Bruder des nicaraguanischen Präsidenten fordert Entwaffnung der Paramilitärs


Die Regie­rung kann irre­gu­lär Bewaff­ne­te nicht zulas­sen oder gar für recht­mä­ßig erklä­ren”, sag­te Hum­ber­to Orte­ga, der von 1979 bis 1995 Chef der Streit­kräf­te gewe­sen war. Nur das Mili­tär und die natio­na­le Poli­zei sei­en von der Ver­fas­sung her als bewaff­ne­te Insti­tu­tio­nen erlaubt. Auch UNO-Ver­tre­ter hat­ten kürz­lich die töd­li­chen Zusam­men­stö­ße zwi­schen Regie­rungs­kräf­ten und Demons­tran­ten scharf kri­ti­siert und dabei auch den Ein­satz regie­rungs­na­her, para­mi­li­tä­ri­scher Grup­pen ver­ur­teilt.

Bei den seit April andau­ern­den Pro­tes­ten gegen Prä­si­dent Orte­ga sol­len nach Anga­ben von Men­schen­recht­lern bis­her 448 Men­schen ums Leben gekom­men sein, die meis­ten von ihnen Zivi­lis­ten. Die Pro­tes­te waren von einer umstrit­te­nen Sozi­al­re­form Mit­te April aus­ge­löst wor­den. Die Regie­rung zog sie schließ­lich zurück, doch die Demons­tran­ten began­nen einen Rück­tritt der Staats­füh­rung zu for­dern. (dpa)

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Russischer Flottenchef fordert : Fernost umbenennen


Der Kom­man­deur der rus­si­schen Pazi­fik­flot­te Ser­gej Awak­janz hat dazu auf­ge­for­dert, den rus­si­schen Fer­nen Osten umzu­be­nen­nen. Der im 19. Jahr­hun­dert gepräg­te Begriff tref­fe nicht mehr zu, argu­men­tier­te der Admi­ral am Frei­tag bei der Eröff­nung der Mari­ne­mes­se Inter­na­tio­nal Far Eas­tern Mari­ti­me Show in Wla­di­wos­tok.
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Hitzewelle in Japan fordert Menschenleben : Acht Tote, Tausende von Hitzschlag betroffen


Die hohen Tem­pe­ra­tu­ren von teil­wei­se bis zu 38,8 Grad Cel­si­us und sehr hohe Luft­feuch­tig­keit auf der Insel führ­ten inner­halb von zwei Tagen bei rund 3.500 Men­schen zu Hitz­schlag und Erschöp­fung. Sogar die ansons­ten deut­lich küh­le­re nörd­li­che Insel Hok­kai­do hat sich mit einer Höchst­tem­pe­ra­tur von 37,1°C in einen Back­ofen ver­wan­delt, berich­tet Kyo­do News.

Die Hit­ze­wel­le traf meh­re­re Prä­fek­tu­ren und schuf eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung für das Land, das drin­gend eine Erho­lung von töd­li­chen Über­schwem­mun­gen und Schlamm­la­wi­nen benö­tigt, die Japan im Lau­fe der letz­ten Woche heim­ge­sucht hat­ten. Unter den Opfern der Hit­ze­wel­le sind Erst­hel­fer und Räu­mungs­hel­fer, die damit beschäf­tigt waren, die von der vori­gen Natur­ka­ta­stro­phe hin­ter­las­se­ne Zer­stö­rung zu besei­ti­gen. Jetzt sind sie gezwun­gen, wäh­rend der Ret­tungs­ar­bei­ten lan­ge und häu­fi­ge Pau­sen ein­zu­le­gen.

Mehr zum The­ma — Hit­ze­wel­le in Kana­da for­dert mehr als 50 Men­schen­le­ben

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Moskau fordert Informationen zu britischem Porton-Down-Labor


Der Lei­ter der rus­si­schen Dele­ga­ti­on bei der Orga­ni­sa­ti­on für das Ver­bot von Che­mie­waf­fen (OPCW), Geor­gi Kala­ma­now, hat von Lon­don Offen­le­gung der Infor­ma­tio­nen zur Tätig­keit des bri­ti­schen Labors für Che­mie- und Bio­waf­fen­for­schung Por­ton Down gefor­dert.
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Hitzewelle in Kanada fordert mehr als 50 Menschenleben


Die meis­ten Opfer waren den Anga­ben zufol­ge älter als 65 Jah­re und hat­ten chro­ni­sche Vor­er­kran­kun­gen und gesund­heit­li­che Risi­ken. Die Tem­pe­ra­tu­ren waren im Osten Kana­das seit Mitt­woch bei hoher Luft­feuch­tig­keit auf mehr als 34 Grad gestie­gen — etwa zehn Grad höher als die für die­se Jah­res­zeit übli­che Höchst­tem­pe­ra­tur. Zum Wochen­en­de san­ken die Tem­pe­ra­tu­ren aber wie­der, die Hit­ze­wel­le scheint vor­bei zu sein. (dpa)

Mehr zum The­ma —  Hit­ze lässt Auto­bah­nen brö­ckeln

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Konservative Werte-Union im Südwesten fordert Merkels Rücktritt


Deutsch­land ist iso­liert in Euro­pa mit der Ein­wan­de­rungs­po­li­tik und der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen.” Wenn es auf euro­päi­scher Ebe­ne kei­ne Lösung gebe, müs­se eine natio­na­le Lösung her. Es läge dabei kein bes­se­rer Vor­schlag vor als der von Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU).

See­ho­fer will Asyl­be­wer­ber, die bereits in einem ande­ren EU-Land regis­triert sind, an der Gren­ze zurück­wei­sen las­sen. Er wür­de laut CSU nur dann auf die­se Maß­nah­me ver­zich­ten, wenn Mer­kel (CDU) kurz­fris­tig eine euro­päi­sche Rege­lung aus­han­delt, die aus Sicht der Christ­so­zia­len die glei­che Wir­kung ent­fal­ten wür­de.

Mehr zum The­ma — Rem­mi­dem­mi im Kabi­nett : See­ho­fer warnt Mer­kel vor Ent­las­sung

Die Wer­te-Uni­on Baden-Würt­tem­berg for­der­te CDU-Bun­des­vi­ze Tho­mas Stro­bl auf, sich öffent­lich von Mer­kel zu distan­zie­ren und eine kurz­fris­ti­ge Nach­fol­ge für die Kanz­le­rin sicher­zu­stel­len. Stro­bl ist auch baden-würt­tem­ber­gi­scher CDU-Lan­des­chef. Die Wer­te-Uni­on hat nach Kap­pels Anga­ben im Süd­wes­ten rund 200 Mit­glie­der, die aus­schließ­lich aus der CDU und deren ange­schlos­se­nen Ver­bän­den kom­men. Sie sieht sich als Ver­tre­tung der kon­ser­va­ti­ven Strö­mung in der Par­tei. (dpa)

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Auf dem Weg zur Party-Insel : 20 Passagiere randalieren an Bord – Fluglinie fordert Alkoholverbot


Jetzt for­dert die Flug­ge­sell­schaft, dass der Alko­hol­ver­kauf vor 10 Uhr mor­gens an Flug­hä­fen ver­bo­ten wird. Für eine sol­che Rege­lung haben 20 betrun­ke­ne Iren gesorgt, die am frü­hen Sams­tag­mor­gen an Bord eines Flie­gers ran­da­lier­ten. Die drei wil­den Pas­sa­gie­re wur­den von der fran­zö­si­schen Poli­zei in Paris fest­ge­nom­men. Flü­ge nach Ibi­za sind dafür berüch­tigt, dass die Flug­gäs­te ihre Urlaubses­ka­pa­den noch vor dem Ein­stei­gen ins Flug­zeug anfan­gen.

Mehr zum The­ma — Ende der Hap­py Hour : Mal­lor­ca wehrt sich gegen betrun­ke­ne Tou­ris­ten mit neu­en Alko­hol­re­strik­tio­nen

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Tiefgreifende Reformen”: Kanzlerin Merkel fordert europäisches Asylsystem mit eigener Behörde


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel sieht Euro­pa am Schei­de­weg und for­dert tief­grei­fen­de Refor­men — nicht nur in der Außen-, Flücht­lings- und Wirt­schafts­po­li­tik, son­dern auch in den euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen. Blei­be die EU ste­hen, wer­de sie im glo­ba­len Gefü­ge zer­rie­ben, warn­te die CDU-Che­fin am Mitt­woch­abend in einer Grund­satz­re­de in Mün­chen. “Wenn Euro­pa ein glo­ba­ler Akteur sein will, dann muss es sich auch wie ein glo­ba­ler Akteur ver­hal­ten.” Das erfor­de­re Mühe, Mut und Ent­schlos­sen­heit — “und kos­tet auch Geld”.

In der Rede bei einer Klau­sur­ta­gung der Euro­päi­schen Volks­par­tei prä­zi­sier­te Mer­kel die Vor­schlä­ge für die Zukunft Euro­pas, die sie am Wochen­en­de in einem Inter­view der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung gemacht hat­te. Ihr Grund­te­nor : Euro­pa müs­se in einer unsi­che­ren Welt eine neue und ent­schlos­se­ne Rol­le für sich fin­den und ein “neu­es, umfas­sen­des Sicher­heits­ver­spre­chen” für sei­ne Bür­ger ein­lö­sen. Damit greift sie eini­ge Ide­en des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron auf — und setzt eini­ge eige­ne Akzen­te.

Zuwanderung nach Europa verringern und kontrollieren

Ein­dring­lich for­der­te die Kanz­le­rin eine Reform der euro­päi­schen Flücht­lings­po­li­tik — eine Auf­ga­be, bei der die EU-Innen­mi­nis­ter die­se Woche nicht vor­an­ge­kom­men waren.

Wenn es uns nicht gelingt, eine gemein­sa­me Ant­wort auf Fra­gen der ille­ga­len Migra­ti­on zu fin­den, dann wer­den die Grund­fes­ten der Euro­päi­schen Uni­on infra­ge gera­ten”, sag­te Mer­kel. “Des­halb ist wirk­lich hier Han­deln gebo­ten.”

Sie bekräf­tig­te ihre For­de­run­gen nach einem ein­heit­li­chen euro­päi­schen Asyl­sys­tem und mit­tel­fris­tig auch einer euro­päi­schen Asyl­be­hör­de. Denn das wäre nötig, um die Frei­zü­gig­keit in Euro­pa und damit den Bin­nen­markt zu erhal­ten. Nötig sei­en dabei gemein­sa­me Stan­dards ent­spre­chend der euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen wie der Gen­fer Kon­ven­ti­on.

Um die Zuwan­de­rung nach Euro­pa dau­er­haft zu ver­rin­gern und kon­trol­lie­ren zu kön­nen, reich­ten aber weder eine euro­päi­sche Grenz­po­li­zei noch Abkom­men mit ande­ren Staa­ten. “Wir brau­chen eine wirk­li­che Flucht­ur­sa­chen­ar­beit, wir brau­chen Ent­wick­lungs­chan­cen in den Her­kunfts­län­dern”, sag­te Mer­kel. Die Län­der müss­ten hier ihre bereits vor­han­de­nen Ein­zel­in­itia­ti­ven bes­ser koor­di­nie­ren.

Umbau der Institutionen in der Europäischen Union

Dar­über hin­aus bekräf­tig­te die Kanz­le­rin ihre For­de­rung nach einem Umbau der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen : Aus dem bis­he­ri­gen Euro­ret­tungs­schirm soll ein euro­päi­scher Wäh­rungs­fonds wer­den. Für eine schlag­kräf­ti­ge Außen­po­li­tik will sie einen euro­päi­schen Sicher­heits­rat. Die­ser soll nach Mer­kels Wor­ten im Rota­ti­ons­prin­zip etwa zehn Mit­glie­der haben und rasch Ent­schei­dun­gen tref­fen.

Mer­kel plä­dier­te zudem dafür, die Arbeit des Euro­päi­schen Par­la­ments nur noch auf einen Stand­ort zu kon­zen­trie­ren — ein seit Jah­ren debat­tier­tes Streit­the­ma. Der­zeit ist die Arbeit auf drei Stand­or­te ver­teilt : Brüs­sel, Straß­burg und Luxem­burg. Vor allem Frank­reich leis­tet erbit­ter­ten Wider­stand gegen die Idee, den Stand­ort Straß­burg auf­zu­ge­ben, obwohl Poli­ti­ker aller Frak­tio­nen lie­ber nur noch in Brüs­sel tagen wür­den. Sie rei­sen ein­mal im Monat mit allen Mit­ar­bei­tern und Akten nach Straß­burg, was Mil­lio­nen­kos­ten ver­ur­sacht.

Hauptaufgabe für die EVP-Fraktion — “Kampf gegen die Extremisten in Europa”

Zudem warb Mer­kel erneut dafür, die EU-Kom­mis­si­on zu ver­klei­nern und künf­tig bei Euro­pa­wah­len soge­nann­te trans­na­tio­na­le Lis­ten zu nut­zen, also Kan­di­da­ten­lis­ten, für die EU-Bür­ger unab­hän­gig vom Hei­mat­land stim­men kön­nen. Nur dann mach­ten auch Spit­zen­kan­di­da­ten wirk­lich Sinn.

Die EVP-Frak­ti­on steckt in der drei­tä­gi­gen Klau­sur bis Frei­tag ihre poli­ti­sche Linie für die nächs­ten Mona­te ab — rund ein Jahr vor der Euro­pa­wahl 2019. Frak­ti­ons­chef Man­fred Weber sag­te : “Unse­re Haupt­auf­ga­be ist der Kampf gegen die Extre­mis­ten in Euro­pa, die den Men­schen erzäh­len, dass natio­na­ler Ego­is­mus vor Part­ner­schaft geht, dass das funk­tio­nie­ren kann.” Die EVP ste­he für das Brü­cken­bau­en, für Part­ner­schaf­ten zwi­schen Nord und Süd, zwi­schen Ost und West. In einer sich fun­da­men­tal wan­deln­den Welt müs­se “Euro­pa erwach­sen wer­den, muss Euro­pa Stär­ke gewin­nen”.

Mehr zum The­ma — Bericht : Däne­mark und Öster­reich pla­nen Asyl­zen­trum an einem “unat­trak­ti­ven Ort” in Euro­pa

(dpa/rt deutsch)

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Niedersachsens Ministerpräsident Weil fordert Dialog mit Russland statt Sanktionen


Auch wenn man nicht ein­fach zur Tages­ord­nung über­ge­hen dürf­te, müs­se man regis­trie­ren, dass die bis­he­ri­gen Straf­maß­nah­men der Ukrai­ne-Kri­se “nicht viel bewegt” hät­ten, schil­der­te Weil. Er for­dert : “Deutsch­land muss dazu bei­tra­gen, dass die glo­ba­len Zen­tri­fu­gal­kräf­te nicht über­hand gewin­nen.”

Weil sprach in einem gemein­sa­men Inter­view mit dem Minis­ter­prä­si­den­ten von Schles­wig-Hol­stein, Dani­el Gün­ther (CDU), und der Minis­ter­prä­si­den­tin von Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Manue­la Schwe­sig (SPD), von einer “neu­en Pha­se deut­scher Außen- und Sicher­heits­po­li­tik”, wie die Zei­tung berich­tet.

Mehr zum The­ma — Wegen Han­dels­krieg mit USA : EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker ver­langt Ende des Russ­land-Bashings

Schwe­sig warn­te davor, der Gas­pipe­line Nord Stream 2 wei­te­re Stei­ne in den Weg zu legen. Die­ses Pro­jekt ist nach Schwe­sigs Wor­ten nicht nur für Meck­len­burg-Vor­pom­mern wich­tig, son­dern für ganz Deutsch­land.

Wir wol­len kei­ne Atom­kraft­wer­ke, wir wol­len aus der Braun­koh­le aus­stei­gen, aber ein gewis­ses Maß an bestän­di­ger Ener­gie­er­zeu­gung braucht Deutsch­land”, erklär­te die Minis­ter­prä­si­den­tin.

Weil hat­te bereits zuvor der Linie von Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (bei­de SPD) gegen­über Russ­land wider­spro­chen. Deutsch­land müs­se auf­grund sei­ner geo­gra­fi­schen Lage und Geschich­te “beson­ders inten­siv nach Ver­stän­di­gungs­mög­lich­kei­ten mit Russ­land suchen”, hat­te Weil Ende April dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land gesagt. (dpa/ rt deutsch)

RT Deutsch


Europa muss unser Öl kaufen”: Irans Staatschef fordert Europa zur Einhaltung des Atomabkommens auf


Die Lis­te der Bedin­gun­gen, unter denen der Iran im Atom­ab­kom­men blei­ben wür­de, wur­de am Mitt­woch vom Obers­ten Füh­rer des Lan­des, Aja­tol­lah Ali Cha­men­ei, auf­ge­stellt. In einer Rede vor Regie­rungs­ver­tre­tern lis­te­te Cha­men­ei eine Rei­he von For­de­run­gen auf, die Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und Deutsch­land erfül­len müss­ten, wenn sie nicht wol­len, dass der Iran sein Atom­pro­gramm wie­der auf­nimmt, das mit dem Abkom­men von 2015 gestoppt wur­de.

Wäh­rend die EU-Län­der, die Ver­trags­par­tei­en des bahn­bre­chen­den Abkom­mens sind, den Aus­stieg der USA kri­ti­sie­ren und geschwo­ren haben, sich an das Abkom­men zu hal­ten, argu­men­tier­te Cha­men­ei, dass Wor­te nicht aus­reich­ten und dass Euro­pa die Ent­schei­dung der USA bei der UNO for­mell anpran­gern müs­se.

Wäh­rend der letz­ten zwei Jah­re haben die USA mehr­mals gegen das JCPOA [Joint Com­pre­hen­si­ve Plan of Action] ver­sto­ßen, und Euro­pa hat geschwie­gen. Euro­pa muss die­ses Schwei­gen kom­pen­sie­ren”, sag­te Cha­men­ei und for­der­te die EU auf, “sich aus­drück­lich gegen die Sank­tio­nen der USA zu weh­ren”.

Dar­auf hin­wei­send, dass der Iran kei­nen “Kampf” mit Euro­pa suche, merk­te Cha­men­ei an, dass “die­se drei Län­der bewie­sen haben, dass sie in den hei­kels­ten Fra­gen den USA fol­gen”.

Eine der Kern­for­de­run­gen des ira­ni­schen Füh­rers an Euro­pa ist, dass es sicher­stel­len müssw, dass das Rake­ten­pro­gramm des Iran und sei­ne Aktio­nen in der Regi­on nicht Teil der künf­ti­gen Ver­hand­lun­gen sei. Die Ent­wick­lung bal­lis­ti­scher Rake­ten durch den Iran stand im Zen­trum der Beden­ken Washing­tons, wobei die USA den Iran beschul­dig­ten, den Geist des Abkom­mens zu ver­let­zen, wäh­rend der Iran dar­auf bestand, dass das Pro­gramm rein defen­siv sei.

Um die wirt­schaft­li­chen Ver­lus­te aus­zu­glei­chen, die dem Iran durch die Ver­län­ge­rung der US-Sank­tio­nen ent­ste­hen, müs­se die EU die Ölein­nah­men des Iran garan­tie­ren, so Cha­men­ei.

Euro­pa muss garan­tie­ren, dass das ira­ni­sche Öl voll­stän­dig ver­kauft wird. Wenn die USA dem Ver­kauf unse­res Öls scha­den kön­nen, müs­sen wir in der Lage sein, so viel Öl zu ver­kau­fen, wie wir wol­len. Die Euro­pä­er müs­sen garan­tie­ren, dass sie den Ver­lust aus­glei­chen und das ira­ni­sche Öl kau­fen”, unter­strich der Aja­tol­lah.

Der Iran wol­le von Euro­pa kla­re Garan­ti­en erhal­ten, dass es wei­ter­hin Geschäf­te mit Tehe­ran machen wird, sag­te Cha­men­ei und füg­te hin­zu, dass münd­li­che Zusi­che­run­gen nicht aus­rei­chen wür­den und es Garan­ti­en von euro­päi­schen Ban­ken bedür­fe.

Wir haben kei­ne Kon­flik­te mit die­sen drei Län­dern, aber auf­grund unse­rer frü­he­ren Erfah­run­gen ver­trau­en wir ver­trau­en ihnen nicht”, beton­te er.

Für den Fall, dass Euro­pa die For­de­run­gen ablehnt, behal­te sich der Iran das Recht vor, sein Atom­pro­gramm wie­der auf­zu­neh­men, sag­te Cha­men­ei und füg­te hin­zu, dass, sobald das Atom­ab­kom­men für den Iran “nutz­los” wer­de, “ein Weg nach vorn dar­in besteht, die­se gestopp­ten Akti­vi­tä­ten wie­der auf­zu­neh­men”.

Bezüg­lich der Lek­tio­nen, die der Iran aus dem jüngs­ten Ver­hal­ten der USA gelernt habe, wies der Obers­te Füh­rer dar­auf hin, dass die Fle­xi­bi­li­tät, die der Iran gezeigt habe, als er zustimm­te, sein Atom­pro­gramm im Aus­tausch für die Auf­he­bung der Sank­tio­nen zu stop­pen, die USA nur aggres­si­ver gemacht habe. Er argu­men­tier­te, dass die ira­ni­sche Regie­rung nicht mehr mit den USA ver­han­deln soll­te, da die­se ihre Zusa­gen wie­der­holt miss­ach­tet hät­ten.

Das ira­ni­sche Ulti­ma­tum kommt nur drei Tage, nach­dem US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo “zwölf Grund­vor­aus­set­zun­gen” für den Iran auf­ge­stellt hat, die vom Rück­zug aus Syri­en bis zur Kür­zung der Unter­stüt­zung für Hut­his im Jemen und der His­bol­lah rei­chen. Pom­peo droh­te dem Iran mit den “stärks­ten Sank­tio­nen in der Geschich­te” und warn­te davor, dass Tehe­ran genö­tigt sein wer­de, dar­um zu kämp­fen, sei­ne Wirt­schaft am Leben zu erhal­ten, wenn es sich nicht den For­de­run­gen unter­wer­fe.

Der Iran hat den Plan abge­lehnt. Außer­dem kri­ti­sier­te die EU die unge­schick­te Hal­tung der USA gegen­über dem ira­ni­schen Pro­blem mit der Begrün­dung, dass sie nicht zu wei­te­ren Gesprä­chen mit dem Iran über The­men bei­trü­gen, die nicht unter das Atom­ab­kom­men fal­len.

RT Deutsch