Ibiza-Affäre : Kokainfund bei einer der Hauptfiguren hinter der Video-Falle


Ein Wie­ner Anwalt soll den Kon­takt zwi­schen den nun ehe­ma­li­gen FPÖ-Poli­ti­kern Heinz-Chris­ti­an Stra­che und Johann Gude­nus und der als rus­si­sche Olig­ar­chin getarn­ten Frau her­ge­stellt haben. Er soll der Draht­zie­her der Video-Fal­le für die bei­den Poli­ti­ker in einer Fin­ca auf der Insel Ibi­za gewe­sen sein. Die im Juli 2017 heim­lich ent­stan­de­nen Auf­nah­men, die im Mai die­ses Jah­res von Spie­gel und Süd­deut­scher Zei­tung in Tei­len ver­öf­fent­licht wur­den, lös­ten in Öster­reich eine Staats­kri­se aus. Die Regie­rungs­ko­ali­ti­on aus ÖVP und FPÖ war geplatzt, die Kar­rie­re des Vize­kanz­lers Heinz-Chris­ti­an Stra­che erleb­te ein abrup­tes Ende.

Koka­in im Appar­te­ment des Anwalts

Bereits zu Beginn der soge­nann­ten Ibi­za-Affä­re war in den öster­rei­chi­schen Medi­en von einem Wie­ner Anwalt mit ira­ni­schen Wur­zeln die Rede, der als einer der Hin­ter­män­ner der Fal­le gilt. Nun soll im August die­ses Jah­res in sei­ner Pri­vat­woh­nung eine Haus­durch­su­chung statt­ge­fun­den haben. Dies berich­tet die Kro­nen Zei­tung. Beam­te der Son­der­kom­mis­si­on Ibi­za hät­ten dem­nach zwei Beu­tel Koka­in in sei­nem Wie­ner Appar­te­ment gefun­den.

Jüngst hat­te das Ober­lan­des­ge­richt Wien (OLG) eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung gegen die­sen Anwalt bestä­tigt. Das Lan­des­ge­richt für Zivil­rechts­sa­chen hat­te zuvor einem Antrag des EX-FPÖ-Poli­ti­kers Gude­nus auf einst­wei­li­ge Ver­fü­gung statt­ge­ge­ben. Damit ist dem Anwalt nun wei­ter unter­sagt, das Video oder Tei­le davon zu ver­öf­fent­li­chen.

Juris­ti­sche Schlap­pe für Stra­che in Deutsch­land

Eine juris­ti­sche Schlap­pe muss­te aber Ex-FPÖ-Chef Stra­che hin­neh­men. Er hat­te im Mai auch in Deutsch­land über sei­nen deut­schen Anwalt Straf­an­zei­gen gegen alle Per­so­nen gestellt, die für die Her­stel­lung, Ver­brei­tung und Ver­öf­fent­li­chung des Ibi­za-Vide­os mit­wir­kend ver­ant­wort­lich waren. Die Gene­ral­staats­an­walt­schaft Ham­burg soll aber das von ihr so genann­te “Stra­che/I­bi­za-Ver­fah­ren” am Mon­tag end­gül­tig ein­ge­stellt haben, berich­tet die Wie­ner Zei­tung Der Stan­dard.

Mehr zum The­ma — “Ibi­za-Video”: Öster­reichs Ex-Vize­kanz­ler Stra­che erstat­tet Anzei­ge gegen Spie­gel und SZ

RT Deutsch


Resolution : US-Repräsentantenhaus stellt sich hinter Impeachment-Ermittlungen gegen Trump


Schon seit Wochen lau­fen Unter­su­chun­gen gegen Donald Trump, die zu einer Amts­ent­he­bung des Prä­si­den­ten füh­ren könn­ten. Nun heben die Demo­kra­ten die Ermitt­lun­gen per Kon­gress-Beschluss auf eine neue Ebe­ne — auch als Reak­ti­on auf die Total-Blo­cka­de aus dem Wei­ßen Haus.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Lenín Moreno : “Maduro und Correa stecken hinter diesem Putschversuch”


Der ecua­do­ria­ni­sche Prä­si­dent Lenín More­no hat erklärt, dass sowohl der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent Rafa­el Cor­rea als auch der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro für die aktu­el­le Kri­se in Ecua­dor ver­ant­wort­lich sind.

Madu­ros Statt­hal­ter hat zusam­men mit Cor­rea sei­nen Plan zur Desta­bi­li­sie­rung akti­viert”, sag­te der Prä­si­dent im natio­na­len Radio und Fern­se­hen.

More­no beschrieb Madu­ro und Cor­rea als “kor­rupt” und auf der Flucht vor der Jus­tiz.

Sie sind die­je­ni­gen, die hin­ter die­sem ver­such­ten Staats­streich ste­hen”, füg­te er hin­zu und bekräf­tig­te, dass die Men­schen, die zur Gewalt auf­sta­cheln, “bezahlt und orga­ni­siert” wer­den.

Der Prä­si­dent beschul­dig­te auch ande­re Poli­ti­ker, an dem Kom­plott betei­ligt zu sein, dar­un­ter den ehe­ma­li­gen Außen­mi­nis­ter Ricar­do Pati­ño.

Ver­le­gung des Regie­rungs­sit­zes

In sei­ner Erklä­rung kün­dig­te More­no die Ver­le­gung des Regie­rungs­sit­zes von der Haupt­stadt Qui­to in die Küs­ten­me­tro­po­le Gua­ya­quil im Süd­wes­ten des Lan­des an.

Ich bin in die Stadt Gua­ya­quil umge­zo­gen, und ich habe den Regie­rungs­sitz in die­se gelieb­te Stadt ver­legt, ent­spre­chend den mir über­tra­ge­nen ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Befug­nis­sen”, sag­te der Prä­si­dent inmit­ten der hef­ti­gen Pro­tes­te in der Haupt­stadt.

Das Staats­ober­haupt bekräf­tig­te, dass er “den Frie­den und die Ruhe der Ecua­do­ria­ner” vor sein eige­nes Wohl gestellt hat.

Die Plün­de­run­gen, der Van­da­lis­mus und die Gewalt zei­gen, dass es hier eine orga­ni­sier­te poli­ti­sche Absicht gibt, die Regie­rung zu desta­bi­li­sie­ren und die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge und demo­kra­ti­sche Ord­nung zu zer­stö­ren”, sag­te er.

Die Dumm­hei­ten haben ein Ende”

More­no dank­te den Streit­kräf­ten und der Poli­zei des Lan­des für den Schutz der “Rech­te und der Ruhe der Bür­ger”.

Wir wer­den immer jeg­li­ches Blut­ver­gie­ßen ver­mei­den”, sag­te der Prä­si­dent.

Zugleich bekräf­tig­te er sei­ne Posi­ti­on gegen­über den aktu­el­len Beein­träch­ti­gun­gen der öffent­li­chen Ord­nung.

Ich wer­de nicht nach­ge­ben, weil das Rich­ti­ge kei­ne Abstu­fun­gen hat”, so More­no.

Das Staats­ober­haupt nann­te die Abschaf­fung der Treib­stoff­sub­ven­tio­nen “eine his­to­ri­sche Ent­schei­dung”, die den Schmugg­lern “Hun­der­te von Mil­lio­nen US-Dol­lar” ein­brach­te.

Ich ver­si­che­re Ihnen, dass wir, so schwer es auch erschei­nen mag, das Rich­ti­ge getan haben”, äußer­te der Prä­si­dent.

More­no erklär­te, dass die­se Ent­schei­dung das Wohl­erge­hen der Wirt­schaft und die Posi­ti­on des US-Dol­lars als natio­na­le Wäh­rung schüt­zen wird. “Die Dumm­hei­ten, die Res­sour­cen des Staa­tes zu ver­schwen­den, haben ein Ende”, füg­te er hin­zu.

Zuneh­men­de Pro­tes­te – nächt­li­che Aus­gangs­sper­re

Am 7. Okto­ber wur­de Ecua­dor lan­des­weit an sei­nem fünf­ten Tag der Pro­tes­te gegen die “Paque­ta­zo” genann­ten Maß­nah­men­pa­ke­te von Prä­si­dent More­no erschüt­tert. Eini­ge der Demons­tran­ten tauf­ten ihren Auf­ruhr als “Revo­lu­ti­on der Dumm­hei­ten” als Anspie­lung auf die Wor­te, mit denen sich der Prä­si­dent selbst auf die “Fau­len und Die­be” bezog und vom Ende der “Dumm­hei­ten” sprach.

Die indi­ge­nen Ecua­do­ria­ner leh­nen More­nos Abschaf­fung der Sub­ven­tio­nen für Treib­stof­fe ab, da sich die­se dadurch deut­lich ver­teu­er­ten. Die Prei­se für eine Gal­lo­ne Ben­zin und Öko­kraft­stoff klet­ter­ten von 1,85 auf 2,39 US-Dol­lar und die für Die­sel von 1,03 auf 2,29 US-Dol­lar, was in der Sum­me einer Stei­ge­rung um 123 Pro­zent ent­spricht.

Tau­sen­de Ecua­do­ria­ner, die sich in den indi­ge­nen Bewe­gun­gen der Gebirgs­re­gi­on des Lan­des zusam­men­ge­schlos­sen hat­ten, ström­ten am spä­ten Mon­tag­nach­mit­tag in die Haupt­stadt. Ein RT-Team berich­te­te vor Ort von einem der Demons­tra­ti­ons­zü­ge und wur­de Opfer des Trä­nen­ga­ses, das Mili­tär und Poli­zei gegen die Men­schen­men­ge ein­ge­setzt hat­te.

Die Pro­tes­te in Qui­to gin­gen bis in die Nacht auf Diens­tag hin­ein wei­ter. Die Mas­se der Demons­tran­ten ver­sam­mel­te sich in der Nähe meh­re­rer Regie­rungs­ge­bäu­de, wobei eine Grup­pe von ihnen für eini­ge Minu­ten in das Par­la­ment ein­drang. Die Ver­ei­ni­gung der indi­ge­nen Natio­nen Ecua­dors (CONAIE) rief für Mitt­woch zu einem Gene­ral­streik mit Schwer­punkt in der Haupt­stadt auf.

Am Diens­tag ver­häng­te More­no eine nächt­li­che Aus­gangs­sper­re für die Umge­bung der Regie­rungs­ge­bäu­de. Die­se soll­te ursprüng­lich für die Zeit des in der ver­gan­ge­nen Woche aus­ge­ru­fe­nen 60-tägi­gen Aus­nah­me­zu­stands gel­ten. Doch der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof beschränk­te die Dau­er der Aus­gangs­sper­re auf 30 Tage.

Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um kün­dig­te mitt­ler­wei­le an, dass der Lehr­be­trieb an allen öffent­li­chen und pri­va­ten Schu­len des Lan­des “bis auf wei­te­res” aus­ge­setzt bleibt.

Sie selbst sind die Put­schis­ten”

Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des Lan­des Rafa­el Cor­rea äußer­te sich am Diens­tag in einem Inter­view mit RT zur Situa­ti­on in Ecua­dor und zu den Vor­wür­fen sei­nes Amts­nach­fol­gers gegen ihn und den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Madu­ro.

Cor­rea sag­te, dass die Erklä­run­gen des ecua­do­ria­ni­schen Prä­si­den­ten “ein Zei­chen der Ent­frem­dung sind, die More­no in sei­ner gesam­ten Regie­rung aus­zeich­nen”. Dem jet­zi­gen Staats­ober­haupt warf er vor, ihn stän­dig für “die schlech­te Wirt­schafts­leis­tung, das Anwach­sen der Unsi­cher­heit und das Schei­tern all sei­ner poli­ti­schen Vor­ha­ben” ver­ant­wort­lich zu machen.

More­nos Aus­sa­gen “kann nie­mand mehr glau­ben”, denn sei­ne Hal­tung “ist wirk­lich Wahn­sinn”, erklär­te der Ex-Prä­si­dent.

Sie sagen, dass wir Put­schis­ten sind und dass wir die Regie­rung desta­bi­li­sie­ren wol­len”, so Cor­rea wei­ter und füg­te hin­zu, dass “sie selbst die Put­schis­ten sind, die die Ver­fas­sung oft und nach Belie­ben gebro­chen haben”.

Sie sind nicht an Demo­kra­tie inter­es­siert. Sie sind dar­an inter­es­siert, wei­ter die Macht und das ecua­do­ria­ni­sche Volk zu kon­trol­lie­ren”, um eine Poli­tik durch­zu­set­zen, “die der gro­ßen Mehr­heit scha­det, aber ihren Geschäf­ten zugu­te kommt (…) Sie sind die­je­ni­gen, die die Demo­kra­tie gestoh­len haben”, sag­te More­nos Amts­vor­gän­ger.

Cor­rea ver­wies auf eine “ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Lösung” für die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on, die ihm zufol­ge dar­in besteht, die “Wah­len vor­zu­zie­hen und das Volk abstim­men zu las­sen”.

So wer­den Kon­flik­te in einer Demo­kra­tie gelöst : an der Wahl­ur­ne”, beton­te der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent.

Das frü­he­re Staats­ober­haupt bezeich­ne­te die Art und Wei­se, wie die Leit­me­di­en sei­nes Lan­des über die dor­ti­gen Ereig­nis­se berich­ten, als “beschä­mend”:

Es ist obszön, wie sie die Unter­drü­ckung ver­ber­gen. Das Land wird von einer gewal­ti­gen Kri­se erschüt­tert, und sie sen­den wei­ter­hin Sei­fen­opern und Zei­chen­trick­fil­me.

Mehr zum The­ma — Pro­tes­te gegen Preis­er­hö­hun­gen bei Treib­stof­fen : Ecua­dor ver­hängt Aus­nah­me­zu­stand (Video)

Der Pakt mit dem IWF – “Rei­nes Mär­chen”

Cor­rea warf der Regie­rung sei­nes Amts­nach­fol­gers und ehe­ma­li­gen Vize­prä­si­den­ten zudem vor, über die Höhe der Staats­schul­den zu lügen, um einen Pakt mit dem IWF zu recht­fer­ti­gen, zu dem die umstrit­te­nen Maß­nah­men gehö­ren, die sie der Bevöl­ke­rung auf­zu­zwin­gen ver­su­chen.

Das ist ein rei­nes Mär­chen”, sag­te Cor­rea und warf sei­nen poli­ti­schen Geg­nern vor, “von Anfang an das Wirt­schafts­pro­gramm ver­ra­ten zu haben”, um zu ver­su­chen, “den Neo­li­be­ra­lis­mus durch­zu­set­zen” und damit die Macht­grup­pen zufrie­den zu stel­len, die More­no unter­stüt­zen.

Die­se Grup­pen wol­len den Neo­li­be­ra­lis­mus, das ‘Jeder ist sich selbst der Nächs­te’ und die Mini­mie­rung des Staa­tes”, so der Ex-Prä­si­dent.

Das frü­he­re Staats­ober­haupt beklag­te, dass sein Land “seit 14 Jah­ren” nicht sol­chen har­ten Wirt­schafts­maß­nah­men aus­ge­setzt war.

Mehr zum The­ma — Über 350 Fest­nah­men bei Trans­port­streik in Ecua­dor

RT Deutsch


Kriegsgefahr wächst : Saudi-Arabien erklärt, dass Iran “unzweifelhaft” hinter den Angriffen steckt


Mehr zum The­ma — Angriff auf sau­di­sche Ölan­la­gen – Das tota­le Ver­sa­gen des US-Abwehr­sys­tems Patri­ot und sei­ne Fol­gen

Sau­di-Ara­bi­en hat behaup­tet, dass der Iran hin­ter den Angrif­fen auf sei­ne Ölauf­be­rei­tungs­an­la­gen steckt. Droh­nen- und Rake­ten­wracks wur­den auf einer aktu­el­len Pres­se­kon­fe­renz als “end­gül­ti­gen Beweis für Tehe­rans Betei­li­gung” prä­sen­tiert.

Kriegsgefahr wächst: Saudi-Arabien erklärt, dass Iran "unzweifelhaft" hinter den Angriffen steckt

Die Art der ver­wen­de­ten Waf­fen hat bewie­sen, dass der Angriff “nicht aus dem Jemen stam­men konn­te”, behaup­te­te der Oberst der sau­di­schen Armee, Tur­ki al-Mal­ki. Er erklär­te zudem, dass die Fähig­kei­ten der Droh­nen und der Marsch­flug­kör­per Riad von frü­he­ren Angrif­fen bekannt sei­en.

Kriegsgefahr wächst: Saudi-Arabien erklärt, dass Iran "unzweifelhaft" hinter den Angriffen steckt

Der Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums beschul­dig­te den Iran, den Angriff unter­stützt zu haben, und rief die Län­der der “Welt­ge­mein­schaft” auf, “die bös­ar­ti­gen Akti­vi­tä­ten des Iran in der Regi­on anzu­er­ken­nen”. Zudem beton­te er mehr­mals :

Der Angriff wur­de vom Nor­den aus gestar­tet und zwei­fel­los vom Iran unter­stützt.

Er prä­sen­tier­te dazu auch Video­über­wa­chungs­ma­te­ri­al von einer der Ölan­la­gen und behaup­te­te, dass dort eine Droh­ne im Flug zu sehen sei.

Kriegsgefahr wächst: Saudi-Arabien erklärt, dass Iran "unzweifelhaft" hinter den Angriffen steckt

RT Deutsch


Frieden durch Handel und Entwicklung ? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt ?


Chi­nas Bil­lio­nen-US-Dol­lar-Initia­ti­ve “One Belt, One Road” (BRI) ist ein Ver­such, die Sei­den­stra­ße wie­der­zu­be­le­ben, eine alte Han­dels­rou­te, die Hun­der­te Jah­re lang Ost und West ver­band.

Die Initia­ti­ve, die im Jahr 2013 vom chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten Xi Jin­ping vor­ge­stellt wur­de, sieht vor, Chi­na mit Afri­ka, Asi­en, Euro­pa und Latein­ame­ri­ka durch ein Netz von See­hä­fen, Eisen­bah­nen, Stra­ßen und Indus­trie­parks zu ver­bin­den. Das Haupt­ziel des Mega­pro­jekts der Neu­en Sei­den­stra­ße des 21. Jahr­hun­derts ist es, eine grö­ße­re welt­wei­te Ver­net­zung zu schaf­fen, um den Frie­den durch Han­del und Ent­wick­lung zu för­dern.

War­um Peking glaubt, dass die Welt die Neue Sei­den­stra­ße braucht

Vic­tor Gao, Direk­tor der Chi­na Natio­nal Asso­cia­ti­on of Inter­na­tio­nal Stu­dies, erklär­te, dass die BRI zunächst als Ver­bin­dungs­pro­jekt begann, das Finanz- und Strom­ver­bin­dun­gen ein­schloss.

Frieden durch Handel und Entwicklung? Was steht hinter Chinas ehrgeizigem Seidenstraßen-Megaprojekt?

Es gibt vie­le Pro­jek­te inner­halb der Neu­en Sei­den­stra­ße, für die sich bereits mehr als 100 Län­der ange­mel­det haben. Jedes Land bie­tet unter­schied­li­che Waren für den Export an. Eini­ge von ihnen pro­du­zie­ren Indus­trie­gü­ter, ande­re Pro­duk­ti­ons­ma­te­ria­li­en, Roh­stof­fe, Ener­gie- oder land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­te, so Gao.

Nach Ansicht des Exper­ten wird durch den Bau neu­er Stra­ßen, Eisen­bah­nen und Häfen eine bes­se­re Anbin­dung geschaf­fen. Dies för­dert den Han­del, indem es den Waren­ver­kehr beschleu­nigt.

Gao führ­te auch Bei­spie­le für bereits abge­schlos­se­ne Pro­jek­te an :

Zu den abge­schlos­se­nen Pro­jek­ten gehört die Eisen­bahn zwi­schen Nai­ro­bi und Mom­ba­sa in Kenia. Sie ist bereits in Betrieb und hat die Effi­zi­enz und Pro­duk­ti­vi­tät in Kenia erheb­lich ver­bes­sert, nicht nur was den Trans­port von Men­schen betrifft, son­dern auch von Waren und Dienst­leis­tun­gen.

Wei­ter nann­te der Exper­te eine hoch­wer­ti­ge Auto­bahn in Äthio­pi­en, die sich von Addis Abe­ba bis Dschi­bu­ti erstreckt und eine wei­te Flä­che des äthio­pi­schen Ter­ri­to­ri­ums durch­quert.

Gao sag­te, dass es vie­le poten­zi­el­le Pro­jek­te auf dem eura­si­schen Kon­ti­nent selbst gebe. Län­der wie Myan­mar, Laos, Viet­nam, Kam­bo­dscha, Thai­land, Sin­ga­pur und Malay­sia wür­den von der För­de­rung der BRI pro­fi­tie­ren. Der Exper­te beton­te :

Sie wer­den eine viel bes­se­re Ver­net­zung erhal­ten, ein­schließ­lich der finan­zi­el­len [Art].

Mehr zum The­ma — Bericht : Viet­nam, Sin­ga­pur und Indo­ne­si­en sind Asi­ens Top-Län­der in Chi­nas Neu­er Sei­den­stra­ße

Das Han­dels­vo­lu­men Chi­nas mit dem Ver­band Süd­ost­asia­ti­scher Natio­nen (ASEAN) über­trifft bereits sein Han­dels­vo­lu­men mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und nimmt laut Gao wei­ter zu.

Der in Hong­kong leben­de Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Joseph Cheng hat auf die Ent­wick­lung von Koope­ra­ti­ons­pro­jek­ten mit Chi­nas tra­di­tio­nel­lem Ver­bün­de­ten Paki­stan hin­ge­wie­sen. Er hob her­vor, dass die afri­ka­ni­schen Län­der auch dar­an inter­es­siert sind, sich an der Neu­en Sei­den­stra­ße zu betei­li­gen, “weil sie sicher­lich zu der Kate­go­rie der Län­der gehö­ren, die Infra­struk­tur­ent­wick­lung und Inves­ti­ti­ons­fonds benö­ti­gen”.

Eini­ge euro­päi­sche Län­der, die sich in finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten befin­den, könn­ten eben­falls dar­an inter­es­siert sein, Inves­ti­tio­nen aus Chi­na zu gewin­nen, vor allem Grie­chen­land und Ita­li­en, so Cheng.

War­um Chi­na die Neue Sei­den­stra­ße braucht

Das Pro­jekt zielt dar­auf ab, den Bedarf Chi­nas im Hin­blick auf eine effek­ti­ve­re Nut­zung sei­ner Über­ka­pa­zi­tä­ten in bestimm­ten Bran­chen zu decken. Es bie­tet Chi­na neue Märk­te und Roh­stoff­quel­len und die Mög­lich­keit, die rie­si­gen Devi­sen­re­ser­ven Pekings zu inves­tie­ren, beton­te Joseph Cheng und füg­te hin­zu :

Als Reak­ti­on auf die Wirt­schafts­kri­se im Jahr 2008 und 2009 star­te­te Chi­na vie­le Inves­ti­ti­ons­pro­gram­me, die zu Über­ka­pa­zi­tä­ten in Bran­chen wie Stahl und Zement … führ­ten.

Als wach­sen­des Indus­trie­land brau­che Chi­na Märk­te und Roh­stoff­quel­len, erklär­te der Exper­te und füg­te hin­zu :

Chi­na ver­fügt über beträcht­li­che Devi­sen­re­ser­ven von bis zu 3,1 Bil­lio­nen US-Dol­lar. Ein Teil davon wur­de in Finanz­pa­pie­re und Staats­an­lei­hen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten inves­tiert, die aus chi­ne­si­scher Sicht nicht als sehr ren­ta­bel ange­se­hen wer­den.

Laut Gao mobi­li­siert Chi­na alle Res­sour­cen sei­ner 31 Pro­vin­zen, auto­no­men Regio­nen und Gemein­den, um zur BRI bei­zu­tra­gen. “Schließ­lich ist für vie­le ande­re gro­ße Pro­jek­te, die an der Initia­ti­ve betei­ligt sind, Kapi­tal eine sehr wich­ti­ge Sache. Und wenn man von Kapi­tal spricht, ist Chi­na einer der größ­ten Anbie­ter von aus­län­di­schen Direkt­in­ves­ti­tio­nen”, sag­te Gao und merk­te an, dass das Land auch Ziel rie­si­ger Sum­men an aus­län­di­schen Direkt­in­ves­ti­tio­nen sei.

Mehr zum The­ma — Han­del auf Chi­nas Neu­er Sei­den­stra­ße erreicht im ers­ten Halb­jahr über 600 Mil­li­ar­den US-Dol­lar

RT Deutsch


Brasilien : Die Finanzinteressen hinter dem Amazonas-Feuer (Video)


Mehr zum The­ma — Ama­zo­ni­en in Flam­men : Bun­des­re­gie­rung und Macron spie­len Ober­leh­rer

Der rechts­ra­di­ka­le Prä­si­dent Bra­si­li­ens trägt den Spitz­na­men “Cap­tain Ket­ten­sä­ge”. Jair Bol­so­na­ro hat Umwelt­schutz­ge­set­ze abge­schafft und mäch­ti­ge Unter­neh­men ins Land geholt. Der stark betrof­fe­ne Bun­des­staat Ama­zo­nas wird von Wil­son Lima regiert. Der Gou­ver­neur unter­hält Bezie­hun­gen zu US-Lob­by­grup­pen, die gezielt die Aus­beu­tung des Ama­zo­nas­ge­bie­tes anprei­sen.

RT Deutsch


Irak : Iranische Milizen sehen USA hinter Angriffen auf Stützpunkte


Israe­li­sche Droh­nen sol­len den Angriff auf ein Muni­ti­ons­la­ger der “Popu­lar Mobi­li­za­ti­on Forces” (PMF) durch­ge­führt haben. Allein im letz­ten Monat gab es Explo­sio­nen auf drei Stütz­punk­ten und Waf­fen­la­gern. Nach­for­schun­gen der ira­ki­schen Regie­rung erga­ben, dass zumin­dest einer die­ser Angrif­fe durch eine Droh­ne durch­ge­führt wur­de. Die USA wei­sen die Ver­ant­wor­tung zurück. Die PMF kün­dig­te an, man wer­de die USA fort­an zur Ver­ant­wor­tung zie­hen : 

Wir haben kei­ne ande­re Wahl, als uns und unse­re Stütz­punk­te mit den uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Waf­fen zu ver­tei­di­gen. 

Die PMF will über Infor­ma­tio­nen ver­fü­gen, nach wel­cher vier israe­li­sche Droh­nen von den USA aus Aser­bai­dschan in den Irak gebracht wor­den sei­en.

Von israe­li­scher Sei­te gab es weder ein Ein­ge­ständ­nis noch ein Demen­ti. Der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu sag­te ledig­lich :

Iran hat kei­ne Immu­ni­tät egal wo (…) Wir wer­den gegen sie agie­ren – und tun dies der­zeit –, wo auch immer erfor­der­lich. 

Bei den PMF, auch Volks­mo­bil­ma­chungs­kräf­te genannt, han­delt es sich um eine Dach­or­ga­ni­sa­ti­on aus rund 40 Mili­zen, wel­che seit 2014 besteht. Die­se Mili­zen sind mehr­heit­lich schii­tisch geprägt. Gegrün­det wur­den sie zum Kampf gegen die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on IS

Bekannt ist nur, dass Isra­el in Syri­en ira­ni­sche Stel­lun­gen ange­grif­fen hat­te. Im Irak liegt der letz­te offi­zi­ell bestä­tig­te israe­li­sche Angriff Jah­re zurück : 1981 bom­bar­dier­ten israe­li­sche Kampf­flug­zeu­ge eine ira­ki­sche Nukle­ar­an­la­ge süd­lich von Bag­dad, die sich zur Zeit die­ses Angriffs noch im Bau befand.

Mehr zum The­ma — Irak : Ope­ra­tio­nen gegen den IS gehen in der ost-ira­ki­schen Pro­vinz Diya­la zu Ende

RT Deutsch


Westen kritisiert angebliche Uiguren-Lager — Doch muslimische Länder stellen sich hinter Peking


Fast zwei Dut­zend west­li­che Staa­ten haben Peking in einem gemein­sa­men Auf­ruf die an Volks­re­pu­blik auf­ge­for­dert, die Poli­tik hin­sicht­lich der Uigu­ren zu ändern. Sie wer­fen Chi­na vor, Uigu­ren pau­schal zu inhaf­tie­ren. Dage­gen beto­nen die Chi­ne­sen stets, dass es sich nicht um Gefan­ge­nen­la­ger, son­dern um Aus­bil­dungs­zen­tren han­delt, in denen ter­ro­ris­ti­sche Gefähr­der einen Beruf sowie die chi­ne­si­sche Spra­che erler­nen und sich zudem kul­tu­rell betä­ti­gen kön­nen.

Der Brief, in dem der Auf­ruf der west­li­chen Staa­ten ent­hal­ten war, rich­te­te sich an den Vor­sit­zen­den des UN-Men­schen­rechts­ra­tes. Der Brief ist auf den 8. Juli datiert. Als offi­zi­el­les Doku­ment des Rates wird es in den Archi­ven fest­ge­hal­ten und ver­öf­fent­licht.

Dage­gen haben 37 Ent­wick­lungs­staa­ten, dar­un­ter vie­le mit mehr­heit­lich mus­li­mi­scher Bevöl­ke­rung, Chi­na in einem Brief an die Ver­ein­ten Natio­nen gegen die Angrif­fe aus dem Wes­ten in Schutz genom­men.

Wir loben Chi­nas beein­dru­cken­de Errun­gen­schaf­ten auf dem Gebiet der Men­schen­rech­te”, erklär­ten die Staa­ten.

Die­se Errun­gen­schaf­ten habe Peking durch eine Phi­lo­so­phie der Ent­wick­lung erreicht, in dem das Volk im Mit­tel­punkt ste­he. Unter ande­rem haben Russ­land, Paki­stan, Kuba, Alge­ri­en, Ango­la sowie Katar den Brief unter­zeich­net.

Im Gegen­satz zu den meis­ten west­li­chen Staa­ten ver­folgt die Volks­re­pu­blik einen kla­ren Kurs gegen­über dem isla­mis­ti­schen Ter­ror, der auch in der west­li­chen Uigu­ren-Pro­vinz Xin­jiang ein Pro­blem ist, indem näm­lich die Wur­zeln des Pro­blems ange­gan­gen wer­den : durch Bekämp­fung der Armut und einen kon­se­quen­ten Kampf gegen die Ideo­lo­gie der Isla­mis­ten. Peking ist es dabei gelun­gen, die Anzahl der Ter­ror­an­grif­fe auf ein Mini­mum zu redu­zie­ren.

Die Volks­re­pu­blik hat­te die­sen Kurs ein­ge­schla­gen, nach­dem vor zehn Jah­ren isla­mis­ti­sche und natio­na­lis­ti­sche Uigu­ren Über­fäl­le auf eth­ni­sche Chi­ne­sen orga­ni­siert hat­ten.

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RT Deutsch