Verteilung von Asylbewerbern : Polen, Ungarn und Tschechien sollen gegen Unionsrecht verstoßen haben


Mit der Flücht­lings­kri­se hat­ten die EU-Län­der im Jahr 2015 mehr­heit­lich beschlos­sen, dass 160.000 Asyl­be­wer­ber inner­halb der EU umver­teilt wer­den. Ziel war die Ent­las­tung Grie­chen­lands und Ita­li­ens. 

In einem Gut­ach­ten über­prüf­te die Gene­ral­an­wäl­tin des Euro­päi­schen Gerichts­hofs (EuGH) Elea­nor Sharpston das Argu­ment der drei Län­der Ungarn, Polen und Tsche­chi­en, dass “die Befol­gung der Umsied­lungs­be­schlüs­se die beklag­ten Mit­glieds­staa­ten dar­an gehin­dert hät­te, ihre aus­schließ­li­chen Zustän­dig­kei­ten für die Auf­recht­erhal­tung der öffent­li­chen Ord­nung und den Schutz der inne­ren Sicher­heit wahr­zu­neh­men”. 

Das Argu­ment, die Auf­nah­me gefähr­de die inne­re Sicher­heit der Län­der, sah sie als nicht gege­ben an. Sicher­heit und Wohl­erge­hen der Bür­ger sei­en dadurch nicht gefähr­det wor­den. Sie kommt zu dem Ergeb­nis, dass es den Län­dern an Soli­da­ri­tät man­ge­le. Eine Miss­ach­tung der rechts­staat­li­chen Pflich­ten, weil sie im kon­kre­ten Fall unwill­kom­men oder unpo­pu­lär sei­en, sei “ein gefähr­li­cher ers­ter Schritt hin zum Zusam­men­bruch einer der Rechts­staat­lich­keit ver­pflich­te­ten geord­ne­ten und struk­tu­rier­ten Gesell­schaft”.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te gegen die drei Län­der geklagt. Bis zu einem Urteil wird es noch ein paar Mona­te dau­ern. Soll­te der Gerichts­hof letzt­lich eine Ver­trags­ver­let­zung fest­stel­len, müss­ten die drei Mit­glieds­staa­ten dem Urteil unver­züg­lich nach­kom­men. 

Unga­ri­scher Außen­mi­nis­ter : Ungarn schwimmt in der Flücht­lings­fra­ge gegen den Strom (Video) 

RT Deutsch


Gas, Ukraine, Nato : Worüber Putin und Orbán gesprochen haben


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sich am Mitt­woch mit dem unga­ri­schen Pre­mier­mi­nis­ter Vik­tor Orbán getrof­fen. Gesprächs­the­men waren die bila­te­ra­le Zusam­men­ar­beit im Bereich Wirt­schaft, die Lage in der Ost-Ukrai­ne sowie die Per­spek­ti­ve für eine Ver­bes­se­rung des Ver­hält­nis­ses zwi­schen Russ­land und der EU.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Mogler haben keine Chance : Indische Schüler schreiben Prüfung mit Kartons als Kopfbedeckung


Stu­die­ren­de eines Col­le­ges in Indi­en haben am Mitt­woch eine Che­mie­prü­fung absol­vie­ren müs­sen. Um Täu­schungs­ver­su­che zu ver­hin­dern, muss­ten die­se einen Papp­kar­ton samt Öff­nun­gen für die Augen über den Kopf stül­pen. So hat­ten sie allein ihre Auf­ga­be im Blick­feld.

Nach­dem sich Fotos der Prü­fung im Inter­net wie ein Lauf­feu­er ver­brei­tet hat­ten, schal­te­ten sich die ein­hei­mi­schen Bil­dungs­be­hör­den ein. Sie for­der­ten die Col­le­ge-Lei­tung auf, die­se “inhu­ma­ne” Pra­xis umge­hend ein­zu­stel­len. Der Direk­tor der Bil­dungs­stät­te recht­fer­tig­te das Gesche­hen mit einem Expe­ri­ment.

Wir haben die­se Idee umge­setzt, um Fehl­ver­hal­ten zu ver­hin­dern – und nicht um Stu­die­ren­de zu schi­ka­nie­ren. Das ist nur ein Expe­ri­ment. Wir haben es zuvor mit unse­ren Stu­die­ren­den dis­ku­tiert und ihre Zustim­mung ein­ge­holt”, hieß es im Col­le­ge.

Zuvor hat­te sich ein ähn­li­cher Vor­fall im August in Mexi­ko ereig­net. Damals for­der­ten die Eltern der betrof­fe­nen Schü­ler die Behör­den auf, den Leh­rer zu ent­las­sen. 

Die Schul­lei­tung ent­schul­dig­te sich damit, dass es sich dabei um kei­ne Prü­fung, son­dern um eine spie­le­ri­sche Akti­vi­tät gehan­delt habe. Das Ziel sei gewe­sen, die Schü­ler psy­cho­mo­to­risch zu för­dern.

Mehr zum The­ma — “Deutsch­land ver­dummt” – Psych­ia­ter hält heu­ti­ge Kin­der spä­ter nicht für arbeits­fä­hig

RT Deutsch


Generalbundesanwalt zu Halle : “Was wir gestern erlebt haben, war Terror”


Der Todes­schüt­ze von Hal­le Ste­phan Bal­liet woll­te nach Ein­schät­zung der Ermitt­ler mit sei­nem Ter­ror­an­griff auf eine Syn­ago­ge ein Mas­sa­ker anrich­ten und Nach­ah­mer für sol­che rechts­ex­tre­mis­ti­schen und anti­se­mi­ti­schen Taten fin­den. Mit sei­nem Beken­ner­vi­deo und einer Art “Mani­fest” im Inter­net sei es dem Schüt­zen dabei um welt­wei­te Wir­kung gegan­gen, teil­ten Gene­ral­bun­des­an­walt Peter Frank und Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht (SPD) in einer gemein­sa­men Stel­lung­nah­me am Don­ners­tag in Karls­ru­he mit. Die Bun­des­re­gie­rung garan­tier­te der jüdi­schen Gemein­de am Tag nach dem Anschlag dau­er­haft Schutz und Sicher­heit.

Bei unse­rer Geschich­te darf so etwas in Deutsch­land eigent­lich nicht pas­sie­ren”

Innen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) ver­sprach in Hal­le, “dass die Juden in unse­rem Land ohne Bedro­hung, ohne Angst leben kön­nen”. Der Prä­si­dent des Zen­tral­rats der Juden in Deutsch­land Josef Schus­ter sprach von einer “neu­en Qua­li­tät des Rechts­ex­tre­mis­mus”.

Gene­ral­bun­des­an­walt Frank bean­trag­te Haft­be­fehl gegen Bal­liet wegen zwei­fa­chen Mor­des und ver­such­ten Mor­des in meh­re­ren Fäl­len. Er war am Mitt­woch fest­ge­nom­men wor­den, nach­dem er vor der Syn­ago­ge eine 40-Jäh­ri­ge aus Hal­le und in einem nahe gele­ge­nen Döner­la­den einen 20 Jah­re alten Mann aus Mer­se­burg erschos­sen hat­te.

Zuvor hat­te er ver­geb­lich ver­sucht, die Syn­ago­ge mit Waf­fen­ge­walt zu stür­men – es gelang ihm jedoch nicht, die Tür zu zer­stö­ren. Mehr als 50 Men­schen hat­ten sich zu dem Zeit­punkt in dem Got­tes­haus auf­ge­hal­ten und das wich­tigs­te jüdi­sche Fest Jom Kip­pur gefei­ert.

Auf der Flucht ver­letz­te der Täter zudem eine 40 Jah­re alte Frau und deren 41 Jah­re alten Mann mit Schüs­sen. Das Paar wird im Kran­ken­haus behan­delt.

See­ho­fer zeig­te sich tief betrof­fen :

Die­ses bru­ta­le Ver­bre­chen ges­tern ist eine Schan­de für unser gan­zes Land. Bei unse­rer Geschich­te darf so etwas in Deutsch­land eigent­lich nicht pas­sie­ren.

Deutsch­land habe der gan­zen Welt nach dem Zwei­ten Welt­krieg einen Schwur abge­ge­ben :

Nie wie­der.

Mehr zum The­ma — CSU-Innen­mi­nis­ter zu Ter­ror­an­schlag von Hal­le : AfD und Höcke sind die geis­ti­gen Brand­stif­ter der Tat

In Sach­sen-Anhalt bekä­men die Syn­ago­gen ab sofort Poli­zei­schutz. See­ho­fer ver­sprach, rasch mit allen Innen­mi­nis­tern der Län­der über eine dau­er­haf­te Bewa­chung der jüdi­schen Got­tes­häu­ser und Ein­rich­tun­gen zu spre­chen.

Was wir ges­tern erlebt haben, war Ter­ror”, sag­te Gene­ral­bun­des­an­walt Frank.

Bal­liet woll­te dem­nach ein Nach­ah­mer im dop­pel­ten Sin­ne sein. Er habe ver­gleich­ba­re Taten nach­ge­ahmt, die vor­her began­gen wur­den, und “er woll­te nach unse­rer Erkennt­nis auch ande­re zu sol­chen Taten zur Nach­ah­mung anstif­ten”, sag­te Frank. 

Ein Vor­bild des Man­nes sei der Atten­tä­ter im neu­see­län­di­schen Christ­church gewe­sen, der Mit­te März bei Angrif­fen auf Mus­li­me in zwei Mosche­en mehr als 50 Men­schen getö­tet hat­te.

Sach­sen-Anhalts Innen­mi­nis­ter Hol­ger Stahl­knecht (CDU) geht wei­ter­hin von einem Ein­zel­tä­ter aus.

Ein zwei­ter Beschul­dig­ter ist uns nicht bekannt, wir gehen davon aus, dass es ein Ein­zel­tä­ter war, immer im juris­ti­schen Sin­ne”, sag­te er am Don­ners­tag auf Nach­fra­ge bei einer Pres­se­kon­fe­renz in Hal­le.

Sowohl Stahl­knecht als auch Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) wie­sen dar­auf hin, dass nun ermit­telt wer­de, ob Bal­liet in ein Umfeld oder Netz­wer­ke ein­ge­bun­den war. Wenn jemand in dem Umfang Spreng­mit­tel besorgt und Waf­fen beses­sen habe, müs­se man aus­leuch­ten, mit wem der Mann Kon­takt gehabt und wie er sich die­se beschafft habe, sag­te See­ho­fer.

Das muss man sau­ber unter­schei­den von der Tat­aus­füh­rung.”

Mehr zum The­ma — Atten­tat in Hal­le per Live­stream gefilmt : Rechts­ex­tre­mer Täter stell­te Video ins Netz

Bei dem Angriff führ­te der Täter nach Anga­ben von Gene­ral­bun­des­an­walt Frank vier Schuss­waf­fen mit sich. Es sei zumin­dest eine voll­au­to­ma­ti­sche Schuss­waf­fe dabei gewe­sen, zudem habe er meh­re­re Spreng­sät­ze im Auto gehabt, als er zu der Syn­ago­ge gefah­ren ist. Der mut­maß­li­che Atten­tä­ter war zuvor nicht durch ande­re kri­mi­nel­le Hand­lun­gen auf­ge­fal­len. Nach Anga­ben aus Sicher­heits­krei­sen hat­te der Täter die Waf­fen selbst gebaut. Sie waren dem­nach nicht rich­tig zusam­men­ge­setzt, wes­halb es Lade­hem­mun­gen gege­ben habe. 

Der Täter hat­te in den sozia­len Netz­wer­ken ein Beken­ner­vi­deo hoch­ge­la­den, in dem er Eng­lisch und Deutsch spricht. Aus­ge­stat­tet mit einer Helm­ka­me­ra, zeigt das knapp 36 Minu­ten lan­ge Video den Ablauf der Tat aus der Per­spek­ti­ve des 27-Jäh­ri­gen – von der ver­geb­li­chen Erstür­mung der Syn­ago­ge über die töd­li­chen Schüs­se bis zur Flucht. Das Video dien­te den Ermitt­lern auch zur Rekon­struk­ti­on des Ablaufs der Tat.

Der Innen­mi­nis­ter Sach­sen-Anhalts Hol­ger Stahl­knecht stell­te dabei klar, dass zwi­schen Ein­gang des Alarms bei der Poli­zei in Hal­le und dem Ein­tref­fen der Beam­ten vor Ort sie­ben Minu­ten ver­gan­gen sei­en. Er reagier­te damit auf Kri­tik, dass die­se Zeit­span­ne zu lang gewe­sen sein soll.

Mehr zum The­ma — Angriff in Hal­le wirft Fra­gen auf – Zen­tral­rat kri­ti­siert Poli­zei

Der Täter leg­te zudem in einem elf Sei­ten lan­gen “Mani­fest” sei­ne Welt­sicht dar – eben­falls auf Eng­lisch, um mög­lichst wei­te Ver­brei­tung zu erlan­gen. Der Text liest sich stel­len­wei­se wie die Anlei­tung zu einem Com­pu­ter­spiel, in dem Doku­ment wim­melt es von anti­se­mi­ti­schen Begrif­fen.

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er for­der­te eine kla­re Hal­tung gegen Rechts­ex­tre­mis­mus.

Wer jetzt noch einen Fun­ken Ver­ständ­nis zeigt für Rechts­ex­tre­mis­mus und Ras­sen­hass, wer die Bereit­schaft ande­rer för­dert durch das Schü­ren von Hass ; wer poli­tisch moti­vier­te Gewalt gegen Anders­den­ken­de, Anders­gläu­bi­ge oder auch Reprä­sen­tan­ten demo­kra­ti­scher Insti­tu­tio­nen (…) recht­fer­tigt, macht sich mit­schul­dig”, sag­te er bei sei­nem Besuch am Tat­ort.

Lam­brecht bezeich­ne­te den Rechts­ex­tre­mis­mus wie See­ho­fer als eine der aktu­ell größ­ten Bedro­hun­gen, die der Rechts­staat mit allen Mit­teln bekämp­fen müs­se. Rechts­ex­tre­mis­mus tre­te in Deutsch­land immer gewalt­tä­ti­ger und aggres­si­ver auf. Nähr­bo­den sei­en oft zunächst Wor­te, denen dann Taten folg­ten. Es gehö­re zur Staats­rä­son, dass Juden in Deutsch­land sicher leben kön­nen. Die SPD-Poli­ti­ke­rin kün­dig­te an, Vor­schlä­ge zu machen, wie Inter­net­platt­for­men ver­pflich­tet wer­den könn­ten, rechts­ex­tre­me Äuße­run­gen zu ver­hin­dern.

Nach sei­ner Flucht war der Todes­schüt­ze auf der Bun­des­stra­ße 91 süd­lich von Hal­le fest­ge­nom­men wor­den, wie Stahl­knecht sag­te. Bal­liet wur­de nach Infor­ma­tio­nen aus Sicher­heits­krei­sen in zwei Kran­ken­häu­sern behan­delt. Schuss­ver­let­zun­gen am Hals stamm­ten von einem Schuss­wech­sel mit der Poli­zei in Hal­le, wo sich der Täter hin­ter sei­nem Wagen ver­schanzt hat­te. Die Nacht habe Bal­liet in einer Kli­nik in Wei­ßen­fels in Sach­sen-Anhalt ver­bracht.

Am Don­ners­tag sei er dann für eine Ope­ra­ti­on in eine Kli­nik in Hal­le gebracht wor­den. Am spä­ten Don­ners­tag­nach­mit­tag wur­de er per Hub­schrau­ber nach Karls­ru­he gebracht. Dort soll­te er dem Ermitt­lungs­rich­ter beim Bun­des­ge­richts­hof vor­ge­führt wer­den.

(rt deutsch/ dpa)

RT Deutsch


Thüringen : Polizisten sollen Frau im Dienst vergewaltigt haben – Haftbefehl


Im Fall einer Ver­ur­tei­lung dro­hen den Män­nern nach Anga­ben der Staats­an­walt­schaft Haft­stra­fen zwi­schen 3 und 15 Jah­ren. Thü­rin­gens Innen­mi­nis­ter Georg Mai­er (SPD) äußer­te sich am Mitt­woch bestürzt und ver­sprach rasche und gründ­li­che Auf­klä­rung :

Ich hof­fe, dass wir schnell Gewiss­heit haben wer­den, was genau vor­ge­fal­len ist.

Laut Innen­mi­nis­ter waren direkt nach Bekannt­wer­den der Vor­wür­fe die Staats­an­walt­schaft und die Exper­ten für inter­ne Ermitt­lun­gen der Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on ein­ge­schal­tet wor­den. Sie hät­ten die wei­te­ren not­wen­di­gen Maß­nah­men ver­an­lasst :

Wenn sich der Vor­wurf bestä­ti­gen soll­te, wäre dies nicht nur eine schwe­re Straf­tat, son­dern wür­de auch erheb­li­che dienst­recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen.

Der Über­griff soll sich bei einer Durch­su­chung der Woh­nung der Frau ereig­net haben. Anlass für die Durch­su­chung soll unter ande­rem gewe­sen sein, dass die Frau mit meh­re­ren Iden­ti­tä­ten auf­ge­fal­len war.

Den Poli­zis­ten wird sexu­el­ler Miss­brauch sowie Ver­ge­wal­ti­gung in beson­ders schwe­rem Fall vor­ge­wor­fen. Sie hät­ten sich beim Haft­rich­ter nicht zu den Vor­wür­fen geäu­ßert, teil­te die Staats­an­walt­schaft Erfurt mit. Ihren Anga­ben nach soll es zu dem Über­griff gekom­men sein, als die Beam­ten ihren Dienst aus­üb­ten. Dem­nach befand sich die Frau als “behörd­lich Ver­wahr­te” zum Zeit­punkt der Tat am ver­gan­ge­nen Sams­tag recht­lich in Poli­zei­ge­wahr­sam.

Wei­te­re Ein­zel­hei­ten woll­te die Staats­an­walt­schaft nicht bekannt­ge­ben und ver­wies auf die lau­fen­den Ermitt­lun­gen sowie den Schutz der Betei­lig­ten.

Mehr zum The­ma — Bru­ta­le Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gun­gen in Düs­sel­dorf und ein Pro­zess­be­ginn in Frei­burg

(rt deutsch / dpa)

RT Deutsch


Plumpe Provokation : Medien wollen russische Spezialeinheiten in Norwegen entdeckt haben


Die nor­we­gi­sche Online-Zei­tung Ald­ri­Mer berich­te­te am 27. Sep­tem­ber von “tak­ti­schen” Mili­tär­ein­hei­ten aus Russ­land, die ver­deckt in dem skan­di­na­vi­schen Land agiert haben sol­len. Die angeb­li­chen Ein­sät­ze hät­ten nicht nur auf Spitz­ber­gen, son­dern auch auf dem Fest­land statt­ge­fun­den. Im jüngs­ten Fall hät­ten die Sol­da­ten Zivil getra­gen. Dabei hät­ten die Rus­sen kri­ti­sche Infra­struk­tur­ob­jek­te unter­sucht. Das Blatt berief sich in sei­nem sen­sa­ti­ons­ver­däch­ti­gen Bericht auf “vier unab­hän­gi­ge Quel­len aus drei ver­schie­de­nen Län­dern”. Es lägen dar­über hin­aus Bewei­se vor, die US-Auf­klä­rungs­flug­zeu­ge beschafft hät­ten. Im Arti­kel wur­de unter ande­rem ein beson­de­res rus­si­sches U‑Boot vom Typ P‑650 erwähnt, das dem ver­deck­ten Trans­port von Mili­tär­per­so­nal die­nen soll. Eine Quel­le in der nor­we­gi­schen Regie­rung soll gegen­über Ald­ri­Mer behaup­tet haben, dass die Behör­den um die angeb­li­chen Geheim­ein­sät­ze wüss­ten. Nichts­des­to­we­ni­ger woll­te weder das nor­we­gi­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um noch der natio­na­le Nach­rich­ten­dienst den Bericht kom­men­tie­ren.

Im Gegen­satz zu den nor­we­gi­schen Behör­den äußer­te sich die rus­si­sche Bot­schaft in Oslo ein­deu­tig zu dem Bericht. Es han­de­le sich um eine gro­be Pro­vo­ka­ti­on, der Arti­kel habe nichts mit der Wirk­lich­keit zu tun. Die Bot­schaft stell­te klar :

Wir betrach­ten den Bericht als Teil der von bestimm­ten Krei­sen in Nor­we­gen geführ­ten sys­te­ma­ti­schen Arbeit zur Eta­blie­rung des Feind­bil­des gegen Russ­land. Wir schlie­ßen auch nicht aus, dass die­ser Fake ein plum­per Ver­such ist, im Vor­feld der Bekannt­ma­chung des Ver­tei­di­gungs­etats und der Emp­feh­lun­gen zum lang­fris­ti­gen Ent­wick­lungs­plan der Streit­kräf­te, zusätz­li­che Aus­ga­ben für den Kampf gegen die ‘rus­si­sche Bedro­hung’ zu recht­fer­ti­gen. Wir fin­den, dass sol­che Metho­den der jour­na­lis­ti­schen Ethik wider­spre­chen.

In einem Kom­men­tar für die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti nann­te der Mili­tär­ex­per­te und Chef­re­dak­teur des Maga­zins Natio­na­le Ver­tei­di­gung, Igor Korot­schen­ko, den Ald­ri­Mer-Bericht eine “klas­si­sche Zei­tungs­en­te” und einen “Rück­fall in die Zei­ten des Kal­ten Krie­ges” mit sei­nem Rus­sen­hass und Spio­na­ge­wahn­sinn. Der Exper­te ver­mu­tet, dass man zeit­nah ein amt­li­ches Demen­ti von­sei­ten des nor­we­gi­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums und der NATO erwar­ten kön­ne. Igor Korot­schen­ko sag­te :

Ande­ren­falls wür­den sie ihre vol­le Inkom­pe­tenz bestä­ti­gen, falls in Nor­we­gen rus­si­sche Spe­zi­al­ein­hei­ten am Werk sein soll­ten, wäh­rend die nor­we­gi­schen Pro­fis und ihre NATO-Kol­le­gen nichts davon wüss­ten. Das wäre ein Repu­ta­ti­ons­ver­lust für die NATO.

Mehr zum The­ma — Ent­täu­schung beim Main­stream : Putins ver­meint­li­che Geheim­waf­fe ent­puppt sich als The­ra­pie­wal

RT Deutsch


Asteroiden als Sprungbrett der Menschheit ins Weltall ? Forscher haben große Pläne


Aste­roi­den gel­ten gene­rell eher als gefähr­li­che Bro­cken im Welt­all, die durch ihre Geschwin­dig­keit und ihre Mas­se eine ernst­haf­te Gefahr für die Mensch­heit brin­gen könn­ten. Doch die Aste­roi­den könn­ten auch ein Segen für unse­re Spe­zi­es sein – denn womög­lich könn­ten sie die inter­stel­la­re Raum­fahrt erst ermög­li­chen.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


UEFA will nichts gesehen haben : Hitlergruß und Nazisymbole während EM-Qualifikationsspiel in Ukraine


Mehr zum The­ma — Ukrai­ni­sche Neo­na­zis : Ein­fluss­reich und doch von Medi­en kaum beachtet

Auf Video­auf­nah­men aus dem Sta­di­on in Lwiw ist zu sehen, wie ukrai­ni­sche Fuß­ball­fans wäh­rend des EM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiels Ukrai­ne gegen Ser­bi­en den Hit­ler­gruß zei­gen. Das Spiel fand bereits am 7. Juni die­ses Jah­res statt und ende­te mit einem deut­li­chen 5:0‑Sieg der Ukrai­ne. Im Vor­feld der Begeg­nung war das Spiel zu einem Sicher­heits­ri­si­ko­spiel ein­ge­stuft wor­den, wes­we­gen kei­ne Kar­ten für den ser­bi­schen Fuß­ball­ver­band zur Ver­fü­gung stan­den.

Neben den Vide­os aus dem Sta­di­on kur­siert wei­te­res Bild­ma­te­ri­al im Inter­net, das Sze­nen aus einer Kund­ge­bung vor dem Spiel zeigt. In die­ser Kund­ge­bung, die von ukrai­ni­schen und kroa­ti­schen Fans orga­ni­siert wur­de, sind deut­lich Neo­na­zi­sym­bo­le zu erken­nen. Man ach­te im fol­gen­den Video­aus­schnitt ins­be­son­de­re auf die Fah­nen :

RT Deutsch hat die UEFA dar­auf­hin in einer Mail ange­fragt, wie der Ver­band die Vor­komm­nis­se kom­men­tiert und ob eine Unter­su­chung in die Wege gelei­tet wur­de.

Die Ant­wort der UEFA, die wir hier im kom­plet­ten Wort­laut wie­der­ge­ben, spricht für sich :

Ankla­gen gegen die Ukrai­ne : Zün­den von Feu­er­werks­kör­pern — Art. 16 (2) DR, Wer­fen von Gegen­stän­den — Art. 16 (2) DR, Trep­pen blo­ckiert — Art. 38 Sicher­heits­ver­ord­nung, Ver­bren­nen eines Objekts — Art. 16 (2) DR. Die Kontroll‑, Ethik- und Dis­zi­pli­nar­kam­mer hat ent­schie­den : Geld­bu­ße in Höhe von 15.250 € gegen den ukrai­ni­schen Fuß­ball­ver­band wegen des Auf­flam­mens von Feu­er­werks­kör­pern und wegen der Blo­cka­de von Trep­pen ; das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gegen den ukrai­ni­schen Fuß­ball­ver­band wegen des Wer­fens von Gegen­stän­den ein­zu­stel­len. Was Ihre Fra­ge betrifft, so wur­de in den Berich­ten der Spiel­be­am­ten nichts erwähnt.

Mit ande­ren Wor­ten : Die­sel­be UEFA, die in der Regel sehr schnell inter­ve­niert, wenn es um ras­sis­ti­sche Vor­fäl­le in euro­päi­schen Sta­di­en geht, und die sich in mil­lio­nen­schwe­ren Wer­be­kam­pa­gnen gegen Dis­kri­mi­nie­rung aus­spricht, will von den Vor­komm­nis­sen wäh­rend des Spiels und auch von der Kund­ge­bung vor dem Spiel nichts mit­be­kom­men haben. Das über­rascht. Denn wie auf­merk­sam die UEFA-Spiel­be­am­ten gemein­hin sind, belegt unter ande­rem eine Lap­pa­lie aus dem Jahr 2012. Sei­ner­zeit muss­te der Deut­sche Fuß­ball-Bund (DFB) eine Geld­stra­fe von 10.000 Euro zah­len, weil eini­ge deut­sche Fans wäh­rend eines Spiels gegen Por­tu­gal Papier­ku­geln auf das Spiel­feld gewor­fen hat­ten.

Dass es auch durch­aus anders geht, bewies der Welt­fuß­ball­ver­band FIFA im Jahr 2016. Damals ver­don­ner­te man den ukrai­ni­schen Fuß­ball­ver­band (FFU) zu einer Stra­fe in Höhe von rund 56.000 Euro. Der Aus­lö­ser waren Nazi-Paro­len, die ukrai­ni­sche Fuß­ball­fans wäh­rend eines Freund­schafts­spiels gegen Ser­bi­en geru­fen hat­ten.

Für das Rück­spiel zwi­schen der Ukrai­ne und Ser­bi­en am 17. Novem­ber die­ses Jah­res in Bel­grad haben sich die bei­den natio­na­len Ver­bän­de dar­auf geei­nigt, kei­ne Kar­ten für die ser­bi­schen Fans zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Mehr zum The­ma — “Held des natio­na­len Wider­stands”: Ukrai­ni­sche Nazis ver­brei­ten Mani­fest des Christ­church-Kil­lers

RT Deutsch