Trotz Widerstand : Heil besteht auf Grundrente und Recht auf Homeoffice


Im Koali­ti­ons­streit um eine Grund­ren­te für Gering­ver­die­ner zeigt sich Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil (SPD) opti­mis­tisch. “Ich wer­de die Grund­ren­te durch­set­zen”, sag­te Heil der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ber­lin.

Sie ist in der Koali­ti­on ver­ein­bart, und ich will eine Grund­ren­te, die ihren Namen auch ver­dient”, sag­te Heil. “Es sind noch inten­si­ve Debat­ten in der Koali­ti­on nötig”, räum­te er ein. 

Wich­tig sei, dass die Koali­ti­on zu einer Lösung kom­me.

Wir dür­fen die Men­schen nicht ent­täu­schen.”

Dabei wand­te er sich erneut gegen die Posi­ti­on des Koali­ti­ons­part­ners. “Wir brau­chen kei­ne Bedürf­tig­keits­prü­fung”, sag­te er. “Es geht um Respekt für die Lebens­leis­tung der Men­schen, die sich eine ordent­li­che Ren­te ver­dient haben.” Es gehe um Gerech­tig­keit. Heil bekräf­tig­te : “Ich wer­de im Mai einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf vor­le­gen, der drei bis vier Mil­lio­nen Men­schen ziel­ge­nau hel­fen wird.”

Am Wochen­en­de hat­ten die Koali­ti­ons­plä­ne für eine Grund­ren­te für neu­en Ärger im Regie­rungs­bünd­nis gesorgt. Ent­ge­gen anders­lau­ten­den Ankün­di­gun­gen von Heil beharrt die Uni­on auf einer Bedürf­tig­keits­prü­fung – also dar­auf, dass der Staat prüft, ob mög­li­che Bezie­her so einer Ren­ten­auf­wer­tung die­se auch wirk­lich benö­ti­gen.

Heil beton­te : “Mir geht es nicht um Par­tei­tak­tik, son­dern dar­um, das Rich­ti­ge zu tun.” Mit Blick auf den am 14. März bevor­ste­hen­den Jah­res­tag der Regie­rung sag­te er : “Die Regie­rung ist nun seit einem Jahr im Amt. Wir haben den Ren­ten­pakt geschnürt, die Brü­cken­teil­zeit und eine Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve umge­setzt und den sozia­len Arbeits­markt ein­ge­rich­tet.” Nun gel­te : “Wir dür­fen aber nicht ste­hen blei­ben.”

Heil kün­dig­te auch in einem ande­ren in der Koali­ti­on strit­ti­gen Bereich eine Initia­ti­ve an :

Ich wer­de ein Recht auf Home­of­fice auf den Weg brin­gen, das die Balan­ce von Sicher­heit und Fle­xi­bi­li­tät wahrt”, sag­te er. 

Zuletzt hat­te sich SPD-Che­fin Andrea Nah­les in dem Bereich für neue gesetz­li­che Grund­la­gen aus­ge­spro­chen, da Heim­ar­beit bei Mil­lio­nen Arbeits­plät­zen mög­lich sei. Der arbeits­markt­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on, Peter Weiß (CDU), hat­te sich gegen einen gesetz­li­chen Anspruch auf Home­of­fice gestellt.

Mehr zum The­ma — Heils Mogel­pa­ckung : “Respekt-Ren­te” hilft vie­len Armen nicht

Heil berief sich nun auf die Ver­ein­ba­run­gen von Uni­on und SPD : “Im Koali­ti­ons­ver­trag haben wir ver­ein­bart, mehr Spiel­raum für Fami­li­en­zeit zu schaf­fen”, sag­te er. “Das wer­de ich ein­lö­sen.”

(dpa/rt deutsch)

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Heil stellt neues Rentenkonzept vor – und erntet gleich Kritik


Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil hat am Frei­tag sein Ren­ten­kon­zept vor­ge­stellt. Mit die­sem will er nach eige­nen Anga­ben den ver­brei­te­ten Sor­gen um die Absi­che­rung im Alter ent­ge­gen­tre­ten. Sein “Ren­ten­pakt für Deutsch­land” sol­le neu­es Ver­trau­en schaf­fen. Es gel­te, die Gesell­schaft zusam­men­zu­hal­ten und ein Aus­spie­len der Genera­tio­nen gegen­ein­an­der zu ver­hin­dern.

Der soge­nann­te Ren­ten­pakt umfasst laut Heil vier Ele­men­te. Das ers­te sei die Genera­tio­nen­si­cher­heit. Heil beschreibt eine dop­pel­te Hal­te­li­nie : Das Ren­ten­ni­veau von 48 Pro­zent sol­le bis Mit­te der 2020er-Jah­re garan­tiert, die Ren­ten­bei­trä­ge bis dahin sta­bil gehal­ten wer­den. Der Staat über­neh­me hier mehr Ver­ant­wor­tung, indem er die Zuschüs­se zur Ren­ten­ver­si­che­rung erhö­he und einen Demo­gra­fie­fonds ein­rich­te, der bei einer dro­hen­den Ver­let­zung einer der Hal­te­li­ni­en ein­sprin­gen soll.

Mehr zum The­ma - Alters­ar­mut in Deutsch­land : Fast jede zwei­te Ren­te unter 800 Euro 

Das zwei­te Ele­ment ist die bes­se­re Absi­che­rung von Eltern. Heil stellt eine Auf­wer­tung der Kin­der­er­zie­hungs­zei­ten in Aus­sicht. Das drit­te Ele­ment von Heils Ren­ten­kon­zept betrifft die Erwerbs­min­de­rungs­ren­ten. Wer aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mehr arbei­ten kann, sol­le durch die Ver­län­ge­rung der Zurech­nungs­zei­ten bes­ser­ge­stellt wer­den.

Das vier­te Ele­ment des Ren­ten­pak­tes ist die geplan­te Ent­las­tung von Gering­ver­die­nern. Heil plant ein Anhe­ben der Ein­kom­mens­gren­ze, ab der vol­le Sozi­al­bei­trä­ge gezahlt wer­den müs­sen, von 850 auf 1.300 Euro, ohne dass die zu erwar­ten­den Leis­tun­gen gerin­ger aus­fal­len.

Für das kom­men­de Jahr hat Heil wei­te­re Refor­men in der Ren­ten­po­li­tik ange­kün­digt : die Ein­füh­rung einer Grund­ren­te und die Ein­be­zie­hung von Selb­stän­di­gen in das Ren­ten­sys­tem.

Heils Ren­ten­kon­zept ist unmit­tel­bar nach sei­ner Ver­öf­fent­li­chung auf Kri­tik von ver­schie­de­nen Sei­ten gesto­ßen. Das arbeit­ge­ber­na­he Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft (IW) hält das Kon­zept im Kampf gegen die Alters­ar­mut für ver­fehlt. FDP-Vor­stands­mit­glied Johan­nes Vogel spricht von Wahl­kampf­ge­schen­ken, die teu­er und unge­recht sei­en.

Auch von links kommt Kri­tik. Die SPD-Lin­ke for­dert ein Ren­ten­ni­veau von 50 Pro­zent. Sah­ra Wagen­knecht, Vor­sit­zen­de der Links­frak­ti­on, kri­ti­siert Heils Kon­zept auf Twit­ter als “klein­mü­tig”.

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Gute wirtschaftliche Lage : Arbeitsminister Heil geht von “kräftiger Erhöhung” des Mindestlohns aus


Rund 3,7 Mil­lio­nen Beschäf­tig­te mit einem Voll­zeit­job in Deutsch­land ver­die­nen weni­ger als 2.000 Euro brut­to im Monat. Das sind 17,7 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Voll­zeit­be­schäf­tig­ten in der Bun­des­re­pu­blik. Beson­ders im Osten sind ver­gleichs­wei­se nied­ri­ge Ein­kom­men ver­brei­tet. Im Wes­ten betrug der Anteil 14,7 Pro­zent, im Osten sogar 31,2 Pro­zent. Die­se Zah­len gin­gen erst neu­lich aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Anfra­ge der Lin­ken im Bun­des­tag her­vor.

Bereits nach Bekannt­wer­den der Zah­len for­der­te die Lin­ke unter ande­rem eine Erhö­hung des Min­dest­lohns von 8,84 Euro auf 12 Euro. Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil will das The­ma nun ange­hen.

Die Min­dest­lohn­kom­mis­si­on wird noch im Juni eine Erhö­hung vor­schla­gen. Ange­sichts der guten wirt­schaft­li­chen Lage gehe ich von einer kräf­ti­gen Erhö­hung aus”, sag­te der SPD-Poli­ti­ker der Bild am Sonn­tag.

Zudem kün­dig­te er erneut schär­fe­re Kon­trol­len zur Ein­hal­tung des Min­dest­lohns an. “Wir haben Hin­wei­se dar­auf, dass Arbeit­ge­ber ihn immer noch unter­lau­fen. Wir wer­den des­halb die Kon­trol­len aus­wei­ten.”

Forderungen nach Anhebung kommen von DGB und einigen Parteien

Der Deut­sche Gewerk­schafts­bund (DGB) hat­te jüngst eine deut­li­che Anhe­bung der Lohn­un­ter­gren­ze gefor­dert. Bei der Sit­zung der zustän­di­gen Kom­mis­si­on im Juni woll­ten sich die Gewerk­schaf­ten für eine spür­ba­re Erhö­hung stark machen, sag­te DGB-Chef Rei­ner Hoff­mann. Bis­he­ri­ge Berech­nun­gen des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts gehen von einer Erhö­hung von aktu­ell 8,84 Euro auf 9,19 Euro im kom­men­den Jahr aus.

Die Min­dest­ver­gü­tung sol­le sich laut Gesetz an den jeweils letz­ten Tarif­er­hö­hun­gen ori­en­tie­ren, aber auch an der all­ge­mei­nen Wirt­schafts­la­ge, erläu­ter­te Hoff­mann. Die sei extrem gut. “Also muss es auch einen ordent­li­chen Zuschlag geben.”

Poli­ti­ker der Lin­ken, der Grü­nen und der SPD haben die der­zei­ti­ge Höhe des Min­dest­lohns wie­der­holt als viel zu nied­rig bezeich­net. Der Juso-Vor­sit­zen­de Kevin Küh­nert hat­te eine Erhö­hung auf min­des­tens zwölf Euro pro Stun­de noch in die­ser Wahl­pe­ri­ode gefor­dert. Ham­burgs Bür­ger­meis­ter Peter Tschent­scher (SPD) hat­te im März ange­kün­digt, sich in den öffent­li­chen Unter­neh­men der Han­se­stadt für einen Min­dest­lohn von zwölf Euro pro Stun­de ein­zu­set­zen.

Mehr zum The­ma — Gewerk­schaf­ten : Nied­rig­lohn­sek­tor in Deutsch­land der größ­te in West­eu­ro­pa

(rt deutsch/dpa)

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Um Haaresbreite entkommen : Baukran fällt auf Auto in China, Fahrer kommt heil davon [VIDEO]


Preview Viel­leicht wäre er lie­ber an die­sem Tag zu Hau­se geblie­ben : Ein chi­ne­si­scher Fah­rer hat einen Alb­traum in der Rea­li­tät erlebt, als auf der vol­len Auto­bahn ein Teil eines Bau­krans auf sein Auto fiel. Zu sei­nem Glück gelang es dem Chi­ne­sen, nur mit gerin­gen Ver­let­zun­gen davon­zu­kom­men. Der Zwi­schen­fall wur­de von einer Über­wa­chungs­ka­me­ra fest­ge­hal­ten.
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