flug­ab­wehr­kom­ple­xe S‑400 und der ope­ra­tiv-tak­ti­schen Rake­ten­sys­te­me Iskander‑M wer­den an der anste­hen­den Mili­tär­pa­ra­de am zen­tra­len Palast­platz von Sankt Peters­burg teil­neh­men. Dies gab der Pres­se­dienst des Mili­tär­be­zirks West am Sonn­tag bekannt.
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Russischer OSZE-Botschafter : Keine Veränderungen beim ukrainischen Konflikt erwartet


Radi­ka­le Ver­än­de­run­gen beim ukrai­ni­schen Kon­flikt sind laut dem stän­di­gen Ver­tre­ter Russ­lands bei der OSZE Alex­an­der Luka­sche­witsch 2019 unter Berück­sich­ti­gung der bevor­ste­hen­den Wah­len in der Ukrai­ne nicht zu erwar­ten.
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Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm : Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet


In Bay­ern freu­en sich die Kin­der über schnee­frei, in Öster­reich wächst der­weil die Sor­ge vor Lawi­nen : Die Schnee-Situa­ti­on im Alpen­raum wird Exper­ten zufol­ge immer dra­ma­ti­scher. Bis Don­ners­tag wer­de im Hoch­ge­bir­ge wohl ein wei­te­rer Meter Schnee hin­zu­kom­men. In tie­fe­ren Lagen sei­en in Öster­reich 30 bis 80 Zen­ti­me­ter mög­lich, sag­te am Mon­tag in Wien ein Spre­cher der Zen­tral­an­stalt für Meteo­ro­lo­gie und Geo­dy­na­mik (ZAMG). “Die Gefahr, dass Bäu­me ange­sichts der Schnee­last und des Sturms auf Stra­ßen, Strom­tras­sen und Bahn­li­ni­en stür­zen, steigt von Tag zu Tag.”

Land­rats­amt Mies­bach rief wegen des Schnees den Kata­stro­phen­fall aus

Auch in Bay­ern gab es im Bahn­ver­kehr Ver­spä­tun­gen und ein­zel­ne Zug­aus­fäl­le. Die Baye­ri­sche Ober­land­bahn konn­te am Mon­tag süd­lich von Holz­kir­chen wegen Schnees auf Glei­sen und Wei­chen nicht fah­ren. In den Land­krei­sen Bad Tölz-Wolf­rats­hau­sen und Mies­bach fällt der­weil bis Frei­tag an allen staat­li­chen Schu­len der Unter­richt aus.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Bahn-Hal­te­stel­le in Markt­ober­dorf im All­gäu (Bay­ern) am 6. Janu­ar 2019

Das Land­rats­amt Mies­bach rief wegen des Schnees den Kata­stro­phen­fall aus. “Die nächs­te Unwet­ter­war­nung für den Alpen­rand steht bevor”, sag­te ein Spre­cher des Deut­schen Wet­ter­diens­tes. Die Meteo­ro­lo­gen erwar­ten ergie­bi­gen Schnee­fall vor allem im Süden Bay­erns. Dar­über hin­aus wird er im Schwarz­wald, im Erz­ge­bir­ge und im Baye­ri­schen Wald erwar­tet. Auch auf dem Bro­cken in Sach­sen-Anhalt, dem mit 1.141 Meter höchs­ten Berg Nord­deutsch­lands, lagen mehr als 75 Zen­ti­me­ter Schnee, wie ein Exper­te der dor­ti­gen Wet­ter­sta­ti­on am Diens­tag­mor­gen sag­te. In den kom­men­den Tagen wird wei­te­rer Schnee in Sach­sen-Anhalt erwar­tet.

Die Behör­den im öster­rei­chi­schen Tirol berei­ten sich auf die höchs­te Lawi­nen­warn­stu­fe vor. Dort liegt der Schnee stel­len­wei­se schon jetzt drei Meter hoch. Das Land habe unter­schied­li­che Sze­na­ri­en im Blick und tref­fe ent­spre­chen­de Vor­sor­ge, mein­te Minis­ter­prä­si­dent Gün­ther Plat­ter. So sei­en meh­re­re Hub­schrau­ber in Bereit­schaft. Das gel­te auch für spe­zi­el­le Ein­satz­grup­pen der Alpin-Sol­da­ten, die auf die Such nach Ver­schüt­te­ten spe­zia­li­siert sei­en. Die Bau­ten zum Schutz der Orte und Stra­ßen vor Lawi­nen sei­en auch sol­chen Schnee­men­gen gewach­sen, zeig­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen zuver­sicht­lich. In wei­ten Tei­len des Lan­des herrsch­te ober­halb der Wald­gren­ze die zweit­höchs­te Warn­stu­fe. Vie­le Stra­ßen waren wei­ter­hin gesperrt.

In Tirol neue Schnee­ma­ßen erwar­tet

Bis zum Don­ners­tag wer­den in Tirol zwi­schen 50 und 120 Zen­ti­me­ter Neu­schnee erwar­tet. “Dies ver­schärft die Lawi­nen­si­tua­ti­on immens”, so der Lei­ter des Lawi­nen­warn­diensts des Lan­des Tirol, Rudi Mair.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Schnee­ein­bruch und Win­ter­cha­os in Tirol in Öster­reich : Am 5. Janu­ar 2019 ver­su­chen Win­ter­dienst­fahr­zeu­ge, die Schnee­mas­sen zu bewäl­ti­gen.

Behör­den appel­lier­ten an Ski­fah­rer, die gesi­cher­ten Pis­ten nicht zu ver­las­sen. Gene­rell sol­le man auf unnö­ti­ge Auto­fahr­ten ver­zich­ten. Auch das Betre­ten der Wäl­der sei ange­sichts der Gefahr umstür­zen­der Bäu­me nicht rat­sam. Haus­be­sit­zer wur­den auf­ge­ru­fen, Dächer von der Schnee­last zu befrei­en. Die An- und Abfahrt zu gro­ßen Ski­ge­bie­ten war aber trotz des Wet­ters mit Win­ter­aus­rüs­tung meist gut zu bewäl­ti­gen.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Wegen des star­ken Schnee­falls – wie hier im öster­rei­chi­schen Filz­moos am 8. Janu­ar 2019 – sind die Bür­ger auf­ge­ru­fen wor­den, die Dächer von der Schnee­last zu befrei­en.

In Öster­reich wur­de aller­dings ein klei­ne­res Ski­ge­biet in den Ost-Alpen kom­plett geschlos­sen. Die acht Lif­te am Hoch­kar wur­den ein­ge­stellt, weil die Zufahrts­stra­ße wegen Lawi­nen­ge­fahr gesperrt wur­de. Ange­sichts von drei Metern Schnee trös­te­ten sich die Lift­be­trei­ber : “Der Schnee wird auch nach Wie­der­eröff­nung der Stra­ße noch da sein”, sag­te Ines Enöckl vom Hoch­kar-Mar­ke­ting.

In Öster­reich star­ben bereits drei Men­schen durch Lawi­nen

Zwei seit Sams­tag ver­miss­te Schnee­schuh­wan­de­rer wur­den am Mon­tag tot gebor­gen. Die 23-jäh­ri­ge Jäge­rin und der 28 Jah­re alte Jäger wur­den unter einem Lawi­nen­ke­gel im öster­rei­chi­schen Ten­nen­gau ent­deckt. Das Paar woll­te Revier­ein­rich­tun­gen kon­trol­lie­ren und die Wild­füt­te­rung auf­fül­len. 40 Berg­ret­ter bra­chen am Mon­tag in Nie­der­ös­ter­reich die Suche nach zwei ver­miss­ten Tou­ren­ge­hern vor­erst ab. Ein 35-jäh­ri­ger Slo­we­ne starb bereits am Sonn­tag im Ski­ge­biet Zau­chen­see, als er abseits der Ski­pis­te im einen Meter tie­fen Schnee stürz­te. Er konn­te nur noch tot gebor­gen wer­den.

Auch in der bis­her vom Win­ter­cha­os weit­ge­hend ver­schon­ten Schweiz dürf­te die Situa­ti­on schwie­ri­ger wer­den. Der Wet­ter­dienst meteo­news erwar­tet bis Ende der Woche rund einen Meter Neu­schnee vor allem in der Ost- und Zen­tral­schweiz. Süd­lich des Alpen­haupt­kamms ist der Win­ter dage­gen eher zahm. In Süd­ti­rol galt am Mon­tag nach Schnee­fäl­len zwar im äußers­ten Nor­den Lawi­nen­ge­fahr der Stu­fe 3 (von 5). Im Süden der Regi­on herrsch­ten dage­gen Föhn und Son­nen­schein.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Autos fah­ren 5. Janu­ar 2019 auf einer schnee­be­deck­ten Stra­ße in der Nähe von Täger­wi­len im Schwei­zer Kan­ton Thur­gau.

(dpa/rt deutsch)

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LIVE : Anti-Migranten-Marsch” findet in Chemnitz statt, Gegenprotest erwartet


In der ost­deut­schen Stadt sind Pro­tes­te ent­brannt, bei denen am 27. August min­des­tens sechs Men­schen bei Unru­hen ver­letzt wur­den, nach­dem in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 26. August ein 35-jäh­ri­ger kuba­nisch-deut­scher Mann getö­tet wur­de.

Zwei männ­li­che Ver­däch­ti­ge aus dem Irak und Syri­en im Alter von 22 und 23 Jah­ren wur­den inzwi­schen ver­haf­tet.

Auch Poli­ti­ker haben sich zur Gegen­de­mons­tra­ti­on Herz­stat­tHet­ze ein­ge­fun­den, dar­un­ter die Grü­nen­po­li­ti­ker Cem Özde­mir und Anna­le­na Baer­bock sowie SPD-Poli­ti­ker Manue­la Schwe­sig und Lars Kling­beil. Teil­wei­se müs­sen sich die Poli­ti­ker auch Kri­tik gefal­len las­sen.

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Trump erwägt Treffen mit Präsident Putin — Sicherheitsberater Bolton in Moskau erwartet


Wir erwä­gen die Mög­lich­keit” einer Sit­zung mit Putin im Juli, sag­te Trump als Ant­wort auf die Fra­ge eines Repor­ters im Wei­ßen Haus am Don­ners­tag. Unter­des­sen beton­te Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow gegen­über Repor­tern in Mos­kau, dass ein kon­kre­tes Tref­fen noch nicht beschlos­sen wur­de.

Wenn und falls wir bereit sind, wer­den wir die Ankün­di­gung machen”, sag­te er.

Zwei mög­li­che Sze­na­ri­en für das Tref­fen sind ent­we­der vor oder nach dem NATO-Gip­fel in Brüs­sel im Juli oder nach Trumps Besuch in Groß­bri­tan­ni­en am 13. Juli, sag­te eine nament­lich nicht genann­te Quel­le dem Nach­rich­ten­por­tal Bloom­berg am Mitt­woch.

Die Gesprä­che über ein Tref­fen wur­den bekannt­ge­ge­ben, nach­dem der Spre­cher des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes des Wei­ßen Hau­ses, Gar­rett Mar­quis, am Don­ners­tag in einem Tweet bestä­tigt hat, dass der US-ame­ri­ka­ni­sche Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton nächs­te Woche Russ­land besu­chen wird, um ein “poten­zi­el­les Tref­fen” zwi­schen Trump und Putin zu bespre­chen.

Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow bestä­tig­te, dass Mos­kau einen Besuch von Bol­ton in Russ­land erwar­tet.

Soweit wir wis­sen, wird ein sol­cher Besuch tat­säch­lich statt­fin­den. Das ist alles, was wir im Moment sagen kön­nen”, sag­te Pes­kov am Don­ners­tag den Repor­tern.

Trump hat­te bis­her zwei Tref­fen mit Putin, die bei­de im ver­gan­ge­nen Som­mer auf dem G20-Gip­fel in Ham­burg statt­fan­den.

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