Türkei verhängt Sanktionen gegen Produkte aus den USA


Hin­ter­grund des Streits ist das Schick­sal des in der Tür­kei wegen Ter­ror­vor­wür­fen fest­ge­hal­te­nen US-Pas­tors Andrew Brun­son. Die USA for­dern sei­ne sofor­ti­ge Frei­las­sung. Die Straf­zöl­le der US-Regie­rung hat­ten die tür­ki­sche Lan­des­wäh­rung Lira mas­siv ein­bre­chen las­sen. Staats­prä­si­dent Recep Tay­y­ip Erdo­gan sprach von einem “Wirt­schafts­krieg”. (dpa)

Mehr zum The­ma — Tür­ki­scher Prä­si­dent Erdo­gan kün­digt Boy­kott von US-Elek­tro­nik­gü­tern an

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US-Extremismus in Charlottesville : Moskau will “Amerikaner gegen Amerikaner ausspielen”


Aus der Geneh­mi­gung der Behör­den ging her­vor, dass die Ver­an­stal­ter von “Ver­eint die Rech­te 2” [Unite the Right 2] mit bis zu 400 Teil­neh­mern rech­ne­ten. Am Ende wur­den es nach bis­he­ri­gen Infor­ma­tio­nen etwa 25.

Der “Mas­sen­mo­bi­li­sie­rung” gegen die Ultra­na­tio­na­lis­ten folg­ten weit mehr Men­schen. Die Kund­ge­bung der Rechts­aus­le­ger setz­te sich wie im ver­gan­ge­nen Jahr vor allem aus Sym­pa­thi­san­ten der soge­nann­ten White-Supre­ma­cy- und White-Power-Bewe­gung, des Ku-Klux-Klan und der Alt-Right-Bewe­gung zusam­men. Die Kund­ge­bung an die­sem Sonn­tag war in Char­lot­tes­vil­le bean­tragt, aber nicht geneh­migt wor­den. In Washing­ton hin­ge­gen wur­de sie unter Ver­weis auf die Ver­samm­lungs- und Mei­nungs­frei­heit erlaubt.

Im Vor­feld der erneu­ten “Unite the Right”-Kundgebung war die Angst vor neu­en Zwi­schen­fäl­len groß, nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr ein selbst­er­nann­ter “Nazi” einen Wagen in die Rei­hen der Gegen­de­mons­tran­ten steu­er­te. Die 32-jäh­ri­ge Hea­ther Heyer starb, zahl­rei­che Men­schen wur­den ver­letzt. Ein Poli­zei­hub­schrau­ber, der die Demons­tran­ten über­wach­te, stürz­te ab, die bei­den Poli­zei­be­am­ten ver­lo­ren ihr Leben.

Vor der Demons­tra­ti­on zum Jah­res­tag ver­ur­teil­te US-Prä­si­dent Donald Trump “alle For­men von Ras­sis­mus und Gewalt­ta­ten”. Auf Twit­ter schrieb er am Sams­tag :

Die Aus­schrei­tun­gen in Char­lot­tes­vil­le vor einem Jahr haben zu sinn­lo­sem Tod und Spal­tung geführt. Wir müs­sen als Nati­on zusam­men­kom­men.

In einem wei­te­ren Tweet füg­te er hin­zu :

Ich wer­de nie auf­hö­ren, für ALLE Ame­ri­ka­ner zu kämp­fen !

Nach den Aus­schrei­tun­gen und dem Tod der Gegen­de­mons­tran­tin bei den mas­si­ven Aus­schrei­tun­gen im Jahr 2017 hat­te Trump all­ge­mein Hass und Gewalt auf “vie­len Sei­ten” kri­ti­siert. Zudem gebe “sehr anstän­di­ge Men­schen auf bei­den Sei­ten”.

Dazu erklär­te der inves­ti­ga­ti­ve Jour­na­list A.C. John­son, der zu den Vor­fäl­len im ver­gan­ge­nen Jahr recher­chier­te :

Wis­sen Sie, für die Mit­glie­der der White-Power-Bewe­gung war das eine Art Offen­ba­rung. Sie sag­ten : ‘Hey, der Prä­si­dent unter­stützt uns im Grun­de genom­men. Er ver­ur­teilt uns nicht völ­lig. Er sagt, dass eini­ge von uns gute Men­schen sind.’ Und die Leu­te, mit denen ich in die­ser Bewe­gung gespro­chen habe, haben sich das zu Her­zen genom­men. Sie fühl­ten sich inspi­riert und freu­ten sich. Und sie dach­ten : ‘Die­ser Typ ist auf unse­rer Sei­te.’

Den­noch, die längst über­fäl­li­ge Dis­kus­si­on über die tie­fen, sowohl zwi­schen Arm und Reich als auch Weiß und Schwarz ver­lau­fe­nen Grä­ben in der US-Gesell­schaft fin­det beim Washing­to­ner Esta­blish­ment kein Gehör. Wenn der gesell­schaft­li­che Druck hin und wie­der aus dem hei­ßen Kes­sel ent­weicht, ist es viel ein­fa­cher, die Ver­ant­wort­lich­keit zu dele­gie­ren, am bes­ten ganz weit weg, am aller­bes­ten nach Russ­land. So trat am Sams­tag der US-Repu­bli­ka­ner Tom Gar­rett, sei­nes Zei­chens Mit­glied der Hou­se Home­land Secu­ri­ty und des Komit­tees für Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen, vor die Mikro­fo­ne, um zu ver­kün­den, was ihm der FBI-Direk­tor höchst selbst mit­ge­teilt habe.

Dem­nach habe ihn die­ser wis­sen las­sen, dass rus­si­sche Ein­mi­schung “die Flam­men des­sen, was in Char­lot­tes­vil­le pas­sier­te, geschürt habe”.

Ich saß vor wahr­schein­lich zwei Mona­ten in einer geschlos­se­nen Sit­zung über Char­lot­tes­vil­le, unter ande­rem mit dem Direk­tor des FBI, und frag­te, ob die rus­si­sche Ein­mi­schung mit der Gewalt in Char­lot­tes­vil­le zu tun habe. Mir wur­de gesagt, dass dem so sei”, sag­te Gar­rett CNN.

Der Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te aus Vir­gi­nia will sich dem­nach auch erkun­digt haben, ob die ent­spre­chen­de Infor­ma­ti­on klas­si­fi­ziert sei — sie sei es nicht gewe­sen.

Mehr zum The­ma — FBI-Bericht : Wei­ße Ras­sis­ten gefähr­lichs­te Extre­mis­ten­grup­pe in den USA

Nach Ansicht von Gar­rett sei es das Ansin­nen Mos­kaus, “Ame­ri­ka­ner gegen Ame­ri­ka­ner aus­zu­spie­len, um das Ver­trau­en in west­li­che Demo­kra­ti­en zu unter­gra­ben (…)”.

Sie nut­zen Ereig­nis­se wie die­sen spal­ten­den Ras­sen­kampf”, weiß Gar­rett zu berich­ten.

Ange­sichts der gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen inner­halb der USA scheint dies aller­dings gar nicht nötig zu sein. Unter der polier­ten Ober­flä­che von “Frei­heit” und “Demo­kra­tie” lodert das Feu­er der wach­sen­den Ungleich­heit und des Ras­sis­mus in der US-Gesell­schaft auch ohne das Zutun Russ­lands. Ver­meint­li­che Face­book-Kam­pa­gnen, oder wel­che Mit­tel auch immer “Putin” sich ein­fal­len lie­ße, wür­den ange­sichts der gewal­ti­gen Her­aus­for­de­rung wohl in der lodern­den Glut ver­damp­fen wie der sprich­wört­li­che Trop­fen auf den hei­ßen Stein. Gera­de­zu naiv wird es, wenn Gar­rett am Aspen Secu­ri­ty Forum äußert :

Wir sind eine ame­ri­ka­ni­sche Fami­lie von Brü­dern und Schwes­tern, egal wel­cher Reli­gi­on und Ras­se, und wir müs­sen uns dar­auf foku­sie­ren.

Jeg­li­che Details ver­mei­dend, ver­such­te der Repu­bli­ka­ner dem Publi­kum weis­zu­ma­chen, dass “aus­län­di­sche Ein­fluss­nah­me eine sehr gro­ße Rol­le bei den Bemü­hun­gen spielt, hei­mi­sche extre­mis­ti­sche Bewe­gun­gen zu för­dern”.

In die­sem Zusam­men­hang mutet es bizarr an, dass Gar­rett schein­bar ohne jeg­li­che Scheu im März 2017 aus­ge­rech­net Jason Kess­ler und eini­ge Gesin­nungs­ge­nos­sen in sei­nem Washing­to­ner Büro emp­fing. Kess­ler ist vor allem als Orga­ni­sa­tor der “Unite The Right”-Kundgebung in Char­lot­tes­vil­le und Ver­tre­ter der White Supre­ma­cy [Wei­ße Vor­herr­schaft] in Erschei­nung getre­ten. 

Vor eini­gen Tagen gab jener Jason Kess­ler, der auch Mit­or­ga­ni­sa­tor der geflopp­ten “Unite the Right”-Demonstration in Washing­ton ein Inter­view und ließ sei­ner men­schen­ver­ach­ten­den Welt­an­schau­ung frei­en Lauf. Wäh­rend des Inter­views wur­de Kess­ler nach den Unter­schie­den zwi­schen den ver­meint­li­chen “Ras­sen” gefragt, die die­ser pro­pa­giert.

Es gibt Unter­schie­de im men­ta­len Leben, genau wie im phy­si­schen Leben. Ich mei­ne, es ist lächer­lich, zu sagen, dass es kei­ne Grö­ßen­un­ter­schie­de zwi­schen einem Pyg­mä­en und einem Skan­di­na­vi­er gäbe. Wenn wir also aner­ken­nen, dass es phy­si­sche Unter­schie­de gibt, gibt es natür­lich Unter­schie­de im Ver­hal­ten, in der Aggres­si­vi­tät, in der Intel­li­genz, in der Kno­chen­dich­te, etc.

Sei­ne pseu­do­wis­sen­schaft­li­che Ras­sen­leh­re aus­schmü­ckend, ergänz­te Kess­ler :

Es gibt enor­me Unter­schie­de zwi­schen Indi­vi­du­en, aber IQ-Tests sind da ziem­lich ein­deu­tig, und es sieht so aus, als ob Ash­ken­azi-Juden die höchs­te Intel­li­genz hät­ten, dann kom­men Asia­ten, dann Wei­ße, dann His­pano­ame­ri­ka­ner und Schwar­ze. Und das ist — es gibt enor­me Unter­schie­de.

Gehö­rig ins Wan­ken gerät der sich aus die­ser Ras­sen­leh­re ablei­ten­de Sozi­al­dar­wi­nis­mus durch die Erkennt­nis­se der Gene­tik. Von den 15.000 bis 20.000 Gen­paa­ren, die das menschli­sche Erb­gut auf­weist, sind gan­ze sechs, oder 0,03 Pro­zent, mit der Haut­far­be ver­knüpft.

Doch Kess­ler zeigt sich auch davon über­zeugt, dass es sich bei wei­ßen US-Ame­ri­ka­nern um die ein­zi­ge sozia­le Grup­pe han­deln wür­de, “der es nicht erlaubt ist, sich in poli­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on und Lob­bys zu orga­ni­sie­ren und expli­zit über ihre Inter­es­sen zu spre­chen und dar­über, was für sie als Men­schen wich­tig ist”. In die­sem Zusam­men­hang beklagt Kess­ler, dass es wei­ßen US-Ame­ri­ka­nern im Gegen­satz zu ande­ren eth­ni­schen Grup­pen nicht gestat­tet sei, für ihre Bür­ger­rech­te ein­zu­ste­hen — Rech­te, die er gefähr­det sieht.

Aber es wird total stig­ma­ti­siert, wenn Wei­ße genau das Glei­che tun wol­len wie ande­re Grup­pen von Men­schen. Es wird ‘wei­ße Über­le­gen­heit’ [white supre­ma­cy] genannt, aber wenn die ande­re Grup­pe es tut, nennt man es Bür­ger­rech­te”, beklagt Kess­ler.

Womit Kess­ler offen­sicht­lich die ver­meint­li­che Dis­kri­mi­nie­rung der wei­ßen US-Bevöl­ke­rung mit dem gesell­schaft­li­chen Erbe etwa des schwar­zen oder indi­ge­nen Teils der US-Gesell­schaft ver­gleicht. Zudem bleibt nebu­lös, wel­che Rech­te wei­ßer Ame­ri­ka­ner Kess­ler gefähr­det sieht.

Der­weil bezeich­ne­te die rus­si­sche Bot­schaft in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten die Vor­wür­fe des US-Repu­bli­ka­ners Gar­rett als “absurd”. Der­lei Rhe­to­rik, hieß es sei­tens der rus­si­schen Ver­tre­tung, die­ne ledig­lich dazu, ande­re für die nicht über­wun­de­nen inner-ame­ri­ka­ni­schen Ras­sen­span­nun­gen ver­ant­wort­lich zu machen.

Mehr zum The­ma — Medi­en pat­zen beim Agen­da Set­ting : Für US-Bür­ger ist Russ­land gar kein The­ma

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Neue US-Sanktionen gegen Iran : Regierung setzt auf Tourismus als Einnahmequelle


Ali-Asghar Munessan zufol­ge kön­nen Tou­ris­ten ihr Geld dem­nächst in Wech­sel­stu­ben umtau­schen und nicht nur in Ban­ken. Da der Euro­kurs dort deut­lich höher ist, wer­den Rei­se­kos­ten dem­entspre­chend gerin­ger aus­fal­len. Ein wei­te­res Pro­blem, das bis­her vie­le Tou­ris­tin­nen von einer Iran-Rei­se abschreckt, ist die obli­ga­to­ri­sche isla­mi­sche Klei­der­ord­nung : Frau­en müs­sen ein Kopf­tuch und einen lan­gen Man­tel tra­gen. Daher wird über­legt, die Vor­schrif­ten für aus­län­di­sche Tou­ris­ten zumin­dest zu lockern, zumal es in den meis­ten ande­ren isla­mi­schen Län­dern sol­che Vor­schrif­ten für Aus­län­der nicht gibt. (dpa)

Mehr zum The­ma - US-Sank­tio­nen : Wird der Iran zum neu­en Nord­ko­rea ?

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Costa Rica : Oberster Gerichtshof entscheidet sich gegen Verbot für Homo-Ehe


Car­los Alva­ra­do Quesa­da, der Prä­si­dent Cos­ta Ricas, begrüß­te das Urteil und sag­te, er wol­le garan­tie­ren, dass “nie­mand wegen sei­ner sexu­el­len Ori­en­tie­rung dis­kri­mi­niert wird.” Der ers­te homo­se­xu­el­le Abge­ord­ne­te des Lan­des, Enri­que San­chez, sag­te gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur AFP, er glau­be aber nicht, dass die Gesetz­ge­ber das neue Gesetz unter­ein­an­der neu­re­geln könn­ten.

Mehr zum The­ma - Dis­kri­mi­nie­ren­des Gesetz : Bri­ti­sches Hete­ro-Paar erficht Recht auf ein­ge­tra­ge­ne Part­ner­schaft

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Nordkorea und Iran : Geeinte Kräfte gegen die harte Hand aus Washington


Wäh­rend Washing­ton neue Sank­tio­nen gegen den Iran ver­kün­de­te, weil­te der nord­ko­rea­ni­sche Außen­mi­nis­ter Ri Yong-ho in der Isla­mi­schen Repu­blik und traf sich mit dem ira­ni­schen Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif. Mit sei­nem zwei­tä­gi­gen Besuch woll­te Nord­ko­rea der Regie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten signa­li­sie­ren, dass man sich dem Druck Washing­tons nicht beu­gen wer­de. Zuvor war Ri anläss­lich des ASE­AN-Regio­nal­fo­rums in Sin­ga­pur zu Gast. Pjöng­jang sucht nach neu­en Wegen, die wirt­schaft­li­che Lage des Lan­des zu ver­bes­sern. Der Iran und Nord­ko­rea gel­ten laut der Ame­ri­ka­ner als Ter­ror­fi­nan­zie­rer.

Kim Hyun-wook, Pro­fes­sor an der natio­na­len Diplo­ma­ten­aka­de­mie Süd­ko­reas, kom­men­tier­te das Tref­fen gegen­über dem Korea Herald :

Ich den­ke, dass Nord­ko­rea ver­sucht, ver­eint mit dem Iran gegen die USA zu ste­hen, da bei­de mit Sank­tio­nen der USA kon­fron­tiert sind. Da Nord­ko­rea in Ver­hand­lun­gen mit den USA nicht vie­le Asse im Ärmel hat, scheint es sei­ne diplo­ma­ti­schen Part­ner zu diver­si­fi­zie­ren und sei­ne Alli­anz mit ihnen zu ver­stär­ken, um sei­ne Hebel­wir­kung zu erhö­hen.

Pro­fes­sor Park Won-gon von der Han­dong Glo­bal Uni­ver­si­ty sieht die Gefahr, dass die USA die Demons­tra­ti­on von Ver­bun­den­heit des Iran und Nord­ko­reas als Angriff sehen :

Wor­über ich mich sor­ge, ist, wie die USA dies sehen könn­ten. Für die USA ist die Nicht­ver­brei­tung von Atom­waf­fen eine der dring­lichs­ten Auf­ga­ben, und Nord­ko­rea wird bereits ver­däch­tigt, Kern­ma­te­ri­al und Tech­no­lo­gi­en ille­gal an ande­re Staa­ten oder ter­ro­ris­ti­sche Grup­pen wei­ter­zu­ge­ben.

Im Jahr 2010 beschul­dig­te eine Exper­ten­kom­mis­si­on der UN Nord­ko­rea, ver­bo­te­ne bal­lis­ti­sche und nuklea­re Rake­ten­tech­no­lo­gie in den Iran, nach Syri­en und Myan­mar expor­tiert zu haben.

Nach Zuge­ständ­nis­sen der Nord­ko­rea­ner fehlt es an Fort­schritt — Sank­tio­nen blei­ben bestehen

Laut der ira­ni­schen Nach­rich­ten fand die Zusam­men­kunft in Tehe­ran auf Wunsch der Nord­ko­rea­ner statt. Die Regie­rung Nord­ko­reas hat­te der völ­li­gen ato­ma­ren Abrüs­tung zuge­stimmt. Jetzt aber fehlt es an Fort­schrit­ten. Die Sank­tio­nen gegen Nord­ko­rea blei­ben in Kraft, und die Son­der­wirt­schafts­zo­nen, in der Süd- und Nord­ko­rea­ner einst gemein­sam pro­du­zier­ten, blei­ben wei­ter­hin geschlos­sen.

Laut dem US-Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton liegt das Aus­blei­ben von Fort­schrit­ten am man­geln­den Wil­len der Nord­ko­rea­ner. Die USA hät­ten sich an die in Sin­ga­pur getrof­fe­nen Abma­chun­gen gehal­ten :

Es ist allein Nord­ko­rea, das die Schrit­te nicht unter­nom­men hat, die wir für eine Denu­kle­a­ri­sie­rung für not­wen­dig erach­ten.

Die neu­en Sank­tio­nen gegen den Iran erschwe­ren für des­sen Regie­rung den Kauf von US-Bank­no­ten, wie auch den Han­del mit Gold und Edel­me­tal­len. Wei­te­re Sank­tio­nen wer­den am 5. Novem­ber ver­hängt. Die­se wer­den ins­be­son­de­re auf ira­ni­sche Ölge­schäf­te abzie­len. Die ira­ni­sche Regie­rung kämpft gegen die Abwer­tung des Rials und droht damit, die Stra­ße von Hor­mus zu blo­ckie­ren, falls Washing­ton ver­sucht, die Ölge­schäf­te des Lan­des zu behin­dern.

Mehr zum The­ma - EU will dage­gen­hal­ten : US-Sank­tio­nen gegen Iran offi­zi­ell in Kraft getre­ten

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Finnische Waffen töten im Krieg gegen den Jemen


Der Jemen-Kon­flikt erreich­te am Don­ners­tag einen trau­ri­gen Höhe­punkt : Ein Schul­bus in Saa­da wur­de bei einem Luft­an­griff getrof­fen. Den Angriff flog die von Sau­di-Ara­bi­en geführ­te Koali­ti­on. Wäh­rend die genaue Zahl der Opfer noch nicht fest­steht, sind die meis­ten Getö­te­ten unter zehn Jah­re alt. Min­des­tens 50 Men­schen sol­len ums Leben gekom­men.

Anfang des Jah­res nahm Amnes­ty Inter­na­tio­nal Kon­takt mit dem fin­ni­schen Außen­mi­nis­ter Timo Soi­ni auf, um den Waf­fen­ex­port sei­nes Lan­des nach Sau­di-Ara­bi­en zu unter­bin­den. Denn unter den von Sau­di-Ara­bi­en ein­ge­setz­ten Waf­fen fin­den sich auch Erzeug­nis­se aus fin­ni­scher Pro­duk­ti­on, dar­un­ter bewaff­ne­te Patria-AMV-Fahr­zeu­ge, ein Droh­nen­ab­wehr­sys­tem sowie Schnell­boo­te.

Die nor­we­gi­sche Zei­tung VG ver­öf­fent­lich­te im Janu­ar Beweis­bil­der der AMVs. Im sel­ben Monat erlaub­te die fin­ni­sche Regie­rung die Lie­fe­rung von Ersatz­tei­len für Fahr­zeu­ge, die bereits gelie­fert wur­den. Der fin­ni­schen Geset­zes­la­ge nach darf das Land kei­ne Mili­tär­pro­duk­te in Kon­flikt­län­der expor­tie­ren.

Der Kon­flikt im Jemen begann 2015 mit der von Sau­di-Ara­bi­en ange­führ­ten Mili­tär­in­ter­ven­ti­on. Die­ser gehö­ren auch Bah­rain, Katar, Kuwait, die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te, Jor­da­ni­en, Marok­ko, der Sudan und der Sene­gal an. Seit Mai 2015 erhält die sau­disch geführ­te Alli­anz auch Unter­stüt­zung von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en.

Zwi­schen 2002 und 2016 expor­tier­te Finn­land mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tun­gen im Wert von 1,5 Mil­li­ar­den Euro. Rund 3.000 Export­li­zen­zen wur­den in die­ser Zeit ver­ge­ben. Waren 2003 noch Nord­ame­ri­ka und Euro­pa der wich­tigs­te fin­ni­sche Export­part­ner für mili­tä­ri­sche Güter, so ver­schob sich der Fokus des Lan­des in Rich­tung Naher Osten. 2016 ver­kauf­ten die Fin­nen den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten bewaff­ne­te Mili­tär­fahr­zeu­ge im Wert von über 60 Mil­lio­nen Euro. Neben den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten, zäh­len Sau­di-Ara­bi­en und die Tür­kei zu den Haupt­ab­neh­mern fin­ni­scher Mili­tär­pro­duk­te.

Der fin­ni­sche Direk­tor von Amnes­ty Inter­na­tio­nal, Frank Johans­son, for­dert :

Finn­land soll­te sich an die inter­na­tio­na­len Waf­fen­han­dels­be­stim­mun­gen hal­ten und den Export in Kon­flikt­län­der sofort stop­pen. Nor­we­gen und Deutsch­land haben eine sol­che Ent­schei­dung bereits getrof­fen.

Mehr zum The­ma “Legi­ti­me Ope­ra­ti­on”: Sau­di-Ara­bi­en zum töd­li­chen Luft­an­griff auf Kin­der im Jemen

Die letz­te Geneh­mi­gung für den Export fin­ni­scher Mili­tär­gü­ter in die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te wur­de 2018 erteilt. Der fin­ni­sche Jus­tiz­kanz­ler Tuo­mas Pöys­ti kom­men­tiert :

Auch wenn die Export­ge­neh­mi­gung 2018 auf­grund der Tat­sa­che, dass die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te in den Kon­flikt im Jemen invol­viert sind, frag­li­cher ist, steht die Ent­schei­dung, eine Export­ge­neh­mi­gung zu ertei­len, im Ein­klang mit allen fin­ni­schen Geset­zen.

Mit dem Luft­an­griff am Don­ners­tag habe man laut einer sau­di­schen Nach­rich­ten­agen­tur die Rake­ten­wer­fer der Huthi-Rebel­len unschäd­lich machen wol­len. Alle Par­tei­en im Jemen-Kon­flikt hät­ten sich Kriegs­ver­bre­chen schul­dig gemacht, so Amnes­ty Inter­na­tio­nal.

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Twitter : Rassismus ist okay — aber nur gegen Weiße (Video)


Mehr zum The­ma — Rede­frei­heit war ges­tern : Soci­al-Media-Aus für Alex Jones und infowars.com

Weder wur­de Joeng gesperrt, noch ent­las­sen. Die schwar­ze Akti­vis­tin Can­dace Owens hat in den Tweets von Jeong das Wort “weiß” durch die Wor­te “schwarz” oder “jüdisch” ersetzt.

Nach­dem sie die­se Tweets auf ihrem Twit­ter Account pos­te­te, wur­de sie umge­hend von der Platt­form gesperrt.

Mehr zum The­ma — Ist Zio­nis­mus eine Vor­be­din­gung bei Airb­nb ?

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Von der Leyens Plan : Neuauflage der Wehrpflicht – Wieder gegen Russland ?


An die­sem Wochen­en­de soll der Beweis dafür geführt wer­den, in wel­chem Aus­maß die som­mer­li­che Hit­ze das Ober­kom­man­do der Bun­des­wehr im Ber­li­ner Bend­ler-Block getrof­fen hat. Es geht um nicht weni­ger als die Rück­kehr der von einem gewis­sen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter von und zu Gut­ten­berg sang- und klang­los ein­ge­stampf­ten all­ge­mei­nen Wehr­pflicht.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Neuer Terror in Afghanistan : USA suchen Hilfe bei Taliban im Kampf gegen den IS


Offi­zi­el­le der US-Regie­rung tra­fen sich letz­te Woche mit Tali­ban-Anfüh­rern in Katar, um die Aus­brei­tung der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on IS zu ver­hin­dern. Die Kos­ten des bereits 14 Jah­re andau­ern­den Kriegs in Afgha­ni­stan bezif­fern die USA auf rund 1,07 Bil­lio­nen US-Dol­lar. Davon floss wohl auch ein Teil in den Irak-Krieg. Zu den Kriegs­kos­ten zäh­len auch Fol­ge­kos­ten für Ver­letz­te und Vete­ra­nen. Die­se wer­den sich in den nächs­ten 40 Jah­ren auf eine wei­te­re Bil­li­on Dol­lar belau­fen. Nach den Anschlä­gen des 11. Sep­tem­bers grif­fen die USA die Tali­ban in Afgha­ni­stan an und such­ten dabei auch nach dem dama­li­gen Al-Kai­da Anfüh­rer Osa­ma bin-Laden. 

US-Prä­si­dent Donald Trump hat immer wie­der die hohen Kos­ten ame­ri­ka­ni­scher Prä­senz in Afgha­ni­stan ange­pran­gert, zuletzt jedoch die Zahl der US-Trup­pen selbst wei­ter auf­ge­stockt. Der Fokus der Trump-Regie­rung liegt auf dem Kampf gegen die Ter­ro­ris­ten in Afgha­ni­stan, nicht im Wie­der­auf­bau. Trump ver­sprach, Druck auf Paki­stan aus­zu­üben, den Kampf gegen Ter­ror­zel­len an der Gren­ze zu Afgha­ni­stan auf­zu­neh­men. Im Janu­ar ver­kün­de­te das Pen­ta­gon, noch mehr Droh­nen nach Afgha­ni­stan zu ent­sen­den. 

Im Bezirk von Achin ließ Trump die “Mut­ter aller Bom­ben” auf ISIS-Stel­lun­gen abwer­fen. Die ISKP (Isla­mic Sta­te Kho­ra­san Pro­vin­ce) mach­te sich spä­ter über die­sen Ver­such in einem Video lus­tig. 

Ter­ror als Mit­tel gegen den Ter­ror 

Der IS rief Kämp­fer dazu auf, Syri­en und den Irak zu ver­las­sen und sich nach Afgha­ni­stan zu bege­ben. Eine ers­te Ver­haf­tung eines IS-Kämp­fers euro­päi­scher Abstam­mung in Afgha­ni­stan leg­te Zeug­nis der Aus­brei­tung der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ab. Über 10.000 Kämp­fer soll die ISKP der­zeit zäh­len, die einst der Teh­re­ek-e-Tali­ban (TTP) aus Paki­stan ange­hör­ten. Paki­stan bestrei­tet die­sen Ursprung. Mehr­heit­lich aus nicht-afgha­ni­schen Kämp­fern zusam­men­ge­setzt, hat die ISKP einen Ruf äußers­ter Bru­ta­li­tät. Ihre Opfer wer­den gekid­nappt, ver­ge­wal­tigt, geköpft, auf Spreng­stoff sit­zend hin­ge­rich­tet. Ende 2017 ver­üb­te die ISKP sie­ben Anschlä­ge in Kabul inner­halb von drei Mona­ten, ein Trend, der sich 2018 fort­setz­te. 

Einem Bericht der UNAMA (United Nati­ons Assi­s­tan­ce Mis­si­on in Afgha­ni­stan) zufol­ge, kamen in den ers­ten sechs Mona­ten die­ses Jah­res mehr Zivi­lis­ten durch den Ter­ror in Afgha­ni­stan ums Leben als zuvor ins­ge­samt in den Jah­ren seit 2009. Damals begann man mit der sta­tis­ti­schen Erfas­sung. 2018 kamen durch­schnitt­lich neun Zivi­lis­ten am Tag durch den Kon­flikt in Afgha­ni­stan ums Leben, dar­un­ter zwei Kin­der. Ins­ge­samt kamen 1.692 Men­schen um, 3.430 wur­den ver­letzt. Also wer­den durch­schnitt­lich pro Tag 19 Zivi­lis­ten ver­letzt. Am gefähr­lichs­ten ist es in Kabul, Nangar­har, Faryab, Hel­mand und Kan­da­har. Den aus­ge­han­del­ten Feu­er­pau­sen folg­ten ledig­lich die Tali­ban, jedoch nicht die ISKP. Zu den Angriffs­zie­len der ISKP zäh­len vor allem auch Schu­len und Aus­bil­dungs­stät­ten. 

Zum ers­ten Mal tauch­te der IS in Afgha­ni­stan 2014 auf. Die ISKP dekla­rier­te die his­to­ri­sche Khoara­san-Regi­on zu ihrem afgha­nisch-paki­sta­ni­schen Sitz. Die paki­sta­ni­schen Tali­ban beschwo­ren ihre Ver­bun­den­heit mit dem IS und ver­hal­fen dem IS-Netz­werk in Afgha­ni­stan zu neu­en Rekru­ten. Alle Ver­su­che, den Zusam­men­schluss der Sala­fis­ten in der Regi­on zu ver­hin­dern, schlu­gen fehl. Die Tali­ban machen jetzt in den sozia­len Medi­en über Face­book und Tele­gram Stim­mung gegen die ISKP. In einem Tali­ban-Video von 2017 spricht ein Über­läu­fer des ISKP über die “kri­mi­nel­len Machen­schaf­ten der Orga­ni­sa­ti­on”, wel­cher er den Rücken kehr­te. In der Regi­on Jowz­jan über­lie­ßen es die Ame­ri­ka­ner bereits den Tali­ban, gegen den IS zu kämp­fen.

RT Deutsch