Grüne fordern Eurozonen-Budget von 110 Milliarden Euro


Die Grü­nen for­dern in einem Antrag, der am Don­ners­tag im Bun­des­tag bera­ten wer­den soll, einen Euro­zo­nen-Haus­halt in Höhe von 110 Mil­li­ar­den Euro. Das berich­tet der Tages­spie­gel. Die Zei­tung zitiert aus dem Antrag eine Pas­sa­ge, in der die Grü­nen die Hal­tung der Bun­des­re­gie­rung zu den euro­pa­po­li­ti­schen Plä­nen des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron scharf kri­ti­sie­ren :

Das Zau­dern und Zögern der deut­schen Bun­des­re­gie­rung hat viel des Reform­wil­lens des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron ins Lee­re lau­fen las­sen.

Die Par­tei for­dert einen gemein­sa­men Haus­halt der Euro­zo­ne in einem Umfang von min­des­tens einem Pro­zent des gemein­sa­men Brut­to­in­lands­pro­dukts. Dies wür­de der­zeit einem Betrag von 110 Mil­li­ar­den Euro ent­spre­chen. Aus die­sem Bud­get sol­len nach den Vor­stel­lun­gen der Grü­nen Inves­ti­tio­nen in euro­päi­sche Gemein­gü­ter erfol­gen – dar­un­ter fal­len für die Par­tei etwa der Kli­ma­schutz und der Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en.

Der Euro­zo­nen-Haus­halt sol­le über eige­ne Ein­nah­men gespeist wer­den, etwa durch eine gemein­sa­me Unter­neh­mens­steu­er, nicht durch Trans­fers der Euro-Staa­ten.

Macron hat­te bereits in sei­ner Rede an der Sor­bon­ne im Sep­tem­ber 2017 ein eige­nes Euro­zo­nen-Bud­get gefor­dert, sich aber damit nicht durch­set­zen kön­nen. Zwar einig­ten sich Frank­reich und Deutsch­land im Febru­ar auf einen Vor­schlag für einen der­ar­ti­gen Haus­halt, aller­dings wird sich die­ser im Rah­men des EU-Haus­halts befin­den und deut­lich klei­ner aus­fal­len, als es Macron ursprüng­lich vor­schweb­te.

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Der Antrag der Grü­nen wird im Bun­des­tag chan­cen­los blei­ben. Die neue CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat­te in ihrer Ant­wort auf Macrons EU-Vor­schlä­ge in der Welt am Sonn­tag über­ra­schend deut­lich die Rol­le der Natio­nal­staa­ten betont und damit auch in der Euro­pa­po­li­tik eine Neu­aus­rich­tung ihrer Par­tei ange­deu­tet.

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Berliner Gericht : Yukos’ Ex-Aktionäre sollen Russland 188.000 Euro Prozesskosten zahlen


Ein Ber­li­ner Gericht hat ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re von Hally’s Par­sons Green, die mit der inzwi­schen erlo­sche­nen Ölge­sell­schaft Yukos ver­bun­den waren, ange­wie­sen, Russ­land sei­ne Gerichts­kos­ten in Höhe von 188.000 Euro zu erstat­ten. Das ver­kün­de­te Andrej Konda­kow, der Lei­ter des Inter­na­tio­nal Legal Pro­tec­tion Cen­ter, das Russ­land im Yukos-Fall ver­tritt, gegen­über TASS. Er erklär­te :

In die­sen Tagen hat das Ber­li­ner Land­ge­richt ein Urteil gefällt, wonach ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re der Fir­ma Hally’s Par­sons Green Russ­land 188.000 Euro an Gerichts­kos­ten erstat­ten soll­ten, die mit einem von Deutsch­land im Jahr 2015 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren zur For­de­rung Russ­lands nach 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Über­ein­stim­mung mit den bekann­ten Ent­schei­dun­gen des Den Haa­ger Schieds­ge­richts ver­bun­den sind.

Nach Anga­ben des Anwalts war Deutsch­land das fünf­te Land, in dem ein Gericht die ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­re dazu ver­ur­teil­te, Russ­land die Anwalts­kos­ten im Zusam­men­hang mit unbe­grün­de­ten Kla­gen und Ver­fah­ren im Aus­land, die von den Struk­tu­ren von Hally’s Par­sons Green ein­ge­lei­tet wur­den, zu erstat­ten.

Zuvor tra­fen Gerich­te in Schwe­den, dem Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich und Bel­gi­en ähn­li­che Ent­schei­dun­gen. Konda­kow erklär­te wei­ter :

Inzwi­schen erreicht die Gesamt­sum­me der Pro­zess­kos­ten, die nach den Urtei­len der west­li­chen Gerich­te von ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren für Russ­land ein­ge­zo­gen wur­de oder hät­te ein­ge­zo­gen wer­den sol­len, 5,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

Er beton­te, dass Russ­land sei­ne Bemü­hun­gen um den Aus­gleich der Pro­zess­kos­ten im Zusam­men­hang mit der Ver­tei­di­gung sei­ner Rechts­in­ter­es­sen fort­set­zen wer­de.

Das Stän­di­ge Schieds­ge­richt in Den Haag ord­ne­te 2014 an, dass Russ­land fast 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Unter­neh­men zah­len müs­se, die mit ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren ver­bun­den sind – Yukos Uni­ver­sal Limi­ted, Hul­ley Enter­pri­ses Limi­ted und Vete­ran Petro­le­um Limi­ted. Das Gericht ent­schied, dass die Schrit­te Russ­lands gegen Yukos als Ent­eig­nung von Inves­ti­tio­nen unter Ver­stoß gegen Arti­kel 45 der Ener­gie­char­ta ange­se­hen wer­den könn­ten, die Russ­land unter­zeich­net, aber nicht rati­fi­ziert hat­te. Am 20. April 2016 befand das Bezirks­ge­richt Den Haag die­se Ent­schei­dung für ungül­tig und erklär­te, dass Russ­land nicht ver­pflich­tet sei, die 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu zah­len.

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Frankreich könnte Hunderte Millionen Euro durch Besteuerung von Dienstleistungsgiganten verdienen


Eine neue Abga­be mit der Bezeich­nung GAFA-Steu­er (benannt nach Goog­le, Apple, Face­book und Ama­zon) zielt auf aus­län­di­sche Kon­zern­gi­gan­ten mit einem welt­wei­ten digi­ta­len Umsatz von min­des­tens 750 Mil­lio­nen Euro und einem Umsatz von mehr als 25 Mil­lio­nen Euro in Frank­reich ab. Ein Gesetz­ent­wurf soll dem Kabi­nett bereits am Mitt­woch vor­ge­legt wer­den, bevor er dann an das Par­la­ment wei­ter gereicht wird. In einem Inter­view mit der Zei­tung Le Pari­si­en sag­te Frank­reichs Finanz­mi­nis­ter Bru­no Le Mai­re :

Ein Steu­er­sys­tem für das 21. Jahr­hun­dert muss auf dem auf­bau­en, was heu­te Wert hat, und das sind Daten.

Die zusätz­li­che Steu­er von drei Pro­zent wird auf die Ein­nah­men von min­des­tens 30 Unter­neh­men erho­ben, von denen die meis­ten in den USA regis­triert sind, dar­un­ter Uber, Airb­nb und Boo­king, so der Minis­ter.

In dem Doku­ment wer­den aber auch chi­ne­si­sche, deut­sche, spa­ni­sche und bri­ti­sche Unter­neh­men sowie der fran­zö­si­sche Online-Wer­be­spe­zia­list Cri­teo auf­ge­führt.

Der Schritt wird als eine Fra­ge der Steu­er­ge­rech­tig­keit ange­se­hen, erklär­te Le Marie und beton­te, dass klei­ne und mitt­le­re euro­päi­sche Unter­neh­men der­zeit 14 Pro­zent mehr bezah­len als die digi­ta­len Gigan­ten.

Die Maß­nah­me wird Berich­ten zufol­ge Platt­form­un­ter­neh­men betref­fen, die Geld ver­die­nen indem sie klei­ne­ren Unter­neh­men eine Ver­bin­dung zu Kun­den bie­ten, wie es Ama­zon und Boo­king tun.

Die neue Steu­er wird nicht auf die Ein­nah­men der Unter­neh­men erho­ben, die ihre Pro­duk­te auf ihren eige­nen Inter­net­sei­ten ver­kau­fen. Die fran­zö­si­schen Behör­den wol­len außer­dem den Ver­kauf per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten zu Wer­be­zwe­cken besteu­ern.

Die GAFA-Steu­er ist eine der Haupt­for­de­run­gen der Gelb­wes­ten, die seit drei Mona­ten im gan­zen Land demons­trie­ren. Die Maß­nah­me wur­de von Deutsch­land igno­riert und von Irland sowie Luxem­burg, die als Steu­er­oa­sen für gro­ße Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men gebrand­markt wer­den, scharf abge­lehnt.

Mehr zum The­ma — “Ich erken­ne mein Land nicht mehr”: Gelb­wes­ten for­dern Gerech­tig­keit

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Wegen mangelnden Interesses für A380 : Bundesregierung wartet auf 600 Millionen Euro Rückzahlung


Die Bun­des­re­gie­rung war­tet bis­lang auf 600 Mil­lio­nen Euro Rück­zah­lung von Air­bus. Auch den Steu­er­zah­ler tref­fen die feh­len­den Mil­lio­nen in der Staats­kas­se und dies nicht nur in Deutsch­land, son­dern auch in Frank­reich und Spa­ni­en. Ins­ge­samt 942 Mil­lio­nen Euro hat­te Deutsch­land Air­bus als Staats­kre­dit gewährt. Für den Flug­zeug­her­stel­ler lag das Risi­ko des A380- Pro­jekts auch bei der Regie­rung. Vor­ge­stellt wur­de der A380 erst­ma­lig im Jahr 2005. Welt­weit wur­den bis­lang 220 der welt­größ­ten Pas­sa­gier­jets ver­kauft. 

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der FDP, Chris­ti­an Dürr, sieht die aus­blei­ben­de Rück­zah­lung als Bei­spiel dafür, was pas­siert, wenn der Staat ins Spiel­ge­sche­hen der Wirt­schaft ein­greift : 

Statt kla­rer Ansa­gen, wie sie den gewähr­ten Kre­dit zurück­ver­lan­gen kann, ist sie nun dar­auf ange­wie­sen, mit Air­bus hin­ter ver­schlos­se­nen Türen zu ver­han­deln. 

Ob es zu einer Rück­zah­lung kom­men wird, bleibt frag­lich. Denn die­se war an die Aus­lie­fe­rung der A380-Maschi­nen geknüpft. Die Geld­ge­ber wil­lig­ten somit in das Risi­ko einer Nicht­rück­zah­lung ein. 

Der Wirt­schafts­se­kre­tär Ulrich Nuß­baum : 

Die Bun­des­re­gie­rung wird die Aus­wir­kun­gen des Pro­duk­ti­ons­stopps jetzt ana­ly­sie­ren und dann mit dem Unter­neh­men erör­tern, sodass der­zeit kei­ne Aus­sa­ge über etwai­ge Rück­for­de­rungs­an­sprü­che getä­tigt wer­den kann. 

Bis zum Jahr 2021 wer­den noch 17 Model­le des A380 gebaut und aus­ge­lie­fert. 14 davon gehen an die ara­bi­sche Flug­ge­sell­schaft Emi­ra­tes. Der Groß­kun­de hat­te sei­ne Bestel­lung bei Air­bus redu­ziert. Auf­grund der man­geln­den Nach­fra­ge gab Air­bus am 14. Febru­ar bekannt, die Pro­duk­ti­on danach ein­zu­stel­len. Ganz been­det sein soll die Pro­duk­ti­on des A380 jedoch nicht. Das Unter­neh­men hofft auf eine stei­gen­de Nach­fra­ge. Von dem Pro­duk­ti­ons­stopp in Deutsch­land sind 3.500 Arbeits­plät­ze betrof­fen. Pro­du­ziert wur­de in Deutsch­land in Ham­burg-Fin­ken­wer­der, Bre­men und Sta­de. Die Mon­ta­ge fand im fran­zö­si­schen Tou­lou­se statt. 

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Medien : Terrorhelfer Motassadeq soll vor Abschiebung 7.000 Euro bekommen haben


Die Deut­sche Bun­des­bank habe weni­ge Tage nach der Abschie­bung des Marok­ka­ners im Okto­ber ver­gan­ge­nen Jah­res Anzei­ge erstat­tet. Die Aus­zah­lung ver­sto­ße gegen das Außen­wirt­schafts­ge­setz. Die Ham­bur­ger Staats­an­walt­schaft habe Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men.

Eine Spre­che­rin der Behör­de bestä­tig­te den Bericht des Nach­rich­ten­ma­ga­zins am Mitt­woch. Motas­sa­deq gehö­re zu Per­so­nen mit Ver­bin­dung zum Ter­ror­netz­werk Al-Kai­da, deren sämt­li­che Gel­der durch die EU-Ver­ord­nung Nr. 8812002 ein­ge­fro­ren sei­en. Die Ermitt­lun­gen wegen der Aus­zah­lung rich­te­ten sich noch nicht gegen eine nament­lich erfass­te Per­son. (dpa)

Mehr zum The­ma — Neue Unge­reimt­hei­ten : Grenz­fahn­dung nach Amri-Freund wur­de kurz vor Anschlag ein­ge­stellt

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Bundestagsdiäten steigen um drei Prozent – auf 10.000 Euro brutto monatlich


Das Plus wir­ke sich auch auf die Pen­sio­nen der Abge­ord­ne­ten aus. Künf­tig betra­ge der Pen­si­ons­an­spruch pro Man­dats­jahr 251,84 Euro — zahl­bar ab 67 Jah­ren. Die Erhö­hung erfolgt dem Bericht zufol­ge ohne Aus­spra­che und Abstim­mung, weil das Par­la­ment die auto­ma­ti­sche Anpas­sung ent­spre­chend der Ent­wick­lung der Nomi­nal­löh­ne für die gesam­te Dau­er der Wahl­pe­ri­ode beschlos­sen hat­te. (dpa)

Mehr zum The­ma — Neu­er Bun­des­tag kos­tet Steu­er­zah­ler fast eine Mil­li­ar­de Euro

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Wahlkampf in Bremen : Sieling fordert Mindestlohn von zwölf Euro


Der Bre­mer Bür­ger­meis­ter Cars­ten Sie­ling (SPD) hält einen höhe­ren Min­dest­lohn und eine eigen­stän­di­ge Grund­si­che­rung für Kin­der für zwin­gend gebo­ten. “Wir brau­chen in Deutsch­land einen Min­dest­lohn, der sicher­stellt, dass jemand, der Voll­zeit arbei­tet, nicht zusätz­lich noch auf staat­li­che Unter­stüt­zung ange­wie­sen ist”, sag­te Sie­ling der dpa. “Ein Min­dest­lohn von zwölf Euro muss des­halb unser Ziel sein.”

Sie­ling wies dar­auf hin, dass ein Drit­tel der Men­schen im Hartz-IV-Bezug Kin­der und Jugend­li­che sei­en. “Das ist voll­kom­men absurd, denn Kin­der haben in der Arbeits­lo­sen­si­che­rung nichts zu suchen.” Der SPD-Vor­stand, dem auch Sie­ling ange­hört, berät am Wochen­en­de in einer Klau­sur über ein mil­li­ar­den­schwe­res Pro­gramm zur Reform des Sozi­al­staats. Dazu liegt ein 17-sei­ti­ges Kon­zept vor. Auch in dem SPD-Kon­zept ist vor­ge­se­hen, den Min­dest­lohn von der­zeit 9,19 Euro auf zwölf Euro zu erhö­hen.

Außer­dem kon­kre­ti­sie­ren die Sozi­al­de­mo­kra­ten in dem Papier ihre For­de­run­gen nach einer Kin­der­grund­si­che­rung. Die Par­tei will Kin­der vor einer Stig­ma­ti­sie­rung bewah­ren, wenn die Eltern Hartz IV bezie­hen. “Wir brau­chen eine ver­nünf­ti­ge, eigen­stän­di­ge Grund­si­che­rung für alle Kin­der. Denn jedes Kind ist gleich viel wert”, beton­te Sie­ling. Geplant ist, bis­lang ein­zeln aus­ge­zahl­te, ein­zeln zu bean­tra­gen­de und zum Teil auf­ein­an­der anzu­rech­nen­de Leis­tun­gen (Kin­der­geld, Kin­der­frei­be­trag, Kin­der­zu­schlag, Hartz IV) zu einer Kin­der­grund­si­che­rung zusam­men­zu­fas­sen.

Der Regie­rungs­chef beton­te, wenn alle bis­he­ri­gen kin­der­be­zo­ge­nen Geld­leis­tun­gen in eine mit stei­gen­dem Ein­kom­men abschmel­zen­de Kin­der­grund­si­che­rung zusam­men­ge­führt wür­den, sei­en auf einen Schlag allein zwei Mil­lio­nen Men­schen weni­ger in Hartz IV. “Genau das muss die Richt­schnur einer neu­en sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Kin­der­grund­si­che­rung sein.”

Sie­ling steht mit sei­ner Par­tei im Wahl­kampf. Am 26. Mai die­ses Jah­res wird in Bre­men eine neue Bür­ger­schaft gewählt. Die SPD läuft dabei Gefahr, Macht in der Han­se­stadt zum ers­ten Mal seit 1945 die abge­ben zu müs­sen. Neu­es­te Umfra­gen sehen die Par­tei knapp hin­ter der CDU.

(dpa/rt deutsch)

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Moskau gewährt Kuba ein Darlehen von 38 Millionen Euro für den Kauf russischer Rüstungsgüter


Russ­land und Kuba haben ein Abkom­men über die Gewäh­rung eines staat­li­chen Dar­le­hens in Höhe von 38 Mil­lio­nen Euro für das latein­ame­ri­ka­ni­sche Land zum Erwerb rus­si­scher Mili­tär­aus­rüs­tung unter­zeich­net. Das Abkom­men wur­de erst­mals im Novem­ber ange­kün­digt, nach­dem der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin in Mos­kau mit dem kuba­ni­schen Prä­si­den­ten Miguel Díaz-Canel zusam­men­ge­trof­fen war. Jetzt wur­de es sei­tens Russ­land kom­plet­tiert.

Die Ver­ein­ba­rung ist abge­schlos­sen, die Doku­men­te wur­den unter­zeich­net. Wir haben mit der kuba­ni­schen Sei­te alle Para­me­ter ver­ein­bart : den Zins­satz, die Zah­lungs­be­din­gun­gen und die Zah­lungs­wäh­rung”, teil­te das Büro des stell­ver­tre­ten­den rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters, Juri Boris­sow, der Nach­rich­ten­agen­tur Inter­fax mit.

Dmi­tri Schu­ga­jew, Direk­tor des Föde­ra­len Diens­tes für mili­tä­risch-tech­ni­sche Zusam­men­ar­beit Russ­lands, erin­ner­te dar­an, dass das Abkom­men über mili­tä­risch-tech­ni­sche Zusam­men­ar­beit zwi­schen Russ­land und Kuba seit 2006 in Kraft ist.

Die Zusam­men­ar­beit ist stra­te­gi­scher Natur und ermög­licht es Kuba, sei­nen indus­tri­ell-mili­tä­ri­schen Kom­plex lang­fris­tig aus­zu­bau­en”, so der Direk­tor des Föde­ra­len Diens­tes für tech­nisch-mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit Russ­lands.

Dar­über hin­aus ver­fü­ge Kuba bereits über Flug­zeu­ge, Schif­fe, gepan­zer­te Fahr­zeu­ge, Artil­le­rie­sys­te­me und rus­si­sche Flug­ab­wehr, so Schu­ga­jew.

Mehr zum The­ma — US-Aus­stieg aus INF : Russ­lands Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter gibt Boden-Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten in Auf­trag

Im Zuge des Putsch­ver­suchs gegen Vene­zue­la haben meh­re­re Ana­lys­ten, Jour­na­lis­ten und Kom­men­ta­to­ren dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­ser erst der Anfang einer geplan­ten Rei­he von Umstür­zen in Latein­ame­ri­ka sei. Der US-Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton kün­dig­te wei­te­re Sank­tio­nen gegen Kuba, Nica­ra­gua und Vene­zue­la an und nann­te die­se Län­der die “Troi­ka der Tyran­nei”.

Der latein­ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­list Pablo Vivan­co bezeich­ne­te Vene­zue­la als schreck­li­chen Prä­ze­denz­fall dafür, dass im Jahr 2019 aus­län­di­sche Staa­ten wie­der dar­über bestim­men, wer wo in Latein­ame­ri­ka als Prä­si­dent ein­ge­setzt wird : 

Mehr zum The­ma — Wall Street Jour­nal : Regime­wech­sel in Vene­zue­la nur Auf­takt einer Neu­ord­nung Latein­ame­ri­kas

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