US-geführte Marinekoalition zur “Sicherung” der Straße von Hormus eröffnet Zentrale in Bahrain


Die von den USA geführ­te Mari­ne­ko­ali­ti­on im Golf eröff­ne­te am Don­ners­tag ein Kom­man­do­zen­trum in Bah­rain. Das teil­te die Fünf­te Flot­te der USA in einer Erklä­rung mit. Offi­zi­el­les Ziel sei die Siche­rung der kom­mer­zi­el­len Schiff­fahrt rund um die Stra­ße von Hor­mus, eine Regi­on, in der es nach diver­sen Tan­ker­an­grif­fen zuletzt zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen gekom­men ist. Die US-Regie­rung sowie eini­ge Ver­bün­de­te mach­ten den Iran für die Angrif­fe ver­ant­wort­lich. Der See­weg vom Golf von Oman in den Per­si­schen Golf durch das Nadel­öhr von Hor­mus ist auch ein wich­ti­ger Trans­port­weg für Öltan­ker.

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Bei der Zere­mo­nie am Don­ners­tag kamen Teil­neh­mer aus Aus­tra­li­en, Bah­rain, Sau­di-Ara­bi­en, den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten, dem Ver­ei­nig­ten König­reich und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zusam­men, außer­dem wur­de das neu­es­te Mit­glied der “Inter­na­tio­na­len Alli­anz für mari­ti­me Sicher­heit” (IMSC, Inter­na­tio­nal Mari­ti­me Secu­ri­ty Con­struct), Alba­ni­en, begrüßt. US-Kon­ter­ad­mi­ral Alvin Hol­sey wur­de zum Befehls­ha­ber der Koali­ti­on ernannt. Im Kom­man­do­zen­trum wür­den künf­tig alle Infor­ma­tio­nen der betei­lig­ten Mari­nen und Indus­trie­part­ner gebün­delt, um einen mög­lichst effek­ti­ven Ein­satz zu gewähr­leis­ten, hieß es.

Das US-Mili­tär mach­te zunächst kei­ne genau­en Anga­ben dazu, wie vie­le Schif­fe und Sol­da­ten an dem Ein­satz betei­ligt sind. Es kämen an wich­ti­gen Nadel­öh­ren gro­ße Schif­fe wie Fre­gat­ten und Zer­stö­rer zum Ein­satz, hieß es. Klei­ne­re Patrouil­len­boo­te und Kor­vet­ten kon­trol­lier­ten die dazwi­schen­lie­gen­den Schiff­fahrts­stra­ßen, zudem fin­de auch eine Über­wa­chung des Schiffs­ver­kehrs aus der Luft statt. Die US-Regie­rung hat­te den Ein­satz zunächst als “Ope­ra­ti­on Sen­ti­nel” (Wach­ein­satz) bezeich­net, spricht aber inzwi­schen von einer “Inter­na­tio­na­len Alli­anz für mari­ti­me Sicher­heit” (IMSC).

Bereits am 20. Okto­ber fand in Bah­rains Haupt­stadt Mana­ma ein von den USA gelei­te­ter zwei­tä­gi­ger Gip­fel statt, des­sen Haupt­the­ma die “ira­ni­sche Bedro­hung im Per­si­schen Golf” war. Neben Sau­di-Ara­bi­en, den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten, Kuwait und Oman nahm auch Isra­el dar­an teil, was Hamas-Spre­cher Hazim Qasim zu der Aus­sa­ge ver­an­lass­te, dass Ver­su­che, die israe­li­sche Besat­zung in die Regi­on zu inte­grie­ren, zum Schei­tern ver­ur­teilt sei­en. Bah­rain ist die Hei­mat der Fünf­ten Flot­te, unter­hält aber kei­ne diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen zu Isra­el.

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Britisches Militär will für “Freiheit der Schifffahrt” in Straße von Hormus sorgen


Nach den Vor­fäl­len fest­ge­setz­ter Tan­ker will die Roy­al Navy künf­tig bri­ti­sche Schif­fe durch die Meer­enge von Hor­mus beglei­ten, um “die Frei­heit der Schiff­fahrt zu ver­tei­di­gen”.

Die Roy­al Navy wur­de beauf­tragt, Schif­fe mit bri­ti­scher Flag­ge durch die Meer­enge von Hor­mus zu beglei­ten, ent­we­der ein­zeln oder in Grup­pen, soll­te ihre Durch­fahrt recht­zei­tig ange­kün­digt wer­den”, so ein Spre­cher der bri­ti­schen Regie­rung. “Die Frei­heit der Schiff­fahrt ist ent­schei­dend für das glo­ba­le Han­dels­sys­tem und die Welt­wirt­schaft, und wir wer­den alles tun, um sie zu ver­tei­di­gen.”

Eine sol­che Mis­si­on wur­de bereits durch­ge­führt, berich­te­te Sky News unter Beru­fung auf Quel­len in der Schiff­fahrts­in­dus­trie. Dem­nach war die HMS Mon­tro­se von Mitt­woch­abend bis Don­ners­tag an einer Mis­si­on betei­ligt.

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Dies sei eine Über­gangs­lö­sung, bis es eine inter­na­tio­na­le Koali­ti­on im Golf auf­ge­stellt sei, die ent­we­der von Euro­pa koor­di­niert, jedoch unab­hän­gig von den USA, oder aber gemein­sam mit den USA geführt wer­den soll.

Wohl auf Bit­te Lon­dons hat auch die Bun­des­re­gie­rung am Don­ners­tag signa­li­siert, an einer Mili­tär­ko­ali­ti­on zu betei­li­gen. Ein für den Ein­satz benö­tig­tes Man­dat will die Bun­des­re­gie­rung dem Par­la­ment zur Abstim­mung vor­le­gen.

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Jere­my Hunt, der bis zur Umbil­dung des bri­ti­schen Kabi­netts durch den neu­en Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son noch Außen­mi­nis­ter war, hat­te in die­ser Funk­ti­on eine Art inter­na­tio­na­le See­streit­kräf­te für die Regi­on vor­ge­schla­gen und argu­men­tiert, dass die­se unter euro­päi­scher Lei­tung mehr Unter­stüt­zung fin­den wür­de als unter jener der USA, weil Washing­ton anders als euro­päi­sche Staa­ten das ira­ni­sche Atom­ab­kom­men auf­ge­kün­digt hat.

Der ira­ni­sche Vize­prä­si­dent Eshagh Dscha­han­gi­ri hin­ge­gen sag­te, jede inter­na­tio­na­le Koali­ti­on zum Schutz des Golfs wür­de nur Unsi­cher­heit brin­gen.

Es ist nicht not­wen­dig, eine Koali­ti­on zu bil­den, denn die­se Art von Koali­tio­nen und die Prä­senz von Aus­län­dern in der Regi­on allein schafft Unsi­cher­heit”, sag­te er. “Und abge­se­hen von der zuneh­men­den Unsi­cher­heit wird sie nichts bewir­ken.”

Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif beton­te, dass der Iran für “Sicher­heit und Frei­heit der Schiff­fahrt” in der Regi­on ver­ant­wort­lich sei.

Die Ira­ni­sche Revo­lu­ti­ons­gar­de beschlag­nahm­te am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein unter bri­ti­scher Flag­ge fah­ren­des Schiff in der Stra­ße von Hor­mus, weil die­ses gegen gel­ten­des See­recht ver­sto­ßen habe. Die­sem Vor­fall ging die Beschlag­nah­mung eines ira­ni­schen Öltan­kers vor der Küs­te von Gibral­tar durch Groß­bri­tan­ni­en vor­aus, der angeb­lich Öl nach Syri­en trans­por­tie­ren woll­te, was gegen die EU-Sank­tio­nen ver­sto­ßen hät­te.

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Trump : US Navy schießt iranische Drohne in der Nähe der Straße von Hormus ab


Dem Bericht zufol­ge sag­te der US-Prä­si­dent, dass die USS Boxer, ein amphi­bi­sches Angriffs­schiff der US Navy, am Don­ners­tag in der Stra­ße von Hor­mus auf die Droh­ne feu­er­te. Es sei eine Abwehr­maß­nah­me gewe­sen.

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