Modellbau im großen Stil : Chinese baut Airbus A320 in Originalgröße nach (Video)


Die Kon­struk­ti­on des über 50 Ton­nen schwe­ren hand­ge­fer­tig­ten Air­bus A320 spie­gelt in allen Ein­zel­hei­ten die ech­te Pas­sa­gier­ma­schi­ne wider. Sogar die Tur­bi­nen der Trieb­wer­ke sind dreh­bar, auch wenn sie das Flug­zeug-Modell nicht in die Luft brin­gen kön­nen. Zhu und sei­ne Freun­de arbei­te­ten zwei Jah­re an dem Modell. Es kos­te­te Zhu bei­na­he 400.000 US-Dol­lar, was im Ver­gleich zum Preis des ori­gi­na­len Air­bus A320 mit über 90 Mil­lio­nen Dol­lar pro Stück rela­tiv bil­lig erscheint. Nun über­legt Zhu, ob er sei­ne Krea­ti­on zukünf­tig in ein Restau­rant, einen Schau­platz für Hoch­zeits­fo­to­gra­fi­en oder einen Flug­si­mu­la­tor ver­wan­deln soll­te.

Mehr zum The­ma — Bri­te baut Jagd­raum­schiff aus Star Wars in Ori­gi­nal­grö­ße nach — aber nicht flug- und schuss­taug­lich

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Fasbenders Woche : Die großen Herausforderungen zum Jahresbeginn 2019


Die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen zum Jah­res­be­ginn 2019 : Ein Inter­net, das uns alle zum Nar­ren hält ; eine Euro­päi­sche Uni­on, die sich vor unse­ren Augen zer­legt ; eine Welt­ord­nung, die mehr und mehr zur Unord­nung gerät. Sind wir der Zukunft über­haupt noch gewach­sen ? Fas­ben­ders Woche heu­te : Pup­pen­spie­ler, Abge­sän­ge und Riva­li­tä­ten.

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US-Senator : US-Truppenabzug aus Syrien wird verlangsamt, um “großen Sieg Irans” zu verhindern


Der Abzug des US-Mili­tärs aus dem Land befin­de sich der­zeit in einer “Pau­se”, sag­te der repu­bli­ka­ni­sche Sena­tor Lind­sey Gra­ham am Mon­tag nach dem Mit­tag­essen mit Prä­si­dent Trump im Wei­ßen Haus zu Repor­tern.

Wir haben über Syri­en gespro­chen. Er erzähl­te mir eini­ge Din­ge, von denen ich nichts wuss­te. Dies gab mir ein viel bes­se­res Gefühl dafür, wohin wir in Syri­en unter­wegs sind”, sag­te Gra­ham, der ein unver­blüm­ter Kri­ti­ker von Trumps Ent­schei­dung ist, Trup­pen aus Syri­en abzu­zie­hen.

Ich den­ke, wir ver­lang­sa­men die Din­ge auf intel­li­gen­te Wei­se.

Anfang die­ses Monats kün­dig­te Trump sei­ne Ent­schei­dung an, das ver­mut­lich rund 2.000 Mann star­ke US-Kon­tin­gent aus Syri­en abzu­zie­hen, und rekla­mier­te den Sieg über den “Isla­mi­schen Staat” im Land für sich. Gra­ham glaubt, dass die Grup­pe nicht wirk­lich besiegt wur­de, und der Prä­si­dent ver­sprach im Gespräch, die Ter­ror­grup­pe wie­der zu zer­stö­ren.

Er ver­sprach, ISIS zu zer­stö­ren. Er wird die­ses Ver­spre­chen hal­ten. Das haben wir noch nicht geschafft”, sag­te der Sena­tor.

Mehr zum The­ma — Bericht : Pen­ta­gon erwägt, kur­di­schen Mili­zen nach Rück­zug der USA Waf­fen zu hin­ter­las­sen

Abge­se­hen davon sei Trump “besorgt” über die “poten­zi­el­len Gefah­ren für Isra­el” und wer­de mit Anka­ra zusam­men­ar­bei­ten, um sicher­zu­stel­len, dass “wir kei­nen Krieg zwi­schen den Tür­ken und unse­ren Ver­bün­de­ten, den Kur­den, haben”, ver­riet Gra­ham.

Wir haben immer noch eini­ge Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, aber ich möch­te Ihnen sagen, dass der Prä­si­dent lan­ge und inten­siv über Syri­en nach­denkt – dar­über, wie wir unse­re Streit­kräf­te abzie­hen, aber gleich­zei­tig unse­re natio­na­len Sicher­heits­in­ter­es­sen errei­chen kön­nen, die sicher­stel­len sol­len, dass ISIS zer­stört wird und nicht zurück­kommt, dass unse­re Ver­bün­de­ten – die Kur­den – geschützt sind und dass der Iran nicht der gro­ße Gewin­ner unse­res Weg­gangs wird”, sag­te sie.

Trumps abrup­te Ent­schei­dung, sich aus Syri­en zurück­zu­zie­hen, hat über­par­tei­li­chen Zorn her­vor­ge­ru­fen und eine Kri­se in den Medi­en aus­ge­löst. Gra­ham selbst hat Anhö­run­gen über den syri­schen Schritt sowie über Trumps Ent­schei­dung, die mili­tä­ri­sche Prä­senz der USA in Afgha­ni­stan zu redu­zie­ren, gefor­dert.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Bot­schaf­ter : 2018 – Jahr der ver­pass­ten Chan­cen für Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und USA

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China warnt USA davor, Handelskrieg zur “großen Depression” oder “Weltkrieg” zu eskalieren


Nur weni­ge Tage bevor sich chi­ne­si­sche und ame­ri­ka­ni­sche Staats- und Regie­rungs­chefs am Ran­de des G20-Gip­fels in Argen­ti­ni­en tref­fen, warn­te der chi­ne­si­sche US-Gesand­te unheil­voll vor einer wei­te­ren Eska­la­ti­on des Han­dels­kon­flikts, der die Sym­bio­se der bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt durch­bre­chen und den Welt­han­del völ­lig lahm­le­gen könn­te.

Ich weiß nicht, ob die Men­schen die mög­li­chen Fol­gen – die Aus­wir­kun­gen, die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen – wirk­lich erken­nen, wenn es eine sol­che Ent­kopp­lung gibt”, sag­te Bot­schaf­ter Cui Tian­kai der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters in einem Inter­view und beton­te, dass eine wei­te­re Eska­la­ti­on die schlech­ten wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen, die einst zum Zwei­ten Welt­krieg führ­ten, wie­der­her­stel­len könn­te.

Die Leh­ren aus der Geschich­te sind immer noch da. Im letz­ten Jahr­hun­dert hat­ten wir zwei Welt­krie­ge, und dazwi­schen die gro­ße Depres­si­on”, sag­te der Bot­schaf­ter. “Ich den­ke nicht, dass jemand wirk­lich ver­su­chen soll­te, eine Wie­der­ho­lung der Geschich­te her­bei­zu­füh­ren. Die­se Din­ge soll­ten sich nie­mals wie­der­ho­len, also müs­sen die Men­schen ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln.”

Prä­si­dent Donald Trump hat Repor­tern wie­der­holt gesagt, dass Zöl­le auf zusätz­li­che chi­ne­si­sche Waren im Wert von 267 Mil­li­ar­den US-Dol­lar bereit sind los­zu­schla­gen, falls Peking sich wei­gert, sich den For­de­run­gen der USA zu beu­gen und den Dieb­stahl geis­ti­gen Eigen­tums zu stop­pen. Wäh­rend Trump dar­auf bedacht war, ein Abkom­men mit Chi­na abzu­schlie­ßen, mach­te er am Mon­tag deut­lich, dass er wei­ter­hin fest ent­schlos­sen ist, das mas­si­ve Han­dels­de­fi­zit mit Chi­na zu schlie­ßen. Soll­te Trump tat­säch­lich zusätz­li­che Zöl­le erhe­ben, wür­den die erhöh­ten Ein­fuhr­ge­büh­ren auf chi­ne­si­sche Waren einen Gegen­wert von ins­ge­samt über 517 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen.

Der ein­zi­ge Deal, der für mich wirk­lich akzep­ta­bel wäre – abge­se­hen davon, dass wir offen­sicht­lich etwas gegen den Dieb­stahl von geis­ti­gem Eigen­tum unter­neh­men müs­sen – ist, dass Chi­na sein Land für den Wett­be­werb mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten öff­nen muss”, sag­te das US-Staats­ober­haupt am Mon­tag im Wall Street Jour­nal.

Sie müs­sen Chi­na für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten öff­nen. Sonst sehe ich kei­nen Deal.”

Der chi­ne­sisch-ame­ri­ka­ni­sche Han­dels­kon­flikt trat im Sep­tem­ber in eine ent­schei­den­de Pha­se ein, nach­dem Zoll­erhö­hun­gen mit einem Gesamt­vo­lu­men von rund 260 Mil­li­ar­den US-Dol­lar für bila­te­ral gehan­del­te Waren offi­zi­ell in Kraft tra­ten. In den letz­ten zwei Mona­ten haben bei­de Län­der aller­dings Gesprä­che geführt und ver­sucht, eine Lösung zur Bei­le­gung des Han­dels­streits zu fin­den. Bis­her waren die Ver­hand­lun­gen zum Schei­tern ver­ur­teilt.

Trump und sein chi­ne­si­scher Amts­kol­le­ge Xi Jin­ping wer­den sich am Frei­tag am Ran­de des G-20-Gip­fels in Argen­ti­ni­en tref­fen, für den Sams­tag wird ein Abend­essen erwar­tet.

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SPD-Chefin Nahles : Kein Sonderparteitag über Zukunft der Großen Koalition


Wir haben uns unter­ge­hakt”, sagt SPD-Che­fin Andrea Nah­les nach einer Klau­sur­ta­gung der Par­tei­spit­ze. Demons­tra­tiv ver­sam­melt sie in der Zen­tra­le vie­le Par­tei­grö­ßen um sich her­um. Die SPD will das Ruder her­um­rei­ßen — ohne einen Son­der­par­tei­tag.

Es wer­de auch kei­nen vor­ge­zo­ge­nen Par­tei­tag geben, kün­dig­te Par­tei­che­fin Andrea Nah­les nach der Vor­stands­klau­sur am Mon­tag in Ber­lin an. Eine sehr gro­ße Mehr­heit im Vor­stand habe ein sol­ches Ver­fah­ren abge­lehnt.

2019 soll über Ver­bleib in der Gro­ßen Koali­ti­on ent­schie­den wer­den

Die SPD hat­te bis­her ange­kün­digt, nach der Hälf­te der Legis­la­tur­pe­ri­ode — also im Herbst 2019 — über einen Ver­bleib in der gro­ßen Koali­ti­on zu ent­schei­den. Juso-Chef Kevin Küh­nert hat­te zuletzt aber gefor­dert, die Ent­schei­dung vor­zu­zie­hen. Auch die schles­wig-hol­stei­ni­sche SPD hat­te am Wochen­en­de auf einem Lan­des­par­tei­tag die For­de­rung nach einem Son­der­par­tei­tag beschlos­sen.

Nah­les sag­te, die SPD stre­be bis Dezem­ber einen Klä­rungs­pro­zess in der Gro­ßen Koali­ti­on an. Es sol­le geklärt wer­den, wie es kon­kret im Stil als auch bei kon­kre­ten Pro­jek­ten wei­ter­ge­he. Mit Blick auf das Ren­nen in der CDU um den Par­tei­vor­sitz sag­te Nah­les :

Wir machen die Zukunft und das, was wir uns vor­ge­nom­men haben, nicht davon abhän­gig, was jetzt ent­schie­den wird in der Uni­on.

Die Arbeit der schwarz-roten Koali­ti­on war in den ver­gan­ge­nen Mona­ten von Kon­flik­ten beglei­tet. Dazu zähl­te auch ein schwe­rer Streit zwi­schen CDU und CSU über die Migra­ti­ons­po­li­tik.

SPD steht laut Nah­les für gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt

Die SPD-Che­fin, die nach Wahl­schlap­pen in Hes­sen und Bay­ern intern unter Druck steht, sprach von einer “sehr inten­si­ven” und kon­struk­ti­ven Debat­te im Vor­stand. “Wir haben uns unter­ge­hakt. Wir set­zen auf die Kraft des Zusam­men­halts.” Die SPD sei die poli­ti­sche Kraft, die wie kei­ne ande­re für gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt ste­he.

Es braucht eine star­ke SPD”, so Nah­les.

Die Par­tei steckt aktu­ell aber im Umfra­ge­tief. 

Mehr zum The­ma — Wer­te wie zu Kai­ser Wil­helms Zei­ten : SPD kommt bun­des­weit nur noch auf 14 Pro­zent

Als kon­kre­te The­men nann­te Nah­les den Kampf gegen Kin­der­ar­mut, eine bes­se­re Bezah­lung von Pfle­ge­kräf­ten, die Woh­nungs­not in Groß­städ­ten und die Min­dest­ren­te. “Wir haben viel zu tun”, so SPD-Che­fin. Die Par­tei müs­se außer­dem kla­rer in ihren Bot­schaf­ten wer­den.

(dpa/rt deutsch)

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Nach Unfall bei Notfall-Übung : Zugspitzbahn wegen großen Schadens für unbestimmte Zeit außer Betrieb


Eine der bei­den neu­en Seil­bahn­ka­bi­nen war bei der Rou­ti­ne-Übung für eine Not­fall­ber­gung am Mitt­woch­abend nach der regu­lä­ren Betriebs­zeit schwer beschä­digt wor­den. Ein unbe­mann­ter Ber­ge­korb zwi­schen Stüt­ze und Berg­sta­ti­on war mit der eben­falls unbe­mann­ten Seil­bahn­ka­bi­ne kol­li­diert. Ver­letzt wur­de nie­mand. (dpa)

Mehr zum The­ma — Acht Ver­letz­te bei Seil­bahn­ab­sturz im geor­gi­schen Ski­ge­biet

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Willy Wimmer zu Skripal : Washington und London zimmern fleißig am nächsten großen Krieg


Inner­halb von einer Woche wur­de die Dimen­si­on deut­lich, mit der wir alle es zu tun haben, auch wenn wir kei­ne Ame­ri­ka­ner sind. Die bei­den Mark­stei­ne wur­den von zwei Per­so­nen gesetzt, die gera­de­zu Leucht­feu­er des in Washing­ton bestim­men­den Kriegs­esta­b­lish­ments genannt wer­den müs­sen. Da war ein­mal der ehe­ma­li­ge Sena­tor John McCain, der wie ein Staats­chef und in schrof­fer Abgren­zung zum amtie­ren­den Prä­si­den­ten Donald Trump lan­des­weit und mit spek­ta­ku­lä­rer Auf­bah­rung im Kup­pel­saal des Kapi­tol zur letz­ten Ehre gelei­tet wur­de. Sein jah­re­lan­ges Auf­tre­ten auf der berüch­tig­ten und jähr­li­chen Kon­fe­renz in Mün­chen hat­te deut­lich gemacht, dass ihm in sei­ner repu­bli­ka­ni­schen Par­tei kaum jemand sei­nen Ruf als “Erz­pries­ter der Krie­ges” strei­tig machen konn­te.

Er stand dabei nicht allein, wie die über­grei­fen­de Kriegs­al­li­anz mit der Demo­kra­ti­schen Par­tei und dabei vor allem deren letz­ter Spit­zen­kan­di­da­tin, Frau Hil­la­ry Clin­ton, deut­lich gemacht hat. Das war das, was Mil­lio­nen auf­rech­ter Ame­ri­ka­ner als das Washing­ton emp­fin­den, das sich um sie nicht schert und dem man glaub­te, mit dem Prä­si­den­ten Donald Trump ein Gegen­ge­wicht zur Ret­tung des als frei­es Land emp­fun­de­nen “Ame­ri­ka” ent­ge­gen­set­zen zu müs­sen. Aller­dings hasst das poli­ti­sche Washing­ton unse­rer Tage die­sen als “poli­ti­schen Empor­kömm­ling” emp­fun­de­nen eige­nen Prä­si­den­ten so, dass man sich schon fra­gen muss, wer die­se Droh­ar­beit als befreun­de­ter oder gar abweh­rend gesinn­ter Staats­chef jemals wür­de über­ste­hen kön­nen ? Mit John McCain ist ein repu­bli­ka­ni­scher Säu­len­hei­li­ger der Kriegs­ko­ali­ti­on weg­ge­fal­len, und ein Nach­fol­ger oder eine Nach­fol­ge­rin ist nicht in Sicht. Muss der nächs­te Krieg des­halb war­ten ?

Nein, in Washing­ton muss nie­mand war­ten, und bei den welt­wei­ten Anhän­gern der Washing­to­ner Heils-Trup­pe auch nicht. Dafür sorg­te schon vor der Zeit der bekann­te ame­ri­ka­ni­sche Buch­au­tor Bob Wood­ward mit sei­ner Publi­ka­ti­on “Angst im Wei­ßen Haus”. Schlim­mer kann es nicht in Washing­ton kom­men, soll­te man mei­nen.

Nach dem Tode John McCains konn­te man alles in Washing­ton. Nur eines konn­te man offen­bar nicht : die Publi­ka­ti­on des Buches über das Scheu­sal im Wei­ßen Haus abwar­ten, um ja kei­ne Zeit zu ver­lie­ren.

Fast zwei Jah­re lebt Prä­si­dent Trump unter Dau­er­be­schuss, aber mit der Publi­ka­ti­on von Bob Wood­ward soll­te dem Prä­si­den­ten der poli­ti­sche und prä­si­dia­le Fang­schuss ver­setzt wer­den. Das könn­ten wir in Euro­pa als ame­ri­ka­ni­sche Selbst­zer­flei­schung genüss­lich im Ses­sel kon­su­mie­ren. Das ist aller­dings das letz­te, das wir uns erlau­ben kön­nen.

Lon­don und Washing­ton bas­teln flei­ßig am nächs­ten Krieg

War­um ? Weil das Washing­to­ner Estab­lish­ment und sei­ne Lon­do­ner Hin­ter­sas­sen drauf und dran sind, in Syri­en und bei der Skri­pals die Grün­de für den nächs­ten gro­ßen Krieg zu zim­mern. Wir in Euro­pa soll­ten uns das ruhig ein­ge­ste­hen. Zwi­schen dem nächs­ten Krieg, der uns laut Sig­mar Gabri­el hin­weg­raf­fen wird, und uns allen steht nur Prä­si­dent Donald Trump. Solan­ge er nicht sei­nen Prä­si­den­ten-Krieg vom Zau­ne bricht, kann der Beweis des Gegen­teils nicht ange­tre­ten wer­den, auch wenn unse­re Hoff­nung auf Frie­den bei der Washing­to­ner Kriegs­geil­heit nur an einem sei­de­nen Faden hängt.

Dazu muss man sich zur Beur­tei­lung der von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten seit Jahr­zehn­ten zu ver­ant­wor­ten­den Lage auf dem Glo­bus nur die Wor­te vor Augen hal­ten, die nach dem bekann­ten deut­schen Buch­au­tor Wolf­gang Effen­ber­ger in sei­nem bereits 2004 erschie­ne­nen Buch über die “Pax Ame­ri­ca­na” bei sei­ner Kriegs­be­reits­schafts­re­de dem dama­li­gen Prä­si­den­ten Roo­se­velt bei einer Rede am 5. Okto­ber 1937 in Chi­ca­go in dem Mund gelegt wer­den, was den Rede­text anbe­trifft.

Danach sprach Prä­si­dent Roo­se­velt von “der gegen­wär­ti­gen Schre­ckens­herr­schaft inter­na­tio­na­ler Recht­lo­sig­keit. Unschul­di­ge Völ­ker”, so Prä­si­dent Roo­se­velt wei­ter,” wer­den grau­sam hin­ge­op­fert auf dem Altar der Macht­gier und einer Herrsch­sucht, die kei­ne Gerech­tig­keit und mensch­li­che Rück­sicht­nah­me kennt”.

Man kann sich des Ein­drucks nicht erweh­ren, dass Roo­se­velt in Euro­pa und den angren­zen­den Gebie­ten mit sei­ner Rede die Vor­ge­hens­wei­se sei­nes eige­nen Lan­des im ver­bre­che­ri­schen Krieg gegen die Bun­des­re­pu­blik Jugo­sla­wi­en und den danach fol­gen­den zutref­fend gegei­ßelt hat­te. Das macht aller­dings deut­lich, wie pre­kär die heu­ti­ge Lage für uns alle ist, denen ihr eige­nes Leben genau so lieb ist wie frem­des Leben. Das Sys­tem, das die­se Krie­ge her­vor­ge­bracht hat, muss gna­den­los auf­recht­erhal­ten wer­den, weil es sonst eine glo­ba­le Wel­le von Kriegs­ver­bre­cher­pro­zes­sen geben dürf­te. Syri­en ist dabei für uns alle lebens­ge­fähr­lich, weil die Lage in Syri­en, wie sie sich abzeich­net, von den Mit­glie­dern der Kriegs­al­li­anz in Washing­to­nals das “gro­ße Hal­te­si­gnal” für die glo­ba­le Inter­ven­ti­ons­po­li­tik seit 1999 emp­fun­den wird. Welt­po­li­ti­sche Ver­wer­fun­gen könn­ten dem auf dem Fuße fol­gen.

Share­hol­der value” über alles

Es ist mit den Krie­gen nicht alles, was uns ins Haus steht, wenn wir uns in “Washing­ton” umse­hen. Bereits der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf mit dem Kan­di­da­ten Ber­nie San­ders hat eines gezeigt : Alles, was als Her­aus­for­de­rung für “share­hol­der value” und das links­li­be­ra­le poli­ti­sche Estab­lish­ment im Bünd­nis ange­se­hen wird, muss unbe­dingt nie­der­ge­kämpft wer­den. So macht auch das Tref­fen zwi­schen der deut­schen Bun­des­kanz­le­rin mit dem US-Prä­si­den­ten Oba­ma auf dem Ber­li­ner Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag und ein Vor­gän­ger­tref­fen beson­de­ren Sinn.

Nach­dem es der par­tei­über­grei­fen­den Kriegs­al­li­anz mit der Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin Hil­la­ry Clin­ton nicht gelun­gen war, Herrn Trump zu ver­hin­dern, soll­te wenigs­tens das links­li­be­ra­le Estab­lish­ment in der NATO über­le­ben. Dem galt alle Kraft, und wenn man sich die Lage in Deutsch­land ansieht, wird man mit “Klau­en und Zäh­nen” die erreich­te Macht­po­si­ti­on ver­tei­di­gen. Es geht längst nicht mehr dar­um, der “Stadt Bes­tes zu suchen”. Nach den Erfah­run­gen bei der Prä­si­dent­schafts­wahl in den USA wird man sich beim Gesell­schafts­sys­tem sich kei­ne wei­te­re Blö­ße mehr geben. Schon vor Jah­ren hat man Anhän­ger der “Sozia­len Markt­wirt­schaft” als Kom­mu­nis­ten beschimpft. Die­je­ni­gen, die den “demo­kra­ti­schen Rechts­staat” als Grund­la­ge für Men­schen-und Bür­ger­rech­te ein­for­dern, zeigt man über Pro­vo­ka­teu­re mit Anklän­gen an die Ver­gan­gen­heit, dass man die Macht nie mehr aus den Hän­den geben wird. Not­falls wird dann die Bun­des­wehr gegen das eige­ne Volk ein­ge­setzt, was so famo­se Bestim­mun­gen aus dem epo­cha­len Lis­sa­bon-Ver­trag der EU vor­se­hen.

Wozu man im poli­ti­schen Ber­lin fähig ist, zeigt die Kan­di­da­tur von Herrn Man­fred Weber als Spit­zen­mann der EVP als Prä­si­dent des Füh­rungs­gre­mi­ums der EU. Nie­mand macht mehr ein Hehl dar­aus, dass eine Haupt­ur­sa­che für den Bre­x­it im poli­ti­schen Ber­lin liegt. Mit der Kanz­le­rin, Frau Dr. Ange­la Mer­kel, wur­de das Erfolgs­re­zept deut­scher Nach­kriegs­po­li­tik auf­ge­ge­ben, das dar­in bestand, Nach­barn zu ach­ten. Die Mer­kel-Migra­ti­on in Euro­pa hat­te in Herrn Weber einen pro­mi­nen­ten Für­spre­cher. Will man mit einem EU-Prä­si­den­ten aus Deutsch­land Euro­pa oder einem Ber­li­ner Herr­schafts­sys­tem die­nen, als euro­päi­scher Wurm­fort­satz der Washing­to­ner Kriegs­al­li­anz ?

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Genf : Kritik am Imam der Großen Moschee von Mekka wegen Kriegsunterstützung


Wie­der ein­mal steht jemand im Fokus der isla­mi­schen Öffent­lich­keit, der dort mit sol­chen Schlag­zei­len eigent­lich nichts zu suchen hat. Als Imam der Gro­ßen Moschee (oder auf Ara­bisch al-Mas­dschid al-Haram) von Mek­ka soll­te Scheich Abdur­rah­man ibn Abdu­la­ziz as-Suda­is ein Vor­bild für die Mus­li­me sein. 2012 in den Rang eines Minis­ters erho­ben und zum Vor­sit­zen­den der Prä­si­dent­schaft für die bei­den hei­li­gen Stät­ten gewählt, genießt der Imam hohes Anse­hen und min­des­tens so hohe Ver­ant­wor­tung.

Bereits mit zwölf Jah­ren konn­te der jun­ge Suda­is den Koran aus­wen­dig rezi­tie­ren und erhielt bereits im zar­ten Alter von 22 Jah­ren die Mög­lich­keit, sei­ne ers­ten Pre­dig­ten als einer der Ima­me der Gro­ßen Moschee von Mek­ka zu hal­ten. Berück­sich­tigt man dann noch die Tat­sa­che, dass die Pre­dig­ten aus der Gro­ßen Moschee welt­weit aus­ge­strahlt wer­den und sehr vie­le der 1,6 Mil­li­ar­den der Mus­li­me sich die­se auch anschau­en, dann wird einem bewusst, über wel­chen Ein­fluss die­ser Mann tat­säch­lich ver­fügt. Im Jahr 2005 wur­de er vom Komi­tee des “Dubai Inter­na­tio­nal Holy Quran Award” zur “Isla­mi­schen Per­son des Jah­res” aus­ge­zeich­net.

Was auf den ers­ten Blick wie eine ech­te reli­giö­se Füh­rungs­fi­gur aus­sieht, durch­aus ver­gleich­bar mit dem Hei­li­gen Stuhl in Rom, macht bei genaue­rem Hin­se­hen die völ­li­ge Ambi­va­lenz zwi­schen der tra­di­tio­nel­len Rol­le des “Hüters der bei­den hei­li­gen Stät­ten” und der durch die Sau­dis usur­pier­ten Rol­le über­deut­lich. Mit der Grün­dung Sau­di-Ara­bi­ens und der Ein­füh­rung der puris­ti­schen Leh­re des Wah­ha­bis­mus als allei­ni­ge Staats­re­li­gi­on wur­de die tra­di­tio­nell mode­ra­te Ver­wal­tung der hei­li­gen Stät­ten Mek­ka und Medi­na been­det.

Damit ein­her ging auch die Zer­stö­rung his­to­ri­scher Denk­mä­ler, wie der Grä­ber von Fati­ma, der jüngs­ten Toch­ter des Pro­phe­ten Moham­med, oder sei­nes eige­nen Gra­bes. Aus wah­ha­bi­ti­scher Sicht stellt die Wall­fahrt zu einem Grab isla­mi­scher Gelehr­ter oder eben sogar Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger des Pro­phe­ten eine “Göt­zen­an­be­tung” dar, die als unis­la­misch gilt und somit unter­bun­den wer­den muss. Des­halb hat weder der sau­di­sche Herr­scher noch Abdur­rah­man as-Suda­is irgend­ein Pro­blem damit, wenn dem Aus­bau der Gro­ßen Moschee his­to­ri­sche Hin­ter­las­sen­schaf­ten aus osma­ni­schen und abba­si­di­schen Zei­ten zum Opfer fal­len.

Was für das his­to­ri­sche Inter­es­se der Sau­dis gilt, gilt auch für die Tole­ranz des Wah­ha­bis­mus gegen­über ande­ren Glau­bens­schu­len im Islam. Suda­is stell­te klar, dass nur der Sala­fis­mus den “wah­ren isla­mi­schen Weg des Lebens” dar­stel­len kön­ne (Wah­ha­bis­mus ist ein Bestand­teil des Salafismus/Anm.), und rezi­tier­te dabei das “Idol” aller Sala­fis­ten, Ibn Taimīya :

Jede Inno­va­ti­on in reli­giö­sen Ange­le­gen­hei­ten ist eine Abkehr vom rech­ten Weg, und jede Abkehr endet im Fege­feu­er der Höl­le.

Aller­dings stört es weder den sau­di­schen Kle­rus noch das Herr­scher­haus, dass bei­de grund­le­gen­den Pfei­ler des König­rei­ches Sau­di-Ara­bi­en eine gefähr­li­che Sym­bio­se ein­ge­gan­gen sind und einer nicht ohne den ande­ren bestehen könn­te. Die Kor­rup­ti­on, scham­lo­se Berei­che­rung und deka­den­te Lebens­wei­se des Königs­hau­ses wird von einem Kle­rus getra­gen, der auf Berei­che wie Bil­dung und Export des Wah­ha­bis­mus ein Mono­pol hat.

Die­se Sym­bio­se zwi­schen welt­li­cher und reli­giö­ser Herr­schaft ermög­lich­te schließ­lich auch eben die ambi­va­len­te Hal­tung Sau­di-Ara­bi­ens, wenn es um The­men wie Unter­stüt­zung von Ter­ro­ris­ten, Krieg gegen Mus­li­me oder eben die Zer­stö­rung his­to­ri­scher Denk­mä­ler geht. Im Koran wird das Töten unschul­di­ger Men­schen (bei­spiels­wei­se Zivi­lis­ten) oder der “Bru­der­kampf” inner­halb der Umma, der mus­li­mi­schen Gemein­schaft, aus­drück­lich ver­bo­ten.

Genau des­halb wur­de Scheich Abdur­rah­man as-Suda­is bei sei­nem Besuch im male­ri­schen Genf in der Schweiz von einem Besu­cher sei­ner Pre­digt ver­bal ange­grif­fen.

Der Mann, ein Alge­ri­er, geht auf den Imam zu und eröff­net das Gespräch zuerst ganz nor­mal mit “Möge Gott mit Dir sein”, bevor er dann sagt, dass er eine Fra­ge habe. Er fragt Suda­is, wie “Ame­ri­ka und Sau­di-Ara­bi­en die Natio­nen der Welt zu Frie­den füh­ren und über den Men­schen ste­hen kön­nen, die in Frie­den leben”. Der Alge­ri­er bezog sich dabei auf eine kon­tro­ver­se Erklä­rung des Imams vom ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber in New York, als er sag­te, dass Sau­di-Ara­bi­en und die USA die “Ein­fluss­po­le der Welt” sei­en und gemein­sam “die Welt und die Mensch­heit in den Hafen von Sicher­heit, Frie­den und Pro­spe­ri­tät steu­ern”.

Des­halb frag­te ihn der Alge­ri­er noch mal deut­lich :

Wie kön­nen Sie uns etwas über Frie­den erzäh­len, wäh­rend Sie unse­re Brü­der in Jemen und Katar boy­kot­tie­ren und ver­hun­gern las­sen ?

Mehr zum The­ma — Deutsch­lands teuf­li­scher Pakt mit Sau­di-Ara­bi­en

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Die künftigen Ministerposten der Großen Koalition : Seehofer wird Innen- und Schulz Außenminister


Am Mitt­woch­mor­gen einig­ten sich den Berich­ten zufol­ge Uni­on und SPD in den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen. Der SPD-Vor­sit­zen­de Mar­tin Schulz will in der geplan­ten Gro­ßen Koali­ti­on mit CDU und CSU Außen­mi­nis­ter wer­den. Das erfuhr die Deut­sche Pres­se-Agen­tur am Mitt­woch aus Koali­ti­ons­krei­sen — zunächst hat­te die Bild-Zei­tung dar­über berich­tet. Kurz nach der Bun­des­tags­wahl hat­te Schulz kate­go­risch aus­ge­schlos­sen, in ein Kabi­nett von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) ein­zu­tre­ten.

Mar­tin Schulz aus dem Kon­zept gebracht : “Wo haben Sie mich das denn gefragt?”

Der SPD fal­len dem­nach auch die Pos­ten des Finanz­mi­nis­te­ri­ums sowie die Res­sorts Arbeit und Sozia­les, Jus­tiz, Fami­lie und Umwelt zu. Den Pos­ten des Finanz­mi­nis­ters soll Olaf Scholz von der SPD beklei­den. Er ist der­zeit Ers­ter Bür­ger­meis­ter von Ham­burg. 

Mehr zum The­ma —  Infra­test dimap : SPD rutscht auf 18 Pro­zent ab 

Innen­mi­nis­ter wird Horst See­ho­fer, dies berich­te­te die Bild-Zei­tung. Zum künf­ti­gen Res­sort des Innen­mi­nis­ters wer­den auch die Berei­che Bau und Hei­mat­schutz zäh­len. Der CSU wird zudem der Minis­ter­pos­ten für Ver­kehr zufal­len, wel­cher um die The­men­fel­der Digi­ta­les und Ent­wick­lung erwei­tert wer­den soll.

Am Don­ners­tag soll der Koali­ti­ons­ver­trag ste­hen. Nach Abschluss des Ver­trags müs­sen aller­dings noch 463.723 Mit­glie­der der Sozi­al­de­mo­kra­ten über die Gro­Ko abstim­men. Die Jusos sind gegen die Neu­auf­la­ge einer Gro­ßen Koali­ti­on. 

Mehr zum The­ma Medi­en­be­rich­te : Uni­on und SPD eini­gen sich auf Gro­Ko

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