Südsudan : Bürgerkrieg fordert beinahe 400.000 Tote (Video)


Mehr zum The­ma — Gren­zen des Altru­is­mus : USA wol­len Hilfs­gel­der künf­tig an Unter­stüt­zung von US-Inter­es­sen kop­peln

Im Bür­ger­krieg im Süd­su­dan sind laut einem Bericht des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums bis­her bei­na­he 400.000 Men­schen ums Leben gekom­men.
Das Enga­ge­ment des Wes­tens im roh­stoff­rei­chen afri­ka­ni­schen Land war alles ande­re als unei­gen­nüt­zig. Doch der Plan scheint vor­erst nicht auf­ge­gan­gen zu sein. Der­zeit spielt das Land weder in den Medi­en noch in der Diplo­ma­tie eine Rol­le. Ein­zig das Ster­ben geht wei­ter.

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Namibia : Präsident fordert Verfassungsänderung für Enteignung weißer Farmer wie in Südafrika


Nami­bi­as Prä­si­dent Hage Gein­gob hielt die Eröff­nungs­re­de auf einer Kon­fe­renz zur natio­na­len Boden­po­li­tik in der Haupt­stadt Windhoek. Er erklär­te :

Vie­le Nami­bi­er wur­den von ihrem pro­duk­ti­ven Land ver­trie­ben.

Ihm zufol­ge habe das Prin­zip der Frei­wil­lig­keit beim Kau­fen und Ver­kau­fen von Land kei­ne Ergeb­nis­se erbracht. Gemäß der übli­chen Pra­xis muss der Land­be­sit­zer der Regie­rung zunächst eine Opti­on zum Kauf des Acker­lan­des anbie­ten. Die Regie­rung kann dann das Land kau­fen und neu ver­tei­len.

Gein­gob wies dar­auf hin, dass die Ent­eig­nung sorg­fäl­tig geprüft wer­den soll­te, und beton­te, dass das grund­le­gen­de Pro­blem die Ungleich­heit sei.

Er ver­wies auch auf ähn­li­che Vor­schlä­ge der süd­afri­ka­ni­schen Regie­rung :

Wir tei­len mit Süd­afri­ka eben­falls ein drin­gen­des Land­pro­blem und eine ras­sis­ti­sche Ver­tei­lung der Boden­res­sour­cen. […] Das stammt aus einer gemein­sa­men Geschich­te der kolo­nia­len Ent­eig­nung. Wir sind uns auch einig, dass der Sta­tus quo nicht fort­ge­setzt wer­den darf.

Poli­ti­sche Par­tei­en und NGOs kri­ti­sier­ten die Ver­su­che der Regie­rung, die Land­re­form­maß­nah­men zu ändern. Eini­ge zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen und poli­ti­sche Par­tei­en boy­kot­tier­ten die Kon­fe­renz, weil sie angeb­lich vor­her­be­stimm­te Ergeb­nis­se zei­tig­te.

Laut der Nach­rich­ten­agen­tur AFP sol­len zwei ehe­ma­li­ge Prä­si­den­ten Nami­bi­as, Sam Nujo­ma und Hifike­pun­ye Poham­ba, gefor­dert haben, dass die Regie­rung “nur für Din­ge wie Aus­rüs­tung auf der Farm und nicht für das Land” auf­kom­men sol­le.

Die nami­bi­sche Regie­rung plant, fast die Hälf­te ihrer land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­che, das sind rund 15 Mil­lio­nen Hekt­ar, an benach­tei­lig­te schwar­ze Bür­ger zu über­tra­gen. Sta­tis­ti­ken der Nami­bia Agri­cul­tu­re Uni­on zei­gen, dass bis Ende 2015 unge­fähr 27 Pro­zent des Lan­des neu ver­teilt waren.

Mehr zum The­ma — Völ­ker­mord in Nami­bia : US-Anwalt hält an Kla­ge gegen Deutsch­land fest

Tau­sen­de von Ein­ge­bo­re­nen auf dem Ter­ri­to­ri­um im heu­ti­gen Nami­bia wur­den wäh­rend der deut­schen Kolo­ni­sa­ti­on im 19. und 20. Jahr­hun­dert von ihrem Land ver­trie­ben. Vie­le von ihnen wur­den ent­we­der getö­tet oder zur Umsied­lung in kar­ge Gebie­te gezwun­gen.

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UN-Gericht fordert Washington auf, Iran-Sanktionen für humanitäre Güter aufzuheben


Tehe­ran reich­te im Juli die­ses Jah­res eine Kla­ge gegen Washing­ton ein und hat­te erklärt, die USA hät­ten durch den Rück­zug aus dem ira­ni­schen Atom­pro­gramm den 1955 unter­zeich­ne­ten Ver­trag über Freund­schaft, wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen und kon­su­la­ri­sche Rech­te ver­letzt.

Damals, vor mehr als 60 Jah­ren, einig­ten sich die Sei­ten dar­auf, “für bei­de Sei­ten vor­teil­haf­te Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten” zu för­dern und einen “enge­ren wirt­schaft­li­chen Aus­tausch zwi­schen ihren Völ­kern” auf­recht­zu­er­hal­ten.

Es ist fast fünf Mona­te her, seit Donald Trump als lang­jäh­ri­ger Iran-Kri­ti­ker, sei­tens der USA das Atom­ab­kom­men ein­sei­tig gekün­digt hat. Die Ent­schei­dung stieß auf den Wider­stand wich­ti­ger ame­ri­ka­ni­scher Ver­bün­de­ter, dar­un­ter von Frank­reich und Deutsch­land. Der Rück­zug der USA aus dem Abkom­men erfolg­te trotz der Tat­sa­che, dass die Inter­na­tio­na­le Atom­ener­gie­be­hör­de (IAEO) wie­der­holt die Ein­hal­tung des Abkom­mens durch Tehe­ran bestä­tigt hat­te.

Mehr zum The­ma Iran-Sank­tio­nen : Streit zwi­schen EU und USA eska­liert (Video)

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Indonesien fordert 769 geflohene Häftlinge zur Rückkehr auf


Das Beben der Stär­ke 7,4 hat­te auch Wän­de und Zäu­ne zwei­er Gefäng­nis­se in der beson­ders hart getrof­fe­nen Stadt Palu und dem benach­bar­ten Bezirk Dong­ga­la ein­stür­zen las­sen. 769 Insas­sen nutz­ten die Gele­gen­heit zur Flucht.

Nach der jüngs­ten offi­zi­el­len Zwi­schen­bi­lanz vom Mon­tag kamen min­des­tens 844 Men­schen auf der viert­größ­ten Insel Indo­ne­si­ens ums Leben. Dabei han­delt es sich nach Anga­ben des Kata­stro­phen­schut­zes aller­dings nur um Todes­op­fer, die bereits iden­ti­fi­ziert wur­den. Bei vie­len Toten gelang dies noch nicht. Zudem wird befürch­tet, dass in ent­le­ge­ne­ren Gebie­ten vie­le Opfer noch nicht ein­mal ent­deckt sind. Die Regie­rung fürch­tet, dass die Zahl letzt­lich in die Tau­sen­de geht. (dpa)

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Nach Neonazi-Marsch in Dortmund : SPD fordert Stellungnahme von Polizei und Landesinnenminister


Am Frei­tag fan­den zwei Mär­sche mit bis zu 175 Neo­na­zis in Dort­mund statt. Die Demons­tran­ten rie­fen : 

Wer Deutsch­land liebt, ist Anti­se­mit. Natio­na­ler Sozia­lis­mus – jetzt !

Sie mar­schier­ten durch die Stadt­tei­le Dort­mund-Dorst­feld und -Mar­ten. Die Poli­zei weist jede Kri­tik von sich. Sie muss­te die Demons­tran­ten zie­hen las­sen und war mit ange­mes­se­ner Per­so­nen­zahl von 80 Poli­zis­ten und Poli­zis­tin­nen vor Ort. Zudem wur­de der Auf­la­gen­be­scheid der Poli­zei zu den Pro­tes­ten im Vor­feld vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter abge­lehnt. 

SPD-Gene­ral­se­kre­tä­rin Nad­ja Lüders, die Abge­ord­ne­ten Sven Wolf und Hart­mut Ganz­ke erklär­ten in einem Brief an den Lan­des­in­nen­mi­nis­ter ihre Ent­rüs­tung gegen die Mär­sche :

Wir fra­gen uns, ob so die Null-Tole­ranz-Stra­te­gie der Lan­des­re­gie­rung gegen­über dem Rechts­ex­tre­mis­mus in unse­rem Land aus­sieht ? (…) Was hat die Lan­des­re­gie­rung an die­sem Abend dazu bei­getra­gen, sich von die­sen häss­li­chen Sze­nen zu distan­zie­ren, sie zu unter­bin­den und unse­re Ver­fas­sung zu schüt­zen ?

Her­bert Reul, Innen­mi­nis­ter (CDU) von Nord­rhein-West­fa­len, sol­le sich der SPD gegen­über erklä­ren. Er steht in der Kri­tik, zu vie­le Poli­zis­ten für den Ham­ba­cher Forst ein­ge­setzt zu haben. Dadurch hät­ten die Neo­na­zis in Dort­mund freie Bahn gehabt. 

Vol­ker Beck auf Twit­ter : 

ca. 300 Neo­na­zis lau­fen de fac­to ohne Poli­zei­be­glei­tung durch die Stra­ßen, schrei­be u. a. ‘Wer Deutsch­land liebt, ist Anti­se­mit.’ Was sagt See­ho­fer zu Dort­mund ?

Die Poli­zei NRW wider­sprach der Zahl von 300 Neo­na­zis. Es habe sich um 175 Demons­tran­ten gehan­delt. Sie beschreibt das Gesche­hen fol­gen­der­ma­ßen : 

Wäh­rend der Ver­samm­lung wur­de ver­ein­zelt Pyro­tech­nik gezün­det. Die Per­so­nen wur­den iden­ti­fi­ziert und Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Wir haben umfang­rei­che Beweis­mit­tel sicher­ge­stellt. (…) Die Poli­zei wird auch wei­ter­hin im Rah­men der ihr zur Ver­fü­gung ste­hen­den recht­li­chen Mög­lich­kei­ten die Rechts­ex­tre­mis­ten in unse­rer Stadt bekämp­fen.

Gegen zwei Per­so­nen wur­de Straf­an­zei­ge erstat­tet, sie wur­den fest­ge­nom­men, weil sie Ein­griff in den Bahn­ver­kehr genom­men haben. 

Wei­ter­hin schrieb die Poli­zei auf Twit­ter : 

In einem Live-Stream der Dort­mun­der Neo­na­zi-Mär­sche sind Demons­tran­ten zu sehen, wie sie schwarz-weiß-rote Fah­nen schwen­ken und Pyro­tech­nik zün­den. Zu ver­neh­men sind anti­de­mo­kra­ti­sche Aus­ru­fe. In Chem­nitz gin­gen am Frei­tag Anhän­ger von “Pro Chem­nitz” auf die Stra­ßen. Dabei kam es zu Straf­ta­ten. Die Demons­tran­ten grif­fen ein Par­tei­bü­ro von den Lin­ken an. In Dort­mund will die Poli­zei den Fall mit einer Nach­be­ar­bei­tungs­grup­pe dis­ku­tie­ren. Die Demons­tra­tio­nen wur­den unter “Gegen Poli­zei­schi­ka­nen und Poli­zei­will­kür” ange­mel­det. Am 15. Sep­tem­ber kam es im Rah­men eines Fami­li­en­fes­tes zur Tole­ranz in Dorst­feld zur Fest­nah­me von neun Per­so­nen, die die Ver­an­stal­tung durch Zwi­schen­ru­fe stör­ten. 

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Tschechiens Regierungschef Andrej Babiš fordert Härte gegen Flüchtlinge


War­um soll­ten wir sie auf­neh­men ? Wir haben auch bei uns Wai­sen­kin­der, die wir auf ihr Leben vor­be­rei­ten müs­sen”, ant­wor­te­te er nach einer Jour­na­lis­ten­fra­ge zu mög­li­chen Aus­nah­me­fäl­len, die eine christ­de­mo­kra­ti­sche EU-Par­la­men­ta­rie­rin ange­regt hat­te. Tsche­chi­en bewei­se sei­ne Soli­da­ri­tät bei­spiels­wei­se mit finan­zi­el­ler und medi­zi­ni­scher Hil­fe direkt in Syri­en und ande­ren Kri­sen­ge­bie­ten, beton­te Andrej Babiš. Die tsche­chi­sche Posi­ti­on sei klar : “Wir neh­men kei­nen ein­zi­gen Flücht­ling auf!”

Eben­so kon­se­quent müs­se aber auch die gan­ze EU sein, denn nur dann kön­ne die ille­ga­le Migra­ti­on ein­ge­dämmt wer­den. “Es ist dafür wich­tig, dass Euro­pa ein kla­res Signal aus­sen­det, dass es zu ist und kei­ne wei­te­ren Migran­ten und Schif­fe mehr her­ein­ge­las­sen wer­den”, erläu­ter­te der Poli­ti­ker. (dpa)

Mehr zum The­ma — Nach Ein­lei­tung von Ver­fah­ren : Polen will Ungarn vor EU-Sank­tio­nen schüt­zen

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Wegen sexistischer Inhalte” — Belgischer Minister fordert Verbot von TV-Gottesdiensten


Der flä­mi­sche Minis­ter für Kul­tur, Jugend, Medi­en und Brüs­sel Sven Gatz (Open VLD) for­dert ein Ver­bot von Fern­seh-Got­tes­diens­ten, nach­dem ein Katho­lik in einer Über­tra­gung des Sen­ders VRT Frau­en dazu auf­rief, sich ihren Ehe­män­nern zu unter­wer­fen. In dem über­tra­ge­nen Got­tes­dienst wur­de aus dem neu­en Tes­ta­ment Ephe­ser 5,22−33 zitiert, wo es unter ande­rem heißt : 

Ihr Frau­en, ord­net euch euren Män­nern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Chris­tus das Haupt der Gemein­de ist – er hat sie als sei­nen Leib geret­tet. Aber wie nun die Gemein­de sich Chris­tus unter­ord­net, so sol­len sich auch die Frau­en ihren Män­nern unter­ord­nen in allen Din­gen.

Sven Gatz sag­te hier­zu : 

Natür­lich ste­he ich nicht hin­ter die­sen Äuße­run­gen. Die Tat­sa­che, dass sie aus einem alten Buch stam­men, ist kein Argu­ment, um sie unter unse­ren Leu­ten zu ver­brei­ten. Dies ist nicht zeit­ge­mäß, und dass es auf dem Sen­der VRT inner­halb ganz Flan­derns lief, ist schon sehr ver­rückt. 

Es ist nicht Gatz’ ers­ter Ver­such, die Über­tra­gun­gen zu ver­bie­ten. Die­ses Mal hofft er auf das Ver­ständ­nis sei­ner Koali­ti­ons­part­ner. Die Vlaams Bij­bel­ge­nootshap (Flä­mi­sche Bibel­ge­mein­schaft) hält die Debat­te hin­ge­gen für falsch. Das Zitat sei aus dem Kon­text geris­sen wor­den. Es gin­ge nicht um die Unter­wer­fung der Frau, son­dern die Unter­wer­fung gegen­über Chris­tus. Der Fern­seh­sen­der VRT will wei­ter­hin Got­tes­diens­te über­tra­gen, als “Dienst an den Zuschau­ern : für reli­giö­se Zuschau­er und für Zuschau­er, die sich mit so einer Fei­er ver­traut machen wol­len und nicht immer damit über­ein­stim­men, was in der Kir­che gesagt wird.” Es sei kein Pro­blem für VRT, dass sich hier­aus eine Debat­te speist. 

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