Umfrage : Mehrheit der Deutschen hält Putin für kompetenter, Trump für gefährlicher


Fast zwei Drit­tel der Deut­schen sehen in US-Prä­si­dent Donald Trump eine grö­ße­re Gefahr für den Welt­frie­den als im rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin.

In einer Umfra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts You­Gov im Auf­trag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur wird Wla­di­mir Putin im Ver­gleich zu Donald Trump zudem als sym­pa­thi­scher, kom­pe­ten­ter und auch mäch­ti­ger ein­ge­stuft. Beson­ders groß ist der Abstand bei der Fra­ge der Kom­pe­tenz : 56 Pro­zent sehen Putin als kom­pe­ten­ter an, ledig­lich 5 Pro­zent sehen hier Trump vor­ne, der Rest mach­te kei­ne Anga­ben.

Trump und Putin kom­men am Mon­tag in Hel­sin­ki zu einem mit Span­nung erwar­te­ten Gip­fel­tref­fen zusam­men. Es ist das drit­te bila­te­ra­le Gespräch der Bei­den seit dem Amts­an­tritt Donald Trumps im Janu­ar 2017. Die ers­ten bei­den Tref­fen fan­den am Ran­de inter­na­tio­na­ler Kon­fe­ren­zen statt.

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Laut You­Gov-Umfra­ge sind 64 Pro­zent der Mei­nung, von Trump gehe die grö­ße­re Gefahr für den Welt­frie­den aus. Nur 16 Pro­zent sagen das über Putin. 36 Pro­zent fin­den Putin sym­pa­thi­scher, nur 6 Pro­zent Trump. Eine Mehr­heit von 58 Pro­zent will sich zu die­ser Fra­ge gar nicht äußern. Über­ra­schend ist, dass Putin auch als der mäch­ti­ge­re der bei­den Staats­chefs wahr­ge­nom­men wird (43 zu 25 Pro­zent), obwohl die USA mili­tä­risch und wirt­schaft­lich viel stär­ker sind als Russ­land.

Zwi­schen den Anhän­gern der im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en gibt es beim Ver­gleich der bei­den Staats­chef kei­ne gra­vie­ren­den Unter­schie­de. So hal­ten die Wäh­ler der Uni­on Putin für sym­pa­thi­scher (31 zu 7 Pro­zent) kom­pe­ten­ter (56 zu 5) und mäch­ti­ger (44 zu 29) und Trump für gefähr­li­cher (66 zu 18).

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(dpa/ rt deutsch)

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Bis die Schulden uns trennen : US-Paare liehen sich 2017 über 3,5 Milliarden US-Dollar für Hochzeiten


Der beson­de­re Tag vie­ler US-Ame­ri­ka­ner wird wahr­schein­lich nicht bil­lig, wenn sie eine Lis­te von teu­ren Din­gen wie einem Kleid, einem geeig­ne­ten Ver­an­stal­tungs­ort, spe­zi­el­len Ein­la­dun­gen, Cate­ring, Blu­men­ar­ran­ge­ments und Limou­si­nen für ihre Hoch­zeit zusam­men­stel­len. Daten zeig­ten, dass von 126 Mil­lio­nen erwach­se­nen US-Ame­ri­ka­nern im ver­gan­ge­nen Jahr über eine Mil­li­on gehei­ra­tet hat.

Eine Finder.com-Studie fand her­aus, dass 80 Pro­zent der US-Ame­ri­ka­ner, die sich im Jahr 2017 Geld lie­hen, um spe­zi­ell die Hoch­zeits­kos­ten zu decken, eine Gesamt­ver­schul­dung von 3,48 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zusam­men­ge­tra­gen haben. Dazu nutz­ten die meis­ten Paa­re (35,7 Pro­zent) die Mög­lich­kei­ten, die Kre­dit­kar­ten oder per­sön­li­che Dar­le­hen (28,6 Pro­zent) bie­ten.

Auch Fami­lie muss beim The­ma Geld ein­sprin­gen 

Die Stu­die ergab außer­dem, dass fast jedes fünf­te Ehe­paar (21,4 Pro­zent) sich Geld von Fami­li­en­mit­glie­dern oder Freun­den gelie­hen hat.

Wenn es um die Finan­zie­rung einer Hoch­zeit geht, ist es wich­tig, nicht nur Ihre Fähig­keit zu ana­ly­sie­ren, Ihr Dar­le­hen zurück­zu­zah­len, son­dern auch zu bestim­men, wie Sie Ihre Kos­ten sen­ken kön­nen, und den­noch ein beson­de­res Erleb­nis haben”,

sag­te Jen­ni­fer McDer­mott, Finder’s Con­su­mer Advo­ca­te.

Da alle Kre­dit­be­din­gun­gen sehr unter­schied­lich sind, ist es wich­tig, den effek­ti­ven Jah­res­zins zu ermit­teln und eine ange­mes­se­ne durch­schnitt­li­che Kre­dit­rück­zah­lungs­dau­er zu ver­ein­ba­ren. Sobald die Rück­zah­lung anfängt, sind Sie für die Haupt­kos­ten der Dar­le­hen und die Zin­sen ver­ant­wort­lich, die ange­sam­melt wird”, sag­te sie und beton­te :

Ein glück­li­cher Tag ist kei­nen jah­re­lan­gen finan­zi­el­len Stress wert.

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UN-Staaten einigen sich auf Entwurf für weltweiten Migrationspakt — USA außen vor


Die USA sind nach UN-Anga­ben als ein­zi­ger der 193 UN-Mit­glied­staa­ten aus den Ver­hand­lun­gen aus­ge­tre­ten. Er hof­fe, dass die USA aber “frü­her oder spä­ter” dem Abkom­men bei­tre­ten wür­den, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Antó­nio Guter­res. Die USA sei­en selbst “Migra­ti­ons­land”. Auch Ungarn sieht den Ver­trag kri­tisch und will kom­men­de Woche in einer Regie­rungs­sit­zung ent­schei­den, ob es bei­tritt.

Das Doku­ment ist recht­lich nicht bin­dend, hat aber star­ken Sym­bol­cha­rak­ter. Der 34 Sei­ten lan­ge Migra­ti­ons­pakt soll hel­fen, Flücht­lings­strö­me bes­ser zu orga­ni­sie­ren und Rech­te der Betrof­fe­nen zu stär­ken. Dar­in ist von “geteil­ter Ver­ant­wor­tung” sowie “gegen­sei­ti­gem Ver­trau­en, Ent­schlos­sen­heit und Soli­da­ri­tät” die Rede. “Kein Land kann die Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen die­ses welt­wei­ten Phä­no­mens allein ange­hen”, heißt es in dem Papier. (dpa)

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Schließen, zerstören oder restaurieren : Indiens Gericht sieht nur drei Optionen für Taj Mahal


Gut 360 Jah­re nach der Errich­tung des Mau­so­le­ums wei­sen wei­ße Mar­mor­plat­ten Schim­mel und zahl­rei­che Ris­se auf. Das Obers­te Gericht Indi­ens hat der Regie­rung in sei­nem am Mitt­woch gefäll­ten Urteil nun drei Optio­nen gelas­sen : Das Taj Mahal soll ent­we­der geschlos­sen, zer­stört oder restau­riert wer­den. Die berühm­te Sehens­wür­dig­keit befin­det sich am Stadt­rand von Agra und wird täg­lich von bis zu 200.000 Men­schen besich­tigt. Seit dem Jahr 1983 steht das berühm­te Wahr­zei­chen Indi­ens auf der Lis­te des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes. (RIA Nowos­ti)

Mehr zum The­ma — Wikin­ger­stät­ten Haitha­bu und Dane­werk sind UNESCO-Welt­kul­tur­er­be

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Für Hinrichtungen in USA begehrt — Deutsche Firma verschifft illegal Tiergift


Die Olden­bur­ger Staats­an­walt­schaft ermit­telt gegen ein Phar­ma­un­ter­neh­men wegen des Ver­dachts ille­ga­ler Expor­te gif­ti­ger Sub­stan­zen in die USA und nach Asi­en, was gegen die EU-Fol­ter-Richt­li­nie und das Außen­wirt­schafts­ge­setz ver­sto­ßen wür­de.

Mit­ar­bei­ter der VET Phar­ma im nie­der­säch­si­schen Frie­soy­the sol­len vie­le Ton­nen der Injek­ti­ons­lö­sung “Beu­tha­na­sia-D” in die USA ver­schifft haben. Das Mit­tel ist zwecks “schmerz­frei­er und schnel­ler Eutha­na­sie” aus­schließ­lich für Hun­de zuläs­sig. Aller­dings wird der Haupt­wirk­stoff des Mit­tels, Pen­to­bar­bi­tal, in den USA auch ein­ge­setzt, um Men­schen hin­zu­rich­ten.

Vor­sätz­li­che Mani­pu­la­ti­on von Export­da­ten

Seit dem Jahr 2011 wird das Gift in der EU-Anti-Fol­ter-Ver­ord­nung geführt und unter­liegt stren­gen Export­be­schrän­kun­gen. Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um erteilt offi­zi­el­le Export­ge­neh­mi­gun­gen in die USA ledig­lich, wenn der Ver­bleib des Gift­stoffs lücken­los geklärt ist. Damit soll ver­hin­dert wer­den, dass das deut­sche Gift in US-Gefäng­nis­sen gegen Ver­ur­teil­te ange­wen­det wird.

Doch laut dem Durch­su­chungs­be­schluss des Amts­ge­richts Olden­burg sol­len Mit­ar­bei­ter der VET Phar­ma die­se Export­re­ge­lung bewusst und in beträcht­li­chem Umfang umgan­gen haben.

Allein zwi­schen Novem­ber 2017 und Janu­ar 2018 sol­len ton­nen­wei­se Mit­tel im Wert von 200.000 Euro in die USA ver­schifft wor­den sein. Nicht nur gab es dafür kei­ne Geneh­mi­gung, die VET-Phar­ma-Mit­ar­bei­ter sol­len die Export­da­ten auch noch vor­sätz­lich mani­pu­liert haben.

Die Lie­fe­run­gen gin­gen zunächst an ein US-ame­ri­ka­ni­sches Schwes­ter­un­ter­neh­men, die Inter­vet Sche­ring-Plough Ani­mal Health. Zwei wei­te­re Lie­fe­run­gen sol­len nach Japan gegan­gen sein, wo die Todes­stra­fe eben­falls wei­ter­hin Bestand­teil des Rechts­sys­tems ist.

Im Febru­ar 2018 konn­te ein wei­te­rer geplan­ter Trans­port vom Haupt­zoll­amt Bre­men gestoppt wer­den. Die Fir­ma VET Phar­ma Frie­soy­the GmbH gehört zum US-Phar­ma­rie­sen Merck Sharp & Doh­me (MSD).

Zwar hieß es von der Staats­an­walt­schaft Olden­burg, es gebe bis­her kei­ne Erkennt­nis­se “über den kon­kre­ten Ein­satz der phar­ma­zeu­ti­schen Erzeug­nis­se in Ame­ri­ka”, aller­dings lau­fen die Ermitt­lun­gen wei­ter. Nach Durch­su­chun­gen der Räu­me der Zweig­nie­der­las­sung wür­den Daten und Unter­la­gen aus­ge­wer­tet.

Sub­stanz zur Hin­rich­tung in den USA knapp

Da das Bun­des­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­ge­neh­mi­gung vie­le Jah­re kei­nen Export von Pen­to­bar­bi­tal geneh­mig­te und auch ande­re euro­päi­sche Her­stel­ler nicht mehr in die USA gelie­fert hat­ten, wur­de der Stoff für die leta­len Injek­tio­nen rar. Eini­ge US-Bun­des­staa­ten scho­ben die Voll­stre­ckung von Todes­ur­tei­len daher auf oder wen­de­ten uner­prob­te Che­mi­ka­li­en ein.

Auch wenn bis­her nicht bewie­sen ist, dass der deut­sche Able­ger eines US-Phar­ma­kon­zerns direkt oder indi­rekt in US-Todes­trak­te lie­fer­te, ver­leiht die Knapp­heit des Mit­tels in den USA und die vor­sätz­li­che Mani­pu­la­ti­on der Export­da­ten durch die deut­sche Phar­ma­fir­ma die­sem Fall eini­ge Bri­sanz.

In den USA wird die Todes­stra­fe wei­ter­hin in meh­re­ren Staa­ten durch­ge­führt, obwohl zahl­rei­che Fäl­le öffent­li­che Dis­kus­sio­nen nach sich zogen, so die Exe­ku­ti­on von Häft­lin­gen, die mög­li­cher­wei­se an einer geis­ti­gen Behin­de­rung lit­ten. Auch auf­grund von Ver­fah­rens- und Ermitt­lungs­feh­lern ist die Pra­xis umstrit­ten.

Im Jahr 2012 erga­ben Unter­su­chun­gen und DNA-Ana­ly­sen von 270 Gerichts­ur­tei­len aus den Jah­ren 1985 und 2000, dass die zugrun­de lie­gen­de Haar­ana­ly­se eine Feh­ler­quo­te von 95 Pro­zent auf­wies, 14 Men­schen wur­den auf die­ser Grund­la­ge hin­ge­rich­tet. Eine Stu­die aus dem Jahr 2014 schätz­te, dass mehr als vier Pro­zent der in den USA zum Tode ver­ur­teil­ten Häft­lin­ge unschul­dig sei­en.

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Krebsrisiken verschwiegen ? Milliardenstrafe für Pharmakonzern J&J


Geklagt hat­ten 22 an Eier­stock­krebs lei­den­de Frau­en. Sie machen J&J-Produkte wie den Kör­per­pu­der « Baby Powder » für ihre Erkran­kun­gen ver­ant­wort­lich und wer­fen dem Kon­zern vor, Gefah­ren ver­schwie­gen zu haben. Klä­ger­an­walt Mark Lanier beschul­digt John­son & John­son, seit über 40 Jah­ren Bewei­se zu ver­tu­schen.

Es ist aller­dings nicht das ers­te Mal, dass ein Geschwo­re­nen­ge­richt das Unter­neh­men ver­ur­teilt — eini­ge hohe Stra­fen wur­den spä­ter in Beru­fungs­ver­fah­ren zurück­ge­nom­men, in ande­ren Fäl­len ste­hen Ent­schei­dun­gen höhe­rer Instan­zen noch aus. J&J kün­dig­te auch dies­mal rasch an, das Urteil mit allen mög­li­chen Mit­teln anfech­ten zu wol­len.

Wegen angeb­li­cher Krebs­ge­fah­ren von Kör­per­pfle­ge­ar­ti­keln, die das Magne­si­um­si­li­kat Tal­kum ent­hal­ten, ist der Kon­zern in den USA mit Tau­sen­den Kla­gen kon­fron­tiert. In eini­gen Fäl­len, wie dem aktu­el­len, behaup­ten die Klä­ge­rin­nen auch, dass die­se Pro­duk­te Asbest ent­hal­ten wür­den. John­son & John­son weist die Vor­wür­fe zurück. (dpa)

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Ich habe einen Fehler gemacht”: Kroatischer Fußballspieler Vida entschuldigt sich für Ukraine-Jubel


Im Lau­fe des Inter­views frag­te der Kor­re­spon­dent, ob Vida sich beim Spiel gegen Eng­land wegen der Buh­ru­fe unwohl gefühlt hät­te. Jedes Mal, wenn Vida wäh­rend des Matches gegen Eng­land den Ball bekam, waren Miss­fal­lens­kund­ge­bun­gen und Buh­ru­fe zu hören. Auf Rus­sisch erklär­te der Spie­ler, er wis­se, dass er einen Feh­ler began­gen habe, und wol­le sich noch­mals bei den Rus­sen ent­schul­di­gen. Man müs­se aus sei­nen Feh­lern ler­nen. Mit der umstrit­te­nen Paro­le “Sla­wa Ukrai­ni”, die wäh­rend und nach dem Mai­dan-Putsch 2014 als Slo­gan der anti­rus­si­schen ukrai­ni­schen Natio­na­lis­ten galt, soll der kroa­ti­sche Spie­ler den Sieg der kroa­ti­schen Mann­schaft im Spiel gegen Russ­land im Vier­tel­fi­na­le der Ukrai­ne gewid­met haben.

Mehr zum The­ma — Nazi-Gruß nach WM-Sieg gegen Russ­land ? Kroa­ti­scher Tor­schüt­ze wid­met Sieg der Ukrai­ne

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Reaktion auf Trump-Zölle : Für deutsche Investitionen riskiert Peking Schwächeln eigener Anbieter


Die inlän­di­schen Auto­her­stel­ler schnit­ten im Rah­men des jüngs­ten Bären­mark­tes in der Volks­re­pu­blik Chi­na am schlech­tes­ten ab, wobei der Auto­mo­bil­her­stel­ler Gre­at Wall Motors sogar um mehr als 50 Pro­zent unter den Höchst­stand vom Okto­ber fiel. Es gibt vie­le Grün­de für die nied­ri­ge­ren Bewer­tun­gen der chi­ne­si­schen Auto­mo­bil­her­stel­ler. JP-Mor­gan-Ana­lys­ten nann­ten die­se Woche in einem Bericht eini­ge davon. Unter ihnen sehen sie Fak­to­ren wie Arbeits- und Roh­stoff­preis­druck, stren­ge­re Stan­dards für Fahr­zeu­g­e­mis­sio­nen und eine zuneh­men­de Sät­ti­gung am unte­ren Ende des Gelän­de­wa­gen-Mark­tes, des soge­nann­ten SUV Mar­kets, der als Gre­at Wall Motors’ bevor­zug­tes Seg­ment gilt.

Hang Seng erholt sich, Autoaktien bleiben im Keller

Ein wei­te­rer Fak­tor ist jedoch die Ent­schei­dung der Volks­re­pu­blik Chi­na, einen Teil ihres Auto­mo­bil­mark­tes an deut­sche Her­stel­ler abzu­tre­ten — als Teil der Gesamt­re­ak­ti­on Pekings auf den in die­sem Monat von der Trump-Regie­rung initi­ier­ten Zoll­krieg. Peking hat sich offen­bar dazu ent­schlos­sen, die hei­mi­schen Pro­du­zen­ten zu belas­ten, um enge­re wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen zu Deutsch­land zu knüp­fen.

Trotz der beschei­de­nen Erho­lung des Hang Seng Chi­na Enter­pri­ses Index ver­lor die Auto-Aktie in der ver­gan­ge­nen Woche wei­ter an Wert. Die letz­te Run­de des Schwä­che­an­falls fällt mit der Bekannt­ga­be gro­ßer Joint Ven­tures zwi­schen deut­schen und chi­ne­si­schen Auto­mo­bil­her­stel­lern zusam­men, die ihrer­seits eine Reak­ti­on auf den Han­dels­krieg zwi­schen Chi­na und den USA dar­stel­len.

Mehrere deutsche Großunternehmen wollen Engagement erweitern

Gre­at Wall und BMW haben Anfang die­ser Woche ver­ein­bart, eine elek­tri­sche Ver­si­on des Mini zu bau­en. Das in Mün­chen ansäs­si­ge Unter­neh­men kün­dig­te eine Erwei­te­rung sei­nes Joint Ven­tures mit Bril­li­an­ce Auto an, um im nächs­ten Jahr in der Volks­re­pu­blik 519.000 Fahr­zeu­ge zu pro­du­zie­ren. Außer­dem wol­le man 4,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar für Bat­te­ri­en vom chi­ne­si­schen Her­stel­ler CATL aus­ge­ben.

Auch Sie­mens, BASF und Volks­wa­gen kün­dig­ten in die­ser Woche gro­ße Expan­si­ons­plä­ne für Chi­na an, als Pre­mier Li Keqiang Ber­lin besuch­te.

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Pomp oder Heroismus ? Musk unter Kritik wegen U-Boot für Rettung thailändischer Kinder


SpaceX- und Tes­la-Chef Elon Musk hat per­sön­lich ein Mini-U-Boot als Hil­fe bei der Ret­tung der in einer thai­län­di­schen Höh­le ein­ge­schlos­se­nen Kin­der gelie­fert. Die Reak­tio­nen im Inter­net waren unter­schied­lich – obwohl gelobt von eini­gen, geriet der Unter­neh­mer auch oft unter Kri­tik.
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Chinesischer Premier zu Handelskrieg mit USA : China offen für Handel mit Osteuropa


Wäh­rend sei­nes Auf­tritts bei der Ver­an­stal­tung sag­te Li Keqiang, dass Chi­na sei­ne Märk­te wei­ter öff­nen und ande­re Refor­men durch­füh­ren, die Wirt­schaft des Lan­des ankur­beln und den EU-Mit­glie­dern sowie Anwär­tern in der ärme­ren Hälf­te des Blocks Chan­cen bie­ten wer­de.

Es ist wech­sel­sei­ti­ger Ver­kehr”, erklär­te Li. “Die Öff­nung war ein wich­ti­ger Motor für Chi­nas Reform­agen­da, sodass wir uns der Welt wei­ter öff­nen wer­den, ein­schließ­lich der Erwei­te­rung des Markt­zu­gangs für aus­län­di­sche Inves­to­ren.”

Lis Teil­nah­me am sieb­ten Gip­fel­tref­fen die­ser Art in Sofia fiel mit den ers­ten Sal­ven zusam­men, die zu einem lang­wie­ri­gen Welt­han­dels­krieg wer­den könn­ten, als Washing­ton und Peking Zöl­le auf Waren im Wert von 34 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gegen den jeweils ande­ren ein­führ­ten.

Eini­ge Teil­neh­mer­län­der der Kon­fe­renz haben begon­nen, den Wert der jähr­li­chen Tref­fen in Zwei­fel zu zie­hen, wodurch Chi­na unter Druck geriet. Es galt nun zu zei­gen, dass die Wer­bung Pekings für ein­zel­ne Län­der vom Bal­ti­kum bis zum Bal­kan der Euro­päi­schen Uni­on als Gan­zer nicht scha­den wür­de.

Wenn Euro­pa geschwächt wird, ist das nur eine schlech­te Nach­richt für Chi­na, nicht umge­kehrt”, beton­te der chi­ne­si­sche Pre­mier. “Die­se Platt­form (16+1) muss offen blei­ben. Sie muss trans­pa­rent sein.”

Ver­tre­ter der EU, der Welt­bank und der Euro­päi­schen Bank für Wie­der­auf­bau und Ent­wick­lung waren ein­ge­la­den, und Li wies dar­auf hin, dass die­se Orga­ni­sa­tio­nen will­kom­men sei­en, gemein­sam Pro­jek­te in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa zu finan­zie­ren.

In Anbe­tracht der Not­wen­dig­keit, die Bezie­hun­gen zur EU im Zuge der Inten­si­vie­rung der Han­dels­kämp­fe mit US-Prä­si­dent Donald Trump auf­recht­zu­er­hal­ten, ach­te­te der chi­ne­si­sche Poli­ti­ker dar­auf, dass Chi­nas Posi­ti­on die euro­päi­sche Inte­gra­ti­on und die Regeln für Han­del und Beschaf­fung unter­stüt­ze.

Er ver­kün­de­te, Chi­na sei bereit, ein glo­ba­les Part­ner­schafts­zen­trum in Sofia zu finan­zie­ren. Die­ses soll chi­ne­si­schen Unter­neh­men hel­fen, die EU-Markt­re­geln zu ver­ste­hen und sie in der Regi­on ein­zu­hal­ten.

Ana­lys­ten sag­ten vor­aus, dass Li es ver­mei­den wür­de, jeg­li­che Pro­ble­me anzu­spre­chen, die die west­li­chen EU-Regie­run­gen irri­tie­ren könn­te. Wäh­rend des Gip­fels hielt er bila­te­ra­le Tref­fen mit allen Staats- und Regie­rungs­chefs der teil­neh­men­den Län­der ab und erklär­te dabei, dass die­se Gesprä­che nicht dazu bestimmt sei­en, Euro­pa zu spal­ten.

Es wur­den zwar etwa 18 bila­te­ra­le Abkom­men und Memo­ran­den unter­zeich­net, aber kei­ne neu­en gro­ßen Geschäf­te ange­kün­digt.

Chi­na hat im Rah­men sei­ner Belt-and-Road-Stra­te­gie (auch als Neue Sei­den­stra­ße bezeich­net) Mil­li­ar­den von US-Dol­lar für Ent­wick­lungs­pro­jek­te in der Regi­on zuge­sagt, um neue Export­märk­te zu erschlie­ßen.

Mehr als 1.000 Geschäfts­leu­te aus Chi­na sowie Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa besuch­ten neben dem Gip­fel ein Wirt­schafts­fo­rum, um Geschäf­te in den Berei­chen Han­del, Tech­no­lo­gie, Infra­struk­tur, Land­wirt­schaft und Tou­ris­mus zu machen.

Bul­ga­ri­en hof­fe, dass der Gip­fel dazu bei­tra­gen wird, Mit­tel für den Auf­bau neu­er Infra­struk­tur­ob­jek­te vor allem auf dem Bal­kan zu sichern, der noch hin­ter den rei­che­ren west­li­chen EU-Staa­ten zurück­bleibt.

16+1 ist ein For­mat, das Euro­pa stär­ken soll”,

so der bul­ga­ri­sche Pre­mier­mi­nis­ter Boj­ko Boris­sow in sei­ner Eröff­nungs­re­de.

Es gibt die­je­ni­gen, die der EU spä­ter bei­ge­tre­ten sind und bes­se­re Mög­lich­kei­ten haben, schnel­ler auf­zu­ho­len.

Im ver­gan­ge­nen Monat stell­te Ungarn mit Chi­na einen Zeit­plan für den Bau einer Eisen­bahn­ver­bin­dung zwi­schen Buda­pest und Bel­grad zusam­men.

An dem 16+1-Gipfel neh­men die EU-Staa­ten der Regi­on sowie Alba­ni­en, Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Maze­do­ni­en, Mon­te­ne­gro und Ser­bi­en teil.

RT Deutsch