Facebook-Chef Zuckerberg fordert staatliche Regulierung des Internets (Video)


Mehr zum The­ma — Ein Jahr Cam­bridge Ana­ly­ti­ca : Kei­ne Ände­run­gen bei Face­book (Video)

Dabei war schon sein eige­nes Unter­neh­men nicht in der Lage, kri­ti­sche Inhal­te zu fil­tern, ohne dabei die Mei­nungs­frei­heit ein­zu­schrän­ken. Face­book steht nach diver­sen Skan­da­len unter Druck. Zucker­bergs Vor­schlag könn­te der Ver­such sein, mög­li­che Maß­nah­men gegen das Unter­neh­men auf das gesam­te Inter­net und somit auf alle Kon­kur­ren­ten aus­zu­wei­ten.

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Hinterhof-Hegemon fordert : “Hände weg von Venezuela!” (Video)


Auf Bit­te der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung befin­den sich der­zeit etwa 100 rus­si­sche Sol­da­ten auf der Grund­la­ge eines fast 20 Jah­re alten Ver­tra­ges in Vene­zue­la. Washing­ton sieht dar­in eine unzu­läs­si­ge aus­län­di­sche Ein­mi­schung.

Mehr zum The­ma — UN-Men­schen­rechts-Kom­mis­sa­rin warnt vor “Ersti­ckung” Vene­zue­las durch US-Sank­tio­nen

Russ­land muss raus”, for­dert US-Prä­si­dent Donald Trump. Sein Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo twit­ter­te : “Hän­de weg von Vene­zue­la!”. Auch US-Medi­en wie das Wall Street Jour­nal ver­bit­ten sich die Ein­mi­schung ande­rer Staa­ten im “Hin­ter­hof” der USA. Bereits ver­gan­ge­ne Woche hat­te US-Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton erklärt, dass die USA “kei­ne Ein­mi­schung von außen in Vene­zue­la” dul­de­ten – wäh­rend das Wei­ße Haus wei­ter flei­ßig am Régime Chan­ge in Vene­zue­la und der wei­te­ren Desta­bi­li­sie­rung des Lan­des arbei­tet.

Mehr zum The­ma — Bun­des­pres­se­kon­fe­renz zu Vene­zue­la : Das Aus­wär­ti­ge Amt ver­lo­ren im eige­nen Lügen­ge­flecht

RT Deutsch


Mord an Khashoggi : UN-Ermittlerin fordert von Saudi-Arabien öffentlichen Prozess


Der sau­di­sche Jour­na­list Jamal Khash­og­gi galt als Kri­ti­ker des sau­di­schen Königs­hau­ses und leb­te aus Angst vor Repres­sa­li­en in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Nach­dem er am 2. Okto­ber letz­ten Jah­res das sau­di­sche Kon­su­lat in Istan­bul betre­ten hat­te, wur­de er nicht mehr lebend gese­hen. Vor dem Gebäu­de war­te­te sei­ne Ver­lob­te ver­geb­lich dar­auf, dass Jamal mit den Schei­dungs­pa­pie­ren her­aus­kommt. Die CIA kam zu dem Ergeb­nis, dass der Mord von Kron­prinz Moham­med bin Sal­man ange­ord­net wur­de. US-Prä­si­dent Donald Trump zeig­te sich von der Unschuld des Kron­prin­zen über­zeugt. 

Bis­lang wur­den in Sau­di-Ara­bi­en elf unbe­nann­te Ver­däch­ti­ge im Novem­ber ange­klagt. Fünf von ihnen droht die Todes­stra­fe. Saud al-Qahta­ni, ein Hel­fer des Kron­prin­zen, der eine Rol­le im Mord an dem unlieb­sa­men Jour­na­lis­ten gespielt haben soll und danach sei­nen Pos­ten ver­lor, ist nicht unter den elf Ange­klag­ten. 

Agnès Call­amard, Men­schen­rechts­ex­per­tin bei den Ver­ein­ten Natio­nen und UN-Son­der­be­richt­erstat­te­rin für außer­ge­richt­li­che Hin­rich­tun­gen, for­dert Sau­di-Ara­bi­en auf, den Pro­zess im Mord­fall öffent­lich zu machen : 

Die Regie­rung Sau­di-Ara­bi­ens irrt sich zutiefst, wenn sie glaubt, dass die­ses Ver­fah­ren in sei­ner jet­zi­gen Form die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft zufrie­den­stel­len wird, ent­we­der in Bezug auf die Ver­fah­rens­ge­rech­tig­keit noch nach inter­na­tio­na­len Stan­dards oder in Bezug auf die Gül­tig­keit ihrer Schluss­fol­ge­run­gen. 

Die sterb­li­chen Über­res­te Khash­og­gis wur­den nie gefun­den. Er soll nach einem bru­ta­len Ver­hör zer­stü­ckelt wor­den sein. Der For­de­rung der Ver­ein­ten Natio­nen wird Sau­di-Ara­bi­en wohl nicht nach­ge­kom­men. Exper­ten erwar­ten einen Schau­pro­zess ohne Aus­sa­gen des Kron­prin­zen. 

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74 Jahre nach Shoa : Ex-Berater Netanjahus fordert deutsche Reparationszahlungen des DDR-Anteils


Isra­el for­der­te kurz nach der Staats­grün­dung von bei­den deut­schen Staa­ten 1,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Wie­der­gut­ma­chungs­zah­lun­gen für die began­ge­nen Ver­bre­chen wäh­rend der NS-Zeit, was heu­te unge­fähr 57 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ent­sprä­che. Die­se For­de­rung stell­te Isra­el aber an die west­li­chen Sie­ger­mäch­te des Zwei­ten Welt­krie­ges, in der Hoff­nung, dass sie die Deut­schen dazu brin­gen, die For­de­run­gen durch­zu­set­zen. Ein ande­rer Aspekt die­ser Vor­ge­hens­wei­se war der Umstand, dass die israe­li­schen Regie­rungs­ver­tre­ter nicht direkt mit den Deut­schen an einem Tisch sit­zen woll­ten. Der Hass und der Schmerz saßen noch zu tief.

Wie Prof. Dr. Con­stan­tin Gosch­ler, Pro­fes­sor für Zeit­ge­schich­te an der Ruhr-Uni­ver­si­tät in Bochum, in sei­nem Bei­trag zum Zustan­de­kom­men des Luxem­bur­ger Abkom­mens (Wie­der­gut­ma­chungs­ab­kom­men zwi­schen Deutsch­land und Isra­el) schreibt, blieb den Israe­lis aber kei­ne ande­re Wahl. Die Sie­ger­mäch­te lehn­ten es 1951 ab, die israe­li­schen For­de­run­gen durch­zu­set­zen. Isra­el soll­te “not­ge­drun­gen in direk­te Gesprä­che mit Bonn ein­tre­ten”, wie Prof. Dr. Gosch­ler schreibt.

Die DDR zeig­te sich nicht bereit, auf sol­che Gesprä­che über­haupt ein­zu­ge­hen. West­deutsch­land hin­ge­gen war enor­mem Druck der USA aus­ge­setzt, und so erklär­te sich Bun­des­kanz­ler Kon­rad Ade­nau­er im Sep­tem­ber 1951 bereit, mit Isra­el in Ver­hand­lung zu tre­ten. Aller­dings wür­de Bonn “nur” zwei Drit­tel, also eine Mil­li­ar­de US-Dol­lar, als Ver­hand­lungs­grund­la­ge akzep­tie­ren, was einem dama­li­gen Gegen­wert von etwa 4,2 Mil­li­ar­den DM ent­sprach.

Die Argu­men­ta­ti­on für die­se Aus­gangs­la­ge basier­te dar­auf, dass West­deutsch­land etwa zwei Drit­tel des gesamt­deut­schen Ter­ri­to­ri­ums aus­mach­te und etwa das glei­che Ver­hält­nis bei der deut­schen Bevöl­ke­rung vor­lag, wäh­rend Ost­deutsch­land – die dama­li­ge DDR – ein Drit­tel aus­mach­te.

Auf neu­tra­lem Boden in Luxem­burg wur­den schließ­lich über sechs Mona­te Ver­hand­lun­gen geführt, bis am 10. Sep­tem­ber das Luxem­bur­ger Abkom­men (oder auch Wie­der­gut­ma­chungs­ab­kom­men) von Ade­nau­er und dem israe­li­schen Außen­mi­nis­ter Mosche Scha­ret sowie Nahum Gold­mann, dem Prä­si­den­ten der Jewish Claims Con­fe­rence, unter­zeich­net wur­de. Die DDR war nicht Ver­trags­par­tei die­ses Abkom­mens.

Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­pflich­te­te sich gemäß dem Luxem­bur­ger Abkom­men zu einer Zah­lung von ins­ge­samt 3,45 Mil­li­ar­den DM, die über einen Zeit­raum von 14 Jah­ren geleis­tet wer­den soll­te.

Nun for­dert aber Aha­ron Mor, ehe­ma­li­ger Bera­ter des israe­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Netan­ja­hu im natio­na­len Bera­tungs­gre­mi­um für die Resti­tu­ti­on der Rech­te und jüdi­schen Eigen­tums, von der deut­schen Regie­rung, dass sie für das “feh­len­de Drit­tel” auf­kommt. Gemeint ist damit das eine Drit­tel der ursprüng­li­chen Gesamt­for­de­rung von 1,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, die von der Ade­nau­er-Regie­rung 1951 “nur” zu zwei Drit­teln als Ver­hand­lungs­grund­la­ge akzep­tiert wur­de. Obwohl die ehe­ma­li­ge Deut­sche Demo­kra­ti­sche Repu­blik (DDR) weder Ver­hand­lungs­part­ner war noch das Luxem­bur­ger Abkom­men von 1952 unter­zeich­net hat­te, spricht Mor von einer “Schuld des ehe­ma­li­gen Ost­deutsch­lands”. Die­se “Schuld” wer­de gegen­wär­tig auf etwa 19 Mil­li­ar­den US-Dol­lar geschätzt.

Für den in Polen gebo­re­nen Aha­ron Mor, der nebst sei­ner Tätig­keit Vor­stands­mit­glied des European Sho­ah Lega­cy Insti­tu­te (ESLI) auch noch als Major (res.) in der Ein­heit des Armee­spre­chers dient, steht fest :

Es ist eine völ­ker­recht­li­che Ver­pflich­tung, der die Bun­des­re­gie­rung gegen­über Isra­el nach­kom­men muss. Durch die Rück­zah­lung der Schul­den könn­te Isra­el die Kos­ten für die U-Boo­te und Schif­fe aus Deutsch­land finan­zie­ren (und) dadurch zwei Mil­li­ar­den US-Dol­lar für die israe­li­schen Steu­er­zah­ler ein­spa­ren. Zusätz­lich könn­te die­ses Geld hel­fen, um die geplan­ten Stei­ge­run­gen des Ver­tei­di­gungs­bud­gets zu finan­zie­ren, und Holo­caust-Über­le­ben­den für den Rest ihres Lebens hel­fen.

In sei­nem Bei­trag schreibt Mor, es sei “unvor­stell­bar”, dass “Isra­el die­se rie­si­ge deut­sche Schuld auf­ge­ben wür­de”. Dabei “kor­re­spon­diert” die­se israe­li­sche For­de­rung doch mit “Deutsch­lands Ver­pflich­tung für Isra­els Sicher­heit und Über­le­ben”. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de bei einer Son­der­sit­zung des Kabi­netts für Poli­tik und Sicher­heit der Vor­schlag unter­brei­tet, dass die Finan­zie­rung der geplan­ten Erhö­hung des Ver­tei­di­gungs­bud­gets für die nächs­ten zehn Jah­re durch einen deut­schen Zuschuss sicher­ge­stellt wer­den könn­te.

Wei­ter­hin schreibt er, dass im Janu­ar 1990, kurz nach der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung, der israe­li­sche Außen­mi­nis­ter Mosche Arens sei­nen Amts­kol­le­gen Hans-Diet­rich Gen­scher auf die­ses “feh­len­de Drit­tel” ange­spro­chen hat­te. Gen­scher soll ihm geant­wor­tet haben, dass man die Ange­le­gen­heit inner­halb der Regie­rung und im Bun­des­tag bespre­chen wer­de, wenn die israe­li­sche Regie­rung offi­zi­ell bei der deut­schen Regie­rung des­we­gen anfragt. Doch bis zum heu­ti­gen Tage habe sich die israe­li­sche Regie­rung nie dazu geäu­ßert, kri­ti­siert Mor.

Wie­der­holt hält der ehe­ma­li­ge Bera­ter Netan­ja­hus fest :

Das ver­ei­nig­te Deutsch­land hat selbst alle Ver­pflich­tun­gen von Ost­deutsch­land über­nom­men, ein­schließ­lich des feh­len­den Drit­tels. Des­halb ist Deutsch­land nach inter­na­tio­na­lem Recht dazu ver­pflich­tet, Isra­el jetzt die­ses feh­len­de Drit­tel zu bezah­len. Es gibt einen Prä­ze­denz­fall, als Deutsch­land Isra­el mit kos­ten­lo­sen Gütern belie­fert hat­te, wie als es die ers­ten zwei U-Boo­te nach dem ers­ten Golf­krieg lie­fer­te. Der Jour­na­list Eldad Beck behaup­tet in ‘Der Kanz­ler’, dass Deutsch­land bis jetzt sämt­li­chen israe­li­schen Anfra­gen nach­ge­kom­men ist. Es wäre in die­ser Situa­ti­on selt­sam, dass das Kabi­nett den Vor­schlag, das feh­len­de Drit­tel zu ver­lan­gen, igno­rie­ren wür­de, ohne es zuerst mit der deut­schen Regie­rung bespro­chen zu haben.

Ob Isra­el über­haupt einen Anspruch aus einer For­de­rung ablei­ten könn­te, die vor knapp 70 Jah­ren gestellt wur­de und als Ver­hand­lungs­grund­la­ge der dama­li­gen west­deut­schen Regie­rung zu zwei Drit­teln aner­kannt wur­de, ist indes­sen unge­wiss. Soll­te die israe­li­sche Regie­rung dem Drän­gen von Aha­ron Mor nach­ge­ben und eine offi­zi­el­le Anfra­ge an Ber­lin stel­len, dürf­te der Fall die hie­si­gen Staats­recht­ler vor die­se Fra­ge stel­len : Kann eine For­de­rung, die an die DDR gestellt und von die­ser nie aner­kannt wur­de, nun an das ver­ei­nig­te Deutsch­land gestellt wer­den ? 

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Nach US-Erklärung zu den Golanhöhen : Syrien fordert Klarheit von den UN


US-Prä­si­dent Donald Trump unter­zeich­ne­te am Mon­tag eine Pro­kla­ma­ti­on, wonach die Ver­ei­nig­ten Staa­ten Isra­el die Golan­hö­hen zuspre­chen. Syri­en for­dert ange­sichts der Aner­ken­nung der israe­li­schen Besat­zung durch die USA eine Dring­lich­keits­sit­zung, um “die Situa­ti­on im besetz­ten syri­schen Golan und die jüngs­te fla­gran­te Ver­let­zung der Reso­lu­ti­on des zustän­di­gen Sicher­heits­ra­tes durch einen stän­di­gen Mit­glieds­staat zu dis­ku­tie­ren.” Isra­el besetz­te die syri­schen Golan­hö­hen 1967 im ara­bisch-israe­li­schen Krieg und hält bis heu­te noch Zwei­drit­tel des erober­ten Gebiets. 

Der liba­ne­si­sche His­bol­lah-Chef Hassan Nas­ral­lah warn­te Syri­en, dass die ein­zi­ge Mög­lich­keit, um das Land wie­der­zu­be­kom­men, der Wider­stand sei. Die Ent­schei­dung von Donald Trump sei ein “deut­li­cher Wen­de­punkt im ara­bisch-israe­li­schen Kon­flikt.” Für den Frie­dens­pro­zess bedeu­te er ein “k. o.”. Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Bel­gi­en, Deutsch­land und Polen erklär­ten, dass sie wei­ter­hin den Stand­punkt ver­tre­ten, bei den Golan­hö­hen hand­le es sich um von Isra­el besetz­tes syri­sches Gebiet. 

Die Unter­zeich­nung der Aner­ken­nung fand wäh­rend des Besuchs von Isra­els Minis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Netan­ja­hu in Washing­ton statt. Für Netan­ja­hu, der ange­sichts der Vor­wür­fe der Kor­rup­ti­on in der Kri­tik steht, hät­te dies ein Wahl­ge­schenk für die Wah­len am 9. April sein kön­nen. Aber wäh­rend Netan­ja­hu in den USA weil­te, eska­lier­te der israe­lisch-paläs­ti­nen­si­sche Kon­flikt in sei­ner Hei­mat. 

Die Golan­hö­hen : Syri­sches Staats­ge­biet – von Isra­el besetzt (Video)

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Späte Wiedergutmachung : Jewish Claims Conference fordert Rückgabe von Grundstücken in Cottbus


Die Jewish Claims Con­fe­rence (JCC) wur­de im Jahr 1951 gegrün­det und ver­tritt die Inter­es­sen der jüdi­schen Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus und die Ent­schä­di­gungs­an­sprü­che der Über­le­ben­den sowie derer Nach­kom­men. Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung wur­de die Rück­ga­be von 200.000 jüdi­schen Ver­mö­gens­wer­ten, größ­ten­teils Immo­bi­li­en, aus den Gebie­ten der ehe­ma­li­gen DDR gefor­dert. Über 4.000 For­de­run­gen sind noch unge­löst. Ein in Ber­lin ansäs­si­ger israe­li­scher Jour­na­list, Itay Mashiach, begab sich in das 1.500-Seelendorf Groß Gag­low (Cott­bus, Bran­den­burg) und berich­te­te in den israe­li­schen Haa­retz-Nach­rich­ten von sei­nen Begeg­nun­gen mit unbe­schol­te­nen Rent­nern, die “nichts mit den NS-Ver­bre­chen zu tun hat­ten.” 

Die JCC plant, die Grund­stü­cke auf Auk­tio­nen zu ver­stei­gern. Der Erlös soll den letz­ten Über­le­ben­den der NS-Ver­bre­chen zugu­te­kom­men. Dabei han­delt es sich noch um vier Gebäu­de. Ins­ge­samt 30 Häu­ser wur­den auf Grund­stü­cken gebaut, deren Besit­zer 1935 wäh­rend der NS-Herr­schaft wegen ihrer jüdi­schen Abstam­mung ent­eig­net wor­den waren. Danach gin­gen die Grund­stü­cke in den Besitz einer land­wirt­schaft­li­chen Orga­ni­sa­ti­on über, die sie wei­ter­ver­äu­ßer­te. Von den eins­ti­gen Besit­zern gibt es weder Über­le­ben­de noch Erben. Die JCC über­nahm daher die Kla­ge­ein­rei­chung auf Rück­ga­be. Die betrof­fe­nen Anwoh­ner weh­ren sich.

Der Rechts­streit dau­ert nun schon seit 19 Jah­ren an. Eini­ge Bewoh­ner berich­ten, er habe sie krank gemacht. Die ers­te Rück­for­de­rung ging im Jahr 2000 ein. Die von dem israe­li­schen Jour­na­lis­ten inter­view­ten Anwoh­ner wuss­ten nach eige­nen Anga­ben nicht, dass sie Grund­stü­cke erwor­ben haben, die einst einen jüdi­schen Besit­zer hat­ten. Von der Bun­des­re­gie­rung füh­len sie sich im Stich gelas­sen. Die ihnen zuste­hen­de Ent­schä­di­gung für den Ver­lust ihrer Grund­stü­cke ent­spre­che nicht dem tat­säch­li­chen Wert. Zudem müs­sen sie ver­lo­ren­ge­gan­ge­ne Doku­men­te aus den 1930er Jah­ren vor­le­gen. 

Im Jahr 1931 wur­de das Fun­da­ment des ers­ten Hau­ses der jüdi­schen Gemein­de Groß Gag­low fei­er­lich ein­ge­weiht. Die Initia­ti­ve ging von einer Vete­ra­nen­ver­ei­ni­gung ehe­ma­li­ger jüdi­scher Sol­da­ten aus dem Ers­ten Welt­krieg aus. Die erwor­be­nen Grund­stü­cke wur­den in Par­zel­len unter­teilt, damit die neu­en jüdi­schen Besit­zer die­se bepflan­zen und Land­wirt­schaft betrei­ben konn­ten. Rund 30 Fami­li­en fan­den hier ein neu­es Zuhau­se. 1935 ord­ne­te der Land­wirt­schafts­mi­nis­ter des Drit­ten Rei­ches an, dass der Besitz der Län­de­rei­en an eine nicht-jüdi­sche Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­ti­on über­ge­hen muss. Eini­gen Fami­li­en gelang die Flucht nach Süd­ame­ri­ka und Paläs­ti­na. Ande­re wur­den depor­tiert und star­ben in den Ver­nich­tungs­la­gern der Natio­nal­so­zia­lis­ten. 

Nach deut­schem Recht wird, wenn die Kri­te­ri­en für eine Rück­ga­be erfüllt sind, ein Ver­fah­ren zur staat­li­chen Ent­schä­di­gung des gesetz­li­chen Erben ein­ge­lei­tet. Es muss fest­ge­stellt wer­den, ob die Immo­bi­lie nach Mai 1945 in gutem Glau­ben erwor­ben wor­den ist. Die Bun­des­re­gie­rung zahl­te der JCC bereits eine Ent­schä­di­gung für 26 von den ins­ge­samt 30 betrof­fe­nen Grund­stü­cken. Vier der Grund­stü­cke aber wur­den schon in den 1930er Jah­ren erwor­ben. Die Kauf­in­ter­es­sen­ten muss­ten nach­wei­sen, dass sie “poli­tisch zuver­läs­sig” sind. Dabei half auch der Bei­tritt in die NS-Par­tei. 

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UN-Kommission fordert von Israel Stopp tödlicher Gewalt gegen Palästinenser


UN-Exper­ten haben Isra­el vor­ge­wor­fen, bei den Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen der israe­li­schen Armee und den pro­tes­tie­ren­den Paläs­ti­nen­sern an der Gren­ze zum Gaza­strei­fen vor knapp einem Jahr mut­maß­lich Kriegs­ver­bre­chen began­gen zu haben und neue Ein­satz­re­geln für das israe­li­sche Mili­tär gefor­dert. Dies mel­det die Nach­rich­ten­agen­tur dpa am Mon­tag.
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China fordert Europa zu Widerspruch gegenüber US-Drohungen gegen Deutschland auf


Alt-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der hat die Dro­hung der USA kri­ti­siert, Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen zurück­zu­hal­ten, falls Ber­lin chi­ne­si­sche Fir­men beim Auf­bau des schnel­len 5G-Mobil­funk­net­zes betei­ligt. “Das ist eine so unver­fro­re­ne Erpres­sung”, sag­te der SPD-Poli­ti­ker am Diens­tag­abend bei einer Han­dels­blatt-Ver­an­stal­tung in Ber­lin. Die Dro­hung aus Washing­ton bedeu­te : “Weil ihr nicht pariert, sagen wir es euch nicht.” Die US-Regie­rung erwar­te aus rein wirt­schafts­po­li­ti­schen Grün­den, dass sich Deutsch­land an ihre Sei­te bege­be.

US-Bot­schaf­ter Richard Grenell soll nach einem Bericht des Wall Street Jour­nal in einem Brief an Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) ange­kün­digt haben, der Aus­tausch von Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen und ande­rer Daten kön­ne nicht mehr im bis­he­ri­gen Umfang erfol­gen, wenn der chi­ne­si­sche Kon­zern Hua­wei oder ande­re chi­ne­si­sche Anbie­ter beim Auf­bau des 5G-Net­zes in Deutsch­land betei­ligt wür­den. Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat­te dar­auf­hin gesagt, die Regie­rung wol­le sich beim Aus­bau des schnel­len 5G-Mobil­funk­net­zes mit sei­nen Part­nern abspre­chen. Zen­tral sei die Sicher­heit beim 5G-Aus­bau.

Das Wei­ße Haus unter­stellt dem chi­ne­si­schen Tele­kom-Rie­sen Hua­wei, über sei­ne Tele­kom-Pro­duk­te spio­nie­ren oder sabo­tie­ren zu kön­nen. Bewei­se dafür lie­gen aber nicht vor.

In Chi­na bezeich­ne­te die par­tei­na­he Zei­tung Glo­bal Times den Brief des US-Bot­schaf­ters am Mitt­woch als “selbst­süch­tig” und “über­heb­lich”. Euro­pa müs­se den Mut haben, sich von den USA zu distan­zie­ren und gleich­zei­tig Bezie­hun­gen zu Chi­na und Russ­land auf­bau­en. “Die Welt ver­än­dert sich, und so soll­te sich die Stra­te­gie Euro­pas ver­än­dern”, schrieb das Blatt wei­ter. Deutsch­land wür­de von Hua­wei pro­fi­tie­ren, da durch den chi­ne­si­schen Kon­zern die Kon­struk­ti­on eines 5G-Net­zes güns­ti­ger wer­de und schnel­ler umge­setzt wer­den kön­ne.

Schrö­der sag­te, wenn er der­zeit Kanz­ler wäre, wür­de er dafür strei­ten, “dass Euro­pa eine rela­ti­ve Unab­hän­gig­keit von der ame­ri­ka­ni­schen Außen- und Wirt­schafts­po­li­tik erreicht”. Man habe ande­re Inter­es­sen bezo­gen auf Chi­na. “Wir haben auch ande­re Inter­es­sen bezo­gen auf Russ­land”, sag­te Schrö­der, der auch Auf­sichts­rats­chef bei Nord Stream, dem Betrei­ber der gleich­na­mi­gen deutsch-rus­si­schen Ost­see­pipe­line, ist. Russ­land sei als Markt wich­tig für Deutsch­land. Es sei aber auch außen­po­li­tisch nötig, die Nähe zu Mos­kau auf­recht­zu­er­hal­ten.

Wir kön­nen uns einem Russ­land-Bashing nicht anschlie­ßen, wie das die Ame­ri­ka­ner von uns erwar­ten.”

Deutsch­land kön­ne mit den gro­ßen Wirt­schafts­mäch­ten USA und Chi­na nur mit­hal­ten, wenn es die euro­päi­sche Kar­te zie­he und Füh­rung in Euro­pa über­neh­me, sag­te Schrö­der. Jedes euro­päi­sche Land sei in Sachen Wirt­schafts­kraft ein Zwerg ver­gli­chen mit den USA und dem auf­stre­ben­den Chi­na.

Und mit Zwer­gen geht man nicht immer freund­lich um, son­dern man stellt sie in den Gar­ten.”

Ähn­lich äußer­te sich der Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der deut­schen Indus­trie (BDI) Die­ter Kempf. Er sag­te der Pas­sau­er Neu­en Pres­se, Deutsch­land kön­ne nur im Ver­bund mit einem star­ken geein­ten Euro­pa in Zukunft Chi­na und den USA Paro­li bie­ten. Ent­schei­dend sei, dass Euro­pa mit einer Stim­me spre­che : “Machen wir uns selbst klein oder las­sen wir uns aus­ein­an­der­di­vi­die­ren, dann wer­den wir gegen­über den USA wie auch gegen­über Chi­na immer klein blei­ben.” Mit Chi­na befin­de sich Deutsch­land “in einer Sys­tem-Kon­kur­renz”. Er hal­te “eine fak­ten­ba­sier­te Part­ner­schaft mit dem Land für belast­bar”.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te als Reak­ti­on auf das poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Macht­stre­ben Chi­nas am Diens­tag einen Zehn-Punk­te-Plan zur Stär­kung der euro­päi­schen Inter­es­sen vor­ge­legt. Kon­kret schlägt die Brüs­se­ler Behör­de zum Bei­spiel vor, die Ver­ga­be öffent­li­cher Auf­trä­ge stär­ker an Arbeits- und Umwelt­stan­dards zu knüp­fen. Um die Sicher­heit beim Aus­bau des schnel­len 5G-Mobil­funk­net­zes zu gewäh­ren, will die Kom­mis­si­on in Kür­ze einen gemein­sa­men EU-Ansatz vor­schla­gen. Dabei dürf­te es vor allem um den Umgang mit dem chi­ne­si­schen Tele­kom-Rie­sen Hua­wei gehen.

Das neue stra­te­gi­sche Kon­zept der EU-Kom­mis­si­on soll im Ide­al­fall bereits Ende der kom­men­den Woche beim Gip­fel der Staats- und Regie­rungs­chefs in Brüs­sel gebil­ligt wer­den. Ob die zehn Punk­te dann alle umge­setzt wer­den, gilt jedoch als frag­lich.

(dpa/rt deutsch)

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Venezuela : Selbsternannter Präsident Guaidó fordert offen ausländische Militärintervention (Video)


Mehr zum The­ma — Main­stream räumt ein : US-Hilfs­lie­fe­rung für Vene­zue­la von Oppo­si­tio­nel­len ange­zün­det

Ver­schie­de­ne Spit­zen­po­li­ti­ker der Ver­ei­nig­ten Staa­ten geben wei­ter­hin an, bezüg­lich Vene­zue­las lie­gen alle Optio­nen auf dem Tisch. Die Unter­stüt­zung für eine sol­che Akti­on fällt jedoch eher klein aus. Selbst inner­halb der vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­ti­on ist eine Inter­ven­ti­on umstrit­ten.

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