Auf dem Weg zur Party-Insel : 20 Passagiere randalieren an Bord – Fluglinie fordert Alkoholverbot


Jetzt for­dert die Flug­ge­sell­schaft, dass der Alko­hol­ver­kauf vor 10 Uhr mor­gens an Flug­hä­fen ver­bo­ten wird. Für eine sol­che Rege­lung haben 20 betrun­ke­ne Iren gesorgt, die am frü­hen Sams­tag­mor­gen an Bord eines Flie­gers ran­da­lier­ten. Die drei wil­den Pas­sa­gie­re wur­den von der fran­zö­si­schen Poli­zei in Paris fest­ge­nom­men. Flü­ge nach Ibi­za sind dafür berüch­tigt, dass die Flug­gäs­te ihre Urlaubses­ka­pa­den noch vor dem Ein­stei­gen ins Flug­zeug anfan­gen.

Mehr zum The­ma — Ende der Hap­py Hour : Mal­lor­ca wehrt sich gegen betrun­ke­ne Tou­ris­ten mit neu­en Alko­hol­re­strik­tio­nen

RT Deutsch


Tiefgreifende Reformen”: Kanzlerin Merkel fordert europäisches Asylsystem mit eigener Behörde


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel sieht Euro­pa am Schei­de­weg und for­dert tief­grei­fen­de Refor­men — nicht nur in der Außen-, Flücht­lings- und Wirt­schafts­po­li­tik, son­dern auch in den euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen. Blei­be die EU ste­hen, wer­de sie im glo­ba­len Gefü­ge zer­rie­ben, warn­te die CDU-Che­fin am Mitt­woch­abend in einer Grund­satz­re­de in Mün­chen. “Wenn Euro­pa ein glo­ba­ler Akteur sein will, dann muss es sich auch wie ein glo­ba­ler Akteur ver­hal­ten.” Das erfor­de­re Mühe, Mut und Ent­schlos­sen­heit — “und kos­tet auch Geld”.

In der Rede bei einer Klau­sur­ta­gung der Euro­päi­schen Volks­par­tei prä­zi­sier­te Mer­kel die Vor­schlä­ge für die Zukunft Euro­pas, die sie am Wochen­en­de in einem Inter­view der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung gemacht hat­te. Ihr Grund­te­nor : Euro­pa müs­se in einer unsi­che­ren Welt eine neue und ent­schlos­se­ne Rol­le für sich fin­den und ein “neu­es, umfas­sen­des Sicher­heits­ver­spre­chen” für sei­ne Bür­ger ein­lö­sen. Damit greift sie eini­ge Ide­en des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron auf — und setzt eini­ge eige­ne Akzen­te.

Zuwanderung nach Europa verringern und kontrollieren

Ein­dring­lich for­der­te die Kanz­le­rin eine Reform der euro­päi­schen Flücht­lings­po­li­tik — eine Auf­ga­be, bei der die EU-Innen­mi­nis­ter die­se Woche nicht vor­an­ge­kom­men waren.

Wenn es uns nicht gelingt, eine gemein­sa­me Ant­wort auf Fra­gen der ille­ga­len Migra­ti­on zu fin­den, dann wer­den die Grund­fes­ten der Euro­päi­schen Uni­on infra­ge gera­ten”, sag­te Mer­kel. “Des­halb ist wirk­lich hier Han­deln gebo­ten.”

Sie bekräf­tig­te ihre For­de­run­gen nach einem ein­heit­li­chen euro­päi­schen Asyl­sys­tem und mit­tel­fris­tig auch einer euro­päi­schen Asyl­be­hör­de. Denn das wäre nötig, um die Frei­zü­gig­keit in Euro­pa und damit den Bin­nen­markt zu erhal­ten. Nötig sei­en dabei gemein­sa­me Stan­dards ent­spre­chend der euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen wie der Gen­fer Kon­ven­ti­on.

Um die Zuwan­de­rung nach Euro­pa dau­er­haft zu ver­rin­gern und kon­trol­lie­ren zu kön­nen, reich­ten aber weder eine euro­päi­sche Grenz­po­li­zei noch Abkom­men mit ande­ren Staa­ten. “Wir brau­chen eine wirk­li­che Flucht­ur­sa­chen­ar­beit, wir brau­chen Ent­wick­lungs­chan­cen in den Her­kunfts­län­dern”, sag­te Mer­kel. Die Län­der müss­ten hier ihre bereits vor­han­de­nen Ein­zel­in­itia­ti­ven bes­ser koor­di­nie­ren.

Umbau der Institutionen in der Europäischen Union

Dar­über hin­aus bekräf­tig­te die Kanz­le­rin ihre For­de­rung nach einem Umbau der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen : Aus dem bis­he­ri­gen Euro­ret­tungs­schirm soll ein euro­päi­scher Wäh­rungs­fonds wer­den. Für eine schlag­kräf­ti­ge Außen­po­li­tik will sie einen euro­päi­schen Sicher­heits­rat. Die­ser soll nach Mer­kels Wor­ten im Rota­ti­ons­prin­zip etwa zehn Mit­glie­der haben und rasch Ent­schei­dun­gen tref­fen.

Mer­kel plä­dier­te zudem dafür, die Arbeit des Euro­päi­schen Par­la­ments nur noch auf einen Stand­ort zu kon­zen­trie­ren — ein seit Jah­ren debat­tier­tes Streit­the­ma. Der­zeit ist die Arbeit auf drei Stand­or­te ver­teilt : Brüs­sel, Straß­burg und Luxem­burg. Vor allem Frank­reich leis­tet erbit­ter­ten Wider­stand gegen die Idee, den Stand­ort Straß­burg auf­zu­ge­ben, obwohl Poli­ti­ker aller Frak­tio­nen lie­ber nur noch in Brüs­sel tagen wür­den. Sie rei­sen ein­mal im Monat mit allen Mit­ar­bei­tern und Akten nach Straß­burg, was Mil­lio­nen­kos­ten ver­ur­sacht.

Hauptaufgabe für die EVP-Fraktion — “Kampf gegen die Extremisten in Europa”

Zudem warb Mer­kel erneut dafür, die EU-Kom­mis­si­on zu ver­klei­nern und künf­tig bei Euro­pa­wah­len soge­nann­te trans­na­tio­na­le Lis­ten zu nut­zen, also Kan­di­da­ten­lis­ten, für die EU-Bür­ger unab­hän­gig vom Hei­mat­land stim­men kön­nen. Nur dann mach­ten auch Spit­zen­kan­di­da­ten wirk­lich Sinn.

Die EVP-Frak­ti­on steckt in der drei­tä­gi­gen Klau­sur bis Frei­tag ihre poli­ti­sche Linie für die nächs­ten Mona­te ab — rund ein Jahr vor der Euro­pa­wahl 2019. Frak­ti­ons­chef Man­fred Weber sag­te : “Unse­re Haupt­auf­ga­be ist der Kampf gegen die Extre­mis­ten in Euro­pa, die den Men­schen erzäh­len, dass natio­na­ler Ego­is­mus vor Part­ner­schaft geht, dass das funk­tio­nie­ren kann.” Die EVP ste­he für das Brü­cken­bau­en, für Part­ner­schaf­ten zwi­schen Nord und Süd, zwi­schen Ost und West. In einer sich fun­da­men­tal wan­deln­den Welt müs­se “Euro­pa erwach­sen wer­den, muss Euro­pa Stär­ke gewin­nen”.

Mehr zum The­ma — Bericht : Däne­mark und Öster­reich pla­nen Asyl­zen­trum an einem “unat­trak­ti­ven Ort” in Euro­pa

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Niedersachsens Ministerpräsident Weil fordert Dialog mit Russland statt Sanktionen


Auch wenn man nicht ein­fach zur Tages­ord­nung über­ge­hen dürf­te, müs­se man regis­trie­ren, dass die bis­he­ri­gen Straf­maß­nah­men der Ukrai­ne-Kri­se “nicht viel bewegt” hät­ten, schil­der­te Weil. Er for­dert : “Deutsch­land muss dazu bei­tra­gen, dass die glo­ba­len Zen­tri­fu­gal­kräf­te nicht über­hand gewin­nen.”

Weil sprach in einem gemein­sa­men Inter­view mit dem Minis­ter­prä­si­den­ten von Schles­wig-Hol­stein, Dani­el Gün­ther (CDU), und der Minis­ter­prä­si­den­tin von Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Manue­la Schwe­sig (SPD), von einer “neu­en Pha­se deut­scher Außen- und Sicher­heits­po­li­tik”, wie die Zei­tung berich­tet.

Mehr zum The­ma — Wegen Han­dels­krieg mit USA : EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker ver­langt Ende des Russ­land-Bashings

Schwe­sig warn­te davor, der Gas­pipe­line Nord Stream 2 wei­te­re Stei­ne in den Weg zu legen. Die­ses Pro­jekt ist nach Schwe­sigs Wor­ten nicht nur für Meck­len­burg-Vor­pom­mern wich­tig, son­dern für ganz Deutsch­land.

Wir wol­len kei­ne Atom­kraft­wer­ke, wir wol­len aus der Braun­koh­le aus­stei­gen, aber ein gewis­ses Maß an bestän­di­ger Ener­gie­er­zeu­gung braucht Deutsch­land”, erklär­te die Minis­ter­prä­si­den­tin.

Weil hat­te bereits zuvor der Linie von Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (bei­de SPD) gegen­über Russ­land wider­spro­chen. Deutsch­land müs­se auf­grund sei­ner geo­gra­fi­schen Lage und Geschich­te “beson­ders inten­siv nach Ver­stän­di­gungs­mög­lich­kei­ten mit Russ­land suchen”, hat­te Weil Ende April dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land gesagt. (dpa/ rt deutsch)

RT Deutsch


Europa muss unser Öl kaufen”: Irans Staatschef fordert Europa zur Einhaltung des Atomabkommens auf


Die Lis­te der Bedin­gun­gen, unter denen der Iran im Atom­ab­kom­men blei­ben wür­de, wur­de am Mitt­woch vom Obers­ten Füh­rer des Lan­des, Aja­tol­lah Ali Cha­men­ei, auf­ge­stellt. In einer Rede vor Regie­rungs­ver­tre­tern lis­te­te Cha­men­ei eine Rei­he von For­de­run­gen auf, die Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und Deutsch­land erfül­len müss­ten, wenn sie nicht wol­len, dass der Iran sein Atom­pro­gramm wie­der auf­nimmt, das mit dem Abkom­men von 2015 gestoppt wur­de.

Wäh­rend die EU-Län­der, die Ver­trags­par­tei­en des bahn­bre­chen­den Abkom­mens sind, den Aus­stieg der USA kri­ti­sie­ren und geschwo­ren haben, sich an das Abkom­men zu hal­ten, argu­men­tier­te Cha­men­ei, dass Wor­te nicht aus­reich­ten und dass Euro­pa die Ent­schei­dung der USA bei der UNO for­mell anpran­gern müs­se.

Wäh­rend der letz­ten zwei Jah­re haben die USA mehr­mals gegen das JCPOA [Joint Com­pre­hen­si­ve Plan of Action] ver­sto­ßen, und Euro­pa hat geschwie­gen. Euro­pa muss die­ses Schwei­gen kom­pen­sie­ren”, sag­te Cha­men­ei und for­der­te die EU auf, “sich aus­drück­lich gegen die Sank­tio­nen der USA zu weh­ren”.

Dar­auf hin­wei­send, dass der Iran kei­nen “Kampf” mit Euro­pa suche, merk­te Cha­men­ei an, dass “die­se drei Län­der bewie­sen haben, dass sie in den hei­kels­ten Fra­gen den USA fol­gen”.

Eine der Kern­for­de­run­gen des ira­ni­schen Füh­rers an Euro­pa ist, dass es sicher­stel­len müssw, dass das Rake­ten­pro­gramm des Iran und sei­ne Aktio­nen in der Regi­on nicht Teil der künf­ti­gen Ver­hand­lun­gen sei. Die Ent­wick­lung bal­lis­ti­scher Rake­ten durch den Iran stand im Zen­trum der Beden­ken Washing­tons, wobei die USA den Iran beschul­dig­ten, den Geist des Abkom­mens zu ver­let­zen, wäh­rend der Iran dar­auf bestand, dass das Pro­gramm rein defen­siv sei.

Um die wirt­schaft­li­chen Ver­lus­te aus­zu­glei­chen, die dem Iran durch die Ver­län­ge­rung der US-Sank­tio­nen ent­ste­hen, müs­se die EU die Ölein­nah­men des Iran garan­tie­ren, so Cha­men­ei.

Euro­pa muss garan­tie­ren, dass das ira­ni­sche Öl voll­stän­dig ver­kauft wird. Wenn die USA dem Ver­kauf unse­res Öls scha­den kön­nen, müs­sen wir in der Lage sein, so viel Öl zu ver­kau­fen, wie wir wol­len. Die Euro­pä­er müs­sen garan­tie­ren, dass sie den Ver­lust aus­glei­chen und das ira­ni­sche Öl kau­fen”, unter­strich der Aja­tol­lah.

Der Iran wol­le von Euro­pa kla­re Garan­ti­en erhal­ten, dass es wei­ter­hin Geschäf­te mit Tehe­ran machen wird, sag­te Cha­men­ei und füg­te hin­zu, dass münd­li­che Zusi­che­run­gen nicht aus­rei­chen wür­den und es Garan­ti­en von euro­päi­schen Ban­ken bedür­fe.

Wir haben kei­ne Kon­flik­te mit die­sen drei Län­dern, aber auf­grund unse­rer frü­he­ren Erfah­run­gen ver­trau­en wir ver­trau­en ihnen nicht”, beton­te er.

Für den Fall, dass Euro­pa die For­de­run­gen ablehnt, behal­te sich der Iran das Recht vor, sein Atom­pro­gramm wie­der auf­zu­neh­men, sag­te Cha­men­ei und füg­te hin­zu, dass, sobald das Atom­ab­kom­men für den Iran “nutz­los” wer­de, “ein Weg nach vorn dar­in besteht, die­se gestopp­ten Akti­vi­tä­ten wie­der auf­zu­neh­men”.

Bezüg­lich der Lek­tio­nen, die der Iran aus dem jüngs­ten Ver­hal­ten der USA gelernt habe, wies der Obers­te Füh­rer dar­auf hin, dass die Fle­xi­bi­li­tät, die der Iran gezeigt habe, als er zustimm­te, sein Atom­pro­gramm im Aus­tausch für die Auf­he­bung der Sank­tio­nen zu stop­pen, die USA nur aggres­si­ver gemacht habe. Er argu­men­tier­te, dass die ira­ni­sche Regie­rung nicht mehr mit den USA ver­han­deln soll­te, da die­se ihre Zusa­gen wie­der­holt miss­ach­tet hät­ten.

Das ira­ni­sche Ulti­ma­tum kommt nur drei Tage, nach­dem US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo “zwölf Grund­vor­aus­set­zun­gen” für den Iran auf­ge­stellt hat, die vom Rück­zug aus Syri­en bis zur Kür­zung der Unter­stüt­zung für Hut­his im Jemen und der His­bol­lah rei­chen. Pom­peo droh­te dem Iran mit den “stärks­ten Sank­tio­nen in der Geschich­te” und warn­te davor, dass Tehe­ran genö­tigt sein wer­de, dar­um zu kämp­fen, sei­ne Wirt­schaft am Leben zu erhal­ten, wenn es sich nicht den For­de­run­gen unter­wer­fe.

Der Iran hat den Plan abge­lehnt. Außer­dem kri­ti­sier­te die EU die unge­schick­te Hal­tung der USA gegen­über dem ira­ni­schen Pro­blem mit der Begrün­dung, dass sie nicht zu wei­te­ren Gesprä­chen mit dem Iran über The­men bei­trü­gen, die nicht unter das Atom­ab­kom­men fal­len.

RT Deutsch


Algorithmen-Studie : Mehrheit der Deutschen fordert ein Verbot vollautomatisierter Entscheidungen


Fast die Hälf­te der Deut­schen kann mit dem Begriff Algo­rith­mus nichts anfan­gen. Das ist das Ergeb­nis einer von der Ber­tels­mann-Stif­tung vor­ge­stell­ten Stu­die. Zwar haben dem­nach drei Vier­tel der Befrag­ten das Wort schon ein­mal gehört, aber nur jeder Zehn­te kann erklä­ren, wie Algo­rith­men funk­tio­nie­ren. Fast die Hälf­te weiß, dass im Inter­net mit der Hil­fe von den mathe­ma­ti­schen For­meln zum Bei­spiel bei Face­book, Goog­le und Twit­ter auf den ein­zel­nen ziel­ge­nau zuge­schnit­te­ne Wer­bung ein­ge­blen­det wird. Dass aber Algo­rith­men auch bei Bewer­bun­gen oder Krank­heits­dia­gno­sen ein­ge­setzt wer­den, weiß nur etwa ein Drit­tel der Deut­schen.

Der Begriff beschreibt eine Rei­he von Anwei­sun­gen, die Schritt für Schritt aus­ge­führt wer­den, um ein Pro­blem zu lösen oder eine Auf­ga­be zu bewäl­ti­gen. Bei einer Such­ma­schi­ne bei­spiels­wei­se bestimmt der Algo­rith­mus, wel­che Web­sei­te in den Such­ergeb­nis­sen auf wel­cher Posi­ti­on ange­zeigt wird.

Mehrheit empfindet ein großes Unbehagen beim Gedanken, Maschinen könnten ohne Menschen über Dinge entscheiden

Über die Trans­pa­renz der mathe­ma­ti­schen For­meln wird seit gerau­mer Zeit auch poli­tisch dis­ku­tiert. So hat sich die schwarz-rote Bun­des­re­gie­rung im Koali­ti­ons­ver­trag dar­auf ver­pflich­tet, zum Schutz der Ver­brau­cher Algo­rith­men-basier­te Ent­schei­dun­gen, Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­te über­prüf­bar zu machen, “ins­be­son­de­re im Hin­blick auf mög­li­che unzu­läs­si­ge Dis­kri­mi­nie­run­gen, Benach­tei­li­gun­gen und Betrü­ge­rei­en”.

Ob Algo­rith­men gut oder schlecht sind — dazu haben laut der Ber­tels­mann-Stu­die 46 Pro­zent der Deut­schen kei­ne Mei­nung. Aller­dings emp­fin­det eine Mehr­heit ein gro­ßes Unbe­ha­gen, wenn Maschi­nen los­ge­löst vom Men­schen über Din­ge ent­schei­den sol­len. Rund 73 Pro­zent der Befrag­ten for­dern ein Ver­bot von soge­nann­ten voll­au­to­ma­ti­sier­ten Ent­schei­dun­gen, die ohne mensch­li­che Betei­li­gung getrof­fen wer­den.

Fehler von Algorithmen würden eine Vielzahl von Menschen treffen

Algo­rith­men bestim­men zuneh­mend über unser Leben. In Deutsch­land fehlt es an grund­sätz­li­chem Wis­sen über den digi­ta­len Wan­del. Wir müs­sen drin­gend ler­nen, die Chan­cen und Risi­ken von Algo­rith­men rich­tig abzu­wä­gen”, sagt Jörg Drä­ger, Vor­stand der Ber­tels­mann-Stif­tung, zum Ergeb­nis der Stu­die.

Die Stif­tung weist in der Unter­su­chung dar­auf­hin, dass Feh­ler von Algo­rith­men nicht ein­zel­ne tref­fen, son­dern eine Viel­zahl von Men­schen. Als Bei­spiel nen­nen die Auto­ren repro­du­zier­te Benach­tei­li­gun­gen und das Ver­stär­ken von sozia­len Ungleich­hei­ten. So wur­den bei Goog­le Stel­len­an­zei­gen für Füh­rungs­po­si­tio­nen nur Män­nern, aber nicht Frau­en ange­zeigt, oder Bewer­ber wur­den wegen ihres Wohn­or­tes oder einer psy­chi­schen Krank­heit aus­sor­tiert.

Angst vor zu viel Macht über das Leben von Menschen bei Programmierern

Nach Anga­ben der Stu­di­en­au­to­ren befürch­ten vie­le der Befrag­ten, dass Pro­gram­mie­rer zu viel Macht über das Leben von Men­schen erhal­ten und mit Algo­rith­men mani­pu­lie­ren. “Es besteht unab­hän­gig vom Bil­dungs­ni­veau oder Ein­kom­men der Wunsch nach einer eng­ma­schi­ge­ren Kon­trol­le. Unterm Strich den­ken nur 13 Pro­zent der Men­schen in Deutsch­land, dass Algo­rith­men gerech­te­re Ent­schei­dun­gen tref­fen als Men­schen.”

Bei der reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge für die aktu­el­le Ber­tels­mann-Stu­die spiel­te der Skan­dal um die Daten­ana­ly­se-Fir­ma Cam­bridge Ana­ly­ti­ca noch kei­ne Rol­le. Die Men­schen waren im Janu­ar inter­viewt wor­den. Die Skep­sis der Deut­schen wird in Brüs­sel geteilt. Die EU-Kom­mis­si­on kün­dig­te im April an, dar­über nach­zu­den­ken, Algo­rith­men als die wich­tigs­ten Instru­men­te der Inter­net­platt­for­men zure­gu­lie­ren.

Mehr zum The­ma — Inklu­si­ve “Ähms” und “Ums”: Goog­le arbei­tet am per­fekt “mensch­lich spre­chen­den” Com­pu­ter

Mehr zu künst­li­cher Intel­li­genz :

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Und ewig hackt der Russe : Verfassungsschutzpräsident fordert Präventivschläge


Bei der Cyber­sa­bo­ta­ge, so Maaßen, wür­den Schad­pro­gram­me in kri­ti­sche Infra­struk­tu­ren ein­ge­speist – “um viel­leicht für den Zeit­punkt X, wenn es zu einer poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung kom­men soll­te, die­se scharf zu schal­ten.”

Wenig scharf hat­te Maaßen argu­men­tiert, als er die sprich­wört­li­chen “rus­si­schen Hacker” am Werk wähn­te, um womög­lich die deut­schen Bun­des­tags­wah­len zu beein­flus­sen. Als der her­bei­ge­re­de­te Cyber­an­griff aus­blieb, hat­te Maaßen auch gleich die für ihn pas­sen­de Begrün­dung parat. Dem­zu­fol­ge habe Mos­kau am Ende auf­grund einer “Kos­ten-Nut­zen-Ana­ly­se” auf die Beein­flus­sung der Wah­len ver­zich­tet.

Der obers­te Ver­fas­sungs­schüt­zer rück­te jedoch nicht von der sich auf mut­maß­li­che Indi­zi­en stüt­zen­den Ver­schwö­rungs­theo­rie ab, wonach es ohne Zwei­fel “zahl­rei­che auch erfolg­rei­che” Cyber­an­grif­fe “im wei­ten Vor­feld der Bun­des­tags­wahl” gege­ben habe. Unter ande­rem auf das IT-Sys­tem des Bun­des­tags im Jahr 2015 sowie Cyber­at­ta­cken auf Par­tei­en und auch ein­zel­ne Abge­ord­ne­te.

Immer wie­der behaup­tet, doch nie belegt, wabert die rus­si­sche Cyber­be­dro­hung spä­tes­tens seit dem Wahl­er­folg von US-Prä­si­dent Donald Trump durch das Bewusst­sein von Poli­tik, Medi­en und Bevöl­ke­rung, um durch immer neue War­nun­gen Nah­rung zu erhal­ten.

Zuletzt ergab eine klei­ne Anfra­ge der Lin­ken jedoch, dass jeg­li­che War­nun­gen und Mel­dun­gen über Angrif­fe auf die Bun­des­tags­wah­len durch Russ­land “fake news” waren :

Ent­ge­gen der Pro­pa­gan­da deut­scher Geheim­diens­te hat es kei­ne Cyber­an­grif­fe auf die Bun­des­tags­wahl gege­ben. Dies bestä­tigt das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um auf mei­ne Anfra­ge”, so der euro­pa­po­li­ti­sche Spre­cher der Links­frak­ti­on im Bun­des­tag, Andrej Hun­ko.

Bei der aktu­el­len War­nung vor Cyber­at­ta­cken auf kri­ti­sche deut­sche Infra­struk­tur, erin­ner­te Maaßen nun an einen “Cyber­an­griff auf ein ukrai­ni­sches Kraft­werk Ende 2015”. Zeit­gleich habe man auch einen Angriff auf deut­sche Ein­rich­tun­gen fest­ge­stellt.

Der glei­che Angrei­fer mit der glei­chen Schad­ware hat auch ver­sucht, deut­sche Infra­struk­tur anzu­grei­fen.”

Für den Angriff hat­ten die deut­schen Sicher­heits­be­hör­den sei­ner­zeit Russ­land ver­ant­wort­lich gemacht – ohne jedoch kon­kre­te Bele­ge für ihre Vor­wür­fe vor­zu­le­gen.

Unter kri­ti­scher Infra­struk­tur ver­steht man Anla­gen oder Sys­te­me, die für die Gesell­schaft von zen­tra­ler Bedeu­tung sind, wie zum Bei­spiel die Strom- und Was­ser­ver­sor­gung. In die­sem Zusam­men­hang spricht Maaßen am heu­ti­gen Mon­tag in Ber­lin auf einem Sym­po­si­um des Bun­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz zum The­ma “Hybri­de Bedro­hun­gen — Ver­netz­te Ant­wor­ten”. Dort tauscht er sich zur Zeit unter ande­rem mit Andrew Par­ker, dem Gene­ral­di­rek­tor des MI5 aus. Am Mit­tag folgt dann ein Forum zum The­ma “Wie abwehr­be­reit ist der Staat?”, an dem auch der Prä­si­dent des Bun­des­kri­mi­nal­am­tes, Hol­ger Münch, und BND-Prä­si­dent Bru­no Kahl teil­neh­men.

Die Gefahr sei den Trä­gern der kri­ti­schen Infra­struk­tu­ren bekannt, so Maaßen, und die­se stell­ten sich dar­auf ein. Deutsch­land bie­te jedoch eine gro­ße Angriffs­flä­che, “weil vie­les, wenn nicht sogar mitt­ler­wei­le fast alles, mit dem Inter­net ver­netzt ist”. Ob dies ein Allein­stel­lungs­merk­mal Deutsch­lands ist, sei dahin­ge­stellt. Eine ein­zi­ge Schwach­stel­le rei­che dem Angrei­fer dem­nach aus, ana­ly­siert Maaßen. Ange­wen­det wür­den sol­che Maß­nah­men dann, “wenn es auf poli­ti­schem oder diplo­ma­ti­schem Par­kett für das Gegen­über nicht mehr wei­ter­geht.”

Deutsch­land muss Cyber­an­grif­fen nach Ansicht des Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­den­ten daher mit eige­nen Prä­ven­tiv­schlä­gen zuvor­kom­men. Vor einer bevor­ste­hen­den Sabo­ta­ge­ak­ti­on aus dem Aus­land müs­se man in der Lage sein, den Geg­ner so zu schä­di­gen, dass die Atta­cke kei­nen Erfolg habe, sag­te er am Mon­tag.

Und dar­über muss dis­ku­tiert wer­den, gespro­chen wer­den und ent­schie­den wer­den, ob wir der­ar­ti­ge Befug­nis­se, wir als Sicher­heits­ge­mein­schaft in Deutsch­land, bekom­men”, for­dert Maaßen.

In die­sem Zusam­men­hang sei­en “Hack-Backs” gebo­ten, also Gegen­an­grif­fe auf Ein­dring­lin­ge im Daten­netz, für die bis­lang aller­dings eine recht­li­che Grund­la­ge fehlt.

Vor weni­gen Wochen sorg­te die Mal­wa­re “Sna­ke” für Schlag­zei­len. Die Mal­wa­re hat­te sich dem­nach erfolg­reich in das Regie­rungs­netz Infor­ma­ti­ons­ver­bund Ber­lin-Bonn (IVBB) ein­ge­nis­tet. Im Netz­werk des Aus­wär­ti­gen Amtes soll die Schad­soft­ware dann gezielt nach Infor­ma­tio­nen über die deut­sche Außen­po­li­tik in Bezug auf die Ukrai­ne oder Russ­land gesucht haben. Das konn­te nur eines bedeu­ten, Russ­land hat­te mal wie­der sei­ne Fin­ger im Spiel.

Doch aus­ge­rech­net “Sna­ke” sorg­te jüngst für eine Reeva­lu­ie­rung der bis­lang äußerst ein­di­men­sio­na­len Bedro­hungs­ze­na­ri­en. Nach Welt-Infor­ma­tio­nen rück­ten dem­nach durch die Vor­ge­hens­wei­se der Schad­soft­ware auch “Täter­grup­pen aus west­li­chen Staa­ten” ins Visier des Innen­mi­nis­te­ri­ums. Es wur­de sogar eine Aus­schrei­bung namens “Thre­at Intel­li­gence” auf den Weg gebracht. Das Ange­bot rich­te­te sich an “IT-Diens­te : Bera­tung, Soft­ware-Ent­wick­lung, Inter­net und Hil­fe­stel­lung”.

Auf Nach­fra­ge hieß es aus “Sicher­heits­krei­sen”, dass es “aktu­ell kei­nen kon­kre­ten Anlass für die­sen Blick in Rich­tung der ame­ri­ka­ni­schen Cyber­spio­na­ge” gäbe. Als Leh­re aus den Snow­den-Ver­öf­fent­li­chun­gen wol­le man aber “in alle Rich­tun­gen wach­sam blei­ben”.

RT Deutsch


Papst fordert nach Missbrauchsskandal in Chile Konsequenzen


Ab Diens­tag woll­te das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt mit den chi­le­ni­schen Bischö­fen den jüngs­ten Miss­brauchs­skan­dal auf­ar­bei­ten. “Ziel die­ses lan­gen syn­oda­len Pro­zes­ses ist es, gemein­sam die Ver­ant­wort­lich­keit aller und jedes Ein­zel­nen für die­se zer­stö­re­ri­schen Wun­den zu klä­ren und Ver­än­de­run­gen ein­zu­lei­ten, die eine Wie­der­ho­lung die­ser ver­ab­scheu­ens­wür­di­gen Taten ver­hin­dern”, teil­te der Vati­kan mit.

Im Mit­tel­punkt des Skan­dals steht Bischof Juan Bar­ros, der Sexu­al­de­lik­te des frü­he­ren Pfar­rers und Pries­ter­aus­bil­ders Fer­nan­do Kara­di­ma gedeckt haben soll. Der mal­te­si­sche Erz­bi­schof Charles Sci­clu­na ver­nahm zuletzt eine gan­ze Rei­he von Zeu­gen und fer­tig­te einen Bericht an. Der Papst bat bereits um Ver­zei­hung für sei­nen Umgang mit dem Fall. (dpa)

Mehr zum The­ma - Dubio­se Ban­kiers Got­tes : 150 ver­däch­ti­ge Trans­ak­tio­nen im Vati­kan

RT Deutsch


Lettische Vereinigung fordert vom EU-Parlament Strafen für Nazi-Heroisierung


Der Lei­ter der let­ti­schen „Ver­ei­ni­gung gegen Nazis­mus“, Janis Kuzins, hat in einer Peti­ti­on das Euro­päi­sche Par­la­ment um die Ver­hän­gung von Sank­tio­nen gegen die Orga­ni­sa­to­ren und Spon­so­ren der Ver­an­stal­tun­gen von „Nazi-Vete­ra­nen“ gebe­ten.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Bloomberg-Journalist fordert : Russland wie Land „zweiter Klasse“ behandeln !


Russ­land ist nach Erach­ten des Bloom­berg-Kolum­nis­ten als ein Land der zwei­ten Sor­te zu betrach­ten und muss aus dem Kom­mis­sio­nen und Räten inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen aus­ge­schlos­sen wer­den, die sich mit inter­na­tio­na­lem Recht befas­sen.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Moskauer Verteidigungspolitiker fordert Ende der Zusammenarbeit mit dem „Feind“


Nach den jüngs­ten mili­tä­ri­schen Dro­hun­gen aus Washing­ton hat Vik­tor Bonda­rew, Vor­sit­zen­der des Ver­tei­di­gungs- und Sicher­heits­aus­schus­ses des Föde­ra­ti­ons­rats (rus­si­sches Par­la­ments-Ober­haus), ein Ende der Zusam­men­ar­beit mit den USA bei der Welt­raum­for­schung, Rake­ten- und Atom­in­dus­trie gefor­dert.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken