Südkorea will Handel mit Russland im nächsten Jahr auf 30 Milliarden US-Dollar steigern


Der süd­ko­rea­ni­sche Prä­si­dent Moon Jae-in hat am Don­ners­tag erklärt, dass das Han­dels­vo­lu­men zwi­schen Russ­land und Süd­ko­rea wei­ter wach­sen wer­de. In einem Inter­view mit Ser­gei Michailow, dem Chef der Nach­rich­ten­agen­tur TASS, sag­te er :

Wir wer­den im nächs­ten Jahr den 30. Jah­res­tag der Auf­nah­me diplo­ma­ti­scher Bezie­hun­gen fei­ern. Ich hof­fe, dass der bila­te­ra­le Han­dels­um­satz bis dahin 30 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen wird.

Der süd­ko­rea­ni­sche Staats­chef zeig­te sich sehr zufrie­den mit der Tat­sa­che, dass sich die wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Län­dern in den letz­ten Jah­ren aus­ge­wei­tet hat.

Süd­ko­rea ist einer der wich­tigs­ten Part­ner Russ­lands im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum. Der gegen­sei­ti­ge Han­del stieg im Jahr 2018 um fast 30 Pro­zent auf 24,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Ein Drit­tel davon ent­fiel auf die Regio­nen im Fer­nen Osten Russ­lands, so der regio­na­le Prä­si­di­al­bot­schaf­ter Juri Trut­new.

Vor zwei Jah­ren schlug Prä­si­dent Moon Jae-in die so genann­te Neue Nord­po­li­tik vor, die die Schaf­fung eines ein­heit­li­chen Wirt­schafts­raums zwi­schen der korea­ni­schen Halb­in­sel und dem rus­si­schen Fer­nen Osten vor­sieht. Im Mit­tel­punkt der Poli­tik steht die Schaf­fung einer eura­si­schen Wirt­schafts­ge­mein­schaft auf der Grund­la­ge der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Süd­ko­rea und Russ­land.

Mehr zum The­ma —  Span­nun­gen auf korea­ni­scher Halb­in­sel : Wla­di­mir Putin mahnt zum Dia­log zwi­schen Nord und Süd

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Sanktionen zeigen Wirkung : Handel zwischen USA und China geht um 67 Milliarden US-Dollar zurück


Der Han­del zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt, den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Chi­na, ist in den ers­ten neun Mona­ten die­ses Jah­res auf­grund des anhal­ten­den Han­dels­krie­ges stark zurück­ge­gan­gen.

Die US-Impor­te aus Chi­na san­ken um 53 Mil­li­ar­den auf rund 342 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Im Sep­tem­ber impor­tier­ten die USA etwas mehr als 40 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Waren, gegen­über fast 48 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zur glei­chen Zeit im Vor­jahr.

Auch die Expor­te nach Chi­na san­ken auf rund 78,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gegen­über 93,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar im Vor­jahr. Gleich­zei­tig sank das US-Han­dels­de­fi­zit mit Chi­na von fast 302 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in den ers­ten neun Mona­ten des Jah­res 2018 auf 262 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Ein neu­er Bericht der Ver­ein­ten Natio­nen weist dar­auf hin, dass der anhal­ten­de Han­dels­krieg bei­den Volks­wirt­schaf­ten scha­det. Die Lei­te­rin der inter­na­tio­na­len Han­dels- und Roh­stoff­ab­tei­lung der UN-Kon­fe­renz für Han­del und Ent­wick­lung (UNCTAD) Pame­la Coke Hamil­ton erklär­te :

Ein ver­lo­re­ner Han­dels­krieg scha­det nicht nur den Haupt­kon­kur­ren­ten, son­dern gefähr­det auch die Sta­bi­li­tät der Welt­wirt­schaft und das zukünf­ti­ge Wachs­tum.

Der Han­dels­streit zwi­schen den bei­den Natio­nen dau­ert bereits mehr als ein Jahr und führ­te zu meh­re­ren Run­den gegen­sei­ti­ger Zöl­le und Beschrän­kun­gen. US-Prä­si­dent Donald Trump und sein chi­ne­si­scher Amts­kol­le­ge Xi Jin­ping wer­den sich in naher Zukunft tref­fen, um über eine mög­li­che ers­te Pha­se eines Han­dels­ab­kom­mens zu bera­ten, das den Han­dels­krieg been­den soll.

Mehr zum The­ma — Wegen Han­dels­krieg mit USA : Chi­na ver­dop­pelt Aus­ga­ben für Infra­struk­tur­pro­jek­te

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Frieden durch Handel und Entwicklung ? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt ?


Chi­nas Bil­lio­nen-US-Dol­lar-Initia­ti­ve “One Belt, One Road” (BRI) ist ein Ver­such, die Sei­den­stra­ße wie­der­zu­be­le­ben, eine alte Han­dels­rou­te, die Hun­der­te Jah­re lang Ost und West ver­band.

Die Initia­ti­ve, die im Jahr 2013 vom chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping vor­ge­stellt wur­de, sieht vor, Chi­na mit Afri­ka, Asi­en, Euro­pa und Latein­ame­ri­ka durch ein Netz von See­hä­fen, Eisen­bah­nen, Stra­ßen und Indus­trie­parks zu ver­bin­den. Das Haupt­ziel des Mega­pro­jekts der Neu­en Sei­den­stra­ße des 21. Jahr­hun­derts ist es, eine grö­ße­re welt­wei­te Ver­net­zung zu schaf­fen, um den Frie­den durch Han­del und Ent­wick­lung zu för­dern.

War­um Peking glaubt, dass die Welt die Neue Sei­den­stra­ße braucht

Vic­tor Gao, Direk­tor der Chi­na Natio­nal Asso­cia­ti­on of Inter­na­tio­nal Stu­dies, erklär­te, dass die BRI zunächst als Ver­bin­dungs­pro­jekt begann, das Finanz- und Strom­ver­bin­dun­gen ein­schloss.

Frieden durch Handel und Entwicklung? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt?

Es gibt vie­le Pro­jek­te inner­halb der Neu­en Sei­den­stra­ße, für die sich bereits mehr als 100 Län­der ange­mel­det haben. Jedes Land bie­tet unter­schied­li­che Waren für den Export an. Eini­ge von ihnen pro­du­zie­ren Indus­trie­gü­ter, ande­re Pro­duk­ti­ons­ma­te­ria­li­en, Roh­stof­fe, Ener­gie- oder land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­te, so Gao.

Nach Ansicht des Exper­ten wird durch den Bau neu­er Stra­ßen, Eisen­bah­nen und Häfen eine bes­se­re Anbin­dung geschaf­fen. Dies för­dert den Han­del, indem es den Waren­ver­kehr beschleu­nigt.

Gao führ­te auch Bei­spie­le für bereits abge­schlos­se­ne Pro­jek­te an :

Zu den abge­schlos­se­nen Pro­jek­ten gehört die Eisen­bahn zwi­schen Nai­ro­bi und Mom­ba­sa in Kenia. Sie ist bereits in Betrieb und hat die Effi­zi­enz und Pro­duk­ti­vi­tät in Kenia erheb­lich ver­bes­sert, nicht nur was den Trans­port von Men­schen betrifft, son­dern auch von Waren und Dienst­leis­tun­gen.

Wei­ter nann­te der Exper­te eine hoch­wer­ti­ge Auto­bahn in Äthio­pi­en, die sich von Addis Abe­ba bis Dschi­bu­ti erstreckt und eine wei­te Flä­che des äthio­pi­schen Ter­ri­to­ri­ums durch­quert.

Gao sag­te, dass es vie­le poten­zi­el­le Pro­jek­te auf dem eura­si­schen Kon­ti­nent selbst gebe. Län­der wie Myan­mar, Laos, Viet­nam, Kam­bo­dscha, Thai­land, Sin­ga­pur und Malay­sia wür­den von der För­de­rung der BRI pro­fi­tie­ren. Der Exper­te beton­te :

Sie wer­den eine viel bes­se­re Ver­net­zung erhal­ten, ein­schließ­lich der finan­zi­el­len [Art].

Mehr zum The­ma — Bericht : Viet­nam, Sin­ga­pur und Indo­ne­si­en sind Asi­ens Top-Län­der in Chi­nas Neu­er Sei­den­stra­ße

Das Han­dels­vo­lu­men Chi­nas mit dem Ver­band Süd­ost­asia­ti­scher Natio­nen (ASEAN) über­trifft bereits sein Han­dels­vo­lu­men mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und nimmt laut Gao wei­ter zu.

Der in Hong­kong leben­de Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Joseph Cheng hat auf die Ent­wick­lung von Koope­ra­ti­ons­pro­jek­ten mit Chi­nas tra­di­tio­nel­lem Ver­bün­de­ten Paki­stan hin­ge­wie­sen. Er hob her­vor, dass die afri­ka­ni­schen Län­der auch dar­an inter­es­siert sind, sich an der Neu­en Sei­den­stra­ße zu betei­li­gen, “weil sie sicher­lich zu der Kate­go­rie der Län­der gehö­ren, die Infra­struk­tur­ent­wick­lung und Inves­ti­ti­ons­fonds benö­ti­gen”.

Eini­ge euro­päi­sche Län­der, die sich in finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten befin­den, könn­ten eben­falls dar­an inter­es­siert sein, Inves­ti­tio­nen aus Chi­na zu gewin­nen, vor allem Grie­chen­land und Ita­li­en, so Cheng.

War­um Chi­na die Neue Sei­den­stra­ße braucht

Das Pro­jekt zielt dar­auf ab, den Bedarf Chi­nas im Hin­blick auf eine effek­ti­ve­re Nut­zung sei­ner Über­ka­pa­zi­tä­ten in bestimm­ten Bran­chen zu decken. Es bie­tet Chi­na neue Märk­te und Roh­stoff­quel­len und die Mög­lich­keit, die rie­si­gen Devi­sen­re­ser­ven Pekings zu inves­tie­ren, beton­te Joseph Cheng und füg­te hin­zu :

Als Reak­ti­on auf die Wirt­schafts­kri­se im Jahr 2008 und 2009 star­te­te Chi­na vie­le Inves­ti­ti­ons­pro­gram­me, die zu Über­ka­pa­zi­tä­ten in Bran­chen wie Stahl und Zement … führ­ten.

Als wach­sen­des Indus­trie­land brau­che Chi­na Märk­te und Roh­stoff­quel­len, erklär­te der Exper­te und füg­te hin­zu :

Chi­na ver­fügt über beträcht­li­che Devi­sen­re­ser­ven von bis zu 3,1 Bil­lio­nen US-Dol­lar. Ein Teil davon wur­de in Finanz­pa­pie­re und Staats­an­lei­hen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten inves­tiert, die aus chi­ne­si­scher Sicht nicht als sehr ren­ta­bel ange­se­hen wer­den.

Laut Gao mobi­li­siert Chi­na alle Res­sour­cen sei­ner 31 Pro­vin­zen, auto­no­men Regio­nen und Gemein­den, um zur BRI bei­zu­tra­gen. “Schließ­lich ist für vie­le ande­re gro­ße Pro­jek­te, die an der Initia­ti­ve betei­ligt sind, Kapi­tal eine sehr wich­ti­ge Sache. Und wenn man von Kapi­tal spricht, ist Chi­na einer der größ­ten Anbie­ter von aus­län­di­schen Direkt­in­ves­ti­tio­nen”, sag­te Gao und merk­te an, dass das Land auch Ziel rie­si­ger Sum­men an aus­län­di­schen Direkt­in­ves­ti­tio­nen sei.

Mehr zum The­ma — Han­del auf Chi­nas Neu­er Sei­den­stra­ße erreicht im ers­ten Halb­jahr über 600 Mil­li­ar­den US-Dol­lar

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Trotz Sanktionen : Deutsch-russischer Handel auf Rekordkurs


Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men deut­scher Unter­neh­men in Russ­land sei im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 33 Pro­zent – oder 400 Mil­lio­nen Euro – gestie­gen, so Ver­tre­ter des deut­schen Han­dels. Die Ergeb­nis­se des ers­ten Quar­tals zeig­ten, dass deut­sche Inves­ti­tio­nen in Russ­land bis zum Ende die­ses Jah­res den zehn Jah­re alten Rekord im Han­del der bei­den Län­der bre­chen könn­ten.

Trotz einer sich abschwä­chen­den Kon­junk­tur­la­ge ver­trau­en deut­sche Unter­neh­men wei­ter­hin auf den rus­si­schen Markt und inves­tie­ren sogar gegen den Trend”, sag­te der Vor­sit­zen­de der Deutsch-Rus­si­schen Aus­lands­han­dels­kam­mer, Mat­thi­as Schepp, in einer Stel­lung­nah­me.

Die Gesamt­in­ves­ti­tio­nen des ver­gan­ge­nen Jah­res erreich­ten den höchs­ten Stand seit der Finanz­kri­se 2008, über­tra­fen frü­he­re Pro­gno­sen und lagen bei 3,2 Mil­li­ar­den Euro. Die Sum­me lag jedoch noch unter dem All­zeit­hoch von 7,8 Mil­li­ar­den Euro im Jahr 2007.

Die Inves­ti­tio­nen wur­den trotz der von Washing­ton und sei­nen Ver­bün­de­ten ver­häng­ten Sank­tio­nen gegen Russ­land fort­ge­setzt, obwohl die Beschrän­kun­gen für deut­sche Unter­neh­men, die mit Russ­land Geschäf­te machen, gro­ße Schwie­rig­kei­ten berei­ten. Mehr als 140 von der Kam­mer befrag­te Unter­neh­men gaben an, dass ihre gesam­ten sank­ti­ons­be­ding­ten Ver­lus­te eine Mil­li­ar­de Euro über­schrit­ten hät­ten, was einem Mil­li­ar­den­scha­den für alle in Russ­land regis­trier­ten deut­schen Unter­neh­men gleich­kä­me.

Der wirt­schaft­li­che Druck aus dem Wes­ten hat jedoch das Wachs­tum des Han­dels­um­sat­zes zwi­schen Russ­land und Deutsch­land nicht gestoppt, der um 8,4 Pro­zent stieg und im ver­gan­ge­nen Jahr fast 62 Mil­li­ar­den Euro erreich­te.

Mos­kau und Ber­lin sind auch an einem gro­ßen Bau­pro­jekt betei­ligt, der Erd­gas­lei­tung Nord Stream 2, das bis Ende des Jah­res fer­tig gestellt wer­den soll. Das Pro­jekt ist von Washing­ton, das sich kon­ti­nu­ier­lich für den Ver­kauf von eige­nem Flüs­sig­gas (LNG) nach Euro­pa ein­setzt, hef­tig kri­ti­siert wor­den. Die USA droh­ten auch mit Sank­tio­nen gegen alle Betei­lig­ten des Nord-Stream-2-Pro­jekts, aber die rus­si­schen Pro­jekt­part­ner – und ins­be­son­de­re Deutsch­land – haben die Pipe­line wie­der­holt ver­tei­digt, um den wach­sen­den Ener­gie­be­darf Euro­pas zu decken.

Mehr zum The­ma — USA wol­len mit Sank­tio­nen gegen Nord Stream 2 ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit erhal­ten (Video)

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Entdollarisierung : China und Russland wollen mehr Handel in Rubel und Yuan abwickeln


Das Doku­ment wur­de Anfang Juni vom rus­si­schen Finanz­mi­nis­ter Anton Silu­a­now und dem Gou­ver­neur der Chi­ne­si­schen Volks­bank Yi Gang unter­zeich­net, berich­tet die rus­si­sche Zei­tung Iswes­ti­ja. Mos­kau und Peking ent­wi­ckeln der­zeit neue Mecha­nis­men für grenz­über­schrei­ten­de Zah­lun­gen zwi­schen rus­si­schen und chi­ne­si­schen Unter­neh­men, berich­te­te die Zei­tung unter Beru­fung auf ein Schrei­ben des stell­ver­tre­ten­den rus­si­schen Finanz­mi­nis­ters Ser­gej Stort­schak an Ana­to­li Aksa­kow, den Lei­ter des Finanz­markt­aus­schus­ses der Staats­du­ma (die unte­re Kam­mer des rus­si­schen Par­la­ments).

Bei­de Sei­ten kön­nen Brü­cken zwi­schen ihren natio­na­len Alter­na­ti­ven zum tra­di­tio­nel­len SWIFT-Sys­tem schla­gen, das von den USA domi­niert wird, dem rus­si­schen Sys­tem für den Trans­fer von Finanz­nach­rich­ten (SPFS) und dem chi­ne­si­schen Cross-Bor­der Inter-Bank Pay­ments Sys­tem (CIPS).

Die bei­den Län­der müs­sen Rubel- und Yuan-Finanz­in­stru­men­te ent­wi­ckeln, um den wäh­rungs­über­grei­fen­den Han­del zu för­dern und die Risi­ken von Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen abzu­mil­dern, so Aksa­kow. Er füg­te hin­zu, dass sich der Anteil der Abrech­nun­gen in Lan­des­wäh­rung zwi­schen Russ­land und Chi­na in den kom­men­den Jah­ren von zehn auf 50 Pro­zent ver­fünf­fa­chen könn­te.

Der Mecha­nis­mus der Zah­lun­gen in Lan­des­wäh­rung soll bis zum nächs­ten Jahr wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Zuerst wer­den gro­ße Unter­neh­men mit staat­li­cher Betei­li­gung aus Berei­chen wie Ener­gie und Land­wirt­schaft dazu über­ge­hen. Die Yuan-Rubel-Zah­lun­gen wer­den auch auf bestehen­de Ver­trä­ge geleis­tet, die eine Abrech­nung in Dol­lar vor­se­hen.

Chi­na ist mit einem bila­te­ra­len Han­del von mehr als 107 Mil­li­ar­den US-Dol­lar der größ­te Han­dels­part­ner Russ­lands. Bei­de Sei­ten pla­nen auch für die nächs­ten Jah­re eine Ver­dop­pe­lung des aktu­el­len Han­dels­vo­lu­mens.

Mehr zum The­ma -Maß­nah­me gegen Sank­tio­nen : US-Dol­lar-Anteil an Russ­lands Außen­han­del stark rück­läu­fig

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Indien stoppt pakistanischen grenzüberschreitenden Handel mit Jammu und Kaschmir


Das indi­sche Innen­mi­nis­te­ri­um hat die Aus­set­zung des Han­dels über die Über­wa­chungs­li­nie in den an Paki­stan angren­zen­den Regio­nen Jam­mu und Kasch­mir ange­kün­digt, da sich die Span­nun­gen zwi­schen den bei­den Län­dern ver­stär­ken.

Die indi­schen Behör­den füh­ren die Nut­zung der der­zei­ti­gen Han­dels­rou­ten durch paki­sta­ni­sche Teil­ein­hei­ten für den ille­ga­len Zustrom von Dro­gen, Waf­fen und Geld als Haupt­grund für die Maß­nah­me an. In einer Pres­se­mit­tei­lung erklär­te das Minis­te­ri­um :

Der Han­dels­me­cha­nis­mus über die Über­wa­chungs­li­nie wird daher bis zur Ein­füh­rung eines stren­ge­ren Regu­lie­rungs­sys­tems aus­ge­setzt. Damit soll sicher­ge­stellt wer­den, dass durch die­sen Mecha­nis­mus nur ech­ter Han­del zum Woh­le der Men­schen in Jam­mu und Kasch­mir statt­fin­det.

Neu-Delhi hat die eine Unter­su­chungs­be­hör­de, die Natio­nal Inves­ti­ga­ti­on Agen­cy, zur Bekämp­fung des Ter­ro­ris­mus in Indi­en ein­ge­rich­tet. Deren lau­fen­de Ermitt­lun­gen haben erge­ben, dass ein Groß­teil des Han­dels über die Über­wa­chungs­li­nie von Per­so­nen betrie­ben wird, die eng mit ver­bo­te­nen Orga­ni­sa­tio­nen ver­bun­den sind. Die­se betei­li­gen sich meist an der Stär­kung von Ter­ro­ris­mus und Sepa­ra­tis­mus.

Der Schritt erfolgt zwei Mona­te nach­dem ein Selbst­mord­at­ten­tat auf einen indi­schen para­mi­li­tä­ri­schen Poli­zei­kon­voi zum Tod von über 40 Men­schen führ­te. Seit­dem spit­zen sich die unsi­che­ren bila­te­ra­len Bezie­hun­gen zwi­schen Neu-Delhi und Islam­abad zu. Die in Paki­stan ansäs­si­ge mili­tan­te Grup­pe Jaish-e-Moham­med über­nahm die Ver­ant­wor­tung für den Angriff.

Der ein­ge­fro­re­ne Kasch­mir-Kon­flikt eska­lier­te danach und führ­te zu einer mili­tä­ri­schen Patt­si­tua­ti­on zwi­schen den bei­den Atom­mäch­ten.

Mehr zum The­ma — Inter­view zum Kon­flikt zwi­schen Indi­en und Paki­stan : Lage außer Kon­trol­le

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Iran rügt Europa wegen fehlender Fortschritte bei Einrichtung von Zweckgesellschaft zum Handel


Seit­dem die USA das 2015 geschlos­se­ne Nukle­arab­kom­men ein­sei­tig auf­kün­dig­ten, tra­ten erneut Sank­tio­nen gegen den Iran in Kraft. Die ver­blie­ben Unter­zeich­ner­län­der, dar­un­ter Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich und Deutsch­land, ver­spra­chen die Ein­rich­tung einer Zweck­ge­sell­schaft namens INSTEX, um den Han­del trotz der Sank­tio­nen wei­ter­hin zu ermög­li­chen. Die­se aber lässt auf sich war­ten, und Tehe­ran wird unge­dul­dig. 

Am Sonn­tag äußer­te sich der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif frus­triert : 

Ich fra­ge mich, wie viel Zeit die Euro­pä­er brau­chen, um einen vor­läu­fi­gen Mecha­nis­mus (ein­zu­rich­ten)? 

Aus sei­ner Sicht gebe es kei­ne Ent­schul­di­gung für die Euro­pä­er, die Ein­füh­rung wei­ter zu ver­zö­gern. Es ist zu befürch­ten, dass das Nukle­arab­kom­men auf­grund der feh­len­den Ent­wick­lun­gen zer­bricht. 

Im Janu­ar hät­te INSTEX unter der Lei­tung des ehe­ma­li­gen Com­merz­bank-Direk­tors Per Fischer Rea­li­tät wer­den sol­len. Tehe­ran führ­te im letz­ten Monat sei­ne Ver­si­on der Tausch­bör­se unter der Bezeich­nung “Spe­cial Tra­de and Finan­ce Insti­tu­te” (STFI) ein und war­tet seit­her auf den Aus­tausch mit INSTEX. Das Land lob­te dabei die Ver­su­che der Nach­barn des Iran, die ähn­li­che Han­dels­struk­tu­ren ein­führ­ten. Die­se, so Dscha­wad Sarif, erwie­sen sich als effek­tiv. Die euro­päi­schen Part­ner des Iran “hin­ken hin­ter­her”, wenn es dar­um geht, ihren Ver­pflich­tun­gen aus dem Abkom­men mit Tehe­ran nach­zu­kom­men, beschwer­te sich Sarif. Lon­don, Paris und Ber­lin soll­ten nicht in den Irr­glau­ben ver­fal­len, dass die Isla­mi­sche Repu­blik “wei­ter auf sie war­ten” wür­de.

Im Febru­ar äußer­te sich US-Vize­prä­si­dent Mike Pence über INSTEX. Es han­de­le sich um einen “unver­nünf­ti­gen Schritt”, der nur “den Iran stär­ken, die EU schwä­chen und noch mehr Distanz zwi­schen Euro­pa und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten schaf­fen” wür­de. 

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Rotes Gold : Afghanischer boomender Safran könnte Alternative zum Handel mit Schlafmohn werden


Die Safran­pro­duk­ti­on hat in die­sem Jahr im Land ein Rekord­ni­veau mit 13 Ton­nen erreicht, erklärt das Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Offi­zi­el­le Zah­len zei­gen, dass die Flä­che für den Safran­an­bau im Jahr 2018 auf 6.200 Hekt­ar gestie­gen ist. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist das ein Anstieg von 22 Pro­zent.

In die­sem Jahr wur­den dazu nach Anga­ben der Regie­rung mehr als 6.600 Per­so­nen aus­ge­bil­det, die in der Her­stel­lung, Ver­ar­bei­tung und Ver­pa­ckung des Gewür­zes benö­tigt wer­den.

Rotes Gold: Afghanischer boomender Safran könnte Alternative zum Handel mit Schlafmohn werden
Afgha­ni­sche Frau­en sam­meln Safran­blü­ten im Karukh-Distrikt Herat in Afgha­ni­stan.

Die Safran­bau­ern erwirt­schaf­te­ten rund 15 Mil­lio­nen Euro an Ein­nah­men, indem sie Safran­cro­cin und Picro­cro­cin auf loka­len Märk­ten ver­kauf­ten ; wenn man bedenkt, dass etwa 90 Pro­zent des afgha­ni­schen Safrans ins Aus­land expor­tiert wer­den”, heißt es in der Erklä­rung.

Der zar­te Stem­pel der Blu­me wird seit Jahr­hun­der­ten in ver­schie­de­nen Küchen der Welt und bei der Her­stel­lung von Par­füms ver­wen­det. Safran wird von den­je­ni­gen, die auf sei­nen Anbau ange­wie­sen sind, als “Rotes Gold” bezeich­net. Er erzielt bis zu 1.350 Euro pro Kilo­gramm auf west­li­chen Märk­ten.

Rotes Gold: Afghanischer boomender Safran könnte Alternative zum Handel mit Schlafmohn werden

Wir begin­nen unse­re Feld­ar­beit noch vor Son­nen­auf­gang, und jeder von uns kann etwa vier bis fünf Kilo­gramm Safran­blü­ten sam­meln”, erklärt die 16-jäh­ri­ge Joma Khan, eine der 156.000 Sai­son­ar­bei­te­rin­nen, die bei der Ern­te des Gewür­zes hel­fen, der Nach­rich­ten­agen­tur AFP. Die Arbei­ter ver­die­nen etwa einen Euro pro Stun­de.

Die Ern­te wird dann an Fabri­ken geschickt, wo Arbei­ter mit Hand­schu­hen den roten Stem­pel ent­fer­nen, der aus den drei Stig­ma­ta besteht, die nach dem Trock­nen das Gewürz bil­den.

Rotes Gold: Afghanischer boomender Safran könnte Alternative zum Handel mit Schlafmohn werden
Eine afgha­ni­sche Arbei­te­rin ver­brei­tet getrenn­te Safran­fä­den aus geern­te­ten Blu­men.

Das Gewürz wird über neue Luft­kor­ri­do­re in 17 Län­der expor­tiert (haupt­säch­lich nach Chi­na, Indi­en und in die Län­der des Per­si­schen Golfs) sowie nach Anga­ben des Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums in die Euro­päi­sche Uni­on und nach Nord­ame­ri­ka.

Afgha­ni­sche Beam­te kämp­fen dar­um, die ein­hei­mi­schen Bau­ern vom hoch­pro­fi­ta­blen Schlaf­mohn­han­del zu ent­fer­nen. Der Mohn­an­bau in Afgha­ni­stan umfasst heu­te immer noch 263.000 Hekt­ar. Fast 90 Pro­zent des auf dem Pla­ne­ten geern­te­ten Opi­ums stam­men aus dem Land.

Mehr zum The­ma — Welt­dro­gen­be­richt der UN : Noch nie so viel Dro­gen­kon­sum wie heu­te

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Russland will im Handel mit afrikanischen Ländern US-Dollar als Zahlungsmittel abschaffen


Dmi­tri Mase­pin, der Vor­sit­zen­der des Wirt­schafts­ra­tes Russ­land-Sim­bab­we sowie Mit­ei­gen­tü­mer von Russ­lands größ­ten Dün­ge­mit­tel­her­stel­ler Ural­chim und der rus­si­schen Dün­ge­mit­tel­grup­pe Ural­ka­li, sag­te zu Jour­na­lis­ten :

Ich den­ke, es ist mög­lich, in Afri­ka ande­re Wäh­run­gen zu ver­wen­den. […] Wir wis­sen, dass [die Bank] WTB vor­hat, sei­ne Akti­vi­tä­ten in der Regi­on aus­zu­wei­ten. Also könn­ten wir zu Abrech­nun­gen in den Wäh­run­gen wech­seln, die für den Kre­dit­ge­ber güns­ti­ger sind.

Anfang die­ses Monats kün­dig­ten die rus­si­schen Behör­den Plä­ne an, alle not­wen­di­gen Schrit­te zur Ent­dol­la­ri­sie­rung der Wirt­schaft des Lan­des zu unter­neh­men. Der Kern­punkt des ehr­gei­zi­gen Plans besteht dar­in, es für die wich­tigs­ten rus­si­schen Expor­teu­re pro­fi­ta­bler zu machen, den rus­si­schen Rubel anstel­le des US-Dol­lars zu ver­wen­den.

Die Maß­nah­me zielt angeb­lich dar­auf ab, die Wirt­schaft des Lan­des vor dro­hen­den US-Sank­tio­nen zu schüt­zen, die Inves­ti­tio­nen in rus­si­sche Staats­an­lei­hen zu ver­bie­ten dro­hen und das Land von US-Dol­lar-Trans­ak­tio­nen aus­schlie­ßen wol­len.

Mase­pin wies dar­auf hin, dass rus­si­sche Unter­neh­men immer noch eini­ge Schwie­rig­kei­ten haben, in Afri­ka Geschäf­te zu täti­gen, wobei die Logis­tik eines der schwer­wie­gends­ten Pro­ble­me dar­stellt.

Nicht alle afri­ka­ni­schen Län­der haben Zugang zum Meer oder Oze­an. Nicht alle Gebie­te haben Eisen­bahn­li­ni­en”,

sag­te der Unter­neh­mer und beton­te, dass rus­si­sche Unter­neh­men schwie­ri­ge Logis­tik­ket­ten orga­ni­sie­ren müs­sen, um Lie­fe­run­gen abzu­wi­ckeln. Sei­ner Mei­nung nach sei­en finan­zi­el­le Garan­ti­en ein wei­te­res wich­ti­ges The­ma :

Es ist wich­tig, die Zah­lungs­wei­se zu regeln, da die meis­ten Län­der aus finan­zi­el­ler Sicht sehr insta­bil sind.

RT Deutsch