Iskander-Raketen und S-400 zu Militärparade in Sankt Petersburg erwartet


Ein­hei­ten der neu­es­ten Flug­ab­wehr­kom­ple­xe S-400 und der ope­ra­tiv-tak­ti­schen Rake­ten­sys­te­me Iskan­der-M wer­den an der anste­hen­den Mili­tär­pa­ra­de am zen­tra­len Palast­platz von Sankt Peters­burg teil­neh­men. Dies gab der Pres­se­dienst des Mili­tär­be­zirks West am Sonn­tag bekannt.
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Russischer OSZE-Botschafter : Keine Veränderungen beim ukrainischen Konflikt erwartet


Radi­ka­le Ver­än­de­run­gen beim ukrai­ni­schen Kon­flikt sind laut dem stän­di­gen Ver­tre­ter Russ­lands bei der OSZE Alex­an­der Luka­sche­witsch 2019 unter Berück­sich­ti­gung der bevor­ste­hen­den Wah­len in der Ukrai­ne nicht zu erwar­ten.
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Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm : Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet


In Bay­ern freu­en sich die Kin­der über schnee­frei, in Öster­reich wächst der­weil die Sor­ge vor Lawi­nen : Die Schnee-Situa­ti­on im Alpen­raum wird Exper­ten zufol­ge immer dra­ma­ti­scher. Bis Don­ners­tag wer­de im Hoch­ge­bir­ge wohl ein wei­te­rer Meter Schnee hin­zu­kom­men. In tie­fe­ren Lagen sei­en in Öster­reich 30 bis 80 Zen­ti­me­ter mög­lich, sag­te am Mon­tag in Wien ein Spre­cher der Zen­tral­an­stalt für Meteo­ro­lo­gie und Geo­dy­na­mik (ZAMG). “Die Gefahr, dass Bäu­me ange­sichts der Schnee­last und des Sturms auf Stra­ßen, Strom­tras­sen und Bahn­li­ni­en stür­zen, steigt von Tag zu Tag.”

Land­rats­amt Mies­bach rief wegen des Schnees den Kata­stro­phen­fall aus

Auch in Bay­ern gab es im Bahn­ver­kehr Ver­spä­tun­gen und ein­zel­ne Zug­aus­fäl­le. Die Baye­ri­sche Ober­land­bahn konn­te am Mon­tag süd­lich von Holz­kir­chen wegen Schnees auf Glei­sen und Wei­chen nicht fah­ren. In den Land­krei­sen Bad Tölz-Wolf­rats­hau­sen und Mies­bach fällt der­weil bis Frei­tag an allen staat­li­chen Schu­len der Unter­richt aus.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Bahn-Hal­te­stel­le in Markt­ober­dorf im All­gäu (Bay­ern) am 6. Janu­ar 2019

Das Land­rats­amt Mies­bach rief wegen des Schnees den Kata­stro­phen­fall aus. “Die nächs­te Unwet­ter­war­nung für den Alpen­rand steht bevor”, sag­te ein Spre­cher des Deut­schen Wet­ter­diens­tes. Die Meteo­ro­lo­gen erwar­ten ergie­bi­gen Schnee­fall vor allem im Süden Bay­erns. Dar­über hin­aus wird er im Schwarz­wald, im Erz­ge­bir­ge und im Baye­ri­schen Wald erwar­tet. Auch auf dem Bro­cken in Sach­sen-Anhalt, dem mit 1.141 Meter höchs­ten Berg Nord­deutsch­lands, lagen mehr als 75 Zen­ti­me­ter Schnee, wie ein Exper­te der dor­ti­gen Wet­ter­sta­ti­on am Diens­tag­mor­gen sag­te. In den kom­men­den Tagen wird wei­te­rer Schnee in Sach­sen-Anhalt erwar­tet.

Die Behör­den im öster­rei­chi­schen Tirol berei­ten sich auf die höchs­te Lawi­nen­warn­stu­fe vor. Dort liegt der Schnee stel­len­wei­se schon jetzt drei Meter hoch. Das Land habe unter­schied­li­che Sze­na­ri­en im Blick und tref­fe ent­spre­chen­de Vor­sor­ge, mein­te Minis­ter­prä­si­dent Gün­ther Plat­ter. So sei­en meh­re­re Hub­schrau­ber in Bereit­schaft. Das gel­te auch für spe­zi­el­le Ein­satz­grup­pen der Alpin-Sol­da­ten, die auf die Such nach Ver­schüt­te­ten spe­zia­li­siert sei­en. Die Bau­ten zum Schutz der Orte und Stra­ßen vor Lawi­nen sei­en auch sol­chen Schnee­men­gen gewach­sen, zeig­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen zuver­sicht­lich. In wei­ten Tei­len des Lan­des herrsch­te ober­halb der Wald­gren­ze die zweit­höchs­te Warn­stu­fe. Vie­le Stra­ßen waren wei­ter­hin gesperrt.

In Tirol neue Schnee­ma­ßen erwar­tet

Bis zum Don­ners­tag wer­den in Tirol zwi­schen 50 und 120 Zen­ti­me­ter Neu­schnee erwar­tet. “Dies ver­schärft die Lawi­nen­si­tua­ti­on immens”, so der Lei­ter des Lawi­nen­warn­diensts des Lan­des Tirol, Rudi Mair.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Schnee­ein­bruch und Win­ter­cha­os in Tirol in Öster­reich : Am 5. Janu­ar 2019 ver­su­chen Win­ter­dienst­fahr­zeu­ge, die Schnee­mas­sen zu bewäl­ti­gen.

Behör­den appel­lier­ten an Ski­fah­rer, die gesi­cher­ten Pis­ten nicht zu ver­las­sen. Gene­rell sol­le man auf unnö­ti­ge Auto­fahr­ten ver­zich­ten. Auch das Betre­ten der Wäl­der sei ange­sichts der Gefahr umstür­zen­der Bäu­me nicht rat­sam. Haus­be­sit­zer wur­den auf­ge­ru­fen, Dächer von der Schnee­last zu befrei­en. Die An- und Abfahrt zu gro­ßen Ski­ge­bie­ten war aber trotz des Wet­ters mit Win­ter­aus­rüs­tung meist gut zu bewäl­ti­gen.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Wegen des star­ken Schnee­falls – wie hier im öster­rei­chi­schen Filz­moos am 8. Janu­ar 2019 – sind die Bür­ger auf­ge­ru­fen wor­den, die Dächer von der Schnee­last zu befrei­en.

In Öster­reich wur­de aller­dings ein klei­ne­res Ski­ge­biet in den Ost-Alpen kom­plett geschlos­sen. Die acht Lif­te am Hoch­kar wur­den ein­ge­stellt, weil die Zufahrts­stra­ße wegen Lawi­nen­ge­fahr gesperrt wur­de. Ange­sichts von drei Metern Schnee trös­te­ten sich die Lift­be­trei­ber : “Der Schnee wird auch nach Wie­der­eröff­nung der Stra­ße noch da sein”, sag­te Ines Enöckl vom Hoch­kar-Mar­ke­ting.

In Öster­reich star­ben bereits drei Men­schen durch Lawi­nen

Zwei seit Sams­tag ver­miss­te Schnee­schuh­wan­de­rer wur­den am Mon­tag tot gebor­gen. Die 23-jäh­ri­ge Jäge­rin und der 28 Jah­re alte Jäger wur­den unter einem Lawi­nen­ke­gel im öster­rei­chi­schen Ten­nen­gau ent­deckt. Das Paar woll­te Revier­ein­rich­tun­gen kon­trol­lie­ren und die Wild­füt­te­rung auf­fül­len. 40 Berg­ret­ter bra­chen am Mon­tag in Nie­der­ös­ter­reich die Suche nach zwei ver­miss­ten Tou­ren­ge­hern vor­erst ab. Ein 35-jäh­ri­ger Slo­we­ne starb bereits am Sonn­tag im Ski­ge­biet Zau­chen­see, als er abseits der Ski­pis­te im einen Meter tie­fen Schnee stürz­te. Er konn­te nur noch tot gebor­gen wer­den.

Auch in der bis­her vom Win­ter­cha­os weit­ge­hend ver­schon­ten Schweiz dürf­te die Situa­ti­on schwie­ri­ger wer­den. Der Wet­ter­dienst meteo­news erwar­tet bis Ende der Woche rund einen Meter Neu­schnee vor allem in der Ost- und Zen­tral­schweiz. Süd­lich des Alpen­haupt­kamms ist der Win­ter dage­gen eher zahm. In Süd­ti­rol galt am Mon­tag nach Schnee­fäl­len zwar im äußers­ten Nor­den Lawi­nen­ge­fahr der Stu­fe 3 (von 5). Im Süden der Regi­on herrsch­ten dage­gen Föhn und Son­nen­schein.

Kurze Ruhe vor dem nächsten Schneesturm: Neue heftige Schneefälle an den Alpen erwartet
Autos fah­ren 5. Janu­ar 2019 auf einer schnee­be­deck­ten Stra­ße in der Nähe von Täger­wi­len im Schwei­zer Kan­ton Thur­gau.

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


LIVE : Anti-Migranten-Marsch” findet in Chemnitz statt, Gegenprotest erwartet


In der ost­deut­schen Stadt sind Pro­tes­te ent­brannt, bei denen am 27. August min­des­tens sechs Men­schen bei Unru­hen ver­letzt wur­den, nach­dem in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 26. August ein 35-jäh­ri­ger kuba­nisch-deut­scher Mann getö­tet wur­de.

Zwei männ­li­che Ver­däch­ti­ge aus dem Irak und Syri­en im Alter von 22 und 23 Jah­ren wur­den inzwi­schen ver­haf­tet.

Auch Poli­ti­ker haben sich zur Gegen­de­mons­tra­ti­on Herz­stat­tHet­ze ein­ge­fun­den, dar­un­ter die Grü­nen­po­li­ti­ker Cem Özde­mir und Anna­le­na Baer­bock sowie SPD-Poli­ti­ker Manue­la Schwe­sig und Lars Kling­beil. Teil­wei­se müs­sen sich die Poli­ti­ker auch Kri­tik gefal­len las­sen.

RT Deutsch


Trump erwägt Treffen mit Präsident Putin — Sicherheitsberater Bolton in Moskau erwartet


Wir erwä­gen die Mög­lich­keit” einer Sit­zung mit Putin im Juli, sag­te Trump als Ant­wort auf die Fra­ge eines Repor­ters im Wei­ßen Haus am Don­ners­tag. Unter­des­sen beton­te Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow gegen­über Repor­tern in Mos­kau, dass ein kon­kre­tes Tref­fen noch nicht beschlos­sen wur­de.

Wenn und falls wir bereit sind, wer­den wir die Ankün­di­gung machen”, sag­te er.

Zwei mög­li­che Sze­na­ri­en für das Tref­fen sind ent­we­der vor oder nach dem NATO-Gip­fel in Brüs­sel im Juli oder nach Trumps Besuch in Groß­bri­tan­ni­en am 13. Juli, sag­te eine nament­lich nicht genann­te Quel­le dem Nach­rich­ten­por­tal Bloom­berg am Mitt­woch.

Die Gesprä­che über ein Tref­fen wur­den bekannt­ge­ge­ben, nach­dem der Spre­cher des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes des Wei­ßen Hau­ses, Gar­rett Mar­quis, am Don­ners­tag in einem Tweet bestä­tigt hat, dass der US-ame­ri­ka­ni­sche Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton nächs­te Woche Russ­land besu­chen wird, um ein “poten­zi­el­les Tref­fen” zwi­schen Trump und Putin zu bespre­chen.

Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow bestä­tig­te, dass Mos­kau einen Besuch von Bol­ton in Russ­land erwar­tet.

Soweit wir wis­sen, wird ein sol­cher Besuch tat­säch­lich statt­fin­den. Das ist alles, was wir im Moment sagen kön­nen”, sag­te Pes­kov am Don­ners­tag den Repor­tern.

Trump hat­te bis­her zwei Tref­fen mit Putin, die bei­de im ver­gan­ge­nen Som­mer auf dem G20-Gip­fel in Ham­burg statt­fan­den.

RT Deutsch


Kein Durchbruch, aber wichtige Signale erwartet – Experten vor Merkels Russlandbesuch


Im Vor­feld des Besuchs von Ange­la Mer­kel in Russ­land und ihrer Gesprä­che mit Wla­di­mir Putin in Sot­schi rech­nen Exper­ten, die sich in der Nach­rich­ten­agen­tur « Ros­si­ja Segod­nja » ver­sam­melt hat­ten, mit kei­nem Durch­bruch bei die­sem Arbeits­tref­fen.
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Konflikt zwischen Iran und Israel : Erste Runde vorbei — weitere Zusammenstöße erwartet


Es wer­de lan­ge dau­ern, bis sich der Iran von den Angrif­fen auf Stel­lun­gen der Al-Quds Bri­ga­den in Syri­en erho­len wer­de, hieß es von den IDF. Mit 60 Rake­ten grif­fen die Israe­lis in der Nacht von Mitt­woch auf Don­ners­tag an. Die­se soll­ten nach mut­maß­li­chen Angrif­fen der Ira­ner auf die Golan­hö­hen ein Ver­gel­tungs­schlag sein. Wäh­rend in Syri­en Opfer zu bekla­gen waren, ver­fehl­ten die Rake­ten auf Isra­el alle­samt ihr Ziel, und nie­mand kam zu Scha­den. Die Ver­ant­wor­tung für den Vor­fall auf den Golan­hö­hen über­nahm der Iran nicht.

Es waren die größ­ten Angrif­fe, die Isra­el seit dem Jom-Kip­pur-Krieg 1974 unter­nom­men hat. Das erklär­te Ziel der Regie­rung Netan­ja­hus ist es, den Iran davon abzu­hal­ten, in Syri­en Fuß zu fas­sen.

Gegen­über RT äußer­te der Mili­tär­ex­per­te Leo­nid Iwa­schow, Prä­si­dent der Aka­de­mie für geo­po­li­ti­sche Pro­ble­me und pen­sio­nier­ter Gene­ral­oberst des rus­si­schen Mili­tär­ge­heim­diens­tes GRU sei­ne Zwei­fel an den ira­ni­schen Angrif­fen : 

Jedes Mal, wenn man zu den Waf­fen greift, ver­sucht man, bestimm­te Zie­le zu tref­fen, und muss die mög­li­chen Fol­gen (des Angriffs) ana­ly­sie­ren. Es wäre ein­fach unge­heu­er albern, eine Rake­te auf die Golan­hö­hen abzu­feu­ern, da dies sicher­lich eine mili­tä­ri­sche Reak­ti­on aus­lö­sen wür­de. 

Der Iran habe kein Motiv für einen Angriff. Obgleich die erz­kon­ser­va­ti­ven ira­ni­schen Kle­ri­ker immer wie­der ver­lau­ten las­sen, dass sie Isra­el zer­stö­ren wol­len, beton­te der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter vor dem Aus­tritt der Ame­ri­ka­ner aus dem Nukle­arab­kom­men, dass der Iran kein Land angrei­fen wol­le. In Tehe­ran kam es zu Pro­tes­ten gegen Donald Trump. Auf Pla­ka­ten war zu lesen : “Trump, Sie reden Unfug”, ame­ri­ka­ni­sche Flag­gen wur­den ver­brannt. 

Den­noch ver­bes­sert die israe­li­sche Regie­rung den Schutz ihrer diplo­ma­ti­scher Ver­tre­tun­gen im Aus­land, und im Nor­den Isra­els bleibt das Mili­tär in höchs­ter Alarm­be­reit­schaft. Aus israe­li­schen Geheim­dienst­krei­sen sei zu ver­neh­men, so die Zei­tung Haa­retzdass es sich ledig­lich die um die ers­te Run­de einer Eska­la­ti­on gehan­delt habe. Wei­te­re wür­den fol­gen. 

RT Deutsch


Wladimir : Ein Kleinod russischer Geschichte und Kultur erwartet seine Besucher


von Gert-Ewen Ungar

Etwa 200 Kilo­me­ter und damit eine gut zwei­stün­di­ge Zug­fahrt von Mos­kau ent­fernt liegt die Stadt Wla­di­mir. Die rund ein­tau­send Jah­re alte Stadt war einst poli­ti­sches Macht­zen­trum und ist heu­te ein von Rus­sen viel besuch­tes tou­ris­ti­sches Ziel. Wla­di­mir liegt von Mos­kau aus mit der Bahn gut erreich­bar auf der Stre­cke in die Mil­lio­nen­stadt Nisch­ni Now­go­rod, das ehe­ma­li­ge Gor­ki.

Nisch­ni Now­go­rod gehört zu den Aus­tra­gungs­or­ten der Fuß­ball-WM 2018. Mit ihrer Lage auf der Ach­se von Mos­kau in die Wol­ga­me­tro­po­le lädt Wla­di­mir die Fans, die sich von Mos­kau aus zu einem Spiel in die öst­lich von Mos­kau gele­ge­ne Stadt auf­ma­chen, gera­de­zu zu einem Abste­cher ein.

Gegrün­det wur­de Wla­di­mir bereits vor gut ein­tau­send Jah­ren. Zur Zeit der Mon­go­len­krie­ge ver­lor Kiew als Grün­dungs­ort der Rus an poli­ti­schem Ein­fluss. Bedingt durch die geschütz­te Lage stieg Wla­di­mir vor allem infol­ge mas­si­ver Zuwan­de­rung von Flücht­lin­gen zum poli­ti­schen und öko­no­mi­schen Macht­zen­trum auf. Mit eini­gen ande­ren Städ­ten, die nahe­zu zur sel­ben Zeit gegrün­det wur­den, liegt Wla­di­mir auf dem soge­nann­ten Gol­de­nen Ring um Mos­kau. Hier­zu zäh­len neben Wla­di­mir die berühm­ten Städ­te Sus­dal, Ros­tow und Uglitsch. Doch wäh­rend es sich bei den drei letzt­ge­nann­ten Städ­ten mit ihren weni­gen zehn­tau­send Ein­woh­nern eher um Frei­licht­mu­se­en han­delt, die einen Ein­blick in die Archi­tek­tur und das Leben zum Zeit­punkt des Auf­stiegs des Wla­di­mi­rer Fürs­ten­tums ver­mit­teln, ist Wla­di­mir selbst mit sei­nen knapp 350.000 Ein­woh­nern auch heu­te noch ein wirt­schaft­li­ches Zen­trum.

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Deme­tri­us-Kathe­dra­le

Bahnbrechende Sakralarchitektur und Goldenes Tor

In Wla­di­mir fin­den sich die typi­schen Zeug­nis­se ortho­do­xer Archi­tek­tur. Von her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung ist die aus wei­ßem Stein erbau­te Maria-Ent­schla­fens-Kathe­dra­le, die das Stadt­bild prägt. Sie gilt als Vor­bild für eine gro­ße Zahl wei­te­rer ortho­do­xer Sakral­bau­ten. Signi­fi­kant sind die gol­de­nen Kup­peln, die gera­de­zu zum Sym­bol für spä­te­re Bau­ten der ortho­do­xen Kir­che wur­den.

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Gol­de­nes Tor

Unweit davon befin­det sich die Kir­che des Hei­li­gen Deme­tri­us, ein eben­falls zu den “Wei­ßen Monu­men­ten” zäh­len­der Bau.

Welt­be­kannt und eben­so wie die Maria-Ent­schla­fens-Kathe­dra­le und die Kir­che des Hei­li­gen Deme­tri­us Teil des Welt­kul­tur­er­bes ist auch das Gol­de­ne Tor der Stadt. Es ist für alle Besu­cher der Stadt Pflicht, ein­mal hin­durch­zu­lau­fen. Einst war es Teil der Befes­ti­gungs­an­la­ge von Wla­di­mir, wich­ti­ger Kon­troll­punkt und Zugang zu den gro­ßen Han­dels­we­gen. Es war Katha­ri­na die Gro­ße, die einen Teil des sich unmit­tel­bar an das Tor anschlie­ßen­den Befes­ti­gungs­walls abtra­gen ließ und so die Ein­fahrt in die Stadt ver­brei­ter­te. Das Tor selbst war zu schmal für ihre Entou­ra­ge.

Muse­en und Gale­ri­en mit reich­hal­ti­gen the­ma­ti­schen Aus­stel­lun­gen

Die Stadt liegt male­risch am Fluss Kljas­ma. Von der gut erhal­te­nen und mit viel Umsicht restau­rier­ten Alt­stadt aus genießt man einen wun­der­vol­len Blick über das Tal. Das Zen­trum der Stadt lässt sich zu Fuß gut erschlie­ßen. Ein aus­ge­dehn­ter Spa­zier­gang führt an allen wich­ti­gen Sehens­wür­dig­kei­ten vor­bei. Vom in typisch sozia­lis­ti­schem Stil gebau­ten Bahn­hof aus führt ein kur­zer Fuß­weg hin­auf ins Zen­trum. Erst ein­mal dort, kann man die zahl­rei­chen Sehens­wür­dig­kei­ten kaum ver­feh­len. Alles Sehens­wer­te liegt nah bei­ein­an­der.

Soll­te etwas Zeit blei­ben, ist auch ein Besuch in der städ­ti­schen Gale­rie zu emp­feh­len. Dort fin­den sich auf drei Eta­gen unter­schied­li­che the­ma­ti­sche Aus­stel­lun­gen. Die Dau­er­aus­stel­lung zeigt his­to­ri­sche und zeit­ge­nös­si­sche Kunst mit Bezug zur Stadt. Auch Expo­na­te von inter­na­tio­nal bekann­ten rus­si­schen und sowje­ti­schen Künst­lern sind hier zu bestau­nen. Sie eröff­nen einen tie­fe­ren Zugang zur Geschich­te der Stadt als ein blo­ßer Spa­zier­gang. Auch das his­to­ri­sche Muse­um lohnt einen Besuch, allein schon sei­ner archi­tek­to­ni­schen Beson­der­heit wegen. Das Back­stein­ge­bäu­de fin­det sich eben­falls in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Zen­trum der Stadt.

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Altes Muse­um

Pubs, Familienrestaurants und Hinterhöfe als Geheimtipps

Nach dem Kul­tur­pro­gramm lässt es sich gut durch die zen­tra­le Ein­kaufs­stra­ße von Wla­di­mir spa­zie­ren. In der Bol­scha­ja Moskovs­ka­ja Uli­za, der Gro­ßen Mos­kau­er Stra­ße, rei­hen sich Bars, Restau­rants und Cafés anein­an­der. Es fin­den sich klei­ne Braue­rei­en, die mit selbst­ge­mach­tem Bier locken und Restau­rants mit einem für die Regi­on typi­schen Ange­bot an Spei­sen. Es lässt sich hier gut ver­wei­len. Auch lohnt sich ein Blick in die Hin­ter­hö­fe. Dort gibt es viel zu ent­de­cken. Klei­ne Pubs locken mit einer gro­ßen Aus­wahl an inter­na­tio­na­len Bier­sor­ten, dazu kom­men fami­li­en­geführ­te Restau­rants, spe­zia­li­siert auf Bli­ni, rus­si­sche Crê­pes, oder Pel­me­ni, die rus­si­schen Tor­tel­li­ni.

Wla­di­mir ist ein loh­nen­des Aus­flugs­ziel für alle, die sich wäh­rend der Welt­meis­ter­schaft einen Tag Aus­zeit neh­men und die­sen mit etwas ande­rem als dem Fuß­ball fül­len wol­len. Es bie­tet sich an, Wla­di­mir im Zuge einer Bahn­rei­se nach Nisch­ni Now­go­rod zu besu­chen. Ein Auf­ent­halt von eini­gen Stun­den belohnt den Besu­cher mit einem Ein­druck in das his­to­ri­sche Russ­land und mit dem beson­de­ren Flair die­ser typisch rus­si­schen Stadt.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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