Nach Auftritt bei CDU-“Werkstattgespräch”: Uni Frankfurt schweigt Professor tot


Die Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main hat den eme­ri­tier­ten Pro­fes­sor Egbert Jahn, der an der Frank­fur­ter Uni lehrt, aus ihrem Vor­le­sungs­ver­zeich­nis und dem Per­so­nen­re­gis­ter gestri­chen. Nur noch auf den Sei­ten der “Uni­ver­si­tät des 3. Lebens­al­ters” (U3L), dem Senio­ren­an­ge­bot der Frank­fur­ter Uni­ver­si­tät, fin­den sich noch Infor­ma­tio­nen über den Poli­to­lo­gen.

Im Febru­ar hat­te Jahn am soge­nann­ten Werk­statt­ge­spräch der CDU zum The­ma Flücht­lings­po­li­tik teil­ge­nom­men. Dort plä­dier­te er dafür, Illu­sio­nen abzu­bau­en, und erreg­te mit der For­de­rung Auf­se­hen, in abge­le­ge­nen Regio­nen der EU oder auf Inseln “Dau­er­flücht­lings­sied­lun­gen” für Mil­lio­nen von Flücht­lin­gen ein­zu­rich­ten.

In der CDU stieß er mit sei­nen Aus­füh­run­gen über­wie­gend auf Zustim­mung. Die Uni­ver­si­tät scheint den Auf­tritt des Pro­fes­sors anders zu bewer­ten und ent­fern­te ihn Wochen nach der Ver­an­stal­tung fast voll­stän­dig aus ihrem Online­auf­tritt.

Gegen­über Bild woll­te Jahn die­sen Vor­gang nicht kom­men­tie­ren. Er stell­te nur fest, dass sei­ne Vor­le­sun­gen im kom­men­den Som­mer­se­mes­ter wohl deut­lich schlech­ter besucht sein wür­den, wenn nie­mand von ihnen wis­se. Die Goe­the-Uni­ver­si­tät woll­te Bild “bezüg­lich Hrn. Prof. Egbert Jahn zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt nichts sagen”.

Im Janu­ar sorg­te der Fall des Poli­to­lo­gen Wer­ner Pat­z­elt für Auf­se­hen. Nach dem Ende sei­ner regu­lä­ren Pro­fes­sur hat­te Pat­z­elt eine Anschluss­ver­wen­dung als Seni­or­pro­fes­sor bean­tragt. Sei­ne Fakul­tät an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den schlug ihn dafür aller­dings nicht vor und unter­stell­te Pat­z­elt, Poli­tik und Wis­sen­schaft ver­mischt und damit dem Ruf der Hoch­schu­le gescha­det zu haben.

Pat­z­elt hat­te sich nach 2011 wie­der­holt kri­tisch zur Flücht­lings­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung geäu­ßert und Ver­ständ­nis für Pegi­da-Demons­tran­ten zum Aus­druck gebracht. Im Febru­ar trat Pat­z­elt der kon­ser­va­ti­ven Wer­te­uni­on bei.

Mehr zum The­ma — War­um Mer­kels Flücht­lings­po­li­tik die Uni­on noch lan­ge beschäf­ti­gen wird

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Zahlreiche Flüge in München und Frankfurt wetterbedingt gestrichen


Obwohl die Wet­ter­la­ge am Mor­gen ruhi­ger als erwar­tet gewe­sen sei und der Schnee in Regen über­ge­gan­gen sei, soll­ten die Annul­lie­run­gen ver­schie­de­ner Air­lines für rei­bungs­lo­se Abläu­fe im Flug­be­trieb sor­gen, so der Spre­cher wei­ter. Für die übri­gen über den Frei­tag geplan­ten 1.160 Flug­ver­bin­dun­gen sei­en aber kei­ne grö­ße­ren Ver­zö­ge­run­gen zu erwar­ten. Starts und Lan­dun­gen sei­en unter Berück­sich­ti­gung wit­te­rungs­be­ding­ter Vor­sichts­maß­nah­men gefahr­los mög­lich, sag­te der Spre­cher.

In Mün­chen wur­den wegen der schwie­ri­gen Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se für den Frei­tag rund 90 Flü­ge gestri­chen. Im Moment sei der Him­mel zwar blau, wei­te­rer Schnee­fall sei zunächst nicht in Sicht, “aber die Ent­schei­dung, Flü­ge zu strei­chen, liegt in der Hand der jewei­li­gen Air­line”, sag­te ein Spre­cher des Flug­ha­fens. Weil Flug­lot­sen in Ita­li­en am Nach­mit­tag in den Streik tre­ten, sei­en unab­hän­gig der 90 wet­ter­be­ding­ten Aus­fäl­le wei­te­re 20 Flug­ver­bin­dun­gen gestri­chen wor­den, sag­te der Spre­cher. (dpa)

Mehr zum The­ma — Bay­ern ver­sinkt im Schnee : Kata­stro­phen­fall auch im Land­kreis Bad Tölz-Wolf­rats­hau­sen

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In Nordbaden und Frankfurt festgenommene Terrorverdächtige bestreiten Anschlagsplanung


Bei Durch­su­chun­gen am Mitt­woch ver­gan­ge­ner Woche war in einem Anwe­sen in Plank­stadt bei Hei­del­berg ein Kalasch­ni­kow-Sturm­ge­wehr samt Muni­ti­on sicher­ge­stellt wor­den. Woher die Ver­däch­ti­gen die Waf­fe haben und was sie damit vor­hat­ten, wird unter­sucht. “Wir ermit­teln in alle Rich­tun­gen”, sag­te der Spre­cher der Karls­ru­her Ankla­ge­be­hör­de. Zu mög­li­chen Hin­ter­grün­den und zur Natio­na­li­tät der Ver­däch­ti­gen woll­te er aus ermitt­lungs­tak­ti­schen Grün­den wei­ter­hin nichts sagen.

Nach den Woh­nungs­durch­su­chun­gen in Mann­heim und im Rhein-Neckar-Kreis waren eine 39 Jah­re alte Frau sowie zwei 33 und 49 Jah­re alte Män­ner fest­ge­nom­men wor­den. Am spä­ten Sams­tag­abend folg­te die Fest­nah­me eines 53-Jäh­ri­gen am Flug­ha­fen Stutt­gart. Er soll der Bru­der des 49-Jäh­ri­gen sein. (dpa)

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Frankfurt am Main bekommt Denkmal zu Ehren sowjetischer Kriegsgefangener


Der Gene­ral­kon­sul der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, Alex­an­der Bulay, sag­te, die­ses Denk­mal sei ein anschau­li­ches Bei­spiel für zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ve und die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Län­dern — Russ­land und Deutsch­land. Wie die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti berich­tet, wur­de das Ehren­mal von Archi­tek­ten aus St. Peters­burg ent­wor­fen. Par­al­lel zur Umset­zung der Idee für das Denk­mal forsch­ten deut­sche Frei­wil­li­ge im Stadt­ar­chiv von Frank­furt am Main und erstell­ten eine Lis­te mit den Namen der Begra­be­nen.

Mehr zum The­ma — RT Doku : Die wah­re Rol­le der sowje­ti­schen Armee beim Sieg gegen Nazi-Deutsch­land (Video)

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Warnstreik : Einschränkungen am Flughafen Frankfurt, 800 Flüge gestrichen


Die Gewerk­schaft Ver­di hat­te die Beschäf­tig­ten dazu auf­ge­for­dert, von 5.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Arbeit nie­der­zu­le­gen. Die Luft­han­sa hat bereits hun­der­te Flü­ge gestri­chen — wie auch an den eben­falls betrof­fe­nen Flug­hä­fen in Mün­chen, Köln und Bre­men. Ins­ge­samt sei­en mehr als 800 Ver­bin­dun­gen betrof­fen, sag­te eine Luft­han­sa-Spre­che­rin.

Ver­di will damit kurz vor der drit­ten Tarif­run­de für die Beschäf­tig­ten im öffent­li­chen Dienst den Druck erhö­hen. Die Gesprä­che sind am 15. und 16. April in Pots­dam. Die Gewerk­schaft for­dert für bun­des­weit rund 2,3 Mil­lio­nen Tarif­be­schäf­tig­ten sechs Pro­zent mehr Lohn und Gehalt, min­des­tens aber 200 Euro pro Monat.

Die Aus­stän­de an den Flug­hä­fen sol­len auf Diens­tag beschränkt sein. Die Gewerk­schaf­ten Ver­di und Beam­ten­bund dbb kün­dig­ten bis Frei­tag aller­dings wei­te­re bun­des­wei­te Warn­streiks im gesam­ten öffent­li­chen Dienst von Bund und Kom­mu­nen an. Betrof­fen sein sol­len unter ande­rem Kitas, der Nah­ver­kehr und die Müll­ab­fuhr. (dpa)

Mehr zum The­ma — Frank­reich : Eisen­bah­ner-Streik hat schon 100 Mil­lio­nen Euro gekos­tet

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Frankfurt am Main : Hoch verschuldet — aber fünf Millionen Euro für Ökumenischen Kirchentag 2021


Erst 2021 soll die Ver­an­stal­tung statt­fin­den, aber schon jetzt sorgt ein Beschluss für Empö­rung : Der Magis­trat der Stadt Frank­furt am Main ver­kün­de­te, den Öku­me­ni­schen Kir­chen­tag 2021 mit rund fünf Mil­lio­nen Euro finan­zie­ren zu wol­len. Die Ver­an­stal­tung ist für die Zeit vom 12. bis 16. Mai 2021 geplant und wird gemein­sam vom Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag (DEKT) und dem Zen­tral­ko­mi­tee der deut­schen Katho­li­ken (ZdK) orga­ni­siert.

In einer Pres­se­mit­tei­lung der Stadt über den Magis­trats­be­schluss ist nach­zu­le­sen, dass den Orga­ni­sa­to­ren ein Bar­zu­schuss in Höhe von 3,9 Mil­lio­nen Euro sowie “unent­gelt­lich Sach- und Dienst­leis­tun­gen in einem Wert von bis zu einer Mil­li­on Euro” bewil­ligt wur­den.

Unse­re inter­na­tio­na­le und welt­of­fe­ne Stadt bie­tet den geeig­ne­ten Rah­men, um Men­schen zusam­men­zu­füh­ren und mit ihnen über aktu­el­le The­men offen zu dis­ku­tie­ren. Der Dia­log wird immer bedeu­ten­der, um in einer sich schnell wan­deln­den Welt den Blick zu wei­ten und das Herz zu öff­nen”, begrün­de­te der Bür­ger­meis­ter und Kir­chen­de­zer­nent Uwe Becker (CDU) den Schritt.

Der öku­me­ni­sche Kir­chen­tag spre­che vie­le Men­schen unter­schied­li­chen Alters, Her­kunft und Reli­gi­on an. Die Stadt Frank­furt am Main sehe es daher als ihre Pflicht an, den offe­nen Dia­log und die Stär­kung des Zusam­men­hal­tes unse­rer Gesell­schaft zu unter­stüt­zen und zu för­dern, so Becker wei­ter.

Es ist nicht die Auf­ga­be des Staa­tes, reli­giö­se Ver­an­stal­tun­gen zu finan­zie­ren”, sagt hin­ge­gen David Fara­go von der Akti­ons­grup­pe “Das 11. Gebot : Du sollst dei­nen Kir­chen­tag selbst bezah­len” gegen­über RT. Das ver­sto­ße gegen die Tren­nung von Staat und Kir­che und die welt­an­schau­li­che Neu­tra­li­tät des Staa­tes. “Zudem ist die Stadt Frank­furt hoch ver­schul­det und weit über die Hälf­te der Bevöl­ke­rung ist nicht mal Mit­glied der evan­ge­li­schen oder katho­li­schen Kir­che”, so Fara­go wei­ter. 

Kirchentage stellen keinen richtigen Dialog zwischen den Religionen dar

Laut dem Sta­tis­ti­schen Jahr­buch der Stadt Frankfurt/Main waren im letz­ten Jahr 39 Pro­zent der Bevöl­ke­rung evan­ge­lisch oder katho­lisch, 61 Pro­zent der Ein­woh­ner gehör­ten dage­gen einer ande­ren oder kei­ner Reli­gi­ons­ge­mein­schaft an. Ange­sichts sin­ken­der Mit­glie­der­zah­len der zwei gro­ßen christ­li­chen Kir­chen in Deutsch­land in den letz­ten Jah­ren ist davon aus­zu­ge­hen, dass deren Mit­glie­der-Zahl bis zu der Ver­an­stal­tung 2021 noch gerin­ger aus­fal­len dürf­te.

Frank­furt am Main ist der­zeit auch noch hoch ver­schul­det. Bis 2021 könn­ten die Schul­den der Stadt auf rund 2,9 Mil­li­ar­den Euro stei­gen. Das wäre fast eine Ver­dop­pe­lung gegen­über 2016, berich­te­te jüngst die Frank­fur­ter Neue Pres­se.

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Die Kir­chen­ta­ge, obwohl dies immer betont wer­de, stel­len zudem de fac­to kei­nen rich­ti­gen Dia­log zwi­schen Reli­gio­nen dar, denn fast 95 Pro­zent der Teil­neh­mer gehör­ten christ­li­chen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten an. “Beim Kir­chen­tag 2015 war das so, genau­so wie beim Katho­li­ken­tag 2016”, so Fara­go. Jeg­li­che Dis­kus­si­on über gesell­schaft­li­che The­men wer­de nicht neu­tral geführt, son­dern immer aus einer christ­lich-reli­giö­sen Per­spek­ti­ve.

Den Beschluss über die Finan­zie­rung ist noch nicht end­gül­tig. Der Magis­trat muss nun eine Vor­la­ge erar­bei­ten und in die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ein­brin­gen. Eine Abstim­mung hier­über könn­te im Febru­ar oder März erfol­gen. “Wir haben bereits eine Pro­test­ak­ti­on orga­ni­siert, wei­te­re sol­len fol­gen”, so Fara­go. 

Der letz­te Öku­me­ni­sche Kir­chen­tag fand vor acht Jah­ren in Mün­chen statt, zuvor gab es 2003 den ers­ten Öku­me­ni­schen Kir­chen­tag in der Bun­des­haupt­stadt Ber­lin.

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