Mit Erlaubnis der Rada – ukrainischer Grenzschutz darf ohne Vorwarnung das Feuer eröffnen


Ohne Vor­war­nung darf der ukrai­ni­sche Grenz­schutz das Feu­er eröff­nen, wenn dies “zur Abwehr eines bewaff­ne­ten Über­falls oder eines Ein­falls bewaff­ne­ter mili­tä­ri­scher Grup­pen oder Ver­bre­cher­grup­pie­run­gen auf das Ter­ri­to­ri­um der Ukrai­ne ; zur [erzwun­ge­nen] Bei­le­gung bewaff­ne­ter Kon­flik­te und Pro­vo­ka­tio­nen ; zur Abwehr eines Über­falls […] auf mili­tä­ri­sche und zivi­le Schif­fe und Boo­te des Staat­li­chen Grenz­schutz­diens­tes der Ukrai­ne oder ande­re zivi­le Was­ser­fahr­zeu­ge der Ukrai­ne” die­ne, zitiert die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti die Ver­ord­nung des ukrai­ni­schen Par­la­ments. Warn­schüs­se, die Schif­fe etwa bei Ver­fol­gung von Grenz­ver­stö­ßen abge­ben dür­fen, wer­den in einem sepa­ra­ten Punkt des Doku­ments bespro­chen.

Fer­ner führt die­ses Doku­ment eine soge­nann­te “angren­zen­de Zone” der Ukrai­ne zur See ein und legt die­se fest : Dies ist eine Zone in der offe­nen See, die an ein ter­ri­to­ria­les See­ge­wäs­ser der Ukrai­ne angrenzt, des­sen Außen­gren­ze wie­der­um nicht wei­ter als 24 See­mei­len vom Ufer ent­fernt ver­läuft. Die “angren­zen­de Zone” zur See soll 12 See­mei­len breit sein.

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Reisebus in Simbabwe fängt Feuer : mindestens 42 Tote


Fotos des ver­un­glück­ten Bus­ses zeig­ten ein völ­lig aus­ge­brann­tes Stahl­ge­rip­pe. Ers­te Unter­su­chungs­er­geb­nis­se zur Unglücks­ur­sa­che deu­te­ten dar­auf hin, dass ein Pas­sa­gier einen Gas­ka­nis­ter oder Ben­zin trans­por­tiert habe, so der Spre­cher. Dies kön­ne als Brand­be­schleu­ni­ger gewirkt haben.

Erst ver­gan­ge­ne Woche waren in dem Land im süd­li­chen Afri­ka rund 50 Men­schen bei einem Zusam­men­stoß zwei­er Bus­se ums Leben gekom­men. In Sim­bab­we kommt es immer wie­der zu schwe­ren Ver­kehrs­un­fäl­len. Der Grund dafür sind neben über­höh­ter Geschwin­dig­keit häu­fig tech­ni­sche Pro­ble­me der Fahr­zeu­ge oder der schlech­te Zustand der Stra­ßen. (dpa)

Mehr zum The­ma — Fron­tal­zu­sam­men­stoß von Schul­bus­sen – Min­des­tens 40 Ver­letz­te

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Bandenkrieg in Schweden : Rivalisierende Gangs eröffnen das Feuer auf offener Straße


Acht Men­schen wur­den durch Schüs­se oder Mes­ser­sti­che außer­halb eines Fest­lo­kals in Möln­ly­cke, süd­öst­lich der west­schwe­di­schen Stadt Göte­borg, am Sams­tag ver­letzt. Sie­ben Per­so­nen wur­den ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert, dar­un­ter eine Per­son mit schwe­ren Ver­let­zun­gen. Es kam zu 13 Fest­nah­men wegen des Ver­dachts des ver­such­ten Mor­des und schwe­rer Kör­per­ver­let­zung. Kurz nach 21 Uhr ging am Sams­tag­abend eine Mel­dung bei der schwe­di­schen Poli­zei ein, dass es eine Schie­ße­rei gege­ben habe. Ann-Chris­tin Löf­strand, Poli­zei­che­fin von Göte­borg : 

Ich kann nur bestä­ti­gen, dass es pas­siert ist. 

Die Poli­zei sperr­te das Gebiet um das Lokal ab und lei­te­te eine Unter­su­chung ein. Eini­ge der Ver­letz­ten sol­len der Motor­rad-Gang Hells Angels ange­hö­ren, berich­tet die schwe­di­sche Nach­rich­ten­agen­tur TT. 

Die schwe­di­sche Staats­an­walt­schaft ver­laut­bart in einer Erklä­rung : 

Der Vor­fall wur­de durch einen Kon­flikt aus­ge­löst, wel­cher ent­we­der wäh­rend des­sel­ben Abends aus­ge­löst wur­de oder schon vor­her zwi­schen zwei riva­li­sie­ren­den Grup­pen exis­tier­te — der einen mit Ver­bin­dun­gen zu einer Motor­rad-Gang und der ande­ren mit loka­len Ver­bin­dun­gen. 

Im Ver­gleich zu Deutsch­land ist die Wahr­schein­lich­keit für jun­ge Män­ner (zwi­schen 15 und 29 Jah­ren) in Schwe­den zehn­mal höher, Opfer einer Schie­ße­rei zu wer­den, so eine Stu­die aus der Fach­zeit­schrift European Jour­nal on Cri­mi­nal Poli­cy and Rese­arch : 

Wir kom­men zu dem Ergeb­nis, dass in Schwe­den in den letz­ten 20 Jah­ren die Gewalt­ta­ten unter Män­nern zwi­schen 15 und 29 Jah­ren stark zuge­nom­men haben. Wir behaup­ten nicht, dass die Gewalt in Schwe­den ins­ge­samt zuge­nom­men hat, aber wir kön­nen von einer star­ken Zunah­me der Waf­fen­ge­walt bei jun­gen Män­nern berich­ten (…). 

Für Män­ner über 30 Jah­ren in Schwe­den lie­gen die Opfer­zah­len im euro­päi­schen Durch­schnitt. Gab es 2006 acht Todes­op­fer in Schwe­den durch Schuss­waf­fen, waren es im ver­gan­ge­nen Jahr 43. Die schwe­di­sche Poli­zei bemän­gelt die Ten­denz, dass Kon­flik­te zwi­schen Kri­mi­nel­len leich­ter eska­lier­ten. Dani­el Ves­t­er­hav, Kri­mi­no­lo­ge, gegen­über den SVT-Nach­rich­ten : 

Sie neh­men Schuss­waf­fen, um Schwä­chen zu ver­mei­den. So ist es wich­tig gewor­den, sei­nen kri­mi­nel­len Ruf — sein Droh­po­ten­zi­al — im kri­mi­nel­len Umfeld auf­zu­bau­en. Frü­her konn­te man Ver­stö­ße pas­sie­ren las­sen, ohne der­ar­tig gewalt­tä­tig zu wer­den wie heu­te. 

Neben Schuss­waf­fen wird auch von Gra­na­ten Gebrauch gemacht. Hier­für hat die schwe­di­sche Regie­rung daher bei frei­wil­li­gem Ablie­fern eine Waf­fen­a­mnes­tie ver­kün­det. Bis zum 11. Janu­ar 2019 kön­nen Gra­na­ten bei der Poli­zei abge­ge­ben wer­den, recht­li­che Kon­se­quen­zen müs­sen die Vor­be­sit­zer nicht fürch­ten. 

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Feuer mit Feuer bekämpfen : Populist Muharrem Ince will Erdogan herausfordern


Lan­ge galt er als tra­di­tio­na­lis­ti­scher Quer­trei­ber, der mehr­fach beim Ver­such, den seit 2010 amtie­ren­den Par­tei­vor­sit­zen­den Kemal Kili­cdar­o­g­lu vom Thron zu sto­ßen, den Kür­ze­ren zog. Jetzt soll der 54-jäh­ri­ge Abge­ord­ne­te der Repu­bli­ka­ni­schen Volks­par­tei (CHP) für Yal­o­va, Muhar­rem Ince, aus­ge­rech­net den hoch favo­ri­sier­ten Amts­in­ha­ber Recep Tayy­ip Erdo­gan her­aus­for­dern, der die für 2019 geplan­ten Prä­si­dent­schafts­wah­len auf den 24. Juni 2018 vor­ge­zo­gen hat­te. Am glei­chen Tag wer­den auch die vor­ver­leg­ten Par­la­ments­wah­len statt­fin­den.

Mit der Erlaub­nis Got­tes und dem Wil­len der Nati­on wer­de ich am 24. Juni zum Prä­si­den­ten gewählt”, ver­sprach Ince AFP zufol­ge sei­nen Anhän­gern und kün­dig­te an, ein “unpar­tei­ischer Prä­si­dent” für alle 80 Mil­lio­nen Bür­ger der Tür­kei sein zu wol­len.

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Im Fall sei­ner Wahl ins obers­te Staats­amt wol­le der frü­he­re Phy­sik­leh­rer und Schul­di­rek­tor unter ande­rem den kon­tro­vers dis­ku­tier­ten Prä­si­den­ten­pa­last, den Erdoğan von 2011 bis 2014 für 491 Mil­lio­nen Euro errich­ten ließ, räu­men und in ein “Haus der Wis­sen­schaft” umwan­deln. Er selbst wol­le statt­des­sen wie­der im Can­ka­ya-Palast resi­die­ren, der zuvor als Amts­sitz tür­ki­scher Prä­si­den­ten genutzt wur­de.

Erdogan gilt trotz Bündnis mit MHP nicht mehr als unbesiegbar

Wel­che Aus­wir­kun­gen die Kan­di­da­tur Inces auf die Mehr­heits­ver­hält­nis­se haben wird, ist bis­lang völ­lig unklar. Lan­ge Zeit galt Amts­in­ha­ber Erdo­gan gleich­sam als unbe­sieg­bar, und die Erfol­ge beim Vor­marsch der tür­ki­schen Armee und ihrer Ver­bün­de­ten in den zuvor kur­disch kon­trol­lier­ten Gebie­ten Nord­sy­ri­ens schie­nen ihm eben­so eine kla­re Mehr­heit zu sichern wie das Bünd­nis mit der natio­na­lis­ti­schen MHP und der Über­ra­schungs­ef­fekt der vor­ver­leg­ten Wah­len.

Gleich­zei­tig galt der seit 2010 amtie­ren­de CHP-Chef Kili­cdar­o­g­lu als Bür­de für die Oppo­si­ti­on, da er bis­lang so gut wie jede über­re­gio­na­le Wahl gegen Erdo­gan und sei­ne regie­ren­de AKP deut­lich ver­lor und als Garant für den wei­te­ren Weg der tra­di­ti­ons­rei­chen Ata­türk-Par­tei in die per­ma­nen­te Bedeu­tungs­lo­sig­keit ange­se­hen wur­de.

Ande­rer­seits hat eine Rei­he von Fak­to­ren über die Jah­re hin­weg auch Krat­zer an der Popu­la­ri­tät Erdo­gans hin­ter­las­sen. Von der unter Druck gera­te­nen Wirt­schaft inklu­si­ve Ver­schlech­te­rung des Kre­dit­ra­tings über Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fe oder die weit­rei­chen­den Säu­be­run­gen im Staats­ap­pa­rat bis hin zum immer stär­ke­ren Ein­fluss reli­gi­ös-kon­ser­va­ti­ver Ele­men­te auf die Regie­rungs­po­li­tik hat sich unter­schwel­lig die Unzu­frie­den­heit mit der AKP gestei­gert und die Fra­ge nach einer mög­li­chen Alter­na­ti­ve wur­de prä­sen­ter.

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Bislang galt Aksener als chancenreichste Gegenkandidatin

Das nur noch sehr knap­pe Ergeb­nis zu Guns­ten Erdo­gans beim Ver­fas­sungs­re­fe­ren­dum 2017 war für die­sen ein Schuss vor den Bug, zumal er sich die Mehr­heit dafür nur noch mit­hil­fe der Unter­stüt­zung durch die MHP sichern konn­te. Die­se droh­te im Gegen­zug in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit zu ver­schwin­den, nach­dem sich ein Erdo­gan-kri­ti­scher Flü­gel rund um die frü­he­re Innen­mi­nis­te­rin Meral Akse­ner abge­spal­ten hat­te.

Akse­ner wie­der­um, die ihre eige­ne Par­tei, die “Gute Par­tei” (IYI), grün­de­te, galt bis dato als die aus­sichts­reichs­te mög­li­che Gegen­kan­di­da­tin, die in einer Stich­wahl Erdo­gan gefähr­lich wer­den könn­te. Umfra­gen rech­ne­ten ihr grö­ße­re Chan­cen aus als Kili­cdar­o­g­lu oder der frü­he­re kon­ser­va­ti­ve Staats­prä­si­dent Abdul­lah Gül sie in einem sol­chen Zwei­er­du­ell gehabt hät­te — ins­be­son­de­re Gül hät­te ähn­lich wie 2014 der gemein­sa­me Oppo­si­ti­ons­kan­di­dat Ekme­led­din Ihsano­g­lu lin­ke und natio­na­lis­tisch gesinn­te Kema­lis­ten in Mas­sen ver­prellt.

Die­ses Man­ko wird Muhar­rem Ince defi­ni­tiv nicht auf­wei­sen. Er gilt als Aus­hän­ge­schild tra­di­tio­nel­ler Kema­lis­ten — sowohl jener mit eher sozi­al­de­mo­kra­ti­scher als auch jener mit stark natio­na­lis­ti­scher Prä­gung -, ohne jedoch für das from­me isla­mi­sche Publi­kum von vorn­her­ein als unwähl­bar zu erschei­nen. Auch sti­lis­tisch hat er mit Erdo­gan selbst mehr gemein als mit Kili­cdar­o­g­lu : Ince gilt als hemds­är­me­li­ger, oft pol­tern­der Popu­list, der angriffs­lus­tig agiert und rhe­to­risch gegen­über sei­nem Par­tei­chef ein­deu­tig im Vor­teil ist.

Kilicdaroglu tritt mit Ince-Nominierung Flucht nach vorne an

Inwie­weit es Erdo­gan gelin­gen wird, die bei­den kema­lis­ti­schen Kan­di­da­ten, den eher lin­ken Ince und die rechts­na­tio­na­le Akse­ner, gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len, wird sich zei­gen und über den Aus­gang bei­der Urnen­gän­ge ent­schei­den. Für die Par­la­ments­wahl schlos­sen die grö­ße­ren Oppo­si­ti­ons­par­tei­en CHP und IYI mit der Demo­kra­ti­schen Par­tei und der isla­mis­ti­schen Saa­det Par­tei ein Wahl­bünd­nis. Die AKP liegt trotz der Unter­stüt­zung durch die MHP in meh­re­ren Umfra­gen nur noch knapp über der 40-Pro­zent-Mar­ke. Unge­wiss ist auch, ob es der pro­kur­di­schen HDP, die als sepa­ra­tis­mus­ver­däch­tig gilt und des­halb für eine Regie­rungs­bil­dung aus­schei­det, noch ein­mal gelin­gen wird, die 10-Pro­zent-Hür­de zu über­win­den.

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Soll­te Ince schei­tern, hät­te Kili­cdar­o­g­lu sich inner­par­tei­lich ihm gegen­über einen deut­li­chen Vor­teil ver­schafft. Da der CHP-Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat nicht gleich­zei­tig für den Wahl­kreis kan­di­die­ren kann, wür­de er auch als mög­li­cher Gegen­spie­ler inner­halb der Par­la­ments­frak­ti­on aus­fal­len. Zudem wäre er als Ver­lie­rer auch inner­par­tei­lich gebrand­markt und hät­te so wohl kaum noch Chan­cen, dem amtie­ren­den Par­tei­chef gefähr­lich zu wer­den oder des­sen Kurs infra­ge zu stel­len. 

Obwohl Abdul­lah Gül allen Umfra­gen zufol­ge in einer Stich­wahl gegen Erdo­gan deut­lich im Hin­ter­tref­fen gewe­sen wäre, könn­ten die Umstän­de sei­nes Kan­di­da­tur­ver­zichts noch ein­mal für Dis­kus­sio­nen im Wahl­kampf sor­gen. Wie die Wie­ner Zei­tung berich­te­te, soll Erdo­gan selbst die­sen unter Druck gesetzt haben, nicht zu kan­di­die­ren. Gene­ral­stabs­chef Hulu­si Akar und Erdo­gans Spre­cher Ibra­him Kalin sol­len in die­sem Zusam­men­hang ver­gan­ge­ne Woche im Heli­ko­pter in Güls Gar­ten in Istan­bul gelan­det sein und ihn vor Ort per­sön­lich davon “über­zeugt” haben, von einem Antritt Abstand zu neh­men. Kili­cdar­o­g­lu sprach in die­sem Zusam­men­hang von einer “Inter­ven­ti­on des Mili­tärs” und einem Ver­such, die “Demo­kra­tie zu been­den”.

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Im Einkaufszentrum in Kemerovo bricht erneut Feuer aus – Zahl der Opfer steigt bis auf mindestens 64


Das Feu­er war am frü­hen Sonn­tag­abend im vier­ten Stock des Shop­ping-Cen­ters in der Nähe eines Kino­saals aus­ge­bro­chen. Es erfass­te eine Flä­che von rund 1.600 Qua­drat­me­tern. Die Feu­er­wehr habe den Brand zwar unter Kon­trol­le brin­gen kön­nen, hieß es. An eini­gen Stel­len sei das Feu­er jedoch wie­der auf­ge­fla­ckert. Das Gebäu­de ist nach Anga­ben der Behör­den ein­sturz­ge­fähr­det. (RT Deutsch / dpa)

Mehr zum The­ma — Brand in sibi­ri­schem Ein­kaufs­zen­trum — Spe­ku­la­tio­nen über man­gel­haf­ten Brand­schutz

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Spiel mit dem Feuer”: USA stellen Saudis Atomdeal in Aussicht


Um sich in der bri­ti­schen Haupt­stadt samt einer US-Dele­ga­ti­on mit dem sau­di­schen Ener­gie- und Indus­trie­mi­nis­ter Kha­lid A. Al-Falih zu tref­fen, strich Per­ry eine zuvor anbe­raum­te Rei­se nach Indi­en. Das dem­nach ange­streb­te Abkom­men könn­te es der wah­ha­bi­ti­schen Mon­ar­chie erlau­ben, Uran anzu­rei­chern und Plu­to­ni­um zu gewin­nen.

Im Gegen­zug sol­len US-Unter­neh­men die Mög­lich­keit erhal­ten, Sau­di-Ara­bi­en Atom­re­ak­to­ren zu lie­fern. Mit dem Tref­fen der bei­den Minis­ter dürf­ten die Atom­ver­hand­lun­gen, die sich bereits über meh­re­re Mona­te hin­zie­hen, nun eine kri­ti­sche Pha­se errei­chen.

Nach Anga­ben der World Nuclear Asso­cia­ti­on plant das abso­lu­tis­ti­sche König­reich den Bau von 16 Atom­re­ak­to­ren in den nächs­ten 20 bis 25 Jah­ren im Gesamt­wert von über acht­zig Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Unter den Unter­neh­men, die dem­nach in den Start­lö­chern ste­hen, soll sich auch die nahe­zu bank­rot­te US-Fir­ma Wes­ting­house Elec­tric Co. befin­den. Wes­ting­house steht nach Medi­en-Infor­ma­tio­nen kurz vor dem Ver­kauf an das kana­di­sche Immo­bi­li­en- und Indus­trie­kon­glo­me­rat Brook­field.

Nach Ansicht von For­eign Poli­cy wür­de es sich bei einer Umge­hung der Nicht­ver­brei­tungs­richt­li­ni­en um dem US-ame­ri­ka­ni­schen Atom­sek­tor Wett­be­werbs­vor­tei­le in Sau­di-Ara­bi­en zu ver­schaf­fen, um ein “Spiel mit dem Feu­er” han­deln. Dies unter ande­rem auf­grund der Tat­sa­che, dass das sau­di­sche Königs­haus Restrik­tio­nen im Bereich der Uran­an­rei­che­rung bereits mit dem Hin­weis zurück­wies, dass man sich die Opti­on nuklea­re Waf­fen zu ent­wi­ckeln, offen­zu­hal­ten geden­ke.

Ich sage nicht, dass die Sau­dis mor­gen oder in Kür­ze Uran anrei­chern wol­len, aber sie wol­len sich auch nicht zu etwas ver­pflich­ten, dass es ihnen ver­bie­ten wür­de, dass zu tun”, sag­te zudem nach Anga­ben des Midd­le East Moni­tor ein hoch­ran­gi­ger sau­di­scher Offi­zi­el­ler gegen­über dem Wall Street Jour­nal.

Bei der eili­gen Geschäf­tig­keit Per­rys dürf­te es auch dar­um gehen, Kon­kur­ren­ten aus Chi­na oder Russ­land aus­zu­ste­chen. Mit­te Dezem­ber unter­zeich­ne­ten der staat­li­che rus­si­sche Atom­ener­gie-Kon­zern Ros­atom und Riad eine Absichts­er­klä­rung “zur fried­li­chen Nut­zung der Kern­ener­gie”. Auch Frank­reich und Süd­ko­rea bekun­de­ten ihr Inter­es­se an einer Koope­ra­ti­on mit Sau­di-Ara­bi­en.

Bei den nuklea­ren Ambi­tio­nen Riads spielt der Iran eine pro­mi­nen­te Rol­le, da es nach Ansicht Sau­di-Ara­bi­ens gilt, des­sen wach­sen­den Ein­fluss in der Regi­on ein­zu­däm­men. Die geo­po­li­ti­sche Kom­po­nen­te ver­leiht den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen ihre beson­de­re Bri­sanz. Der­weil mach­te Tel Aviv bereits deut­lich wem es den Zuschlag wünscht :

Wir haben ein Inter­es­se dar­an, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und nicht etwa Chi­na oder Russ­land den sau­di­schen nuklea­ren Markt betre­ten”, erklär­te etwa Yoel Guz­an­sky, ehe­ma­li­ger israe­li­scher Staats­die­ner und nun tätig am Insti­tut für natio­na­le Sicher­heits­stu­di­en in Tel Aviv.

Wäh­rend Sau­di-Ara­bi­en, auch auf­grund der Aus­sicht auf äußerst lukra­ti­ve Geschäf­te, nun allen Grund hat, auf die vol­le nuklea­re Unter­stüt­zung Washing­tons zu hof­fen, gaben sich die USA unter ande­rem im Fall der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te wesent­lich restrik­ti­ver. Die ent­spre­chen­den nuklea­ren Nicht­ver­brei­tungs­richt­li­ni­en, fest­ge­hal­ten in Arti­kel 123 der US-ame­ri­ka­ni­schen Atom­ener­gie-Ver­ord­nung aus dem Jahr 1954, ver­hin­der­ten bis­lang, dass Sau­di-Ara­bi­en und die Ver­ei­nig­ten Staa­ten eben­falls ins nuklea­re Geschäft kamen.

Die Mon­ar­chie am Per­si­schen Golf ver­fügt bereits seit gerau­mer Zeit über Trä­ger­ra­ke­ten, die mit nuklea­ren Spreng­köp­fen bestückt wer­den kön­nen. Zudem war es Sau­di-Ara­bi­en, dass etwa das paki­sta­ni­sche Atom­waf­fen­ar­se­nal finan­zier­te. Wäh­rend­des­sen berich­tet der Midd­le East Moni­tor, dass aktu­ell etwa 10.000 sau­di­sche Sol­da­ten von der paki­sta­ni­schen Armee aus­ge­bil­det wür­den. Dies erhär­te Hin­wei­se auf eine ver­stärk­te mili­tä­ri­sche Koope­ra­ti­on zwi­schen Riad und Islam­abad.

Die US-Regie­rung prä­sen­tiert Sau­di-Ara­bi­en als einen Part­ner im Kampf gegen den isla­mi­schen Extre­mis­mus, aber die Wahr­heit ist, dass die Sau­dis die wich­tigs­ten Lie­fe­ran­ten der fun­da­men­ta­lis­ti­schen reli­giö­sen Dok­trin waren, die den Samen des Ter­ro­ris­mus in der ara­bi­schen Welt ver­brei­te­te”, zeigt sich For­eign Poli­cy über­zeugt.

Jedes ato­ma­re Abkom­men zwi­schen Riad und Washing­ton müss­te im Erfolgs­fall inner­halb von 90 Tagen vom US-Kon­gress abge­seg­net wer­den. Der sich nun mut­maß­lich anbah­nen­de Deal wird der­weil von Poli­ti­kern und Juris­ten kri­ti­siert, die sich gegen die Umge­hung der eige­nen nuklea­ren Nicht­ver­brei­tungs­dok­trin wen­den. Zu ihnen zählt unter ande­rem der demo­kra­ti­sche US-Sena­tor Ed Mar­key aus Mas­sa­chu­setts.

Am Mon­tag erbat Mar­key von der Trump-Admi­nis­tra­ti­on Details in Bezug auf die mög­li­che Unter­zeich­nung eines ato­ma­ren Koope­ra­ti­ons­ab­kom­mens zwi­schen Washing­ton und Riad :

Der Kon­gress wird im Dun­keln gelas­sen, was die Details angeht, war­um wir mög­li­cher­wei­se unse­re Nicht­ver­brei­tungs­zie­le und -Stan­dards über­den­ken”, erklär­te Mar­key in einem Schrei­ben an Per­ry und Außen­mi­nis­ter Rex Til­ler­son.

Der Besuch des sau­di­schen Kron­prin­zen Moham­med bin Sal­man in Washing­ton wird noch im lau­fen­den Monat erwar­tet.

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Feuer und Zorn” — US-Autor Michael Wolff präsentiert Buch zur Trump-Regierung


Das Publi­kum in Ber­li­ner Volks­büh­ne lacht. Die Lesung des bio­gra­fi­schen Buches über den US-Prä­si­den­ten am 26. Febru­ar füll­te den Saal. Der umstrit­te­ne Jour­na­list genießt in sei­nem Hei­mat­land den Ruf, ein Klatsch-Autor zu sein, der es nicht so genau mit Details nimmt und vie­les aus sei­ner eige­nen Sicht­wei­se hin­ein­in­ter­pre­tiert. Mit sei­nem neus­ten Werk hat er einen Best­sel­ler gelan­det, das in der Pres­se als ein “Ent­hül­lungs­buch” gefei­ert wird. Er reist nun auch durch Deutsch­land, um sein Werk vor­zu­stel­len. RT Deutsch-Repor­te­rin Maria Jans­sen fragt, wie das Buch im Publi­kum ange­kom­men ist.

RT Deutsch


Hunderte Geiseln” in Ost-Ghuta – Syrische Armee will Feuer einstellen


Nach der Ver­kün­dung der Feu­er­pau­se regis­triert das rus­si­sche Mili­tär eine Eska­la­ti­on der Gewalt im syri­schen Ost-Ghu­ta. In der umkämpf­ten Ort­schaft bei Damas­kus wer­den Hun­der­te Zivi­lis­ten, dar­un­ter Frau­en und Kin­der, von bewaff­ne­ten Extre­mis­ten als Gei­seln gehal­ten.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Feuer und Panik : Dieses Gerät sorgt für Schock in chinesischem Flugzeug — VIDEO


Als Pas­sa­gie­re am Sonn­tag gera­de in die Maschi­ne der Flug­ge­sell­schaft Chi­na Sou­thern Air­lines ein­stie­gen, hat eine Han­dy-Bat­te­rie direkt in der Gepäck­ab­la­ge Feu­er gefan­gen. Den Kampf einer Flug­be­glei­te­rin mit den Flam­men hielt ein Augen­zeu­ge auf Video fest.
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Feuer in Clinton-Residenz


Preview Am Mitt­woch brach ein Feu­er in der Clin­ton-Resi­denz in Chap­pa­qua (New York) aus. Über die Ursa­che und das Aus­maß des Scha­dens ist bis­her nichts bekannt. Berich­te über Ver­letz­te gibt es nicht. Die Nach­richt ver­an­lass­te Nut­zer der sozia­len Medi­en zu sar­kas­ti­schen Kom­men­ta­ren.
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