Mehr als 70.000 Euro an Terroristen : Russlands Geheimdienst nimmt IS-Helfer in Moskau fest


Bei dem Fest­ge­nom­me­nen han­delt es sich um einen Mann aus der Teil­re­pu­blik Nord­os­se­ti­en namens Geor­gi Gujew. Ermitt­lern zufol­ge leis­te­te er Mit­glie­dern der Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat in Syri­en finan­zi­el­le Hil­fe. Seit dem Jahr 2015 soll Gujew ins­ge­samt min­des­tens 50 Mil­lio­nen Rubel (fast 70.000 Euro) an Bank­kon­ten von Ter­ro­ris­ten über­wie­sen haben.

Bei der Durch­su­chung sei­ner Woh­nung beschlag­nahm­ten die Ermitt­ler Lite­ra­tur mit extre­mis­ti­schen Inhal­ten, eine gro­ße Anzahl an Kre­dit­kar­ten sowie Han­dys mit Nach­rich­ten von IS-Mit­glie­dern.

Der Fest­ge­nom­me­ne wur­de im Rah­men des Straf­ver­fah­rens in Gewahr­sam genom­men.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Inlands­ge­heim­dienst ver­haf­tet IS-Mit­glie­der, die Anschlä­ge gegen Poli­zei plan­ten

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Kaczynski warnt vor Einführung des Euro in Polen


Der Euro ist die Wäh­rung in 19 EU-Län­dern, sie bil­den die Euro­zo­ne. Außer in Polen zah­len EU-Bür­ger bei­spiels­wei­se auch in Bul­ga­ri­en, Däne­mark, Groß­bri­tan­ni­en, Kroa­ti­en, Rumä­ni­en, Schwe­den, Tsche­chi­en sowie Ungarn noch in der jewei­li­gen Lan­des­wäh­rung. War­schau woll­te den Euro eigent­lich noch vor Aus­bruch der inter­na­tio­na­len Finanz­kri­se 2008 ein­füh­ren, ist seit­dem aber offen­sicht­lich weit von die­ser Idee abge­rückt.

Bei einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung sei­ner Par­tei in Posen (Poz­nań) sag­te Kac­zyn­ski am Sams­tag :

Wenn wir jetzt den Euro ein­füh­ren, dann wür­de die pol­ni­sche Wirt­schaft dadurch Ein­bu­ßen erlei­den und sich lang­sa­mer ent­wi­ckeln. Auch die pri­va­ten Haus­hal­te wür­den ver­lie­ren. 

Die EU-Mit­glied­schaft sei­nes Lan­des nann­te der PiS-Chef dage­gen “ein Gebot des pol­ni­schen Patrio­tis­mus”. Polen habe dadurch mehr Sicher­heit und einen bes­se­ren Sta­tus gewon­nen.

In Polen fin­det die Wahl zum EU-Par­la­ment am 26. Mai statt. Die von Kac­zyn­ski geführ­te natio­nal­kon­ser­va­ti­ve PiS liegt jüngs­ten Umfra­gen zufol­ge mit Wer­ten von 35 bis 39,4 Pro­zent der Stim­men auf dem ers­ten Platz, gefolgt vom oppo­si­tio­nel­len Bünd­nis “Euro­päi­sche Koali­ti­on” (23 bis 38,3 Pro­zent der Stim­men).

Auch Ver­tre­ter der “Euro­päi­schen Koali­ti­on” stimm­ten ihre Anhän­ger am Sams­tag in Posen auf die hei­ße Pha­se des Wahl­kamp­fes ein. Das Bünd­nis wer­de sich an den gro­ßen euro­päi­schen Pro­jek­ten betei­li­gen, sag­te Grze­gorz Sche­ty­na, Chef der libe­ra­len Bür­ger­platt­form (PO). Mit­hil­fe der EU wol­le man den Smog bekämp­fen und die Koh­le als Brenn­stoff für Häu­ser und Woh­nun­gen abschaf­fen.

Mehr zum The­ma — Polen ver­wei­gert Annah­me : Wei­ter­lei­tung von rus­si­schem Erd­öl nach Deutsch­land aus­ge­setzt

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Wegen illegaler Spenden : AfD muss 402.900 Euro Strafe zahlen


Wegen ille­ga­ler Par­tei­spen­den muss die AfD eine Stra­fe von ins­ge­samt 402.900 Euro zah­len. Das hat die Bun­des­tags­ver­wal­tung ent­schie­den, wie sie am Diens­tag mit­teil­te. Es geht um Hil­fen durch die Schwei­zer Wer­be­agen­tur Goal AG für den heu­ti­gen Bun­des­vor­sit­zen­den Jörg Meu­then und das Bun­des­vor­stands­mit­glied Gui­do Reil in Land­tags­wahl­kämp­fen 2016 und 2017. Bei­de sind Spit­zen­kan­di­da­ten der AfD für die Euro­pa­wahl im Mai. Zuerst hat­ten Spie­gel Online und die taz über die Straf­zah­lung berich­tet.

Meu­then sprach von einer “rechts­ir­ri­gen Posi­ti­on” und kün­dig­te Wider­spruch an. “Unse­re kom­plet­te Reha­bi­li­tie­rung noch vor der Wahl soll eben ver­hin­dert wer­den.” Er hat­te bereits frü­her ange­kün­digt, sei­ne Par­tei wer­de gegen Straf­zah­lun­gen not­falls durch alle gericht­li­chen Instan­zen vor­ge­hen. Sie habe nichts Ille­ga­les getan. Gleich­wohl hat der AfD-Bun­des­vor­stand beschlos­sen, eine Mil­li­on Euro wegen der dro­hen­den Straf­zah­lun­gen zurück­zu­le­gen.

Mehr zum The­ma — Die Geschich­te um AfD-Polit­ker Frohn­mai­er und Russ­land aus fran­zö­si­scher Per­spek­ti­ve

Meu­then hat­te im März der Welt gesagt, er selbst habe Anfang 2016 im baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tags­wahl­kampf von der Schwei­zer Goal AG Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen wie Pla­ka­te, Fly­er und Anzei­gen im Gegen­wert von 89.800 Euro erhal­ten, die die Bun­des­tags­ver­wal­tung als ille­ga­le Spen­den anse­he.

Im Fall des AfD-Bun­des­vor­stands­mit­glieds Gui­do Reil, der im Jahr dar­auf im NRW-Land­tags­wahl­kampf eben­falls von der Goal AG unter­stützt wur­de, gehe die Bun­des­tags­ver­wal­tung von rechts­wid­ri­gen Zuwen­dun­gen in Höhe von 44.500 Euro aus.

Die Bun­des­tags­ver­wal­tung erklär­te nun, dass “die­se geld­wer­ten Zuwen­dun­gen von der AfD nicht hät­ten ange­nom­men wer­den dür­fen”. In bei­den Fäl­len sei ein Zah­lungs­an­spruch in Höhe des Drei­fa­chen der unzu­läs­sig ange­nom­me­nen Spen­den­be­trä­ge fest­ge­legt wor­den.

Wei­te­re Straf­zah­lun­gen könn­ten auf die AfD wegen Zuwen­dun­gen von rund 132.000 Euro aus der Schweiz an den Kreis­ver­band Boden­see der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ali­ce Wei­del zukom­men. Deut­sche Par­tei­en dür­fen kei­ne Spen­den von Gön­nern anneh­men, die nicht EU-Bür­ger sind. Des­halb unter­sucht der Bun­des­tag auch die­se Spen­den für den Bun­des­tags­wahl­kampf von Wei­del.

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(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Alternative für Regierungsterminal am BER : Kosteneinsparungen von 75 Millionen Euro


In der Debat­te über den mil­lio­nen­schwe­ren Neu­bau eines Regie­rungs­ter­mi­nals am künf­ti­gen Haupt­stadt­flug­ha­fen BER gibt es einen Kom­pro­miss­vor­schlag. Bei die­ser Vari­an­te wäre ein neu­es Abfer­ti­gungs­ge­bäu­de nicht zwin­gend not­wen­dig und es gäbe genug Stell­plät­ze für die Flug­zeu­ge der Staats­gäs­te und der Flug­be­reit­schaft. Nach Infor­ma­tio­nen der Deut­schen Pres­se-Agen­tur hat Flug­ha­fen­chef Engel­bert Lüt­ke Dal­drup das Kon­zept im Auf­sichts­rat zur Dis­kus­si­on gestellt.

Der Geschäfts­füh­rer sieht meh­re­re Vor­tei­le : weni­ger Ter­min­druck, weni­ger kom­ple­xe Bau­vor­ha­ben und eine Kos­ten­er­spar­nis von 75 Mil­lio­nen Euro. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um woll­te sich dazu nicht äußern. Die Gesprä­che des Kon­troll­gre­mi­ums sei­en ver­trau­lich, hieß es zur Begrün­dung.

Offi­zi­ell hält der Bund dar­an fest, dass am künf­ti­gen Haupt­stadt­flug­ha­fen ein reprä­sen­ta­ti­ves Ter­mi­nal für Regie­rung und Staats­gäs­te gebaut wird, eine “Visi­ten­kar­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land”. Die Gesamt­kos­ten wer­den bei min­des­tens 344 Mil­lio­nen Euro lie­gen.

Ber­lin und Bran­den­burg schla­gen vor, statt­des­sen ein bestehen­des Abfer­ti­gungs­ge­bäu­de zu nut­zen. Es wur­de als Über­gangs­lö­sung für die Regie­rung im Herbst für 70 Mil­lio­nen Euro fer­tig­ge­stellt. Der Bund will es ab dem geplan­ten BER-Start im Jahr 2020 für fünf Jah­re nut­zen. Bis dahin soll auf einem angren­zen­den Stand­ort das end­gül­ti­ge Regie­rungs­ter­mi­nal fer­tig­ge­stellt wer­den. Des­sen Bau­be­ginn ver­zö­gert sich wegen der Pro­ble­me rund um den BER.

Der Alter­na­tiv­vor­schlag, den Lüt­ke Dal­drup in der Novem­ber-Sit­zung dem Auf­sichts­rat mit dem Ver­merk “streng ver­trau­lich” prä­sen­tier­te, ver­bin­det bei­de Kon­zep­te : Das als Zwi­schen­lö­sung gebau­te Inte­rims­ter­mi­nal könn­te zur Dau­er­lö­sung wer­den, aber der angren­zen­de Stand­ort wür­de zu einem gro­ßen Teil auch genutzt — für Han­gars der Flug­be­reit­schaft und Park­plät­ze für ihre Flug­zeu­ge. Für den reprä­sen­ta­ti­ven Neu­bau gäbe es Platz, er könn­te aber auch ent­fal­len.

Das gäbe dem Flug­ha­fen den nöti­gen Raum, das alte Schö­ne­fel­der Pas­sa­gier­ter­mi­nal über das Jahr 2025 hin­aus zu betrei­ben, falls der BER die wach­sen­den Flug­gast­zah­len nicht stem­men könn­te. Das Bun­des­bau­mi­nis­te­ri­um geht bis­her davon aus, dass ohne einen Neu­bau des Regie­rungs­ter­mi­nals mit dem zuge­hö­ri­gen Vor­feld die Flug­be­reit­schaft von Köln-Wahn nicht nach Schö­ne­feld umzie­hen kann.

Mehr zum The­ma — Betei­lig­te Fir­men tau­chen ab : BER-Eröff­nung im Okto­ber 2020 immer unwahr­schein­li­cher

(dpa) 

RT Deutsch


Obama zu Besuch in Deutschland : 5.000 Euro für einen feuchten Händedruck und Selfie


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) emp­fängt an die­sem Frei­tag den frü­he­ren US-Prä­si­den­ten Barack Oba­ma in Ber­lin zu einem Mei­nungs­aus­tausch. Das Gespräch am Nach­mit­tag sei nicht pres­se­öf­fent­lich, teil­te eine Regie­rungs­spre­che­rin mit. Im Mit­tel­punkt dürf­te das trans­at­lan­ti­sche Ver­hält­nis ste­hen.

Oba­ma ist seit Don­ners­tag in Deutsch­land. Am Abend trat er für eine Stun­de vor mehr als 14.000 Zuhö­rern in der Köl­ner Lan­xess-Are­na auf und wur­de dort gefei­ert. Der demo­kra­ti­sche Poli­ti­ker äußer­te sich “zuver­sicht­lich und vor­sich­tig opti­mis­tisch”, dass die USA im Kli­ma­schutz bald wie­der füh­rend sein wer­den.

Natür­lich sei­en vie­le frus­triert auf­grund der Hal­tung der der­zei­ti­gen US-Regie­rung, aber man dür­fe nicht ver­ges­sen, dass etwa der Staat Kali­for­ni­en das Pari­ser Kli­ma­ab­kom­men kon­se­quent umset­ze. Im Übri­gen hof­fe er auf die Jugend : Wenn alle jun­gen Leu­te zur Wahl gin­gen und dabei für kli­ma­freund­li­che Par­tei­en stimm­ten, könn­ten sie sehr schnell Ver­än­de­rung zustan­de brin­gen. 

Die Ein­lass­prei­se für die Exklu­siv-Ver­an­stal­tung mit dem Ex-Prä­si­den­ten betru­gen zwi­schen 80 und 5000 Euro. Wer 5000 Euro hin­blät­ter­te, durf­te Oba­ma eini­ge Sekun­den lang die Hand rei­chen und bekam sogar ein Andenk­fo­to.

Oba­ma nimmt am Sams­tag in Ber­lin an einem “Town Hall”-Treffen teil. Dabei will er sich den Fra­gen von rund 300 jun­gen Men­schen aus ganz Euro­pa stel­len, die sich in Berei­chen wie der Zivil­ge­sell­schaft, der Inte­gra­ti­on oder der Ernäh­rungs­si­che­rung enga­gie­ren. Oba­ma war schon mehr­mals in Ber­lin. Zuletzt nahm er im Mai 2017 auf dem Kir­chen­tag gemein­sam mit Mer­kel an einer Podi­ums­dis­kus­si­on teil.

(dpa/rt deutsch)

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Österreich : Asylbewerber sollen nur 1,50 Euro pro Stunde verdienen


Wie viel sol­len Asyl­be­wer­ber, da sie noch kei­ne aner­kann­ten Flücht­lin­ge sind und des­halb auch kei­ne Arbeits­er­laub­nis für Öster­reich besit­zen, bei soge­nann­ten gemein­nüt­zi­gen Hilfs­tä­tig­kei­ten pro Stun­de höchs­tens ver­die­nen kön­nen ? Die­se Fra­ge wird der­zeit rege in Öster­reich dis­ku­tiert. Denn der Innen­mi­nis­ter des Lan­des, Her­bert Kickl von der rech­ten FPÖ, mach­te nun den Vor­stoß, den Stun­den­lohn für Asyl­wer­ber auf 1,50 Euro zu sen­ken.

Unkraut jäten und Müll sam­meln : Wie viel Stun­den­lohn soll es dafür geben ?

Hier­bei geht es um Hilfs­ar­bei­ten für die Gemein­de oder die Asyl­un­ter­kunft, wie bei­spiels­wei­se Unkraut jäten, Gar­ten instand hal­ten, Müll sam­meln oder Schnee schau­feln. Die Ent­loh­nung für die­se Tätig­kei­ten ist der­zeit von Bun­des­land zu Bun­des­land, auch von Gemein­de zu Gemein­de unter­schied­lich. Es wer­den im Schnitt drei bis fünf Euro pro Stun­de bezahlt. Die klei­ne Geld­sum­me wird als “Aner­ken­nungs­bei­trag” betrach­tet und gilt nicht als Ent­gelt. Da die Migran­ten wäh­rend des Ent­schei­dungs­pro­zes­ses über ihren Asyl­an­trag eine Grund­ver­sor­gung bezie­hen, darf die­ser Bei­trag laut Gesetz nicht mehr als 110 Euro pro Monat betra­gen.

Der Innen­mi­nis­ter bemän­gelt nun aber, dass eini­ge der Kör­per­schaf­ten zu viel zah­len wür­den, wes­halb eini­ge Asyl­be­wer­ber mehr als Zivil- und Wehr­dienst­leis­ten­de (321,22 Euro) monat­lich aus­ge­zahlt bekom­men wür­den.

Der­zeit sind die soge­nann­ten Aner­ken­nungs­bei­trä­ge für gemein­nüt­zi­ge Hilfs­tä­tig­kei­ten von Asyl­wer­bern in der Grund­ver­sor­gung unter­schied­lich hoch und kön­nen bei­spiels­wei­se bei fünf Euro und dar­über lie­gen”, so Kickl über sei­nen Vor­stoß. “Zivil- oder Grund­wehr­die­ner bekom­men pro Stun­de viel weni­ger, sie dür­fen in ihrer Ent­loh­nung gegen­über Asyl­wer­bern nicht schlech­ter gestellt sein. Daher sol­len Asyl­wer­ber für soge­nann­te Remu­n­e­ran­ten­tä­tig­kei­ten 1,5 Euro pro Stun­de erhal­ten, kei­nes­falls mehr – und das öster­reich­weit ein­heit­lich.”

Die Ver­ord­nung des Innen­mi­nis­te­ri­ums ist seit die­ser Wochen in Begut­ach­tung, die vier Wochen dau­ern wird. Unter­stüt­zung kam von Öster­reichs Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP). “Der Innen­mi­nis­ter geht hier abge­stimmt mit uns vor. Ähn­li­ches habe ich schon 2016 gefor­dert, mit der SPÖ war dies aber nicht zu machen”, hieß es in einer Stel­lung­nah­me.

Aus ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern ern­te­te der Plan aber schar­fe Kri­tik. Wiens Sozi­al­stadt­rat Peter Hacker (SPÖ) sag­te gegen­über der öster­rei­chi­schen Tages­zei­tung Der Stan­dard, der Innen­mi­nis­ter tue alles, damit es “den Ärms­ten noch schlech­ter geht”. Der Minis­ter­prä­si­dent des öster­rei­chi­schen Bun­des­lan­des Vor­arl­berg in West­ös­ter­reich, Mar­kus Wall­ner (ÖVP), kün­dig­te sogar an, man wer­de die Wei­sung von Kickl igno­rie­ren.

Ver­schärf­ter Kampf gegen Ein­wan­de­rung nach Öster­reich

Der Innen­mi­nis­ter der rechts­kon­ser­va­ti­ven Regie­rung aus ÖVP und FPÖ hat­te bereits mehr­mals in den letz­ten Mona­ten neue Rege­lun­gen durch­ge­boxt oder Plä­ne ins Spiel gebracht, die sich auf Migran­ten bezie­hen. So hat er aus Betreu­ungs­zen­tren des Bun­des für Asyl­be­wer­ber ab dem 1. März Aus­rei­se­zen­tren gemacht. Unmit­tel­bar vor Jah­res­en­de sag­te Kickl, er wol­le eine Geset­zes­än­de­rung auf den Weg brin­gen, wonach Flücht­lin­gen, die mit Hil­fe von Schlep­pern nach Euro­pa gelangt sind, in Öster­reich kein Asyl gewährt wird. Auch eine Ver­fas­sungs­än­de­rung soll geplant sein, um künf­tig Siche­rungs­haft für Asyl­be­wer­ber, die als Gefahr für die öffent­li­che Ord­nung gel­ten, ver­hän­gen zu kön­nen.

Der ver­schärf­te Kampf gegen Migra­ti­on der Regie­rung in Öster­reich spie­gelt sich auch in der beschlos­se­nen Reform der soge­nann­ten Min­dest­si­che­rung wider, nach der Zuwan­de­rern Sozi­al­leis­tun­gen bei feh­len­den Deutsch­kennt­nis­sen gekürzt wer­den kön­nen.

Mehr zum The­ma — Öster­reich erwägt Geset­zes­än­de­rung : Kein Asyl für Flücht­lin­ge, die mit Schlep­pern kom­men

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Grüne fordern Eurozonen-Budget von 110 Milliarden Euro


Die Grü­nen for­dern in einem Antrag, der am Don­ners­tag im Bun­des­tag bera­ten wer­den soll, einen Euro­zo­nen-Haus­halt in Höhe von 110 Mil­li­ar­den Euro. Das berich­tet der Tages­spie­gel. Die Zei­tung zitiert aus dem Antrag eine Pas­sa­ge, in der die Grü­nen die Hal­tung der Bun­des­re­gie­rung zu den euro­pa­po­li­ti­schen Plä­nen des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron scharf kri­ti­sie­ren :

Das Zau­dern und Zögern der deut­schen Bun­des­re­gie­rung hat viel des Reform­wil­lens des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron ins Lee­re lau­fen las­sen.

Die Par­tei for­dert einen gemein­sa­men Haus­halt der Euro­zo­ne in einem Umfang von min­des­tens einem Pro­zent des gemein­sa­men Brut­to­in­lands­pro­dukts. Dies wür­de der­zeit einem Betrag von 110 Mil­li­ar­den Euro ent­spre­chen. Aus die­sem Bud­get sol­len nach den Vor­stel­lun­gen der Grü­nen Inves­ti­tio­nen in euro­päi­sche Gemein­gü­ter erfol­gen – dar­un­ter fal­len für die Par­tei etwa der Kli­ma­schutz und der Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en.

Der Euro­zo­nen-Haus­halt sol­le über eige­ne Ein­nah­men gespeist wer­den, etwa durch eine gemein­sa­me Unter­neh­mens­steu­er, nicht durch Trans­fers der Euro-Staa­ten.

Macron hat­te bereits in sei­ner Rede an der Sor­bon­ne im Sep­tem­ber 2017 ein eige­nes Euro­zo­nen-Bud­get gefor­dert, sich aber damit nicht durch­set­zen kön­nen. Zwar einig­ten sich Frank­reich und Deutsch­land im Febru­ar auf einen Vor­schlag für einen der­ar­ti­gen Haus­halt, aller­dings wird sich die­ser im Rah­men des EU-Haus­halts befin­den und deut­lich klei­ner aus­fal­len, als es Macron ursprüng­lich vor­schweb­te.

Mehr zum The­ma — Grü­nen-Poli­ti­ke­rin Göring-Eckardt : Nord Stream 2 ist eine Pro­vo­ka­ti­on

Der Antrag der Grü­nen wird im Bun­des­tag chan­cen­los blei­ben. Die neue CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat­te in ihrer Ant­wort auf Macrons EU-Vor­schlä­ge in der Welt am Sonn­tag über­ra­schend deut­lich die Rol­le der Natio­nal­staa­ten betont und damit auch in der Euro­pa­po­li­tik eine Neu­aus­rich­tung ihrer Par­tei ange­deu­tet.

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Berliner Gericht : Yukos’ Ex-Aktionäre sollen Russland 188.000 Euro Prozesskosten zahlen


Ein Ber­li­ner Gericht hat ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re von Hally’s Par­sons Green, die mit der inzwi­schen erlo­sche­nen Ölge­sell­schaft Yukos ver­bun­den waren, ange­wie­sen, Russ­land sei­ne Gerichts­kos­ten in Höhe von 188.000 Euro zu erstat­ten. Das ver­kün­de­te Andrej Konda­kow, der Lei­ter des Inter­na­tio­nal Legal Pro­tec­tion Cen­ter, das Russ­land im Yukos-Fall ver­tritt, gegen­über TASS. Er erklär­te :

In die­sen Tagen hat das Ber­li­ner Land­ge­richt ein Urteil gefällt, wonach ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re der Fir­ma Hally’s Par­sons Green Russ­land 188.000 Euro an Gerichts­kos­ten erstat­ten soll­ten, die mit einem von Deutsch­land im Jahr 2015 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren zur For­de­rung Russ­lands nach 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Über­ein­stim­mung mit den bekann­ten Ent­schei­dun­gen des Den Haa­ger Schieds­ge­richts ver­bun­den sind.

Nach Anga­ben des Anwalts war Deutsch­land das fünf­te Land, in dem ein Gericht die ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­re dazu ver­ur­teil­te, Russ­land die Anwalts­kos­ten im Zusam­men­hang mit unbe­grün­de­ten Kla­gen und Ver­fah­ren im Aus­land, die von den Struk­tu­ren von Hally’s Par­sons Green ein­ge­lei­tet wur­den, zu erstat­ten.

Zuvor tra­fen Gerich­te in Schwe­den, dem Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich und Bel­gi­en ähn­li­che Ent­schei­dun­gen. Konda­kow erklär­te wei­ter :

Inzwi­schen erreicht die Gesamt­sum­me der Pro­zess­kos­ten, die nach den Urtei­len der west­li­chen Gerich­te von ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren für Russ­land ein­ge­zo­gen wur­de oder hät­te ein­ge­zo­gen wer­den sol­len, 5,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

Er beton­te, dass Russ­land sei­ne Bemü­hun­gen um den Aus­gleich der Pro­zess­kos­ten im Zusam­men­hang mit der Ver­tei­di­gung sei­ner Rechts­in­ter­es­sen fort­set­zen wer­de.

Das Stän­di­ge Schieds­ge­richt in Den Haag ord­ne­te 2014 an, dass Russ­land fast 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Unter­neh­men zah­len müs­se, die mit ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren ver­bun­den sind – Yukos Uni­ver­sal Limi­ted, Hul­ley Enter­pri­ses Limi­ted und Vete­ran Petro­le­um Limi­ted. Das Gericht ent­schied, dass die Schrit­te Russ­lands gegen Yukos als Ent­eig­nung von Inves­ti­tio­nen unter Ver­stoß gegen Arti­kel 45 der Ener­gie­char­ta ange­se­hen wer­den könn­ten, die Russ­land unter­zeich­net, aber nicht rati­fi­ziert hat­te. Am 20. April 2016 befand das Bezirks­ge­richt Den Haag die­se Ent­schei­dung für ungül­tig und erklär­te, dass Russ­land nicht ver­pflich­tet sei, die 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu zah­len.

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Frankreich könnte Hunderte Millionen Euro durch Besteuerung von Dienstleistungsgiganten verdienen


Eine neue Abga­be mit der Bezeich­nung GAFA-Steu­er (benannt nach Goog­le, Apple, Face­book und Ama­zon) zielt auf aus­län­di­sche Kon­zern­gi­gan­ten mit einem welt­wei­ten digi­ta­len Umsatz von min­des­tens 750 Mil­lio­nen Euro und einem Umsatz von mehr als 25 Mil­lio­nen Euro in Frank­reich ab. Ein Gesetz­ent­wurf soll dem Kabi­nett bereits am Mitt­woch vor­ge­legt wer­den, bevor er dann an das Par­la­ment wei­ter gereicht wird. In einem Inter­view mit der Zei­tung Le Pari­si­en sag­te Frank­reichs Finanz­mi­nis­ter Bru­no Le Mai­re :

Ein Steu­er­sys­tem für das 21. Jahr­hun­dert muss auf dem auf­bau­en, was heu­te Wert hat, und das sind Daten.

Die zusätz­li­che Steu­er von drei Pro­zent wird auf die Ein­nah­men von min­des­tens 30 Unter­neh­men erho­ben, von denen die meis­ten in den USA regis­triert sind, dar­un­ter Uber, Airb­nb und Boo­king, so der Minis­ter.

In dem Doku­ment wer­den aber auch chi­ne­si­sche, deut­sche, spa­ni­sche und bri­ti­sche Unter­neh­men sowie der fran­zö­si­sche Online-Wer­be­spe­zia­list Cri­teo auf­ge­führt.

Der Schritt wird als eine Fra­ge der Steu­er­ge­rech­tig­keit ange­se­hen, erklär­te Le Marie und beton­te, dass klei­ne und mitt­le­re euro­päi­sche Unter­neh­men der­zeit 14 Pro­zent mehr bezah­len als die digi­ta­len Gigan­ten.

Die Maß­nah­me wird Berich­ten zufol­ge Platt­form­un­ter­neh­men betref­fen, die Geld ver­die­nen indem sie klei­ne­ren Unter­neh­men eine Ver­bin­dung zu Kun­den bie­ten, wie es Ama­zon und Boo­king tun.

Die neue Steu­er wird nicht auf die Ein­nah­men der Unter­neh­men erho­ben, die ihre Pro­duk­te auf ihren eige­nen Inter­net­sei­ten ver­kau­fen. Die fran­zö­si­schen Behör­den wol­len außer­dem den Ver­kauf per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten zu Wer­be­zwe­cken besteu­ern.

Die GAFA-Steu­er ist eine der Haupt­for­de­run­gen der Gelb­wes­ten, die seit drei Mona­ten im gan­zen Land demons­trie­ren. Die Maß­nah­me wur­de von Deutsch­land igno­riert und von Irland sowie Luxem­burg, die als Steu­er­oa­sen für gro­ße Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men gebrand­markt wer­den, scharf abge­lehnt.

Mehr zum The­ma — “Ich erken­ne mein Land nicht mehr”: Gelb­wes­ten for­dern Gerech­tig­keit

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Wegen mangelnden Interesses für A380 : Bundesregierung wartet auf 600 Millionen Euro Rückzahlung


Die Bun­des­re­gie­rung war­tet bis­lang auf 600 Mil­lio­nen Euro Rück­zah­lung von Air­bus. Auch den Steu­er­zah­ler tref­fen die feh­len­den Mil­lio­nen in der Staats­kas­se und dies nicht nur in Deutsch­land, son­dern auch in Frank­reich und Spa­ni­en. Ins­ge­samt 942 Mil­lio­nen Euro hat­te Deutsch­land Air­bus als Staats­kre­dit gewährt. Für den Flug­zeug­her­stel­ler lag das Risi­ko des A380- Pro­jekts auch bei der Regie­rung. Vor­ge­stellt wur­de der A380 erst­ma­lig im Jahr 2005. Welt­weit wur­den bis­lang 220 der welt­größ­ten Pas­sa­gier­jets ver­kauft. 

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der FDP, Chris­ti­an Dürr, sieht die aus­blei­ben­de Rück­zah­lung als Bei­spiel dafür, was pas­siert, wenn der Staat ins Spiel­ge­sche­hen der Wirt­schaft ein­greift : 

Statt kla­rer Ansa­gen, wie sie den gewähr­ten Kre­dit zurück­ver­lan­gen kann, ist sie nun dar­auf ange­wie­sen, mit Air­bus hin­ter ver­schlos­se­nen Türen zu ver­han­deln. 

Ob es zu einer Rück­zah­lung kom­men wird, bleibt frag­lich. Denn die­se war an die Aus­lie­fe­rung der A380-Maschi­nen geknüpft. Die Geld­ge­ber wil­lig­ten somit in das Risi­ko einer Nicht­rück­zah­lung ein. 

Der Wirt­schafts­se­kre­tär Ulrich Nuß­baum : 

Die Bun­des­re­gie­rung wird die Aus­wir­kun­gen des Pro­duk­ti­ons­stopps jetzt ana­ly­sie­ren und dann mit dem Unter­neh­men erör­tern, sodass der­zeit kei­ne Aus­sa­ge über etwai­ge Rück­for­de­rungs­an­sprü­che getä­tigt wer­den kann. 

Bis zum Jahr 2021 wer­den noch 17 Model­le des A380 gebaut und aus­ge­lie­fert. 14 davon gehen an die ara­bi­sche Flug­ge­sell­schaft Emi­ra­tes. Der Groß­kun­de hat­te sei­ne Bestel­lung bei Air­bus redu­ziert. Auf­grund der man­geln­den Nach­fra­ge gab Air­bus am 14. Febru­ar bekannt, die Pro­duk­ti­on danach ein­zu­stel­len. Ganz been­det sein soll die Pro­duk­ti­on des A380 jedoch nicht. Das Unter­neh­men hofft auf eine stei­gen­de Nach­fra­ge. Von dem Pro­duk­ti­ons­stopp in Deutsch­land sind 3.500 Arbeits­plät­ze betrof­fen. Pro­du­ziert wur­de in Deutsch­land in Ham­burg-Fin­ken­wer­der, Bre­men und Sta­de. Die Mon­ta­ge fand im fran­zö­si­schen Tou­lou­se statt. 

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